W121 2307118-1
RIS Dokument GerichtBundesverwaltungsgericht Entscheidungsdatum16.02.2026 GeschäftszahlW121 2307118-1 Spruch, W121 2307118-1/4E IM NAMEN DER REPUBLIK!
Das Bundesverwaltungsgericht hat durch die Richterin Mag. Erika ENZLBERGER-HEIS als Vorsitzende und die fachkundigen Laienrichter Mag. Elke DE BUCK-LAINER (aus dem Kreis der Arbeitnehmer) und Mag. Beatrix BINDER (aus dem Kreis der Arbeitgeber) als Beisitzer über die Beschwerde von XXXX gegen den Bescheid des Arbeitsmarktservice XXXX (AMS) vom XXXX , VSNR: XXXX , betreffend die Feststellung der Höhe des Anspruches auf Weiterbildungsgeld ab dem XXXX , zu Recht erkannt:Das Bundesverwaltungsgericht hat durch die Richterin Mag. Erika ENZLBERGER-HEIS als Vorsitzende und die fachkundigen Laienrichter Mag. Elke DE BUCK-LAINER (aus dem Kreis der Arbeitnehmer) und Mag. Beatrix BINDER (aus dem Kreis der Arbeitgeber) als Beisitzer über die Beschwerde von römisch 40 gegen den Bescheid des Arbeitsmarktservice römisch 40 (AMS) vom römisch 40 , VSNR: römisch 40 , betreffend die Feststellung der Höhe des Anspruches auf Weiterbildungsgeld ab dem römisch 40 , zu Recht erkannt:
A) Die Beschwerde wird als unbegründet abgewiesen.
B) Die Revision ist gemäß Art. 133 Abs. 4 B-VG nicht zulässig.Die Revision ist gemäß Artikel 133, Absatz 4, B-VG nicht zulässig.
TextEntscheidungsgründe:
I. Verfahrensgang:römisch eins. Verfahrensgang:
Am XXXX stellte der Beschwerdeführer beim Arbeitsmarktservice (im Folgenden: belangte Behörde, AMS) einen Antrag auf Zuerkennung von Weiterbildungsgeld ab dem XXXX .Am römisch 40 stellte der Beschwerdeführer beim Arbeitsmarktservice (im Folgenden: belangte Behörde, AMS) einen Antrag auf Zuerkennung von Weiterbildungsgeld ab dem römisch 40 .
Mit Bescheid der belangten Behörde vom XXXX wurde festgestellt, dass dem Beschwerdeführer gemäß §§ 20, 21, 26 und 47 Arbeitslosenversicherungsgesetz (im Folgenden: AlVG) ab dem XXXX Weiterbildungsgeld in der Höhe von täglich € XXXX gebühre. Begründend wurde – nach Darlegung der gesetzlichen Grundlagen – ausgeführt, dass für die Beurteilung der Höhe des Anspruches auf Weiterbildungsgeld die monatlichen Beitragsgrundlagen aus den Kalendermonaten Oktober XXXX bis September XXXX herangezogen worden seien. Gemäß § 108 Abs. 4 ASVG seien die monatlichen Beitragsgrundlagen des Beschwerdeführers für das Kalenderjahr XXXX – da sie bezogen auf den Zeitpunkt der Geltendmachung aus dem vorvorigen Kalenderjahr stammen würden – mit einem Aufwertungsfaktor von XXXX aufzuwerten.
Daraus ergebe sich im Falle des Beschwerdeführers ein durchschnittliches monatliches Bruttogehalt von € XXXX zuzüglich ein Sechstel Sonderzahlungen-Pauschale in der Höhe von € XXXX , somit eine monatliche Bemessungsgrundlage in der Höhe von insgesamt € XXXX . Nach Darlegung der Berechnung der gemäß § 21 Abs. 1 AlVG festgesetzten und gemäß § 108 Abs. 4 ASVG aufgewertet Bemessungsgrundlage in der Höhe von € XXXX führte die belangte Behörde zur Berechnung des Weiterbildungsgeldes aus, dass die heranzuziehende Bemessungsgrundlage in der Höhe von € XXXX einem monatlichen Nettoeinkommen in der Höhe von € XXXX entspreche. Das tägliche Nettoeinkommen betrage daher € XXXX (= € XXXX x 12 : 365 Tage).
Als Grundbetrag des Arbeitslosengeldes [Weiterbildungsgeldes] gebühre dem Beschwerdeführer 55 % des täglichen Nettoeinkommens. Der tägliche Grundbetrag des Weiterbildungsgeldes bemesse sich daher mit € XXXX . Da der tägliche Grundbetrag des Beschwerdeführers in der Höhe von € XXXX den täglichen Ausgleichzulagenrichtsatz in der Höhe von € XXXX nicht übersteigen würde, gebühre ihm gemäß § 21 Abs. 4 AlVG zusätzlich zum Grundbetrag ein Ergänzungsbetrag in der Höhe von € XXXX täglich. Demnach gebühre dem Beschwerdeführer ab dem XXXX Weiterbildungsgeld bei Bildungskarenz in der Höhe von € XXXX täglich.Mit Bescheid der belangten Behörde vom römisch 40 wurde festgestellt, dass dem Beschwerdeführer gemäß Paragraphen 20, 21, 26 und 47 Arbeitslosenversicherungsgesetz (im Folgenden: AlVG) ab dem römisch 40 Weiterbildungsgeld in der Höhe von täglich € römisch 40 gebühre.
Begründend wurde – nach Darlegung der gesetzlichen Grundlagen – ausgeführt, dass für die Beurteilung der Höhe des Anspruches auf Weiterbildungsgeld die monatlichen Beitragsgrundlagen aus den Kalendermonaten Oktober römisch 40 bis September römisch 40 herangezogen worden seien. Gemäß Paragraph 108, Absatz 4, ASVG seien die monatlichen Beitragsgrundlagen des Beschwerdeführers für das Kalenderjahr römisch 40 – da sie bezogen auf den Zeitpunkt der Geltendmachung aus dem vorvorigen Kalenderjahr stammen würden – mit einem Aufwertungsfaktor von römisch 40 aufzuwerten. Daraus ergebe sich im Falle des Beschwerdeführers ein durchschnittliches monatliches Bruttogehalt von € römisch 40 zuzüglich ein Sechstel Sonderzahlungen-Pauschale in der Höhe von € römisch 40 , somit eine monatliche Bemessungsgrundlage in der Höhe von insgesamt € römisch 40 .
Nach Darlegung der Berechnung der gemäß Paragraph 21, Absatz eins, AlVG festgesetzten und gemäß Paragraph 108, Absatz 4, ASVG aufgewertet Bemessungsgrundlage in der Höhe von € römisch 40 führte die belangte Behörde zur Berechnung des Weiterbildungsgeldes aus, dass die heranzuziehende Bemessungsgrundlage in der Höhe von € römisch 40 einem monatlichen Nettoeinkommen in der Höhe von € römisch 40 entspreche. Das tägliche Nettoeinkommen betrage daher € römisch 40 (= € römisch 40 x 12 : 365 Tage). Als Grundbetrag des Arbeitslosengeldes [Weiterbildungsgeldes] gebühre dem Beschwerdeführer 55 % des täglichen Nettoeinkommens. Der tägliche Grundbetrag des Weiterbildungsgeldes bemesse sich daher mit € römisch 40 .
Da der tägliche Grundbetrag des Beschwerdeführers in der Höhe von € römisch 40 den täglichen Ausgleichzulagenrichtsatz in der Höhe von € römisch 40 nicht übersteigen würde, gebühre ihm gemäß Paragraph 21, Absatz 4, AlVG zusätzlich zum Grundbetrag ein Ergänzungsbetrag in der Höhe von € römisch 40 täglich. Demnach gebühre dem Beschwerdeführer ab dem römisch 40 Weiterbildungsgeld bei Bildungskarenz in der Höhe von € römisch 40 täglich.
Gegen diesen Bescheid erhob der Beschwerdeführer fristgerecht Beschwerde und führte im Wesentlichen aus, dass die belangte Behörde für die Beurteilung der Höhe des Anspruches auf Weiterbildungsgeld die monatlichen Beitragsgrundlagen aus den Kalendermonaten Oktober XXXX bis September XXXX herangezogen habe, nicht jedoch die Kalendermonate Oktober XXXX bis September XXXX . Die Berechnung des Weiterbildungsgeldes basiere daher auf einer falschen Grundlage. Es sei ein monatliches Bruttogehalt von € XXXX heranzuziehen. Der Beschwerdeführer bitte daher um eine Neuberechnung des Weiterbildungsgeldes auf Basis seines Bruttoeinkommens der Monate Oktober XXXX bis September XXXX und um Nachzahlung der Differenz.Gegen diesen Bescheid erhob der Beschwerdeführer fristgerecht Beschwerde und führte im Wesentlichen aus, dass die belangte Behörde für die Beurteilung der Höhe des Anspruches auf Weiterbildungsgeld die monatlichen Beitragsgrundlagen aus den Kalendermonaten Oktober römisch 40 bis September römisch 40 herangezogen habe, nicht jedoch die Kalendermonate Oktober römisch 40 bis September römisch 40 . Die Berechnung des Weiterbildungsgeldes basiere daher auf einer falschen Grundlage. Es sei ein monatliches Bruttogehalt von € römisch 40 heranzuziehen. Der Beschwerdeführer bitte daher um eine Neuberechnung des Weiterbildungsgeldes auf Basis seines Bruttoeinkommens der Monate Oktober römisch 40 bis September römisch 40 und um Nachzahlung der Differenz.
Die belangte Behörde legte die Beschwerde samt Bezug habenden Akt dem Bundesverwaltungsgericht am XXXX zur Entscheidung vor.Die belangte Behörde legte die Beschwerde samt Bezug habenden Akt dem Bundesverwaltungsgericht am römisch 40 zur Entscheidung vor.
II. Das Bundesverwaltungsgericht hat erwogen:römisch zwei. Das Bundesverwaltungsgericht hat erwogen:
Der Beschwerdeführer steht seit XXXX in einem vollversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis beim Dienstgeber XXXX .Der Beschwerdeführer steht seit römisch 40 in einem vollversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis beim Dienstgeber römisch 40 .
Am XXXX vereinbarte der Beschwerdeführer mit seinem Dienstgeber für den Zeitraum vom XXXX bis zum XXXX eine Bildungskarenz gemäß § 11 AVRAG.Am römisch 40 vereinbarte der Beschwerdeführer mit seinem Dienstgeber für den Zeitraum vom römisch 40 bis zum römisch 40 eine Bildungskarenz gemäß Paragraph 11, AVRAG.
Der Beschwerdeführer stellte am XXXX (Tag der Geltendmachung XXXX ) beim AMS einen Antrag auf die Zuerkennung von Weiterbildungsgeld. Er gab dem AMS gegenüber bekannt, dass er während der vereinbarten Bildungskarenz ab dem Wintersemester XXXX das Bachelorstudium XXXX an der XXXX absolviert.Der Beschwerdeführer stellte am römisch 40 (Tag der Geltendmachung römisch 40 ) beim AMS einen Antrag auf die Zuerkennung von Weiterbildungsgeld. Er gab dem AMS gegenüber bekannt, dass er während der vereinbarten Bildungskarenz ab dem Wintersemester römisch 40 das Bachelorstudium römisch 40 an der römisch 40 absolviert.
Mit Leistungsmitteilung vom XXXX wurde dem Beschwerdeführer Weiterbildungsgeld für die Zeit vom XXXX bis XXXX in der Höhe von täglich € XXXX zuerkannt.Mit Leistungsmitteilung vom römisch 40 wurde dem Beschwerdeführer Weiterbildungsgeld für die Zeit vom römisch 40 bis römisch 40 in der Höhe von täglich € römisch 40 zuerkannt.
Der unter I. angeführte Verfahrensgang und der entscheidungswesentliche Sachverhalt ergeben sich aus dem diesbezüglich unbedenklichen und unzweifelhaften Akteninhalt und dem vorgelegten Verfahrensakt der belangten Behörde. Der wesentliche Sachverhalt ist im gegenständlichen Fall unstrittig und handelt es sich um die Beurteilung einer reinen Rechtsfrage.Der unter römisch eins. angeführte Verfahrensgang und der entscheidungswesentliche Sachverhalt ergeben sich aus dem diesbezüglich unbedenklichen und unzweifelhaften Akteninhalt und dem vorgelegten Verfahrensakt der belangten Behörde. Der wesentliche Sachverhalt ist im gegenständlichen Fall unstrittig und handelt es sich um die Beurteilung einer reinen Rechtsfrage.
Die Feststellungen zum vollversicherungspflichtigen Dienstverhältnis ergibt sich aus dem im Akt einliegenden Versicherungsverlauf des AMS in Zusammenschau mit der Einsichtnahme in die beim Dachverband der Sozialversicherungsträger gespeicherten Daten.
Die Vereinbarung einer Bildungskarenz vom XXXX bis XXXX gemäß § 11 AVRAG ist im Akt dokumentiert.Die Vereinbarung einer Bildungskarenz vom römisch 40 bis römisch 40 gemäß Paragraph 11, AVRAG ist im Akt dokumentiert.
Der Antrag auf Weiterbildungsgeld samt den Hinweisen auf die Verpflichtungen des Beschwerdeführers liegt ebenfalls im Akt ein.
Die Feststellung, dass der Beschwerdeführer ab dem Wintersemester XXXX das Bachelorstudium XXXX an der XXXX absolviert, ergibt sich aus der Studienbestätigung der XXXX vom XXXX .Die Feststellung, dass der Beschwerdeführer ab dem Wintersemester römisch 40 das Bachelorstudium römisch 40 an der römisch 40 absolviert, ergibt sich aus der Studienbestätigung der römisch 40 vom römisch 40 .
Die Zuerkennung von Weiterbildungsgeld ab dem XXXX in der Höhe von € XXXX täglich ergibt sich aus der Mitteilung über den Leistungsanspruch bzw. der Berechnung der belangten Behörde im angefochtenen Bescheid vom XXXX . Die Zuerkennung von Weiterbildungsgeld ab dem römisch 40 in der Höhe von € römisch 40 täglich ergibt sich aus der Mitteilung über den Leistungsanspruch bzw. der Berechnung der belangten Behörde im angefochtenen Bescheid vom römisch 40 .
Zur Höhe der bezogenen Leistung ist auf die rechtliche Beurteilung zu verweisen.
Die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichtes und die Entscheidung durch einen Senat unter Mitwirkung fachkundiger Laienrichter ergeben sich aus §§ 6, 7 Bundesverwaltungsgerichtsgesetz (BVwGG) iVm § 56 Abs. 2 AlVG (vgl. VwGH 07.09.2017, Ra 2017/08/0081).Die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichtes und die Entscheidung durch einen Senat unter Mitwirkung fachkundiger Laienrichter ergeben sich aus Paragraphen 6, 7, Bundesverwaltungsgerichtsgesetz (BVwGG) in Verbindung mit Paragraph 56, Absatz 2, AlVG vergleiche VwGH 07.09.2017, Ra 2017/08/0081). § 56 Abs. 2 AlVG normiert, dass über Beschwerden gegen Bescheide der Geschäftsstellen des Arbeitsmarktservice das Bundesverwaltungsgericht durch einen Senat zu entscheiden hat, dem zwei fachkundige Laienrichter, je einer aus dem Kreis der Arbeitgeber und einer aus dem Kreis der Arbeitnehmer angehören.Paragraph 56, Absatz 2, AlVG normiert, dass über Beschwerden gegen Bescheide der Geschäftsstellen des Arbeitsmarktservice das Bundesverwaltungsgericht durch einen Senat zu entscheiden hat, dem zwei fachkundige Laienrichter, je einer aus dem Kreis der Arbeitgeber und einer aus dem Kreis der Arbeitnehmer angehören.
Gemäß § 17 VwGVG sind, soweit in diesem Bundesgesetz nicht anderes bestimmt ist, auf das Verfahren über Beschwerden gemäß Art. 130 Abs. 1 B-VG die Bestimmungen des AVG mit Ausnahme der §§ 1 bis 5 sowie des IV. Teiles, die Bestimmungen der Bundesabgabenordnung – BAO, BGBl. Nr. 194/1961, des Agrarverfahrensgesetzes – AgrVG, BGBl. Nr. 173/1950, und des Dienstrechtsverfahrensgesetzes 1984 – DVG, BGBl. Nr. 29/1984, und im Übrigen jene verfahrensrechtlichen Bestimmungen in Bundes- oder Landesgesetzen sinngemäß anzuwenden, die die Behörde in dem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht vorangegangenen Verfahren angewendet hat oder anzuwenden gehabt hätte.Gemäß Paragraph 17, VwGVG sind, soweit in diesem Bundesgesetz nicht anderes bestimmt ist, auf das Verfahren über Beschwerden gemäß Artikel 130, Absatz eins, B-VG die Bestimmungen des AVG mit Ausnahme der Paragraphen eins bis 5 sowie des römisch vier. Teiles, die Bestimmungen der Bundesabgabenordnung – BAO, Bundesgesetzblatt Nr. 194 aus 1961,, des Agrarverfahrensgesetzes – AgrVG, Bundesgesetzblatt Nr. 173 aus 1950,, und des Dienstrechtsverfahrensgesetzes 1984 – DVG, Bundesgesetzblatt Nr. 29 aus 1984,, und im Übrigen jene verfahrensrechtlichen Bestimmungen in Bundes- oder Landesgesetzen sinngemäß anzuwenden, die die Behörde in dem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht vorangegangenen Verfahren angewendet hat oder anzuwenden gehabt hätte.
Gemäß § 28 Abs. 1 VwGVG hat das Verwaltungsgericht die Rechtssache durch Erkenntnis zu erledigen, sofern die Beschwerde nicht zurückzuweisen oder das Verfahren einzustellen ist.Gemäß Paragraph 28, Absatz eins, VwGVG hat das Verwaltungsgericht die Rechtssache durch Erkenntnis zu erledigen, sofern die Beschwerde nicht zurückzuweisen oder das Verfahren einzustellen ist.
Zu A) Abweisung der Beschwerde:
3.1. Die Bestimmungen des Arbeitslosenversicherungsgesetzes 1977 (AlVG) in der hier maßgeblichen Fassung lauten wie folgt: „Ausmaß des Arbeitslosengeldes § 20. (1) Das Arbeitslosengeld besteht aus dem Grundbetrag und den Familienzuschlägen sowie einem allfälligen Ergänzungsbetrag.Paragraph 20, (1) Das Arbeitslosengeld besteht aus dem Grundbetrag und den Familienzuschlägen sowie einem allfälligen Ergänzungsbetrag.
Durch Teilung des Entgelts der gesamten Beitragsgrundlagen (einschließlich Sonderzahlungen) durch zwölf ergibt sich das monatliche Bruttoeinkommen. Beitragsgrundlagen, die Zeiten einer gemäß § 1 Abs. 2 lit. e von der Arbeitslosenversicherungspflicht ausgenommenen krankenversicherungspflichtigen Erwerbstätigkeit enthalten, gelten als Beitragsgrundlagen aus arbeitslosenversicherungspflichtigem Entgelt. Für Personen, die gemäß § 3 versichert waren, sind die entsprechenden Beitragsgrundlagen in der Arbeitslosenversicherung heranzuziehen. Bei Zusammentreffen von Beitragsgrundlagen aus arbeitslosenversicherungspflichtigem Entgelt mit Beitragsgrundlagen auf Grund der Versicherung gemäß § 3 ist die Summe beider Beitragsgrundlagen heranzuziehen.
Kalendermonate, die folgende Zeiträume enthalten, bleiben außer Betracht:Paragraph 21, (1) Für die Festsetzung des Grundbetrages des Arbeitslosengeldes ist das Entgelt der letzten zwölf zum Zeitpunkt der Geltendmachung nach Ablauf der Berichtigungsfrist gemäß Paragraph 34, Absatz 4, ASVG liegenden Kalendermonate aus den beim Dachverband der Sozialversicherungsträger (Dachverband) gespeicherten Beitragsgrundlagen aus arbeitslosenversicherungspflichtigem laufenden Entgelt, mangels solcher aus anderen gespeicherten Beitragsgrundlagen heranzuziehen. Monatliche Beitragsgrundlagen, die bezogen auf den Zeitpunkt der Geltendmachung aus dem vorvorigen oder einem noch früheren Kalenderjahr stammen, sind mit den Aufwertungsfaktoren gemäß Paragraph 108, Absatz 4, ASVG der betreffenden Jahre aufzuwerten.
Sonderzahlungen im Sinne der gesetzlichen Sozialversicherung (Paragraph 49, ASVG) sind pauschal durch Hinzurechnung eines Sechstels zu den jeweiligen Beitragsgrundlagen aus laufendem Entgelt zu berücksichtigen. Durch Teilung des Entgelts der gesamten Beitragsgrundlagen (einschließlich Sonderzahlungen) durch zwölf ergibt sich das monatliche Bruttoeinkommen. Beitragsgrundlagen, die Zeiten einer gemäß Paragraph eins, Absatz 2, Litera e, von der Arbeitslosenversicherungspflicht ausgenommenen krankenversicherungspflichtigen Erwerbstätigkeit enthalten, gelten als Beitragsgrundlagen aus arbeitslosenversicherungspflichtigem Entgelt. Für Personen, die gemäß Paragraph 3, versichert waren, sind die entsprechenden Beitragsgrundlagen in der Arbeitslosenversicherung heranzuziehen.
Bei Zusammentreffen von Beitragsgrundlagen aus arbeitslosenversicherungspflichtigem Entgelt mit Beitragsgrundlagen auf Grund der Versicherung gemäß Paragraph 3, ist die Summe beider Beitragsgrundlagen heranzuziehen. Kalendermonate, die folgende Zeiträume enthalten, bleiben außer Betracht:
Liegen ausschließlich Teile von Kalendermonaten vor, für die eine Beitragsgrundlage gespeichert ist, so ist das (gegebenenfalls aufgewertete) laufende Entgelt in diesen bis zu zwölf letzten Kalendermonaten durch die Zahl der Versicherungstage mit laufendem Entgelt zu teilen und mit 30 zu vervielfachen sowie die sich ergebende Summe um ein Sechstel zu erhöhen.(2) Liegen zum Zeitpunkt der Geltendmachung weniger als zwölf nach Ablauf der Berichtigungsfrist gemäß Paragraph 34, Absatz 4, ASVG liegende Kalendermonate, jedoch mindestens sechs derartige Kalendermonate vor, so ist für die Festsetzung des Grundbetrages des Arbeitslosengeldes das Entgelt dieser Kalendermonate heranzuziehen und durch die Anzahl der Kalendermonate zu teilen.
Liegen Beitragsgrundlagen für weniger als sechs derartige Kalendermonate vor, so ist für die Festsetzung des Grundbetrages des Arbeitslosengeldes das Entgelt der vorliegenden Kalendermonate heranzuziehen und durch die Anzahl der Kalendermonate zu teilen. Im Übrigen ist Absatz eins, entsprechend anzuwenden. Absatz eins, letzter Satz ist nicht anzuwenden, wenn andernfalls keine Beitragsgrundlagen für eine Bemessung herangezogen werden könnten. Liegen ausschließlich Teile von Kalendermonaten vor, für die eine Beitragsgrundlage gespeichert ist, so ist das (gegebenenfalls aufgewertete) laufende Entgelt in diesen bis zu zwölf letzten Kalendermonaten durch die Zahl der Versicherungstage mit laufendem Entgelt zu teilen und mit 30 zu vervielfachen sowie die sich ergebende Summe um ein Sechstel zu erhöhen.
Zur Ermittlung des täglichen Nettoeinkommens ist das nach Absatz eins, oder Absatz 2, ermittelte monatliche Bruttoeinkommen um die zum Zeitpunkt der Geltendmachung für einen alleinstehenden Angestellten maßgeblichen sozialen Abgaben und die maßgebliche Einkommensteuer unter Berücksichtigung der ohne Antrag gebührenden Freibeträge zu vermindern und sodann mit zwölf zu vervielfachen und durch 365 zu teilen. Das monatliche Einkommen ist nur bis zu der drei Jahre vor der Geltendmachung des Arbeitslosengeldes für den Arbeitslosenversicherungsbeitrag maßgeblichen Höchstbeitragsgrundlage (Paragraph 2, Absatz eins, AMPFG) zu berücksichtigen.
Eine praktische Ausbildung darf nicht beim karenzierenden Arbeitgeber stattfinden, es sei denn, dass die Ausbildung nur dort möglich ist.1. Bei einer Bildungskarenz gemäß Paragraph 11, AVRAG muss die Teilnahme an einer im Wesentlichen der Dauer der Bildungskarenz entsprechenden Weiterbildungsmaßnahme nachgewiesen werden. Das Ausmaß der Weiterbildungsmaßnahme muss mindestens 20 Wochenstunden, bei Personen mit Betreuungsverpflichtungen für Kinder bis zum vollendeten siebenten Lebensjahr, für die keine längere Betreuungsmöglichkeit besteht, mindestens 16 Wochenstunden betragen. Umfasst die Weiterbildungsmaßnahme nur eine geringere Wochenstundenanzahl, so ist nachzuweisen, dass zur Erreichung des Ausbildungszieles zusätzliche Lern- und Übungszeiten in einem Ausmaß erforderlich sind, dass insgesamt eine vergleichbare zeitliche Belastung besteht.
Eine praktische Ausbildung darf nicht beim karenzierenden Arbeitgeber stattfinden, es sei denn, dass die Ausbildung nur dort möglich ist.
Wurde innerhalb der Rahmenfrist zuerst Bildungsteilzeitgeld bezogen, so ist das Weiterbildungsgeld zum Zeitpunkt der ersten Geltendmachung des Weiterbildungsgeldes innerhalb des Vierjahreszeitraumes zu bemessen.3. Innerhalb einer Rahmenfrist von vier Jahren kann, unabhängig davon ob eine Bildungskarenz oder eine Freistellung gegen Entfall des Arbeitsentgelts vorliegt, insgesamt längstens ein Jahr Weiterbildungsgeld bezogen werden. Wenn die Weiterbildungsmaßnahme in Teilen stattfindet, kann das Weiterbildungsgeld innerhalb einer Rahmenfrist von vier Jahren fortbezogen werden. Wurde innerhalb der Rahmenfrist bereits Bildungsteilzeitgeld (Paragraph 26 a,) bezogen, so ist der Zeitraum, in dem Bildungsteilzeitgeld bezogen wurde, zur Hälfte auf die Bezugsdauer für Weiterbildungsgeld anzurechnen.
Bruchteile von Tagen bleiben außer Betracht. Die Anwartschaft ist nur bei der ersten Inanspruchnahme von Weiterbildungsgeld oder Bildungsteilzeitgeld innerhalb des Vierjahreszeitraumes zu erbringen. Wurde innerhalb der Rahmenfrist zuerst Bildungsteilzeitgeld bezogen, so ist das Weiterbildungsgeld zum Zeitpunkt der ersten Geltendmachung des Weiterbildungsgeldes innerhalb des Vierjahreszeitraumes zu bemessen.
Wer den Nachweis nicht erbringt, verliert den Anspruch auf Weiterbildungsgeld für die weitere mögliche Bezugsdauer innerhalb der Rahmenfrist gemäß Z 3. Das Arbeitsmarktservice hat nach Anhörung des Regionalbeirates den Anspruchsverlust nachzusehen, wenn berücksichtigungswürdige Gründe für die Nichterbringung der erforderlichen Nachweise vorliegen, insbesondere wenn diese auf unvorhersehbare und unabwendbare Ereignisse oder Umstände zurückzuführen sind.5. Erfolgt die Weiterbildung in Form eines Studiums an einer im Paragraph 3, des Studienförderungsgesetzes 1992 (StudFG), Bundesgesetzblatt Nr. 305 aus 1992,, genannten Einrichtung, so ist nach jeweils sechs Monaten (nach jedem Semester) ein Nachweis über die Ablegung von Prüfungen aus Pflicht- und Wahlfächern im Gesamtumfang von vier Semesterwochenstunden oder im Ausmaß von acht ECTS-Punkten oder ein anderer geeigneter Erfolgsnachweis (wie beispielsweise Ablegung der Diplomprüfung oder des Rigorosums oder Bestätigung des Fortschrittes und zu erwartenden positiven Abschlusses einer Diplomarbeit oder sonstigen Abschlussarbeit) zu erbringen.
Der Nachweis ist unabhängig von einem Wechsel der Einrichtung oder des Studiums durch Bestätigungen der im Paragraph 3, StudFG genannten Einrichtungen zu erbringen. Wer den Nachweis nicht erbringt, verliert den Anspruch auf Weiterbildungsgeld für die weitere mögliche Bezugsdauer innerhalb der Rahmenfrist gemäß Ziffer 3, Das Arbeitsmarktservice hat nach Anhörung des Regionalbeirates den Anspruchsverlust nachzusehen, wenn berücksichtigungswürdige Gründe für die Nichterbringung der erforderlichen Nachweise vorliegen, insbesondere wenn diese auf unvorhersehbare und unabwendbare Ereignisse oder Umstände zurückzuführen sind.
Übergangsrecht § 81. (1) – (18) […]Paragraph 81, (1) – (18) […]
In Betrieben, in denen ein für den Arbeitnehmer zuständiger Betriebsrat errichtet ist, ist dieser auf Verlangen des Arbeitnehmers den Verhandlungen beizuziehen.Paragraph 11, (1) Arbeitnehmer und Arbeitgeber können eine Bildungskarenz gegen Entfall des Arbeitsentgeltes für die Dauer von mindestens zwei Monaten bis zu einem Jahr vereinbaren, sofern das Arbeitsverhältnis ununterbrochen sechs Monate gedauert hat. Eine neuerliche Bildungskarenz kann frühestens nach dem Ablauf von vier Jahren ab dem Antritt der letzten Bildungskarenz (Rahmenfrist) vereinbart werden. Die Bildungskarenz kann auch in Teilen vereinbart werden, wobei die Dauer eines Teils mindestens zwei Monate zu betragen hat und die Gesamtdauer der einzelnen Teile innerhalb der Rahmenfrist, die mit Antritt des ersten Teils der Bildungskarenz zu laufen beginnt, ein Jahr nicht überschreiten darf.
Bei der Vereinbarung über die Bildungskarenz ist auf die Interessen des Arbeitnehmers und auf die Erfordernisse des Betriebes Rücksicht zu nehmen. In Betrieben, in denen ein für den Arbeitnehmer zuständiger Betriebsrat errichtet ist, ist dieser auf Verlangen des Arbeitnehmers den Verhandlungen beizuziehen.
Abs. 1 vorletzter und letzter Satz sind anzuwenden.(1a) Arbeitnehmer und Arbeitgeber können eine Bildungskarenz für die Dauer von mindestens zwei Monaten bis zu einem Jahr auch in einem befristeten Arbeitsverhältnis in einem Saisonbetrieb (Paragraph 53, Absatz 6, ArbVG) vereinbaren, sofern das befristete Arbeitsverhältnis ununterbrochen drei Monate gedauert hat und jeweils vor dem Antritt einer Bildungskarenz oder einer neuerlichen Bildungskarenz eine Beschäftigung zum selben Arbeitgeber im Ausmaß von mindestens sechs Monaten vorliegt. Zeiten von befristeten Arbeitsverhältnissen zum selben Arbeitgeber, die innerhalb eines Zeitraumes von vier Jahren vor Antritt der jeweiligen Bildungskarenz und gegebenenfalls nach Rückkehr aus der mit diesem Arbeitgeber zuletzt vereinbarten Bildungskarenz liegen, sind hinsichtlich des Erfordernisses der Mindestbeschäftigungsdauer zusammenzurechnen.
Absatz eins, vorletzter und letzter Satz sind anzuwenden.
Freistellung gegen Entfall des Arbeitsentgeltes § 12. Eine Freistellung gegen Entfall des Arbeitsentgeltes für die Dauer von mindestens sechs Monaten bis zu einem Jahr, für die eine Förderung aus Mitteln der Arbeitslosenversicherung oder des Arbeitsmarktservice in Anspruch genommen wird, ist zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu vereinbaren. Im übrigen gilt § 11 Abs. 2, 3 und 4.“Paragraph 12, Eine Freistellung gegen Entfall des Arbeitsentgeltes für die Dauer von mindestens sechs Monaten bis zu einem Jahr, für die eine Förderung aus Mitteln der Arbeitslosenversicherung oder des Arbeitsmarktservice in Anspruch genommen wird, ist zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu vereinbaren. Im übrigen gilt Paragraph 11, Absatz 2, 3 und 4, 3.3. § 34 Allgemeines Sozialversicherungsgesetz (ASVG) in der hier maßgeblichen Fassung lautet wie folgt:3.3. Paragraph 34, Allgemeines Sozialversicherungsgesetz (ASVG) in der hier maßgeblichen Fassung lautet wie folgt: „Meldung von Änderungen und der monatlichen Beitragsgrundlagen § 34. (1) Die Dienstgeber haben während des Bestandes der Pflichtversicherung jede für diese Versicherung bedeutsame Änderung, die nicht von der Meldung nach Abs. 2 umfasst ist, innerhalb von sieben Tagen dem zuständigen Krankenversicherungsträger zu melden. Jedenfalls zu melden ist der Wechsel des Abfertigungssystems nach § 47 des Betrieblichen Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetzes (BMSVG), BGBl. I Nr. 100/2002, oder nach vergleichbaren österreichischen Rechtsvorschriften.Paragraph 34, (1) Die Dienstgeber haben während des Bestandes der Pflichtversicherung jede für diese Versicherung bedeutsame Änderung, die nicht von der Meldung nach Absatz 2, umfasst ist, innerhalb von sieben Tagen dem zuständigen Krankenversicherungsträger zu melden. Jedenfalls zu melden ist der Wechsel des Abfertigungssystems nach Paragraph 47, des Betrieblichen Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetzes (BMSVG), Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 100 aus 2002,, oder nach vergleichbaren österreichischen Rechtsvorschriften.
Wird ein Beschäftigungsverhältnis nach dem 15. des Eintrittsmonats aufgenommen, endet die Frist für die Meldung der monatlichen Beitragsgrundlage mit dem 15. des übernächsten Monats. Dies gilt auch bei Wiedereintritt des Entgeltanspruches nach dem 15. des Wiedereintrittsmonats. Davon abweichend kann für Versicherte nach Paragraph 4, Absatz 4, die Meldung der nach Paragraph 44, Absatz 8, ermittelten Beitragsgrundlage bis zum 15. des der Entgeltleistung folgenden Kalendermonats erfolgen.
Die Bestimmung des § 26 AlVG wurde durch BGBl. I Nr. 7/2025 aufgehoben und trat mit Ablauf des 31.03.2025 außer Kraft. Die Übergangsbestimmung des § 81 Abs. 19 AlVG, idF BGBl. I Nr. 25/2025, legt u.a. fest, dass § 26 AlVG für Personen, deren Bezug von Weiterbildungsgeld spätestens am 31. März 2025 begonnen hat, für die verbleibende, zuerkannte Bezugsdauer weitergilt. § 26 AlVG gilt auch für Personen, die die Bildungskarenz nachweislich spätestens am 28. Februar 2025 vereinbart haben und die Bildungsmaßnahme spätestens am 31. Mai 2025 beginnt.Die Bestimmung des Paragraph 26, AlVG wurde durch Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 7 aus 2025, aufgehoben und trat mit Ablauf des 31.03.2025 außer Kraft. Die Übergangsbestimmung des Paragraph 81, Absatz 19, AlVG, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 25 aus 2025,, legt u.a. fest, dass Paragraph 26, AlVG für Personen, deren Bezug von Weiterbildungsgeld spätestens am 31. März 2025 begonnen hat, für die verbleibende, zuerkannte Bezugsdauer weitergilt. Paragraph 26, AlVG gilt auch für Personen, die die Bildungskarenz nachweislich spätestens am 28. Februar 2025 vereinbart haben und die Bildungsmaßnahme spätestens am 31. Mai 2025 beginnt.
Zunächst ist festzuhalten, dass nach der Judikatur des Verwaltungsgerichtshofes die Beurteilung des Bestehens von Ansprüchen auf Arbeitslosengeld bzw. auf Notstandshilfe – sofern der Gesetzgeber nicht anderes anordnet – zeitraumbezogen vorzunehmen und nach der Sach- und Rechtslage zu prüfen ist, die im Zeitraum der Gewährung der Leistung gegolten hat. Das gilt folgerichtig auch für die Voraussetzungen des Widerrufs oder der Berichtigung der Leistungen nach § 24 Abs. 2 AlVG 1977 und ihrer Rückforderung nach § 25 Abs. 1 AlVG 1977 (vgl. VwGH 04.04.2024, Ra 2022/08/0132 mHa VwGH 22.02.2022, Ra 2020/08/0187 und 03.04.2019, Ra 2017/08/0067; jeweils mwN). Insofern sind die Bestimmungen des § 26 AlVG zeitraumbezogen zu beurteilen.Zunächst ist festzuhalten, dass nach der Judikatur des Verwaltungsgerichtshofes die Beurteilung des Bestehens von Ansprüchen auf Arbeitslosengeld bzw. auf Notstandshilfe – sofern der Gesetzgeber nicht anderes anordnet – zeitraumbezogen vorzunehmen und nach der Sach- und Rechtslage zu prüfen ist, die im Zeitraum der Gewährung der Leistung gegolten hat.
Das gilt folgerichtig auch für die Voraussetzungen des Widerrufs oder der Berichtigung der Leistungen nach Paragraph 24, Absatz 2, AlVG 1977 und ihrer Rückforderung nach Paragraph 25, Absatz eins, AlVG 1977 vergleiche VwGH 04.04.2024, Ra 2022/08/0132 mHa VwGH 22.02.2022, Ra 2020/08/0187 und 03.04.2019, Ra 2017/08/0067; jeweils mwN). Insofern sind die Bestimmungen des Paragraph 26, AlVG zeitraumbezogen zu beurteilen.
Zudem hat der Beschwerdeführer die Bildungskarenz vor dem XXXX vereinbart, es begann die Bildungsmaßnahme vor dem XXXX und gilt insofern § 26 AlVG, idF BGBl. I Nr. 162/2015, im gegenständlichen Fall gemäß § 81 Abs. 19 AlVG weiter.Zudem hat der Beschwerdeführer die Bildungskarenz vor dem römisch 40 vereinbart, es begann die Bildungsmaßnahme vor dem römisch 40 und gilt insofern Paragraph 26, AlVG, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 162 aus 2015,, im gegenständlichen Fall gemäß Paragraph 81, Absatz 19, AlVG weiter.
3.5. Zur Berechnung des Weiterbildungsgeldes:
Gemäß § 21 Abs. 1 AlVG ist für die Festsetzung des Grundbetrages des Arbeitslosengeldes (Weiterbildungsgeldes) das Entgelt der letzten zwölf zum Zeitpunkt der Geltendmachung nach Ablauf der Berichtigungsfrist gemäß § 34 Abs. 4 ASVG liegenden Kalendermonate aus den beim Dachverband der Sozialversicherungsträger gespeicherten Beitragsgrundlagen aus arbeitslosenversicherungspflichtigem laufenden Entgelt, mangels solcher aus anderen gespeicherten Beitragsgrundlagen heranzuziehen. Monatliche Beitragsgrundlagen, die bezogen auf den Zeitpunkt der Geltendmachung aus dem vorvorigen oder einem noch früheren Kalenderjahr stammen, sind mit dem Aufwertungsfaktoren gemäß § 108 Abs. 4 ASVG der betreffenden Jahre aufzuwerten.Gemäß Paragraph 21, Absatz eins, AlVG ist für die Festsetzung des Grundbetrages des Arbeitslosengeldes (Weiterbildungsgeldes) das Entgelt der letzten zwölf zum Zeitpunkt der Geltendmachung nach Ablauf der Berichtigungsfrist gemäß Paragraph 34, Absatz 4, ASVG liegenden Kalendermonate aus den beim Dachverband der Sozialversicherungsträger gespeicherten Beitragsgrundlagen aus arbeitslosenversicherungspflichtigem laufenden Entgelt, mangels solcher aus anderen gespeicherten Beitragsgrundlagen heranzuziehen. Monatliche Beitragsgrundlagen, die bezogen auf den Zeitpunkt der Geltendmachung aus dem vorvorigen oder einem noch früheren Kalenderjahr stammen, sind mit dem Aufwertungsfaktoren gemäß Paragraph 108, Absatz 4, ASVG der betreffenden Jahre aufzuwerten.
Der Beschwerdeführer hat seinen Anspruch auf Weiterbildungsgeld am XXXX geltend gemacht. Gegenständlich ist für die Festsetzung des Grundbetrages des Weiterbildungsgeldes gemäß § 21 Abs. 1 AlVG die Kalendermonate Oktober XXXX bis September XXXX heranzuziehen. Die Kalendermonate zwischen Oktober XXXX bis September XXXX – die der Beschwerdeführer zur Bemessung herangezogen haben will – liegen alle innerhalb der Berichtigungsfrist iSd § 34 Abs. 4 ASVG (zwölf Monate Berichtigungsfrist) und sind daher bereits nach dem insofern eindeutigen Wortlaut des § 21 Abs. 1 AlVG, welche explizit die Heranziehung der letzten zwölf zum Zeitpunkt der Geltendmachung nach Ablauf der Berichtigungsfrist gemäß § 34 Abs. 4 ASVG liegenden Kalendermonate, nicht heranzuziehen.Der Beschwerdeführer hat seinen Anspruch auf Weiterbildungsgeld am römisch 40 geltend gemacht.
Gegenständlich ist für die Festsetzung des Grundbetrages des Weiterbildungsgeldes gemäß Paragraph 21, Absatz eins, AlVG die Kalendermonate Oktober römisch 40 bis September römisch 40 heranzuziehen. Die Kalendermonate zwischen Oktober römisch 40 bis September römisch 40 – die der Beschwerdeführer zur Bemessung herangezogen haben will – liegen alle innerhalb der Berichtigungsfrist iSd Paragraph 34, Absatz 4, ASVG (zwölf Monate Berichtigungsfrist) und sind daher bereits nach dem insofern eindeutigen Wortlaut des Paragraph 21, Absatz eins, AlVG, welche explizit die Heranziehung der letzten zwölf zum Zeitpunkt der Geltendmachung nach Ablauf der Berichtigungsfrist gemäß Paragraph 34, Absatz 4, ASVG liegenden Kalendermonate, nicht heranzuziehen.
Die vom Oktober XXXX bis Dezember XXXX gespeicherten Beitragsgrundlagen sind mit dem Aufwertungsfaktor gemäß § 108 Abs. 4 ASVG (im Jahr XXXX beträgt dieser XXXX ) aufzuwerten. Dies ergibt eine Beitragsgrundlage für die Monate Oktober XXXX bis Dezember XXXX in der Höhe von € XXXX . Zuzüglich der von Jänner XXXX bis September XXXX gespeicherten Beitragsgrundlagen von € XXXX ergibt dies eine Summe von € XXXX . Dieser Betrag ist zur pauschalen Hinzurechnung der Sonderzahlungsanteile gemäß § 21 Abs. 1 dritter Satz AlVG, um ein Sechstel zu erhöhen. Daraus ergibt sich ein Betrag in der Höhe von insgesamt € XXXX . Dieser Gesamtbetrag ist gemäß § 21 Abs. 1 vierter Satz AlVG durch zwölf Monate zu teilen, wodurch sich ein monatliches Bruttoeinkommen in der Höhe von € XXXX ergibt.Die vom Oktober römisch 40 bis Dezember römisch 40 gespeicherten Beitragsgrundlagen sind mit dem Aufwertungsfaktor gemäß Paragraph 108, Absatz 4, ASVG (im Jahr römisch 40 beträgt dieser römisch 40 ) aufzuwerten.
Dies ergibt eine Beitragsgrundlage für die Monate Oktober römisch 40 bis Dezember römisch 40 in der Höhe von € römisch 40 . Zuzüglich der von Jänner römisch 40 bis September römisch 40 gespeicherten Beitragsgrundlagen von € römisch 40 ergibt dies eine Summe von € römisch 40 . Dieser Betrag ist zur pauschalen Hinzurechnung der Sonderzahlungsanteile gemäß Paragraph 21, Absatz eins, dritter Satz AlVG, um ein Sechstel zu erhöhen. Daraus ergibt sich ein Betrag in der Höhe von insgesamt € römisch 40 . Dieser Gesamtbetrag ist gemäß Paragraph 21, Absatz eins, vierter Satz AlVG durch zwölf Monate zu teilen, wodurch sich ein monatliches Bruttoeinkommen in der Höhe von € römisch 40 ergibt.
Das heranzuziehende monatliche Nettoeinkommen von € XXXX errechnet sich gemäß § 21 Abs. 3 AlVG wie folgt:Das heranzuziehende monatliche Nettoeinkommen von € römisch 40 errechnet sich gemäß Paragraph 21, Absatz 3, AlVG wie folgt:
Gemäß § 2 Z 61 der 407. Kundmachung des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz über die Aufwertung du Anpassung nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz, dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz, dem Bauern-Sozialversicherungsgesetz, dem Beamten-Kranken- und Unfallversicherungsgesetz sowie dem Bundespflegegeldgesetz für das Kalenderjahr 2024, BGBl. II Nr. 407/2023, wurde als Richtsatz gemäß § 293 Abs. 1 lit. a lit. bb ASVG („Ausgleichszulagenrichtsatz“) für das Jahr XXXX ein Betrag von monatlich € XXXX festgestellt – dies entspricht einem täglichen Betrag in der Höhe von € XXXX .Gemäß Paragraph 2, Ziffer 61, der 407. Kundmachung des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz über die Aufwertung du Anpassung nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz, dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz, dem Bauern-Sozialversicherungsgesetz, dem Beamten-Kranken- und Unfallversicherungsgesetz sowie dem Bundespflegegeldgesetz für das Kalenderjahr 2024, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 407 aus 2023,, wurde als Richtsatz gemäß Paragraph 293, Absatz eins, Litera a, lit. bb ASVG („Ausgleichszulagenrichtsatz“) für das Jahr römisch 40 ein Betrag von monatlich € römisch 40 festgestellt – dies entspricht einem täglichen Betrag in der Höhe von € römisch 40 .
Da der tägliche Grundbetrag des Beschwerdeführers in der Höhe von € XXXX den täglichen Ausgleichszulagenrichtsatz in der Höhe von € XXXX nicht übersteigt, gebührt dem Beschwerdeführer gemäß § 21 Abs. 4 AlVG zusätzlich zum Grundbetrag ein Ergänzungsbetrag in der Höhe von € XXXX täglich. Demnach gebühre dem Beschwerdeführer ab dem XXXX Weiterbildungsgeld bei Bildungskarenz in der Höhe von € XXXX täglich.Da der tägliche Grundbetrag des Beschwerdeführers in der Höhe von € römisch 40 den täglichen Ausgleichszulagenrichtsatz in der Höhe von € römisch 40 nicht übersteigt, gebührt dem Beschwerdeführer gemäß Paragraph 21, Absatz 4, AlVG zusätzlich zum Grundbetrag ein Ergänzungsbetrag in der Höhe von € römisch 40 täglich. Demnach gebühre dem Beschwerdeführer ab dem römisch 40 Weiterbildungsgeld bei Bildungskarenz in der Höhe von € römisch 40 täglich.
Es war daher spruchgemäß zu entscheiden.
3.6. Zum Entfall der mündlichen Verhandlung:
Gemäß § 24 Abs. 1 VwGVG hat das Verwaltungsgericht auf Antrag oder, wenn es dies für erforderlich hält, von Amts wegen eine öffentliche mündliche Verhandlung durchzuführen. Gemäß Abs. 3 hat der Beschwerdeführer die Durchführung einer Verhandlung in der Beschwerde oder im Vorlageantrag zu beantragen. Den sonstigen Parteien ist Gelegenheit zu geben, binnen angemessener, zwei Wochen nicht übersteigender Frist einen Antrag auf Durchführung einer Verhandlung zu stellen. Gemäß Paragraph 24, Absatz eins, VwGVG hat das Verwaltungsgericht auf Antrag oder, wenn es dies für erforderlich hält, von Amts wegen eine öffentliche mündliche Verhandlung durchzuführen. Gemäß Absatz 3, hat der Beschwerdeführer die Durchführung einer Verhandlung in der Beschwerde oder im Vorlageantrag zu beantragen. Den sonstigen Parteien ist Gelegenheit zu geben, binnen angemessener, zwei Wochen nicht übersteigender Frist einen Antrag auf Durchführung einer Verhandlung zu stellen.
Ein Antrag auf Durchführung einer Verhandlung kann nur mit Zustimmung der anderen Parteien zurückgezogen werden. Gemäß Abs. 4 kann, soweit durch Bundes- oder Landesgesetz nicht anderes bestimmt ist, das Verwaltungsgericht ungeachtet eines Parteiantrages von einer Verhandlung absehen, wenn die Akten erkennen lassen, dass die mündliche Erörterung eine weitere Klärung der Rechtssache nicht erwarten lässt, und einem Entfall der Verhandlung weder Art. 6 Abs. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten noch Art. 47 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union entgegenstehen.Ein Antrag auf Durchführung einer Verhandlung kann nur mit Zustimmung der anderen Parteien zurückgezogen werden. Gemäß Absatz 4, kann, soweit durch Bundes- oder Landesgesetz nicht anderes bestimmt ist, das Verwaltungsgericht ungeachtet eines Parteiantrages von einer Verhandlung absehen, wenn die Akten erkennen lassen, dass die mündliche Erörterung eine weitere Klärung der Rechtssache nicht erwarten lässt, und einem Entfall der Verhandlung weder Artikel 6, Absatz eins, der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten noch Artikel 47, der Charta der Grundrechte der Europäischen Union entgegenstehen.
Von der Durchführung einer mündlichen Verhandlung wurde gemäß § 24 Abs. 4 VwGVG abgesehen, da der Sachverhalt aus der Aktenlage in Verbindung mit der Beschwerde hinreichend geklärt schien. Von der Durchführung einer mündlichen Verhandlung wurde gemäß Paragraph 24, Absatz 4, VwGVG abgesehen, da der Sachverhalt aus der Aktenlage in Verbindung mit der Beschwerde hinreichend geklärt schien.
Der entscheidungsrelevante Sachverhalt war weder in wesentlichen Punkten ergänzungsbedürftig noch erschien er in entscheidenden Punkten als nicht richtig. Rechtlich relevante Neuerungen wurden in der Beschwerde nicht vorgetragen. Zudem liegt keine Rechtsfrage von besonderer Komplexität vor. Dem Entfall der Verhandlung stehen auch weder Art. 6 Abs. 1 EMRK noch Art. 47 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union entgegen.Der entscheidungsrelevante Sachverhalt war weder in wesentlichen Punkten ergänzungsbedürftig noch erschien er in entscheidenden Punkten als nicht richtig. Rechtlich relevante Neuerungen wurden in der Beschwerde nicht vorgetragen. Zudem liegt keine Rechtsfrage von besonderer Komplexität vor. Dem Entfall der Verhandlung stehen auch weder Artikel 6, Absatz eins, EMRK noch Artikel 47, der Charta der Grundrechte der Europäischen Union entgegen.
Zu B) Unzulässigkeit der Revision:
Gemäß § 25a Abs. 1 VwGG hat das Verwaltungsgericht im Spruch seines Erkenntnisses oder Beschlusses auszusprechen, ob die Revision gemäß Art. 133 Abs. 4 B-VG zulässig ist. Der Ausspruch ist kurz zu begründen.Gemäß Paragraph 25 a, Absatz eins, VwGG hat das Verwaltungsgericht im Spruch seines Erkenntnisses oder Beschlusses auszusprechen, ob die Revision gemäß Artikel 133, Absatz 4, B-VG zulässig ist. Der Ausspruch ist kurz zu begründen.
Die Revision ist gemäß Art. 133 Abs. 4 B-VG nicht zulässig, weil die Entscheidung nicht von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt. Weder weicht die gegenständliche Entscheidung von der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ab, noch fehlt es an einer Rechtsprechung; weiters ist die vorliegende Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes auch nicht als uneinheitlich zu beurteilen. Auch liegen keine sonstigen Hinweise auf eine grundsätzliche Bedeutung der zu lösenden Rechtsfrage vor. Das Bundesverwaltungsgericht konnte sich bei allen erheblichen Rechtsfragen auf eine ständige Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes bzw. auf eine ohnehin klare Rechtslage stützen.
Die maßgebliche Rechtsprechung wurde bei den Erwägungen zu Spruchteil A) wiedergegeben. Insoweit die in der rechtlichen Beurteilung angeführte Judikatur des Verwaltungsgerichtshofes zu früheren Rechtslagen ergangen ist, ist diese nach Ansicht des Bundesverwaltungsgerichts auf die inhaltlich meist völlig gleichlautenden Bestimmungen der nunmehr geltenden Rechtslage unverändert übertragbar.Die Revision ist gemäß Artikel 133, Absatz 4, B-VG nicht zulässig, weil die Entscheidung nicht von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt. Weder weicht die gegenständliche Entscheidung von der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ab, noch fehlt es an einer Rechtsprechung; weiters ist die vorliegende Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes auch nicht als uneinheitlich zu beurteilen.
Auch liegen keine sonstigen Hinweise auf eine grundsätzliche Bedeutung der zu lösenden Rechtsfrage vor. Das Bundesverwaltungsgericht konnte sich bei allen erheblichen Rechtsfragen auf eine ständige Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes bzw. auf eine ohnehin klare Rechtslage stützen. Die maßgebliche Rechtsprechung wurde bei den Erwägungen zu Spruchteil A) wiedergegeben. Insoweit die in der rechtlichen Beurteilung angeführte Judikatur des Verwaltungsgerichtshofes zu früheren Rechtslagen ergangen ist, ist diese nach Ansicht des Bundesverwaltungsgerichts auf die inhaltlich meist völlig gleichlautenden Bestimmungen der nunmehr geltenden Rechtslage unverändert übertragbar.
European Case Law IdentifierECLI:AT:BVWG:2026:W121.2307118.1.00