Obsah (9)
Art 133§ 6a§ 234§ 1§ 6§ 6b§ 7§ 24§ 25aRIS Dokument GerichtBundesverwaltungsgericht Entscheidungsdatum30.01.2020 GeschäftszahlL527 2214504-1 SpruchL527 2214504-1/5E IM NAMEN DER REPUBLIK! Das Bundesverwaltungsgericht erkennt durch den Rich
Art 133
Abs 4 B-VG nicht zulässig.B) Die Revision ist
Artikel 133, Absatz 4, B-VG nicht zulässig. , Text
ENTSCHEIDUNGSGRÜNDE:, ENTSCHEIDUNGSGRÜNDE: I. Verfahrensgang:römisch eins. Verfahrensgang:
- Die Erstbeschwerdeführerin und die Zweitbeschwerdeführerin sind verpflichtete Parteien im vor dem Bezirksgericht Linz zur Zahl XXXX geführten Vollstreckungsverfahren zur Durchsetzung des aufgrund des rechtskräftigen Urteils des Oberlandesgerichts Linz vom 12.10.2015, XXXX , bestehenden Anspruchs, wonach es die Beschwerdeführerinnen zu unterlassen haben, Geräte für die Durchführung von Glücksspielen in Form der Ausspielung zu betreiben oder einem Dritten den Betrieb von Geräten für die Durchführung von Glücksspielen in Form der Ausspielung zu ermöglichen, insbesondere durch Aufstellen und/oder Zugänglichmachung solcher Geräte, insbesondere im Lokal XXXX , solange sie oder der Dritte, dem sie die Durchführung von Glücksspielen in Form der Ausspielung ermöglichen, nicht über die dafür erforderliche Konzession oder behördliche Bewilligung verfügen und/oder nicht die Bestimmungen über den Spielerschutz nach den glücksspielrechtlichen Vorschriften einhalten, insbesondere kein Identifikationssystem/Zutrittssystem besteht.
- Die Erstbeschwerdeführerin und die Zweitbeschwerdeführerin sind verpflichtete Parteien im vor dem Bezirksgericht Linz zur Zahl römisch 40 geführten Vollstreckungsverfahren zur Durchsetzung des aufgrund des rechtskräftigen Urteils des Oberlandesgerichts Linz vom 12.10.2015, römisch 40 , bestehenden Anspruchs, wonach es die Beschwerdeführerinnen zu unterlassen haben, Geräte für die Durchführung von Glücksspielen in Form der Ausspielung zu betreiben oder einem Dritten den Betrieb von Geräten für die Durchführung von Glücksspielen in Form der Ausspielung zu ermöglichen, insbesondere durch Aufstellen und/oder Zugänglichmachung solcher Geräte, insbesondere im Lokal römisch 40 , solange sie oder der Dritte, dem sie die Durchführung von Glücksspielen in Form der Ausspielung ermöglichen, nicht über die dafür erforderliche Konzession oder behördliche Bewilligung verfügen und/oder nicht die Bestimmungen über den Spielerschutz nach den glücksspielrechtlichen Vorschriften einhalten, insbesondere kein Identifikationssystem/Zutrittssystem besteht.
- Mit Beschluss vom 27.01.2017, XXXX bewilligte das Bezirksgericht Linz die Exekution gegen die Beschwerdeführerinnen und verhängte über diese aufgrund des im Exekutionsantrag behaupteten Zuwiderhandelns der Erstbeschwerdeführerin, deren Geschäftsführerin die Zweitbeschwerdeführerin ist, eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 3.000,00.
- Mit Beschluss vom 27.01.2017, römisch 40 bewilligte das Bezirksgericht Linz die Exekution gegen die Beschwerdeführerinnen und verhängte über diese aufgrund des im Exekutionsantrag behaupteten Zuwiderhandelns der Erstbeschwerdeführerin, deren Geschäftsführerin die Zweitbeschwerdeführerin ist, eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 3.000,
- Mit Beschluss vom 14.06.2018, XXXX , verhängte das Bezirksgericht Linz über die Beschwerdeführerinnen aufgrund eines ersten weiteren Strafantrags der im Vollstreckungsverfahren betreibenden Partei wegen Zuwiderhandelns gegen das unter Punkt
- beschriebene Verbot eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 5.000,00 für einen Verstoß am 17.05.
- Mit Beschluss vom 14.06.2018, römisch 40 , verhängte das Bezirksgericht Linz über die Beschwerdeführerinnen aufgrund eines ersten weiteren Strafantrags der im Vollstreckungsverfahren betreibenden Partei wegen Zuwiderhandelns gegen das unter Punkt
- beschriebene Verbot eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 5.000,00 für einen Verstoß am 17.05.
- Mit Beschluss vom 02.07.2018, XXXX , verhängte das Bezirksgericht Linz über die Beschwerdeführerinnen aufgrund eines zweiten weiteren Strafantrags der im Vollstreckungsverfahren betreibenden Partei wegen Zuwiderhandelns gegen das unter Punkt
- beschriebene Verbot eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 10.000,00 für einen Verstoß am 26.06.
- Mit Beschluss vom 02.07.2018, römisch 40 , verhängte das Bezirksgericht Linz über die Beschwerdeführerinnen aufgrund eines zweiten weiteren Strafantrags der im Vollstreckungsverfahren betreibenden Partei wegen Zuwiderhandelns gegen das unter Punkt
- beschriebene Verbot eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 10.000,00 für einen Verstoß am 26.06.
- Mit Beschluss vom 07.08.2018, XXXX , verhängte das Bezirksgericht Linz über die Beschwerdeführerinnen aufgrund eines dritten weiteren Strafantrages der im Vollstreckungsverfahren betreibenden Partei wegen Zuwiderhandelns gegen das unter Punkt
- beschriebene Verbot eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 20.000,00 für einen Verstoß am 02.07.2018 und 03.07.2018 und aufgrund eines vierten weiteren Strafantrages der im Vollstreckungsverfahren betreibenden Partei wegen Zuwiderhandelns gegen das unter Punkt
- beschriebene Verbot eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 40.000,00 für einen Verstoß am 23.07.
- Ein dagegen erhobener Rekurs der Beschwerdeführerinnen blieb erfolglos (Landesgericht Linz 13.09.2018, XXXX ).Mit Beschluss vom 07.08.2018, römisch 40 , verhängte das Bezirksgericht Linz über die Beschwerdeführerinnen aufgrund eines dritten weiteren Strafantrages der im Vollstreckungsverfahren betreibenden Partei wegen Zuwiderhandelns gegen das unter Punkt
- beschriebene Verbot eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 20.000,00 für einen Verstoß am 02.07.2018 und 03.07.2018 und aufgrund eines vierten weiteren Strafantrages der im Vollstreckungsverfahren betreibenden Partei wegen Zuwiderhandelns gegen das unter Punkt
- beschriebene Verbot eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 40.000,00 für einen Verstoß am 23.07.
- Ein dagegen erhobener Rekurs der Beschwerdeführerinnen blieb erfolglos (Landesgericht Linz 13.09.2018, römisch 40 ). Mit Beschluss vom 08.08.2018, XXXX , verhängte das Bezirksgericht Linz über die Beschwerdeführerinnen aufgrund eines fünften weiteren Strafantrages der im Vollstreckungsverfahren betreibenden Partei wegen Zuwiderhandelns gegen das unter Punkt
- beschriebene Verbot eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 50.000,00 für einen Verstoß am 24.07.2018 und aufgrund eines sechsten weiteren Strafantrages der im Vollstreckungsverfahren betreibenden Partei wegen Zuwiderhandelns gegen das unter Punkt 1 beschriebene Verbot eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 60.000,00 für einen Verstoß am 25.07.
- Mit Beschluss vom 08.08.2018, römisch 40 , verhängte das Bezirksgericht Linz über die Beschwerdeführerinnen aufgrund eines fünften weiteren Strafantrages der im Vollstreckungsverfahren betreibenden Partei wegen Zuwiderhandelns gegen das unter Punkt
- beschriebene Verbot eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 50.000,00 für einen Verstoß am 24.07.2018 und aufgrund eines sechsten weiteren Strafantrages der im Vollstreckungsverfahren betreibenden Partei wegen Zuwiderhandelns gegen das unter Punkt 1 beschriebene Verbot eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 60.000,00 für einen Verstoß am 25.07.
- Mit Zahlungsauftrag (Mandatsbescheid) vom 06.11.2018 schrieb ein Kostenbeamter für den Präsidenten des Landesgerichts Linz den Beschwerdeführerinnen die mit den unter Punkt
- genannten Beschlüssen verhängten Geldstrafen in Höhe von insgesamt EUR 185.000,00 zuzüglich EUR 8,00 Einhebungsgebühr
§ 6aAbs 1 GEG zur Zahlung vor.4.
Mit Zahlungsauftrag (Mandatsbescheid) vom 06.11.2018 schrieb ein Kostenbeamter für den Präsidenten des Landesgerichts Linz den Beschwerdeführerinnen die mit den unter Punkt 3. genannten Beschlüssen verhängten Geldstrafen in Höhe von insgesamt EUR 185.000,00 zuzüglich EUR 8,00 Einhebungsgebühr
Paragraph 6 a, Absatz eins, GEG zur Zahlung vor.
- Infolge der gegen den Mandatsbescheid von den Beschwerdeführerinnen erhobenen Vorstellung leitete der Präsident des Landesgerichts Linz (in der Folge: [belangte] Behörde) ein Ermittlungsverfahren ein und erließ schließlich den angefochtenen Bescheid. Damit verpflichtete die belangte Behörde die Beschwerdeführerinnen zur Zahlung der mit den unter Punkt
- genannten Beschlüssen verhängten Geldstrafen in Höhe von insgesamt EUR 185.000,00 sowie der Einhebungsgebühr in Höhe von EUR 8,00, somit von einem Betrag von EUR 185.008,00, zur ungeteilten Hand binnen zwei Wochen bei sonstiger zwangsweiser Einbringung.
- Dagegen erhoben die Beschwerdeführerinnen die „aufgrund plötzlicher EDV-Probleme“ auf dem Postweg eingebrachte gegenständliche Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht, in der sie im Wesentlichen vorbringen: Es sei kein ordentliches Verfahren durchgeführt worden. Das Recht auf Parteiengehör sei missachtet worden, da die Beschwerdeführerinnen keine Möglichkeit zur Stellungnahme gehabt haben. Das Bundesverwaltungsgericht habe nicht nur auf die Ausführungen in der Beschwerde, sondern auch auf das Vorbringen in erster Instanz Bedacht zu nehmen, weshalb das gesamte bisherige Vorbringen sowie die gestellten Anträge zum Inhalt dieser Beschwerde erhoben werden. Die Begründung des Bescheids sei in mehrfacher Hinsicht mangelhaft; eine Sachverhaltsfeststellung sei der Begründung nicht in ausreichendem Ausmaß zu entnehmen. Da das „über die Vorstellung erkennende Gericht“ nicht innerhalb von 14 Tagen nach Einbringung der Vorstellung Ermittlungstätigkeiten aufgenommen habe, sei der Mandatsbescheid ex lege außer Kraft getreten. Wegen der, wie die Beschwerdeführerinnen unter Verweis auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom 30.04.2014, C 390/12, behaupten, geänderten Rechtsprechung sei die Erlassung des Mandatsbescheids unzulässig gewesen. Die belangte Behörde bzw. das Bundesverwaltungsgericht hätten die – von den Beschwerdeführerinnen behauptete Unionsrechtswidrigkeit im Grundverfahren – aufzugreifen (gehabt). Die übrigen Ausführungen in der Beschwerde beziehen sich auf eine behauptete Unionsrechtswidrigkeit bzw. Verfassungswidrigkeit des Glücksspielgesetzes (GSpG), insbesondere des Glücksspielmonopols; die entsprechenden Bestimmungen des GSpG seien unanwendbar. Schließlich bringen die Beschwerdeführerinnen vor, dass bei der Bemessung der Geldstrafe die Leistungsfähigkeit der Verpflichteten hätte berücksichtigt werden müssen. Gegenständlich wäre mit einer Geldstrafe in Höhe von maximal EUR 100,00 das Auslangen zu finden gewesen.
- Die Beschwerde langte samt Akt am 14.02.2019 beim Bundesverwaltungsgericht ein. Der vorgelegte Akt war unvollständig bzw. waren nur in Kopie enthaltene Aktenbestandteile teilweise nicht lesbar. Nach Aufforderung durch das Bundesverwaltungsgericht legte die belangte Behörde im Juni 2019 (weitere) relevante Unterlagen (teils im Original) vor. II. Das Bundesverwaltungsgericht hat erwogen:römisch zwei. Das Bundesverwaltungsgericht hat erwogen:
- Feststellungen: 1.
- 1.1.
- Mit rechtskräftigem Beschluss vom 27.01.2017, XXXX , bewilligte das Bezirksgericht Linz die Exekution gegen die Beschwerdeführerinnen und verhängte über diese aufgrund des im Exekutionsantrag behaupteten Zuwiderhandelns der Erstbeschwerdeführerin, deren Geschäftsführerin die Zweitbeschwerdeführerin ist, eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 3.000,00.1.1.
- Mit rechtskräftigem Beschluss vom 27.01.2017, römisch 40 , bewilligte das Bezirksgericht Linz die Exekution gegen die Beschwerdeführerinnen und verhängte über diese aufgrund des im Exekutionsantrag behaupteten Zuwiderhandelns der Erstbeschwerdeführerin, deren Geschäftsführerin die Zweitbeschwerdeführerin ist, eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 3.000,
- 1.1.
- Mit Beschluss vom 14.06.2018, XXXX , verhängte das Bezirksgericht Linz über die Beschwerdeführerinnen aufgrund eines ersten weiteren Strafantrags rechtskräftig eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 5.000,00 für einen Verstoß am 17.05.
- 1.1.
- Mit Beschluss vom 14.06.2018, römisch 40 , verhängte das Bezirksgericht Linz über die Beschwerdeführerinnen aufgrund eines ersten weiteren Strafantrags rechtskräftig eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 5.000,00 für einen Verstoß am 17.05.
- 1.1.
- Mit Beschluss vom 02.07.2018, XXXX , verhängte das Bezirksgericht Linz über die Beschwerdeführerinnen aufgrund eines zweiten weiteren Strafantrags rechtskräftig eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 10.000,00 für einen Verstoß am 26.06.
- 1.1.
- Mit Beschluss vom 02.07.2018, römisch 40 , verhängte das Bezirksgericht Linz über die Beschwerdeführerinnen aufgrund eines zweiten weiteren Strafantrags rechtskräftig eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 10.000,00 für einen Verstoß am 26.06.
- 1.1.
- Mit Beschluss vom 07.08.2018, XXXX , verhängte das Bezirksgericht Linz über die Beschwerdeführerinnen aufgrund eines dritten weiteren Strafantrages eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 20.000,00 für einen Verstoß am 02.07.2018 und 03.07.2018 und aufgrund eines vierten weiteren Strafantrages eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 40.000,00 für einen Verstoß am 23.07.
- Ein dagegen erhobener Rekurs der Beschwerdeführerinnen blieb erfolglos (Landesgericht Linz 13.09.2018, XXXX ). Die Geldstrafen wurden somit rechtskräftig verhängt.1.1.
- Mit Beschluss vom 07.08.2018, römisch 40 , verhängte das Bezirksgericht Linz über die Beschwerdeführerinnen aufgrund eines dritten weiteren Strafantrages eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 20.000,00 für einen Verstoß am 02.07.2018 und 03.07.2018 und aufgrund eines vierten weiteren Strafantrages eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 40.000,00 für einen Verstoß am 23.07.
- Ein dagegen erhobener Rekurs der Beschwerdeführerinnen blieb erfolglos (Landesgericht Linz 13.09.2018, römisch 40 ). Die Geldstrafen wurden somit rechtskräftig verhängt. 1.1.
- Mit Beschluss vom 08.08.2018, XXXX , verhängte das Bezirksgericht Linz über die Beschwerdeführerinnen aufgrund eines fünften weiteren Strafantrages rechtskräftig eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 50.000,00 für einen Verstoß am 24.07.2018 und aufgrund eines sechsten weiteren Strafantrages eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 60.000,00 für einen Verstoß am 25.07.
- 1.1.
- Mit Beschluss vom 08.08.2018, römisch 40 , verhängte das Bezirksgericht Linz über die Beschwerdeführerinnen aufgrund eines fünften weiteren Strafantrages rechtskräftig eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 50.000,00 für einen Verstoß am 24.07.2018 und aufgrund eines sechsten weiteren Strafantrages eine zur ungeteilten Hand zu bezahlende Geldstrafe in der Höhe von EUR 60.000,00 für einen Verstoß am 25.07.
- 1.
- Mit handschriftlicher Verfügung vom 06.11.2018 ordnete der für die unter 1.1.
- bis 1.1.
- genannten Beschlüsse zuständige Richter des Bezirksgerichts Linz die Einbringung der mit diesen Beschlüssen rechtskräftig verhängten Geldstrafen an. 1.
- Mit dem nach Erlassung eines Mandatsbescheids (06.11.2018, XXXX ; AS 41 ff), fristgerechter Erhebung einer Vorstellung (AS 45 ff) und Durchführung eines Ermittlungsverfahrens (AS 53 ff) erlassenen und nunmehr angefochtenen (AS 75 ff) Bescheid (AS 61 ff) verpflichtete die belangte Behörde die Beschwerdeführerinnen zur Zahlung der mit den unter 1.1.
- bis 1.1.
- genannten Beschlüssen verhängten Geldstrafen in Höhe von insgesamt EUR 185.000,00 sowie der Einhebungsgebühr in Höhe von EUR 8,00, somit von einem Betrag von EUR 185.008,00, zur ungeteilten Hand binnen zwei Wochen bei sonstiger zwangsweiser Einbringung.1.
- Mit dem nach Erlassung eines Mandatsbescheids (06.11.2018, römisch 40 ; AS 41 ff), fristgerechter Erhebung einer Vorstellung (AS 45 ff) und Durchführung eines Ermittlungsverfahrens (AS 53 ff) erlassenen und nunmehr angefochtenen (AS 75 ff) Bescheid (AS 61 ff) verpflichtete die belangte Behörde die Beschwerdeführerinnen zur Zahlung der mit den unter 1.1.
- bis 1.1.
- genannten Beschlüssen verhängten Geldstrafen in Höhe von insgesamt EUR 185.000,00 sowie der Einhebungsgebühr in Höhe von EUR 8,00, somit von einem Betrag von EUR 185.008,00, zur ungeteilten Hand binnen zwei Wochen bei sonstiger zwangsweiser Einbringung.
- Beweiswürdigung: 2.
- Der Sachverhalt ergibt sich unzweifelhaft aus den dem Bundesverwaltungsgericht vorliegenden Akten. Die jeweiligen Aktenbestandteile sind bei den Feststellungen, soweit möglich, unter Nennung der Schriftstücke, Geschäftszahlen, Aktenseiten (AS) oder Ordnungszahlen (OZ) angegeben. 2.1.
- Dass die Geldstrafen rechtskräftig verhängt wurden, war angesichts der auf den jeweiligen Beschlüssen vom zuständigen Richter angebrachten entsprechenden Bestätigung festzustellen. Auf den nach Aufforderung durch das Bundesverwaltungsgericht (OZ 3) von der belangten Behörde im Original vorgelegten Beschlüssen sind diese Bestätigungen, anders als auf den im Zuge der Beschwerdevorlage vorgelegten Kopien, auch problemlos lesbar (OZ 4). Den Bestätigungen kommt die rechtliche Qualität von öffentlichen Urkunden im Sinne des § 292 Abs 1 ZPO zu. Als solche machen sie (soweit sie keine äußeren Mängel aufweisen) den vollen Beweis der bezeugten (rechtserheblichen) Tatsache. Das heißt, sie begründen die Vermutung ihrer inhaltlichen Richtigkeit, die allerdings nach § 292 Abs 2 ZPO (vgl. auch § 47 AVG) widerlegt werden kann; vgl. VwGH 11.09.2015, 2012/17/
- Im gegebenen Fall ist nichts hervorgetreten, was an der Echtheit und Richtigkeit der Bestätigungen zweifeln ließe. Auch die Beschwerdeführerinnen haben die rechtskräftige Verhängung der Geldstrafen nicht in Frage gestellt. Den mit der Beschwerde vorgelegten Kopien der Beschlüsse ist überdies angeschlossen, dass und wann die Beschlüsse jeweils zugestellt wurden (AS 19, 23, 27, 31, 37).2.1.
- Dass die Geldstrafen rechtskräftig verhängt wurden, war angesichts der auf den jeweiligen Beschlüssen vom zuständigen Richter angebrachten entsprechenden Bestätigung festzustellen. Auf den nach Aufforderung durch das Bundesverwaltungsgericht (OZ 3) von der belangten Behörde im Original vorgelegten Beschlüssen sind diese Bestätigungen, anders als auf den im Zuge der Beschwerdevorlage vorgelegten Kopien, auch problemlos lesbar (OZ 4). Den Bestätigungen kommt die rechtliche Qualität von öffentlichen Urkunden im Sinne des Paragraph 292, Absatz eins, ZPO zu. Als solche machen sie (soweit sie keine äußeren Mängel aufweisen) den vollen Beweis der bezeugten (rechtserheblichen) Tatsache. Das heißt, sie begründen die Vermutung ihrer inhaltlichen Richtigkeit, die allerdings nach Paragraph 292, Absatz 2, ZPO vergleiche auch Paragraph 47, AVG) widerlegt werden kann; vergleiche VwGH 11.09.2015, 2012/17/
- Im gegebenen Fall ist nichts hervorgetreten, was an der Echtheit und Richtigkeit der Bestätigungen zweifeln ließe. Auch die Beschwerdeführerinnen haben die rechtskräftige Verhängung der Geldstrafen nicht in Frage gestellt. Den mit der Beschwerde vorgelegten Kopien der Beschlüsse ist überdies angeschlossen, dass und wann die Beschlüsse jeweils zugestellt wurden (AS 19, 23, 27, 31, 37). 2.1.
- Zur Feststellung unter 1.
- ist anzumerken: Ob das Entscheidungsorgan im Grundverfahren schriftlich angeordnet hat, dass die Vorschreibung erfolgen kann, ist, ebenso wie die Frage der Rechtskraft der Entscheidung im Grundverfahren,
§ 234Abs 1 Z 1 der Geschäftsordnung für die Gerichte I.
und II. Instanz (Geo) wesentlich für die Beurteilung der Frage der Rechtmäßigkeit der Einbringung der Geldstrafe; vgl. auch 3.1.2.Ob das Entscheidungsorgan im Grundverfahren schriftlich angeordnet hat, dass die Vorschreibung erfolgen kann, ist, ebenso wie die Frage der Rechtskraft der Entscheidung im Grundverfahren,
Paragraph 234, Absatz eins, Ziffer eins, der Geschäftsordnung für die Gerichte römisch eins. und römisch zwei. Instanz (Geo) wesentlich für die Beurteilung der Frage der Rechtmäßigkeit der Einbringung der Geldstrafe; vergleiche auch 3.1.2. In der Begründung eines Bescheids, mit dem eine Geldstrafe eingebracht wird, ist in einer eindeutigen, die Rechtsverfolgung durch die Parteien ermöglichenden und einer nachprüfenden Kontrolle durch das Bundesverwaltungsgericht zugänglichen Weise darzutun, ob eine Anordnung
§ 234Abs 1 Z 1 Geo erfolgte und aus welchen Erwägungen die Behörde zur entsprechenden Ansicht gelangte; vgl. etwa Vw
GH 10.12.2014, Ro 2014/09/0056, 12.04.1999, 97/21/0249. Im angefochtenen Bescheid führt die Behörde aus, dass der Richter des Bezirksgerichts Linz am 06.11.2018
§ 234
Geo angeordnet habe, die gegen die Beschwerdeführerinnen rechtskräftig verhängten Ordnungsstrafen einzuheben (AS 63). Ferner stellt sie fest: „
den Bestimmungen des § 234 Geo liegt auch eine schriftlichen [sic!] Anordnung des Entscheidungsorgans im Grundverfahren vor (06. November 2018).“ (AS 66) Die Beweiswürdigung besteht allein aus folgendem Satz: „Die Feststellungen stützen sich einerseits auf den Inhalt des vorgelegten Kostenteilaktes, sowie andererseits auf den in Rechtskraft erwachsenen und vollstreckbaren Exekutionsbeschluss, aus dem sie sich widerspruchsfrei ergeben.“ (AS 66) Im gesamten Akt sucht man eine Verfügung, die sprachlich auch nur im Ansatz an § 234 Abs 1 Z 1 Geo erinnert oder anderweitig auf Anhieb als derartige Anordnung verstanden werden kann, vergeblich. Somit genügen die wiedergegebenen Passagen aus dem angefochtenen Bescheid nicht den rechtlichen Anforderungen an eine ordnungsgemäße Begründung.In der Begründung eines Bescheids, mit dem eine Geldstrafe eingebracht wird, ist in einer eindeutigen, die Rechtsverfolgung durch die Parteien ermöglichenden und einer nachprüfenden Kontrolle durch das Bundesverwaltungsgericht zugänglichen Weise darzutun, ob eine Anordnung
Paragraph 234, Absatz eins, Ziffer eins, Geo erfolgte und aus welchen Erwägungen die Behörde zur entsprechenden Ansicht gelangte; vergleiche etwa VwGH 10.12.2014, Ro 2014/09/0056, 12.04.1999, 97/21/0249. Im angefochtenen Bescheid führt die Behörde aus, dass der Richter des Bezirksgerichts Linz am 06.11.2018
Paragraph 234, Geo angeordnet habe, die gegen die Beschwerdeführerinnen rechtskräftig verhängten Ordnungsstrafen einzuheben (AS 63). Ferner stellt sie fest: „
den Bestimmungen des Paragraph 234, Geo liegt auch eine schriftlichen [sic!] Anordnung des Entscheidungsorgans im Grundverfahren vor (
- November 2018).“ (AS 66) Die Beweiswürdigung besteht allein aus folgendem Satz: „Die Feststellungen stützen sich einerseits auf den Inhalt des vorgelegten Kostenteilaktes, sowie andererseits auf den in Rechtskraft erwachsenen und vollstreckbaren Exekutionsbeschluss, aus dem sie sich widerspruchsfrei ergeben.“ (AS 66) Im gesamten Akt sucht man eine Verfügung, die sprachlich auch nur im Ansatz an Paragraph 234, Absatz eins, Ziffer eins, Geo erinnert oder anderweitig auf Anhieb als derartige Anordnung verstanden werden kann, vergeblich. Somit genügen die wiedergegebenen Passagen aus dem angefochtenen Bescheid nicht den rechtlichen Anforderungen an eine ordnungsgemäße Begründung. Tatsächlich finden sich auf der letzten Seite des Beschlusses des Landesgerichts Linz vom 13.09.2018, XXXX , mehrere handschriftliche Anmerkungen. Eine davon lautet: „Vfg. GKSFA2 betr. Strafen lt ON 6, 8, 11 und 14 an VPV, Kal 25/11 (Eintreibung)“ (Hervorhebung im Original) Darunter befindet sich ein Datumsstempel („
- NOV. 2018“) und eine Unterschrift. Mit der Buchstaben-/Zahlenkombination „GKSFA2“ wird das für Kostenbeamtinnen und –-beamte gedachte Formular für Mandatsbescheide „Auftrag zur Zahlung einer Geldstrafe/Zwangsstrafe/Verbandsgeldbuße“ gemeint sein, wobei „GKS“ die Gattungsbezeichnung für „Gebühren, Kosten und Strafen“ ist. Vor diesem Hintergrund geht das Bundesverwaltungsgericht davon aus, dass das Entscheidungsorgan im Grundverfahren im gegenständlichen Fall mit seiner handschriftlichen Verfügung vom 06.11.2018 auf der letzten Seite des Beschlusses des Landesgerichts Linz vom 13.09.2018, XXXX , die Einbringung der Geldstrafen mittels eines Mandatsbescheids angeordnet hat. Mit „ON 6, 8, 11 und 14“ sind die Beschlüsse mit den jeweiligen Ordnungsnummern gemeint ( XXXX ).Tatsächlich finden sich auf der letzten Seite des Beschlusses des Landesgerichts Linz vom 13.09.2018, römisch 40 , mehrere handschriftliche Anmerkungen. Eine davon lautet: „Vfg. GKSFA2 betr. Strafen lt ON 6, 8, 11 und 14 an VPV, Kal 25/11 (Eintreibung)“ (Hervorhebung im Original) Darunter befindet sich ein Datumsstempel („
- NOV. 2018“) und eine Unterschrift. Mit der Buchstaben-/Zahlenkombination „GKSFA2“ wird das für Kostenbeamtinnen und –-beamte gedachte Formular für Mandatsbescheide „Auftrag zur Zahlung einer Geldstrafe/Zwangsstrafe/Verbandsgeldbuße“ gemeint sein, wobei „GKS“ die Gattungsbezeichnung für „Gebühren, Kosten und Strafen“ ist. Vor diesem Hintergrund geht das Bundesverwaltungsgericht davon aus, dass das Entscheidungsorgan im Grundverfahren im gegenständlichen Fall mit seiner handschriftlichen Verfügung vom 06.11.2018 auf der letzten Seite des Beschlusses des Landesgerichts Linz vom 13.09.2018, römisch 40 , die Einbringung der Geldstrafen mittels eines Mandatsbescheids angeordnet hat. Mit „ON 6, 8, 11 und 14“ sind die Beschlüsse mit den jeweiligen Ordnungsnummern gemeint ( römisch 40 ). Das Bundesverwaltungsgericht merkt an, dass in der Buchstaben-/Zahlenkombination „GKSFA2“ kein Bezug zu § 234 Abs 1 Z 1 Geo zum Ausdruck kommt. Auch anhand anderer Verordnungen (oder Gesetze) des Bundes erschließt sich die Bedeutung von „GKSFA2“ nicht. Überdies ist die Buchstaben- und Zahlenkombination „GKSFA2“ weder ein (deutsches) Wort noch eine im deutschen Sprachgebrauch geläufige Abkürzung (vgl. etwa die im Duden [https://www.duden.de; 24.01.2020] enthaltenen Abkürzungen). Vgl. auch die Regelungen zur Gerichtssprache und Schreibweise in § 53 Geo. „GKSFA2“ ist nicht einmal eine in der österreichischen Rechtssprache übliche Abkürzung; vgl. etwa Dax/Hopf, AZR - Abkürzungs- und Zitierregeln der österreichischen Rechtssprache und europarechtlicher Rechtsquellen8
(2019). Das Bundesverwaltungsgericht merkt an, dass in der Buchstaben-/Zahlenkombination „GKSFA2“ kein Bezug zu Paragraph 234, Absatz eins, Ziffer eins, Geo zum Ausdruck kommt. Auch anhand anderer Verordnungen (oder Gesetze) des Bundes erschließt sich die Bedeutung von „GKSFA2“ nicht. Überdies ist die Buchstaben- und Zahlenkombination „GKSFA2“ weder ein (deutsches) Wort noch eine im deutschen Sprachgebrauch geläufige Abkürzung vergleiche etwa die im Duden [https://www.duden.de; 24.01.2020] enthaltenen Abkürzungen). Vgl. auch die Regelungen zur Gerichtssprache und Schreibweise in Paragraph 53, Geo. „GKSFA2“ ist nicht einmal eine in der österreichischen Rechtssprache übliche Abkürzung; vergleiche etwa Dax/Hopf, AZR - Abkürzungs- und Zitierregeln der österreichischen Rechtssprache und europarechtlicher Rechtsquellen8
(2019). In Anbetracht der im gegenständlichen Fall vom Entscheidungsorgan im Grundverfahren zur Anordnung, dass eine Vorschreibung erfolgen kann, gewählten Formulierung, deren Bedeutung sich anhand von Gesetzen und Verordnungen des Bundes, anhand des allgemeinen Sprachgebrauchs und anhand allgemein oder in der österreichischen Rechtssprache gebräuchlicher Abkürzungen nicht erschließen lässt, hätte die belangte Behörde im Interesse der Rechtsverfolgung durch die Parteien sowie einer nachprüfenden Kontrolle und überhaupt eines effektiven Rechtsschutzes in der Begründung des angefochtenen Bescheids konkret darauf eingehen müssen, weshalb sie vom Vorliegen der nach § 234 Abs 1 Z 1 Geo erforderlichen Anordnung ausging.In Anbetracht der im gegenständlichen Fall vom Entscheidungsorgan im Grundverfahren zur Anordnung, dass eine Vorschreibung erfolgen kann, gewählten Formulierung, deren Bedeutung sich anhand von Gesetzen und Verordnungen des Bundes, anhand des allgemeinen Sprachgebrauchs und anhand allgemein oder in der österreichischen Rechtssprache gebräuchlicher Abkürzungen nicht erschließen lässt, hätte die belangte Behörde im Interesse der Rechtsverfolgung durch die Parteien sowie einer nachprüfenden Kontrolle und überhaupt eines effektiven Rechtsschutzes in der Begründung des angefochtenen Bescheids konkret darauf eingehen müssen, weshalb sie vom Vorliegen der nach Paragraph 234, Absatz eins, Ziffer eins, Geo erforderlichen Anordnung ausging. 2.2. Im Ergebnis ist der Sachverhalt aktenkundig, unstrittig und deshalb erwiesen. 3. Rechtliche Beurteilung: Zu A) Abweisung der Beschwerde: 3.1. Rechtslage: 3.1.1.
§ 1
Z 2 Gerichtliches Einbringungsgesetz (GEG) sind Geldstrafen und Geldbußen aller Art mit Ausnahme jener nach § 1 Z 3 GEG, Zwangsgelder, Zwangs- und Beugestrafen, die von ordentlichen Gerichten (ausgenommen in Disziplinarangelegenheiten der Rechtsanwälte und Rechtsanwaltsanwärter) verhängt worden sind oder deren Einbringung nach besonderen Vorschriften den ordentlichen Gerichten obliegt, von ordentlichen Gerichten und Justizbehörden verhängte Ordnungs- und Mutwillensstrafen sowie die Kosten des elektronisch überwachten Hausarrests (§ 156b Abs 3 StVG) von Amts wegen einzubringen.3.1.1.
Paragraph eins, Ziffer 2, Gerichtliches Einbringungsgesetz (GEG) sind Geldstrafen und Geldbußen aller Art mit Ausnahme jener nach Paragraph eins, Ziffer 3, GEG, Zwangsgelder, Zwangs- und Beugestrafen, die von ordentlichen Gerichten (ausgenommen in Disziplinarangelegenheiten der Rechtsanwälte und Rechtsanwaltsanwärter) verhängt worden sind oder deren Einbringung nach besonderen Vorschriften den ordentlichen Gerichten obliegt, von ordentlichen Gerichten und Justizbehörden verhängte Ordnungs- und Mutwillensstrafen sowie die Kosten des elektronisch überwachten Hausarrests (Paragraph 156 b, Absatz 3, StVG) von Amts wegen einzubringen. Es handelt sich daher nicht bloß um die in einem Strafverfahren einzubringenden Geldstrafen, sondern auch um Geldstrafen, die in einem anderen gerichtlichen Verfahren (etwa als Ordnungs-, Mutwillens- oder Zwangsstrafen oder als Geldbußen nach den §§ 29 ff KartG 2005) verhängt worden sind (siehe Dokalik, Gerichtsgebühren13, § 1 GEG Anm 2).Es handelt sich daher nicht bloß um die in einem Strafverfahren einzubringenden Geldstrafen, sondern auch um Geldstrafen, die in einem anderen gerichtlichen Verfahren (etwa als Ordnungs-, Mutwillens- oder Zwangsstrafen oder als Geldbußen nach den Paragraphen 29, ff KartG 2005) verhängt worden sind (siehe Dokalik, Gerichtsgebühren13, Paragraph eins, GEG Anmerkung 2). 3.1.2.
§ 234
Abs 1 Z 1 Geo bedarf die Einbringung einer schriftlichen Anordnung des Entscheidungsorgans im Grundverfahren, dass eine Vorschreibung erfolgen kann; dazu bedarf es der Rechtskraft der Entscheidung im Grundverfahren, mit der die Strafe verhängt oder die Zahlung der für verfallen erklärten Geldbeträge angeordnet wurde.3.1.2.
Paragraph 234, Absatz eins, Ziffer eins, Geo bedarf die Einbringung einer schriftlichen Anordnung des Entscheidungsorgans im Grundverfahren, dass eine Vorschreibung erfolgen kann; dazu bedarf es der Rechtskraft der Entscheidung im Grundverfahren, mit der die Strafe verhängt oder die Zahlung der für verfallen erklärten Geldbeträge angeordnet wurde. 3.1.3.
§ 6
Abs 1 Z 1 GEG ist zuständige Behörde für die Vorschreibung der nach § 1 GEG einzubringenden Beträge aus Verfahren, die im Zeitpunkt der Vorschreibung der Beträge in erster Instanz anhängig sind oder zuletzt in erster Instanz anhängig waren (Grundverfahren), sowie für die Entscheidung über sonstige mit deren Einbringung zusammenhängende Anträge, einschließlich Rückzahlungsanträge und Einwendungen nach § 35 EO, der Präsident des Gerichtshofs erster Instanz für Beträge aus Grundverfahren bei seinem Gericht oder den ihm unterstellten Bezirksgerichten.3.1.3.
Paragraph 6, Absatz eins, Ziffer eins, GEG ist zuständige Behörde für die Vorschreibung der nach Paragraph eins, GEG einzubringenden Beträge aus Verfahren, die im Zeitpunkt der Vorschreibung der Beträge in erster Instanz anhängig sind oder zuletzt in erster Instanz anhängig waren (Grundverfahren), sowie für die Entscheidung über sonstige mit deren Einbringung zusammenhängende Anträge, einschließlich Rückzahlungsanträge und Einwendungen nach Paragraph 35, EO, der Präsident des Gerichtshofs erster Instanz für Beträge aus Grundverfahren bei seinem Gericht oder den ihm unterstellten Bezirksgerichten.
§ 6
Abs 2 GEG kann die nach § 6 Abs 1 GEG zuständige Behörde die Leiter der Geschäftsabteilungen oder andere geeignete Bedienstete der eigenen oder der das Grundverfahren führenden Dienststelle ermächtigen, Entscheidungen (Mandatsbescheide) auch ohne vorausgegangenes Ermittlungsverfahren im Namen der Behörde zu erlassen (Kostenbeamte). Gegen einen vom Kostenbeamten erlassenen Bescheid ist nur das Rechtsmittel der Vorstellung (§ 7 Abs 1 GEG) zulässig; eine Belehrung darüber und über die Tatsache, dass der Bescheid vom Kostenbeamten im Namen der Behörde erlassen wurde, muss dem Bescheid zu entnehmen sein.
Paragraph 6, Absatz 2, GEG kann die nach Paragraph 6, Absatz eins, GEG zuständige Behörde die Leiter der Geschäftsabteilungen oder andere geeignete Bedienstete der eigenen oder der das Grundverfahren führenden Dienststelle ermächtigen, Entscheidungen (Mandatsbescheide) auch ohne vorausgegangenes Ermittlungsverfahren im Namen der Behörde zu erlassen (Kostenbeamte). Gegen einen vom Kostenbeamten erlassenen Bescheid ist nur das Rechtsmittel der Vorstellung (Paragraph 7, Absatz eins, GEG) zulässig; eine Belehrung darüber und über die Tatsache, dass der Bescheid vom Kostenbeamten im Namen der Behörde erlassen wurde, muss dem Bescheid zu entnehmen sein. 3.1.4. Werden die nach § 1 GEG einzubringenden Beträge nicht sogleich entrichtet (§ 4 Gerichtsgebührengesetz [GGG]) oder ist die Einziehung erfolglos geblieben, so sind sie
§ 6aAbs 1 GEG durch Bescheid zu bestimmen (Zahlungsauftrag).
Der Zahlungsauftrag hat eine Aufstellung der geschuldeten Beträge und die Aufforderung zu enthalten, den Betrag binnen 14 Tagen bei sonstiger Exekution zu zahlen. Gleichzeitig ist dem Zahlungspflichtigen eine Einhebungsgebühr in Höhe von 8 Euro vorzuschreiben. Der Zahlungsauftrag ist ein Exekutionstitel im Sinne der Exekutionsordnung.3.1.4. Werden die nach Paragraph eins, GEG einzubringenden Beträge nicht sogleich entrichtet (Paragraph 4, Gerichtsgebührengesetz [GGG]) oder ist die Einziehung erfolglos geblieben, so sind sie
Paragraph 6 a, Absatz eins, GEG durch Bescheid zu bestimmen (Zahlungsauftrag). Der Zahlungsauftrag hat eine Aufstellung der geschuldeten Beträge und die Aufforderung zu enthalten, den Betrag binnen 14 Tagen bei sonstiger Exekution zu zahlen. Gleichzeitig ist dem Zahlungspflichtigen eine Einhebungsgebühr in Höhe von 8 Euro vorzuschreiben. Der Zahlungsauftrag ist ein Exekutionstitel im Sinne der Exekutionsordnung. 3.1.5.
§ 6b
Abs 1 GEG sind, soweit in diesem Bundesgesetz nichts anderes vorgesehen ist, für das Verfahren zur Einbringung die Bestimmungen des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG) mit Ausnahme des § 91, und subsidiär des Allgemeines Verwaltungsverfahrensgesetz (AVG) anzuwenden. Bei Uneinbringlichkeit einer Ordnungs- und Mutwillensstrafe kann keine Ersatzfreiheitsstrafe verhängt werden.3.1.5.
Paragraph 6 b, Absatz eins, GEG sind, soweit in diesem Bundesgesetz nichts anderes vorgesehen ist, für das Verfahren zur Einbringung die Bestimmungen des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG) mit Ausnahme des Paragraph 91,, und subsidiär des Allgemeines Verwaltungsverfahrensgesetz (AVG) anzuwenden. Bei Uneinbringlichkeit einer Ordnungs- und Mutwillensstrafe kann keine Ersatzfreiheitsstrafe verhängt werden.
§ 7
Abs 1 GEG kann, wer sich durch den Inhalt eines Mandatsbescheides, der von einem Kostenbeamten (§ 6 Abs 2 GEG) namens der Behörde erlassen wurde, beschwert erachtet, binnen zwei Wochen Vorstellung bei der Behörde (§ 6 Abs 1 GEG) erheben.
Paragraph 7, Absatz eins, GEG kann, wer sich durch den Inhalt eines Mandatsbescheides, der von einem Kostenbeamten (Paragraph 6, Absatz 2, GEG) namens der Behörde erlassen wurde, beschwert erachtet, binnen zwei Wochen Vorstellung bei der Behörde (Paragraph 6, Absatz eins, GEG) erheben. § 7 Abs 2 GEG zufolge tritt mit der rechtzeitigen Erhebung der Vorstellung der Mandatsbescheid außer Kraft, soweit sich die Vorstellung nicht ausdrücklich nur gegen einen Teil des vorgeschriebenen Betrages richtet. Die Behörde kann erforderlichenfalls Ermittlungen durchführen und hat mit Bescheid auszusprechen, ob und inwieweit eine Zahlungspflicht besteht; dabei ist sie nicht an die Anträge der Partei gebunden, sondern kann auch über eine weitergehende Zahlungspflicht absprechen.Paragraph 7, Absatz 2, GEG zufolge tritt mit der rechtzeitigen Erhebung der Vorstellung der Mandatsbescheid außer Kraft, soweit sich die Vorstellung nicht ausdrücklich nur gegen einen Teil des vorgeschriebenen Betrages richtet. Die Behörde kann erforderlichenfalls Ermittlungen durchführen und hat mit Bescheid auszusprechen, ob und inwieweit eine Zahlungspflicht besteht; dabei ist sie nicht an die Anträge der Partei gebunden, sondern kann auch über eine weitergehende Zahlungspflicht absprechen. 3.1.6.
§ 6b
Abs 4 GEG können im Verfahren zur Einbringung im Justizverwaltungsweg weder das Bestehen, noch die Rechtmäßigkeit einer im Grundverfahren dem Grunde und der Höhe nach bereits rechtskräftig festgestellten Zahlungspflicht überprüft werden.3.1.6.
Paragraph 6 b, Absatz 4, GEG können im Verfahren zur Einbringung im Justizverwaltungsweg weder das Bestehen, noch die Rechtmäßigkeit einer im Grundverfahren dem Grunde und der Höhe nach bereits rechtskräftig festgestellten Zahlungspflicht überprüft werden. 3.1.
- Nach der ständigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs zum GGG knüpft die Gebührenpflicht an formale äußere Tatbestände an, um eine möglichst einfache Handhabung des Gesetzes zu gewährleisten, vgl. VwGH 26.02.2015, 2013/16/
- 3.1.
- Nach der ständigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs zum GGG knüpft die Gebührenpflicht an formale äußere Tatbestände an, um eine möglichst einfache Handhabung des Gesetzes zu gewährleisten, vergleiche VwGH 26.02.2015, 2013/16/
- Nach ebenfalls ständiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs sind sowohl der Kostenbeamte als auch der Präsident des Landesgerichts als Justizverwaltungsorgan bei der Gerichtsgebührenfestsetzung an die Entscheidungen des Gerichts gebunden, vgl. VwGH 28.02.2014, 2011/16/0183; 30.09.2004, 2004/16/0124 mit weiteren Nachweisen (mwN). Daher darf auch die Gesetzmäßigkeit der durch die gerichtliche Entscheidung dem Grund und der Höhe nach bereits rechtskräftig festgestellten Zahlungspflicht nicht neuerlich im Wege des Verwaltungsverfahrens zur Einbringung der Forderung aufgerollt werden, vgl. VwGH 10.08.2015, Ra 2015/03/0047 mwN. Nach ebenfalls ständiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs sind sowohl der Kostenbeamte als auch der Präsident des Landesgerichts als Justizverwaltungsorgan bei der Gerichtsgebührenfestsetzung an die Entscheidungen des Gerichts gebunden, vergleiche VwGH 28.02.2014, 2011/16/0183; 30.09.2004, 2004/16/0124 mit weiteren Nachweisen (mwN). Daher darf auch die Gesetzmäßigkeit der durch die gerichtliche Entscheidung dem Grund und der Höhe nach bereits rechtskräftig festgestellten Zahlungspflicht nicht neuerlich im Wege des Verwaltungsverfahrens zur Einbringung der Forderung aufgerollt werden, vergleiche VwGH 10.08.2015, Ra 2015/03/0047 mwN. 3.
- Zum gegenständlichen Fall: 3.2.
- Im Hinblick auf die von den Beschwerdeführerinnen behaupteten Mängel im behördlichen Verfahren und in der Begründung im angefochtenen Bescheid weist das Bundesverwaltungsgericht zunächst darauf hin, dass allfällige Verfahrensmängel im Verfahren vor der belangten Behörde durch ein mängelfreies Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht saniert werden; vgl. mwN VwGH 26.02.2019, Ra 2019/06/
- Es erübrigt sich daher, auf die behaupteten Mängel näher einzugehen. Hervorgehoben sei dennoch:3.2.
- Im Hinblick auf die von den Beschwerdeführerinnen behaupteten Mängel im behördlichen Verfahren und in der Begründung im angefochtenen Bescheid weist das Bundesverwaltungsgericht zunächst darauf hin, dass allfällige Verfahrensmängel im Verfahren vor der belangten Behörde durch ein mängelfreies Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht saniert werden; vergleiche mwN VwGH 26.02.2019, Ra 2019/06/
- Es erübrigt sich daher, auf die behaupteten Mängel näher einzugehen. Hervorgehoben sei dennoch: Rechtlich jedenfalls verfehlt ist das Vorbringen in der Beschwerde, dass der Mandatsbescheid ex lege außer Kraft getreten sei, weil das „über die Vorstellung erkennende Gericht“ nicht innerhalb von 14 Tagen nach Einbringung der Vorstellung Ermittlungstätigkeiten aufgenommen habe. Abgesehen davon, dass keine Zuständigkeit eines Gerichts besteht, über eine Vorstellung zu erkennen, und im gegenständlichen Verfahren auch kein Gericht über die Vorstellung erkannt hat, trat der Mandatsbescheid
§ 7
Abs 2 GEG mit der rechtzeitigen Erhebung der Vorstellung, die sich nicht ausdrücklich nur gegen einen Teil des vorgeschriebenen Betrags richtete (AS 45 ff), außer Kraft.Rechtlich jedenfalls verfehlt ist das Vorbringen in der Beschwerde, dass der Mandatsbescheid ex lege außer Kraft getreten sei, weil das „über die Vorstellung erkennende Gericht“ nicht innerhalb von 14 Tagen nach Einbringung der Vorstellung Ermittlungstätigkeiten aufgenommen habe. Abgesehen davon, dass keine Zuständigkeit eines Gerichts besteht, über eine Vorstellung zu erkennen, und im gegenständlichen Verfahren auch kein Gericht über die Vorstellung erkannt hat, trat der Mandatsbescheid
Paragraph 7, Absatz 2, GEG mit der rechtzeitigen Erhebung der Vorstellung, die sich nicht ausdrücklich nur gegen einen Teil des vorgeschriebenen Betrags richtete (AS 45 ff), außer Kraft. Ebenso wenig trifft zu, dass die Beschwerdeführerinnen keine Möglichkeit zur Stellungnahme gehabt hätten. Mit Schreiben vom 30.11.2018 (AS 53 ff) räumte die belangte Behörde den Beschwerdeführerinnen dezidiert die Möglichkeit zur Stellungnahme ein, von der die Beschwerdeführerinnen allerdings nicht Gebrauch machten. 3.2.
- Die für die – mit dem angefochtenen Bescheid ausgesprochene – Einbringung der verhängten Geldstrafen unabdingbare Voraussetzungen, nämlich die rechtskräftige Verhängung der Geldstrafen und die Anordnung nach § 234 Abs 1 Z 1 Geo liegen, wie unter 1.
- und 1.
- festgestellt sowie unter
- begründet, vor.3.2.
- Die für die – mit dem angefochtenen Bescheid ausgesprochene – Einbringung der verhängten Geldstrafen unabdingbare Voraussetzungen, nämlich die rechtskräftige Verhängung der Geldstrafen und die Anordnung nach Paragraph 234, Absatz eins, Ziffer eins, Geo liegen, wie unter 1.
- und 1.
- festgestellt sowie unter
- begründet, vor. Soweit die Beschwerdeführerinnen entgegen der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (exemplarisch: BVwG 25.04.2019, L521 2217295-1/2E, BVwG 05.03.2019, L524 2211726-1/2E; beide Entscheidungen wurden nicht angefochten) vorbringen, die Entscheidungen des Bezirksgerichts Linz wären im Einbringungsverfahren zu überprüfen, da sich die „Rechtsprechung massiv geändert“ habe, und des Weiteren vermeinen, die Verhängung einer Geldstrafe sowie deren Einbringung wären wegen Unionsrechtswidrigkeit im Grundverfahren unzulässig, hält das Bundesverwaltungsgericht entgegen, dass dem jeden Zweifel ausschließenden § 6b Abs 4 GEG zufolge im Verfahren zur Einbringung im Justizverwaltungsweg weder das Bestehen noch die Rechtmäßigkeit einer im Grundverfahren dem Grunde und der Höhe nach bereits rechtskräftig festgestellten Zahlungspflicht überprüft werden können. Dies gilt nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs selbst dann, wenn die gerichtliche Entscheidung offenbar unrichtig sein sollte.Soweit die Beschwerdeführerinnen entgegen der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (exemplarisch: BVwG 25.04.2019, L521 2217295-1/2E, BVwG 05.03.2019, L524 2211726-1/2E; beide Entscheidungen wurden nicht angefochten) vorbringen, die Entscheidungen des Bezirksgerichts Linz wären im Einbringungsverfahren zu überprüfen, da sich die „Rechtsprechung massiv geändert“ habe, und des Weiteren vermeinen, die Verhängung einer Geldstrafe sowie deren Einbringung wären wegen Unionsrechtswidrigkeit im Grundverfahren unzulässig, hält das Bundesverwaltungsgericht entgegen, dass dem jeden Zweifel ausschließenden Paragraph 6 b, Absatz 4, GEG zufolge im Verfahren zur Einbringung im Justizverwaltungsweg weder das Bestehen noch die Rechtmäßigkeit einer im Grundverfahren dem Grunde und der Höhe nach bereits rechtskräftig festgestellten Zahlungspflicht überprüft werden können. Dies gilt nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs selbst dann, wenn die gerichtliche Entscheidung offenbar unrichtig sein sollte. Diese Regelung entspricht dem bereits vor dem 01.01.2014 geltenden Grundsatz, dass gegen einen Zahlungsauftrag, mit dem sich aus einer rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung ergebende Beträge vorgeschrieben werden, ein Rechtsmittel nur dann erhoben werden kann, wenn die Zahlungsfrist unrichtig bestimmt wurde oder der Zahlungsauftrag der ihm zugrunde liegenden Entscheidung des Gerichtes nicht entspricht (vgl. § 7 Abs 1 letzter Satz GEG in der bis zum 31.12.2013 geltenden Fassung). Der Grundsatz der Trennung der Justiz von der Verwaltung soll – wie den Materialien zu § 6b Abs 4 GEG, BGBl I 190/2013, entnommen werden kann – nun eindeutig im Gesetz normiert werden (ErlRV 2357 BlgNR XXIV. GP, S 8). Diese Regelung entspricht dem bereits vor dem 01.01.2014 geltenden Grundsatz, dass gegen einen Zahlungsauftrag, mit dem sich aus einer rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung ergebende Beträge vorgeschrieben werden, ein Rechtsmittel nur dann erhoben werden kann, wenn die Zahlungsfrist unrichtig bestimmt wurde oder der Zahlungsauftrag der ihm zugrunde liegenden Entscheidung des Gerichtes nicht entspricht vergleiche Paragraph 7, Absatz eins, letzter Satz GEG in der bis zum 31.12.2013 geltenden Fassung). Der Grundsatz der Trennung der Justiz von der Verwaltung soll – wie den Materialien zu Paragraph 6 b, Absatz 4, GEG, Bundesgesetzblatt Teil eins, 190 aus 2013,, entnommen werden kann – nun eindeutig im Gesetz normiert werden (ErlRV 2357 BlgNR römisch 24 . GP, S 8). Es ist zudem ständige Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs, dass die Justizverwaltungsorgane an Gerichtsentscheidungen gebunden sind: Die das Gerichtsgebührengesetz und das gerichtliche Einbringungsgesetz vollziehenden Justizverwaltungsorgane sind dem folgend an die Entscheidungen der Gerichte gebunden; vgl. VwGH 29.04.2013, 2012/16/0131, zumal nach dem in Art 94 B-VG normierten Grundsatz der Gewaltentrennung die Verwaltungsbehörden nicht berechtigt sein sollen, die Richtigkeit gerichtlicher Entscheidungen zu hinterfragen, vgl. VwGH 14.09.2004, 2004/06/0074; 27.01.2011, 2010/06/
- Eine selbständige Prüfungsbefugnis der Justizverwaltung bezüglich der Rechtmäßigkeit der Verhängung der Geldstrafe besteht demzufolge nicht; vgl. Dokalik, Gerichtsgebühren13, § 6b GEG, E 15 ff.Es ist zudem ständige Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs, dass die Justizverwaltungsorgane an Gerichtsentscheidungen gebunden sind: Die das Gerichtsgebührengesetz und das gerichtliche Einbringungsgesetz vollziehenden Justizverwaltungsorgane sind dem folgend an die Entscheidungen der Gerichte gebunden; vergleiche VwGH 29.04.2013, 2012/16/0131, zumal nach dem in Artikel 94, B-VG normierten Grundsatz der Gewaltentrennung die Verwaltungsbehörden nicht berechtigt sein sollen, die Richtigkeit gerichtlicher Entscheidungen zu hinterfragen, vergleiche VwGH 14.09.2004, 2004/06/0074; 27.01.2011, 2010/06/
- Eine selbständige Prüfungsbefugnis der Justizverwaltung bezüglich der Rechtmäßigkeit der Verhängung der Geldstrafe besteht demzufolge nicht; vergleiche Dokalik, Gerichtsgebühren13, Paragraph 6 b, GEG, E 15 ff. Die gerichtliche Entscheidung ist im Falle der Einbringung von Geldstrafen, zu welchen entsprechend der Judikatur des Verwaltungsgerichtshofs einem weiten Verständnis folgend auch Ordnungs-, Mutwillens- und Zwangsstrafen zählen, vgl. VwGH 28.11.2006, 2006/06/0261, die jeweilige gerichtliche Entscheidung über die Verhängung der Geldstrafe, sohin die vom Bezirksgericht Linz erlassenen Beschlüsse vom 14.06.2018, 02.07.2018, 07.08.2018 (bestätigt durch die Entscheidung des Landesgerichts Linz vom 13.09.2018, XXXX ) und 08.08.
- In Anbetracht der erörterten Rechtslage und der dazu ergangenen Rechtsprechung kommt weder der Justizverwaltungsbehörde noch dem Bundesverwaltungsgericht eine selbständige Prüfungsbefugnis hinsichtlich der Rechtmäßigkeit dieser gerichtlichen Entscheidungen zu. Die gerichtliche Entscheidung ist im Falle der Einbringung von Geldstrafen, zu welchen entsprechend der Judikatur des Verwaltungsgerichtshofs einem weiten Verständnis folgend auch Ordnungs-, Mutwillens- und Zwangsstrafen zählen, vergleiche VwGH 28.11.2006, 2006/06/0261, die jeweilige gerichtliche Entscheidung über die Verhängung der Geldstrafe, sohin die vom Bezirksgericht Linz erlassenen Beschlüsse vom 14.06.2018, 02.07.2018, 07.08.2018 (bestätigt durch die Entscheidung des Landesgerichts Linz vom 13.09.2018, römisch 40 ) und 08.08.
- In Anbetracht der erörterten Rechtslage und der dazu ergangenen Rechtsprechung kommt weder der Justizverwaltungsbehörde noch dem Bundesverwaltungsgericht eine selbständige Prüfungsbefugnis hinsichtlich der Rechtmäßigkeit dieser gerichtlichen Entscheidungen zu. Im Lichte dieser Ausführungen erweisen sich die weitwendigen Beschwerdeausführungen zur behaupteten Inländerdiskriminierung und Unionsrechtswidrigkeit des GSpG, die sich zwingend auf die Verhängung von Beugestrafen auswirken müsse, und ferner der von der im Einzelnen wiedergegebenen Judikatur des Europäischen Gerichtshofs (die entgegen den Beschwerdebehauptungen nicht jüngeren Datums ist), abgeleitete Standpunkt, die Justizverwaltungsbehörde hätte bei nochmaliger Überprüfung der Tatsachen feststellen müssen, dass die Erlassung des Mandatsbescheids wegen Unionsrechtswidrigkeit im Grundverfahren unzulässig gewesen sei, als nicht geeignet, der Beschwerde zum Erfolg zu verhelfen. Derartige Überlegungen wären allenfalls ebenso im Grundverfahren einzubringen gewesen wie die Frage der Angemessenheit der verhängten Geldstrafe in Relation zur Leistungsfähigkeit der Verpflichteten. Die Beschwerde wirft daher keine Umstände auf, die eine Rechtswidrigkeit des angefochtenen Bescheids erkennen ließen. Der Vollständigkeit halber ist anzumerken, dass die Beschwerdeführerinnen von ihrem Recht Gebrauch machten, den vom Bezirksgericht Linz erlassenen Beschluss vom 07.08.2018, XXXX , mit Rekurs zu bekämpfen. Das Landesgericht Linz gab dem Rekus mit Beschluss vom 13.09.2018 nicht Folge.Die Beschwerde wirft daher keine Umstände auf, die eine Rechtswidrigkeit des angefochtenen Bescheids erkennen ließen. Der Vollständigkeit halber ist anzumerken, dass die Beschwerdeführerinnen von ihrem Recht Gebrauch machten, den vom Bezirksgericht Linz erlassenen Beschluss vom 07.08.2018, römisch 40 , mit Rekurs zu bekämpfen. Das Landesgericht Linz gab dem Rekus mit Beschluss vom 13.09.2018 nicht Folge. Schließlich weist das Bundesverwaltungsgericht darauf hin, dass die Anforderungen an eine Prüfung der Unionsrechtskonformität im Zusammenhang mit einer Monopolregelung im Glücksspielsektor durch die nationalen Gerichte geklärt sind und der Verwaltungsgerichtshof schon in seinem Erkenntnis vom 16.03.2016, Ro 2015/17/0022, der nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs erforderlichen Gesamtwürdigung nachgekommen ist und keine Unionsrechtswidrigkeit erkannt hat. Die daran anschließende ständige Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs, vgl. etwa VwGH 19.01.2018, Ra 2017/17/0919, kann als bekannt vorausgesetzt werden, ebenso die diesbezügliche ständige Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs, vgl. die zu RIS-Justiz RS0129945 angeführten Entscheidungen, etwa das Erkenntnis vom 26.09.2017, 4 Ob 124/17i mwN, oder des Verfassungsgerichtshofs, vgl. insbesondere VfGH 30.11.2017, E 3302/2017 mwN.Schließlich weist das Bundesverwaltungsgericht darauf hin, dass die Anforderungen an eine Prüfung der Unionsrechtskonformität im Zusammenhang mit einer Monopolregelung im Glücksspielsektor durch die nationalen Gerichte geklärt sind und der Verwaltungsgerichtshof schon in seinem Erkenntnis vom 16.03.2016, Ro 2015/17/0022, der nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs erforderlichen Gesamtwürdigung nachgekommen ist und keine Unionsrechtswidrigkeit erkannt hat. Die daran anschließende ständige Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs, vergleiche etwa VwGH 19.01.2018, Ra 2017/17/0919, kann als bekannt vorausgesetzt werden, ebenso die diesbezügliche ständige Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs, vergleiche die zu RIS-Justiz RS0129945 angeführten Entscheidungen, etwa das Erkenntnis vom 26.09.2017, 4 Ob 124/17i mwN, oder des Verfassungsgerichtshofs, vergleiche insbesondere VfGH 30.11.2017, E 3302 aus 2017, mwN. 3.2.
- Die Festsetzung einer Einhebungsgebühr im Betrag EUR 8,00 begegnet schließlich in Anbetracht des § 6a Abs 1 GEG keinen Bedenken, da die Beschwerdeführerinnen die Geldstrafen nicht entrichteten, sodass ein Zahlungsauftrag zu erlassen war.3.2.
- Die Festsetzung einer Einhebungsgebühr im Betrag EUR 8,00 begegnet schließlich in Anbetracht des Paragraph 6 a, Absatz eins, GEG keinen Bedenken, da die Beschwerdeführerinnen die Geldstrafen nicht entrichteten, sodass ein Zahlungsauftrag zu erlassen war. 3.
- Der angefochtene Bescheid erweist sich damit als rechtmäßig, weshalb die Beschwerde als unbegründet abzuweisen war. 3.
- Zum Entfall einer mündlichen Verhandlung:
§ 24Abs 1 Vw
GVG hat das Verwaltungsgericht auf Antrag oder, wenn es dies für erforderlich hält, von Amts wegen eine öffentliche mündliche Verhandlung durchzuführen. Eine mündliche Verhandlung wurde zwar beantragt. Sie konnte jedoch
§ 24Abs 4 Vw
GVG entfallen, weil im vorliegenden Fall die mündliche Erörterung eine weitere Klärung der Rechtssache nicht erwarten ließ und die Notwendigkeit der Durchführung einer Verhandlung auch im Hinblick auf Art 6 Abs 1 EMRK und Art 47 GRC nicht ersichtlich war. Vgl. dazu auch VwGH 26.06.2003, 2000/16/0305, wonach die Durchführung einer mündlichen Verhandlung im Verfahren zur Vorschreibung/Einbringung von Gerichtsgebühren nicht erforderlich ist, und VwGH 11.01.2016, Ra 2015/16/0132, wonach Angelegenheiten der Gerichtsgebühren nicht in den Anwendungsbereich des Art 6 EMRK fallen. Auch nach der Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofs kann eine mündliche Verhandlung unterbleiben, wenn der Sachverhalt unbestritten und die Rechtsfrage von keiner besonderen Komplexität ist; vgl. VfSlg. 17.597/2005; VfSlg. 17.855/2006; zuletzt etwa VfGH 18.6.2012, B 155/12.
Paragraph 24, Absatz eins, VwGVG hat das Verwaltungsgericht auf Antrag oder, wenn es dies für erforderlich hält, von Amts wegen eine öffentliche mündliche Verhandlung durchzuführen. Eine mündliche Verhandlung wurde zwar beantragt. Sie konnte jedoch
Paragraph 24, Absatz 4, VwGVG entfallen, weil im vorliegenden Fall die mündliche Erörterung eine weitere Klärung der Rechtssache nicht erwarten ließ und die Notwendigkeit der Durchführung einer Verhandlung auch im Hinblick auf Artikel 6, Absatz eins, EMRK und Artikel 47, GRC nicht ersichtlich war. Vgl. dazu auch VwGH 26.06.2003, 2000/16/0305, wonach die Durchführung einer mündlichen Verhandlung im Verfahren zur Vorschreibung/Einbringung von Gerichtsgebühren nicht erforderlich ist, und VwGH 11.01.2016, Ra 2015/16/0132, wonach Angelegenheiten der Gerichtsgebühren nicht in den Anwendungsbereich des Artikel 6, EMRK fallen. Auch nach der Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofs kann eine mündliche Verhandlung unterbleiben, wenn der Sachverhalt unbestritten und die Rechtsfrage von keiner besonderen Komplexität ist; vergleiche VfSlg. 17.597 aus 2005,; VfSlg. 17.855 aus 2006,; zuletzt etwa VfGH 18.6.2012, B 155/12. Zu B) Unzulässigkeit der Revision:
§ 25aAbs 1 Vw
GG hat das Verwaltungsgericht im Spruch seines Erkenntnisses oder Beschlusses auszusprechen, ob die Revision
Art 133Abs 4 B-VG zulässig ist.
Der Ausspruch ist kurz zu begründen.
Paragraph 25 a, Absatz eins, VwGG hat das Verwaltungsgericht im Spruch seines Erkenntnisses oder Beschlusses auszusprechen, ob die Revision
Artikel 133, Absatz 4, B-VG zulässig ist.
Der Ausspruch ist kurz zu begründen. Die Revision ist
Art 133
Abs 4 B-VG nicht zulässig, weil die Entscheidung nicht von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt. Weder weicht die gegenständliche Entscheidung von der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs ab, noch fehlt es an einer Rechtsprechung; weiters ist die vorliegende Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs auch nicht als uneinheitlich zu beurteilen. Es liegen auch keine sonstigen Hinweise auf eine grundsätzliche Bedeutung der zu lösenden Rechtsfragen vor. Das Bundesverwaltungsgericht kann sich bei allen erheblichen Rechtsfragen auf eine ständige Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs bzw. des Verfassungsgerichtshofs (vgl. die zahlreichen Zitate) bzw. auf eine ohnehin klare Rechtslage stützen.Die Revision ist
Artikel 133
, Absatz 4, B-VG nicht zulässig, weil die Entscheidung nicht von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt. Weder weicht die gegenständliche Entscheidung von der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs ab, noch fehlt es an einer Rechtsprechung; weiters ist die vorliegende Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs auch nicht als uneinheitlich zu beurteilen. Es liegen auch keine sonstigen Hinweise auf eine grundsätzliche Bedeutung der zu lösenden Rechtsfragen vor. Das Bundesverwaltungsgericht kann sich bei allen erheblichen Rechtsfragen auf eine ständige Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs bzw. des Verfassungsgerichtshofs vergleiche die zahlreichen Zitate) bzw. auf eine ohnehin klare Rechtslage stützen. European Case Law IdentifierECLI:AT:BVWG:2020:L527.2214504.1.00