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{'item': 'W232 2244259-1'}

Obsah (8)§ 28Art. 133§ 60§ 6Art. 130§ 18§ 53§ 25a

RIS Dokument GerichtBundesverwaltungsgericht Entscheidungsdatum20.01.2022 GeschäftszahlW232 2244259-1 SpruchW232 2244259-1/3E , W232 2244259-1/3E BESCHLUSS Das Bundesverwaltungsgericht beschließt durc

§ 28Abs. 3 Vw

GVG behoben und die Angelegenheit zur Erlassung eines neuen Bescheides an das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl zurückverwiesen.A) In Erledigung der Beschwerde wird der angefochtene Bescheid

Paragraph 28, Absatz 3, VwGVG behoben und die Angelegenheit zur Erlassung eines neuen Bescheides an das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl zurückverwiesen. B) Die Revision ist

Art. 133Abs.

4 B-VG nicht zulässig.B) Die Revision ist

Artikel 133, Absatz 4, B-VG nicht zulässig. , , Text

Begründung:, Begründung: I. Verfahrensgang:römisch eins. Verfahrensgang:

  1. Mit Bescheid der Bundespolizeidirektion Wiener Neustadt vom 19.03.2012 wurde gegen den Beschwerdeführer, ein kosovarischer Staatsangehöriger, ein Aufenthaltsverbot in der Dauer von zehn Jahren erlassen. Begründend wurden das strafrechtliche Verhalten des Beschwerdeführers und seine rechtskräftige Verurteilung zu einer unbedingten Freiheitsstrafe in der Dauer von drei Jahren angeführt.
  2. Am 11.02.2014 stellte der Beschwerdeführer einen Antrag auf Aufhebung des Einreiseverbotes. In weiterer Folge wurde das Einreiseverbot am 07.10.2014 durch ein Landesverwaltungsgericht bestätigt.
  3. Am 15.04.2015 wurde der Beschwerdeführer in den Kosovo abgeschoben.
  4. Am 19.08.2015 stellte die Rechtsvertretung des Beschwerdeführers einen Antrag auf Aufhebung des Einreiseverbotes und übermittelte einen aus dem albanischen übersetzten psychologischen Bericht betreffend den psychologischen Status des Beschwerdeführers.
  5. Am 30.10.2017 stellte die Rechtsvertretung des Beschwerdeführers aufgrund der Untätigkeit der Behörde erneut einen Antrag auf Aufhebung des Einreiseverbotes und übermittelte Dokumente, die für eine positive Zukunftsprognose sprechen würden (Arbeitsplatzzusage, psychologischer Bericht) sowie den Antrag vom 15.04.
  6. Mit dem oben im Spruch angeführten Bescheid des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl wurde der Antrag des Beschwerdeführers vom 19.08.2015 auf Aufhebung des gegen ihn mit Bescheid vom 19.03.2012 erlassenen Aufenthaltsverbotes

§ 60Abs.

2 FPG 2005 abgewiesen. Darin wurden zunächst die Gründe für die Erlassung des Einreiseverbotes im Jahr 2012 angeführt. Des Weiteren wurde darauf hingewiesen, dass nach Auskunft des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers, dieser keinen Kontakt zum Beschwerdeführer habe, weshalb eine Prüfung der derzeitigen Situation des Beschwerdeführers nicht möglich sei. Die Entwicklung der persönlichen Situation des Beschwerdeführers seit der Erlassung des Einreiseverbotes könne nicht festgestellt werden. In den letzten Jahren wären keine weiteren Anträge auf Aufhebung des Einreiseverbotes bzw. Urgenzen beim Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl eingelangt, weshalb die Behörde davon ausgehe, das sich betreffend die Situation des Beschwerdeführers keine wesentlichen Änderungen ergeben hätten. Aufgrund der Vielzahl der begangenen Delikte, dem brutalen Vorgehen und der dementsprechend enormen Höhe der strafrechtlichen Verurteilungen des Beschwerdeführers, gehe die Behörde davon aus, dass der Beschwerdeführer weiterhin eine Gefahr für die Öffentliche Ordnung und Sicherheit der Republik Österreich darstelle.6. Mit dem oben im Spruch angeführten Bescheid des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl wurde der Antrag des Beschwerdeführers vom 19.08.2015 auf Aufhebung des gegen ihn mit Bescheid vom 19.03.2012 erlassenen Aufenthaltsverbotes

Paragraph 60, Absatz 2, FPG 2005 abgewiesen. Darin wurden zunächst die Gründe für die Erlassung des Einreiseverbotes im Jahr 2012 angeführt. Des Weiteren wurde darauf hingewiesen, dass nach Auskunft des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers, dieser keinen Kontakt zum Beschwerdeführer habe, weshalb eine Prüfung der derzeitigen Situation des Beschwerdeführers nicht möglich sei. Die Entwicklung der persönlichen Situation des Beschwerdeführers seit der Erlassung des Einreiseverbotes könne nicht festgestellt werden. In den letzten Jahren wären keine weiteren Anträge auf Aufhebung des Einreiseverbotes bzw. Urgenzen beim Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl eingelangt, weshalb die Behörde davon ausgehe, das sich betreffend die Situation des Beschwerdeführers keine wesentlichen Änderungen ergeben hätten. Aufgrund der Vielzahl der begangenen Delikte, dem brutalen Vorgehen und der dementsprechend enormen Höhe der strafrechtlichen Verurteilungen des Beschwerdeführers, gehe die Behörde davon aus, dass der Beschwerdeführer weiterhin eine Gefahr für die Öffentliche Ordnung und Sicherheit der Republik Österreich darstelle.

  1. Gegen diesen Bescheid erhob Beschwerdeführer durch seine Rechtsvertretung Beschwerde und führte darin im Wesentlichen aus, dass die Behörde nach sechsjähriger Verfahrensdauer kein ordentliches Verfahren durchgeführt habe und außerdem unzulässige Feststellungen getroffen habe, die sich nicht auf Ermittlungsergebnisse stützen würden. Die Behörde habe es unterlassen die Vorlage neuer Unterlagen, allenfalls unter Setzung einer Frist, zu beauftragen und habe erstmals im gegenständlichen Bescheid darauf hingewiesen, dass die in der Vergangenheit vorgelegten Unterlagen aufgrund des Zeitablaufs nicht mehr gültig wären, wobei die lange Verfahrensdauer auf der Untätigkeit der Behörde beruhe. Der Beschwerdeführer verfüge über eine Arbeitsplatzzusage und ein psychologisches Gutachten aus dem Jahr
  2. Des Weiteren wurde darauf verwiesen, dass bereits der Antrag aus dem Jahr 2015 nicht behandelt worden sei. Die 6-jährige Verfahrensdauer sei nicht gerechtfertigt und es stelle sich die Frage, weshalb seit 2015 keinerlei Schritte zur Aktenerledigung gesetzt worden seien. II. Das Bundesverwaltungsgericht hat erwogen:römisch zwei. Das Bundesverwaltungsgericht hat erwogen: Der entscheidungsrelevante Sachverhalt steht fest. Aufgrund des Antrages auf Aufhebung des Einreiseverbotes, des angefochtenen Bescheides, der Beschwerde, der Einsichtnahme in den bezughabenden Verwaltungsakt, der Einsichtnahme in das zentrale Melderegister, in das Grundversorgungs-Informationssystem sowie in das Strafregister werden die folgenden Feststellungen getroffen und der Entscheidung zugrunde gelegt.
  3. Feststellungen und Beweiswürdigung: Die unter Pkt. I als Verfahrensgang dargelegten Ausführungen werden als Feststellungen der vorliegenden Entscheidung zugrunde gelegt. Diese ergeben sich aus dem unzweifelhaften Akteninhalt.Die unter Pkt. römisch eins als Verfahrensgang dargelegten Ausführungen werden als Feststellungen der vorliegenden Entscheidung zugrunde gelegt. Diese ergeben sich aus dem unzweifelhaften Akteninhalt.
  4. Rechtliche Beurteilung:

§ 6BVw

GG entscheidet das Bundesverwaltungsgericht durch Einzelrichter, sofern nicht in Bundes- oder Landesgesetzen die Entscheidung durch Senate vorgesehen ist. Da weder im BFA-VG noch im AsylG 2005 eine Senatsentscheidung vorgesehen ist, liegt gegenständlich somit Einzelrichterzuständigkeit vor.

Paragraph 6, BVwGG entscheidet das Bundesverwaltungsgericht durch Einzelrichter, sofern nicht in Bundes- oder Landesgesetzen die Entscheidung durch Senate vorgesehen ist. Da weder im BFA-VG noch im AsylG 2005 eine Senatsentscheidung vorgesehen ist, liegt gegenständlich somit Einzelrichterzuständigkeit vor.

§ 28Abs. 1 Vw

GVG hat das Verwaltungsgericht die Rechtssache durch Erkenntnis zu erledigen, sofern die Beschwerde nicht zurückzuweisen oder das Verfahren einzustellen ist.

Abs. 2 leg. cit. hat über Beschwerden

Art. 130Abs.

1 Z 1 B-VG das Verwaltungsgericht selbst zu entscheiden, wenn

  1. der maßgebliche Sachverhalt feststeht oder
  2. die Feststellung des maßgeblichen Sachverhaltes durch das Verwaltungsgericht selbst im Interesse der Raschheit gelegen oder mit einer erheblichen Kostenersparnis verbunden ist.

Paragraph 28, Absatz eins, VwGVG hat das Verwaltungsgericht die Rechtssache durch Erkenntnis zu erledigen, sofern die Beschwerde nicht zurückzuweisen oder das Verfahren einzustellen ist.

Absatz 2, leg. cit. hat über Beschwerden

Artikel 130

, Absatz eins, Ziffer eins, B-VG das Verwaltungsgericht selbst zu entscheiden, wenn

  1. der maßgebliche Sachverhalt feststeht oder
  2. die Feststellung des maßgeblichen Sachverhaltes durch das Verwaltungsgericht selbst im Interesse der Raschheit gelegen oder mit einer erheblichen Kostenersparnis verbunden ist.

§ 28Abs. 3 Vw

GVG hat das Verwaltungsgericht im Verfahren über Beschwerden

Art. 130Abs.

1 Z 1 B-VG in der Sache selbst zu entscheiden, wenn die Voraussetzungen des Abs. 2 nicht vorliegen und die Behörde dem nicht bei der Vorlage der Beschwerde unter Bedachtnahme auf die wesentliche Vereinfachung und Beschleunigung des Verfahrens widerspricht. Hat die Behörde notwendige Ermittlungen des Sachverhaltes unterlassen, so kann das Verwaltungsgericht den angefochtenen Bescheid mit Beschluss aufheben und die Angelegenheit zur Erlassung eines neuen Bescheides an die Behörde zurückverweisen. Die Behörde ist hiebei an die rechtliche Beurteilung gebunden, von welcher das Verwaltungsgericht bei seinem Beschluss ausgegangen ist.

Paragraph 28, Absatz 3, VwGVG hat das Verwaltungsgericht im Verfahren über Beschwerden

Artikel 130

, Absatz eins, Ziffer eins, B-VG in der Sache selbst zu entscheiden, wenn die Voraussetzungen des Absatz 2, nicht vorliegen und die Behörde dem nicht bei der Vorlage der Beschwerde unter Bedachtnahme auf die wesentliche Vereinfachung und Beschleunigung des Verfahrens widerspricht. Hat die Behörde notwendige Ermittlungen des Sachverhaltes unterlassen, so kann das Verwaltungsgericht den angefochtenen Bescheid mit Beschluss aufheben und die Angelegenheit zur Erlassung eines neuen Bescheides an die Behörde zurückverweisen. Die Behörde ist hiebei an die rechtliche Beurteilung gebunden, von welcher das Verwaltungsgericht bei seinem Beschluss ausgegangen ist. Der Verwaltungsgerichtshof hat sich in seinem Erkenntnis vom 26.06.2014, Ro 2014/03/0063, mit der Sachentscheidungspflicht der Verwaltungsgerichte auseinandergesetzt (vgl. auch VwGH 30.06.2015, Ra 2014/03/0054) und dazu festgehalten, dass angesichts des in § 28 VwGVG insgesamt verankerten Systems die nach § 28 Abs. 3 zweiter Satz leg.cit. bestehende Zurückverweisungsmöglichkeit eine Ausnahme von der grundsätzlichen meritorischen Entscheidungszuständigkeit der Verwaltungsgerichte darstellt. Das in § 28 leg.cit. insgesamt normierte System verlangt, dass von der Möglichkeit der Zurückverweisung nur bei krassen bzw. besonders gravierenden Ermittlungslücken Gebrauch gemacht wird. Eine Zurückverweisung der Sache an die Verwaltungsbehörde zur Durchführung notwendiger Ermittlungen kommt daher insbesondere nur dann in Betracht, wenn die Verwaltungsbehörde jegliche erforderliche Ermittlungstätigkeit unterlassen hat, wenn sie zur Ermittlung des maßgebenden Sachverhalts (vgl. § 37 AVG) lediglich völlig ungeeignete Ermittlungsschritte gesetzt oder bloß ansatzweise ermittelt hat. Gleiches gilt, wenn konkrete Anhaltspunkte annehmen lassen, dass die Verwaltungsbehörde (etwa schwierige) Ermittlungen unterließ, damit diese dann durch das Verwaltungsgericht vorgenommen werden.Der Verwaltungsgerichtshof hat sich in seinem Erkenntnis vom 26.06.2014, Ro 2014/03/0063, mit der Sachentscheidungspflicht der Verwaltungsgerichte auseinandergesetzt vergleiche auch VwGH 30.06.2015, Ra 2014/03/0054) und dazu festgehalten, dass angesichts des in Paragraph 28, VwGVG insgesamt verankerten Systems die nach Paragraph 28, Absatz 3, zweiter Satz leg.cit. bestehende Zurückverweisungsmöglichkeit eine Ausnahme von der grundsätzlichen meritorischen Entscheidungszuständigkeit der Verwaltungsgerichte darstellt. Das in Paragraph 28, leg.cit. insgesamt normierte System verlangt, dass von der Möglichkeit der Zurückverweisung nur bei krassen bzw. besonders gravierenden Ermittlungslücken Gebrauch gemacht wird. Eine Zurückverweisung der Sache an die Verwaltungsbehörde zur Durchführung notwendiger Ermittlungen kommt daher insbesondere nur dann in Betracht, wenn die Verwaltungsbehörde jegliche erforderliche Ermittlungstätigkeit unterlassen hat, wenn sie zur Ermittlung des maßgebenden Sachverhalts vergleiche Paragraph 37, AVG) lediglich völlig ungeeignete Ermittlungsschritte gesetzt oder bloß ansatzweise ermittelt hat. Gleiches gilt, wenn konkrete Anhaltspunkte annehmen lassen, dass die Verwaltungsbehörde (etwa schwierige) Ermittlungen unterließ, damit diese dann durch das Verwaltungsgericht vorgenommen werden.

§ 18Abs. 1 Asyl

G 2005 haben das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl und das Bundesverwaltungsgericht in allen Stadien des Verfahrens von Amts wegen darauf hinzuwirken, dass die für die Entscheidung erheblichen Angaben gemacht oder lückenhafte Angaben über die zur Begründung des Antrages geltend gemachten Umstände vervollständigt, die Beweismittel für diese Angaben bezeichnet oder die angebotenen Beweismittel ergänzt und überhaupt alle Aufschlüsse gegeben werden, welche zur Begründung des Antrages notwendig erscheinen. Erforderlichenfalls sind Beweismittel auch von Amts wegen beizuschaffen.

Paragraph 18, Absatz eins, AsylG 2005 haben das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl und das Bundesverwaltungsgericht in allen Stadien des Verfahrens von Amts wegen darauf hinzuwirken, dass die für die Entscheidung erheblichen Angaben gemacht oder lückenhafte Angaben über die zur Begründung des Antrages geltend gemachten Umstände vervollständigt, die Beweismittel für diese Angaben bezeichnet oder die angebotenen Beweismittel ergänzt und überhaupt alle Aufschlüsse gegeben werden, welche zur Begründung des Antrages notwendig erscheinen. Erforderlichenfalls sind Beweismittel auch von Amts wegen beizuschaffen. Der angefochtene Bescheid erweist sich vor diesem Hintergrund in Bezug auf den ermittelten Sachverhalt aus den folgenden Gründen als mangelhaft: Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl hat zur Ermittlung des maßgeblichen Sachverhalts bloß ansatzweise ermittelt und kein ordentliches Ermittlungsverfahren durchgeführt.

§ 60Abs.

1 FPG 2005 kann das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl ein Einreiseverbot

§ 53Abs.

2 auf Antrag des Drittstaatsangehörigen unter Berücksichtigung der für die Erlassung der seinerzeitigen Rückkehrentscheidung oder des seinerzeitigen Einreiseverbotes maßgeblichen Umstände verkürzen oder aufheben, wenn der Drittstaatsangehörige das Gebiet der Mitgliedstaaten fristgerecht verlassen hat. Die fristgerechte Ausreise hat der Drittstaatsangehörige nachzuweisen.

Paragraph 60, Absatz eins, FPG 2005 kann das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl ein Einreiseverbot

Paragraph 53, Absatz 2, auf Antrag des Drittstaatsangehörigen unter Berücksichtigung der für die Erlassung der seinerzeitigen Rückkehrentscheidung oder des seinerzeitigen Einreiseverbotes maßgeblichen Umstände verkürzen oder aufheben, wenn der Drittstaatsangehörige das Gebiet der Mitgliedstaaten fristgerecht verlassen hat. Die fristgerechte Ausreise hat der Drittstaatsangehörige nachzuweisen.

§ 60Abs.

2 FPG 2005 kann das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl ein Einreiseverbot

§ 53Abs.

3 Z 1 bis 4 auf Antrag des Drittstaatsangehörigen unter Berücksichtigung der für die Erlassung der seinerzeitigen Rückkehrentscheidung oder des seinerzeitigen Einreiseverbotes maßgeblichen Umstände verkürzen, wenn der Drittstaatsangehörige das Gebiet der Mitgliedstaaten fristgerecht verlassen hat und seither einen Zeitraum von mehr als die Hälfte des seinerzeitigen Einreiseverbotes im Ausland verbracht hat. Die fristgerechte Ausreise hat der Drittstaatsangehörige nachzuweisen.

Paragraph 60, Absatz 2, FPG 2005 kann das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl ein Einreiseverbot

Paragraph 53, Absatz 3, Ziffer eins bis 4 auf Antrag des Drittstaatsangehörigen unter Berücksichtigung der für die Erlassung der seinerzeitigen Rückkehrentscheidung oder des seinerzeitigen Einreiseverbotes maßgeblichen Umstände verkürzen, wenn der Drittstaatsangehörige das Gebiet der Mitgliedstaaten fristgerecht verlassen hat und seither einen Zeitraum von mehr als die Hälfte des seinerzeitigen Einreiseverbotes im Ausland verbracht hat. Die fristgerechte Ausreise hat der Drittstaatsangehörige nachzuweisen. Wie in der Beschwerdeschrift zutreffend aufgezeigt wird, hat sich das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl im Zuge der Prüfung des vorliegenden Einreiseverbotes in keiner Weise mit der aktuellen Situation des Beschwerdeführers auseinandergesetzt, sondern seine Feststellungen zum überwiegenden Teil auf im Akt einliegende jahrelang zurückliegende Unterlagen gestützt. Im vorliegenden Fall beruht die Ermittlungstätigkeit des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl bloß auf einer Nachfrage bei dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, ob dieser den Beschwerdeführer noch vertrete und Kontakt zu ihm habe. Vor dem Hintergrund der langen Verfahrensdauer, die nicht auf schuldhafte Verzögerungshandlungen des Beschwerdeführer zurückzuführen ist, stellt dies keinesfalls ein ausreichendes Ermittlungsverfahren dar. Die Ausführungen, wonach die persönliche Situation des Beschwerdeführers seit Erlassung des Einreiseverbots nicht festgestellt werden könne bzw. die Behörde davon ausgehe, dass sich diesbezüglich - mangels Einlangen weiterer Anträge bzw. Urgenzen - keine wesentlichen Änderungen ergeben hätten, greifen zu kurz. Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl hat nach nunmehr sechsjähriger Verfahrensdauer jegliche Ermittlungstätigkeit unterlassen. Obwohl aus dem im Akt einliegenden psychologischen Gutachten aus dem Jahr 2015 Anzeichen einer Verbesserung des Verhaltens des Beschwerdeführers entnehmbar sind und im Oktober 2017 eine Arbeitsplatzzusage übermittelt wurde, unterließ die belangte Behörde vor Bescheiderlassung dahingehende Ermittlungen. Es mangelt sohin aufgrund des Unterlassens der Ermittlungstätigkeit des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl auch in dieser Hinsicht an einem Ermittlungsergebnis, das die vom Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl vorgenommene Beurteilung tragen könnte.Die entscheidenden Ermittlungshandlungen, welche grundsätzlich vom Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl durchzuführen sind, wären demnach zur Gänze erstmals durch das Verwaltungsgericht zu tätigen. Die dargelegten Mängel lassen sohin im Ergebnis nur die Feststellung zu, dass das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl bloß ansatzweise ermittelt hat, sodass vom Vorliegen besonders gravierender Ermittlungslücken auszugehen ist. Der angefochtene Bescheid der belangten Behörde ist im Ergebnis daher so mangelhaft, dass die Zurückverweisung der Angelegenheit an die belangte Behörde geboten erscheint, wobei sich im konkreten Fall erst nach einem nachvollziehbaren Ermittlungsverfahren ergeben wird, ob die Voraussetzungen für die beantragte Aufhebung des damals erlassenen Aufenthaltsverbotes tatsächlich vorliegen. Diesbezüglich erweist sich der Sachverhalt in Verbindung mit der Beschwerde jedenfalls noch als ungeklärt. Dass eine unmittelbare weitere Beweisaufnahme durch das Bundesverwaltungsgericht „im Interesse der Raschheit gelegen oder mit einer erheblichen Kostenersparnis verbunden“ wäre, ist – angesichts des mit dem bundesverwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren als Mehrparteienverfahren verbundenen erhöhten Aufwandes – nicht ersichtlich. Im Ergebnis ist daher der angefochtene Bescheid

§ 28Abs. 3 zweiter Satz Vw

GVG zu beheben und die Angelegenheit an das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl zurückzuverweisen.Im Ergebnis ist daher der angefochtene Bescheid

Paragraph 28, Absatz 3, zweiter Satz VwGVG zu beheben und die Angelegenheit an das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl zurückzuverweisen. Zu B) Unzulässigkeit der Revision:

§ 25aAbs. 1 Vw

GG hat das Verwaltungsgericht im Spruch seines Erkenntnisses oder Beschlusses auszusprechen, ob die Revision

Art. 133Abs.

4 B-VG zulässig ist. Der Ausspruch ist kurz zu begründen.

Paragraph 25 a, Absatz eins, VwGG hat das Verwaltungsgericht im Spruch seines Erkenntnisses oder Beschlusses auszusprechen, ob die Revision

Artikel 133, Absatz 4, B-VG zulässig ist.

Der Ausspruch ist kurz zu begründen. Da die Entscheidung über die gegenständliche Beschwerde letztlich lediglich von Fragen der Beweiswürdigung abhängig war, ist die Revision ist

Art. 133Abs.

4 B-VG nicht zulässig, weil die Entscheidung nicht von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt. Weder weicht die gegenständliche Entscheidung von der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ab, noch fehlt es an einer Rechtsprechung; weiters ist die vorliegende Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes auch nicht als uneinheitlich zu beurteilen. Auch liegen keine sonstigen Hinweise auf eine grundsätzliche Bedeutung der zu lösenden Rechtsfrage vor.Da die Entscheidung über die gegenständliche Beschwerde letztlich lediglich von Fragen der Beweiswürdigung abhängig war, ist die Revision ist

Artikel 133

, Absatz 4, B-VG nicht zulässig, weil die Entscheidung nicht von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt. Weder weicht die gegenständliche Entscheidung von der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ab, noch fehlt es an einer Rechtsprechung; weiters ist die vorliegende Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes auch nicht als uneinheitlich zu beurteilen. Auch liegen keine sonstigen Hinweise auf eine grundsätzliche Bedeutung der zu lösenden Rechtsfrage vor. Es ist daher spruchgemäß zu entscheiden. European Case Law IdentifierECLI:AT:BVWG:2022:W232.2244259.1.00

🔗 Zur amtlichen Quelle

KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.