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§ 51§ 52§ 53aArt. 16§ 9RIS Dokument GerichtBundesverwaltungsgericht Entscheidungsdatum06.03.2024 GeschäftszahlG315 2283160-1 Spruch, G315 2283160-1/5E IM NAMEN DER REPUBLIK! Das Bundesverwaltungsgericht erkennt durch die Ri
§ 51NAG lautet:3.2.1.
Der mit „Unionsrechtliches Aufenthaltsrecht von EWR-Bürgern für mehr als drei Monate“
Paragraph 51, NAG lautet: „§ 51.
(1)Auf Grund der Freizügigkeitsrichtlinie sind EWR-Bürger zum Aufenthalt für mehr als drei Monate berechtigt, wenn sie
- in Österreich Arbeitnehmer oder Selbständige sind;
- für sich und ihre Familienangehörigen über ausreichende Existenzmittel und einen umfassenden Krankenversicherungsschutz verfügen, so dass sie während ihres Aufenthalts weder Sozialhilfeleistungen noch die Ausgleichszulage in Anspruch nehmen müssen, oder
- als Hauptzweck ihres Aufenthalts eine Ausbildung einschließlich einer Berufsausbildung bei einer öffentlichen Schule oder einer rechtlich anerkannten Privatschule oder Bildungseinrichtung absolvieren und die Voraussetzungen der Z 2 erfüllen.„§ 51.
(1)Auf Grund der Freizügigkeitsrichtlinie sind EWR-Bürger zum Aufenthalt für mehr als drei Monate berechtigt, wenn sie,
- in Österreich Arbeitnehmer oder Selbständige sind;,
- für sich und ihre Familienangehörigen über ausreichende Existenzmittel und einen umfassenden Krankenversicherungsschutz verfügen, so dass sie während ihres Aufenthalts weder Sozialhilfeleistungen noch die Ausgleichszulage in Anspruch nehmen müssen, oder,
- als Hauptzweck ihres Aufenthalts eine Ausbildung einschließlich einer Berufsausbildung bei einer öffentlichen Schule oder einer rechtlich anerkannten Privatschule oder Bildungseinrichtung absolvieren und die Voraussetzungen der Ziffer 2, erfüllen.
(2)Die Erwerbstätigeneigenschaft als Arbeitnehmer oder Selbständiger gemäß Abs. 1 Z 1 bleibt dem EWR-Bürger, der diese Erwerbstätigkeit nicht mehr ausübt, erhalten, wenn er
- wegen einer Krankheit oder eines Unfalls vorübergehend arbeitsunfähig ist;
- sich als Arbeitnehmer bei ordnungsgemäß bestätigter unfreiwilliger Arbeitslosigkeit nach mehr als einjähriger Beschäftigung der zuständigen regionalen Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice zur Verfügung stellt;
- sich als Arbeitnehmer bei ordnungsgemäß bestätigter unfreiwilliger Arbeitslosigkeit nach Ablauf seines auf weniger als ein Jahr befristeten Arbeitsvertrages oder bei im Laufe der ersten zwölf Monate eintretender unfreiwilliger Arbeitslosigkeit der zuständigen regionalen Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice zur Verfügung stellt, wobei in diesem Fall die Erwerbstätigeneigenschaft während mindestens sechs Monaten erhalten bleibt, oder
- eine Berufsausbildung beginnt, wobei die Aufrechterhaltung der Erwerbstätigeneigenschaft voraussetzt, dass zwischen dieser Ausbildung und der früheren beruflichen Tätigkeit ein Zusammenhang besteht, es sei denn, der Betroffene hat zuvor seinen Arbeitsplatz unfreiwillig verloren.
(2)Die Erwerbstätigeneigenschaft als Arbeitnehmer oder Selbständiger gemäß Absatz eins, Ziffer eins, bleibt dem EWR-Bürger, der diese Erwerbstätigkeit nicht mehr ausübt, erhalten, wenn er,
- wegen einer Krankheit oder eines Unfalls vorübergehend arbeitsunfähig ist;,
- sich als Arbeitnehmer bei ordnungsgemäß bestätigter unfreiwilliger Arbeitslosigkeit nach mehr als einjähriger Beschäftigung der zuständigen regionalen Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice zur Verfügung stellt;,
- sich als Arbeitnehmer bei ordnungsgemäß bestätigter unfreiwilliger Arbeitslosigkeit nach Ablauf seines auf weniger als ein Jahr befristeten Arbeitsvertrages oder bei im Laufe der ersten zwölf Monate eintretender unfreiwilliger Arbeitslosigkeit der zuständigen regionalen Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice zur Verfügung stellt, wobei in diesem Fall die Erwerbstätigeneigenschaft während mindestens sechs Monaten erhalten bleibt, oder,
- eine Berufsausbildung beginnt, wobei die Aufrechterhaltung der Erwerbstätigeneigenschaft voraussetzt, dass zwischen dieser Ausbildung und der früheren beruflichen Tätigkeit ein Zusammenhang besteht, es sei denn, der Betroffene hat zuvor seinen Arbeitsplatz unfreiwillig verloren.
(3)Der EWR-Bürger hat diese Umstände, wie auch den Wegfall der in Abs. 1 Z 1 bis 3 genannten Voraussetzungen der Behörde unverzüglich, bekannt zu geben. Der Bundesminister für Inneres ist ermächtigt, die näheren Bestimmungen zur Bestätigung gemäß Abs. 2 Z 2 und 3 mit Verordnung festzulegen.“
(3)Der EWR-Bürger hat diese Umstände, wie auch den Wegfall der in Absatz eins, Ziffer eins bis 3 genannten Voraussetzungen der Behörde unverzüglich, bekannt zu geben. Der Bundesminister für Inneres ist ermächtigt, die näheren Bestimmungen zur Bestätigung gemäß Absatz 2, Ziffer 2 und 3 mit Verordnung festzulegen.“ Der mit „Aufenthaltsrecht für Angehörige von EWR-Bürgern“
§ 52
NAG lautet:Der mit „Aufenthaltsrecht für Angehörige von EWR-Bürgern“
Paragraph 52, NAG lautet: „§ 52.
(1)Auf Grund der Freizügigkeitsrichtlinie sind EWR-Bürger, die Angehörige von unionsrechtlich aufenthaltsberechtigten EWR-Bürgern (§§ 51 und 53a) sind, zum Aufenthalt für mehr als drei Monate berechtigt, wenn sie
- Ehegatte oder eingetragener Partner sind;
- Verwandter des EWR-Bürgers, seines Ehegatten oder eingetragenen Partners in gerader absteigender Linie bis zur Vollendung des
- Lebensjahres und darüber hinaus sind, sofern ihnen von diesen Unterhalt tatsächlich gewährt wird;
- Verwandter des EWR-Bürgers, seines Ehegatten oder eingetragenen Partners in gerader aufsteigender Linie sind, sofern ihnen von diesen Unterhalt tatsächlich gewährt wird;
- Lebenspartner sind, der das Bestehen einer dauerhaften Beziehung nachweist, oder
- sonstige Angehörige des EWR-Bürgers sind,a) die vom EWR-Bürger bereits im Herkunftsstaat Unterhalt tatsächlich bezogen haben,b) die mit dem EWR-Bürger bereits im Herkunftsstaat in häuslicher Gemeinschaft gelebt haben, oderc) bei denen schwerwiegende gesundheitliche Gründe die persönliche Pflege zwingend erforderlich machen.„§ 52.
(1)Auf Grund der Freizügigkeitsrichtlinie sind EWR-Bürger, die Angehörige von unionsrechtlich aufenthaltsberechtigten EWR-Bürgern (Paragraphen 51 und 53
- a)sind, zum Aufenthalt für mehr als drei Monate berechtigt, wenn sie, 1. Ehegatte oder eingetragener Partner sind;, 2. Verwandter des EWR-Bürgers, seines Ehegatten oder eingetragenen Partners in gerader absteigender Linie bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres und darüber hinaus sind, sofern ihnen von diesen Unterhalt tatsächlich gewährt wird;, 3. Verwandter des EWR-Bürgers, seines Ehegatten oder eingetragenen Partners in gerader aufsteigender Linie sind, sofern ihnen von diesen Unterhalt tatsächlich gewährt wird;, 4. Lebenspartner sind, der das Bestehen einer dauerhaften Beziehung nachweist, oder, 5. sonstige Angehörige des EWR-Bürgers sind,,
- a)die vom EWR-Bürger bereits im Herkunftsstaat Unterhalt tatsächlich bezogen haben,,
- b)die mit dem EWR-Bürger bereits im Herkunftsstaat in häuslicher Gemeinschaft gelebt haben, oder,
- c)bei denen schwerwiegende gesundheitliche Gründe die persönliche Pflege zwingend erforderlich machen.
(2)Der Tod des zusammenführenden EWR-Bürgers, sein nicht bloß vorübergehender Wegzug aus dem Bundesgebiet, die Scheidung oder Aufhebung der Ehe sowie die Auflösung der eingetragenen Partnerschaft mit ihm berühren nicht das Aufenthaltsrecht seiner Angehörigen gemäß Abs. 1.“
(2)Der Tod des zusammenführenden EWR-Bürgers, sein nicht bloß vorübergehender Wegzug aus dem Bundesgebiet, die Scheidung oder Aufhebung der Ehe sowie die Auflösung der eingetragenen Partnerschaft mit ihm berühren nicht das Aufenthaltsrecht seiner Angehörigen gemäß Absatz eins, Der mit „Bescheinigung des Daueraufenthalts von EWR-Bürgern“
§ 53a
NAG lautet:Der mit „Bescheinigung des Daueraufenthalts von EWR-Bürgern“
Paragraph 53 a, NAG lautet: „§ 53a.
(1)EWR-Bürger, denen das unionsrechtliche Aufenthaltsrecht zukommt (§§ 51 und 52), erwerben unabhängig vom weiteren Vorliegen der Voraussetzungen gemäß §§ 51 oder 52 nach fünf Jahren rechtmäßigem und ununterbrochenem Aufenthalt im Bundesgebiet das Recht auf Daueraufenthalt. Ihnen ist auf Antrag nach Überprüfung der Aufenthaltsdauer unverzüglich eine Bescheinigung ihres Daueraufenthaltes auszustellen.„§ 53a.
(1)EWR-Bürger, denen das unionsrechtliche Aufenthaltsrecht zukommt (Paragraphen 51 und 52), erwerben unabhängig vom weiteren Vorliegen der Voraussetzungen gemäß Paragraphen 51, oder 52 nach fünf Jahren rechtmäßigem und ununterbrochenem Aufenthalt im Bundesgebiet das Recht auf Daueraufenthalt. Ihnen ist auf Antrag nach Überprüfung der Aufenthaltsdauer unverzüglich eine Bescheinigung ihres Daueraufenthaltes auszustellen.
(2)Die Kontinuität des Aufenthalts im Bundesgebiet wird nicht unterbrochen von
- Abwesenheiten von bis zu insgesamt sechs Monaten im Jahr;
- Abwesenheiten zur Erfüllung militärischer Pflichten oder
- durch eine einmalige Abwesenheit von höchstens zwölf aufeinander folgenden Monaten aus wichtigen Gründen wie Schwangerschaft und Entbindung, schwerer Krankheit, eines Studiums, einer Berufsausbildung oder einer beruflichen Entsendung.
(3)Abweichend von Abs. 1 erwerben EWR-Bürger gemäß § 51 Abs. 1 Z 1 vor Ablauf der Fünfjahresfrist das Recht auf Daueraufenthalt, wenn sie
(3)Abweichend von Absatz eins, erwerben EWR-Bürger gemäß Paragraph 51, Absatz eins, Ziffer eins, vor Ablauf der Fünfjahresfrist das Recht auf Daueraufenthalt, wenn sie
- zum Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Erwerbsleben das Regelpensionsalter erreicht haben, oder Arbeitnehmer sind, die ihre Erwerbstätigkeit im Rahmen einer Vorruhestandsregelung beenden, sofern sie diese Erwerbstätigkeit im Bundesgebiet mindestens während der letzten zwölf Monate ausgeübt und sich seit mindestens drei Jahren ununterbrochen im Bundesgebiet aufgehalten haben;
- sich seit mindestens zwei Jahren ununterbrochen im Bundesgebiet aufgehalten haben und ihre Erwerbstätigkeit infolge einer dauernden Arbeitsunfähigkeit aufgeben, wobei die Voraussetzung der Aufenthaltsdauer entfällt, wenn die Arbeitsunfähigkeit durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit eingetreten ist, auf Grund derer ein Anspruch auf Pension besteht, die ganz oder teilweise zu Lasten eines österreichischen Pensionsversicherungsträgers geht, oder
- drei Jahre ununterbrochen im Bundesgebiet erwerbstätig und aufhältig waren und anschließend in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union erwerbstätig sind, ihren Wohnsitz im Bundesgebiet beibehalten und in der Regel mindestens einmal in der Woche dorthin zurückkehren; Für den Erwerb des Rechts nach den Z 1 und 2 gelten die Zeiten der Erwerbstätigkeit in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union als Zeiten der Erwerbstätigkeit im Bundesgebiet. Zeiten gemäß § 51 Abs. 2 sind bei der Berechnung der Fristen zu berücksichtigen. Soweit der Ehegatte oder eingetragene Partner des EWR-Bürgers die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt oder diese nach Eheschließung oder Begründung der eingetragenen Partnerschaft mit dem EWR-Bürger verloren hat, entfallen die Voraussetzungen der Aufenthaltsdauer und der Dauer der Erwerbstätigkeit in Z 1 und 2.Für den Erwerb des Rechts nach den Ziffer eins und 2 gelten die Zeiten der Erwerbstätigkeit in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union als Zeiten der Erwerbstätigkeit im Bundesgebiet. Zeiten gemäß Paragraph 51, Absatz 2, sind bei der Berechnung der Fristen zu berücksichtigen. Soweit der Ehegatte oder eingetragene Partner des EWR-Bürgers die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt oder diese nach Eheschließung oder Begründung der eingetragenen Partnerschaft mit dem EWR-Bürger verloren hat, entfallen die Voraussetzungen der Aufenthaltsdauer und der Dauer der Erwerbstätigkeit in Ziffer eins und 2,
(4)EWR-Bürger, die Angehörige von unionsrechtlich aufenthaltsberechtigten EWR-Bürgern gemäß § 51 Abs. 1 Z 1 sind, erwerben ebenfalls das Daueraufenthaltsrecht, wenn der zusammenführende EWR-Bürger das Daueraufenthaltsrecht gemäß Abs. 3 vorzeitig erworben hat oder vor seinem Tod erworben hatte, sofern sie bereits bei Entstehung seines Daueraufenthaltsrechtes bei dem EWR-Bürger ihren ständigen Aufenthalt hatten.
(4)EWR-Bürger, die Angehörige von unionsrechtlich aufenthaltsberechtigten EWR-Bürgern gemäß Paragraph 51, Absatz eins, Ziffer eins, sind, erwerben ebenfalls das Daueraufenthaltsrecht, wenn der zusammenführende EWR-Bürger das Daueraufenthaltsrecht gemäß Absatz 3, vorzeitig erworben hat oder vor seinem Tod erworben hatte, sofern sie bereits bei Entstehung seines Daueraufenthaltsrechtes bei dem EWR-Bürger ihren ständigen Aufenthalt hatten.
(5)Ist der EWR-Bürger gemäß § 51 Abs. 1 Z 1 im Laufe seines Erwerbslebens verstorben, bevor er gemäß Abs. 3 das Recht auf Daueraufenthalt erworben hat, so erwerben seine Angehörigen, die selbst EWR-Bürger sind und die zum Zeitpunkt seines Todes bei ihm ihren ständigen Aufenthalt hatten, das Daueraufenthaltsrecht, wenn
(5)Ist der EWR-Bürger gemäß Paragraph 51, Absatz eins, Ziffer eins, im Laufe seines Erwerbslebens verstorben, bevor er gemäß Absatz 3, das Recht auf Daueraufenthalt erworben hat, so erwerben seine Angehörigen, die selbst EWR-Bürger sind und die zum Zeitpunkt seines Todes bei ihm ihren ständigen Aufenthalt hatten, das Daueraufenthaltsrecht, wenn
- sich der EWR-Bürger zum Zeitpunkt seines Todes seit mindestens zwei Jahren im Bundesgebiet ununterbrochen aufgehalten hat;
- der EWR-Bürger infolge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit verstorben ist, oder
- der überlebende Ehegatte oder eingetragene Partner die österreichische Staatsangehörigkeit nach Eheschließung oder Begründung der eingetragenen Partnerschaft mit dem EWR-Bürger verloren hat.“ Der mit „Allgemeine Regel für Unionsbürger und ihre Familienangehörigen“
Art. 16
der Richtlinie 2004/38/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29.04.2004 („Freizügigkeitsrichtlinie“ oder „Unionsbürgerrichtlinie“) lautet:Der mit „Allgemeine Regel für Unionsbürger und ihre Familienangehörigen“
Artikel 16, der Richtlinie 2004/38/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29.04.2004 („Freizügigkeitsrichtlinie“ oder „Unionsbürgerrichtlinie“) lautet: „
(1)Jeder Unionsbürger, der sich rechtmäßig fünf Jahre lang ununterbrochen im Aufnahmemitgliedstaat aufgehalten hat, hat das Recht, sich dort auf Dauer aufzuhalten. Dieses Recht ist nicht an die Voraussetzungen des Kapitels III geknüpft.„
(1)Jeder Unionsbürger, der sich rechtmäßig fünf Jahre lang ununterbrochen im Aufnahmemitgliedstaat aufgehalten hat, hat das Recht, sich dort auf Dauer aufzuhalten. Dieses Recht ist nicht an die Voraussetzungen des Kapitels römisch drei geknüpft.
(2)Absatz 1 gilt auch für Familienangehörige, die nicht die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaats besitzen und die sich rechtmäßig fünf Jahre lang ununterbrochen mit dem Unionsbürger im Aufnahmemitgliedstaat aufgehalten haben.
(3)Die Kontinuität des Aufenthalts wird weder durch vorübergehende Abwesenheiten von bis zu insgesamt sechs Monaten im Jahr, noch durch längere Abwesenheiten wegen der Erfüllung militärischer Pflichten, noch durch eine einzige Abwesenheit von höchstens zwölf aufeinander folgenden Monaten aus wichtigen Gründen wie Schwangerschaft und Niederkunft, schwere Krankheit, Studium oder Berufsausbildung oder berufliche Entsendung in einen anderen Mitgliedstaat oder einen Drittstaat berührt.
(4)Wenn das Recht auf Daueraufenthalt erworben wurde, führt nur die Abwesenheit vom Aufnahmemitgliedstaat, die zwei aufeinander folgende Jahre überschreitet, zu seinem Verlust.“ Artikel 27 („Allgemeine Grundsätze“) der Richtlinie 2004/38/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29.04.2004 („Freizügigkeitsrichtlinie“ oder „Unionsbürgerrichtlinie“) lautet: „
(1)Vorbehaltlich der Bestimmungen dieses Kapitels dürfen die Mitgliedstaaten die Freizügigkeit und das Aufenthaltsrecht eines Unionsbürgers oder seiner Familienangehörigen, ungeachtet ihrer Staatsangehörigkeit, aus Gründen der öffentlichen Ordnung, Sicherheit oder Gesundheit beschränken. Diese Gründe dürfen nicht zu wirtschaftlichen Zwecken geltend gemacht werden.
(2)Bei Maßnahmen aus Gründen der öffentlichen Ordnung oder Sicherheit ist der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu wahren und darf ausschließlich das persönliche Verhalten des Betroffenen ausschlaggebend sein. Strafrechtliche Verurteilungen allein können ohne Weiteres diese Maßnahmen nicht begründen. Das persönliche Verhalten muss eine tatsächliche, gegenwärtige und erhebliche Gefahr darstellen, die ein Grundinteresse der Gesellschaft berührt. Vom Einzelfall losgelöste oder auf Generalprävention verweisende Begründungen sind nicht zulässig.
(3)Um festzustellen, ob der Betroffene eine Gefahr für die öffentliche Ordnung oder Sicherheit darstellt, kann der Aufnahmemitgliedstaat bei der Ausstellung der Anmeldebescheinigung oder - wenn es kein Anmeldesystem gibt - spätestens drei Monate nach dem Zeitpunkt der Einreise des Betroffenen in das Hoheitsgebiet oder nach dem Zeitpunkt, zu dem der Betroffene seine Anwesenheit im Hoheitsgebiet gemäß Artikel 5 Absatz 5 gemeldet hat, oder bei Ausstellung der Aufenthaltskarte den Herkunftsmitgliedstaat und erforderlichenfalls andere Mitgliedstaaten um Auskünfte über das Vorleben des Betroffenen in strafrechtlicher Hinsicht ersuchen, wenn er dies für unerlässlich hält. Diese Anfragen dürfen nicht systematisch erfolgen. Der ersuchte Mitgliedstaat muss seine Antwort binnen zwei Monaten erteilen.
(4)Der Mitgliedstaat, der den Reisepass oder Personalausweis ausgestellt hat, lässt den Inhaber des Dokuments, der aus Gründen der öffentlichen Ordnung, Sicherheit oder Gesundheit aus einem anderen Mitgliedstaat ausgewiesen wurde, ohne jegliche Formalitäten wieder einreisen, selbst wenn der Personalausweis oder Reisepass ungültig geworden ist oder die Staatsangehörigkeit des Inhabers bestritten wird.“ Artikel 28 („Schutz vor Ausweisung“) der Richtlinie 2004/38/EG („Freizügigkeitsrichtlinie“) lautet: „
(1)Bevor der Aufnahmemitgliedstaat eine Ausweisung aus Gründen der öffentlichen Ordnung oder Sicherheit verfügt, berücksichtigt er insbesondere die Dauer des Aufenthalts des Betroffenen im Hoheitsgebiet, sein Alter, seinen Gesundheitszustand, seine familiäre und wirtschaftliche Lage, seine soziale und kulturelle Integration im Aufnahmemitgliedstaat und das Ausmaß seiner Bindungen zum Herkunftsstaat.
(2)Der Aufnahmemitgliedstaat darf gegen Unionsbürger oder ihre Familienangehörigen, ungeachtet ihrer Staatsangehörigkeit, die das Recht auf Daueraufenthalt in seinem Hoheitsgebiet genießen, eine Ausweisung nur aus schwerwiegenden Gründen der öffentlichen Ordnung oder Sicherheit verfügen.
(3)Gegen Unionsbürger darf eine Ausweisung nicht verfügt werden, es sei denn, die Entscheidung beruht auf zwingenden Gründen der öffentlichen Sicherheit, die von den Mitgliedstaaten festgelegt wurden, wenn sie
- a)ihren Aufenthalt in den letzten zehn Jahren im Aufnahmemitgliedstaat gehabt haben oder
- b)minderjährig sind, es sei denn, die Ausweisung ist zum Wohl des Kindes notwendig, wie es im Übereinkommen der Vereinten Nationen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes vorgesehen ist.“ § 66 Abs. 1 FPG lautet:Paragraph 66, Absatz eins, FPG lautet: "§ 66.
(1)EWR-Bürger, Schweizer Bürger und begünstigte Drittstaatsangehörige können ausgewiesen werden, wenn ihnen aus den Gründen des § 55 Abs. 3 NAG das unionsrechtliche Aufenthaltsrecht nicht oder nicht mehr zukommt, es sei denn, sie sind zur Arbeitssuche eingereist und können nachweisen, dass sie weiterhin Arbeit suchen und begründete Aussicht haben, eingestellt zu werden; oder sie bereits das Daueraufenthaltsrecht (§§ 53a, 54a NAG) erworben haben; im letzteren Fall ist eine Ausweisung nur zulässig, wenn ihr Aufenthalt eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche Ordnung oder Sicherheit darstellt.""§ 66.
(1)EWR-Bürger, Schweizer Bürger und begünstigte Drittstaatsangehörige können ausgewiesen werden, wenn ihnen aus den Gründen des Paragraph 55, Absatz 3, NAG das unionsrechtliche Aufenthaltsrecht nicht oder nicht mehr zukommt, es sei denn, sie sind zur Arbeitssuche eingereist und können nachweisen, dass sie weiterhin Arbeit suchen und begründete Aussicht haben, eingestellt zu werden; oder sie bereits das Daueraufenthaltsrecht (Paragraphen 53 a, 54 a, NAG) erworben haben; im letzteren Fall ist eine Ausweisung nur zulässig, wenn ihr Aufenthalt eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche Ordnung oder Sicherheit darstellt." § 67 Abs. 1 FPG lautet:Paragraph 67, Absatz eins, FPG lautet: „§ 67.
(1)Die Erlassung eines Aufenthaltsverbotes gegen unionsrechtlich aufenthaltsberechtigte EWR-Bürger, Schweizer Bürger oder begünstigte Drittstaatsangehörige ist zulässig, wenn auf Grund ihres persönlichen Verhaltens die öffentliche Ordnung oder Sicherheit gefährdet ist. Das persönliche Verhalten muss eine tatsächliche, gegenwärtige und erhebliche Gefahr darstellen, die ein Grundinteresse der Gesellschaft berührt. Strafrechtliche Verurteilungen allein können nicht ohne weiteres diese Maßnahmen begründen. Vom Einzelfall losgelöste oder auf Generalprävention verweisende Begründungen sind nicht zulässig. Die Erlassung eines Aufenthaltsverbotes gegen EWR-Bürger, Schweizer Bürger oder begünstigte Drittstaatsangehörige, die ihren Aufenthalt seit zehn Jahren im Bundesgebiet hatten, ist dann zulässig, wenn aufgrund des persönlichen Verhaltens des Fremden davon ausgegangen werden kann, dass die öffentliche Sicherheit der Republik Österreich durch seinen Verbleib im Bundesgebiet nachhaltig und maßgeblich gefährdet würde. Dasselbe gilt für Minderjährige, es sei denn, das Aufenthaltsverbot wäre zum Wohl des Kindes notwendig, wie es im Übereinkommen der Vereinten Nationen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes vorgesehen ist.“ Der mit „Schutz des Privat- und Familienlebens“
§ 9
BFA-VG lautet:Der mit „Schutz des Privat- und Familienlebens“
Paragraph 9, BFA-VG lautet: „§ 9.
(1)Wird durch eine Rückkehrentscheidung gemäß § 52 FPG, eine Anordnung zur Außerlandesbringung gemäß § 61 FPG, eine Ausweisung gemäß § 66 FPG oder ein Aufenthaltsverbot gemäß § 67 FPG in das Privat- oder Familienleben des Fremden eingegriffen, so ist die Erlassung der Entscheidung zulässig, wenn dies zur Erreichung der im Art. 8 Abs. 2 EMRK genannten Ziele dringend geboten ist.„§ 9.
(1)Wird durch eine Rückkehrentscheidung gemäß Paragraph 52, FPG, eine Anordnung zur Außerlandesbringung gemäß Paragraph 61, FPG, eine Ausweisung gemäß Paragraph 66, FPG oder ein Aufenthaltsverbot gemäß Paragraph 67, FPG in das Privat- oder Familienleben des Fremden eingegriffen, so ist die Erlassung der Entscheidung zulässig, wenn dies zur Erreichung der im Artikel 8, Absatz 2, EMRK genannten Ziele dringend geboten ist.
(2)Bei der Beurteilung des Privat- und Familienlebens im Sinne des Art. 8 EMRK sind insbesondere zu berücksichtigen:
(2)Bei der Beurteilung des Privat- und Familienlebens im Sinne des Artikel 8, EMRK sind insbesondere zu berücksichtigen:
- die Art und Dauer des bisherigen Aufenthaltes und die Frage, ob der bisherige Aufenthalt des Fremden rechtswidrig war,
- das tatsächliche Bestehen eines Familienlebens,
- die Schutzwürdigkeit des Privatlebens,
- der Grad der Integration,
- die Bindungen zum Heimatstaat des Fremden,
- die strafgerichtliche Unbescholtenheit,
- die Art und Dauer des bisherigen Aufenthaltes und die Frage, ob der bisherige Aufenthalt des Fremden rechtswidrig war,,
- das tatsächliche Bestehen eines Familienlebens,,
- die Schutzwürdigkeit des Privatlebens,,
- der Grad der Integration,,
- die Bindungen zum Heimatstaat des Fremden,,
- die strafgerichtliche Unbescholtenheit,
- Verstöße gegen die öffentliche Ordnung, insbesondere im Bereich des Asyl-, Fremdenpolizei- und Einwanderungsrechts,
- die Frage, ob das Privat- und Familienleben des Fremden in einem Zeitpunkt entstand, in dem sich die Beteiligten ihres unsicheren Aufenthaltsstatus bewusst waren,
- die Frage, ob die Dauer des bisherigen Aufenthaltes des Fremden in den Behörden zurechenbaren überlangen Verzögerungen begründet ist.
(3)Über die Zulässigkeit der Rückkehrentscheidung gemäß § 52 FPG ist jedenfalls begründet, insbesondere im Hinblick darauf, ob diese gemäß Abs. 1 auf Dauer unzulässig ist, abzusprechen. Die Unzulässigkeit einer Rückkehrentscheidung gemäß § 52 FPG ist nur dann auf Dauer, wenn die ansonsten drohende Verletzung des Privat- und Familienlebens auf Umständen beruht, die ihrem Wesen nach nicht bloß vorübergehend sind. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Rückkehrentscheidung gemäß § 52 FPG schon allein auf Grund des Privat- und Familienlebens im Hinblick auf österreichische Staatsbürger oder Personen, die über ein unionsrechtliches Aufenthaltsrecht oder ein unbefristetes Niederlassungsrecht (§ 45 oder §§ 51 ff Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG), BGBl. I Nr. 100/2005) verfügen, unzulässig wäre.
(3)Über die Zulässigkeit der Rückkehrentscheidung gemäß Paragraph 52, FPG ist jedenfalls begründet, insbesondere im Hinblick darauf, ob diese gemäß Absatz eins, auf Dauer unzulässig ist, abzusprechen. Die Unzulässigkeit einer Rückkehrentscheidung gemäß Paragraph 52, FPG ist nur dann auf Dauer, wenn die ansonsten drohende Verletzung des Privat- und Familienlebens auf Umständen beruht, die ihrem Wesen nach nicht bloß vorübergehend sind. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Rückkehrentscheidung gemäß Paragraph 52, FPG schon allein auf Grund des Privat- und Familienlebens im Hinblick auf österreichische Staatsbürger oder Personen, die über ein unionsrechtliches Aufenthaltsrecht oder ein unbefristetes Niederlassungsrecht (Paragraph 45, oder Paragraphen 51, ff Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG), Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 100 aus 2005,) verfügen, unzulässig wäre. (Anm.: Abs. 4 aufgehoben durch Art. 4 Z 5, BGBl. I Nr. 56/2018)Anmerkung, Absatz 4, aufgehoben durch Artikel 4, Ziffer 5,, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 56 aus 2018,)
(5)Gegen einen Drittstaatsangehörigen, der vor Verwirklichung des maßgeblichen Sachverhaltes bereits fünf Jahre, aber noch nicht acht Jahre ununterbrochen und rechtmäßig im Bundesgebiet niedergelassen war, darf mangels eigener Mittel zu seinem Unterhalt, mangels ausreichenden Krankenversicherungsschutzes, mangels eigener Unterkunft oder wegen der Möglichkeit der finanziellen Belastung einer Gebietskörperschaft eine Rückkehrentscheidung gemäß §§ 52 Abs. 4 iVm 53 FPG nicht erlassen werden. Dies gilt allerdings nur, wenn der Drittstaatsangehörige glaubhaft macht, die Mittel zu seinem Unterhalt und seinen Krankenversicherungsschutz durch Einsatz eigener Kräfte zu sichern oder eine andere eigene Unterkunft beizubringen, und dies nicht aussichtslos scheint.
(5)Gegen einen Drittstaatsangehörigen, der vor Verwirklichung des maßgeblichen Sachverhaltes bereits fünf Jahre, aber noch nicht acht Jahre ununterbrochen und rechtmäßig im Bundesgebiet niedergelassen war, darf mangels eigener Mittel zu seinem Unterhalt, mangels ausreichenden Krankenversicherungsschutzes, mangels eigener Unterkunft oder wegen der Möglichkeit der finanziellen Belastung einer Gebietskörperschaft eine Rückkehrentscheidung gemäß Paragraphen 52, Absatz 4, in Verbindung mit 53 FPG nicht erlassen werden. Dies gilt allerdings nur, wenn der Drittstaatsangehörige glaubhaft macht, die Mittel zu seinem Unterhalt und seinen Krankenversicherungsschutz durch Einsatz eigener Kräfte zu sichern oder eine andere eigene Unterkunft beizubringen, und dies nicht aussichtslos scheint.
(6)Gegen einen Drittstaatsangehörigen, der vor Verwirklichung des maßgeblichen Sachverhaltes bereits acht Jahre ununterbrochen und rechtmäßig im Bundesgebiet niedergelassen war, darf eine Rückkehrentscheidung gemäß § 52 Abs. 4 FPG nur mehr erlassen werden, wenn die Voraussetzungen gemäß § 53 Abs. 3 FPG vorliegen. § 73 Strafgesetzbuch (StGB), BGBl. Nr. 60/1974 gilt.“
(6)Gegen einen Drittstaatsangehörigen, der vor Verwirklichung des maßgeblichen Sachverhaltes bereits acht Jahre ununterbrochen und rechtmäßig im Bundesgebiet niedergelassen war, darf eine Rückkehrentscheidung gemäß Paragraph 52, Absatz 4, FPG nur mehr erlassen werden, wenn die Voraussetzungen gemäß Paragraph 53, Absatz 3, FPG vorliegen. Paragraph 73, Strafgesetzbuch (StGB), Bundesgesetzblatt Nr. 60 aus 1974, gilt.“ 3.2.
- Ein Aufenthaltsverbot kann nach § 67 Abs. 1 erster und zweiter Satz FPG gegen einen Unionsbürger, der sich unter potentieller Inanspruchnahme seines unionsrechtlichen Freizügigkeitsrechtes in Österreich aufhält oder aufgehalten hat (vgl. dazu VwGH 19.9.2019, Ro 2019/21/0011, Rn. 9), erlassen werden, wenn aufgrund seines persönlichen Verhaltens die öffentliche Ordnung oder Sicherheit gefährdet ist, wobei das persönliche Verhalten eine tatsächliche, gegenwärtige und erhebliche Gefahr darstellen muss, die ein Grundinteresse der Gesellschaft berührt. Des Weiteren ist es ständige Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes, dass hinsichtlich Unionsbürgern, die – gemäß § 53a Abs. 1 NAG nach einem fünfjährigen rechtmäßigen und ununterbrochenen Aufenthalt im Bundesgebiet – das Daueraufenthaltsrecht erworben haben, nicht nur bei der Ausweisung, sondern auch bei der Erlassung eines Aufenthaltsverbotes der in § 66 Abs. 1 letzter Satzteil FPG vorgesehene Gefährdungsmaßstab, der jenem in Art. 28 Abs. 2 der Freizügigkeitsrichtlinie (RL 2004/38/EG) entspricht, heranzuziehen ist (vgl. VwGH 24.10.2019, Ra 2019/21/0205, Rn. 13, mit dem Hinweis auf das grundlegende Erkenntnis VwGH 13.12.2012, 2012/21/0181, Punkt
- der Entscheidungsgründe; an dieses Erkenntnis anknüpfend etwa VwGH 22.01.2014, 2013/21/0135, und VwGH 3.7.2018, Ra 2018/21/0066, Rn. 17, mwN). Danach setzt eine Aufenthaltsbeendigung voraus, dass der (weitere) Aufenthalt des Unionsbürgers eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche Ordnung oder Sicherheit darstellt. Dieser Maßstab liegt im abgestuften System der Gefährdungsprognosen über dem Gefährdungsmaßstab nach dem ersten und zweiten Satz des § 67 Abs. 1 FPG, jedoch unter jenem nach dem fünften Satz des § 67 Abs. 1 FPG. Hält sich der Unionsbürger nämlich bei der Erlassung des Aufenthaltsverbotes schon zehn Jahre rechtmäßig und ununterbrochen in Österreich auf, so verlangt die zuletzt genannte Bestimmung für die Zulässigkeit dieser Maßnahme, dass aufgrund des persönlichen Verhaltens des Fremden davon ausgegangen werden könne, die öffentliche Sicherheit der Republik Österreich werde durch seinen Verbleib im Bundesgebiet nachhaltig und maßgeblich gefährdet. Dieser Maßstab entspricht jenem des Art. 28 Abs. 3 lit. a der Freizügigkeitsrichtlinie (vgl. VwGH vom 26.11.2020, Ro 2020/21/0013).3.2.
- Ein Aufenthaltsverbot kann nach Paragraph 67, Absatz eins, erster und zweiter Satz FPG gegen einen Unionsbürger, der sich unter potentieller Inanspruchnahme seines unionsrechtlichen Freizügigkeitsrechtes in Österreich aufhält oder aufgehalten hat vergleiche dazu VwGH 19.9.2019, Ro 2019/21/0011, Rn. 9), erlassen werden, wenn aufgrund seines persönlichen Verhaltens die öffentliche Ordnung oder Sicherheit gefährdet ist, wobei das persönliche Verhalten eine tatsächliche, gegenwärtige und erhebliche Gefahr darstellen muss, die ein Grundinteresse der Gesellschaft berührt. Des Weiteren ist es ständige Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes, dass hinsichtlich Unionsbürgern, die – gemäß Paragraph 53 a, Absatz eins, NAG nach einem fünfjährigen rechtmäßigen und ununterbrochenen Aufenthalt im Bundesgebiet – das Daueraufenthaltsrecht erworben haben, nicht nur bei der Ausweisung, sondern auch bei der Erlassung eines Aufenthaltsverbotes der in Paragraph 66, Absatz eins, letzter Satzteil FPG vorgesehene Gefährdungsmaßstab, der jenem in Artikel 28, Absatz 2, der Freizügigkeitsrichtlinie (RL 2004/38/EG) entspricht, heranzuziehen ist vergleiche VwGH 24.10.2019, Ra 2019/21/0205, Rn. 13, mit dem Hinweis auf das grundlegende Erkenntnis VwGH 13.12.2012, 2012/21/0181, Punkt
- der Entscheidungsgründe; an dieses Erkenntnis anknüpfend etwa VwGH 22.01.2014, 2013/21/0135, und VwGH 3.7.2018, Ra 2018/21/0066, Rn. 17, mwN). Danach setzt eine Aufenthaltsbeendigung voraus, dass der (weitere) Aufenthalt des Unionsbürgers eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche Ordnung oder Sicherheit darstellt. Dieser Maßstab liegt im abgestuften System der Gefährdungsprognosen über dem Gefährdungsmaßstab nach dem ersten und zweiten Satz des Paragraph 67, Absatz eins, FPG, jedoch unter jenem nach dem fünften Satz des Paragraph 67, Absatz eins, FPG. Hält sich der Unionsbürger nämlich bei der Erlassung des Aufenthaltsverbotes schon zehn Jahre rechtmäßig und ununterbrochen in Österreich auf, so verlangt die zuletzt genannte Bestimmung für die Zulässigkeit dieser Maßnahme, dass aufgrund des persönlichen Verhaltens des Fremden davon ausgegangen werden könne, die öffentliche Sicherheit der Republik Österreich werde durch seinen Verbleib im Bundesgebiet nachhaltig und maßgeblich gefährdet. Dieser Maßstab entspricht jenem des Artikel 28, Absatz 3, Litera a, der Freizügigkeitsrichtlinie vergleiche VwGH vom 26.11.2020, Ro 2020/21/0013). 3.2.
- Fallbezogen ergibt sich daraus: Der Beschwerdeführer lebte soweit nachweislich feststellbar jedenfalls ab 28.10.2015 im Bundesgebiet. Vor diesem Hintergrund ist daher – wie in der Beschwerde vorgebracht – zu prüfen, ob er sich ab diesem Zeitpunkt oder einem allenfalls späteren Zeitpunkt bis zur Straftat am 21.09.2022 (mit welcher der Beschwerdeführer – wie noch weiter unten ausgeführt wird – jedenfalls den Gefährdungsmaßstab gemäß § 67 Abs. 1 FPG und damit auch gemäß § 55 Abs. 3 NAG erfüllte, sodass ihm ab diesem Zeitpunkt jedenfalls kein unionsrechtliches Aufenthaltsrecht mehr zukam) bereits fünf Jahre rechtmäßig im Bundesgebiet aufgehalten und somit ein unionsrechtliches Daueraufenthaltsrecht gemäß § 53a NAG erworben hat.Der Beschwerdeführer lebte soweit nachweislich feststellbar jedenfalls ab 28.10.2015 im Bundesgebiet. Vor diesem Hintergrund ist daher – wie in der Beschwerde vorgebracht – zu prüfen, ob er sich ab diesem Zeitpunkt oder einem allenfalls späteren Zeitpunkt bis zur Straftat am 21.09.2022 (mit welcher der Beschwerdeführer – wie noch weiter unten ausgeführt wird – jedenfalls den Gefährdungsmaßstab gemäß Paragraph 67, Absatz eins, FPG und damit auch gemäß Paragraph 55, Absatz 3, NAG erfüllte, sodass ihm ab diesem Zeitpunkt jedenfalls kein unionsrechtliches Aufenthaltsrecht mehr zukam) bereits fünf Jahre rechtmäßig im Bundesgebiet aufgehalten und somit ein unionsrechtliches Daueraufenthaltsrecht gemäß Paragraph 53 a, NAG erworben hat. Vorweg ist dazu schon festzuhalten, dass einer Anmeldebescheinigung gemäß § 53 NAG (wie auch einer Aufenthaltskarte nach § 54 NAG) nur deklarative Wirkung zukommt und deren Ausstellung kein konstitutives unionsrechtliches Aufenthaltsrecht bewirkt. Vielmehr ist seitens der Behörde bzw. des Bundesverwaltungsgerichtes selbst eine Prüfung vorzunehmen, ob die materiell-rechtlichen Voraussetzungen für das Bestehen eines unionsrechtlich begründeten Aufenthaltsrechts gegeben sind und ob sich der Betroffene infolgedessen berechtigt im Inland aufgehalten hat bzw. aufhält. Das sich aus dem unionsrechtlichen Freizügigkeitsrecht ergebende Aufenthaltsrecht erfolgt unmittelbar aus dem Gesetz, ohne dass dies der Zuerkennung eines konstitutiv wirkenden Aufenthaltstitels bedürfte oder von der Erteilung einer Dokumentation einer Anmeldebescheinigung abhängig wäre (vgl. VwGH vom 22.06.2022, Ra 2021/08/0078, mwN). Vorweg ist dazu schon festzuhalten, dass einer Anmeldebescheinigung gemäß Paragraph 53, NAG (wie auch einer Aufenthaltskarte nach Paragraph 54, NAG) nur deklarative Wirkung zukommt und deren Ausstellung kein konstitutives unionsrechtliches Aufenthaltsrecht bewirkt. Vielmehr ist seitens der Behörde bzw. des Bundesverwaltungsgerichtes selbst eine Prüfung vorzunehmen, ob die materiell-rechtlichen Voraussetzungen für das Bestehen eines unionsrechtlich begründeten Aufenthaltsrechts gegeben sind und ob sich der Betroffene infolgedessen berechtigt im Inland aufgehalten hat bzw. aufhält. Das sich aus dem unionsrechtlichen Freizügigkeitsrecht ergebende Aufenthaltsrecht erfolgt unmittelbar aus dem Gesetz, ohne dass dies der Zuerkennung eines konstitutiv wirkenden Aufenthaltstitels bedürfte oder von der Erteilung einer Dokumentation einer Anmeldebescheinigung abhängig wäre vergleiche VwGH vom 22.06.2022, Ra 2021/08/0078, mwN). Gemäß § 53a Abs. 2 NAG wird die Kontinuität des Aufenthalts im Bundesgebiet nicht unterbrochen durch Abwesenheiten von bis zu insgesamt sechs Monaten im Jahr (Z 1), Abwesenheiten zur Erfüllung militärischer Pflichten (Z 2) oder durch eine einmalige Abwesenheit von höchstens zwölf aufeinander folgenden Monaten aus wichtigen Gründen wie Schwangerschaft und Entbindung, schwerer Krankheit, eines Studiums, einer Berufsausbildung oder einer beruflichen Entsendung.Gemäß Paragraph 53 a, Absatz 2, NAG wird die Kontinuität des Aufenthalts im Bundesgebiet nicht unterbrochen durch Abwesenheiten von bis zu insgesamt sechs Monaten im Jahr (Ziffer eins,), Abwesenheiten zur Erfüllung militärischer Pflichten (Ziffer 2,) oder durch eine einmalige Abwesenheit von höchstens zwölf aufeinander folgenden Monaten aus wichtigen Gründen wie Schwangerschaft und Entbindung, schwerer Krankheit, eines Studiums, einer Berufsausbildung oder einer beruflichen Entsendung. Die urlaubsbedingten Abwesenheiten des Beschwerdeführers in Italien und Bulgarien vermochten daher ausweislich der Feststellungen die Kontinuität des Aufenthalts des Beschwerdeführers iSd. § 53a Abs. 2 Z 1 NAG nicht zu unterbrechen. Die urlaubsbedingten Abwesenheiten des Beschwerdeführers in Italien und Bulgarien vermochten daher ausweislich der Feststellungen die Kontinuität des Aufenthalts des Beschwerdeführers iSd. Paragraph 53 a, Absatz 2, Ziffer eins, NAG nicht zu unterbrechen. Wie sich aus den Feststellungen ergibt, war der Beschwerdeführer in nachfolgenden Fünfjahreszeiträumen wie folgt sozialversichert: In einem Fünfjahreszeitraum von 28.10.2015 bis 28.10.2020 (das sind insgesamt 1.827 Tage – Schaltjahre 2016 und 2020), war der Beschwerdeführer insgesamt 1.484 Tage sozialversichert erwerbstätig und bezog 42 Tage Arbeitslosengeld. Er war in diesem Zeitraum daher 301 Tage weder erwerbstätig noch verfügte er über eine private Krankenversicherung. In einem Fünfjahreszeitraum von 13.01.2016 bis 13.01.2021 (das sind insgesamt 1.827 Tage – Schaltjahre 2016 und 2020), war der Beschwerdeführer insgesamt 1.487 Tage sozialversichert erwerbstätig und bezog 42 Tage Arbeitslosengeld. Er war in diesem Zeitraum daher 336 Tage weder erwerbstätig noch verfügte er über eine private Krankenversicherung. In einem Fünfjahreszeitraum von 21.11.2016 bis 21.11.2021 (das sind insgesamt 1.826 Tage – Schaltjahr 2020), war der Beschwerdeführer insgesamt 1.554 Tage sozialversichert erwerbstätig und bezog 94 Tage Arbeitslosengeld. Er war in diesem Zeitraum daher 180 Tage weder erwerbstätig noch verfügte er über eine private Krankenversicherung. In einem Fünfjahreszeitraum von 09.01.2017 bis 09.01.2022 (das sind insgesamt 1.826 Tage – Schaltjahr 2020), war der Beschwerdeführer insgesamt 1.552 Tage sozialversichert erwerbstätig und bezog 112 Tage Arbeitslosengeld. Er war in diesem Zeitraum daher 162 Tage weder erwerbstätig noch verfügte er über eine private Krankenversicherung. Vor der Straftat des Beschwerdeführers am 21.09.2022, daher in einem Fünfjahreszeitraum von 20.09.2017 bis 20.09.2022 2022 (das sind insgesamt 1.826 Tage – Schaltjahr 2020), war der Beschwerdeführer insgesamt 1.470 Tage sozialversichert erwerbstätig und bezog 182 Tage Arbeitslosengeld. Er war in diesem Zeitraum daher 194 Tage weder erwerbstätig noch verfügte er über eine private Krankenversicherung. Damit erfüllte der Beschwerdeführer in einem Fünfjahreszeitraum vor der relevanten Straftat am 21.09.2022 weder durchgehend die Voraussetzung des § 51 Abs. 1 Z 1 NAG der sozialversicherten Erwerbstätigkeit, noch verfügte er über eine private Krankenversicherung, sodass in den versicherungslosen Zeiten auch nicht weiter das Vorliegen ausreichender finanzieller Mittel iSd. § 51 Abs. 1 Z 2 NAG geprüft werden muss, weil eine der beiden kumulativen Voraussetzungen dieses Tatbestandes durch die nicht vorhandene private Krankenversicherung bereits fehlt.Damit erfüllte der Beschwerdeführer in einem Fünfjahreszeitraum vor der relevanten Straftat am 21.09.2022 weder durchgehend die Voraussetzung des Paragraph 51, Absatz eins, Ziffer eins, NAG der sozialversicherten Erwerbstätigkeit, noch verfügte er über eine private Krankenversicherung, sodass in den versicherungslosen Zeiten auch nicht weiter das Vorliegen ausreichender finanzieller Mittel iSd. Paragraph 51, Absatz eins, Ziffer 2, NAG geprüft werden muss, weil eine der beiden kumulativen Voraussetzungen dieses Tatbestandes durch die nicht vorhandene private Krankenversicherung bereits fehlt. Hinweise auf die Erfüllung einer der Tatbestände des § 52 NAG sind weder hervorgekommen noch wurden solche vorgebracht. Der Beschwerdeführer hat daher bis zum 21.09.2022 jedenfalls kein unionsrechtliches Daueraufenthaltsrecht iSd. § 53a NAG erworben, weil er nicht über einen fünfjährigen Zeitraum hindurch die Voraussetzungen der §§ 51 f NAG erfüllt hat.Hinweise auf die Erfüllung einer der Tatbestände des Paragraph 52, NAG sind weder hervorgekommen noch wurden solche vorgebracht. Der Beschwerdeführer hat daher bis zum 21.09.2022 jedenfalls kein unionsrechtliches Daueraufenthaltsrecht iSd. Paragraph 53 a, NAG erworben, weil er nicht über einen fünfjährigen Zeitraum hindurch die Voraussetzungen der Paragraphen 51, f NAG erfüllt hat. Wie noch auszuführen sein wird, hat der Beschwerdeführer spätestens mit seiner Straftat am 21.09.2022 den Gefährdungsmaßstab des § 67 Abs. 1 NAG erfüllt, sodass ab diesem Zeitpunkt auch ein allfälliges grundsätzliches weiteres Vorliegen der Voraussetzungen für ein unionsrechtliches Aufenthaltsrecht iSd. §§ 51 f NAG dem Erwerb eines unionsrechtlichen Daueraufenthaltsrechts gemäß § 55 Abs. 3 NAG entgegengestanden wäre:Wie noch auszuführen sein wird, hat der Beschwerdeführer spätestens mit seiner Straftat am 21.09.2022 den Gefährdungsmaßstab des Paragraph 67, Absatz eins, NAG erfüllt, sodass ab diesem Zeitpunkt auch ein allfälliges grundsätzliches weiteres Vorliegen der Voraussetzungen für ein unionsrechtliches Aufenthaltsrecht iSd. Paragraphen 51, f NAG dem Erwerb eines unionsrechtlichen Daueraufenthaltsrechts gemäß Paragraph 55, Absatz 3, NAG entgegengestanden wäre: Eine Gefährdung aus Gründen der öffentlichen Ordnung oder Sicherheit im Sinne des § 55 Abs. 3 NAG durch diese Straftat wäre dem Fortbestehen des Aufenthaltsrechts gemäß § 51 Abs. 1 NAG für die Mitbeteiligte und somit auch dem Erlangen eines Daueraufenthaltsrechtes nach § 53a NAG entgegen gestanden (vgl. VwGH 16.08.2020, Ra 2019/21/0247, Rn. 9 mit Verweis auf VwGH 30.8.2018, Ra 2018/21/0049, Rn. 16 f).Eine Gefährdung aus Gründen der öffentlichen Ordnung oder Sicherheit im Sinne des Paragraph 55, Absatz 3, NAG durch diese Straftat wäre dem Fortbestehen des Aufenthaltsrechts gemäß Paragraph 51, Absatz eins, NAG für die Mitbeteiligte und somit auch dem Erlangen eines Daueraufenthaltsrechtes nach Paragraph 53 a, NAG entgegen gestanden vergleiche VwGH 16.08.2020, Ra 2019/21/0247, Rn. 9 mit Verweis auf VwGH 30.8.2018, Ra 2018/21/0049, Rn. 16 f). Von einer Gefährdung aus Gründen der öffentlichen Ordnung oder Sicherheit gemäß § 55 Abs. 3 NAG ist im Sinn des Art. 27 der Freizügigkeitsrichtlinie (RL 2004/38/EG) dann auszugehen, wenn das persönliche Verhalten des Fremden eine tatsächliche, gegenwärtige und erhebliche Gefahr darstellt, die ein Grundinteresse der Gesellschaft berührt (vgl. VwGH 16.08.2020, Ra 2019/21/0247, Rn. 10 mit Verweis auf VwGH 14.11.2017, Ra 2017/21/0151, Rn. 15).Von einer Gefährdung aus Gründen der öffentlichen Ordnung oder Sicherheit gemäß Paragraph 55, Absatz 3, NAG ist im Sinn des Artikel 27, der Freizügigkeitsrichtlinie (RL 2004/38/EG) dann auszugehen, wenn das persönliche Verhalten des Fremden eine tatsächliche, gegenwärtige und erhebliche Gefahr darstellt, die ein Grundinteresse der Gesellschaft berührt vergleiche VwGH 16.08.2020, Ra 2019/21/0247, Rn. 10 mit Verweis auf VwGH 14.11.2017, Ra 2017/21/0151, Rn. 15). Insgesamt hat der Beschwerdeführer damit entgegen dem Beschwerdevorbringen in Österreich bisher kein unionsrechtliches Daueraufenthaltsrecht iSd. § 53a NAG erworben.Insgesamt hat der Beschwerdeführer damit entgegen dem Beschwerdevorbringen in Österreich bisher kein unionsrechtliches Daueraufenthaltsrecht iSd. Paragraph 53 a, NAG erworben. Da vom Beschwerdeführer, der aufgrund seiner bulgarischen Staatsangehörigkeit in den persönlichen Anwendungsbereich von §§ 66 und 67 FPG fällt, die Voraussetzung eines rechtmäßigen Aufenthalts im Bundesgebiet seit fünf bzw. zehn Jahren nicht erfüllt ist, kommt für diesen der Prüfungsmaßstab des § 67 Abs. 1 Satz 2 FPG zur Anwendung.Da vom Beschwerdeführer, der aufgrund seiner bulgarischen Staatsangehörigkeit in den persönlichen Anwendungsbereich von Paragraphen 66 und 67 FPG fällt, die Voraussetzung eines rechtmäßigen Aufenthalts im Bundesgebiet seit fünf bzw. zehn Jahren nicht erfüllt ist, kommt für diesen der Prüfungsmaßstab des Paragraph 67, Absatz eins, Satz 2 FPG zur Anwendung. Bei der Erstellung der für jedes Aufenthaltsverbot zu treffenden Gefährdungsprognose ist das Gesamtverhalten des Fremden in Betracht zu ziehen und auf Grund konkreter Feststellungen eine Beurteilung dahin vorzunehmen, ob und im Hinblick auf welche Umstände die jeweils maßgebliche Gefährdungsannahme gerechtfertigt ist. Dabei ist nicht auf die bloße Tatsache der Verurteilung bzw. Bestrafung des Fremden, sondern auf die Art und Schwere der zu Grunde liegenden Straftaten und auf das sich daraus ergebende Persönlichkeitsbild abzustellen. Bei der nach § 67 Abs. 1 FPG zu erstellenden Gefährdungsprognose geht schon aus dem Gesetzeswortlaut klar hervor, dass auf das "persönliche Verhalten" des Fremden abzustellen ist und strafgerichtliche Verurteilungen allein nicht ohne weiteres ein Aufenthaltsverbot begründen können (VwGH 22.8.2019, Ra 2019/21/0091 mwN).Bei der Erstellung der für jedes Aufenthaltsverbot zu treffenden Gefährdungsprognose ist das Gesamtverhalten des Fremden in Betracht zu ziehen und auf Grund konkreter Feststellungen eine Beurteilung dahin vorzunehmen, ob und im Hinblick auf welche Umstände die jeweils maßgebliche Gefährdungsannahme gerechtfertigt ist. Dabei ist nicht auf die bloße Tatsache der Verurteilung bzw. Bestrafung des Fremden, sondern auf die Art und Schwere der zu Grunde liegenden Straftaten und auf das sich daraus ergebende Persönlichkeitsbild abzustellen. Bei der nach Paragraph 67, Absatz eins, FPG zu erstellenden Gefährdungsprognose geht schon aus dem Gesetzeswortlaut klar hervor, dass auf das "persönliche Verhalten" des Fremden abzustellen ist und strafgerichtliche Verurteilungen allein nicht ohne weiteres ein Aufenthaltsverbot begründen können (VwGH 22.8.2019, Ra 2019/21/0091 mwN). Nun ist im Sinne des § 67 FPG das persönliche Verhalten des Betroffenen zu beurteilen und insbesondere auf die durch die konkreten Straftaten bewirkten Eingriffe in die öffentliche Ordnung, die genauen Tatumstände und Begleitumstände der Taten und auch sonstige Besonderheiten Bedacht zu nehmen. Es ist in weiterer Folge abzuwägen, ob das Allgemeininteresse an der Erlassung eines Aufenthaltsverbotes schwerer wiegt als andere relativierende Momente, wie etwa auch das Familien- und Privatleben des Betroffenen.Nun ist im Sinne des Paragraph 67, FPG das persönliche Verhalten des Betroffenen zu beurteilen und insbesondere auf die durch die konkreten Straftaten bewirkten Eingriffe in die öffentliche Ordnung, die genauen Tatumstände und Begleitumstände der Taten und auch sonstige Besonderheiten Bedacht zu nehmen. Es ist in weiterer Folge abzuwägen, ob das Allgemeininteresse an der Erlassung eines Aufenthaltsverbotes schwerer wiegt als andere relativierende Momente, wie etwa auch das Familien- und Privatleben des Betroffenen. Bei der vom Beschwerdeführer zu erstellenden Gefährdungsprognose stehen seine strafgerichtlichen Verurteilungen und das diesen zugrundeliegende Verhalten im Mittelpunkt. Mit Abwesenheitsurteil des Bezirksgerichtes XXXX vom 02.10.2017 wurde der Beschwerdeführer wegen des Vergehens des versuchten Diebstahls zu einer Geldstrafe in Höhe von 30 Tagessätzen zu je EUR 10,00 (gesamt EUR 300,00) und im Uneinbringlichkeitsfalle zu einer Ersatzfreiheitsstrafe von 15 Tagen verurteilt. Der Verurteilung lag zugrunde, dass der Beschwerdeführer am 28.01.2017 fremde bewegliche Sachen, nämlich zwei Parfums im Gesamtwert von EUR 43,90 Verfügungsberechtigten einer Drogerie mit dem Vorsatz wegzunehmen versuchte, sich oder einen Dritten unrechtmäßig zu bereichern, indem er die Parfums in seiner Kleidung versteckte und so die Kassa ohne zu bezahlen passierte, wobei der Sicherheitsalarm ausgelöst und er sodann von einer Angestellten angehalten wurde. Im Rahmen der Strafbemessung wertete das Bezirksgericht keinen Umstand als erschwerend, als mildernd hingegen das Geständnis, die bisherige Unbescholtenheit sowie, dass es beim Versuch geblieben war. Die Geldstrafe wurde schließlich durch eine Ersatzfreiheitsstrafe während der Unterbrechung der Untersuchungshaft des Beschwerdeführers von 21.06.2022 bis 06.07.2022 verbüßt.Mit Abwesenheitsurteil des Bezirksgerichtes römisch 40 vom 02.10.2017 wurde der Beschwerdeführer wegen des Vergehens des versuchten Diebstahls zu einer Geldstrafe in Höhe von 30 Tagessätzen zu je EUR 10,00 (gesamt EUR 300,00) und im Uneinbringlichkeitsfalle zu einer Ersatzfreiheitsstrafe von 15 Tagen verurteilt. Der Verurteilung lag zugrunde, dass der Beschwerdeführer am 28.01.2017 fremde bewegliche Sachen, nämlich zwei Parfums im Gesamtwert von EUR 43,90 Verfügungsberechtigten einer Drogerie mit dem Vorsatz wegzunehmen versuchte, sich oder einen Dritten unrechtmäßig zu bereichern, indem er die Parfums in seiner Kleidung versteckte und so die Kassa ohne zu bezahlen passierte, wobei der Sicherheitsalarm ausgelöst und er sodann von einer Angestellten angehalten wurde. Im Rahmen der Strafbemessung wertete das Bezirksgericht keinen Umstand als erschwerend, als mildernd hingegen das Geständnis, die bisherige Unbescholtenheit sowie, dass es beim Versuch geblieben war. Die Geldstrafe wurde schließlich durch eine Ersatzfreiheitsstrafe während der Unterbrechung der Untersuchungshaft des Beschwerdeführers von 21.06.2022 bis 06.07.2022 verbüßt. Mit Urteil des Landesgerichtes für Strafsachen XXXX vom 20.07.2022 wurde der Beschwerdeführer wegen des Vergehens des Diebstahls, der Vergehen der Entfremdung unbarer Zahlungsmittel, den Vergehen der Urkundenunterdrückung, des Vergehens des betrügerischen Datenverarbeitungsmissbrauchs sowie wegen des Vergehens der gefährlichen Drohung zu einer bedingt auf eine Probezeit von drei Jahren nachgesehenen Freiheitsstrafe in der Dauer von neun Monaten verurteilt. Die bedingte Strafnachsicht wurde schlussendlich mit Beschluss des Landesgerichtes für Strafsachen vom 23.01.2023 widerrufen. Der Verurteilung lag zugrunde, dass der Beschwerdeführer fremde bewegliche Sachen nachstehend angeführten Gewahrsamsträgern mit dem Vorsatz, sich durch deren Zueignung unrechtmäßig zu bereichern, wegnahm und zwar zu einem noch näher festzustellenden Zeitpunkt vor dem 14.07.2018 einer Frau eine Damengeldbörse in noch festzustellendem Wert sowie Bargeld in Höhe von EUR 5,00; sowie wegzunehmen versuchte, und zwar am 14.07.2018 einem Supermarkt zwei Packungen Batterien im Gesamtwert von EUR 25,98, indem er diese in seiner Kleidung verbarg und nicht bezahlte, wobei er dabei von angestellten beobachtet wurde; am 21.09.2019 einem Supermarkt diverse Waren im Gesamtwert von EUR 18,15, indem er diese in seine Jacke steckte und den Kassenbereich ohne zu bezahlen passierte, wobei er dabei beobachtet wurde; am 12.05.2018 einem Supermarkt Bekleidungsartikel und Lebensmittel im Gesamtwert von EUR 26,43 durch Verbergen in einem mitgeführten Rucksack und Passieren der Kassenzone ohne Bezahlung des ausständigen Warenbetrages. Er hat sich weiters zu einem nicht mehr näher feststellbaren Zeitpunkt vor dem 14.07.2018 durch den Diebstahl der Damengeldbörse fremde unbare Zahlungsmittel, über die er nicht verfügen durfte, mit dem Vorsatz verschafft, dass er durch deren Verwendung im Rechtsverkehr unrechtmäßig bereichert werden und zwar zwei unterschiedliche Bankomatkarten, sowie Urkunden über die er nicht verfügen durfte, mit dem Vorsatz unterdrückt, zu verhindern, dass sie im Rechtsverkehr zum Beweis eines Rechts, eines Rechtsverhältnisses oder einer Tatsache gebraucht werden und zwar drei eCards und zwei rumänische Reisepässe. Am 14.07.2018 hat er zudem mit dem Vorsatz, sich oder einen Dritten unrechtmäßig zu bereichern, eine Frau dadurch in Höhe von EUR 13,52 am Vermögen geschädigt, dass er an diesem Tag in einem Supermarkt Lebensmittel im genannten Wert mit der entfremdeten Bankomatkarte an der Bankomatkasse mittels kontaktlosem Bezahlen (NFC-Funktion) bezahlte und dadurch das Ergebnis einer automationsunterstützten Datenverarbeitung durch Einwirken auf den Ablauf des Verarbeitungsvorganges beeinflusste. Am 14.08.2021 bedrohte er eine Frau gefährlich mit zumindest einer Verletzung am Körper, um diese in Furcht und Unruhe zu versetzen, indem er zu ihr sagte: „Ich schlag dich, du alte Hure“, wobei er ein Küchenmesser mit dem Griff von oben nach unten in der Hand hielt und Stichbewegungen gegen sie ausführte. Im Zuge der Strafbemessung wertete das Landesgericht als mildernd das reumütige Geständnis, als erschwerend hingegen das Zusammentreffen mehrerer Vergehen und die einschlägige Vorstrafe.Mit Urteil des Landesgerichtes für Strafsachen römisch 40 vom 20.07.2022 wurde der Beschwerdeführer wegen des Vergehens des Diebstahls, der Vergehen der Entfremdung unbarer Zahlungsmittel, den Vergehen der Urkundenunterdrückung, des Vergehens des betrügerischen Datenverarbeitungsmissbrauchs sowie wegen des Vergehens der gefährlichen Drohung zu einer bedingt auf eine Probezeit von drei Jahren nachgesehenen Freiheitsstrafe in der Dauer von neun Monaten verurteilt. Die bedingte Strafnachsicht wurde schlussendlich mit Beschluss des Landesgerichtes für Strafsachen vom 23.01.2023 widerrufen. Der Verurteilung lag zugrunde, dass der Beschwerdeführer fremde bewegliche Sachen nachstehend angeführten Gewahrsamsträgern mit dem Vorsatz, sich durch deren Zueignung unrechtmäßig zu bereichern, wegnahm und zwar zu einem noch näher festzustellenden Zeitpunkt vor dem 14.07.2018 einer Frau eine Damengeldbörse in noch festzustellendem Wert sowie Bargeld in Höhe von EUR 5,00; sowie wegzunehmen versuchte, und zwar am 14.07.2018 einem Supermarkt zwei Packungen Batterien im Gesamtwert von EUR 25,98, indem er diese in seiner Kleidung verbarg und nicht bezahlte, wobei er dabei von angestellten beobachtet wurde; am 21.09.2019 einem Supermarkt diverse Waren im Gesamtwert von EUR 18,15, indem er diese in seine Jacke steckte und den Kassenbereich ohne zu bezahlen passierte, wobei er dabei beobachtet wurde; am 12.05.2018 einem Supermarkt Bekleidungsartikel und Lebensmittel im Gesamtwert von EUR 26,43 durch Verbergen in einem mitgeführten Rucksack und Passieren der Kassenzone ohne Bezahlung des ausständigen Warenbetrages. Er hat sich weiters zu einem nicht mehr näher feststellbaren Zeitpunkt vor dem 14.07.2018 durch den Diebstahl der Damengeldbörse fremde unbare Zahlungsmittel, über die er nicht verfügen durfte, mit dem Vorsatz verschafft, dass er durch deren Verwendung im Rechtsverkehr unrechtmäßig bereichert werden und zwar zwei unterschiedliche Bankomatkarten, sowie Urkunden über die er nicht verfügen durfte, mit dem Vorsatz unterdrückt, zu verhindern, dass sie im Rechtsverkehr zum Beweis eines Rechts, eines Rechtsverhältnisses oder einer Tatsache gebraucht werden und zwar drei eCards und zwei rumänische Reisepässe. Am 14.07.2018 hat er zudem mit dem Vorsatz, sich oder einen Dritten unrechtmäßig zu bereichern, eine Frau dadurch in Höhe von EUR 13,52 am Vermögen geschädigt, dass er an diesem Tag in einem Supermarkt Lebensmittel im genannten Wert mit der entfremdeten Bankomatkarte an der Bankomatkasse mittels kontaktlosem Bezahlen (NFC-Funktion) bezahlte und dadurch das Ergebnis einer automationsunterstützten Datenverarbeitung durch Einwirken auf den Ablauf des Verarbeitungsvorganges beeinflusste. Am 14.08.2021 bedrohte er eine Frau gefährlich mit zumindest einer Verletzung am Körper, um diese in Furcht und Unruhe zu versetzen, indem er zu ihr sagte: „Ich schlag dich, du alte Hure“, wobei er ein Küchenmesser mit dem Griff von oben nach unten in der Hand hielt und Stichbewegungen gegen sie ausführte. Im Zuge der Strafbemessung wertete das Landesgericht als mildernd das reumütige Geständnis, als erschwerend hingegen das Zusammentreffen mehrerer Vergehen und die einschlägige Vorstrafe. Nur rund zwei Monate nach dieser Verurteilung wurde der Beschwerdeführer am 21.09.2022 neuerlich festgenommen und über ihn in weiterer Folge die Untersuchungshaft verhängt. Mit Urteil des Landesgerichtes für Strafsachen vom 02.11.2022 wurde er wegen des Vergehens der Körperverletzung, wegen des Vergehens des Widerstandes gegen die Staatsgewalt sowie wegen des Vergehens der schweren Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe in der Dauer von 16 Monaten, davon elf Monate bedingt auf eine Probezeit von drei Jahren nachgesehen, verurteilt. Die Probezeit hinsichtlich der Vorverurteilung wurde auf fünf Jahre verlängert. Der Verurteilung lag zugrunde, dass der Beschwerdeführer seine ehemalige Lebensgefährtin am 21.09.2022 am Körper verletzte, indem er unter anderem mit seinen Fäusten wiederholt gegen den Oberkörper und das Gesicht schlug, wodurch diese eine Rissquetschwunde an der Lippe und Schwellungen im Bereich beider Augen erlitt. Er versuchte weiters zwei Polizeibeamte durch Gewalt an einer Amtshandlung zu hindern, nämlich der Sachverhaltsklärung und seiner nachfolgenden Festnahme nach der StPO, indem er einem der beiden Beamten einen Faustschlag zu versetzen versuchte und ihn dadurch während und wegen der Vollziehung seiner am Körper zu verletzen versuchte. Bei der Strafbemessung wertete das Landesgericht als erschwerend das Zusammentreffen von drei Vergehen und eine einschlägige Vorstrafe, als mildernd hingegen, dass es teilweise (nämlich bei der strafsatzbestimmenden Norm) bei Versuch geblieben war. Zuletzt wurde der Beschwerdeführer mit Urteil des Landesgerichtes für Strafsachen XXXX vom 23.01.2023 – somit nur rund drei Monate nach der vorangegangenen Verurteilung - wegen des Vergehens der Entfremdung unbarer Zahlungsmittel, wegen des Vergehens des betrügerischen Datenverarbeitungsmissbrauchs sowie des Vergehens des Diebstahls durch Einbruch zu einer unbedingten Zusatzfreiheitsstrafe zum Urteil des Landesgerichtes vom 02.11.2022 in der Dauer von acht Monaten sowie zur Leistung von EUR 124,10 an die Privatbeteiligte verurteilt. Weiters wurden die mit der Vorverurteilung vom 20.07.2022 gewährte bedingte Strafnachsicht widerrufen. Dieser Verurteilung lag zugrunde, dass der Beschwerdeführer sich am 25.08.2022 ein unbares Zahlungsmittel, über das er nicht oder nicht allein verfügen durfte, nämlich die Bankomatkarte einer näher angeführten Frau, mit dem Vorsatz verschaffte, dass er oder ein Dritter durch dessen Verwendung im Rechtsverkehr unrechtmäßig bereichert wird. Er hat diese Frau weiters dadurch, dass er mit dieser Bankomatkarte Zahlungen mittels NFC-Funktion tätigte, ohne dazu berechtigt zu sein, und zwar durch zwei Abbuchungen von insgesamt EUR 25,00 und eine Abbuchung von EUR 6,90, mit dem Vorsatz, sich oder einen Dritten unrechtmäßig zu bereichern, dadurch am Vermögen geschädigt, dass er das Ergebnis einer automationsunterstützten Datenverarbeitung durch unrechtmäßige Eingabe von Daten beeinflusste. Schließlich hat er noch in acht Angriffen fremde bewegliche Sachen, nämlich Zigaretten in einem Gesamtwert von EUR 92,20 Gewahrsamsträgern der Trafik mit dem Zigarettenautomaten mit dem Vorsatz weggenommen, sich oder einen Dritten durch deren Zueignung unrechtmäßig zu bereichern, indem er zur Ausführung der Tat die Sperrvorrichtung des Automaten mit einem widerrechtlich erlangten Schlüssel, nämlich der bereits angeführten entfremdeten Bankomatkarte, öffnete. Im Rahmen der Strafbemessung wurde als mildernd das teilweise Geständnis und, dass es teilweise beim Versuch geblieben war, als erschwerend hingegen die zwei einschlägigen Vorstrafen, der rasche Rückfall, das Zusammentreffen von mehreren Vergehen sowie die mehrfache Tatbegehung gewertet.Zuletzt wurde der Beschwerdeführer mit Urteil des Landesgerichtes für Strafsachen römisch 40 vom 23.01.2023 – somit nur rund drei Monate nach der vorangegangenen Verurteilung - wegen des Vergehens der Entfremdung unbarer Zahlungsmittel, wegen des Vergehens des betrügerischen Datenverarbeitungsmissbrauchs sowie des Vergehens des Diebstahls durch Einbruch zu einer unbedingten Zusatzfreiheitsstrafe zum Urteil des Landesgerichtes vom 02.11.2022 in der Dauer von acht Monaten sowie zur Leistung von EUR 124,10 an die Privatbeteiligte verurteilt. Weiters wurden die mit der Vorverurteilung vom 20.07.2022 gewährte bedingte Strafnachsicht widerrufen. Dieser Verurteilung lag zugrunde, dass der Beschwerdeführer sich am 25.08.2022 ein unbares Zahlungsmittel, über das er nicht oder nicht allein verfügen durfte, nämlich die Bankomatkarte einer näher angeführten Frau, mit dem Vorsatz verschaffte, dass er oder ein Dritter durch dessen Verwendung im Rechtsverkehr unrechtmäßig bereichert wird. Er hat diese Frau weiters dadurch, dass er mit dieser Bankomatkarte Zahlungen mittels NFC-Funktion tätigte, ohne dazu berechtigt zu sein, und zwar durch zwei Abbuchungen von insgesamt EUR 25,00 und eine Abbuchung von EUR 6,90, mit dem Vorsatz, sich oder einen Dritten unrechtmäßig zu bereichern, dadurch am Vermögen geschädigt, dass er das Ergebnis einer automationsunterstützten Datenverarbeitung durch unrechtmäßige Eingabe von Daten beeinflusste. Schließlich hat er noch in acht Angriffen fremde bewegliche Sachen, nämlich Zigaretten in einem Gesamtwert von EUR 92,20 Gewahrsamsträgern der Trafik mit dem Zigarettenautomaten mit dem Vorsatz weggenommen, sich oder einen Dritten durch deren Zueignung unrechtmäßig zu bereichern, indem er zur Ausführung der Tat die Sperrvorrichtung des Automaten mit einem widerrechtlich erlangten Schlüssel, nämlich der bereits angeführten entfremdeten Bankomatkarte, öffnete. Im Rahmen der Strafbemessung wurde als mildernd das teilweise Geständnis und, dass es teilweise beim Versuch geblieben war, als erschwerend hingegen die zwei einschlägigen Vorstrafen, der rasche Rückfall, das Zusammentreffen von mehreren Vergehen sowie die mehrfache Tatbegehung gewertet. Die erste Straftat des Beschwerdeführers vom 28.01.2017 hat er nur etwas über ein Jahr nach dem Beginn seines nachweisbaren Aufenthalts ab Oktober 2015 begangen. Zwar erfüllte der Beschwerdeführer mit dieser Straftat an sich jedenfalls noch nicht den Gefährdungsmaßstab des § 67 Abs. 1 FPG, zumal er nicht einmal jenen des § 53 Abs. 3 Z 1 FPG erreichte. Dennoch ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer quasi von Beginn weg immer wieder im Bundesgebiet delinquierte und seine Straftaten immer weiter steigerte.Die erste Straftat des Beschwerdeführers vom 28.01.2017 hat er nur etwas über ein Jahr nach dem Beginn seines nachweisbaren Aufenthalts ab Oktober 2015 begangen. Zwar erfüllte der Beschwerdeführer mit dieser Straftat an sich jedenfalls noch nicht den Gefährdungsmaßstab des Paragraph 67, Absatz eins, FPG, zumal er nicht einmal jenen des Paragraph 53, Absatz 3, Ziffer eins, FPG erreichte. Dennoch ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer quasi von Beginn weg immer wieder im Bundesgebiet delinquierte und seine Straftaten immer weiter steigerte. In weiterer Folge wurde der Beschwerdeführer zwar „erst“ mit Urteil des Landesgerichtes für Strafsachen vom 20.07.2022 ein weiteres Mal verurteilt. Dieser Verurteilung lag jedoch insbesondere auch ein Tatzeitraum von 12.05.2018 und zu einem nicht näher feststellbaren Zeitpunkt vor dem 14.07.2018 bzw. am 14.07.2018 sowie eine Tat am 21.09.2018 und am 14.08.2021 zugrunde, sodass der Beschwerdeführer ungerührt von der ersten Verurteilung über mehrere Jahre hinweg weiter delinquierte, auch wenn die Straftaten – abgesehen jene der gefährlichen Drohung am 14.08.2021 – für sich genommen nur von geringer Schwere gewesen sind. Zu berücksichtigen ist aber dennoch die Häufigkeit der Angriffe. Schlussendlich wurde auch die bedingte Strafnachsicht mit der vorläufig letzten strafgerichtlichen Verurteilung des Beschwerdeführers (nachdem bereits die Probezeit auf fünf Jahre verlängert worden war) widerrufen und musst der Beschwerdeführer die neunmonatige Freiheitsstrafe sodann verbüßen. Zum Vorfall vom 21.09.2022 ist den Entscheidungsgründen des Landesgerichtes im Urteil vom 02.11.2022 zudem zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer am Tag der Tat zur Wohnung seiner ehemaligen Lebensgefährtin gekommen ist, mit der er bis etwa 2020 eine Beziehung geführt hat. In der Wohnung ist es zu einer Auseinandersetzung gekommen, in deren Verlauf es zu den abgeurteilten Straftaten kam. Dem Opfer ist es gelungen, aus der Wohnung zu flüchten und über ihre Tochter die Polizei zu verständigen. Der Beschwerdeführer hat sich gegenüber den einschreitenden Polizeibeamten zunehmend aggressiv verhalten. Es ist ihm gelungen, vom Boden aufzustehen und nach dem Polizeibeamten zu schlagen. Der Beschwerdeführer ist zwar erheblich alkoholisiert (ungefähr 2,5 Promille), aber dennoch im Stande gewesen, das Unrecht seines Handelns einzusehen und danach zu handeln. Demnach schreckt er auch nicht davor zurück, Gewalt gegen andere auszuüben und diese am Körper zu verletzen. Bereits zuvor hatte der Beschwerdeführer am 14.08.2021 eine Frau mit einem Küchenmesser, ausgeführter Stichbewegung und der Äußerung: „Ich schlag dich, du alte Hure!“, gefährlich bedroht. Nur rund einen Monat nach der strafgerichtlichen Verurteilung vom 20.07.2022 hat sich der Beschwerdeführer im August 2022 – offensichtlich völlig unbeeindruckt von der bereits gegen ihn verhängten bedingten Freiheitsstrafe – neuerlich einschlägig strafbar gemacht und wieder ein unbares Zahlungsmittel entwendet und in weiterer Folge zur Zahlung – wenn auch verhältnismäßig geringer Beträge – verwendet. Insgesamt ist daher festzuhalten, dass obgleich der Beschwerdeführer wegen derselben oder ähnlichen Straftaten bereits vier Mal rechtskräftig verurteilt wurde und er sich deswegen auch bereits in Untersuchungs- und teilweise Strafhaft befand, er sein delinquentes Verhalten nicht nur fortsetzte, sondern auch immer weiter steigerte, zumal zu den ursprünglichen Eigentumsdelikten dann auch nicht unerhebliche Delikte gegen die körperliche Integrität von Menschen sowie deren Freiheit in Form von Körperverletzung, schwerer Körperverletzung und gefährlicher Drohung hinzugekommen sind. Das Fehlverhalten des Beschwerdeführers hat somit im Verlauf eine Steigerung erfahren und sah sich das Landesgericht zuletzt veranlasst, gegen den Beschwerdeführer unter Widerruf der bedingten Strafnachsicht hinsichtlich der bedingt verhängten Freiheitsstrafe von neun Monaten noch eine unbedingte (Zusatz-)Freiheitsstrafe in der Dauer von acht Monaten zur unmittelbaren Vorverurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 16 Monaten, davon elf Monate bedingt nachgesehen, zu verhängen, sodass der Beschwerdeführer insgesamt unbedingte Freiheitsstrafen im Ausmaß von 22 Monaten zu verbüßen hatte, wobei ihm Zeiten der Untersuchungshaft angerechnet wurden und er nach Verbüßung von zwei Dritteln der Gesamtstrafe bedingt aus der Haft entlassen wurde. Ausgehend von den diesen Verurteilungen zugrundeliegenden Taten und dem daraus ableitbaren Persönlichkeitsbild des Beschwerdeführers ergibt sich insgesamt jedenfalls eine erhebliche Gefahr für die Grundinteressen der Gesellschaft. Alle angeführten Umstände zeigen, das vom Beschwerdeführer eine tatsächliche und erhebliche Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit in Österreich ausgeht, die ein Grundinteresse der Gesellschaft insbesondere an der Verhinderung von Delikten gegen die körperliche Unversehrtheit von Menschen und deren Folgen sowie von Eigentumsdelikten, berührt. Zu beurteilen ist weiters die Frage der Gegenwärtigkeit der Gefahr im Sinn des § 67 FPG, welche kumulativ mit der Tatsächlichkeit und Erheblichkeit vorliegen muss. Ein allfälliger Gesinnungswandel kann nicht am Verhalten in der Strafhaft, sondern nur daran geprüft werden, wie lange sich der Beschwerdeführer in Freiheit wohlverhalte