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{'item': 'W101 2246249-1'}

Obsah (12)§ 28Art. 133§ 3§ 8§ 6§ 58§ 17Art. 130§§ 4§ 21§ 24§ 25a

RIS Dokument GerichtBundesverwaltungsgericht Entscheidungsdatum19.03.2024 GeschäftszahlW101 2246249-1 Spruch, W101 2246249-1/11E IM NAMEN DER REPUBLIK! Das Bundesverwaltungsgericht hat durch die Richt

§ 28Abs. 2 Vw

GVG iVm § 3 Abs. 1 AsylG 2005 als unbegründet abgewiesen.Die Beschwerde wird

Paragraph 28, Absatz 2, VwGVG in Verbindung mit Paragraph 3, Absatz eins, AsylG 2005 als unbegründet abgewiesen. B) Die Revision ist

Art. 133Abs.

4 B-VG nicht zulässig.Die Revision ist

Artikel 133, Absatz 4, B-VG nicht zulässig. , Text

Entscheidungsgründe:, Entscheidungsgründe: I. Verfahrensgang:römisch eins. Verfahrensgang: Der Beschwerdeführer, ein syrischer Staatsangehöriger und Zugehöriger der arabischen Volksgruppe mit sunnitisch-muslimischem Bekenntnis, stellte nach illegaler Einreise in das österreichische Bundesgebiet am 16.06.2021 einen Antrag auf internationalen Schutz. Am 23.06.2021 fand seine Erstbefragung durch Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes statt. Am 18.08.2021 fand seine niederschriftliche Einvernahme vor dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (in Folge: BFA) statt. Mit Bescheid vom 20.08.2021, Zl. 1279641408-210841340, wies das BFA den Antrag hinsichtlich des Status des Asylberechtigten

§ 3Abs. 1 Asyl

G iVm § 2 Abs. 1 Z 13 AsylG 2005 idgF ab (= Spruchteil I.) und erklärte, dass ihm der Status des subsidiär Schutzberechtigten

§ 8Abs.

1 leg. cit. zuerkannt werde (= Spruchteil II.); ferner erteilte das BFA dem Beschwerdeführer

§ 8Abs.

4 leg. cit. eine befristete Aufenthaltsberechtigung für ein Jahr (= Spruchteil III.). Gegen den Spruchteil I. dieses Bescheides erhob der Beschwerdeführer am 06.09.2021 fristgerecht eine Beschwerde. Die Spruchteile II. und III. dieses Bescheides erwuchsen hingegen in Rechtskraft.Der Beschwerdeführer, ein syrischer Staatsangehöriger und Zugehöriger der arabischen Volksgruppe mit sunnitisch-muslimischem Bekenntnis, stellte nach illegaler Einreise in das österreichische Bundesgebiet am 16.06.2021 einen Antrag auf internationalen Schutz. Am 23.06.2021 fand seine Erstbefragung durch Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes statt. Am 18.08.2021 fand seine niederschriftliche Einvernahme vor dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (in Folge: BFA) statt. Mit Bescheid vom 20.08.2021, Zl. 1279641408-210841340, wies das BFA den Antrag hinsichtlich des Status des Asylberechtigten

Paragraph 3, Absatz eins, AsylG in Verbindung mit Paragraph 2, Absatz eins, Ziffer 13, AsylG 2005 idgF ab (= Spruchteil römisch eins.) und erklärte, dass ihm der Status des subsidiär Schutzberechtigten

Paragraph 8, Absatz eins, leg. cit. zuerkannt werde (= Spruchteil römisch zwei.); ferner erteilte das BFA dem Beschwerdeführer

Paragraph 8, Absatz 4, leg. cit. eine befristete Aufenthaltsberechtigung für ein Jahr (= Spruchteil römisch drei.). Gegen den Spruchteil römisch eins. dieses Bescheides erhob der Beschwerdeführer am 06.09.2021 fristgerecht eine Beschwerde. Die Spruchteile römisch zwei. und römisch drei. dieses Bescheides erwuchsen hingegen in Rechtskraft. Im Zuge seiner Erstbefragung durch Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes am 23.06.2021 gab der Beschwerdeführer im Wesentlichen an: Nach der illegalen Ausreise aus seinem Herkunftsstaat (etwa vier oder fünf Jahre zuvor) habe er sich bis zwei Monate zuvor in der Türkei aufgehalten, ehe er von dort aus über Griechenland, den Kosovo, Serbien und Ungarn nach Österreich gereist sei. Zu seinen Fluchtgründen befragt, brachte der Beschwerdeführer vor: Er habe Syrien mit seiner Familie wegen des Krieges verlassen. Die syrische Armee habe seine Geschwister einziehen wollen. Die Türkei habe er verlassen, da er sich dort keine Zukunft aufbauen und nichts lernen könne. Bei einer allfälligen Rückkehr in seinen Heimatstaat fürchte er, im Krieg ums Leben zu kommen. Er habe in Syrien keine Angehörigen mehr. Im Zuge seiner niederschriftlichen Einvernahme am 18.08.2021 gab der Beschwerdeführer, insbesondere zu seinen Fluchtgründen befragt, vor dem BFA zusammengefasst und im Wesentlichen Folgendes an: Der Beschwerdeführer habe in Syrien in XXXX gelebt. Er sei etwa vier oder fünf Jahre zuvor mit seiner Familie aus Syrien aus- und in die Türkei eingereist. Seine Angehörigen hielten sich, abgesehen von einem ebenfalls in Österreich anwesenden Bruder, nach wie vor in der Türkei auf. In der Türkei habe er die Grundschule besucht.Der Beschwerdeführer habe in Syrien in römisch 40 gelebt. Er sei etwa vier oder fünf Jahre zuvor mit seiner Familie aus Syrien aus- und in die Türkei eingereist. Seine Angehörigen hielten sich, abgesehen von einem ebenfalls in Österreich anwesenden Bruder, nach wie vor in der Türkei auf. In der Türkei habe er die Grundschule besucht. Der Grund für seine Ausreise aus Syrien sei, dass in Syrien Krieg herrsche und Kinder entführt würden. Zudem sei auch sein Bruder in Österreich. Im Fall seiner Rückkehr befürchte er, im Krieg ums Leben zu kommen. Er habe in Syrien keine Familie und kein Haus, das er bewohnen könnte. Der Beschwerdeführer legte im Rahmen des Verfahrens insbesondere jeweils einen Auszug aus dem syrischen Familienbuch und aus dem Zivilregister im Original vor. Das BFA stellte im o.a. Bescheid vom 20.08.2021 im Wesentlichen fest: Die Identität des Beschwerdeführers stehe nicht fest. Er habe angegeben, am XXXX geboren und syrischer Staatsbürger zu sein, sowie der arabischen Bevölkerungsgruppe und der sunnitisch-muslimischen Glaubensrichtung anzugehören. Er habe in der Türkei die Grundschule besucht, besuche in Österreich eine Mittelschule und leide an keinen Krankheiten. Er sei illegal in das Bundesgebiet eingereist.Die Identität des Beschwerdeführers stehe nicht fest. Er habe angegeben, am römisch 40 geboren und syrischer Staatsbürger zu sein, sowie der arabischen Bevölkerungsgruppe und der sunnitisch-muslimischen Glaubensrichtung anzugehören. Er habe in der Türkei die Grundschule besucht, besuche in Österreich eine Mittelschule und leide an keinen Krankheiten. Er sei illegal in das Bundesgebiet eingereist. Der Beschwerdeführer sei in Syrien weder persönlich verfolgt worden, noch habe er Probleme mit den Sicherheitsbehörden, den Milizen oder dem Militär gehabt. Er sei in Syrien keiner asylrelevanten Verfolgung ausgesetzt gewesen. Allerdings sei der Beschwerdeführer minderjährig und nicht erwerbs- und selbsterhaltungsfähig. Zudem habe er angegeben, seine Familie halte sich größtenteils in der Türkei auf. Das BFA traf auf den Seiten 7 bis 81 des o.a. Bescheides Länderfeststellungen zur Lage in Syrien. Beweiswürdigend führte das BFA im Wesentlichen aus: Die Identität des Beschwerdeführers stehe mangels Vorlage eines gültigen Reisedokuments nicht fest. Die Feststellungen zu seiner Herkunftsregion, Staatsangehörigkeit und Glaubenszugehörigkeit würden auf seinen diesbezüglich glaubhaften Angaben im Verfahren und den vorgelegten Dokumenten beruhen. Die Feststellung seines Gesundheitszustands ergebe sich aus seinen Ausführungen und dem persönlichen Eindruck, der von ihm gewonnen werden habe können. Im EKIS scheine keine Verurteilung des Beschwerdeführers auf und seine illegale Einreise ergebe sich aus dem Fehlen eines gültigen Einreisevisums. Betreffend die Feststellungen der Gründe für das Verlassen des Herkunftsstaats führte das BFA aus: Aus den Aussagen des Beschwerdeführers ergäben sich keine Anknüpfungspunkte zu den in der GFK genannten und zu einer Asylgewährung führenden Gründen. Sein Fluchtvorbringen sei glaubhaft, allerdings im Hinblick auf die GFK nicht relevant. Persönliche Verfolgung in Syrien habe er nicht behauptet. Der Bürgerkrieg in Syrien schließe eine aus asylrechtlich relevanten Gründen drohende Verfolgung zwar nicht aus, betreffe aber auch andere Staatsbürger, ohne dass der Beschwerdeführer intensiver davon betroffen wäre. Er habe keine asylrelevante Verfolgung geltend gemacht. Zu den Feststellungen zu seiner Situation im Falle der Rückkehr führte das BFA aus: Der Beschwerdeführer sei ein unbegleiteter Minderjähriger und nicht erwerbsfähig. Er habe angegeben, seine Familie sei größtenteils in der Türkei aufhältig. Zum Entscheidungszeitpunkt würde seine Rückkehr nach Syrien eine reale Gefahr einer Verletzung von Art. 2 oder 3 EMRK oder der Protokolle Nr. 6 oder 13 zur Konvention bedeuten und könnte für ihn als Zivilperson eine ernsthafte Bedrohung des Lebens oder der Unversehrtheit infolge willkürlicher Gewalt im Rahmen eines internationalen oder innerstaatlichen Konfliktes mit sich bringen. Ihm wurde daher subsidiärer Schutz gewährt.Zu den Feststellungen zu seiner Situation im Falle der Rückkehr führte das BFA aus: Der Beschwerdeführer sei ein unbegleiteter Minderjähriger und nicht erwerbsfähig. Er habe angegeben, seine Familie sei größtenteils in der Türkei aufhältig. Zum Entscheidungszeitpunkt würde seine Rückkehr nach Syrien eine reale Gefahr einer Verletzung von Artikel 2, oder 3 EMRK oder der Protokolle Nr. 6 oder 13 zur Konvention bedeuten und könnte für ihn als Zivilperson eine ernsthafte Bedrohung des Lebens oder der Unversehrtheit infolge willkürlicher Gewalt im Rahmen eines internationalen oder innerstaatlichen Konfliktes mit sich bringen. Ihm wurde daher subsidiärer Schutz gewährt. Bei der rechtlichen Beurteilung des festgestellten Sachverhalts führte das BFA im o.a. Bescheid zu § 3 Abs. 1 AsylG 2005 (= Spruchteil I.) insbesondere aus:Bei der rechtlichen Beurteilung des festgestellten Sachverhalts führte das BFA im o.a. Bescheid zu Paragraph 3, Absatz eins, AsylG 2005 (= Spruchteil römisch eins.) insbesondere aus: Der Beschwerdeführer habe keine gegen sich selbst konkret gerichtete Verfolgungshandlung vorgebracht, sondern lediglich eine allgemeine mit dem Bürgerkrieg in Syrien einhergehende Gefährdung. Es könne aus seinem Fluchtvorbringen keine wohlbegründete Furcht vor Verfolgung aus den in der GFK genannten Gründen erkannt werden. In Bezug auf die Entscheidung über den subsidiären Schutz

§ 8Abs. 1 Asyl

G 2005 (= Spruchteil II.) führte das BFA im Wesentlichen aus:In Bezug auf die Entscheidung über den subsidiären Schutz

Paragraph 8, Absatz eins, AsylG 2005 , (= Spruchteil römisch zwei.) führte das BFA im Wesentlichen aus: Werde ein Antrag auf internationalen Schutz in Bezug auf die Zuerkennung des Status des Asylberechtigten abgewiesen, so sei einem Asylwerber

§ 8Abs. 1 Z 1 Asyl

G der Status des subsidiären Schutzberechtigten zuzuerkennen, wenn eine Zurückweisung, Zurückschiebung oder Abschiebung des Fremden in seinen Herkunftsstaat eine reale Gefahr einer Verletzung von Art. 2 EMRK, Art. 3 EMRK oder der Protokolle Nr. 6 oder Nr. 13 zur Konvention bedeuten würde oder für ihn als Zivilperson eine ernsthafte Bedrohung des Lebens oder der Unversehrtheit in Folge willkürlicher Gewalt im Rahmen eines internationalen oder innerstaatlichen Konflikts mit sich bringen würde. Werde ein Antrag auf internationalen Schutz in Bezug auf die Zuerkennung des Status des Asylberechtigten abgewiesen, so sei einem Asylwerber

Paragraph 8, Absatz eins, Ziffer eins, AsylG der Status des subsidiären Schutzberechtigten zuzuerkennen, wenn eine Zurückweisung, Zurückschiebung oder Abschiebung des Fremden in seinen Herkunftsstaat eine reale Gefahr einer Verletzung von Artikel 2, EMRK, Artikel 3, EMRK oder der Protokolle Nr. 6 oder Nr. 13 zur Konvention bedeuten würde oder für ihn als Zivilperson eine ernsthafte Bedrohung des Lebens oder der Unversehrtheit in Folge willkürlicher Gewalt im Rahmen eines internationalen oder innerstaatlichen Konflikts mit sich bringen würde. Im Fall des Beschwerdeführers gehe das BFA von einer realen Gefahr einer solchen Bedrohung aus. Für den Beschwerdeführer als Zivilperson könne eine reale Gefahr einer ernsthaften individuellen Bedrohung des Lebens nicht ausreichend ausgeschlossen werden. Eine innerstaatliche Fluchtalternative könne derzeit nicht erkannt werden. Es sei daher spruchgemäß zu entscheiden gewesen.

§ 8Abs. 4 Asyl

G 2005 erteilte das BFA im o.a. Bescheid (= Spruchteil III.) dem Beschwerdeführer für ein Jahr eine befristete Aufenthaltsberechtigung.

Paragraph 8, Absatz 4, AsylG 2005 erteilte das BFA im o.a. Bescheid (= Spruchteil römisch drei.) dem Beschwerdeführer für ein Jahr eine befristete Aufenthaltsberechtigung. Gegen den Spruchteil I. des o.a. Bescheides erhob der Beschwerdeführer am 06.09.2021 fristgerecht eine Beschwerde, in welcher er im Wesentlichen Folgendes ausführte:Gegen den Spruchteil römisch eins. des o.a. Bescheides erhob der Beschwerdeführer am 06.09.2021 fristgerecht eine Beschwerde, in welcher er im Wesentlichen Folgendes ausführte: Der Beschwerdeführer sei als heranwachsender Minderjähriger in seinem Herkunftsstaat von Zwangsrekrutierungen im Zuge der Kriegshandlungen betroffen. Aus näher bezeichneten Länderberichten gehe hervor, dass die Kriegsparteien Kinder immer jüngeren Alters rekrutieren würden. Zudem habe der Beschwerdeführer in Syrien in einem umkämpften Gebiet gelebt. Ihm drohe bei seiner Rückkehr nach Syrien eine Zwangsrekrutierung, sodass ihm als Mitglied der sozialen Gruppe der „syrischen Kinder“ aufgrund von wohlbegründeter Furcht vor Zwangsrekrutierung der Flüchtlingsstatus einzuräumen sei. Zudem handle es sich bei der Herkunftsregion des Beschwerdeführers, XXXX , um einen Brennpunkt des Bürgerkrieges. Die Stadt sei bis 2017 vom Islamischen Staat (IS) besetzt gewesen, später zurückerobert worden und befinde sich in einem desaströsen Zustand. Es seien 80 % aller Schulgebäude zerstört worden und der Wiederaufbau habe erst bei einem Viertel der Gebäude begonnen. Die systematische Hinderung an der Teilnahme am Schulunterricht sei ein möglicher Asylgrund.Zudem handle es sich bei der Herkunftsregion des Beschwerdeführers, römisch 40 , um einen Brennpunkt des Bürgerkrieges. Die Stadt sei bis 2017 vom Islamischen Staat (IS) besetzt gewesen, später zurückerobert worden und befinde sich in einem desaströsen Zustand. Es seien 80 % aller Schulgebäude zerstört worden und der Wiederaufbau habe erst bei einem Viertel der Gebäude begonnen. Die systematische Hinderung an der Teilnahme am Schulunterricht sei ein möglicher Asylgrund. II. Das Bundesverwaltungsgericht hat erwogen:römisch zwei. Das Bundesverwaltungsgericht hat erwogen:

  1. Feststellungen: Der Beschwerdeführer ist syrischer Staatsangehöriger, Zugehöriger der arabischen Volksgruppe und sunnitischer Moslem. Der Beschwerdeführer ist minderjährig und gesund. Der Beschwerdeführer hatte seinen Lebensmittelpunkt in Syrien in XXXX . Im Jahr 2016 oder 2017 ist der Beschwerdeführer (noch vor der Schulpflicht) aufgrund des Bürgerkrieges mit seiner Familie aus Syrien aus- und in die Türkei eingereist. Ungefähr im April des Jahres 2021 ist der Beschwerdeführer aus der Türkei aus- und nach Aufenthalten in mehreren anderen Ländern im Juni 2021 in Österreich eingereist.Der Beschwerdeführer hatte seinen Lebensmittelpunkt in Syrien in römisch 40 . Im Jahr 2016 oder 2017 ist der Beschwerdeführer (noch vor der Schulpflicht) aufgrund des Bürgerkrieges mit seiner Familie aus Syrien aus- und in die Türkei eingereist. Ungefähr im April des Jahres 2021 ist der Beschwerdeführer aus der Türkei aus- und nach Aufenthalten in mehreren anderen Ländern im Juni 2021 in Österreich eingereist. Der Beschwerdeführer besuchte in der Türkei die Grundschule. Der am XXXX geborene Beschwerdeführer ist ein im Entscheidungszeitpunkt 13 Jahre alter syrischer Staatsangehöriger. Zum Entscheidungszeitpunkt ist er als 13-Jähriger noch derart weit entfernt vom wehrpflichtigen Alter. Im Falle einer allfälligen Rückkehr nach Syrien müsste er daher derzeit nicht damit rechnen, zum Militärdienst bei der syrischen Armee eingezogen zu werden.Der am römisch 40 geborene Beschwerdeführer ist ein im Entscheidungszeitpunkt 13 Jahre alter syrischer Staatsangehöriger. Zum Entscheidungszeitpunkt ist er als 13-Jähriger noch derart weit entfernt vom wehrpflichtigen Alter. Im Falle einer allfälligen Rückkehr nach Syrien müsste er daher derzeit nicht damit rechnen, zum Militärdienst bei der syrischen Armee eingezogen zu werden. Es ist dem Beschwerdeführer nicht gelungen, glaubhaft zu machen, dass ihm im Fall seiner Rückkehr in seinen Herkunftsstaat unmittelbare und individuelle Verfolgung vonseiten des syrischen Regimes droht. Es sind auch keine Hinweise auf eine ihm unmittelbar und individuell drohende Verfolgung aus anderen Gründen – etwa aufgrund des von ihm vorgebrachten unzureichenden Zugangs zu schulischer Bildung – hervorgekommen. Der Beschwerdeführer lebt in Österreich als subsidiär Schutzberechtigter und die allgemeine Bürgerkriegssituation in Syrien wurde somit bereits vom BFA durch die Gewährung des subsidiären Schutzes berücksichtigt. Der Beschwerdeführer ist in Österreich strafgerichtlich unbescholten.
  2. Beweiswürdigung: Der Beschwerdeführer hat seine Identität durch Vorlage jeweils eines Auszugs aus dem syrischen Zivilregister und aus dem syrischen Familienbuch glaubhaft gemacht. Es sind keine Zweifel an der Glaubhaftigkeit seiner diesbezüglichen Angaben aufgekommen. Die Staatsangehörigkeit des Beschwerdeführers ist durch die von ihm vorgelegten Dokumente belegt. Die Feststellungen zu seinem Alter sowie zu seiner Religions- und Volksgruppenzugehörigkeit stützen sich auf die diesbezüglich glaubhaften Angaben des Beschwerdeführers. Die Angaben des Beschwerdeführers zu seinem Herkunftsort und seinen Aufenthaltsorten sowie zu seinem schulischen und beruflichen Werdegang sind chronologisch stringent und vor dem Hintergrund der bestehenden sozio-ökonomischen Strukturen in Syrien plausibel. Dass er minderjährig und gesund ist, folgt aus seinen diesbezüglich übereinstimmenden und glaubwürdigen Angaben im Verlauf des Verfahrens. Dass dem Beschwerdeführer keine unmittelbare und individuelle Verfolgung seitens des syrischen Regimes droht, ergibt sich aus folgenden Erwägungen: Nach den Länderfeststellungen im o.a. Bescheid sind männliche syrische Staatsbürger grundsätzlich ab dem
  3. Lebensjahr zum Wehrdienst beim syrischen Militär verpflichtet. Junge Männer werden grundsätzlich davor im Alter von 17 Jahren dazu aufgerufen, sich bei der zuständigen Militärbehörde ihr Militärdienstbuch abzuholen und sich einer medizinischen Untersuchung zu unterziehen. Dass der zum Zeitpunkt der Ausreise aus Syrien etwa fünf Jahre alte Beschwerdeführer noch keinen Militärdienst abgeleistet hat, ergibt sich aus seinem Vorbringen sowie aus dem Umstand, dass er zum damaligen Zeitpunkt noch ein Kind und folglich nicht wehrpflichtig war. Mittlerweile ist der Beschwerdeführer 13 Jahre alt und nach wie vor nicht im wehrpflichtigen Alter. Der Beschwerdeführer konnte darüber hinaus nicht glaubhaft machen, dass er als 13-Jähriger bereits vor Erreichen des (gesetzlich festgelegten) wehrpflichtigen Alters zum Militärdienst eingezogen werden würde. Aus alledem folgt, dass die Befürchtung des 13-jährigen Beschwerdeführers, im Falle einer allfälligen Rückkehr zum Militärdienst eingezogen zu werden, zum Entscheidungszeitpunkt nicht berechtigt ist. Auch die der Wehrpflicht rund ein Jahr vorhergehende Aufforderung, sich bei der zuständigen Militärbehörde ihr Militärdienstbuch abzuholen und sich einer medizinischen Untersuchung zu unterziehen, ist im Falle des 13-jährigen Beschwerdeführers noch derart weit entfernt, dass sie nicht von Relevanz ist. Darüber hinaus haben sich aus seinem Vorbringen keine Hinweise auf eine ihm aus anderen Gründen unmittelbar und individuell drohende Verfolgung ergeben. Vielmehr hat der Beschwerdeführer seine Ausreise im Zuge des Asylverfahrens hauptsächlich mit der prekären Sicherheitslage aufgrund des Bürgerkrieges in seinem Herkunftsstaat und der Entführung von Kindern im Allgemeinen begründet. Auch aus seinem Vorbringen, in seiner Herkunftsregion sei der Zugang zu schulischer Bildung unzureichend, lässt sich keine ihm unmittelbar und individuell drohende Verfolgung ableiten, zumal er zum Ausreisezeitpunkt selbst noch überhaupt nicht im schulpflichtigen Alter gewesen ist und keine ihn konkret betreffende Verfolgungshandlung nennen hat können. Zudem ist den von ihm ins Treffen geführten Länderberichten nicht zu entnehmen, dass der Zugang zu schulischer Bildung in seiner Herkunftsregion Syriens völlig unmöglich gewesen ist. Dass dem Beschwerdeführer subsidiärer Schutz gewährt wurde, ergibt sich aus dem Akteninhalt. Die Feststellung, dass der Beschwerdeführer strafgerichtlich unbescholten ist, ergibt sich aus dem vom Bundesverwaltungsgericht eingeholten Strafregisterauszug.
  4. Rechtliche Beurteilung: 3.1.

§ 6Bundesverwaltungsgerichtsgesetz, BGBl. I Nr. 10/2013 (BVw

GG), entscheidet das Bundesverwaltungsgericht durch Einzelrichter, sofern nicht in Bundes- oder Landesgesetzen die Entscheidung durch Senate vorgesehen ist. Mangels materienspezifischer Sonderregelung besteht gegenständlich Einzelrichterzuständigkeit.3.1.

Paragraph 6, Bundesverwaltungsgerichtsgesetz, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 10 aus 2013, (BVwGG), entscheidet das Bundesverwaltungsgericht durch Einzelrichter, sofern nicht in Bundes- oder Landesgesetzen die Entscheidung durch Senate vorgesehen ist. Mangels materienspezifischer Sonderregelung besteht gegenständlich Einzelrichterzuständigkeit. Das Verfahren der Verwaltungsgerichte mit Ausnahme des Bundesfinanzgerichtes ist durch das VwGVG, BGBl. I 2013/33 idF BGBl. I 2013/122, geregelt (§ 1 leg.cit.).

§ 58Abs. 2 Vw

GVG bleiben entgegenstehende Bestimmungen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Bundesgesetzes bereits kundgemacht wurden, in Kraft.Das Verfahren der Verwaltungsgerichte mit Ausnahme des Bundesfinanzgerichtes ist durch das VwGVG, BGBl. römisch eins 2013/33 in der Fassung BGBl. römisch eins 2013/122, geregelt (Paragraph eins, leg.cit.).

Paragraph 58, Absatz 2, VwGVG bleiben entgegenstehende Bestimmungen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Bundesgesetzes bereits kundgemacht wurden, in Kraft.

§ 17Vw

GVG sind, soweit in diesem Bundesgesetz nicht anderes bestimmt ist, auf das Verfahren über Beschwerden

Art. 130Abs.

1 B-VG die Bestimmungen des AVG mit Ausnahme der §§ 1 bis 5 sowie des IV. Teiles, die Bestimmungen der Bundesabgabenordnung – BAO, BGBl. Nr. 194/1961, des Agrarverfahrensgesetzes – AgrVG, BGBl. Nr. 173/1950, und des Dienstrechtsverfahrensgesetzes 1984 – DVG, BGBl. Nr. 29/1984, und im Übrigen jene verfahrensrechtlichen Bestimmungen in Bundes- oder Landesgesetzen sinngemäß anzuwenden, die die Behörde in dem dem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht vorangegangenen Verfahren angewendet hat oder anzuwenden gehabt hätte.

Paragraph 17, VwGVG sind, soweit in diesem Bundesgesetz nicht anderes bestimmt ist, auf das Verfahren über Beschwerden

Artikel 130

, Absatz eins, B-VG die Bestimmungen des AVG mit Ausnahme der Paragraphen eins bis 5 sowie des römisch vier. Teiles, die Bestimmungen der Bundesabgabenordnung – BAO, Bundesgesetzblatt Nr. 194 aus 1961,, des Agrarverfahrensgesetzes – AgrVG, Bundesgesetzblatt Nr. 173 aus 1950,, und des Dienstrechtsverfahrensgesetzes 1984 – DVG, Bundesgesetzblatt Nr. 29 aus 1984,, und im Übrigen jene verfahrensrechtlichen Bestimmungen in Bundes- oder Landesgesetzen sinngemäß anzuwenden, die die Behörde in dem dem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht vorangegangenen Verfahren angewendet hat oder anzuwenden gehabt hätte. 3.2.

§ 28Abs. 1 Vw

GVG hat das Verwaltungsgericht, sofern die Beschwerde nicht zurückzuweisen oder das Verfahren einzustellen ist, die Rechtssache durch Erkenntnis zu erledigen.3.2.

Paragraph 28, Absatz eins, VwGVG hat das Verwaltungsgericht, sofern die Beschwerde nicht zurückzuweisen oder das Verfahren einzustellen ist, die Rechtssache durch Erkenntnis zu erledigen.

§ 28Abs. 2 Vw

GVG hat über Beschwerden

Art. 130Abs.

1 Z 1 B-VG das Verwaltungsgericht dann in der Sache selbst zu entscheiden, wenn der maßgebliche Sachverhalt feststeht oder die Feststellung des maßgeblichen Sachverhalts durch das Verwaltungsgericht selbst im Interesse der Raschheit gelegen oder mit einer erheblichen Kostenersparnis verbunden ist.

Paragraph 28, Absatz 2, VwGVG hat über Beschwerden

Artikel 130

, Absatz eins, Ziffer eins, B-VG das Verwaltungsgericht dann in der Sache selbst zu entscheiden, wenn der maßgebliche Sachverhalt feststeht oder die Feststellung des maßgeblichen Sachverhalts durch das Verwaltungsgericht selbst im Interesse der Raschheit gelegen oder mit einer erheblichen Kostenersparnis verbunden ist. 3.3. Zu A) 3.3.1.

§ 3Abs. 1 Asyl

G 2005 ist einem Fremden, der in Österreich einen Antrag auf internationalen Schutz gestellt hat, soweit dieser Antrag nicht bereits

§§ 4

, 4a oder 5 zurückzuweisen ist, der Status des Asylberechtigten zuzuerkennen, wenn glaubhaft ist, dass ihm im Herkunftsstaat Verfolgung im Sinne des Art. 1 Abschnitt A Z 2 GFK droht. 3.3.1.

Paragraph 3, Absatz eins, AsylG 2005 ist einem Fremden, der in Österreich einen Antrag auf internationalen Schutz gestellt hat, soweit dieser Antrag nicht bereits

Paragraphen 4, 4 a, oder 5 zurückzuweisen ist, der Status des Asylberechtigten zuzuerkennen, wenn glaubhaft ist, dass ihm im Herkunftsstaat Verfolgung im Sinne des Artikel eins, Abschnitt A Ziffer 2, GFK droht. Flüchtling im Sinne des Art. 1 Abschnitt A Z 2 GFK ist, wer sich aus wohlbegründeter Furcht, aus Gründen der Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder der politischen Gesinnung verfolgt zu werden, außerhalb seines Heimatlandes befindet und nicht in der Lage oder im Hinblick auf diese Furcht nicht gewillt ist, sich des Schutzes dieses Landes zu bedienen; oder wer staatenlos ist, sich in Folge obiger Umstände außerhalb des Landes seines gewöhnlichen Aufenthaltes befindet und nicht in der Lage oder im Hinblick auf diese Furcht nicht gewillt ist, in dieses Land zurückzukehren.Flüchtling im Sinne des Artikel eins, Abschnitt A Ziffer 2, GFK ist, wer sich aus wohlbegründeter Furcht, aus Gründen der Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder der politischen Gesinnung verfolgt zu werden, außerhalb seines Heimatlandes befindet und nicht in der Lage oder im Hinblick auf diese Furcht nicht gewillt ist, sich des Schutzes dieses Landes zu bedienen; oder wer staatenlos ist, sich in Folge obiger Umstände außerhalb des Landes seines gewöhnlichen Aufenthaltes befindet und nicht in der Lage oder im Hinblick auf diese Furcht nicht gewillt ist, in dieses Land zurückzukehren. Nach ständiger Judikatur des Verwaltungsgerichtshofs ist zentraler Aspekt der in Art. 1 Abschnitt A Z 2 GFK definierten Verfolgung im Herkunftsstaat die wohlbegründete Furcht davor. Eine Furcht kann nur dann wohlbegründet sein, wenn sie im Licht der speziellen Situation der Asylwerberin unter Berücksichtigung der Verhältnisse im Verfolgerstaat objektiv nachvollziehbar ist. Es kommt nicht darauf an, ob sich eine bestimmte Person in einer konkreten Situation tatsächlich fürchtet, sondern ob sich eine mit Vernunft begabte Person in dieser Situation aus Konventionsgründen fürchten würde (vgl. VwGH 05.09.2016, Ra 2016/19/0074). Unter Verfolgung ist ein ungerechtfertigter Eingriff von erheblicher Intensität in die zu schützende persönliche Sphäre der Einzelnen zu verstehen. Erhebliche Intensität liegt vor, wenn der Eingriff geeignet ist, die Unzumutbarkeit der Inanspruchnahme des Schutzes des Heimatstaates zu begründen. Nicht jede diskriminierende Maßnahme gegen eine Person ist als Verfolgung iSd Art. 1 Abschnitt A Z 2 GFK anzusehen, sondern nur solche Maßnahmen, die in ihrer Gesamtheit zu einer schwerwiegenden Verletzung grundlegender Menschenrechte der Betroffenen führen (vgl. Art. 9 Abs. 1 der Statusrichtlinie; vgl. VwGH 27.09.2022, Ra 2021/01/0305). Die Verfolgungsgefahr steht mit der wohlbegründeten Furcht in engstem Zusammenhang und ist Bezugspunkt der wohlbegründeten Furcht. Eine Verfolgungsgefahr ist dann anzunehmen, wenn eine Verfolgung mit einer maßgeblichen Wahrscheinlichkeit droht; die entfernte Möglichkeit einer Verfolgung genügt nicht (vgl. VwGH, 05.08.2015, Ra 2015/18/0024 und auch VwGH, 12.11.2014, Ra 2014/20/0069). Für eine wohlbegründete Furcht vor Verfolgung ist es nicht erforderlich, dass bereits Verfolgungshandlungen gesetzt worden sind; sie ist vielmehr bereits dann anzunehmen, wenn solche Handlungen zu befürchten sind (vgl. VwGH, 26.02.1997, Zl. 95/01/0454), denn die Verfolgungsgefahr - Bezugspunkt der Furcht vor Verfolgung - bezieht sich nicht auf vergangene Ereignisse (vgl. VwGH, 18.04.1996, Zl. 95/20/0239), sondern erfordert eine Prognose. Relevant kann aber nur eine aktuelle Verfolgungsgefahr sein; sie muss vorliegen, wenn der Asylbescheid erlassen wird; auf diesen Zeitpunkt hat die Prognose abzustellen, ob der Asylwerber mit maßgeblicher Wahrscheinlichkeit Verfolgung aus den genannten Gründen zu befürchten habe (vgl. VwGH 19.10.2000, Zl. 98/20/0233 und VwGH 29.06.2023, Zl. Ra 2022/01/0285; VfGH 18.09.2023, E944/2023). Besteht für den Asylwerber die Möglichkeit, in einem Gebiet seines Heimatstaates, in dem er keine Verfolgung zu befürchten hat, Aufenthalt zu nehmen, so liegt eine inländische Fluchtalternative vor, welche die Asylgewährung ausschließt.Nach ständiger Judikatur des Verwaltungsgerichtshofs ist zentraler Aspekt der in Artikel eins, Abschnitt A Ziffer 2, GFK definierten Verfolgung im Herkunftsstaat die wohlbegründete Furcht davor. Eine Furcht kann nur dann wohlbegründet sein, wenn sie im Licht der speziellen Situation der Asylwerberin unter Berücksichtigung der Verhältnisse im Verfolgerstaat objektiv nachvollziehbar ist. Es kommt nicht darauf an, ob sich eine bestimmte Person in einer konkreten Situation tatsächlich fürchtet, sondern ob sich eine mit Vernunft begabte Person in dieser Situation aus Konventionsgründen fürchten würde vergleiche VwGH 05.09.2016, Ra 2016/19/0074). Unter Verfolgung ist ein ungerechtfertigter Eingriff von erheblicher Intensität in die zu schützende persönliche Sphäre der Einzelnen zu verstehen. Erhebliche Intensität liegt vor, wenn der Eingriff geeignet ist, die Unzumutbarkeit der Inanspruchnahme des Schutzes des Heimatstaates zu begründen. Nicht jede diskriminierende Maßnahme gegen eine Person ist als Verfolgung iSd Artikel eins, Abschnitt A Ziffer 2, GFK anzusehen, sondern nur solche Maßnahmen, die in ihrer Gesamtheit zu einer schwerwiegenden Verletzung grundlegender Menschenrechte der Betroffenen führen vergleiche Artikel 9, Absatz eins, der Statusrichtlinie; vergleiche VwGH 27.09.2022, Ra 2021/01/0305). Die Verfolgungsgefahr steht mit der wohlbegründeten Furcht in engstem Zusammenhang und ist Bezugspunkt der wohlbegründeten Furcht. Eine Verfolgungsgefahr ist dann anzunehmen, wenn eine Verfolgung mit einer maßgeblichen Wahrscheinlichkeit droht; die entfernte Möglichkeit einer Verfolgung genügt nicht vergleiche VwGH, 05.08.2015, Ra 2015/18/0024 und auch VwGH, 12.11.2014, Ra 2014/20/0069). Für eine wohlbegründete Furcht vor Verfolgung ist es nicht erforderlich, dass bereits Verfolgungshandlungen gesetzt worden sind; sie ist vielmehr bereits dann anzunehmen, wenn solche Handlungen zu befürchten sind vergleiche VwGH, 26.02.1997, Zl. 95/01/0454), denn die Verfolgungsgefahr - Bezugspunkt der Furcht vor Verfolgung - bezieht sich nicht auf vergangene Ereignisse vergleiche VwGH, 18.04.1996, Zl. 95/20/0239), sondern erfordert eine Prognose. Relevant kann aber nur eine aktuelle Verfolgungsgefahr sein; sie muss vorliegen, wenn der Asylbescheid erlassen wird; auf diesen Zeitpunkt hat die Prognose abzustellen, ob der Asylwerber mit maßgeblicher Wahrscheinlichkeit Verfolgung aus den genannten Gründen zu befürchten habe vergleiche VwGH 19.10.2000, Zl. 98/20/0233 und VwGH 29.06.2023, Zl. Ra 2022/01/0285; VfGH 18.09.2023, E944/2023). Besteht für den Asylwerber die Möglichkeit, in einem Gebiet seines Heimatstaates, in dem er keine Verfolgung zu befürchten hat, Aufenthalt zu nehmen, so liegt eine inländische Fluchtalternative vor, welche die Asylgewährung ausschließt. Die Verfolgungsgefahr muss dem Heimatstaat zurechenbar sein (vgl. VwGH, 18.02.1999, Zl. 98/20/0468). Einer von Privatpersonen bzw. privaten Gruppierungen ausgehenden, auf einem Konventionsgrund beruhenden Verfolgung kommt Asylrelevanz dann zu, wenn der Staat nicht gewillt oder nicht in der Lage ist, diese Verfolgungshandlungen hintanzuhalten. Auch eine auf keinem Konventionsgrund beruhende Verfolgung durch Private hat aber asylrelevanten Charakter, wenn der Heimatstaat des Betroffenen aus den in Art. 1 Abschnitt A Z 2 der GFK genannten Gründen nicht bereit ist, Schutz zu gewähren (vgl. unter vielen anderen mwN VwGH, 20.05.2015, Ra 2015/20/0030 und 08.09.2015, Ra 2015/18/0010).Die Verfolgungsgefahr muss dem Heimatstaat zurechenbar sein vergleiche VwGH, 18.02.1999, Zl. 98/20/0468). Einer von Privatpersonen bzw. privaten Gruppierungen ausgehenden, auf einem Konventionsgrund beruhenden Verfolgung kommt Asylrelevanz dann zu, wenn der Staat nicht gewillt oder nicht in der Lage ist, diese Verfolgungshandlungen hintanzuhalten. Auch eine auf keinem Konventionsgrund beruhende Verfolgung durch Private hat aber asylrelevanten Charakter, wenn der Heimatstaat des Betroffenen aus den in Artikel eins, Abschnitt A Ziffer 2, der GFK genannten Gründen nicht bereit ist, Schutz zu gewähren vergleiche unter vielen anderen mwN VwGH, 20.05.2015, Ra 2015/20/0030 und 08.09.2015, Ra 2015/18/0010). Die Gefahr einer allen Wehrdienstverweigerern im Herkunftsstaat gleichermaßen drohenden Bestrafung kann asylrechtliche Bedeutung zukommen, wenn das Verhalten des Betroffenen auf politischen oder religiösen Überzeugungen beruht oder dem Betroffenen wegen dieses Verhaltens vom Staat eine oppositionelle Gesinnung unterstellt wird und den Sanktionen – wie etwa der Anwendung von Folter – jede Verhältnismäßigkeit fehlt (siehe VwGH 27.04.2011, 2008/23/0124; 23.01.2019, Ra 2019/19/0009; siehe auch VwGH 19.06.2019, Ra 2018/18/0548 sowie VwGH 13.11.2019, Ra 2019/18/0274). Unter dem Gesichtspunkt des Zwangs zu völkerrechtswidrigen Militäraktionen kann auch eine „bloße“ Gefängnisstrafe eine asylrelevante Verfolgung darstellen (siehe dazu VwGH 25.03.2003, 2001/01/0009; VwGH 13.11.2019, Ra 2019/18/0274; VwGH 03.05.2022; m.w.N.; Ra 2021/18/0250; EuGH 26.02.2015, C-472/13, Shepherd). Die asylrelevante Verfolgungsgefahr muss aktuell sein und somit im Entscheidungszeitpunkt des Bundesverwaltungsgerichtes vorliegen (vgl. Filzwieser/Frank/Kloibmüller/Raschhofer, Asyl- und Fremdenrecht, 2016, § 3, K61). Auf diesen Zeitpunkt hat die der Asylentscheidung immanente Prognose abzustellen, ob der Asylwerber mit maßgeblicher Wahrscheinlichkeit Verfolgung aus den Konventionsgründen zu befürchten habe (siehe VwGH 19.10.2000, 98/20/0233).Die asylrelevante Verfolgungsgefahr muss aktuell sein und somit im Entscheidungszeitpunkt des Bundesverwaltungsgerichtes vorliegen vergleiche Filzwieser/Frank/Kloibmüller/Raschhofer, Asyl- und Fremdenrecht, 2016, Paragraph 3,, K61). Auf diesen Zeitpunkt hat die der Asylentscheidung immanente Prognose abzustellen, ob der Asylwerber mit maßgeblicher Wahrscheinlichkeit Verfolgung aus den Konventionsgründen zu befürchten habe (siehe VwGH 19.10.2000, 98/20/0233). Im Fall des 13-jährigen Beschwerdeführers ist zum Entscheidungszeitpunkt nicht davon auszugehen, dass er ins Blickfeld der syrischen Behörden bzw. des syrischen Regimes geraten ist, da er altersmäßig noch weit entfernt vom wehrpflichtigen Alter ist und somit die Gefahr einer Wehrdienstentziehung bzw. -verweigerung nicht vorliegt. In diesem Zusammenhang darf darauf hingewiesen werden, dass der Verfassungsgerichtshof in seiner jüngsten Judikatur offenkundig des Alter von rund 16 Jahren bei jungen männlichen Syrern hinsichtlich einer zukünftigen Wehrdienstentziehung bzw. -verweigerung als Maßstab einer Relevanz heranzieht (siehe z.B. Aufhebungen von Erkenntnissen des BVwG bei Syrern ab dem Alter von 16 Jahren: VfGH 27.11.2023, E 2533/2023; VfGH 28.11.2023, E 46/2023; VfGH 28.11.2023, E 1106/2023 und VfGH 26.02.2024, E 2721/2023; sowie z.B. Ablehnung der Behandlung einer Beschwerde gegen ein Erkenntnis des BVwG bei einem Syrer im Alter von 15 Jahren: VfGH 27.11.2023, E 2481/2023).In diesem Zusammenhang darf darauf hingewiesen werden, dass der Verfassungsgerichtshof in seiner jüngsten Judikatur offenkundig des Alter von rund 16 Jahren bei jungen männlichen Syrern hinsichtlich einer zukünftigen Wehrdienstentziehung bzw. -verweigerung als Maßstab einer Relevanz heranzieht (siehe z.B. Aufhebungen von Erkenntnissen des BVwG bei Syrern ab dem Alter von 16 Jahren: VfGH 27.11.2023, E 2533 aus 2023,; VfGH 28.11.2023, E 46 aus 2023,; VfGH 28.11.2023, E 1106 aus 2023, und VfGH 26.02.2024, E 2721 aus 2023,; sowie z.B. Ablehnung der Behandlung einer Beschwerde gegen ein Erkenntnis des BVwG bei einem Syrer im Alter von 15 Jahren: VfGH 27.11.2023, E 2481 aus 2023,). Auch sind im Zuge des Verfahrens keine Hinweise auf eine ihm unmittelbar und individuell drohende Verfolgung aus anderen Gründen hervorgekommen. 3.3.2. Zum Unterbleiben einer mündlichen Verhandlung:

§ 21Abs.

7 BFA-VG kann eine mündliche Verhandlung unterbleiben, wenn der Sachverhalt aus der Aktenlage in Verbindung mit der Beschwerde geklärt erscheint oder sich aus den bisherigen Ermittlungen zweifelsfrei ergibt, dass das Vorbringen nicht den Tatsachen entspricht.

Paragraph 21, Absatz 7, BFA-VG kann eine mündliche Verhandlung unterbleiben, wenn der Sachverhalt aus der Aktenlage in Verbindung mit der Beschwerde geklärt erscheint oder sich aus den bisherigen Ermittlungen zweifelsfrei ergibt, dass das Vorbringen nicht den Tatsachen entspricht.

§ 24Abs. 4 Vw

GVG kann – soweit durch Bundes- oder Landesgesetz nichts anderes bestimmt ist – das Verwaltungsgericht ungeachtet eines Parteiantrags von einer Verhandlung absehen, wenn die Akten erkennen lassen, dass die mündliche Erörterung eine weitere Klärung der Rechtssache nicht erwarten lässt, und einem Entfall der Verhandlung weder Art. 6 Abs. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten noch Art. 47 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union entgegenstehen.

Paragraph 24, Absatz 4, VwGVG kann – soweit durch Bundes- oder Landesgesetz nichts anderes bestimmt ist – das Verwaltungsgericht ungeachtet eines Parteiantrags von einer Verhandlung absehen, wenn die Akten erkennen lassen, dass die mündliche Erörterung eine weitere Klärung der Rechtssache nicht erwarten lässt, und einem Entfall der Verhandlung weder Artikel 6, Absatz eins, der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten noch Artikel 47, der Charta der Grundrechte der Europäischen Union entgegenstehen. Nach der ersten Fallvariante des § 21 Abs. 7 BFA-VG darf von einer Verhandlung nur abgesehen werden, wenn die Verwaltungsinstanz ein ordnungsgemäßes Ermittlungsverfahren durchgeführt und eine schlüssige Beweiswürdigung vorgenommen hat. Darüber hinaus darf in der Beschwerde nicht zulässigerweise ein neuer Sachverhalt konkret behauptet oder die Beweiswürdigung der Verwaltungsbehörde substantiiert bekämpft worden sein (Filzwieser/Frank/Kloibmüller/Raschhofer, Kommentar zum Asyl-und Fremdenrecht, § 21 BFA-VG, K 19; zusammenfassend VwGH 28.05.2014, Ra 2014/20/0017, siehe sogleich).Nach der ersten Fallvariante des Paragraph 21, Absatz 7, BFA-VG darf von einer Verhandlung nur abgesehen werden, wenn die Verwaltungsinstanz ein ordnungsgemäßes Ermittlungsverfahren durchgeführt und eine schlüssige Beweiswürdigung vorgenommen hat. Darüber hinaus darf in der Beschwerde nicht zulässigerweise ein neuer Sachverhalt konkret behauptet oder die Beweiswürdigung der Verwaltungsbehörde substantiiert bekämpft worden sein (Filzwieser/Frank/Kloibmüller/Raschhofer, Kommentar zum Asyl-und Fremdenrecht, Paragraph 21, BFA-VG, K 19; zusammenfassend VwGH 28.05.2014, Ra 2014/20/0017, siehe sogleich). Der Verwaltungsgerichtshof hat in seinem Erkenntnis vom 28.05.2014, Ra 2014/20/0017 und -0018, zusammenfassend ausgeführt, dass eine mündliche Verhandlung unterbleiben kann, wenn der für die rechtliche Beurteilung entscheidungswesentliche Sachverhalt von der Verwaltungsbehörde vollständig in einem ordnungsgemäßen Ermittlungsverfahren erhoben wurde und bezogen auf den Zeitpunkt der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts immer noch die gesetzlich gebotene Aktualität und Vollständigkeit aufweist. Ferner muss die Verwaltungsbehörde die die entscheidungsmaßgeblichen Feststellungen tragende Beweiswürdigung in gesetzmäßiger Weise offengelegt haben und das Bundesverwaltungsgericht diese tragenden Erwägungen der verwaltungsbehördlichen Beweiswürdigung in seiner Entscheidung teilen. Auch darf im Rahmen der Beschwerde kein dem Ergebnis des behördlichen Ermittlungsverfahrens entgegenstehender oder darüberhinausgehender für die Beurteilung relevanter Sachverhalt behauptet werden, wobei bloß unsubstantiiertes Bestreiten ebenso außer Betracht zu bleiben hat wie ein Vorbringen, das gegen das in § 20 BFA-VG festgelegte Neuerungsverbot verstößt.Der Verwaltungsgerichtshof hat in seinem Erkenntnis vom 28.05.2014, Ra 2014/20/0017 und -0018, zusammenfassend ausgeführt, dass eine mündliche Verhandlung unterbleiben kann, wenn der für die rechtliche Beurteilung entscheidungswesentliche Sachverhalt von der Verwaltungsbehörde vollständig in einem ordnungsgemäßen Ermittlungsverfahren erhoben wurde und bezogen auf den Zeitpunkt der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts immer noch die gesetzlich gebotene Aktualität und Vollständigkeit aufweist. Ferner muss die Verwaltungsbehörde die die entscheidungsmaßgeblichen Feststellungen tragende Beweiswürdigung in gesetzmäßiger Weise offengelegt haben und das Bundesverwaltungsgericht diese tragenden Erwägungen der verwaltungsbehördlichen Beweiswürdigung in seiner Entscheidung teilen. Auch darf im Rahmen der Beschwerde kein dem Ergebnis des behördlichen Ermittlungsverfahrens entgegenstehender oder darüberhinausgehender für die Beurteilung relevanter Sachverhalt behauptet werden, wobei bloß unsubstantiiertes Bestreiten ebenso außer Betracht zu bleiben hat wie ein Vorbringen, das gegen das in Paragraph 20, BFA-VG festgelegte Neuerungsverbot verstößt. Im gegenständlichen Fall konnte eine mündliche Verhandlung – trotz eines entsprechenden Antrages – unterbleiben, da der Sachverhalt zum Alter von 13 Jahren und zur Ausreise aus Syrien vor der Schulpflicht bereits aus der Aktenlage in Verbindung zweifellos feststeht. Es liegt kein klärungsbedürftiger Sachverhalt vor, der in einer mündlichen Verhandlung zu erörtern wäre. Diese Tatsachen hat das Bundesverwaltungsgericht seiner rechtlichen Beurteilung zugrunde gelegt. 3.3.3. Es war daher spruchgemäß zu entscheiden. 3.4. Zu B) Unzulässigkeit der Revision:

§ 25aAbs. 1 Vw

GG hat das Verwaltungsgericht im Spruch seines Erkenntnisses oder Beschlusses auszusprechen, ob die Revision

Art. 133Abs.

4 B-VG zulässig ist. Der Ausspruch ist kurz zu begründen.

Paragraph 25 a, Absatz eins, VwGG hat das Verwaltungsgericht im Spruch seines Erkenntnisses oder Beschlusses auszusprechen, ob die Revision

Artikel 133, Absatz 4, B-VG zulässig ist.

Der Ausspruch ist kurz zu begründen. Die Revision ist

Art. 133Abs.

4 B-VG nicht zulässig, weil die Entscheidung nicht von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt. Weder weicht die gegenständliche Entscheidung von der bisherigen Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes und des Verwaltungsgerichtshofes ab (siehe oben unter 3.3. zit. Judikatur), noch fehlt es an einer Rechtsprechung; weiters ist die vorliegende Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes auch nicht als uneinheitlich zu beurteilen. Auch liegen keine sonstigen Hinweise auf eine grundsätzliche Bedeutung der zu lösenden Rechtsfrage vor.Die Revision ist

Artikel 133

, Absatz 4, B-VG nicht zulässig, weil die Entscheidung nicht von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt. Weder weicht die gegenständliche Entscheidung von der bisherigen Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes und des Verwaltungsgerichtshofes ab (siehe oben unter 3.3. zit. Judikatur), noch fehlt es an einer Rechtsprechung; weiters ist die vorliegende Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes auch nicht als uneinheitlich zu beurteilen. Auch liegen keine sonstigen Hinweise auf eine grundsätzliche Bedeutung der zu lösenden Rechtsfrage vor. European Case Law IdentifierECLI:AT:BVWG:2024:W101.2246249.1.00

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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.