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{'item': 'I406 2267048-1'}

Obsah (6)Art. 133§ 53Art 11§ 28§ 21§ 25a

RIS Dokument GerichtBundesverwaltungsgericht Entscheidungsdatum17.02.2023 GeschäftszahlI406 2267048-1 SpruchI406 2267048-1/3E, I406 2267048-1/3E IM NAMEN DER REPUBLIK! Das Bundesverwaltungsgericht hat

Art. 133Abs.

4 B-VG nicht zulässig.Die Revision ist

Artikel 133, Absatz 4, B-VG nicht zulässig.

Text, , Entscheidungsgründe:, Entscheidungsgründe: I. Verfahrensgang:römisch eins. Verfahrensgang:

  1. Der Beschwerdeführer, ein nigerianischer Staatsangehöriger mit einem derzeitig gültigen italienischen Aufenthaltstitel bis 16.05.2023, reiste illegal ins Bundesgebiet ein und stellte erstmals am 09.03.2013 einen Antrag auf internationalen Schutz. Dieser wurde abgewiesen und die Entscheidung in zweiter Instanz betätigt.
  2. Das Landesgericht für Strafsachen XXXX verurteilte den Beschwerdeführer am 12.02.2015 zu AZ: XXXX , nach §§ 27

(1)Z 1 8. Fall, 27
(3)SMG, § 15 StGB, zu einer bedingten Freiheitsstrafe von neun Monaten, davon drei Monate unbedingt, unter Setzung einer Probezeit von drei Jahren.2. Das Landesgericht für Strafsachen römisch 40 verurteilte den Beschwerdeführer am 12.02.2015 zu AZ: römisch 40 , nach Paragraphen 27,
(1)Ziffer eins, 8. Fall, 27
(3)SMG, Paragraph 15, StGB, zu einer bedingten Freiheitsstrafe von neun Monaten, davon drei Monate unbedingt, unter Setzung einer Probezeit von drei Jahren.
  1. Mit Bescheid des BFA vom 10.04.2015 wurde gegen den BF eine Rückkehrentscheidung sowie ein zweijähriges Einreiseverbot verhängt. Dieser erwuchs in Rechtskraft.
  2. Der Beschwerdeführer wurde nach rechtskräftiger Entscheidung im Jahr 2015 von Beamten einer LPD einer Personenkontrolle unterzogen, festgenommen und gegenüber dem Beschwerdeführer eine Schubhaft zur Sicherung der Abschiebung verhängt.
  3. Daraufhin stellte der Beschwerdeführer am 02.06.2015 einen Folgeantrag. Dieser wurde mit Bescheid der belangten Behörde abgewiesen und erwuchs in Rechtskraft. Im Juli 2015 wurde der Beschwerdeführer nach Italien abgeschoben.
  4. Der Beschwerdeführer wurde erneut am 18.11.2022 aufgrund des dringenden Verdachts des unerlaubten Umganges mit Suchtmittel festgenommen. Das Landesgericht für Strafsachen XXXX verurteilte ihn am 29.12.2022 zu AZ: XXXX nach § 27
(2a)SMG zu einer bedingten Freiheitsstrafe von sieben Monaten, davon zwei Monaten unbedingt, unter Setzung einer Probezeit von drei Jahren.6. Der Beschwerdeführer wurde erneut am 18.11.2022 aufgrund des dringenden Verdachts des unerlaubten Umganges mit Suchtmittel festgenommen. Das Landesgericht für Strafsachen römisch 40 verurteilte ihn am 29.12.2022 zu AZ: römisch 40 nach Paragraph 27,
(2a)SMG zu einer bedingten Freiheitsstrafe von sieben Monaten, davon zwei Monaten unbedingt, unter Setzung einer Probezeit von drei Jahren.
  1. Mit verfahrensgegenständlichen Bescheid wurde dem Beschwerdeführer ein Aufenthaltstitel aus „berücksichtigungswürdigen Gründen“ nicht erteilt (Spruchpunkt I.), gegen ihn eine Rückkehrentscheidung erlassen (Spruchpunkt II.) und festgestellt, dass seine Abschiebung nach Nigeria zulässig ist (Spruchpunkt III.). Eine Frist für die freiwillige Ausreise wurde ihm nicht gewährt (Spruchpunkt IV.) und einer Beschwerde gegen diese Rückkehrentscheidung die aufschiebende Wirkung aberkannt (Spruchpunkt V.). Zudem wurde gegen ihn ein auf die Dauer von fünf Jahren befristetes Einreiseverbot erlassen (Spruchpunkt VI.). Eine vorherige Aufforderung der Behörde nach § 52 Abs. 2 FPG aufgrund seines Aufenthaltstitels nach Italien auszureisen unterblieb, da eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung angenommen wurde.
  2. Mit verfahrensgegenständlichen Bescheid wurde dem Beschwerdeführer ein Aufenthaltstitel aus „berücksichtigungswürdigen Gründen“ nicht erteilt (Spruchpunkt römisch eins.), gegen ihn eine Rückkehrentscheidung erlassen (Spruchpunkt römisch zwei.) und festgestellt, dass seine Abschiebung nach Nigeria zulässig ist (Spruchpunkt römisch drei.). Eine Frist für die freiwillige Ausreise wurde ihm nicht gewährt (Spruchpunkt römisch vier.) und einer Beschwerde gegen diese Rückkehrentscheidung die aufschiebende Wirkung aberkannt (Spruchpunkt römisch fünf.). Zudem wurde gegen ihn ein auf die Dauer von fünf Jahren befristetes Einreiseverbot erlassen (Spruchpunkt römisch sechs.). Eine vorherige Aufforderung der Behörde nach Paragraph 52, Absatz 2, FPG aufgrund seines Aufenthaltstitels nach Italien auszureisen unterblieb, da eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung angenommen wurde. Der Beschwerdeführer brachte noch am selben Tag einen Rechtsmittelverzicht gegen die Spruchpunkt I. – V. ein.
  3. Gegen den verfahrensgegenständlichen Bescheid richtet sich die gegen Spruchpunkt VI. erhobene Beschwerde vom 10.02.2023, in welcher im Wesentlichen vorgebracht wird, dass der Beschwerdeführer zwei Mal im Bundesgebiet verurteilt wurde, wobei für einen Zeitraum von zirka sieben Jahre keine Verurteilung erging. Die Entscheidung der belangten Behörde weise in Bezug auf die Gefährdungsprognose keine nachvollziehbare einzelfallbezogene Begründung auf.Der Beschwerdeführer brachte noch am selben Tag einen Rechtsmittelverzicht gegen die Spruchpunkt römisch eins. – römisch fünf. ein. ,
  4. Gegen den verfahrensgegenständlichen Bescheid richtet sich die gegen Spruchpunkt römisch sechs. erhobene Beschwerde vom 10.02.2023, in welcher im Wesentlichen vorgebracht wird, dass der Beschwerdeführer zwei Mal im Bundesgebiet verurteilt wurde, wobei für einen Zeitraum von zirka sieben Jahre keine Verurteilung erging. Die Entscheidung der belangten Behörde weise in Bezug auf die Gefährdungsprognose keine nachvollziehbare einzelfallbezogene Begründung auf. II. Das Bundesverwaltungsgericht hat erwogen:römisch zwei. Das Bundesverwaltungsgericht hat erwogen: Der oben angeführte Verfahrensgang wird als Sachverhalt festgestellt. Darüber hinaus werden folgende Feststellungen getroffen:
  5. Feststellungen: Zur Person des Beschwerdeführers: Der Beschwerdeführer ist ledig, gesund und Staatsangehöriger von Nigeria. Er bekennt sich zum christlichen Glauben und ist arbeitsfähig. Seine Identität steht fest. Er ist Vater von drei minderjährigen Kindern. Zwei Kinder leben in Frankreich und ein Kind lebt in Deutschland. Zu den jeweiligen Kindesmüttern besteht keine aufrechte Lebensgemeinschaft. Der Beschwerdeführer verfügt über einen bis 16.05.2023 gültigen italienischen Aufenthaltstitel. Der Lebensmittelpunkt des Beschwerdeführers liegt in Italien, wo er als Selbstständiger tätig ist und sich damit seinen Lebensunterhalt finanziert. Der Beschwerdeführer weist in Österreich keine Integrationsmerkmale in sprachlicher, beruflicher und kultureller Hinsicht auf. Er verfügt in Österreich über keine familiären oder sonstigen maßgeblichen sozialen Bindungen. Er ging zu keinem Zeitpunkt in Österreich einer legalen Erwerbstätigkeit nach. Der Beschwerdeführer wies abgesehen von Aufhalten in der Justizanstalt bzw. Polizeianhaltezentrum zu keinem Zeitpunkt eine Meldeadresse in Österreich auf. Für einen Zeitraum von vier Monaten im Jahr 2013 scheint er als „Obdachlos“ gemeldet auf. Der Beschwerdeführer wurde zwei Mal vor einem österreichischen Strafgericht verurteilt: Am 12.02.2015 wurde der Beschwerdeführer mit Urteil des Landesgerichts für Strafsachen XXXX , wegen des Vergehens des teils vollendenden, teils versuchten unerlaubten Umgang mit Suchtgiften nach §§ 27
(1)Z 1 8. Fall,
(3)SMG, 15 StGB unter Setzung einer Probezeit von drei Jahren zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten, davon sechs Monate bedingt, verurteilt. Im Rahmen der Strafbemessung wurde die Tatwiederholung als erschwerend, der bisherige ordentliche Lebenswandel, das Geständnis, die Sicherstellung und dass die Handlung teilweise beim Versuch geblieben ist mildern berücksichtigt.Am 12.02.2015 wurde der Beschwerdeführer mit Urteil des Landesgerichts für Strafsachen römisch 40 , wegen des Vergehens des teils vollendenden, teils versuchten unerlaubten Umgang mit Suchtgiften nach Paragraphen 27,
(1)Ziffer eins, 8. Fall,
(3)SMG, 15 StGB unter Setzung einer Probezeit von drei Jahren zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten, davon sechs Monate bedingt, verurteilt. Im Rahmen der Strafbemessung wurde die Tatwiederholung als erschwerend, der bisherige ordentliche Lebenswandel, das Geständnis, die Sicherstellung und dass die Handlung teilweise beim Versuch geblieben ist mildern berücksichtigt. Am 21.12.2022 wurde der Beschwerdeführer mit Urteil des Landesgerichts für Strafsachen XXXX , wegen des Vergehens des unerlaubten Umgangs mit Suchtgiften nach § 27
(2a)zweiter Fall SMG unter Setzung einer Probezeit von drei Jahren zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten, davon fünf Monate bedingt, verurteilt.Am 21.12.2022 wurde der Beschwerdeführer mit Urteil des Landesgerichts für Strafsachen römisch 40 , wegen des Vergehens des unerlaubten Umgangs mit Suchtgiften nach Paragraph 27,
(2a)zweiter Fall SMG unter Setzung einer Probezeit von drei Jahren zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten, davon fünf Monate bedingt, verurteilt. Er wurde für schuldig befunden, er hat am 18.11.2022 in Wien vorschriftswidrig Suchtgift, und zwar Kokain (Wirkstoff Cocain) anderen auf einer öffentlichen Verkehrsfläche, nämlich im Bereich der U6 Station XXXX , öffentlich, für zumindest 30 Personen wahrnehmbar, gegen Entgelt überlassen, und zwarEr wurde für schuldig befunden, er hat am 18.11.2022 in Wien vorschriftswidrig Suchtgift, und zwar Kokain (Wirkstoff Cocain) anderen auf einer öffentlichen Verkehrsfläche, nämlich im Bereich der U6 Station römisch 40 , öffentlich, für zumindest 30 Personen wahrnehmbar, gegen Entgelt überlassen, und zwar I./ eine Kugel 0,2g brutto XXXX zum Preis von EUR 20, --römisch eins./ eine Kugel 0,2g brutto römisch 40 zum Preis von EUR 20, -- II./ eine Kugel 0,1g brutto XXXX zum Preis von EUR 10, --.römisch zwei./ eine Kugel 0,1g brutto römisch 40 zum Preis von EUR 10, --. Bei der Strafzumessung wertete das Strafgericht die geständige Verantwortung, die Sicherstellung des Suchtgifts und die Unbescholtenheit als mildernd, wobei das Strafgericht als erschwerend die zwei Angriffe berücksichtigte. Zuletzt befand sich der Beschwerdeführer von 18.11.2022 bis 18.01.2023 in Haft. Das Verhalten des Beschwerdeführers rechtfertigt die Annahme, dass sein weiterer Aufenthalt im Bundesgebiet die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährdet.
  1. Beweiswürdigung: Zur Person des Beschwerdeführers und zum Sachverhalt: Die getroffenen Feststellungen ergeben sich primär aus den Angaben des Beschwerdeführers bzw. seinen Stellungnahmen und aus dem Verwaltungsakt (ua. Italienischer Aufenthaltstitel, Nr. XXXX ).Die getroffenen Feststellungen ergeben sich primär aus den Angaben des Beschwerdeführers bzw. seinen Stellungnahmen und aus dem Verwaltungsakt (ua. Italienischer Aufenthaltstitel, Nr. römisch 40 ). Die Identität des Beschwerdeführers steht aufgrund der im Akt befindlichen Kopie von seinem bis 13.10.2024 gültigen Reisepass zweifelsfrei fest (Nr. XXXX ).Die Identität des Beschwerdeführers steht aufgrund der im Akt befindlichen Kopie von seinem bis 13.10.2024 gültigen Reisepass zweifelsfrei fest (Nr. römisch 40 ). Familiäre Anknüpfungspunkte sowie maßgebliche soziale Kontakte in Österreich wurden nicht erwähnt, lediglich fernere Bekanntschaften. Auch ergibt sich aus dem Sozialversicherungsdatenauszug, dass der Beschwerdeführer im Bundesgebiet zu keinem Zeitpunkt einer legalen Erwerbstätigkeit nachgegangen ist. Die strafgerichtlichen Verurteilungen des Beschwerdeführers ergeben sich aus einer aktuellen Abfrage des Strafregisters der Republik Österreich vom 14.02.2023 und der im Akt befindlichen Strafurteile des Landesgerichts für Strafsachen XXXX . Die strafgerichtlichen Verurteilungen des Beschwerdeführers ergeben sich aus einer aktuellen Abfrage des Strafregisters der Republik Österreich vom 14.02.2023 und der im Akt befindlichen Strafurteile des Landesgerichts für Strafsachen römisch 40 . Betreffend die Feststellung, dass der weitere Aufenthalt des Beschwerdeführers die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährdet, wird auf die Ausführungen in der rechtlichen Beurteilung verwiesen.
  2. Rechtliche Beurteilung: Die Spruchpunkte I.-V. des angefochtenen Bescheides wurden ausdrücklich nicht bekämpft, sodass diese in Rechtskraft erwachsen sind.Die Spruchpunkte römisch eins.-V. des angefochtenen Bescheides wurden ausdrücklich nicht bekämpft, sodass diese in Rechtskraft erwachsen sind. Zu A) Zur Abweisung der Beschwerde: Zum Einreiseverbot (Spruchpunkt VI. des angefochtenen Bescheids):Zum Einreiseverbot (Spruchpunkt römisch sechs. des angefochtenen Bescheids): Rechtslage:

§ 53

Abs 1 FPG kann vom Bundesamt mit einer Rückkehrentscheidung mit Bescheid ein Einreiseverbot erlassen werden. Das Einreiseverbot ist die Anweisung an den Drittstaatsangehörigen, für einen festgelegten Zeitraum nicht in das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten einzureisen und sich dort nicht aufzuhalten.

Paragraph 53, Absatz eins, FPG kann vom Bundesamt mit einer Rückkehrentscheidung mit Bescheid ein Einreiseverbot erlassen werden. Das Einreiseverbot ist die Anweisung an den Drittstaatsangehörigen, für einen festgelegten Zeitraum nicht in das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten einzureisen und sich dort nicht aufzuhalten.

§ 53

Abs 3 FPG ist ein Einreiseverbot

Abs 1 für die Dauer von höchstens zehn Jahren, in den Fällen der Z 5 bis 9 auch unbefristet zu erlassen, wenn bestimmte Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass der Aufenthalt des Drittstaatsangehörigen eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche Ordnung oder Sicherheit darstellt.

Paragraph 53, Absatz 3, FPG ist ein Einreiseverbot

Absatz eins, für die Dauer von höchstens zehn Jahren, in den Fällen der Ziffer 5 bis 9 auch unbefristet zu erlassen, wenn bestimmte Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass der Aufenthalt des Drittstaatsangehörigen eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche Ordnung oder Sicherheit darstellt. Als bestimmte Tatsache, die bei der Bemessung der Dauer des Einreiseverbotes neben den anderen in Art 8 Abs 2 EMRK genannten öffentlichen Interessen relevant ist, hat insbesondere zu gelten, wenn ein Drittstaatsangehöriger von einem Gericht zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von mindestens drei Monaten, zu einer bedingt oder teilbedingt nachgesehenen Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten oder mindestens einmal wegen auf der gleichen schädlichen Neigung beruhenden strafbaren Handlungen rechtskräftig verurteilt worden ist.Als bestimmte Tatsache, die bei der Bemessung der Dauer des Einreiseverbotes neben den anderen in Artikel 8, Absatz 2, EMRK genannten öffentlichen Interessen relevant ist, hat insbesondere zu gelten, wenn ein Drittstaatsangehöriger von einem Gericht zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von mindestens drei Monaten, zu einer bedingt oder teilbedingt nachgesehenen Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten oder mindestens einmal wegen auf der gleichen schädlichen Neigung beruhenden strafbaren Handlungen rechtskräftig verurteilt worden ist. Anwendung der Rechtslage auf den Beschwerdefall: Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ist in Bezug auf ein Einreiseverbot im Einzelfall eine Gefährdungsprognose zu treffen, in welcher das Gesamtverhalten des Fremden in Betracht zu ziehen ist, wobei im Fall von strafgerichtlichen Verurteilungen gestützt auf das diesen zugrunde liegende Fehlverhalten unter Berücksichtigung seiner Art und Schwere eine Gefährdungsprognose zu treffen ist (vgl. VwGH vom 20.10.2016, Ra 2016/21/0289; vom 22.03.2018, Ra 2017/22/0194).Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ist in Bezug auf ein Einreiseverbot im Einzelfall eine Gefährdungsprognose zu treffen, in welcher das Gesamtverhalten des Fremden in Betracht zu ziehen ist, wobei im Fall von strafgerichtlichen Verurteilungen gestützt auf das diesen zugrunde liegende Fehlverhalten unter Berücksichtigung seiner Art und Schwere eine Gefährdungsprognose zu treffen ist vergleiche VwGH vom 20.10.2016, Ra 2016/21/0289; vom 22.03.2018, Ra 2017/22/0194). Die belangte Behörde verhängte gegen den Beschwerdeführer ein auf die Dauer von 5 Jahren befristetes Einreiseverbot und begründete dies im Wesentlichen damit, dass sein weiterer Aufenthalt eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit darstelle. Das Bundesamt hat das Einreiseverbot zu Recht auf § 53 Abs 1 iVm Abs 3 Z 1 FPG gestützt, da der Beschwerdeführer im November 2022 aufgrund dringenden Verdachts des unerlaubten Umgangs mit Suchtgiften festgenommen wurde und sodann wegen des Vergehens des unerlaubten Umgangs mit Suchtmitteln zu einer Freiheitsstrafe von 7 Monaten, davon 2 Monate unbedingt, rechtskräftig verurteilt wurde.Das Bundesamt hat das Einreiseverbot zu Recht auf Paragraph 53, Absatz eins, in Verbindung mit Absatz 3, Ziffer eins, FPG gestützt, da der Beschwerdeführer im November 2022 aufgrund dringenden Verdachts des unerlaubten Umgangs mit Suchtgiften festgenommen wurde und sodann wegen des Vergehens des unerlaubten Umgangs mit Suchtmitteln zu einer Freiheitsstrafe von 7 Monaten, davon 2 Monate unbedingt, rechtskräftig verurteilt wurde. Der Beschwerdeführer wurde bereits im Jahr 2015 vor einem österreichischen Strafgericht in Bezug auf ein Vergehen gegen das SMG rechtskräftig verurteilt. Der Ansicht der belangten Behörde, dass der Beschwerdeführer eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit Österreichs darstellt, ist ebenfalls beizutreten. Aufgrund der Suchtgiftdelinquenz des Beschwerdeführers ist eine schwere Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit durch seinen weiteren Aufenthalt indiziert. Der Beschwerdeführer brachte durch sein gesamtes Fehlverhalten seine mangelnde Rechtstreue und seine Gleichgültigkeit gegenüber den in Österreich rechtlich geschützten Werten deutlich zum Ausdruck. Er war und ist nicht gewillt, die von der österreichischen Rechtsordnung geschützten Rechtsgüter und die (in der europäischen Union) geltenden Grundinteressen der Gesellschaft zu beachten. Im Zuge der Beschwerde wird vorgebracht, der Beschwerdeführer zeige seinen Willen sich zukünftig an die Rechtsordnung zu halten zuletzt in dem Umstand, dass er einen Rechtsmittelverzicht gegen die Rückkehrentscheidung eingebracht habe. Der Beschwerdeführer befindet sich nach seiner Strafhaft in Schubhaft, weshalb die Zeit noch zu wenig fortgeschritten ist, um bei ihm eine ernsthaft gemeinte Reue und einen allenfalls gegebenen positiven Gesinnungswandel attestieren zu können. Die Beteuerungen in der Beschwerde, der Beschwerdeführer stelle keine Gefährdung für die öffentliche Sicherheit und Ordnung dar, sind vor diesem Hintergrund nicht ausreichend, um von einer Änderung der von ihm ausgehenden Gefährlichkeit und seines Charakterbildes ausgehen zu können. Überdies gab der Beschwerdeführer vor der erkennenden Behörde im Zuge der niederschriftlichen Einvernahme an, er sei mitunter „aus finanziellen Gründen“ straffällig geworden und er selbst Suchtgift konsumiert (BFA-Protokoll vom 18.01.2023, S 8). Dabei fällt auf, dass er vor der belangten Behörde eine – bestenfalls – ausweichende Verantwortung zu seiner verübten Straftat an den Tag legt. Dieses aufgezeigte Verhalten des Beschwerdeführers spricht ebenfalls lebensnahe betrachtet gegen die Behauptung des Beschwerdeführers, dass er von nun an, seinen Weg ordentlich gehen werde und seinen beiden Verurteilungen bereue (Beschwerdeschrift S 4). Eine tatsächlich eingesetzte Umkehr zur Befolgung gesetzlicher Normen beim Beschwerdeführer, kann nicht festgestellt werden und kommt das Bundesverwaltungsgericht folgerichtig zur Ansicht, dass es sich bei den Ausführungen des Beschwerdeführers vorwiegend um Schutzbehauptungen handelt, um sich in einem besseren Licht darzustellen und etwaige Vorteile im Verfahren zu erlangen. Das Bundesverwaltungsgericht kommt wie die belangten Behörde somit aufgrund der Verurteilungen des Beschwerdeführers wegen der zweifachen Vergehen des unerlaubten Umgangs mit Suchtgift, des sich hieraus ergebenden Persönlichkeitsbildes und der Gefährdungsprognose zur Überzeugung, dass von ihm langfristig eine schwerwiegende Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit ausgeht, welche ein fünfjähriges Einreiseverbot zu rechtfertigen vermag. Auch unter Berücksichtigung eines eventuell bestehenden Privatlebens in Italien kommt ein Entfall oder eine Herabsetzung des Einreiseverbots nicht in Betracht. Den persönlichen Interessen des Beschwerdeführers an einer Einreise und einem Aufenthalt in Österreich und in den Staaten, für die die Rückführungsrichtlinie gilt, stehen im konkreten Fall die gravierenden öffentlichen Interessen am Schutz der öffentlichen Ordnung, an der Verhinderung strafbarer Handlungen und am Schutz der Rechte und Freiheiten anderer gegenüber, die im Rahmen der vorzunehmenden Interessenabwägung überwiegen. Generell ist anzuführen, dass mögliche Bindungen in einem anderen "Schengen-Staat" der Erlassung einer Rückkehrentscheidung und eines Einreiseverbotes durch Österreich nicht grundsätzlich im Wege stehen. Das gilt insbesondere auch aus unionsrechtlichem Blickwinkel, und zwar sogar dann, wenn der Fremde über einen Aufenthaltstitel eines anderen "Schengen-Staates" (auch Italien) verfügt (siehe zu einer derartigen Konstellation und den sich aus Art. 25 SDÜ ergebenden Implikationen EuGH 16.1.2018, E, C-240/17).Generell ist anzuführen, dass mögliche Bindungen in einem anderen "Schengen-Staat" der Erlassung einer Rückkehrentscheidung und eines Einreiseverbotes durch Österreich nicht grundsätzlich im Wege stehen. Das gilt insbesondere auch aus unionsrechtlichem Blickwinkel, und zwar sogar dann, wenn der Fremde über einen Aufenthaltstitel eines anderen "Schengen-Staates" (auch Italien) verfügt (siehe zu einer derartigen Konstellation und den sich aus Artikel 25, SDÜ ergebenden Implikationen EuGH 16.1.2018, E, C-240/17). Die bei Erlassung einer Rückkehrentscheidung sowie eines Einreiseverbotes zu beantwortende Frage nach einem - zulässigen - Eingriff in das Privat- oder Familienleben des Drittstaatsangehörigen ist nicht allein im Hinblick auf seine Verhältnisse in Österreich zu beurteilen, sondern ist auch die Situation in dem anderen "Schengen-Staat" in den Blick zu nehmen (siehe die Beschlüsse des VwGH vom 03.07.2018, Ro 2018/21/0007; vom 20.12.2018, Ra 2018/21/0236). Mit dem erlassenen Einreiseverbot ist ein beachtenswerter Eingriff in das Privat- und Familienleben des Beschwerdeführers verbunden, in Bezug auf seine minderjährigen Kinder in Italien und Frankreich. Im konkreten Fall überwiegen jedoch die öffentlichen Interessen an der Erlassung einer Rückkehrentscheidung und eines Einreiseverbotes. Da es sich bei der Suchtgiftkriminalität, per se um ein besonders verpöntes Verhalten handelt und dem öffentlichen Interesse an der Unterbindung solcher Straftaten und dem Schutz der Gesundheit von Dritten, vor den gesundheitsschädigenden Auswirkungen des Suchtgiftmissbrauchs eine besonders große Bedeutung beizumessen ist, haben die persönlichen Interessen des Beschwerdeführers, einen Aufenthalt in den "Schengen-Staaten" bzw. in Italien nehmen zu können, und seine in Deutschland und Frankreich lebenden Kinder hintan zu treten. Die mit dem ausgesprochenen Einreiseverbot verbundenen Auswirkungen auf die Lebenssituation des Beschwerdeführers und seiner Familie wiegen nicht schwerer als das besonders große öffentliche Interesse an der ("schengenweiten") Bekämpfung des Suchtmittelunwesens. Auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte stellte fest, dass "angesichts der verheerenden Auswirkungen der Suchtgiftkriminalität die Staaten berechtigt sind, insofern besonders rigoros vorzugehen" (EGMR Salem v Denmark, 01.12.2016, 77036/11). Im konkreten Fall ist auch zu berücksichtigten, dass seine Kinder, den Beschwerdeführer nicht davon abhalten konnten, Straftaten zu begehen. Er nahm es in Kauf, im Fall einer Verurteilung keinen oder einen sehr eingeschränkten Kontakt zu seinen Kindern zu haben. Von einem engen Verhältnis zu seinen Kindern ist nicht auszugehen, da der Beschwerdeführer in Italien seinen Lebensmittelpunkt hat und seine Kinder in weiter Entfernung ansässig sind. Ein möglicher Kontakt wird wie bisher über das Telefon möglich sein und ändert sich die Situation für seine Kinder dadurch nicht. Die zu treffende Gefährdungsprognose konnte daher nicht zu Gunsten des Beschwerdeführers ausfallen. Darüber hinaus ist darauf hinzuweisen, dass ein in Österreich verhängtes Einreiseverbot die Erteilung eines Aufenthaltstitels oder einer sonstigen Aufenthaltsberechtigung durch Italien nicht absolut ausschließt.

Art 11

Abs 4 der Rückführungsrichtlinie (RL 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Verfahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger) steht es dem jeweiligen Mitgliedsstaat zu, einen Aufenthaltstitel oder eine sonstige Aufenthaltsberechtigung für Drittstaatsangehörige auszustellen, gegen die ein Einreiseverbot eines anderen Mitgliedsstaates besteht (vgl. das Erk. des VwGH vom 13.09.2012, Zl. 2011/23/0413). Es obliegt dem Beschwerdeführer, sich allenfalls wieder um einen italienischen Aufenthaltstitel und oder um eine legale Einreise nach Italien zu bemühen.Darüber hinaus ist darauf hinzuweisen, dass ein in Österreich verhängtes Einreiseverbot die Erteilung eines Aufenthaltstitels oder einer sonstigen Aufenthaltsberechtigung durch Italien nicht absolut ausschließt.

Artikel 11

, Absatz 4, der Rückführungsrichtlinie (RL 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Verfahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger) steht es dem jeweiligen Mitgliedsstaat zu, einen Aufenthaltstitel oder eine sonstige Aufenthaltsberechtigung für Drittstaatsangehörige auszustellen, gegen die ein Einreiseverbot eines anderen Mitgliedsstaates besteht vergleiche das Erk. des VwGH vom 13.09.2012, Zl. 2011/23/0413). Es obliegt dem Beschwerdeführer, sich allenfalls wieder um einen italienischen Aufenthaltstitel und oder um eine legale Einreise nach Italien zu bemühen. Das Bundesverwaltungsgericht verkennt nicht, das der Beschwerdeführer über einen italienischen Aufenthaltstitel verfügt. Dieser ausgestellte Aufenthaltstitel behält jedoch seine Wirksamkeit, auch wenn der Beschwerdeführer auf Grund einer in Österreich getroffenen Entscheidung im Schengener Informationssystem zur Einreiseverweigerung ausgeschrieben wird. Das Schengener Übereinkommen (SDÜ) sieht in seinem Art 25 Abs 2 zwar die Möglichkeit der "Einziehung" eines Aufenthaltstitels durch die ausstellende Vertragspartei vor, unter welchen Voraussetzungen eine solche "Einziehung" erfolgen kann, ist in diesem Übereinkommen jedoch nicht geregelt, insbesondere findet sich darin keine Bestimmung, wonach die Ausschreibung eines Drittausländers zur Einreiseverweigerung per se einen Grund für die "Einziehung" eines Aufenthaltstitels darstellt. Unter welchen Voraussetzungen ein Aufenthaltstitel entzogen werden kann, richtet sich vielmehr weiterhin - ebenso wie vor der Ausschreibung des Drittausländers zur Einreiseverweigerung - ausschließlich nach der jeweiligen nationalen Rechtsordnung (vgl. das Erk. des VwGH vom 26.11.2002, Zl. 2002/18/0058).Das Schengener Übereinkommen (SDÜ) sieht in seinem Artikel 25, Absatz 2, zwar die Möglichkeit der "Einziehung" eines Aufenthaltstitels durch die ausstellende Vertragspartei vor, unter welchen Voraussetzungen eine solche "Einziehung" erfolgen kann, ist in diesem Übereinkommen jedoch nicht geregelt, insbesondere findet sich darin keine Bestimmung, wonach die Ausschreibung eines Drittausländers zur Einreiseverweigerung per se einen Grund für die "Einziehung" eines Aufenthaltstitels darstellt. Unter welchen Voraussetzungen ein Aufenthaltstitel entzogen werden kann, richtet sich vielmehr weiterhin - ebenso wie vor der Ausschreibung des Drittausländers zur Einreiseverweigerung - ausschließlich nach der jeweiligen nationalen Rechtsordnung vergleiche das Erk. des VwGH vom 26.11.2002, Zl. 2002/18/0058). Die Gültigkeit eines befristetet erteilten Aufenthaltstitels durch Italien wird von einer allfälligen Ausschreibung des Beschwerdeführers zur Einreiseverweigerung auf Grund des vorliegenden Einreiseverbots nicht berührt. Ob die italienischen Behörden einen Aufenthaltstitel einziehen, auslaufen lassen oder neuerlich erteilen, können sie unter Wahrung des Art 8 EMRK entscheiden, auch wenn das Einreiseverbot in Kraft treten sollte.Die Gültigkeit eines befristetet erteilten Aufenthaltstitels durch Italien wird von einer allfälligen Ausschreibung des Beschwerdeführers zur Einreiseverweigerung auf Grund des vorliegenden Einreiseverbots nicht berührt. Ob die italienischen Behörden einen Aufenthaltstitel einziehen, auslaufen lassen oder neuerlich erteilen, können sie unter Wahrung des Artikel 8, EMRK entscheiden, auch wenn das Einreiseverbot in Kraft treten sollte. Angesichts der vorliegenden Schwere der Verstöße gegen österreichische Rechtsnormen und des zum Ausdruck gekommen Fehlverhaltens des Beschwerdeführers war daher die Verhängung des 5-jährigen Einreiseverbotes zur Erreichung der im Art 8 Abs 2 EMRK genannten Ziele dringend geboten und als erforderlich zu erachten.Angesichts der vorliegenden Schwere der Verstöße gegen österreichische Rechtsnormen und des zum Ausdruck gekommen Fehlverhaltens des Beschwerdeführers war daher die Verhängung des 5-jährigen Einreiseverbotes zur Erreichung der im Artikel 8, Absatz 2, EMRK genannten Ziele dringend geboten und als erforderlich zu erachten. Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass der vom Beschwerdeführer ausgehenden Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit durch die Verhängung eines fünfjährigen Einreiseverbots effektiv begegnet werden kann. In der Gesamtschau der oben angeführten Umstände ist das erlassene Einreiseverbot als rechtmäßig zu qualifizieren Die Beschwerde gegen Spruchpunkt VI. des angefochtenen Bescheides war daher

§ 28Abs 2 Vw

GVG iVm § 53 Abs 1 iVm Abs 3 Z 1 FPG als unbegründet abzuweisen.Die Beschwerde gegen Spruchpunkt römisch sechs. des angefochtenen Bescheides war daher

Paragraph 28, Absatz 2, VwGVG in Verbindung mit Paragraph 53, Absatz eins, in Verbindung mit Absatz 3, Ziffer eins, FPG als unbegründet abzuweisen. 4. Zum Unterbleiben einer mündlichen Verhandlung

§ 21

Abs 7 BFA-VG kann eine mündliche Verhandlung unterbleiben, wenn der Sachverhalt aus der Aktenlage in Verbindung mit der Beschwerde geklärt erscheint oder sich aus den bisherigen Ermittlungen zweifelsfrei ergibt, dass das Vorbringen nicht den Tatsachen entspricht.

Paragraph 21, Absatz 7, BFA-VG kann eine mündliche Verhandlung unterbleiben, wenn der Sachverhalt aus der Aktenlage in Verbindung mit der Beschwerde geklärt erscheint oder sich aus den bisherigen Ermittlungen zweifelsfrei ergibt, dass das Vorbringen nicht den Tatsachen entspricht. Eine mündliche Verhandlung kann unterbleiben, wenn der für die rechtliche Beurteilung entscheidungsrelevante Sachverhalt von der Verwaltungsbehörde vollständig in einem ordnungsgemäßen Ermittlungsverfahren erhoben wurde und bezogen auf den Zeitpunkt der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts immer noch die gesetzlich gebotene Aktualität und Vollständigkeit aufweist. Ferner muss die Verwaltungsbehörde die die entscheidungsmaßgeblichen Feststellungen tragende Beweiswürdigung in gesetzmäßiger Weise offengelegt haben und das Bundesverwaltungsgericht diese tragenden Erwägungen der verwaltungsbehördlichen Beweiswürdigung in seiner Entscheidung teilen. Auch darf im Rahmen der Beschwerde kein dem Ergebnis des behördlichen Ermittlungsverfahrens entgegenstehender oder darüber hinausgehender für die Beurteilung relevanter Sachverhalt behauptet werden, wobei bloß unsubstantiiertes Bestreiten ebenso außer Betracht zu bleiben hat, wie ein Vorbringen, das gegen das in § 20 BFA-VG festgelegte Neuerungsverbot verstößt (VwGH 28.05.2014, 2014/20/0017). Eine mündliche Verhandlung ist bei konkretem sachverhaltsbezogenem Vorbringen des Revisionswerbers vor dem VwG durchzuführen (VwGH 30.06.2015, Ra 2015/06/0050, mwN). Eine mündliche Verhandlung ist ebenfalls durchzuführen zur mündlichen Erörterung von nach der Aktenlage strittigen Rechtsfragen zwischen den Parteien und dem Gericht (VwGH 30.09.2015, Ra 2015/06/0007, mwN) sowie auch vor einer ergänzenden Beweiswürdigung durch das VwG (VwGH 16.02.2017, Ra 2016/05/0038).Eine mündliche Verhandlung kann unterbleiben, wenn der für die rechtliche Beurteilung entscheidungsrelevante Sachverhalt von der Verwaltungsbehörde vollständig in einem ordnungsgemäßen Ermittlungsverfahren erhoben wurde und bezogen auf den Zeitpunkt der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts immer noch die gesetzlich gebotene Aktualität und Vollständigkeit aufweist. Ferner muss die Verwaltungsbehörde die die entscheidungsmaßgeblichen Feststellungen tragende Beweiswürdigung in gesetzmäßiger Weise offengelegt haben und das Bundesverwaltungsgericht diese tragenden Erwägungen der verwaltungsbehördlichen Beweiswürdigung in seiner Entscheidung teilen. Auch darf im Rahmen der Beschwerde kein dem Ergebnis des behördlichen Ermittlungsverfahrens entgegenstehender oder darüber hinausgehender für die Beurteilung relevanter Sachverhalt behauptet werden, wobei bloß unsubstantiiertes Bestreiten ebenso außer Betracht zu bleiben hat, wie ein Vorbringen, das gegen das in Paragraph 20, BFA-VG festgelegte Neuerungsverbot verstößt (VwGH 28.05.2014, 2014/20/0017). Eine mündliche Verhandlung ist bei konkretem sachverhaltsbezogenem Vorbringen des Revisionswerbers vor dem VwG durchzuführen (VwGH 30.06.2015, Ra 2015/06/0050, mwN). Eine mündliche Verhandlung ist ebenfalls durchzuführen zur mündlichen Erörterung von nach der Aktenlage strittigen Rechtsfragen zwischen den Parteien und dem Gericht (VwGH 30.09.2015, Ra 2015/06/0007, mwN) sowie auch vor einer ergänzenden Beweiswürdigung durch das VwG (VwGH 16.02.2017, Ra 2016/05/0038). § 21 Abs 7 BFA-VG erlaubt andererseits das Unterbleiben einer Verhandlung, wenn deren Durchführung in der Beschwerde ausdrücklich beantragt wurde, wenn der Sachverhalt aus der Aktenlage in Verbindung mit der Beschwerde geklärt erscheint (VwGH 23.11.2016, Ra 2016/04/0085; 22.01.2015, Ra 2014/21/0052 ua). Diese Regelung steht im Einklang mit Art 47 Abs 2 GRC (VwGH 25.02.2016, Ra 2016/21/0022).Paragraph 21, Absatz 7, BFA-VG erlaubt andererseits das Unterbleiben einer Verhandlung, wenn deren Durchführung in der Beschwerde ausdrücklich beantragt wurde, wenn der Sachverhalt aus der Aktenlage in Verbindung mit der Beschwerde geklärt erscheint (VwGH 23.11.2016, Ra 2016/04/0085; 22.01.2015, Ra 2014/21/0052 ua). Diese Regelung steht im Einklang mit Artikel 47, Absatz 2, GRC (VwGH 25.02.2016, Ra 2016/21/0022). Die vorgenannten Kriterien treffen in diesem Fall zu. Der entscheidungswesentliche Sachverhalt ist durch die belangte Behörde vollständig erhoben worden und weist die gebotene Aktualität auf. In der Beschwerde wurde kein dem Ergebnis des behördlichen Ermittlungsverfahrens entgegenstehender oder darüber hinaus gehender für die Beurteilung relevanter Sachverhalt in substantiierter Weise bescheinigt. Das Beschwerdevorbringen führt zu keinem anderen Ergebnis bei der Gefahrenprognose und Interessensabwägung, sodass diesbezüglich kein entscheidungswesentlicher, klärungsbedürftiger Sachverhalt vorlag. Das Bundesverwaltungsgericht musste sich auch keinen persönlicher Eindruck vom Beschwerdeführer im vorliegenden Fall trotz des Vorliegens einer aufenthaltsbeendenden Maßnahme verschaffen, da selbst unter Berücksichtigung aller zugunsten des Beschwerdeführers sprechenden Fakten auch dann für den Beschwerdeführer kein günstigeres Ergebnis zu erwarten ist, wenn sich das Bundesverwaltungsgericht von ihm einen persönlichen Eindruck verschafft, weshalb eine mündliche Verhandlung unterbleiben konnte (VwGH 26.01.2017, Ra 2016/21/0233; 18.10.2017, Ra 2017/19/0422 bis 0423, Ra 2017/19/0424). Zudem liegt ein Verfahren nach § 18 BFA-VG vor, welches das Bundesverwaltungsgericht verpflichtet innert 7 Tagen zu entscheiden, es sei denn es lägen Gründe vor, die aufschiebende Wirkung nach § 18 Abs 5 BFA-VG zuzuerkennen. Dies war im gegenständlichen Fall aber nicht gegeben. Die Abhaltung einer öffentlichen mündlichen Verhandlung konnte sohin

§ 21Abs 7 BFA-VG i

Vm § 24 VwGVG unterbleiben.Zudem liegt ein Verfahren nach Paragraph 18, BFA-VG vor, welches das Bundesverwaltungsgericht verpflichtet innert 7 Tagen zu entscheiden, es sei denn es lägen Gründe vor, die aufschiebende Wirkung nach Paragraph 18, Absatz 5, BFA-VG zuzuerkennen. Dies war im gegenständlichen Fall aber nicht gegeben. Die Abhaltung einer öffentlichen mündlichen Verhandlung konnte sohin

Paragraph 21, Absatz 7, BFA-VG in Verbindung mit Paragraph 24, VwGVG unterbleiben. Zu B) Unzulässigkeit der Revision:

§ 25aAbs. 1 Vw

GG hat das Verwaltungsgericht im Spruch seines Erkenntnisses oder Beschlusses auszusprechen, ob die Revision

Art. 133Abs.

4 B-VG zulässig ist. Der Ausspruch ist kurz zu begründen.

Paragraph 25 a, Absatz eins, VwGG hat das Verwaltungsgericht im Spruch seines Erkenntnisses oder Beschlusses auszusprechen, ob die Revision

Artikel 133, Absatz 4, B-VG zulässig ist.

Der Ausspruch ist kurz zu begründen. Die Revision ist

Art. 133Abs.

4 B-VG nicht zulässig, weil die Entscheidung nicht von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt. Die Revision ist

Artikel 133

, Absatz 4, B-VG nicht zulässig, weil die Entscheidung nicht von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt. Weder weicht die gegenständliche Entscheidung von der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ab, noch fehlt es an einer Rechtsprechung zu Fluchtvorbringen und Neuerungen im Folgeantrag und zu den Voraussetzungen der Zurückweisung nach § 68 Abs. 1 AVG. Weder weicht die gegenständliche Entscheidung von der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ab, noch fehlt es an einer Rechtsprechung zu Fluchtvorbringen und Neuerungen im Folgeantrag und zu den Voraussetzungen der Zurückweisung nach Paragraph 68, Absatz eins, AVG. Die vorliegende Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ist auch nicht uneinheitlich. Sonstige Hinweise auf eine grundsätzliche Bedeutung der zu lösenden Rechtsfrage(n) kamen nicht hervor. European Case Law IdentifierECLI:AT:BVWG:2023:I406.2267048.1.00

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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.