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{'item': 'L523 2273562-1'}

Obsah (8)§ 28Art. 133§ 38§ 9§ 10§ 34§ 24§ 25a

RIS Dokument GerichtBundesverwaltungsgericht Entscheidungsdatum15.04.2024 GeschäftszahlL523 2273562-1 Spruch, L523 2273562-1/4EL523 2273562-1/4E, IM NAMEN DER REPUBLIK! Das Bundesverwaltungsgericht ha

§ 28(2) Vw

GVG stattgegeben und der angefochtene Bescheid ersatzlos behoben.A) Der Beschwerde wird

Paragraph 28,

(2)VwGVG stattgegeben und der angefochtene Bescheid ersatzlos behoben. B) Die Revision ist

Art. 133Abs.

4 B-VG nicht zulässig.B) Die Revision ist

Artikel 133, Absatz 4, B-VG nicht zulässig. , Text

Entscheidungsgründe:, Entscheidungsgründe: I. Verfahrensgang:römisch eins. Verfahrensgang: 1. Mit Bescheid des Arbeitsmarktservice XXXX (in weiterer Folge als „AMS“ bezeichnet) vom 09.05.2023 wurde

§ 38i

Vm § 10 Arbeitslosenversicherungsgesetz 1977 (AlVG) ausgesprochen, dass die Beschwerdeführerin für den Zeitraum vom 30.04.2022 bis 26.06.2022 den Anspruch auf Notstandshilfe verloren habe. Begründend wurde ausgeführt, dass sie die Annahme einer zugewiesenen zumutbaren Arbeitsstelle bei der Firma XXXX GmbH vereitelt habe, indem sie dem Dienstgeber kurz vor dem vereinbarten Dienstbeginn mitgeteilt habe nicht kommen zu können, weil sie kein Auto habe. Das Ermittlungsverfahren habe ergeben, dass die Einwände der Beschwerdeführerin hinsichtlich der Erreichbarkeit nicht berechtigt seien. Bei Bedarf wäre der Beschwerdeführerin ein Quartier zur Verfügung gestanden und hätten auch keine weiteren Umstände festgestellt werden können, die gegen die Zumutbarkeit der angebotenen Beschäftigung gesprochen hätten. Gründe für eine Nachsicht würden nicht vorliegen bzw. könnten nicht berücksichtigt werden.1. Mit Bescheid des Arbeitsmarktservice römisch 40 (in weiterer Folge als „AMS“ bezeichnet) vom 09.05.2023 wurde

Paragraph 38, in Verbindung mit Paragraph 10, Arbeitslosenversicherungsgesetz 1977 (AlVG) ausgesprochen, dass die Beschwerdeführerin für den Zeitraum vom 30.04.2022 bis 26.06.2022 den Anspruch auf Notstandshilfe verloren habe. Begründend wurde ausgeführt, dass sie die Annahme einer zugewiesenen zumutbaren Arbeitsstelle bei der Firma römisch 40 GmbH vereitelt habe, indem sie dem Dienstgeber kurz vor dem vereinbarten Dienstbeginn mitgeteilt habe nicht kommen zu können, weil sie kein Auto habe. Das Ermittlungsverfahren habe ergeben, dass die Einwände der Beschwerdeführerin hinsichtlich der Erreichbarkeit nicht berechtigt seien. Bei Bedarf wäre der Beschwerdeführerin ein Quartier zur Verfügung gestanden und hätten auch keine weiteren Umstände festgestellt werden können, die gegen die Zumutbarkeit der angebotenen Beschäftigung gesprochen hätten. Gründe für eine Nachsicht würden nicht vorliegen bzw. könnten nicht berücksichtigt werden.

  1. In dem gegen diesen Bescheid erhobenen Beschwerdeschreiben vom 07.06.2023 brachte die rechtsfreundliche Vertretung der Beschwerdeführerin vor, dass keine Beschäftigungsaufnahme mit 30.04.2022 vereinbart gewesen sei. Bei der seitens der Firma XXXX GmbH (in weiterer Folge als „potentieller Dienstgeber“ bezeichnet) gegenteilig erfolgten Rückmeldung habe es sich möglicherweise um ein Missverständnis gehandelt. Die Beschwerdeführerin habe vielmehr im Februar 2022 den potentiellen Dienstgeber nachgerufen und sei ihr mitgeteilt worden, dass es Ende April die Möglichkeit einer Beschäftigung geben werde und sich der potentiellen Dienstgebers Ende März/Anfang April 2022 nochmal bei ihr melden werde.
  2. In dem gegen diesen Bescheid erhobenen Beschwerdeschreiben vom 07.06.2023 brachte die rechtsfreundliche Vertretung der Beschwerdeführerin vor, dass keine Beschäftigungsaufnahme mit 30.04.2022 vereinbart gewesen sei. Bei der seitens der Firma römisch 40 GmbH (in weiterer Folge als „potentieller Dienstgeber“ bezeichnet) gegenteilig erfolgten Rückmeldung habe es sich möglicherweise um ein Missverständnis gehandelt. Die Beschwerdeführerin habe vielmehr im Februar 2022 den potentiellen Dienstgeber nachgerufen und sei ihr mitgeteilt worden, dass es Ende April die Möglichkeit einer Beschäftigung geben werde und sich der potentiellen Dienstgebers Ende März/Anfang April 2022 nochmal bei ihr melden werde. Die Beschwerdeführerin habe im Zuge des im März erfolgten Nachrufes beim potentiellen Dienstgeber bekanntgegeben, dass ihr aufgrund des abgelaufenen Pickerls kein fahrtaugliches Auto zur Verfügung stehe. Kurz zuvor habe ein Mechaniker die Beschwerdeführerin über die Unwirtschaftlichkeit einer KFZ-Reparatur informiert und hätte die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer prekären finanziellen Lage ein Ersatzfahrzeug nicht unmittelbar anschaffen können. Der potentielle Dienstgeber hätte daraufhin abgesagt und angegeben, dass es in seiner Gegend genügend Bewerber gäbe und keine öffentlichen Verkehrsmittel, welche einen Arbeitsbeginn um 05:30 Uhr ermöglichen würden, vorhanden seien. Ein Quartier habe der potentielle Dienstgeber der Beschwerdeführerin nicht angeboten, wäre dieser andernfalls eine Anreise am Vortrag möglich gewesen. Der potentielle Dienstgeber sei von Beginn an wütend gewesen, weil er mit den Bewerbern nicht zufrieden gewesen sei. In rechtlicher Hinsicht wurde ausgeführt, dass die der Beschwerdeführerin angebotene Stelle nicht zumutbar gewesen sei, da die Beschwerdeführerin für eine rechtzeitige Ankunft schon Sonntagabends anreisen hätte müssen. Als früheste Anreise mit öffentlichen Verkehrsmittel wäre 07:30 Uhr möglich gewesen. Der PKW der Beschwerdeführerin sei nicht fahrtauglich und eine Reparatur nicht zumutbar gewesen. Die Behörde hätte die im § 60 AVG aufgezeigten Begründungselemente nicht eingehalten, so habe sie unreflektiert den Ausführungen des potentiellen Dienstgebers Glauben geschenkt und außer Acht gelassen, dass Dienstgeber gerade in Tätigkeitsbereichen in denen Arbeitskräfte schwer zu finden seien, Bewerber oftmals über den selben Kamm scheren würden. So würde es naturgemäß zu Verwechslungen von Telefonaten und Bewerbern kommen. Der Beschwerdeführerin würde es am gesetzlich geforderten Vorsatz fehlen, selbst wenn die ihrerseits erfolgte Mitteilung der unmöglichen rechtzeitigen Anreise, als ursächlich erachten werden würde. Es sei nicht davon auszugehen, dass ein potentieller Dienstgeber, wenn ihm ein veritables Anreiseproblem bekannt werden würde, sofort auf eine Arbeitsleistung verzichten würde. Vielmehr hätte der Dienstgeber auch ein Zuspätkommen am ersten Arbeitstag erlauben können.Die Behörde hätte die im Paragraph 60, AVG aufgezeigten Begründungselemente nicht eingehalten, so habe sie unreflektiert den Ausführungen des potentiellen Dienstgebers Glauben geschenkt und außer Acht gelassen, dass Dienstgeber gerade in Tätigkeitsbereichen in denen Arbeitskräfte schwer zu finden seien, Bewerber oftmals über den selben Kamm scheren würden. So würde es naturgemäß zu Verwechslungen von Telefonaten und Bewerbern kommen. Der Beschwerdeführerin würde es am gesetzlich geforderten Vorsatz fehlen, selbst wenn die ihrerseits erfolgte Mitteilung der unmöglichen rechtzeitigen Anreise, als ursächlich erachten werden würde. Es sei nicht davon auszugehen, dass ein potentieller Dienstgeber, wenn ihm ein veritables Anreiseproblem bekannt werden würde, sofort auf eine Arbeitsleistung verzichten würde. Vielmehr hätte der Dienstgeber auch ein Zuspätkommen am ersten Arbeitstag erlauben können.
  3. Das AMS legte am 14.06.2023 die Beschwerde samt dem Bezug habenden Akt dem Bundesverwaltungsgericht zur Entscheidung vor. II. Feststellungen:römisch zwei. Feststellungen: Der Beschwerdeführerin wurde zuletzt am 30.07.2022 Notstandshilfe zuerkannt. Am 15.02.2022 wurde der Beschwerdeführerin ein Stellenangebot als Landarbeiterin beim potentiellen Dienstgeber mit auszugsweise folgenden Inhalt übermittelt: „Tätigkeitsbeschreibung: - Erdbeeren pflücken - Erdbeeren Kulturpflege (Pflanzung per Hand, hacken, etc.)- vorwiegend gebückte Haltung - Nacherntearbeiten ( Kronen brechen, Folien und Schläuche ziehen, Unkraut ziehen, etc.) vorwiegend gebückte Haltung - Vlies und Folien legen, Stroheinstreuen Arbeitsort/Erreichbarkeit Betrieb befindet sich im Bezirk XXXX , Quartier kann bei Bedarf geboten werden. Betrieb befindet sich im Bezirk römisch 40 , Quartier kann bei Bedarf geboten werden. Arbeitszeit/Ausmaß/Dauer Vollzeitbeschäftigung im Ausmaß von 40 Stunden pro Woche, genaue Arbeitszeit nach Absprache, unregelmäßig, witterungsabhängig Entgeltangaben des Unternehmens: Das Mindestentgelt für die Stelle als Landarbeiter/in beträgt XXXX brutto pro Monat auf Basis Vollzeitbeschäftigung.“Das Mindestentgelt für die Stelle als Landarbeiter/in beträgt römisch 40 brutto pro Monat auf Basis Vollzeitbeschäftigung.“ Die Beschwerdeführerin bewarb sich auf das Stellenangebot und wurde mit dem potentiellen Dienstgeber ein Beschäftigungsbeginn mit 30.04.2022 vereinbart. Die Beschwerdeführerin trat mit dem potentiellen Dienstgeber am 26.04.2022 telefonisch in Kontakt und teilte diesem mit, kein fahrtaugliches Fahrzeug zu haben. Daraufhin sagte ihr der potentielle Dienstgeber umgehend mit der Begründung ab, dass ein Dienstantritt zur vorgesehenen Zeit um 05:30 Uhr mit vorhandenen öffentlichen Verkehrsmitteln nicht möglich wäre. Der potentielle Dienstgeber bot der Beschwerdeführerin keine Quartierunterkunft an. Ein Beschäftigungsverhältnis zwischen dem potentiellen Dienstgeber und der Beschwerdeführerin kam nicht zustande. Am 04.05.2022 meldete der potentielle Dienstgeber beim AMS den nicht erfolgten Dienstantritt der Beschwerdeführerin, aufgrund fehlenden PKWs. Im Zuge des am 05.05.2022 stattgefundenen persönlichen Termins informierte die Beschwerdeführerin das AMS über die fehlende Fahrtauglichkeit ihres Fahrzeugs, ihre fehlenden finanziellen Mittel für eine Reparaturvornahme sowie die eingeschränkte öffentliche Verkehrsanbindung zum Dienstort. Das AMS forderte die Beschwerdeführerin daraufhin auf, einen Nachweis über die Abmeldung ihres Fahrzeuges vorzulegen. Die Beschwerdeführerin legte anschließend eine KFZ-Abmeldebestätigung ausgestellt am 06.05.2022, ein KFZ-Gutachten aus dem Jahr 2019 und Nachweise ihrer monatlich zu zahlenden Fixkosten (iHv. XXXX ) vor.Am 04.05.2022 meldete der potentielle Dienstgeber beim AMS den nicht erfolgten Dienstantritt der Beschwerdeführerin, aufgrund fehlenden PKWs. Im Zuge des am 05.05.2022 stattgefundenen persönlichen Termins informierte die Beschwerdeführerin das AMS über die fehlende Fahrtauglichkeit ihres Fahrzeugs, ihre fehlenden finanziellen Mittel für eine Reparaturvornahme sowie die eingeschränkte öffentliche Verkehrsanbindung zum Dienstort. Das AMS forderte die Beschwerdeführerin daraufhin auf, einen Nachweis über die Abmeldung ihres Fahrzeuges vorzulegen. Die Beschwerdeführerin legte anschließend eine KFZ-Abmeldebestätigung ausgestellt am 06.05.2022, ein KFZ-Gutachten aus dem Jahr 2019 und Nachweise ihrer monatlich zu zahlenden Fixkosten (iHv. römisch 40 ) vor. Der Beschwerdeführerin ist ein Dienstantritt zur vorgesehenen Arbeitszeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht möglich. III. Beweiswürdigung:römisch drei. Beweiswürdigung: Der unter Punkt I. angeführte Verfahrensgang ergibt sich aus dem unzweifelhaften und unbestrittenen Akteninhalt des vorgelegten Verwaltungsaktes und des vorliegenden Gerichtsaktes des Bundesverwaltungsgerichts.Der unter Punkt römisch eins. angeführte Verfahrensgang ergibt sich aus dem unzweifelhaften und unbestrittenen Akteninhalt des vorgelegten Verwaltungsaktes und des vorliegenden Gerichtsaktes des Bundesverwaltungsgerichts. Die Feststellungen zum maßgeblichen Sachverhalt unter Punkt II. ergeben sich aus dem Verwaltungsakt, dem Verfahren vor der belangten Behörde und der Beschwerde. Die für die Entscheidung wesentlichen Umstände im Tatsachenbereich sind geklärt und die relevanten Unterlagen – insbesondere der angefochtene Bescheid samt Beschwerde und der Versicherungsverlauf – liegen im gegenständlichen Verfahrensakt ein. Die Feststellungen zum maßgeblichen Sachverhalt unter Punkt römisch zwei. ergeben sich aus dem Verwaltungsakt, dem Verfahren vor der belangten Behörde und der Beschwerde. Die für die Entscheidung wesentlichen Umstände im Tatsachenbereich sind geklärt und die relevanten Unterlagen – insbesondere der angefochtene Bescheid samt Beschwerde und der Versicherungsverlauf – liegen im gegenständlichen Verfahrensakt ein. Anhand der vorliegenden Aktenlage ist das Bundesverwaltungsgericht in der Lage, sich vom entscheidungsrelevanten Sachverhalt im Rahmen der freien Beweiswürdigung ein ausreichendes und abgerundetes Bild zu machen. Die Feststellung zum letzten Notstandshilfebezug der Beschwerdeführerin ergibt sich aus dem Inhalt eines aktuellen Sozialversicherungsdatenauszuges. Die Feststellung der stattgefundenen Stellenangebotsübermittlung durch das AMS und der genaue Inhalt dieser Stellenausschreibung ist unstrittig und ergibt sich aus der im Akt einliegenden Stellenausschreibung. Dass sich die Beschwerdeführerin auf die übermittelte Stelle beworben hat und ein Beschäftigungsbeginn mit 30.04.2022 vereinbart wurde, ergibt sich aus dem Inhalt der Rückmeldung des potentiellen Dienstgebers an das AMS vom 18.02.
  4. Demgegenüber gibt die Beschwerdeführerin zwar an, dass eine Beschäftigungsaufnahme nicht vereinbart worden sei und ein Missverständnis bzw. eine Verwechslung vorliegen müsse, überzeugen ihre Ausführungen jedoch nicht. Vielmehr ergibt sich aus der Telefonnotiz des zwischen dem AMS und dem potentiellen Dienstgeber geführten Gesprächs (24.06.2022), dass sich der potentielle Dienstgeber eindeutig an die Beschwerdeführerin erinnern konnte. Schließlich wusste dieser noch, dass es sich bei der Beschwerdeführerin um jene Bewerberin handelte, die kein Auto besaß. Es mag sein, dass es neben der Beschwerdeführerin auch andere Bewerber gegeben hat und der potentielle Dienstgeber zum Zeitpunkt des mit dem AMS geführten Telefonates nicht mehr genau wusste, was Inhalt seiner erstatteten Rückmeldung war, dennoch geht das erkennende Gericht davon aus, dass er im Zeitpunkt seiner Rückmeldungserstattung sehr wohl wusste, was mit der Beschwerdeführerin vereinbart wurde und eine sich damit deckende Rückmeldung an das AMS erstattete. Die am 26.04.2022 erfolgte Kontaktaufnahme der Beschwerdeführerin mit dem potentiellen Dienstgeber wurde von der Beschwerdeführerin mehrmals im Verfahren vorgebracht (Aktenvermerk AMS vom 26.04.2022, Stellungnahme vom 18.07.2022 und Beschwerdeinhalt). Dass sie den potentiellen Dienstgeber im Zuge dieses stattgefundenen Gespräches mitteilte, kein fahrtaugliches Auto zu haben, ist mit den Ausführungen des potentiellen Dienstgebers vereinbar. So gab auch dieser an, dass ihn die Beschwerdeführerin über ein fehlendes Auto in Kenntnis gesetzt hat. Dass der potentielle Dienstgeber keine Angaben über die seitens der Beschwerdeführerin erwähnte fehlende Fahrtauglichkeit machte, erachtet das erkennende Gericht nicht als Widerspruch, zumal der potentielle Dienstgeber eigenen Angaben zu Folge viele Bewerber hatte und sich an keine Details mehr erinnern könnte (Telefonnotiz vom 24.06.2022). Was die darüberhinausgehenden Feststellungen betreffend den Gesprächsinhalt anbelangt, hat sich das erkennende Gericht an die von der Beschwerdeführerin gemachten Ausführungen (Beschwerde vom 20.06.2022, Stellungnahme vom 18.07.2022 und Beschwerde vom 07.06.2023) gehalten, zumal der potentielle Dienstgeber dies betreffend keine widersprechenden Angaben machte, selbst angab sich an keine Details erinnern zu können und diese Ausführungen bei lebensnaher Betrachtung mehr als plausibel erscheinen. Ein mit 05:30 Uhr angesetzter Arbeitsbeginn erscheint vor allem in Hinblick auf die zu erfüllende Tätigkeit (Landarbeiterin) und des Umstandes, dass die gegenständliche Stellenausschreibung bei Bedarf Übernachtungsquartiere anbot als nachvollziehbar. Nachdem der potentielle Dienstgeber innerhalb des mit dem AMS geführten Telefonats angab, keine Einzelzimmer zu haben, kein Hotel zu sein und nicht verpflichtet sei, jedem ein Zimmer zur Verfügung zu stellen (Aktenvermerk vom 24.06.2022) ist davon auszugehen, dass dieser der Beschwerdeführerin weder ein Übernachtungsquartier angeboten hat, noch bereit gewesen ist ihr eines zur Verfügung zu stellen und ihr im Zuge dessen die gegenständliche Stelle bzw. die Beschäftigung auch absagte. Die Feststellung zum nicht zustande gekommenen Beschäftigungsverhältnis ist unstrittig und ergibt sich aus dem Inhalt eines aktuellen Sozialversicherungsdatenauszuges. Die nach dem Gespräch mit dem potentiellen Dienstgeber erfolgte Rückmeldung des potentiellen Dienstgebers und die Bekanntgabe der Beschwerdeführerin an das AMS, ist den Inhalten der dazugehörigen Aktenvermerke abzuleiten. Die seitens des AMS daraufhin versandte Aufforderung zur Vorlage einer KFZ-Abmeldebestätigung, ist dem im Akt einliegenden Parteigehör entnehmbar. Die seitens der Beschwerdeführerin erfolgte Unterlagenvorlage samt deren genauer Inhalt kann dem Akteninhalt entnommen werden. Nachdem eine gerichtlich vorgenommene Überprüfung ergab, dass der Beschwerdeführerin eine Heimabfahrt mit öffentlichen Verkehrsmittel frühestens kurz vor vereinbarten Arbeitsbeginn (etwa 05:00 Uhr) möglich wäre und der Arbeitsweg etwa eine Stunde in Anspruch nimmt, ergibt sich, dass der Beschwerdeführerin ein Dienstantritt durch Inanspruchnahme öffentlicher Verkehrsmittel nicht innerhalb der festgelegten Arbeitszeit möglich ist. IV. Rechtliche Beurteilung:römisch vier. Rechtliche Beurteilung: Zu A) Stattgabe der Beschwerde:
  5. Anzuwendendes Recht

§ 38Al

VG (Arbeitslosenversicherungsgesetz) sind die Bestimmungen über das Arbeitslosengeld auf die Notstandshilfe sinngemäß anzuwenden.

Paragraph 38, AlVG (Arbeitslosenversicherungsgesetz) sind die Bestimmungen über das Arbeitslosengeld auf die Notstandshilfe sinngemäß anzuwenden. Nach § 33 Abs. 2 in Verbindung mit § 7 Abs. 2 AlVG ist eine der Voraussetzungen für die Zuerkennung der Notstandshilfe, dass der Arbeitslose arbeitswillig (§ 9 AlVG) ist.Nach Paragraph 33, Absatz 2, in Verbindung mit Paragraph 7, Absatz 2, AlVG ist eine der Voraussetzungen für die Zuerkennung der Notstandshilfe, dass der Arbeitslose arbeitswillig (Paragraph 9, AlVG) ist.

§ 9Abs. 1 Al

VG ist arbeitswillig, wer bereit ist, eine durch die regionale Geschäftsstelle oder einen vom Arbeitsmarktservice beauftragten, die Arbeitsvermittlung im Einklang mit den Vorschriften der §§ 2 bis 7 des Arbeitsmarktförderungsgesetzes (AMFG), BGBl. Nr. 31/1969, durchführenden Dienstleister vermittelte zumutbare Beschäftigung in einem Arbeitsverhältnis als Dienstnehmer im Sinn des § 4 Abs. 2 ASVG anzunehmen.

Paragraph 9, Absatz eins, AlVG ist arbeitswillig, wer bereit ist, eine durch die regionale Geschäftsstelle oder einen vom Arbeitsmarktservice beauftragten, die Arbeitsvermittlung im Einklang mit den Vorschriften der Paragraphen 2 bis 7 des Arbeitsmarktförderungsgesetzes (AMFG), Bundesgesetzblatt Nr. 31 aus 1969,, durchführenden Dienstleister vermittelte zumutbare Beschäftigung in einem Arbeitsverhältnis als Dienstnehmer im Sinn des Paragraph 4, Absatz 2, ASVG anzunehmen.

§ 9Abs. 2 Al

VG ist eine Beschäftigung zumutbar, wenn sie den körperlichen Fähigkeiten der arbeitslosen Person angemessen ist, ihre Gesundheit und Sittlichkeit nicht gefährdet, angemessen entlohnt ist, in einem nicht von Streik oder Aussperrung betroffenen Betrieb erfolgen soll, in angemessener Zeit erreichbar ist oder eine entsprechende Unterkunft am Arbeitsort zur Verfügung steht sowie gesetzliche Betreuungsverpflichtungen eingehalten werden können. Als angemessene Entlohnung gilt grundsätzlich eine zumindest den jeweils anzuwendenden Normen der kollektiven Rechtsgestaltung entsprechende Entlohnung. Die zumutbare tägliche Wegzeit für Hin- und Rückweg beträgt jedenfalls eineinhalb Stunden und bei einer Vollzeitbeschäftigung jedenfalls zwei Stunden. Wesentlich darüber liegende Wegzeiten sind nur unter besonderen Umständen, insbesondere, wenn am Wohnort lebende Personen üblicher Weise eine längere Wegzeit zum Arbeitsplatz zurückzulegen haben oder besonders günstige Arbeitsbedingungen geboten werden, zumutbar.

Paragraph 9, Absatz 2, AlVG ist eine Beschäftigung zumutbar, wenn sie den körperlichen Fähigkeiten der arbeitslosen Person angemessen ist, ihre Gesundheit und Sittlichkeit nicht gefährdet, angemessen entlohnt ist, in einem nicht von Streik oder Aussperrung betroffenen Betrieb erfolgen soll, in angemessener Zeit erreichbar ist oder eine entsprechende Unterkunft am Arbeitsort zur Verfügung steht sowie gesetzliche Betreuungsverpflichtungen eingehalten werden können. Als angemessene Entlohnung gilt grundsätzlich eine zumindest den jeweils anzuwendenden Normen der kollektiven Rechtsgestaltung entsprechende Entlohnung. Die zumutbare tägliche Wegzeit für Hin- und Rückweg beträgt jedenfalls eineinhalb Stunden und bei einer Vollzeitbeschäftigung jedenfalls zwei Stunden. Wesentlich darüber liegende Wegzeiten sind nur unter besonderen Umständen, insbesondere, wenn am Wohnort lebende Personen üblicher Weise eine längere Wegzeit zum Arbeitsplatz zurückzulegen haben oder besonders günstige Arbeitsbedingungen geboten werden, zumutbar.

§ 10Abs. 1 Z 1 Al

VG verliert die arbeitslose Person, wenn sie sich weigert, eine ihr von der regionalen Geschäftsstelle oder einen vom Arbeitsmarktservice beauftragten, die Arbeitsvermittlung im Einklang mit den Vorschriften der §§ 2 bis 7 AMFG durchführenden Dienstleister zugewiesene zumutbare Beschäftigung anzunehmen oder die Annahme einer solchen Beschäftigung vereitelt, für die Dauer der Weigerung, mindestens jedoch für die Dauer der auf die Pflichtverletzung

Z 1 bis 4 folgenden sechs Wochen, den Anspruch auf Arbeitslosengeld. Die Mindestdauer des Anspruchsverlustes erhöht sich mit jeder weiteren dieser Pflichtverletzung auf acht Wochen. Die Erhöhung der Mindestdauer des Anspruchsverlustes gilt jeweils bis zum Erwerb einer neuen Anwartschaft. Die Zeiten des Anspruchsverlustes verlängern sich um die in ihnen liegenden Zeiträume, während derer Krankengeld bezogen wurde.

Paragraph 10, Absatz eins, Ziffer eins, AlVG verliert die arbeitslose Person, wenn sie sich weigert, eine ihr von der regionalen Geschäftsstelle oder einen vom Arbeitsmarktservice beauftragten, die Arbeitsvermittlung im Einklang mit den Vorschriften der Paragraphen 2 bis 7 AMFG durchführenden Dienstleister zugewiesene zumutbare Beschäftigung anzunehmen oder die Annahme einer solchen Beschäftigung vereitelt, für die Dauer der Weigerung, mindestens jedoch für die Dauer der auf die Pflichtverletzung

Ziffer eins bis 4 folgenden sechs Wochen, den Anspruch auf Arbeitslosengeld. Die Mindestdauer des Anspruchsverlustes erhöht sich mit jeder weiteren dieser Pflichtverletzung auf acht Wochen. Die Erhöhung der Mindestdauer des Anspruchsverlustes gilt jeweils bis zum Erwerb einer neuen Anwartschaft. Die Zeiten des Anspruchsverlustes verlängern sich um die in ihnen liegenden Zeiträume, während derer Krankengeld bezogen wurde. Die Bestimmungen der §§ 9 und 10 AlVG sind Ausdruck des dem gesamten Arbeitslosenversicherungsrecht zu Grunde liegenden Gesetzeszweckes, den arbeitslos gewordenen Versicherten, der trotz Arbeitsfähigkeit und Arbeitswilligkeit nach Beendigung seines Beschäftigungsverhältnisses keine Beschäftigung gefunden hat, möglichst wieder durch Vermittlung in eine ihm zumutbare Beschäftigung einzugliedern und ihn so in die Lage zu versetzen, seinen Lebensunterhalt ohne Zuhilfenahme öffentlicher Mittel zu bestreiten. Wer eine Leistung der Versichertengemeinschaft der Arbeitslosenversicherung in Anspruch nimmt, muss sich daher darauf einstellen, eine ihm angebotene zumutbare Beschäftigung anzunehmen, dh. bezogen auf eben diesen Arbeitsplatz arbeitswillig zu sein (vgl. zB VwGH 19.09.2007, 2006/08/0157, mwN und jüngst VwGH 08.09.2014, 2013/08/0005).Die Bestimmungen der Paragraphen 9 und 10 AlVG sind Ausdruck des dem gesamten Arbeitslosenversicherungsrecht zu Grunde liegenden Gesetzeszweckes, den arbeitslos gewordenen Versicherten, der trotz Arbeitsfähigkeit und Arbeitswilligkeit nach Beendigung seines Beschäftigungsverhältnisses keine Beschäftigung gefunden hat, möglichst wieder durch Vermittlung in eine ihm zumutbare Beschäftigung einzugliedern und ihn so in die Lage zu versetzen, seinen Lebensunterhalt ohne Zuhilfenahme öffentlicher Mittel zu bestreiten. Wer eine Leistung der Versichertengemeinschaft der Arbeitslosenversicherung in Anspruch nimmt, muss sich daher darauf einstellen, eine ihm angebotene zumutbare Beschäftigung anzunehmen, dh. bezogen auf eben diesen Arbeitsplatz arbeitswillig zu sein vergleiche zB VwGH 19.09.2007, 2006/08/0157, mwN und jüngst VwGH 08.09.2014, 2013/08/0005). Um sich in Bezug auf eine von der regionalen Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice vermittelte zumutbare Beschäftigung arbeitswillig zu zeigen, bedarf es grundsätzlich einerseits eines auf die Erlangung dieses Arbeitsplatzes ausgerichteten, unverzüglich zu entfaltenden aktiven Handelns des Arbeitslosen und andererseits auch der Unterlassung jedes Verhaltens, welches objektiv geeignet ist, das Zustandekommen des konkret angebotenen Beschäftigungsverhältnisses zu verhindern. Das Nichtzustandekommen eines die Arbeitslosigkeit beendenden zumutbaren Beschäftigungsverhältnisses kann vom Arbeitslosen – abgesehen vom Fall der ausdrücklichen Weigerung, eine angebotene Beschäftigung anzunehmen – somit auf zwei Wegen verschuldet, die Annahme der Beschäftigung also auf zwei Wegen vereitelt werden: Nämlich dadurch, dass der Arbeitslose ein auf die Erlangung des Arbeitsplatzes ausgerichtetes Handeln erst gar nicht entfaltet (etwa durch Unterlassen der Vereinbarung eines Vorstellungstermins oder Nichtantritt der Arbeit), oder dadurch, dass er den Erfolg seiner (nach außen zu Tage getretenen) Bemühungen durch ein Verhalten, welches nach allgemeiner Erfahrung geeignet ist, den potentiellen Dienstgeber von der Einstellung des Arbeitslosen abzubringen, zunichtemacht (vgl. VwGH 16.03.2016, Ra 2015/08/0100).Um sich in Bezug auf eine von der regionalen Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice vermittelte zumutbare Beschäftigung arbeitswillig zu zeigen, bedarf es grundsätzlich einerseits eines auf die Erlangung dieses Arbeitsplatzes ausgerichteten, unverzüglich zu entfaltenden aktiven Handelns des Arbeitslosen und andererseits auch der Unterlassung jedes Verhaltens, welches objektiv geeignet ist, das Zustandekommen des konkret angebotenen Beschäftigungsverhältnisses zu verhindern. Das Nichtzustandekommen eines die Arbeitslosigkeit beendenden zumutbaren Beschäftigungsverhältnisses kann vom Arbeitslosen – abgesehen vom Fall der ausdrücklichen Weigerung, eine angebotene Beschäftigung anzunehmen – somit auf zwei Wegen verschuldet, die Annahme der Beschäftigung also auf zwei Wegen vereitelt werden: Nämlich dadurch, dass der Arbeitslose ein auf die Erlangung des Arbeitsplatzes ausgerichtetes Handeln erst gar nicht entfaltet (etwa durch Unterlassen der Vereinbarung eines Vorstellungstermins oder Nichtantritt der Arbeit), oder dadurch, dass er den Erfolg seiner (nach außen zu Tage getretenen) Bemühungen durch ein Verhalten, welches nach allgemeiner Erfahrung geeignet ist, den potentiellen Dienstgeber von der Einstellung des Arbeitslosen abzubringen, zunichtemacht vergleiche VwGH 16.03.2016, Ra 2015/08/0100). Bei der Beurteilung, ob ein bestimmtes Verhalten eines Vermittelten als Vereitelung im Sinne des § 10 Abs. 1 AlVG zu qualifizieren ist, kommt es zunächst darauf an, ob dieses Verhalten für das Nichtzustandekommen des Beschäftigungsverhältnisses ursächlich war. Es ist dabei nicht Voraussetzung, dass das Beschäftigungsverhältnis ohne die Vereitelungshandlung in jedem Fall zustande gekommen wäre. Vielmehr ist Kausalität dann gegeben, wenn die Chancen für das Zustandekommen eines Beschäftigungsverhältnisses aufgrund der Vereitelungshandlung jedenfalls verringert wurden (vgl. VwGH 18.06.2014, 2012/08/0187). Ist die Kausalität zwischen dem Verhalten des Vermittelten und dem Nichtzustandekommen des Beschäftigungsverhältnisses zu bejahen, dann muss geprüft werden, ob der Vermittelte vorsätzlich gehandelt hat, wobei bedingter Vorsatz (dolus eventualis) genügt. Ein bloß fahrlässiges Handeln, also die Außerachtlassung der gehörigen Sorgfalt, reicht zur Verwirklichung des Tatbestandes nicht hin (vgl. VwGH 19.10.2011, 2008/08/0251, uva).Bei der Beurteilung, ob ein bestimmtes Verhalten eines Vermittelten als Vereitelung im Sinne des Paragraph 10, Absatz eins, AlVG zu qualifizieren ist, kommt es zunächst darauf an, ob dieses Verhalten für das Nichtzustandekommen des Beschäftigungsverhältnisses ursächlich war. Es ist dabei nicht Voraussetzung, dass das Beschäftigungsverhältnis ohne die Vereitelungshandlung in jedem Fall zustande gekommen wäre. Vielmehr ist Kausalität dann gegeben, wenn die Chancen für das Zustandekommen eines Beschäftigungsverhältnisses aufgrund der Vereitelungshandlung jedenfalls verringert wurden vergleiche VwGH 18.06.2014, 2012/08/0187). Ist die Kausalität zwischen dem Verhalten des Vermittelten und dem Nichtzustandekommen des Beschäftigungsverhältnisses zu bejahen, dann muss geprüft werden, ob der Vermittelte vorsätzlich gehandelt hat, wobei bedingter Vorsatz (dolus eventualis) genügt. Ein bloß fahrlässiges Handeln, also die Außerachtlassung der gehörigen Sorgfalt, reicht zur Verwirklichung des Tatbestandes nicht hin vergleiche VwGH 19.10.2011, 2008/08/0251, uva). Während § 9 AlVG den Begriff der Arbeitswilligkeit definiert und Kriterien für die Bestimmung der Zumutbarkeit einer durch das Arbeitsmarktservice bzw. einen von diesem beauftragten Arbeitsvermittler vermittelten Beschäftigung bzw. Nach(Um)schulung oder Wiedereingliederungsmaßnahme enthält, sanktioniert § 10 AlVG durch befristeten Leistungsausschluss das Verhalten desjenigen, der die Beendigung des Zustandes der Arbeitslosigkeit schuldhaft zu vereiteln sucht. Wenn ein Arbeitsloser somit eine zumutbare Beschäftigung im Sinne des § 9 AlVG nicht annimmt bzw. die Annahme einer solchen Beschäftigung vereitelt, so führt dies

§ 10Al

VG zum temporären Verlust des Arbeitslosengeldes bzw. der Notstandshilfe.Während Paragraph 9, AlVG den Begriff der Arbeitswilligkeit definiert und Kriterien für die Bestimmung der Zumutbarkeit einer durch das Arbeitsmarktservice bzw. einen von diesem beauftragten Arbeitsvermittler vermittelten Beschäftigung bzw. Nach(Um)schulung oder Wiedereingliederungsmaßnahme enthält, sanktioniert Paragraph 10, AlVG durch befristeten Leistungsausschluss das Verhalten desjenigen, der die Beendigung des Zustandes der Arbeitslosigkeit schuldhaft zu vereiteln sucht. Wenn ein Arbeitsloser somit eine zumutbare Beschäftigung im Sinne des Paragraph 9, AlVG nicht annimmt bzw. die Annahme einer solchen Beschäftigung vereitelt, so führt dies

Paragraph 10, AlVG zum temporären Verlust des Arbeitslosengeldes bzw. der Notstandshilfe. 2. Bezogen auf die Beschwerdeführerin Gegenständlich wurde zwischen der Beschwerdeführerin und dem potentiellen Dienstgeber ein Beschäftigungsbeginn am 30.04.2022 vereinbart. Im Zuge des am 26.04.2022 stattgefundenen Nachrufes gab die Beschwerdeführerin dem potentiellen Dienstgeber bekannt, kein fahrtaugliches Auto zu haben. Daraufhin sagte ihr der potentielle Dienstgeber mit der Begründung ab, dass ihr ein Dienstantritt zur vorgesehenen Zeit um 05:30 Uhr mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht möglich wäre. Ein Beschäftigungsverhältnis zwischen dem potentiellen Dienstgeber und der Beschwerdeführerin kam in weiterer Folge nicht zustande.

§ 10Abs. 1 Z 1 Al

VG verliert die arbeitslose Person, wenn sie sich weigert, eine ihr von der regionalen Geschäftsstelle oder einen vom Arbeitsmarktservice beauftragten, die Arbeitsvermittlung im Einklang mit den Vorschriften der §§ 2 bis 7 AMFG durchführenden Dienstleister zugewiesene zumutbare Beschäftigung anzunehmen oder die Annahme einer solchen Beschäftigung vereitelt, für die Dauer der Weigerung, mindestens jedoch für die Dauer der auf die Pflichtverletzung

Z 1 bis 4 folgenden sechs Wochen, den Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Paragraph 10, Absatz eins, Ziffer eins, AlVG verliert die arbeitslose Person, wenn sie sich weigert, eine ihr von der regionalen Geschäftsstelle oder einen vom Arbeitsmarktservice beauftragten, die Arbeitsvermittlung im Einklang mit den Vorschriften der Paragraphen 2 bis 7 AMFG durchführenden Dienstleister zugewiesene zumutbare Beschäftigung anzunehmen oder die Annahme einer solchen Beschäftigung vereitelt, für die Dauer der Weigerung, mindestens jedoch für die Dauer der auf die Pflichtverletzung

Ziffer eins bis 4 folgenden sechs Wochen, den Anspruch auf Arbeitslosengeld. In § 10 AlVG ist die "sonst sich bietende Arbeitsmöglichkeit" nicht explizit angeführt. Sie wird nur in § 9 Abs. 1 AlVG genannt. Aus dem systematischen Zusammenhang dieser beiden Bestimmungen ergibt sich jedoch ebenso wie aus dem Zweck dieser Regelungen, Leistungsbezieher zu verhalten, ehestmöglich durch die Aufnahme einer Beschäftigung aus dem Leistungsbezug wieder auszuscheiden, dass die in § 10 AlVG vorgesehenen Sanktionen auch bei der Ausschlagung einer "sonst sich bietenden Arbeitsmöglichkeit" in Frage kommen (VwGH 25.06.2013, 2011/08/0075, mwN).In Paragraph 10, AlVG ist die "sonst sich bietende Arbeitsmöglichkeit" nicht explizit angeführt. Sie wird nur in Paragraph 9, Absatz eins, AlVG genannt. Aus dem systematischen Zusammenhang dieser beiden Bestimmungen ergibt sich jedoch ebenso wie aus dem Zweck dieser Regelungen, Leistungsbezieher zu verhalten, ehestmöglich durch die Aufnahme einer Beschäftigung aus dem Leistungsbezug wieder auszuscheiden, dass die in Paragraph 10, AlVG vorgesehenen Sanktionen auch bei der Ausschlagung einer "sonst sich bietenden Arbeitsmöglichkeit" in Frage kommen (VwGH 25.06.2013, 2011/08/0075, mwN).

§ 9Abs. 2 Al

VG ist eine Beschäftigung zumutbar, wenn sie den körperlichen Fähigkeiten der arbeitslosen Person angemessen ist, ihre Gesundheit und Sittlichkeit nicht gefährdet, angemessen entlohnt ist, in einem nicht von Streik oder Aussperrung betroffenen Betrieb erfolgen soll, in angemessener Zeit erreichbar ist oder eine entsprechende Unterkunft am Arbeitsort zur Verfügung steht sowie gesetzliche Betreuungsverpflichtungen eingehalten werden können. Als angemessene Entlohnung gilt grundsätzlich eine zumindest den jeweils anzuwendenden Normen der kollektiven Rechtsgestaltung entsprechende Entlohnung. Die zumutbare tägliche Wegzeit für Hin- und Rückweg beträgt [bei Teilzeit] jedenfalls eineinhalb Stunden und bei einer Vollzeitbeschäftigung jedenfalls zwei Stunden. Wesentlich darüber liegende Wegzeiten sind nur unter besonderen Umständen insbesondere, wenn am Wohnort lebende Personen üblicher Weise eine längere Wegzeit zum Arbeitsplatz zurückzulegen haben oder besonders günstige Arbeitsbedingungen geboten werden, zumutbar.

Paragraph 9, Absatz 2, AlVG ist eine Beschäftigung zumutbar, wenn sie den körperlichen Fähigkeiten der arbeitslosen Person angemessen ist, ihre Gesundheit und Sittlichkeit nicht gefährdet, angemessen entlohnt ist, in einem nicht von Streik oder Aussperrung betroffenen Betrieb erfolgen soll, in angemessener Zeit erreichbar ist oder eine entsprechende Unterkunft am Arbeitsort zur Verfügung steht sowie gesetzliche Betreuungsverpflichtungen eingehalten werden können. Als angemessene Entlohnung gilt grundsätzlich eine zumindest den jeweils anzuwendenden Normen der kollektiven Rechtsgestaltung entsprechende Entlohnung. Die zumutbare tägliche Wegzeit für Hin- und Rückweg beträgt [bei Teilzeit] jedenfalls eineinhalb Stunden und bei einer Vollzeitbeschäftigung jedenfalls zwei Stunden. Wesentlich darüber liegende Wegzeiten sind nur unter besonderen Umständen insbesondere, wenn am Wohnort lebende Personen üblicher Weise eine längere Wegzeit zum Arbeitsplatz zurückzulegen haben oder besonders günstige Arbeitsbedingungen geboten werden, zumutbar. Die Beschwerdeführerin brachte betreffend die fehlende Zumutbarkeit des verfahrensgegenständlichen Stellenangebotes ausschließlich den Grund vor, kein fahrtaugliches Fahrzeug gehabt zu haben und daher die Arbeitsstelle nicht rechtzeitig mit öffentlichen Verkehrsmittel erreichen hätte können. Ein im Geldleistungsbezug stehender Arbeitsloser ist nicht nur verpflichtet, von einem ihm zur Verfügung stehenden Kraftfahrzeug Gebrauch zu machen, sondern er ist auch – bei Anlegen des Maßstabes des Verhaltens eines tatsächlich und ernsthaft Arbeitssuchenden –verpflichtet, dieses Kraftfahrzeug im Rahmen zumutbarer finanzieller Aufwendungen in einem betriebstauglichen Zustand zu erhalten bzw. es in einen solchen Zustand zu versetzen. Steht dem Arbeitslosen ein Kraftfahrzeug zur Verfügung, ist es ihm aber aus finanziellen Gründen nicht möglich, die für die Annahme eines konkreten Arbeitsplatzes erforderliche Reparatur aus Eigenem zu finanzieren, so berechtigt ihn das noch nicht sogleich, die Annahme einer zugewiesenen Beschäftigung wegen deren Unzumutbarkeit abzulehnen oder diesen Umstand im Vorstellungsgespräch mit dem potenziellen Arbeitgeber in den Vordergrund zu stellen: er hat davon vielmehr – sofern dies dem AMS noch nicht bekannt ist – unverzüglich der regionalen Geschäftsstelle schon aus Anlass der Zuweisung eines solchen Arbeitsplatzes Mitteilung zu machen (vgl. zum vergleichbaren Fall der Verpflichtung der unverzüglichen Bekanntgabe von Umständen, welche die Arbeitsfähigkeit in Bezug auf den zugewiesenen Arbeitsplatz in Frage stellen können, die Erkenntnisse vom 27. April 1993, Zl. 92/08/0219, und vom 26. März 1996, Zl. 94/08/0087). Nur dadurch ermöglicht er es nämlich der regionalen Geschäftsstelle des AMS, die Zuweisungstauglichkeit im Hinblick auf die Zumutbarkeit der Vornahme entsprechender Reparaturarbeiten zu überprüfen und – allenfalls – auch durch Darlehen oder sonst geeignete finanzielle Beihilfen im Sinne des § 34 AMSG (insbesondere

§ 34Abs.

2 Z. 1 AMSG) dem Arbeitslosen die Reparatur eines zur Erreichung des Arbeitsplatzes unerlässlichen Kraftfahrzeuges zu ermöglichen (VwGH vom 20.02.2002, Zl. 99/08/0104).Ein im Geldleistungsbezug stehender Arbeitsloser ist nicht nur verpflichtet, von einem ihm zur Verfügung stehenden Kraftfahrzeug Gebrauch zu machen, sondern er ist auch – bei Anlegen des Maßstabes des Verhaltens eines tatsächlich und ernsthaft Arbeitssuchenden –verpflichtet, dieses Kraftfahrzeug im Rahmen zumutbarer finanzieller Aufwendungen in einem betriebstauglichen Zustand zu erhalten bzw. es in einen solchen Zustand zu versetzen. Steht dem Arbeitslosen ein Kraftfahrzeug zur Verfügung, ist es ihm aber aus finanziellen Gründen nicht möglich, die für die Annahme eines konkreten Arbeitsplatzes erforderliche Reparatur aus Eigenem zu finanzieren, so berechtigt ihn das noch nicht sogleich, die Annahme einer zugewiesenen Beschäftigung wegen deren Unzumutbarkeit abzulehnen oder diesen Umstand im Vorstellungsgespräch mit dem potenziellen Arbeitgeber in den Vordergrund zu stellen: er hat davon vielmehr – sofern dies dem AMS noch nicht bekannt ist – unverzüglich der regionalen Geschäftsstelle schon aus Anlass der Zuweisung eines solchen Arbeitsplatzes Mitteilung zu machen vergleiche zum vergleichbaren Fall der Verpflichtung der unverzüglichen Bekanntgabe von Umständen, welche die Arbeitsfähigkeit in Bezug auf den zugewiesenen Arbeitsplatz in Frage stellen können, die Erkenntnisse vom 27. April 1993, Zl. 92/08/0219, und vom 26. März 1996, Zl. 94/08/0087). Nur dadurch ermöglicht er es nämlich der regionalen Geschäftsstelle des AMS, die Zuweisungstauglichkeit im Hinblick auf die Zumutbarkeit der Vornahme entsprechender Reparaturarbeiten zu überprüfen und – allenfalls – auch durch Darlehen oder sonst geeignete finanzielle Beihilfen im Sinne des Paragraph 34, AMSG (insbesondere

Paragraph 34, Absatz 2, Ziffer eins, AMSG) dem Arbeitslosen die Reparatur eines zur Erreichung des Arbeitsplatzes unerlässlichen Kraftfahrzeuges zu ermöglichen (VwGH vom 20.02.2002, Zl. 99/08/0104). Nur wenn trotz einer unverzüglichen Anzeige der fehlenden Verkehrstauglichkeit eines zur Erreichung des vom AMS zugewiesenen oder sich dem Arbeitslosen sonst bietenden Arbeitsplatzes erforderlichen Kraftfahrzeuges und trotz für den Arbeitslosen gegebener Unzumutbarkeit, für die Reparatur selbst aufzukommen, das AMS von sich aus keine Schritte setzt, um dieses Vermittlungshindernis zu beseitigen, und auch nicht konkret aufzuzeigen vermag, auf welche andere zumutbare und geeignete Art der zugewiesene Arbeitsplatz für den Arbeitslosen erreichbar wäre (wobei auch die Zumutbarkeit von Wochenpendeln in Betracht zu ziehen wäre), wäre eine dennoch aufrechterhaltene Zuweisung als untauglich im Sinne des § 9 AlVG zu beurteilen (VwGH vom 20.02.2002, Zl. 99/08/0104).Nur wenn trotz einer unverzüglichen Anzeige der fehlenden Verkehrstauglichkeit eines zur Erreichung des vom AMS zugewiesenen oder sich dem Arbeitslosen sonst bietenden Arbeitsplatzes erforderlichen Kraftfahrzeuges und trotz für den Arbeitslosen gegebener Unzumutbarkeit, für die Reparatur selbst aufzukommen, das AMS von sich aus keine Schritte setzt, um dieses Vermittlungshindernis zu beseitigen, und auch nicht konkret aufzuzeigen vermag, auf welche andere zumutbare und geeignete Art der zugewiesene Arbeitsplatz für den Arbeitslosen erreichbar wäre (wobei auch die Zumutbarkeit von Wochenpendeln in Betracht zu ziehen wäre), wäre eine dennoch aufrechterhaltene Zuweisung als untauglich im Sinne des Paragraph 9, AlVG zu beurteilen (VwGH vom 20.02.2002, Zl. 99/08/0104). Die Beschwerdeführerin ist vorliegend ihrer nach o.a. verwaltungsgerichtlichen Judikatur vorgesehenen unverzüglichen Meldepflicht nicht nachgekommen. Erst 9 Tage nach Auskunftserhalt durch den potentiellen Dienstgeber über die Notwendigkeit eines Fahrzeuges zum zeitgerechten Dienstantritt und bereits erfolgter Rückmeldung des potentiellen Dienstgebers an das AMS, informierte sie das AMS über die fehlende Fahrtauglichkeit ihres KFZ-Fahrzeuges, die ihrerseits nicht tragfähigen Reparaturkosten und die zeitlich beschränkte Erreichbarkeit des Dienstortes mit öffentlichen Verkehrsmittel. Zudem waren auch die ihrerseits nach behördlicher Aufforderung eingebrachten Unterlagen nicht geeignet, die Fahruntauglichkeit Ihres PKWs zum Zeitpunkt des vereinbarten Dienstantritts am 30.04.2022 nachzuweisen. Weder lässt ein veraltest KFZ-Gutachten (aus dem Jahr 2019) noch eine tagesakutelle KFZ-Abmeldung (datiert mit 06.05.2022) auf das Vorliegen eines fahruntauglichen Fahrzeuges schließen. Es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführerin ein fahrtaugliches Fahrzeug zur Verfügung stand. Eine Unzumutbarkeit liegt daher nicht vor und hat das Ermittlungsverfahren nicht ergeben. Da der Beschwerdeführerin die Beschäftigung bei dem potentiellen Dienstgeber zumutbar ist, muss nun beurteilt werden, ob das Nichtzustandekommen des zumutbaren Beschäftigungsverhältnisses vom Arbeitslosen, sprich der Beschwerdeführerin, verschuldet wurde. Als Notstandshilfebezieher ist der Arbeitslose verpflichtet, jede zumutbare Beschäftigung anzunehmen, um möglichst rasch wieder aus dem Leistungsbezug auszuscheiden (vgl. VwGH 08.10.2013, 2012/08/0197).Als Notstandshilfebezieher ist der Arbeitslose verpflichtet, jede zumutbare Beschäftigung anzunehmen, um möglichst rasch wieder aus dem Leistungsbezug auszuscheiden vergleiche VwGH 08.10.2013, 2012/08/0197). Nachdem die Beschwerdeführerin den potentiellen Dienstgeber im Zuge des vor dem vereinbarten Dienstantritt stattgefundenen Telefonats darüber informierte, kein fahrtaugliches Fahrzeug zu haben, nahm der potentielle Dienstgeber unverzüglich von einer Einstellung der Beschwerdeführerin Abstand. Das Verhalten der Beschwerdeführerin war sohin ursächlich dafür, das Zustandekommen der konkreten Beschäftigung zu verhindern. Da die Kausalität zwischen dem Verhalten der Beschwerdeführerin und dem Nichtzustandekommen des Beschäftigungsverhältnisses zu bejahen ist, bleibt im nächsten Schritt zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin vorsätzlich gehandelt hat (VwGH 20. 9. 2000, 2000/08/0056; 20. 10. 1992, 92/08/0042; stRsp). Jedes gem. § 10 Abs. 1 AlVG sanktionierbare Verhalten verlangt ein vorsätzliches Handeln des Arbeitslosen, wobei bedingter Vorsatz (dolus eventualis) genügt. Ein bloß fahrlässiges Handeln, also die Außerachtlassung der gehörigen Sorgfalt, reicht zur Verwirklichung dieses Tatbestandes hingegen nicht aus (VwGH 20. 9. 2000, 2000/08/0056; 20. 10. 1992, 92/08/0042; stRsp). Der (bedingte) Vorsatz, eine zugewiesene Beschäftigung zu vereiteln, muss sich auf alle Tatbestandselemente beziehen, also auch darauf, dass die zugewiesene Beschäftigung zumutbar iSd § 9 Abs. 2 AlVG ist. Jedes gem. Paragraph 10, Absatz eins, AlVG sanktionierbare Verhalten verlangt ein vorsätzliches Handeln des Arbeitslosen, wobei bedingter Vorsatz (dolus eventualis) genügt. Ein bloß fahrlässiges Handeln, also die Außerachtlassung der gehörigen Sorgfalt, reicht zur Verwirklichung dieses Tatbestandes hingegen nicht aus (VwGH 20. 9. 2000, 2000/08/0056; 20. 10. 1992, 92/08/0042; stRsp). Der (bedingte) Vorsatz, eine zugewiesene Beschäftigung zu vereiteln, muss sich auf alle Tatbestandselemente beziehen, also auch darauf, dass die zugewiesene Beschäftigung zumutbar iSd Paragraph 9, Absatz 2, AlVG ist. Da die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des mit dem potentiellen Dienstgeber geführten Telefonates (26.04.2022) weder Kenntnis von der unzureichenden öffentlichen Verkehrsanbindung – angesichts des nunmehr vom potentiellen Dienstgeber mit 05:30 Uhr vorgegebenen Dienstbeginns – zum Dienstort hatte, noch davon ausgehen musste, dass das Vorhandensein eines Fahrzeuges ein unabdingbares Einstellungskriterium für den potentiellen Dienstgeber darstellte, kann der ihrerseits gesetzten Handlung (Bekanntgabe über die Fahruntauglichkeit ihres Fahrzeugs) kein bedingter Vorsatz abgeleitet werden. Die Beschwerdeführerin musste in Anbetracht des Inhaltes der verfahrensgegenständlichen Stellenanzeige nicht davon ausgehen, dass durch ihre Bekanntgabe eine Arbeitsaufnahme endgültig ausgeschlossen werden würde. Zum einen war der Stellenanzeige abzuleiten, dass bei Bedarf ein Quartier angeboten hätte werden können und zum anderen hätten auch die Arbeitszeiten durch Absprache geregelt werden können. Wird schließlich noch die umgehende Absage des potentiellen Dienstgebers nach Informationserhalt über das fehlende Fahrzeug und seine fehlende Bereitschaft, der Beschwerdeführerin überhaupt ein Quartier anzubieten betrachtet, gelangt der erkennende Senat in Gesamtschau der vorgelegenen Umstände zum Ergebnis, dass der Beschwerdeführerin im konkreten Fall ihr Verhalten nicht vorwerfbar ist. Es war sohin spruchgemäß zu entscheiden. 3. Absehen von einer mündlichen Verhandlung: Von einer mündlichen Verhandlung konnte

§ 24Abs. 4 Vw

GVG abgesehen werden, da die Akten erkennen ließen, dass die mündliche Erörterung eine weitere Klärung der Rechtssache nicht erwarten lässt. Von einer mündlichen Verhandlung konnte

Paragraph 24, Absatz 4, VwGVG abgesehen werden, da die Akten erkennen ließen, dass die mündliche Erörterung eine weitere Klärung der Rechtssache nicht erwarten lässt. Der Sachverhalt zur Beurteilung der Rechtmäßigkeit der Sanktion ist entsprechend der Aktenlage in Verbindung mit der Beschwerde hinreichend geklärt. Der entscheidungsrelevante Sachverhalt war damit weder in wesentlichen Punkten ergänzungsbedürftig noch erschien er in entscheidenden Punkten als nicht richtig. Rechtlich relevante Neuerungen wurden in der Beschwerde oder im Vorlageantrag nicht vorgetragen und es liegt keine Rechtsfrage von besonderer Komplexität vor. All dies lässt die Einschätzung zu, dass die mündliche Erörterung eine weitere Klärung der Rechtssache nicht erwarten ließ und eine Entscheidung ohne vorherige Verhandlung im Beschwerdefall nicht nur mit Art. 6 EMRK und Art. 47 GRC kompatibel ist, sondern auch im Sinne des Gesetzes (§ 24 Abs. 1 VwGVG) liegt, weil damit dem Grundsatz der Zweckmäßigkeit, Raschheit, Einfachheit und Kostenersparnis (§ 39 Abs. 2a AVG) gedient ist, gleichzeitig aber das Interesse der materiellen Wahrheit und der Wahrung des Parteiengehörs nicht verkürzt wird.Der Sachverhalt zur Beurteilung der Rechtmäßigkeit der Sanktion ist entsprechend der Aktenlage in Verbindung mit der Beschwerde hinreichend geklärt. Der entscheidungsrelevante Sachverhalt war damit weder in wesentlichen Punkten ergänzungsbedürftig noch erschien er in entscheidenden Punkten als nicht richtig. Rechtlich relevante Neuerungen wurden in der Beschwerde oder im Vorlageantrag nicht vorgetragen und es liegt keine Rechtsfrage von besonderer Komplexität vor. All dies lässt die Einschätzung zu, dass die mündliche Erörterung eine weitere Klärung der Rechtssache nicht erwarten ließ und eine Entscheidung ohne vorherige Verhandlung im Beschwerdefall nicht nur mit Artikel 6, EMRK und Artikel 47, GRC kompatibel ist, sondern auch im Sinne des Gesetzes (Paragraph 24, Absatz eins, VwGVG) liegt, weil damit dem Grundsatz der Zweckmäßigkeit, Raschheit, Einfachheit und Kostenersparnis (Paragraph 39, Absatz 2 a, AVG) gedient ist, gleichzeitig aber das Interesse der materiellen Wahrheit und der Wahrung des Parteiengehörs nicht verkürzt wird. Zu B) Unzulässigkeit der Revision:

§ 25aAbs. 1 Vw

GG hat das Verwaltungsgericht im Spruch seines Erkenntnisses oder Beschlusses auszusprechen, ob die Revision

Art. 133Abs. 4 B-VG zulässig ist. Der Ausspruch ist kurz zu begründen (Vw

GH vom 22.05.2014, Ra 2014/01/0030).

Paragraph 25 a, Absatz eins, VwGG hat das Verwaltungsgericht im Spruch seines Erkenntnisses oder Beschlusses auszusprechen, ob die Revision

Artikel 133, Absatz 4, B-VG zulässig ist. Der Ausspruch ist kurz zu begründen (Vw

GH vom 22.05.2014, Ra 2014/01/0030). Die Revision ist

Art 133Abs.

4 B-VG nicht zulässig, weil die Entscheidung nicht von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt. Weder weicht die gegenständliche Entscheidung von der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ab, noch fehlt es an einer Rechtsprechung; weiters ist die vorliegende Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes auch nicht als uneinheitlich zu beurteilen. Auch liegen keine sonstigen Hinweise auf eine grundsätzliche Bedeutung der zu lösenden Rechtsfrage vor.Die Revision ist

Artikel 133

, Absatz 4, B-VG nicht zulässig, weil die Entscheidung nicht von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt. Weder weicht die gegenständliche Entscheidung von der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ab, noch fehlt es an einer Rechtsprechung; weiters ist die vorliegende Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes auch nicht als uneinheitlich zu beurteilen. Auch liegen keine sonstigen Hinweise auf eine grundsätzliche Bedeutung der zu lösenden Rechtsfrage vor. European Case Law IdentifierECLI:AT:BVWG:2024:L523.2273562.1.00

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