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{'item': 'W236 2264130-2'}

Obsah (10)§ 28§ 8Art. 133§ 9§ 57§ 10§ 52§ 46§ 55§ 25a

RIS Dokument GerichtBundesverwaltungsgericht Entscheidungsdatum23.03.2026 GeschäftszahlW236 2264130-2 Spruch, W236 2264130-2/7EW236 2264130-2/7E, IM NAMEN DER REPUBLIK! Das Bundesverwaltungsgericht er

§ 28Abs. 2 Verwaltungsgerichtsverfahrensgesetz (Vw

GVG), BGBl. I Nr. 33/2013, iVm § 9 Abs. 1 Z 1 Asylgesetz 2005 (AsylG 2005), BGBl. I Nr. 100/2005, stattgegeben und die Spruchpunkte I., II. sowie IV. bis VII. des angefochtenen Bescheides ersatzlos behoben.römisch eins. Der Beschwerde wird

Paragraph 28, Absatz 2, Verwaltungsgerichtsverfahrensgesetz (VwGVG), Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 33 aus 2013,, in Verbindung mit Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer eins, Asylgesetz 2005 (AsylG 2005), Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 100 aus 2005,, stattgegeben und die Spruchpunkte römisch eins., römisch zwei. sowie römisch vier. bis römisch sieben. des angefochtenen Bescheides ersatzlos behoben. II. Spruchpunkt III. des angefochtenen Bescheides wird dahingehend abgeändert, dass dem Antrag des Beschwerdeführers vom 18.09.2025 auf Verlängerung seiner befristeten Aufenthaltsberechtigung

§ 8Abs. 4 Asyl

G 2005 stattgegeben und seine Aufenthaltsberechtigung als subsidiär Schutzberechtigter um zwei Jahre verlängert wird.römisch zwei. Spruchpunkt römisch drei. des angefochtenen Bescheides wird dahingehend abgeändert, dass dem Antrag des Beschwerdeführers vom 18.09.2025 auf Verlängerung seiner befristeten Aufenthaltsberechtigung

Paragraph 8, Absatz 4, AsylG 2005 stattgegeben und seine Aufenthaltsberechtigung als subsidiär Schutzberechtigter um zwei Jahre verlängert wird. B) Die Revision ist

Art. 133Abs.

4 B-VG nicht zulässig.Die Revision ist

Artikel 133, Absatz 4, B-VG nicht zulässig. Text

Entscheidungsgründe: I. Verfahrensgang:römisch eins. Verfahrensgang:

  1. Der Beschwerdeführer stellte nach Einreise in das österreichische Bundesgebiet am 11.11.2021 einen Antrag auf internationalen Schutz, der mit Bescheid des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl vom 08.11.2022 bezüglich der Zuerkennung des Status des Asylberechtigten abgewiesen (Spruchpunkt I.), ihm jedoch der Status des subsidiär Schutzberechtigten zuerkannt sowie eine befristete Aufenthaltsberechtigung für ein Jahr erteilt wurde (Spruchpunkte II. und III.), weil eine besondere Gefährdungslage wegen der prekären Lage in seiner Heimatprovinz Nangarhar sowie seinem kindlichen Alter nicht gänzlich ausgeschlossen werden konnte.
  2. Der Beschwerdeführer stellte nach Einreise in das österreichische Bundesgebiet am 11.11.2021 einen Antrag auf internationalen Schutz, der mit Bescheid des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl vom 08.11.2022 bezüglich der Zuerkennung des Status des Asylberechtigten abgewiesen (Spruchpunkt römisch eins.), ihm jedoch der Status des subsidiär Schutzberechtigten zuerkannt sowie eine befristete Aufenthaltsberechtigung für ein Jahr erteilt wurde (Spruchpunkte römisch zwei. und römisch drei.), weil eine besondere Gefährdungslage wegen der prekären Lage in seiner Heimatprovinz Nangarhar sowie seinem kindlichen Alter nicht gänzlich ausgeschlossen werden konnte. Die gegen Spruchpunkt I. dieses Bescheides erhobene Beschwerde wurde mit rechtskräftigem Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichtes vom 02.05.2023, Zl. W202 2264130-1/9E, als unbegründet abgewiesen. Die gegen Spruchpunkt römisch eins. dieses Bescheides erhobene Beschwerde wurde mit rechtskräftigem Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichtes vom 02.05.2023, Zl. W202 2264130-1/9E, als unbegründet abgewiesen.
  3. Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl verlängerte auf Antrag die befristete Aufenthaltsberechtigung des Beschwerdeführers mit Bescheid vom 14.11.2023 für zwei Jahre.
  4. Am 31.07.2024 leitete das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl aufgrund eines Polizeiberichts wegen des gegen den Beschwerdeführer gerichteten Verdachts der geschlechtlichen Nötigung ein Verfahren zur Aberkennung des ihm zuerkannten Status des subsidiär Schutzberechtigten ein.
  5. Mit Urteil eines Landesgerichtes vom 03.03.2025 wurde der Beschwerdeführer als Jugendlicher im Sinn des Jugendgerichtsgesetz 1988 (JGG), BGBl. Nr. 599/1988, wegen des Verbrechens der Vergewaltigung nach § 201 Abs. 1 Strafgesetzbuch (StGB), BGBl. Nr. 60/1974, zu einer Freiheitsstrafe in der Dauer von 20 Monaten rechtskräftig verurteilt, wobei ein Strafteil von 17 Monaten unter Bestimmung einer dreijährigen Probezeit bedingt nachgesehen wurde.
  6. Mit Urteil eines Landesgerichtes vom 03.03.2025 wurde der Beschwerdeführer als Jugendlicher im Sinn des Jugendgerichtsgesetz 1988 (JGG), Bundesgesetzblatt Nr. 599 aus 1988,, wegen des Verbrechens der Vergewaltigung nach Paragraph 201, Absatz eins, Strafgesetzbuch (StGB), Bundesgesetzblatt Nr. 60 aus 1974,, zu einer Freiheitsstrafe in der Dauer von 20 Monaten rechtskräftig verurteilt, wobei ein Strafteil von 17 Monaten unter Bestimmung einer dreijährigen Probezeit bedingt nachgesehen wurde.
  7. Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl teilte dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 04.06.2025 die Einleitung eines Aberkennungsverfahrens mit, richtete Fragen an ihn und ermöglichte ihm, innerhalb von zwei Wochen eine Stellungnahme dazu abzugeben.
  8. Am 19.08.2025 langte eine Stellungnahme des Beschwerdeführers bei der belangten Behörde ein. Mit Eingabe vom 18.09.2025 beantragte er die Verlängerung seiner befristeten Aufenthaltsberechtigung.
  9. Mit Bescheid vom 18.09.2025 erkannte das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl den dem Beschwerdeführer mit Bescheid vom 08.11.2022, Zl. 1289085408-211720117, zuerkannten Status des subsidiär Schutzberechtigten

§ 9Abs. 1 „Ziffer “ Asyl

G 2005 von Amts wegen ab (Spruchpunkt I.), entzog ihm

§ 9Abs. 4 Asyl

G 2005 die mit Bescheid vom 14.11.2023 erteilte befristete Aufenthaltsberechtigung als subsidiär Schutzberechtigter (Spruchpunkt II.) und wies seinen Antrag vom 18.09.2025 auf Verlängerung der befristeten Aufenthaltsberechtigung

§ 8Abs. 4 Asyl

G 2005 ab (Spruchpunkt III.). Eine Aufenthaltsberechtigung besonderer Schutz

§ 57Asyl

G 2005 wurde dem Beschwerdeführer nicht erteilt (Spruchpunkt IV.).

§ 10Abs. 1 Z 5 Asyl

G 2005 iVm § 9 BFA-Verfahrensgesetz (BFA-VG), BGBl. I Nr. 87/2012, wurde gegen den Beschwerdeführer eine Rückkehrentscheidung

§ 52Abs.

2 Z 4 Fremdenpolizeigesetz 2005 (FPG), BGBl. I Nr. 100/2005, erlassen (Spruchpunkt V.) sowie

§ 52Abs.

9 FPG festgestellt, dass seine Abschiebung

§ 46

FPG nach Afghanistan zulässig ist (Spruchpunkt VI.).

§ 55Abs.

1 bis 3 FPG wurde die Frist für eine freiwillige Ausreise des Beschwerdeführers mit 14 Tagen ab Rechtskraft der Rückkehrentscheidung festgesetzt (Spruchpunkt VII.).7. Mit Bescheid vom 18.09.2025 erkannte das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl den dem Beschwerdeführer mit Bescheid vom 08.11.2022, Zl. 1289085408-211720117, zuerkannten Status des subsidiär Schutzberechtigten

Paragraph 9, Absatz eins, „Ziffer “ AsylG 2005 von Amts wegen ab (Spruchpunkt römisch eins.), entzog ihm

Paragraph 9, Absatz 4, AsylG 2005 die mit Bescheid vom 14.11.2023 erteilte befristete Aufenthaltsberechtigung als subsidiär Schutzberechtigter (Spruchpunkt römisch zwei.) und wies seinen Antrag vom 18.09.2025 auf Verlängerung der befristeten Aufenthaltsberechtigung

Paragraph 8, Absatz 4, AsylG 2005 ab (Spruchpunkt römisch drei.). Eine Aufenthaltsberechtigung besonderer Schutz

Paragraph 57, AsylG 2005 wurde dem Beschwerdeführer nicht erteilt (Spruchpunkt römisch vier.).

Paragraph 10, Absatz eins, Ziffer 5, AsylG 2005 in Verbindung mit Paragraph 9, BFA-Verfahrensgesetz (BFA-VG), Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 87 aus 2012,, wurde gegen den Beschwerdeführer eine Rückkehrentscheidung

Paragraph 52, Absatz 2, Ziffer 4, Fremdenpolizeigesetz 2005 (FPG), Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 100 aus 2005,, erlassen (Spruchpunkt römisch fünf.) sowie

Paragraph 52, Absatz 9, FPG festgestellt, dass seine Abschiebung

Paragraph 46, FPG nach Afghanistan zulässig ist (Spruchpunkt römisch sechs.).

Paragraph 55, Absatz eins bis 3 FPG wurde die Frist für eine freiwillige Ausreise des Beschwerdeführers mit 14 Tagen ab Rechtskraft der Rückkehrentscheidung festgesetzt (Spruchpunkt römisch sieben.). Begründend führte die belangte Behörde zusammengefasst aus, dass die Gründe für die Zuerkennung der subsidiären Schutzberechtigung aufgrund der verbesserten Sicherheitslage, der zwar angespannten, aber nicht unmöglichen Versorgungslage sowie der eingetretenen Volljährigkeit nicht mehr vorliegen würden. Der Beschwerdeführer könne auf ein intaktes familiäres Netz in seiner Herkunftsregion zurückgreifen und würde bei einer Rückkehr nicht in eine existenzbedrohende Lage geraten.

  1. Gegen den Bescheid vom 18.09.2025 erhob der Beschwerdeführer durch seine Rechtsvertretung fristgerecht das Rechtsmittel der Beschwerde. Darin führte der Beschwerdeführer aus, die belangte Behörde habe den Beschwerdeführer nicht einvernommen und unzureichende Länderberichte herangezogen. Die Lage in Afghanistan habe sich nicht maßgeblich geändert und eine tragfähige Unterstützung durch seine Familie sei ausgeschlossen. Somit sei dem Beschwerdeführer eine Rückkehr faktisch unzumutbar.
  2. Am 09.03.2026 fand vor dem Bundesverwaltungsgericht eine öffentliche mündliche Verhandlung im Beisein eines Dolmetschers für die Sprache Paschtu, des Beschwerdeführers und dessen Rechtsvertreters statt. Das Bundesamt entsendete keinen Vertreter. In dieser Beschwerdeverhandlung wurde der Beschwerdeführer ausführlich zu seinen Rückkehrbefürchtungen sowie seinen privaten und familiären Verhältnissen in Österreich befragt und mit diesem sein strafrechtswidriges Verhalten erörtert.
  3. Mit Stellungnahme vom 23.03.2026 legte der Beschwerdeführer eine Stellungnahme seiner Bewährungshilfe vom 16.03.2026 vor. II. Das Bundesverwaltungsgericht hat erwogen:römisch zwei. Das Bundesverwaltungsgericht hat erwogen:
  4. Feststellungen: 1.
  5. Zur Person des Beschwerdeführers: Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger Afghanistans, bekennt sich zum sunnitischen Islam und gehört der Volksgruppe der Paschtunen an. Seine Muttersprache ist Paschtu. Er spricht auch etwas Dari. Der Beschwerdeführer stammt aus der Provinz Nangarhar, wo er bis zu seiner Ausreise aus Afghanistan Ende des Jahres 2019 im Alter von 12 Jahren mit seinen Eltern und seinen beiden ca. sechs bzw. elf Jahre jüngeren Brüdern lebte. Der Beschwerdeführer besuchte drei Jahre die Schule und bewässerte in seinem Heimatdorf landwirtschaftliche Felder der Dorfbewohner. Er hat Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben der Sprache Paschtu; Dari kann er nur sprechen. Seine Mutter arbeitete als Lehrerin und sein Vater als Müllsammler. Auf seiner Reise nach Österreich verbrachte der Beschwerdeführer etwa ein Jahr im Iran, wo er als Schweißer arbeitete. Der Beschwerdeführer reiste im November 2022 in Österreich ein und stellte einen Antrag auf internationalen Schutz. Mit Bescheid des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl vom 08.11.2022 wurde dem Beschwerdeführer der Status des subsidiär Schutzberechtigten zuerkannt sowie eine befristete Aufenthaltsberechtigung für ein Jahr erteilt, welche das Bundesamt mit Bescheid vom 14.11.2023 für zwei Jahre verlängerte. Die Familie des Beschwerdeführers bestehend aus seinen Eltern, seinen jüngeren Brüdern und seiner Schwester im Kleinkindalter leben in Afghanistan unter ärmlichen Verhältnissen. Seine Mutter darf unter dem Taliban-Regime nicht mehr arbeiten. Sein Vater ist krank und verrichtet Gelegenheitsjobs. Der Beschwerdeführer schickte ihnen pro Monat etwa 50,00 €, um sie finanziell zu unterstützen. Vor etwa zwei Monaten hat seine Familie jedoch den Kontakt abgebrochen, weil sie wegen der Verurteilung des Beschwerdeführers keinen Kontakt mehr zu diesem wünschen. Der Beschwerdeführer leidet an psychischen Problemen (Schlaflosigkeit und Stress). Daher nimmt er seit etwa einem Jahr Medikamente ein und nimmt seit Mitte Oktober 2025 zwei bis drei Mal im Monat eine Gesprächstherapie in Anspruch. Abgesehen davon ist der Beschwerdeführer gesund. Er ist auch arbeitsfähig und geht seit Oktober 2025 einer Arbeit als Essenszusteller bei XXXX nach.Der Beschwerdeführer leidet an psychischen Problemen (Schlaflosigkeit und Stress). Daher nimmt er seit etwa einem Jahr Medikamente ein und nimmt seit Mitte Oktober 2025 zwei bis drei Mal im Monat eine Gesprächstherapie in Anspruch. Abgesehen davon ist der Beschwerdeführer gesund. Er ist auch arbeitsfähig und geht seit Oktober 2025 einer Arbeit als Essenszusteller bei römisch 40 nach. 1.
  6. Zur Situation des Beschwerdeführers in Afghanistan und der dort herrschenden Lage: Weder die schwierige Versorgungssituation in Afghanistan, noch die individuellen Verhältnisse des Beschwerdeführers haben sich seit der Zuerkennung des subsidiären Schutzes mit Bescheid des Bundesamtes vom 08.11.2022 sowie seit der letztmaligen Verlängerung mit Bescheid vom 14.11.2023 wesentlich und nachhaltig gebessert, sodass der Beschwerdeführer im Fall seiner Rückkehr mit ausreichender Wahrscheinlichkeit in der Lage wäre, sich seinen notdürftigsten Lebensunterhalt zu verschaffen. Der Beschwerdeführer verfügt in Afghanistan – nach wie vor – über kein belastbares Unterstützungsnetzwerk und ist bei seiner Rückkehr nach Afghanistan weiterhin gefährdet, in eine existenzielle Notlage zu geraten. 1.
  7. Zur Straffälligkeit des Beschwerdeführers: Der Beschwerdeführer hat am 23.06.2024 ein Mädchen dadurch, dass er dieser den Weg verstellte, sie sodann zur Überwindung eines – aufgrund ihres erkennbar abweisenden Verhaltens – erwarteten Widerstands am Arm oder im hinteren Halsbereich festhielt, in deren Hose griff und das Mädchen mit zumindest einem Finger vaginal penetrierte, mit Gewalt zur Duldung einer dem Beischlaf gleichzusetzenden geschlechtlichen Handlung genötigt. Der Beschwerdeführer wurde daher mit rechtskräftigem Urteil des Landesgerichtes XXXX vom 03.03.2025, XXXX , wegen des Verbrechens der Vergewaltigung nach § 201 Abs. 1 StGB unter Anwendung des § 5 Z 4 JGG zu einer Freiheitsstrafe in der Dauer von 20 Monaten, wovon ein Strafteil in der Dauer von 17 Monaten unter Bestimmung einer Probezeit von drei Jahren bedingt nachgesehen wurde. Außerdem ordnete das Strafgericht Bewährungshilfe an, um den Beschwerdeführer von weiteren strafbaren Handlungen abzuhalten. Im Zuge der Strafbemessung wurde kein Umstand als erschwerend und sein bisher ordentlicher Lebenswandel als mildernd berücksichtigt.Der Beschwerdeführer wurde daher mit rechtskräftigem Urteil des Landesgerichtes römisch 40 vom 03.03.2025, römisch 40 , wegen des Verbrechens der Vergewaltigung nach Paragraph 201, Absatz eins, StGB unter Anwendung des Paragraph 5, Ziffer 4, JGG zu einer Freiheitsstrafe in der Dauer von 20 Monaten, wovon ein Strafteil in der Dauer von 17 Monaten unter Bestimmung einer Probezeit von drei Jahren bedingt nachgesehen wurde. Außerdem ordnete das Strafgericht Bewährungshilfe an, um den Beschwerdeführer von weiteren strafbaren Handlungen abzuhalten. Im Zuge der Strafbemessung wurde kein Umstand als erschwerend und sein bisher ordentlicher Lebenswandel als mildernd berücksichtigt. In den Entscheidungsgründen wurde zur Tathandlung des Beschwerdeführers festgestellt: „Am Abend des 23.06.2023 besuchte der [Beschwerdeführer] gemeinsam mit seinem Freund [F. A.] […] seine damalige Freundin [S. T.] in deren Wohngemeinschaft […]. Sie gingen gemeinsam mit einer Mitbewohnerin der [S. T.], [A. T.], zuerst zur […] Filiale in [...] und begaben sich dann in Richtung Wohngemeinschaft […], weil der [Beschwerdeführer] und sein Freund den Mädchen zeigen wollten, wo sie wohnen. Auf dem Weg dorthin setzten sich die vier Jugendlichen in einen Park nahe der Wohngemeinschaft. Dort nutzte [F. A.] die Gelegenheit, die zu diesem Zeitpunkt auf einer Bank neben ihm sitzende [A. T.] zu küssen und ihr unter ihr Oberteil auf ihre nackten Brüste zu greifen. Aus Angst vor weiteren sexuellen Übergriffen stand [A. T.] sofort auf, griff zu ihrem Mobiltelefon und rief ihren Freund [J. H.] an. Sie täuschte vor, mit einer Betreuerin der Wohngemeinschaft zu telefonieren und zurück in die Wohngemeinschaft zu müssen, worauf sie aber davon lief und sich hinter einem Gebüsch bei einem nahegelegenen Gebäude versteckte. Als sie die anderen drei weggehen sah, setzte sie den Weg zu ihrer Wohngemeinschaft fort, wobei sie immer noch mit ihrem Freund telefonierte. Am schmalen […]-Weg traf sie jedoch erneut auf den [Beschwerdeführer] und [F. A.], die ihr entgegen kamen. Der [Beschwerdeführer] ging auf [A. T.] zu, verstellte ihr den Weg und ergriff mit einer Hand einen ihrer Arme und mit der anderen ihren hinteren Halsbereich, hielt sie so fest und küsste sie, dies gegen ihren Willen. Gleich darauf ließ er sie am Arm oder am hinteren Halsbereich los und griff mit dieser Hand von oben in ihre Hose und Unterhosen und drang sodann, gegen ihren Willen, mit zumindest einem Finger in ihre Vagina ein, wobei er sie zur Überwindung eines – aufgrund des zuvor erkennbar abweisenden Verhaltens – erwarteten Widerstands mit der anderen Hand weiterhin am Arm oder im hinteren Halsbereich festhielt. Schließlich gelang es [A. T.] den [Beschwerdeführer] von sich wegzustoßen und die Flucht zur Wohngemeinschaft zu ergreifen. Sie hielt das Telefonat mit ihrem Freund die gesamte Zeit aufrecht bis sie wieder zurück in ihrer Wohngemeinschaft war. [A. T.] verspürte durch die Tathandlung Angst und Ekel, der Griff des [Beschwerdeführers] am Arm bereitete ihr darüber hinaus Schmerzen. Der [Beschwerdeführer] erkannte, dass [A. T.] ihn weder küssen noch von ihm vaginal penetriert und auch sonst nicht mit ihm sexuell verkehren wollte, setzte sich jedoch über ihren Willen hinweg. Er wusste, dass er zumindest einen Finger in die Vagina der [A. T.] einführte und wollte dies auch. Der Angeklagte wusste zudem, dass er durch die von ihm dabei eingesetzte Gewalt, nämlich das Festhalten am Arm oder am hinteren Halsbereich der [A. T.] deren ernst gemeinten Widerstand brach und sie gegen ihren Willen zur Duldung der vaginalen Penetration durch mindestens einen Finger nötigte, und wollte dies auch.“ Der Beschwerdeführer trat am 30.06.2025 den Vollzug des unbedingt ausgesprochenen Teils der Freiheitsstrafe an und wurde nach zwei Monaten am 30.08.2025 bedingt unter Setzung einer dreijährigen Probezeit sowie unter Anordnung der Bewährungshilfe aus der Strafhaft entlassen. Er steht seither in zweiwöchentlicher Betreuung durch den Verein Neustart. Die Motivation hinter seinem Fehlverhalten lag in seinem unerfüllten Wunsch nach einer Beziehung zu einem Mädchen. Der Beschwerdeführer hat das Unrecht seiner Handlung mittlerweile eingesehen, bereut die Tat, entschuldigte sich mehrmals beim Opfer und zahlte diesem den durch das Strafgericht festgesetzten Privatbeteiligtenzuspruch von 1.000,00 €.
  8. Beweiswürdigung: 2.
  9. Zu den Feststellungen zur Person des Beschwerdeführers: Der Beschwerdeführer legte weder vor der belangten Behörde noch vor dem Bundesverwaltungsgericht Dokumente vor, die seine Identität zweifelsfrei belegen können, weshalb die genaue Identität nicht festgestellt werden kann. Die Feststellungen zur Staatsangehörigkeit, Volksgruppen- und Religionszugehörigkeit des Beschwerdeführers, seinem Herkunftsort sowie seinen Familienangehörigen gründen sich auf seine gleichbleibenden und daher glaubhaften Angaben während des Verfahrens sowie den unbestrittenen Feststellungen des angefochtenen Bescheides des Bundesamtes in Zusammenschau mit den diesbezüglichen Verfahrensergebnissen aus dem Zuerkennungsverfahren. Die Feststellungen über das Leben des Beschwerdeführers vor seiner Ausreise aus Afghanistan sowie seine Schulbildung und Arbeitserfahrung sind aufgrund der dahingehenden Schilderungen im Zuerkennungsverfahren, die auch die belangte Behörde nicht anzweifelte, sowie seiner damit in Einklang stehenden, plausiblen Aussage in der Beschwerdeverhandlung zu treffen. Aufgrund der nachvollziehbaren Schilderungen des Beschwerdeführers vor der erkennenden Richterin ist ferner festzustellen, dass seine Mutter nicht mehr arbeiten darf und sein Vater krank wurde sowie bloß Gelegenheitsjobs verrichtet, weshalb der Beschwerdeführer seine Familie finanziell unterstützte bis der Kontakt aufgrund seiner Verurteilung abbrach (vgl. Verhandlungsschrift vom 09.03.2025, S. 7f und 11). Vor diesem Hintergrund ist entsprechend der Darstellung des Beschwerdeführers auch davon auszugehen, dass seine Familie unter ärmlichen Verhältnissen lebt.Aufgrund der nachvollziehbaren Schilderungen des Beschwerdeführers vor der erkennenden Richterin ist ferner festzustellen, dass seine Mutter nicht mehr arbeiten darf und sein Vater krank wurde sowie bloß Gelegenheitsjobs verrichtet, weshalb der Beschwerdeführer seine Familie finanziell unterstützte bis der Kontakt aufgrund seiner Verurteilung abbrach vergleiche Verhandlungsschrift vom 09.03.2025, S. 7f und 11). Vor diesem Hintergrund ist entsprechend der Darstellung des Beschwerdeführers auch davon auszugehen, dass seine Familie unter ärmlichen Verhältnissen lebt. Die Feststellung betreffend die Zuerkennung des Status des subsidiär Schutzberechtigten sowie die Verlängerung seiner befristeten Aufenthaltsberechtigung ergibt sich aus der dahingehend unstrittigen Aktenlage. Die Feststellungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers basieren auf den dahingehenden, unzweifelhaft erscheinenden Erklärungen des Beschwerdeführers (vgl. Verhandlungsschrift vom 09.03.2025, S. 4f) in Zusammenschau mit dem Umstand, dass der Beschwerdeführer seit Oktober 2025 auch tatsächlich einer Arbeit nachgeht (vgl. AJ-WEB Auszug vom 02.03.2026 sowie Verhandlungsschrift vom 09.03.2025, S. 6f).Die Feststellungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers basieren auf den dahingehenden, unzweifelhaft erscheinenden Erklärungen des Beschwerdeführers vergleiche Verhandlungsschrift vom 09.03.2025, S. 4f) in Zusammenschau mit dem Umstand, dass der Beschwerdeführer seit Oktober 2025 auch tatsächlich einer Arbeit nachgeht vergleiche AJ-WEB Auszug vom 02.03.2026 sowie Verhandlungsschrift vom 09.03.2025, S. 6f). 2.
  10. Zu den Feststellungen zur Rückkehrsituation des Beschwerdeführers in Afghanistan: Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl führte im Bescheid vom 08.11.2022 zur Zuerkennung des subsidiären Schutzes zusammengefasst aus, dass die allgemeine Sicherheitslage in der Herkunftsprovinz des Beschwerdeführers, Nangarhar, nicht als ausreichend stabil zu bewerten sei. Außerdem könne aus den vorhandenen familiären Anknüpfungspunkten nicht abgeleitet werden, dass seine Familie auch noch den Beschwerdeführer mittragen könne. Aufgrund seines kindlichen Alters und der prekären Lage in seiner Heimatprovinz würde er in eine aussichtslose Situation kommen (vgl. AS 244).Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl führte im Bescheid vom 08.11.2022 zur Zuerkennung des subsidiären Schutzes zusammengefasst aus, dass die allgemeine Sicherheitslage in der Herkunftsprovinz des Beschwerdeführers, Nangarhar, nicht als ausreichend stabil zu bewerten sei. Außerdem könne aus den vorhandenen familiären Anknüpfungspunkten nicht abgeleitet werden, dass seine Familie auch noch den Beschwerdeführer mittragen könne. Aufgrund seines kindlichen Alters und der prekären Lage in seiner Heimatprovinz würde er in eine aussichtslose Situation kommen vergleiche AS 244). Im angefochtenen Bescheid argumentierte das Bundesamt zwar, dass die Voraussetzungen für die Zuerkennung nicht mehr vorlägen. Es wurde jedoch nicht näher dargelegt inwiefern sich die allgemeine Lage in Afghanistan hinsichtlich der Versorgung mit Lebensmittel oder die individuellen Umstände des Beschwerdeführers seit der Zuerkennung im November 2022 und der letzten Verlängerung der befristeten Aufenthaltsberechtigung im November 2022 konkret verbessert habe. Vor allem geht die belangte Behörde bei der Bewertung seiner Rückkehrsituation nicht auf die fehlende Unterstützungsmöglichkeit seiner Familie in Afghanistan ein und lässt auch seine Ausreise im Alter von nur zwölf Jahren außer Betracht. Aus einem Vergleich der dem Zuerkennungsbescheid zugrunde gelegten Version 8 der Länderinformation der Staatendokumentation vom 10.08.2022 sowie der bei der Verlängerung der befristeten Aufenthaltsberechtigung maßgeblichen Version 10 der Länderinformation vom 28.09.2023 mit den Berichten zur gegenwärtigen Situation in Afghanistan, vordergründig der aktuellen Version 13 der Länderinformation der Staatendokumentation Afghanistan vom 07.11.2025, kann keine wesentliche und nachhaltige Änderung der allgemeinen Verhältnisse im Herkunftsstaat des Beschwerdeführers abgeleitet werden, welche diesem nunmehr eine Rückkehr in seine Heimat ermöglichen würde: Dabei ist vor allem die in Afghanistan vorherrschende Versorgungssituation in Betracht zu ziehen. Dazu wird in der aktuellen Länderinformation insbesondere dargelegt, dass sich die wirtschaftliche Lage in Folge der Machtübernahme durch die Taliban massiv verschlechterte und nach einer Stabilisierung ab Mitte 2022 in einem Gleichgewicht aus niedrigem Wachstum und geringer Produktivität stagnierte. Konkret in Bezug auf die Situation von Rückkehrern wird festgehalten, dass vor allem familiäre Netzwerke bei der Wiedereingliederung in die afghanische Gesellschaft wichtig sind, auch wenn nicht alle Familien in der Lage sind, Rückkehrer zu unterstützen. Zur Armut und Lebensmittelunsicherheit wird auszugsweise ausgeführt: „Afghanistan gehört zu den ärmsten Ländern der Welt (WB 1.7.2024) mit der weltweit höchsten Prävalenz von unzureichender Ernährung (WFP 25.6.2023). Es liegt weltweit an vierter Stelle, was die Rate schwerer Kinderernährungsarmut angeht (UNICEF 16.6.2025). Anfang 2025 sind 14,8 Millionen Menschen von Nahrungsmittelknappheit betroffen, und die akute Unterernährung, von der derzeit 4,7 Millionen Frauen und Kinder betroffen sind, verschärft sich (WB 4.2025). Afghanische Haushalte haben im Rahmen der Nahrungsmittelaufnahme hohe Bewältigungsstrategien anzuwenden. Zu diesen verbrauchsorientierten Bewältigungsstrategien zählen beispielsweise der Kauf billigerer Nahrungsmittel, der Rückgriff auf Hilfe von Verwandten und Freunden bei der Versorgung mit Lebensmitteln, die Einschränkung der Portionsgröße bei Erwachsenen oder das Reduzieren der Anzahl der Mahlzeiten pro Tag (WFP 11.2.2024). Weitere Strategien zur Bewältigung der grundlegenden Bedürfnisse der Haushalte sind die Aufnahme von Schulden, der Verkauf von Eigentum (UNOCHA 23.12.2023; vgl. ACAPS 3.6.2024), Betteln (ACAPS 3.6.2024), die (Zwangs)Verheiratung von Mädchen (UNOCHA 23.12.2023; vgl. AA 24.7.2025), Kinderarbeit (STC 2023; vgl. UNOCHA 23.12.2023, AA 24.7.2025) oder der Verkauf von Organen (NYT 19.3.2024; vgl. FR24 28.2.2022, AA 24.7.2025). Andere nehmen Kredite auf oder leihen sich Geld von Verwandten im Ausland (SEM 14.2.2025; vgl. AAN 29.9.2024).Afghanische Haushalte haben im Rahmen der Nahrungsmittelaufnahme hohe Bewältigungsstrategien anzuwenden. Zu diesen verbrauchsorientierten Bewältigungsstrategien zählen beispielsweise der Kauf billigerer Nahrungsmittel, der Rückgriff auf Hilfe von Verwandten und Freunden bei der Versorgung mit Lebensmitteln, die Einschränkung der Portionsgröße bei Erwachsenen oder das Reduzieren der Anzahl der Mahlzeiten pro Tag (WFP 11.2.2024). Weitere Strategien zur Bewältigung der grundlegenden Bedürfnisse der Haushalte sind die Aufnahme von Schulden, der Verkauf von Eigentum (UNOCHA 23.12.2023; vergleiche ACAPS 3.6.2024), Betteln (ACAPS 3.6.2024), die (Zwangs)Verheiratung von Mädchen (UNOCHA 23.12.2023; vergleiche AA 24.7.2025), Kinderarbeit (STC 2023; vergleiche UNOCHA 23.12.2023, AA 24.7.2025) oder der Verkauf von Organen (NYT 19.3.2024; vergleiche FR24 28.2.2022, AA 24.7.2025). Andere nehmen Kredite auf oder leihen sich Geld von Verwandten im Ausland (SEM 14.2.2025; vergleiche AAN 29.9.2024). Seit 2021 ist in Afghanistan eine leichte Verbesserung der Ernährungssicherheit zu verzeichnen, obwohl das Land in den letzten Jahren mit einer Reihe bedeutender Herausforderungen konfrontiert war. Dazu gehören der politische Übergang im August 2021, die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und mehrere Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Erdbeben und Dürren. Darüber hinaus bewältigt das Land den Zustrom afghanischer Rückkehrer aus den Nachbarregionen. All das belastet weiterhin die Ressourcen und beeinträchtigt die Ernährungssicherheit (WFP 9.7.2024; vgl. IPC 7.1.2025). Im März 2025 berichtete das World Food Programme (WFP), dass bis zu 15 Millionen Menschen Nahrungsmittelhilfe benötigen, um zu überleben. Acht von zehn Familien können sich keine minimal nahrhafte Ernährung leisten, und drei von vier Familien müssen sich Geld leihen, um Grundnahrungsmittel zu kaufen (WFP 26.3.2025; vgl. WVI 18.6.2025).Seit 2021 ist in Afghanistan eine leichte Verbesserung der Ernährungssicherheit zu verzeichnen, obwohl das Land in den letzten Jahren mit einer Reihe bedeutender Herausforderungen konfrontiert war. Dazu gehören der politische Übergang im August 2021, die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und mehrere Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Erdbeben und Dürren. Darüber hinaus bewältigt das Land den Zustrom afghanischer Rückkehrer aus den Nachbarregionen. All das belastet weiterhin die Ressourcen und beeinträchtigt die Ernährungssicherheit (WFP 9.7.2024; vergleiche IPC 7.1.2025). Im März 2025 berichtete das World Food Programme (WFP), dass bis zu 15 Millionen Menschen Nahrungsmittelhilfe benötigen, um zu überleben. Acht von zehn Familien können sich keine minimal nahrhafte Ernährung leisten, und drei von vier Familien müssen sich Geld leihen, um Grundnahrungsmittel zu kaufen (WFP 26.3.2025; vergleiche WVI 18.6.2025). Auch Wasserknappheit wird ein immer größeres Problem in Afghanistan. Dämme und Kanäle haben zu Spannungen mit Nachbarstaaten geführt und gleichzeitig ist die Region mit den gemeinsamen Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert, der die Wasserknappheit verschärft (FR24 17.8.2025). Experten warnen, dass Kabul die erste moderne Stadt sein könnte, der das Wasser vollständig ausgeht (MC 3.10.2025; vgl. Guardian 7.6.2025). Nach einem Bericht der NGO Mercy Corps, übersteigt die Grundwasserentnahme die natürliche Neubildung bei Weitem und einige der Haushalte geben 30 % ihres Einkommens für Wasser aus. Auch hat die Stadt mit einem hohen Grad an Wasserverschmutzung zu kämpfen. Bis zu 80 % des Grundwassers sind aufgrund hoher Konzentrationen von Abwasser, Arsen und Salzgehalt nicht trinkbar und stellen ein akutes Gesundheitsrisiko dar. Veraltete Bewertungen, fragmentierte Programme und mangelnder Datenaustausch verringern die Effizienz und Wirkung der Hilfsmaßnahmen (MC 3.10.2025). Bei der von IPSOS im Auftrag der Staatendokumentation durchgeführten Studie gaben 39 % der in der Stadt Kabul Befragten an, immer Zugang zu sauberem Trinkwasser zu haben. Im Vergleich dazu traf dies auf 44 % in Herat und 55 % in Mazar-e Sharif zu (STDOK/IPSOS 28.8.2025).“Auch Wasserknappheit wird ein immer größeres Problem in Afghanistan. Dämme und Kanäle haben zu Spannungen mit Nachbarstaaten geführt und gleichzeitig ist die Region mit den gemeinsamen Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert, der die Wasserknappheit verschärft (FR24 17.8.2025). Experten warnen, dass Kabul die erste moderne Stadt sein könnte, der das Wasser vollständig ausgeht (MC 3.10.2025; vergleiche Guardian 7.6.2025). Nach einem Bericht der NGO Mercy Corps, übersteigt die Grundwasserentnahme die natürliche Neubildung bei Weitem und einige der Haushalte geben 30 % ihres Einkommens für Wasser aus. Auch hat die Stadt mit einem hohen Grad an Wasserverschmutzung zu kämpfen. Bis zu 80 % des Grundwassers sind aufgrund hoher Konzentrationen von Abwasser, Arsen und Salzgehalt nicht trinkbar und stellen ein akutes Gesundheitsrisiko dar. Veraltete Bewertungen, fragmentierte Programme und mangelnder Datenaustausch verringern die Effizienz und Wirkung der Hilfsmaßnahmen (MC 3.10.2025). Bei der von IPSOS im Auftrag der Staatendokumentation durchgeführten Studie gaben 39 % der in der Stadt Kabul Befragten an, immer Zugang zu sauberem Trinkwasser zu haben. Im Vergleich dazu traf dies auf 44 % in Herat und 55 % in Mazar-e Sharif zu (STDOK/IPSOS 28.8.2025).“ Vor diesem Hintergrund ist keine wesentliche und nachhaltige Verbesserung der allgemeinen Lage in Afghanistan zu erkennen. Ebenso wenig ist eine maßgebliche Änderung in den individuellen Verhältnisse des Beschwerdeführers ersichtlich. Es haben sich insbesondere keinerlei Hinweise ergeben, welche auf eine Stärkung der wirtschaftlichen Situation seiner Familie hindeuten würde. Aufgrund der bereits oben gewürdigten Verhältnisse der in Afghanistan lebenden Angehörigen des Beschwerdeführers wären diese somit weiterhin nicht in der Lage, den Beschwerdeführer bei einer Rückkehr ausreichend zu unterstützen. Die eingetretenen Veränderungen durch die Erkrankung seines Vaters und die Geburt seiner Schwester sprechen eher für eine Verringerung ihrer Fähigkeit, die existenziellen Grundbedürfnisse der Familie zu decken, und damit für eine weitere Anspannung der Lage seiner Familie. Alleine aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer mittlerweile 19 Jahre alt und damit nach der österreichischen Rechtsordnung volljährig ist, kann noch keine wesentliche Änderung abgeleitet werden. Zwar besuchte der Beschwerdeführer in Österreich einerseits diverse Bildungsangebote in Form von Deutsch- und Basisbildungskursen sowie als außerordentlicher Schüler ein halbes Jahr eine polytechnische Schule (vgl. Beilagen ./1 und ./2 sowie AS 109, AS 137 und AS 629) und konnte andererseits Arbeitserfahrung sammeln für etwa dreieinhalb Monate als Arbeiter in einem Bewachungsdienstleistungsunternehmen sowie seit mehr als vier Monaten unter der Geringfügigkeitsgrenze als Fahrradbote für Essenslieferungen. Etwaige nennenswerte Qualifikationen, die ihm eine Wiedereingliederung in die afghanische Gesellschaft ermöglichen würden, konnte sich der Beschwerdeführer damit jedoch nicht aneignen. Zudem wäre der Beschwerdeführer aufgrund der Tatsache, dass er Afghanistan vor mehr als sechs Jahren im Alter von nur zwölf Jahren verließ, bei einer Rückkehr in seine Heimat mit besonderen Schwierigkeiten konfrontiert, welche er ohne tragfähiges Unterstützungsnetzwerk nicht bewältigen könnte.Alleine aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer mittlerweile 19 Jahre alt und damit nach der österreichischen Rechtsordnung volljährig ist, kann noch keine wesentliche Änderung abgeleitet werden. Zwar besuchte der Beschwerdeführer in Österreich einerseits diverse Bildungsangebote in Form von Deutsch- und Basisbildungskursen sowie als außerordentlicher Schüler ein halbes Jahr eine polytechnische Schule vergleiche Beilagen ./1 und ./2 sowie AS 109, AS 137 und AS 629) und konnte andererseits Arbeitserfahrung sammeln für etwa dreieinhalb Monate als Arbeiter in einem Bewachungsdienstleistungsunternehmen sowie seit mehr als vier Monaten unter der Geringfügigkeitsgrenze als Fahrradbote für Essenslieferungen. Etwaige nennenswerte Qualifikationen, die ihm eine Wiedereingliederung in die afghanische Gesellschaft ermöglichen würden, konnte sich der Beschwerdeführer damit jedoch nicht aneignen. Zudem wäre der Beschwerdeführer aufgrund der Tatsache, dass er Afghanistan vor mehr als sechs Jahren im Alter von nur zwölf Jahren verließ, bei einer Rückkehr in seine Heimat mit besonderen Schwierigkeiten konfrontiert, welche er ohne tragfähiges Unterstützungsnetzwerk nicht bewältigen könnte. Die Prognosen der Integrated Food Security Phase Classification (IPC) zeigen, dass die Versorgungslage in Afghanistan zwischen einzelnen Regionen und Haushalten stark variiert. Aus der aktuellen IPC-Analyse ergibt sich, dass für die Provinz Nangarhar im Zeitraum November 2025 bis März 2026 die Stufe 3 („Crisis“) prognostiziert wird. Im Detail wird dazu ausgeführt, dass 25 % der Haushalte keinen oder nur minimalen Mängeln ausgesetzt sind (Phase 1), in weiteren 30 % der Haushalte ist die Lage gestresst (Phase 2), 35 % der Haushalte befinden sich in einer Krise (Phase 3) und 10 % der Haushalte in einer Notlage (Phase 4); von einer Katastrophe/Hungersnot (Phase 5) ist niemand betroffen. Auch wenn die Lage demnach keinesfalls derart ausgestaltet ist, dass jeder in Afghanistan lebende Mensch hinsichtlich der Nahrungsmittelversorgung unterversorgt ist, ist aufgrund der individuellen Situation des Beschwerdeführers ohne tragfähige Anknüpfungspunkte in Afghanistan weiterhin zu befürchten, dass er bei einer Rückkehr in die Provinz Nangarhar mit maßgeblicher Wahrscheinlichkeit in eine existenzielle Notlage geraten könnte. Da der Beschwerdeführer auch in anderen Teilen Afghanistans über keinen belastbaren familiären oder sozialen Rückhalt verfügt, kann auch nicht davon ausgegangen werden, dass er sich in einem anderen Gebiet seines Herkunftsstaats ansiedeln und seine Grundbedürfnisse decken könnte. Somit haben sich die Umstände, die zur Gewährung des subsidiären Schutzes geführt haben, seit der Zuerkennung des subsidiären Schutzes mit Bescheid des Bundesamtes vom 08.11.2022 sowie seit der letztmaligen Verlängerung mit Bescheid vom 14.11.2023 nicht wesentlich verbessert. 2.
  11. Zu den Feststellungen zur Straffälligkeit des Beschwerdeführers: Die zur Straffälligkeit des Beschwerdeführers getroffenen Feststellungen basieren auf einer Einsicht in das diesbezügliche strafgerichtliche Urteil sowie in das Strafregister. Dass der Beschwerdeführer die Tat aus seinem unerfüllten Wunsch nach einer Beziehung zu einem Mädchen beging, dessen Unrecht einsieht und sein Verhalten bereut, war aufgrund seiner aufrichtig erscheinenden Äußerungen zu seinen Straftaten gegenüber der erkennenden Richterin ebenso festzustellen, wie seine Entschuldigung gegenüber dem Mädchen und die Zahlung des Privatbeteiligtenzuspruchs (vgl. Verhandlungsschrift vom 09.03.2025, S. 14f).Dass der Beschwerdeführer die Tat aus seinem unerfüllten Wunsch nach einer Beziehung zu einem Mädchen beging, dessen Unrecht einsieht und sein Verhalten bereut, war aufgrund seiner aufrichtig erscheinenden Äußerungen zu seinen Straftaten gegenüber der erkennenden Richterin ebenso festzustellen, wie seine Entschuldigung gegenüber dem Mädchen und die Zahlung des Privatbeteiligtenzuspruchs vergleiche Verhandlungsschrift vom 09.03.2025, S. 14f).
  12. Rechtliche Beurteilung: Zu A) Zu Spruchpunkt I. des angefochtenen Bescheides (Aberkennung des Status des subsidiär Schutzberechtigten):Zu Spruchpunkt römisch eins. des angefochtenen Bescheides (Aberkennung des Status des subsidiär Schutzberechtigten):

§ 8Abs. 1 Asyl

G 2005 ist einem Fremden der Status des subsidiär Schutzberechtigten zuzuerkennen, wenn eine Zurückweisung, Zurückschiebung oder Abschiebung des Fremden in seinen Herkunftsstaat eine reale Gefahr einer Verletzung von Art. 2 EMRK, Art. 3 EMRK oder der Protokolle Nr. 6 oder Nr. 13 zur Konvention bedeuten würde oder für ihn als Zivilperson eine ernsthafte Bedrohung des Lebens oder der Unversehrtheit infolge willkürlicher Gewalt im Rahmen eines internationalen oder innerstaatlichen Konfliktes mit sich bringen würde.

Paragraph 8, Absatz eins, AsylG 2005 ist einem Fremden der Status des subsidiär Schutzberechtigten zuzuerkennen, wenn eine Zurückweisung, Zurückschiebung oder Abschiebung des Fremden in seinen Herkunftsstaat eine reale Gefahr einer Verletzung von Artikel 2, EMRK, Artikel 3, EMRK oder der Protokolle Nr. 6 oder Nr. 13 zur Konvention bedeuten würde oder für ihn als Zivilperson eine ernsthafte Bedrohung des Lebens oder der Unversehrtheit infolge willkürlicher Gewalt im Rahmen eines internationalen oder innerstaatlichen Konfliktes mit sich bringen würde. Nach ständiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs (in der Folge: VwGH) setzt die Beurteilung eines drohenden Verstoßes gegen Art. 2 oder 3 EMRK eine Einzelfallprüfung voraus, in deren Rahmen konkrete und nachvollziehbare Feststellungen zu der Frage zu treffen sind, ob einer Person im Fall der Rückkehr in ihren Herkunftsstaat die reale Gefahr („real risk“) insbesondere einer gegen Art. 2 oder 3 EMRK verstoßenden Behandlung droht. Es bedarf einer ganzheitlichen Bewertung der möglichen Gefahren, die sich auf die persönliche Situation des Betroffenen in Relation zur allgemeinen Menschenrechtslage im Zielstaat zu beziehen hat (vgl. etwa VwGH 20.11.2018, Ra 2018/20/0528; VwGH 08.09.2016, Ra 2016/20/0053, mwN).Nach ständiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs (in der Folge: VwGH) setzt die Beurteilung eines drohenden Verstoßes gegen Artikel 2, oder 3 EMRK eine Einzelfallprüfung voraus, in deren Rahmen konkrete und nachvollziehbare Feststellungen zu der Frage zu treffen sind, ob einer Person im Fall der Rückkehr in ihren Herkunftsstaat die reale Gefahr („real risk“) insbesondere einer gegen Artikel 2, oder 3 EMRK verstoßenden Behandlung droht. Es bedarf einer ganzheitlichen Bewertung der möglichen Gefahren, die sich auf die persönliche Situation des Betroffenen in Relation zur allgemeinen Menschenrechtslage im Zielstaat zu beziehen hat vergleiche etwa VwGH 20.11.2018, Ra 2018/20/0528; VwGH 08.09.2016, Ra 2016/20/0053, mwN). Unter realer Gefahr in diesem Sinne ist eine ausreichend reale, nicht nur auf Spekulationen gegründete Gefahr („a sufficiently real risk“) möglicher Konsequenzen für den Betroffenen im Zielstaat zu verstehen (vgl. VwGH 19.02.2004, 99/20/0573). Herrscht im Herkunftsstaat eines Asylwerbers eine prekäre allgemeine Sicherheitslage, in der die Bevölkerung durch Akte willkürlicher Gewalt betroffen ist, so liegen stichhaltige Gründe für die Annahme eines realen Risikos bzw. für die ernsthafte Bedrohung von Leben oder Unversehrtheit eines Asylwerbers bei Rückführung in diesen Staat dann vor, wenn diese Gewalt ein solches Ausmaß erreicht hat, dass es nicht bloß möglich, sondern geradezu wahrscheinlich erscheint, dass auch der betreffende Asylwerber tatsächlich Opfer eines solchen Gewaltaktes sein wird. Davon kann in einer Situation allgemeiner Gewalt nur in sehr extremen Fällen ausgegangen werden, nämlich dann, wenn schon die bloße Anwesenheit einer Person in der betroffenen Region Derartiges erwarten lässt. Davon abgesehen können aber besondere in der persönlichen Situation der oder des Betroffenen begründete Umstände (Gefährdungsmomente) dazu führen, dass gerade bei ihr oder ihm ein – im Vergleich zur Bevölkerung des Herkunftsstaates im Allgemeinen – höheres Risiko besteht, einer dem Art. 2 oder 3 EMRK widersprechenden Behandlung ausgesetzt zu sein bzw. eine ernsthafte Bedrohung des Lebens oder der Unversehrtheit befürchten zu müssen. In diesem Fall kann das reale Risiko der Verletzung von Art. 2 oder 3 EMRK oder eine ernsthafte Bedrohung des Lebens oder der Unversehrtheit einer Person infolge willkürlicher Gewalt im Rahmen eines internationalen oder innerstaatlichen Konflikts bereits in der Kombination der prekären Sicherheitslage und der besonderen Gefährdungsmomente für die einzelne Person begründet liegen (vgl. VwGH 30.09.2019, Ra 2018/01/0068; 21.02.2017, Ra 2016/18/0137).Unter realer Gefahr in diesem Sinne ist eine ausreichend reale, nicht nur auf Spekulationen gegründete Gefahr („a sufficiently real risk“) möglicher Konsequenzen für den Betroffenen im Zielstaat zu verstehen vergleiche VwGH 19.02.2004, 99/20/0573). Herrscht im Herkunftsstaat eines Asylwerbers eine prekäre allgemeine Sicherheitslage, in der die Bevölkerung durch Akte willkürlicher Gewalt betroffen ist, so liegen stichhaltige Gründe für die Annahme eines realen Risikos bzw. für die ernsthafte Bedrohung von Leben oder Unversehrtheit eines Asylwerbers bei Rückführung in diesen Staat dann vor, wenn diese Gewalt ein solches Ausmaß erreicht hat, dass es nicht bloß möglich, sondern geradezu wahrscheinlich erscheint, dass auch der betreffende Asylwerber tatsächlich Opfer eines solchen Gewaltaktes sein wird. Davon kann in einer Situation allgemeiner Gewalt nur in sehr extremen Fällen ausgegangen werden, nämlich dann, wenn schon die bloße Anwesenheit einer Person in der betroffenen Region Derartiges erwarten lässt. Davon abgesehen können aber besondere in der persönlichen Situation der oder des Betroffenen begründete Umstände (Gefährdungsmomente) dazu führen, dass gerade bei ihr oder ihm ein – im Vergleich zur Bevölkerung des Herkunftsstaates im Allgemeinen – höheres Risiko besteht, einer dem Artikel 2, oder 3 EMRK widersprechenden Behandlung ausgesetzt zu sein bzw. eine ernsthafte Bedrohung des Lebens oder der Unversehrtheit befürchten zu müssen. In diesem Fall kann das reale Risiko der Verletzung von Artikel 2, oder 3 EMRK oder eine ernsthafte Bedrohung des Lebens oder der Unversehrtheit einer Person infolge willkürlicher Gewalt im Rahmen eines internationalen oder innerstaatlichen Konflikts bereits in der Kombination der prekären Sicherheitslage und der besonderen Gefährdungsmomente für die einzelne Person begründet liegen vergleiche VwGH 30.09.2019, Ra 2018/01/0068; 21.02.2017, Ra 2016/18/0137). Die Außerlandesschaffung eines Fremden in den Herkunftsstaat kann auch dann eine Verletzung von Art. 3 EMRK bedeuten, wenn der Betroffene dort keine Lebensgrundlage vorfindet, also die Grundbedürfnisse der menschlichen Existenz (bezogen auf den Einzelfall) nicht gedeckt werden können. Eine solche Situation ist nur unter exzeptionellen Umständen anzunehmen. Die bloße Möglichkeit einer durch die Lebensumstände bedingten Verletzung des Art. 3 EMRK ist nicht ausreichend. Vielmehr ist es zur Begründung einer drohenden Verletzung von Art. 3 EMRK notwendig, detailliert und konkret darzulegen, warum solche exzeptionellen Umstände vorliegen (vgl. VwGH 08.09.2016, Ra 2016/20/0063).Die Außerlandesschaffung eines Fremden in den Herkunftsstaat kann auch dann eine Verletzung von Artikel 3, EMRK bedeuten, wenn der Betroffene dort keine Lebensgrundlage vorfindet, also die Grundbedürfnisse der menschlichen Existenz (bezogen auf den Einzelfall) nicht gedeckt werden können. Eine solche Situation ist nur unter exzeptionellen Umständen anzunehmen. Die bloße Möglichkeit einer durch die Lebensumstände bedingten Verletzung des Artikel 3, EMRK ist nicht ausreichend. Vielmehr ist es zur Begründung einer drohenden Verletzung von Artikel 3, EMRK notwendig, detailliert und konkret darzulegen, warum solche exzeptionellen Umstände vorliegen vergleiche VwGH 08.09.2016, Ra 2016/20/0063).

§ 9Abs. 1 Z 1 Asyl

G 2005 ist einem Fremden der Status eines subsidiär Schutzberechtigten von Amts wegen mit Bescheid abzuerkennen, wenn die Voraussetzungen für die Zuerkennung des Status des subsidiär Schutzberechtigten (§ 8 Abs. 1) nicht oder nicht mehr vorliegen.

Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer eins, AsylG 2005 ist einem Fremden der Status eines subsidiär Schutzberechtigten von Amts wegen mit Bescheid abzuerkennen, wenn die Voraussetzungen für die Zuerkennung des Status des subsidiär Schutzberechtigten (Paragraph 8, Absatz eins,) nicht oder nicht mehr vorliegen. Nach der ständigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes (vgl. VwGH 21.06.2021, Ra 2021/20/0024; 17.12.2019, Ra 2019/18/0381) setzt die Heranziehung des Tatbestands des § 9 Abs. 1 Z 1 zweiter Fall AsylG 2005 voraus, dass sich der Sachverhalt seit der Zuerkennung des subsidiären Schutzes bzw. der erfolgten Verlängerung der befristeten Aufenthaltsberechtigung nach § 8 Abs. 4 AsylG 2005 (die nur im Falle des weiteren Vorliegens der Voraussetzungen für die Zuerkennung erteilt werden darf) geändert hat (vgl. dazu etwa VwGH 17.10.2019, Ra 2019/18/0353, mwN). Nicht jede Änderung des Sachverhalts rechtfertigt allerdings die Aberkennung des subsidiären Schutzes. Eine maßgebliche Änderung liegt unter Bedachtnahme auf die unionsrechtlichen Vorgaben von Art. 19 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 16 Abs. 2 der Richtlinie 2011/95/EU (Statusrichtlinie) vielmehr nur dann vor, wenn sich die Umstände so wesentlich und nicht nur vorübergehend verändert haben, dass ein Anspruch auf subsidiären Schutz nicht länger besteht.Nach der ständigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes vergleiche VwGH 21.06.2021, Ra 2021/20/0024; 17.12.2019, Ra 2019/18/0381) setzt die Heranziehung des Tatbestands des Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer eins, zweiter Fall AsylG 2005 voraus, dass sich der Sachverhalt seit der Zuerkennung des subsidiären Schutzes bzw. der erfolgten Verlängerung der befristeten Aufenthaltsberechtigung nach Paragraph 8, Absatz 4, AsylG 2005 (die nur im Falle des weiteren Vorliegens der Voraussetzungen für die Zuerkennung erteilt werden darf) geändert hat vergleiche dazu etwa VwGH 17.10.2019, Ra 2019/18/0353, mwN). Nicht jede Änderung des Sachverhalts rechtfertigt allerdings die Aberkennung des subsidiären Schutzes. Eine maßgebliche Änderung liegt unter Bedachtnahme auf die unionsrechtlichen Vorgaben von Artikel 19, Absatz eins, in Verbindung mit Artikel 16, Absatz 2, der Richtlinie 2011/95/EU (Statusrichtlinie) vielmehr nur dann vor, wenn sich die Umstände so wesentlich und nicht nur vorübergehend verändert haben, dass ein Anspruch auf subsidiären Schutz nicht länger besteht. Ebenfalls hat der Verwaltungsgerichtshof wiederholt festgehalten (vgl. VwGH 01.09.2021, Ra 2021/19/0266; 29.11.2019, Ra 2019/14/0449), dass in Bezug auf die Frage, ob sich die Umstände so wesentlich und nicht nur vorübergehend verändert haben, sodass Anspruch auf subsidiären Schutz nicht länger besteht, es regelmäßig nicht allein auf den Eintritt eines einzelnen Ereignisses ankommt. Der Wegfall der Notwendigkeit, auf den Schutz eines anderen Staates angewiesen zu sein, kann sich durchaus auch als Ergebnis unterschiedlicher Entwicklungen von Ereignissen, die sowohl in der Person des Fremden als auch in der in seinem Heimatland gegebenen Situation, darstellen (vgl. VwGH 27.05.2019, Ra 2019/14/0153). Ebenfalls hat der Verwaltungsgerichtshof wiederholt festgehalten vergleiche VwGH 01.09.2021, Ra 2021/19/0266; 29.11.2019, Ra 2019/14/0449), dass in Bezug auf die Frage, ob sich die Umstände so wesentlich und nicht nur vorübergehend verändert haben, sodass Anspruch auf subsidiären Schutz nicht länger besteht, es regelmäßig nicht allein auf den Eintritt eines einzelnen Ereignisses ankommt. Der Wegfall der Notwendigkeit, auf den Schutz eines anderen Staates angewiesen zu sein, kann sich durchaus auch als Ergebnis unterschiedlicher Entwicklungen von Ereignissen, die sowohl in der Person des Fremden als auch in der in seinem Heimatland gegebenen Situation, darstellen vergleiche VwGH 27.05.2019, Ra 2019/14/0153). Im angefochtenen Bescheid wurde die Aberkennung des Status des subsidiär Schutzberechtigten auf § 9 Abs. 1 AsylG 2005 gestützt, wobei der Bescheidbegründung zweifellos zu entnehmen ist, dass das Bundesamt von einer Lageänderung ausging und die Voraussetzungen des § 8 Abs. 1 AsylG 2005 nicht mehr vorlägen. Dieser Auffassung ist nach Ansicht des Bundesverwaltungsgerichts zum gegenwärtigen Entscheidungszeitpunkt nicht zu folgen.Im angefochtenen Bescheid wurde die Aberkennung des Status des subsidiär Schutzberechtigten auf Paragraph 9, Absatz eins, AsylG 2005 gestützt, wobei der Bescheidbegründung zweifellos zu entnehmen ist, dass das Bundesamt von einer Lageänderung ausging und die Voraussetzungen des Paragraph 8, Absatz eins, AsylG 2005 nicht mehr vorlägen. Dieser Auffassung ist nach Ansicht des Bundesverwaltungsgerichts zum gegenwärtigen Entscheidungszeitpunkt nicht zu folgen. Wie bereits in der Beweiswürdigung ausführlich dargelegt, haben sich die Umstände, die zur Gewährung des subsidiären Schutzes geführt haben, seit der Zuerkennung des subsidiären Schutzes mit Bescheid der belangten Behörde vom 08.11.2022 sowie seit der letztmaligen Verlängerung mit Bescheid vom 14.11.2023 nicht maßgeblich verbessert. Insbesondere verfügt der im Alter von nur zwölf Jahren aus Afghanistan ausgereiste Beschwerdeführer (weiterhin) über kein belastbares Unterstützungsnetzwerk in seiner Heimat. Ein solches wäre bei seiner Rückkehr nach Afghanistan aufgrund der nach wie vor angespannten Versorgungssituation zur Sicherung seiner Existenz jedoch essentiell. Die Voraussetzungen für die Aberkennung des Status des subsidiär Schutzberechtigten

§ 9Abs. 1 Z 1 Asyl

G liegen sohin mangels wesentlicher und nachhaltiger Änderung der maßgeblichen Umstände nicht vor.Die Voraussetzungen für die Aberkennung des Status des subsidiär Schutzberechtigten

Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer eins, AsylG liegen sohin mangels wesentlicher und nachhaltiger Änderung der maßgeblichen Umstände nicht vor. Nach der Rechtsprechung des VwGH ist „die zu entscheidende Angelegenheit“ im Verfahren über die Beschwerde gegen einen Bescheid, mit dem dem Beschwerdeführer der Status des subsidiär Schutzberechtigten aberkannt wurde, die Aberkennung des subsidiären Schutzstatus an sich und damit sämtliche in § 9 Abs. 1 und 2 AsylG vorgesehenen Prüfschritte und Aussprüche (VwGH 17.10.2019, Ro 2019/18/0005). Demnach ist das Bundesverwaltungsgericht nicht lediglich auf den Aberkennungstatbestand des § 9 Abs. 1 Z 1 AsylG 2005 beschränkt, sondern hat vielmehr alle Hinweise auf das Vorliegen der Voraussetzungen eines der Aberkennungstatbestände des § 9 Abs. 1 und Abs. 2 AsylG 2005 aufzugreifen.Nach der Rechtsprechung des VwGH ist „die zu entscheidende Angelegenheit“ im Verfahren über die Beschwerde gegen einen Bescheid, mit dem dem Beschwerdeführer der Status des subsidiär Schutzberechtigten aberkannt wurde, die Aberkennung des subsidiären Schutzstatus an sich und damit sämtliche in Paragraph 9, Absatz eins und 2 AsylG vorgesehenen Prüfschritte und Aussprüche (VwGH 17.10.2019, Ro 2019/18/0005). Demnach ist das Bundesverwaltungsgericht nicht lediglich auf den Aberkennungstatbestand des Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer eins, AsylG 2005 beschränkt, sondern hat vielmehr alle Hinweise auf das Vorliegen der Voraussetzungen eines der Aberkennungstatbestände des Paragraph 9, Absatz eins und Absatz 2, AsylG 2005 aufzugreifen. Für die Erfüllung eines der Tatbestände des § 9 Abs. 1 Z 2 und Z 3 sowie Abs. 2 Z 1 AsylG 2005 haben sich im Verfahren keinerlei Anhaltspunkte ergeben. Für die Erfüllung eines der Tatbestände des Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer 2 und Ziffer 3, sowie Absatz 2, Ziffer eins, AsylG 2005 haben sich im Verfahren keinerlei Anhaltspunkte ergeben. Zu den Tatbeständen zur Aberkennung des subsidiären Schutzes wegen Straffälligkeit ist auszuführen, dass § 9 Abs. 2 Z 2 AsylG 2005 auf die Gefahr für die Allgemeinheit oder für die Sicherheit der Republik Österreich und Z 3 leg.cit. auf eine rechtskräftige Verurteilung wegen eines Verbrechens iSd § 17 StGB abstellt.Zu den Tatbeständen zur Aberkennung des subsidiären Schutzes wegen Straffälligkeit ist auszuführen, dass Paragraph 9, Absatz 2, Ziffer 2, AsylG 2005 auf die Gefahr für die Allgemeinheit oder für die Sicherheit der Republik Österreich und Ziffer 3, leg.cit. auf eine rechtskräftige Verurteilung wegen eines Verbrechens iSd Paragraph 17, StGB abstellt. Der Beschwerdeführer wurde in Österreich als Jugendlicher im Sinn des JGG wegen des Verbrechens der Vergewaltigung nach § 201 Abs. 1 StGB verurteilt. Diese Verurteilungen des Beschwerdeführers stellt zweifelsfrei ein gewichtiges Indiz für die Aberkennung nach § 9 Abs. 2 Z 3 AsylG 2005 dar; dieses Kriterium allein reicht nach der höchstgerichtlichen Rechtsprechung für eine Aberkennung jedoch nicht aus (VwGH 22.10.2020, Ra 2020/20/0274).Der Beschwerdeführer wurde in Österreich als Jugendlicher im Sinn des JGG wegen des Verbrechens der Vergewaltigung nach Paragraph 201, Absatz eins, StGB verurteilt. Diese Verurteilungen des Beschwerdeführers stellt zweifelsfrei ein gewichtiges Indiz für die Aberkennung nach Paragraph 9, Absatz 2, Ziffer 3, AsylG 2005 dar; dieses Kriterium allein reicht nach der höchstgerichtlichen Rechtsprechung für eine Aberkennung jedoch nicht aus (VwGH 22.10.2020, Ra 2020/20/0274). Der Verwaltungsgerichtshof hat in seinem Erkenntnis vom 22.10.2020, Ro 2020/20/0001, Folgendes ausgeführt: „Eine Prognose, ob infolge jener Handlungen, derentwegen ein Fremder rechtskräftig wegen eines Verbrechens verurteilt wurde, auch eine von ihm ausgehende Gefahr besteht, ist allerdings nach § 9 Abs. 2 Z 3 AsylG 2005 nicht vorzunehmen. Mit der Bestimmung des § 9 Abs. 2 Z 3 AsylG 2005, die der Umsetzung des Art. 17 Abs. 1 lit. b Richtlinie 2011/95/EU (Statusrichtlinie) dient, verfolgte der Gesetzgeber vielmehr das Ziel, einen Fremden allein schon wegen der Verurteilung aufgrund einer schweren Straftat von der Zuerkennung des Status des subsidiär Schutzberechtigten auszuschließen. Zwar hat der Verwaltungsgerichtshof seine Rechtsprechung, wonach bei der Prüfung, ob der Tatbestand des § 9 Abs. 2 Z 3 AsylG 2005 erfüllt ist, allein auf das Bestehen einer Verurteilung wegen eines Verbrechens abzustellen und weder eine Einzelfallprüfung in Bezug auf die Umstände der Taten vorzunehmen noch eine Gefährdungsprognose anzustellen sei, im Hinblick auf die Judikatur des EuGH nicht vollumfänglich aufrechterhalten (vgl. VwGH 6.11.2018, Ra 2018/18/0295). Es ist aber (weiterhin) von § 9 Abs. 2 Z 3 AsylG 2005 (ebenso wie nach Art. 17 Abs. 1 lit. b Statusrichtlinie) nicht gefordert, über die Einzelfallprüfung im genannten Sinn hinaus auch eine Gefährdungsprognose vorzunehmen.„Eine Prognose, ob infolge jener Handlungen, derentwegen ein Fremder rechtskräftig wegen eines Verbrechens verurteilt wurde, auch eine von ihm ausgehende Gefahr besteht, ist allerdings nach Paragraph 9, Absatz 2, Ziffer 3, AsylG 2005 nicht vorzunehmen. Mit der Bestimmung des Paragraph 9, Absatz 2, Ziffer 3, AsylG 2005, die der Umsetzung des Artikel 17, Absatz eins, Litera b, Richtlinie 2011/95/EU (Statusrichtlinie) dient, verfolgte der Gesetzgeber vielmehr das Ziel, einen Fremden allein schon wegen der Verurteilung aufgrund einer schweren Straftat von der Zuerkennung des Status des subsidiär Schutzberechtigten auszuschließen. Zwar hat der Verwaltungsgerichtshof seine Rechtsprechung, wonach bei der Prüfung, ob der Tatbestand des Paragraph 9, Absatz 2, Ziffer 3, AsylG 2005 erfüllt ist, allein auf das Bestehen einer Verurteilung wegen eines Verbrechens abzustellen und weder eine Einzelfallprüfung in Bezug auf die Umstände der Taten vorzunehmen noch eine Gefährdungsprognose anzustellen sei, im Hinblick auf die Judikatur des EuGH nicht vollumfänglich aufrechterhalten vergleiche VwGH 6.11.2018, Ra 2018/18/0295). Es ist aber (weiterhin) von Paragraph 9, Absatz 2, Ziffer 3, AsylG 2005 (ebenso wie nach Artikel 17, Absatz eins, Litera b, Statusrichtlinie) nicht gefordert, über die Einzelfallprüfung im genannten Sinn hinaus auch eine Gefährdungsprognose vorzunehmen. […] Bei der Beurteilung, ob eine schwere Straftat im Sinn des Art. 17 Abs. 1 lit. b Statusrichtlinie – nach dessen Wortlaut wird auf den Umstand einer strafgerichtlichen Verurteilung nicht abgestellt – vorliegt, darf sich die zuständige Behörde des betreffenden Mitgliedstaats erst dann auf den in dieser Bestimmung vorgesehenen Ausschlussgrund berufen, nachdem sie im Einzelfall eine Würdigung der genauen tatsächlichen Umstände, die ihr bekannt sind, vorgenommen hat, um zu ermitteln, ob schwerwiegende Gründe zu der Annahme berechtigen, dass die Handlungen des Betreffenden, der im Übrigen die Voraussetzungen für die Zuerkennung subsidiären Schutzes erfüllt, unter diesen Ausschlusstatbestand fallen (vgl. EuGH 13.8.2018, Ahmed, C-369/17, Rn. 55). Mit dem hier in Rede stehenden Grund für den Ausschluss vom subsidiären Schutz wird der Zweck verfolgt, Personen auszuschließen, die als des sich aus der Zuerkennung dieses Status ergebenden Schutzes unwürdig angesehen werden, und die Glaubwürdigkeit des gemeinsamen europäischen Asylsystems zu erhalten (vgl. EuGH C-369/17, Rn. 51). Es ist demnach zur Erfüllung des § 9 Abs. 2 Z 3 AsylG 2005 hinreichend, dass – wie von dieser Bestimmung ausdrücklich gefordert – eine rechtskräftige Verurteilung des Fremden wegen eines Verbrechens vorliegt und – wie in Beachtung der Rechtsprechung des EuGH geboten – die vollständige Prüfung sämtlicher Umstände des konkreten Einzelfalls ergibt, dass eine schwere Straftat (im Sinn des Art. 17 Abs. 1 lit. b Statusrichtlinie) gegeben ist.“Bei der Beurteilung, ob eine schwere Straftat im Sinn des Artikel 17, Absatz eins, Litera b, Statusrichtlinie – nach dessen Wortlaut wird auf den Umstand einer strafgerichtlichen Verurteilung nicht abgestellt – vorliegt, darf sich die zuständige Behörde des betreffenden Mitgliedstaats erst dann auf den in dieser Bestimmung vorgesehenen Ausschlussgrund berufen, nachdem sie im Einzelfall eine Würdigung der genauen tatsächlichen Umstände, die ihr bekannt sind, vorgenommen hat, um zu ermitteln, ob schwerwiegende Gründe zu der Annahme berechtigen, dass die Handlungen des Betreffenden, der im Übrigen die Voraussetzungen für die Zuerkennung subsidiären Schutzes erfüllt, unter diesen Ausschlusstatbestand fallen vergleiche EuGH 13.8.2018, Ahmed, C-369/17, Rn. 55). Mit dem hier in Rede stehenden Grund für den Ausschluss vom subsidiären Schutz wird der Zweck verfolgt, Personen auszuschließen, die als des sich aus der Zuerkennung dieses Status ergebenden Schutzes unwürdig angesehen werden, und die Glaubwürdigkeit des gemeinsamen europäischen Asylsystems zu erhalten vergleiche EuGH C-369/17, Rn. 51). Es ist demnach zur Erfüllung des Paragraph 9, Absatz 2, Ziffer 3, AsylG 2005 hinreichend, dass – wie von dieser Bestimmung ausdrücklich gefordert – eine rechtskräftige Verurteilung des Fremden wegen eines Verbrechens vorliegt und – wie in Beachtung der Rechtsprechung des EuGH geboten – die vollständige Prüfung sämtlicher Umstände des konkreten Einzelfalls ergibt, dass eine schwere Straftat (im Sinn des Artikel 17, Absatz eins, Litera b, Statusrichtlinie) gegeben ist.“ Es ist daher zusätzlich zum Kriterium der rechtskräftigen Verurteilung wegen eines Verbrechens eine vollständige Prüfung sämtlicher Umstände des konkreten Einzelfalls vorzunehmen und anhand dieser Würdigung anschließend zu beurteilen, ob dem Beschwerdeführer deshalb der ihm zuerkannte Status des subsidiär Schutzberechtigten von Amts wegen abzuerkennen ist. Bei dieser einzelfallbezogenen Würdigung sind auch die konkret verhängte Strafe und die Gründe für die Strafzumessung zu berücksichtigen. Verwiesen wurde auch darauf, dass die Bestimmung des Art. 17 Abs. 1 lit. b der Statusrichtlinie (Ausschluss von der Gewährung subsidiären Schutzes, wenn schwerwiegende Gründe die Annahme rechtfertigen, dass er eine schwere Straftat begangen hat) eine Ausnahme von der in Art. 18 Statusrichtlinie aufgestellten allgemeinen Regel bildet und daher restriktiv auszulegen ist (siehe die zitierten Entscheidungen des EuGH Rn 52, und VwGH Rz 24).Verwiesen wurde auch darauf, dass die Bestimmung des Artikel 17, Absatz eins, Litera b, der Statusrichtlinie (Ausschluss von der Gewährung subsidiären Schutzes, wenn schwerwiegende Gründe die Annahme rechtfertigen, dass er eine schwere Straftat begangen hat) eine Ausnahme von der in Artikel 18, Statusrichtlinie aufgestellten allgemeinen Regel bildet und daher restriktiv auszulegen ist (siehe die zitierten Entscheidungen des EuGH Rn 52, und VwGH Rz 24). Relevant ist nach der zitierten Rechtsprechung auch der EASO-Bericht „Ausschluss: Artikel 12 und Artikel 17 der Anerkennungsrichtlinie (Richtlinie 2011/95/EU)“ (siehe: https://www.easo.europa.eu/sites/default/files/Exclusion-Judicial-Analysis-DE.pdf), welcher empfiehlt, dass die Schwere der Straftat, aufgrund deren eine Person vom subsidiären Schutz ausgeschlossen werden könne, anhand einer Vielzahl von Kriterien, wie u.a. der Art der Straftat, der verursachten Schäden, der Form des zur Verfolgung herangezogenen Verfahrens, der Art der Strafmaßnahme und der Berücksichtigung der Frage beurteilt werden solle, ob die fragliche Straftat in den anderen Rechtsordnungen ebenfalls überwiegend als schwere Straftat angesehen werde (siehe die zitierten Entscheidungen des EuGH Rn 56 und VwGH Rz 23). Dabei kann schon einer von mehreren Faktoren für sich genommen zu dem Schluss führen, es liege eine „schwere Straftat“ im Sinn des Art. 17 Abs. 1 lit. b Statusrichtlinie vor (vgl. VwGH 14.12.2021, Ra 2020/19/0067).Relevant ist nach der zitierten Rechtsprechung auch der EASO-Bericht „Ausschluss: Artikel 12 und Artikel 17 der Anerkennungsrichtlinie (Richtlinie 2011/95/EU)“ (siehe: https://www.easo.europa.eu/sites/default/files/Exclusion-Judicial-Analysis-DE.pdf), welcher empfiehlt, dass die Schwere der Straftat, aufgrund deren eine Person vom subsidiären Schutz ausgeschlossen werden könne, anhand einer Vielzahl von Kriterien, wie u.a. der Art der Straftat, der verursachten Schäden, der Form des zur Verfolgung herangezogenen Verfahrens, der Art der Strafmaßnahme und der Berücksichtigung der Frage beurteilt werden solle, ob die fragliche Straftat in den anderen Rechtsordnungen ebenfalls überwiegend als schwere Straftat angesehen werde (siehe die zitierten Entscheidungen des EuGH Rn 56 und VwGH Rz 23). Dabei kann schon einer von mehreren Faktoren für sich genommen zu dem Schluss führen, es liege eine „schwere Straftat“ im Sinn des Artikel 17, Absatz eins, Litera b, Statusrichtlinie vor vergleiche VwGH 14.12.2021, Ra 2020/19/0067). Als Beispiele für schwere Straftaten nennt der gerade genannte EASO-Bericht „Ausschluss“ etwa Mord, Mordversuch, Vergewaltigung, bewaffneter Raub, gefährliche Körperverletzung, Menschenhandel, Entführung, schwere Brandstiftung, Drogenhandel, Verschwörung zum Zweck terroristischer Gewalt und schwere Wirtschaftsverbrechen mit erheblichen Verlusten (zB Unterschlagung). Bei der Verurteilung des Beschwerdeführers wegen eines Verbrechenstatbestands ergibt sich in einer Gesamtschau unter Berücksichtigung der konkreten Umstände jedoch nicht, dass es sich um eine „schwere Straftat“ im Sinn der oben zitierten Rechtsprechung handeln würde. Dabei ist zunächst in Betracht zu ziehen, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Tathandlung 17 Jahre alt war und es sich damit um eine Jugendstraftat im Sinn des JGG handelt. Auch wenn das an der strafrechtlichen Einordnung als Verbrechen nichts ändert (vgl. § 2 Abs. 4 AsylG 2005; s.a. VwGH 27.06.2023, Ra 2023/20/0183), hatte dies zur Folge, dass das Höchstmaß der in § 201 Abs. 1 StGB angedrohten zeitlichen Freiheitsstrafe von 10 Jahren auf die Hälfte und somit auf fünf Jahre herabgesetzt wurde sowie das Mindestmaß entfiel (vgl. § 5 Z 4 JGG). Vor diesem Hintergrund legt die konkret verhängte, im unteren Bereich des zur Verfügung stehenden Strafrahmens angesiedelte Freiheitsstrafe von 20 Monaten, wovon 17 Monate bedingt nachgesehen werden konnten, nicht nahe, dass der Beschwerdeführer mit seinem delinquenten Verhalten eine schwere Straftat im Sinn des Art. 17 Abs. 1 lit. b Statusrichtlinie verübte, zumal keine Erschwerungsgründe vorlagen, während der bisher ordentliche Lebenswandel des Beschwerdeführers bei der Strafbemessung als mildernd in Anschlag gebracht werden konnte.Dabei ist zunächst in Betracht zu ziehen, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Tathandlung 17 Jahre alt war und es sich damit um eine Jugendstraftat im Sinn des JGG handelt. Auch wenn das an der strafrechtlichen Einordnung als Verbrechen nichts ändert vergleiche Paragraph 2, Absatz 4, AsylG 2005; s.a. VwGH 27.06.2023, Ra 2023/20/0183), hatte dies zur Folge, dass das Höchstmaß der in Paragraph 201, Absatz eins, StGB angedrohten zeitlichen Freiheitsstrafe von 10 Jahren auf die Hälfte und somit auf fünf Jahre herabgesetzt wurde sowie das Mindestmaß entfiel vergleiche Paragraph 5, Ziffer 4, JGG). Vor diesem Hintergrund legt die konkret verhängte, im unteren Bereich des zur Verfügung stehenden Strafrahmens angesiedelte Freiheitsstrafe von 20 Monaten, wovon 17 Monate bedingt nachgesehen werden konnten, nicht nahe, dass der Beschwerdeführer mit seinem delinquenten Verhalten eine schwere Straftat im Sinn des Artikel 17, Absatz eins, Litera b, Statusrichtlinie verübte, zumal keine Erschwerungsgründe vorlagen, während der bisher ordentliche Lebenswandel des Beschwerdeführers bei der Strafbemessung als mildernd in Anschlag gebracht werden konnte. Ebenso lässt die weitere Urteilsbegründung nichts Gegenteiliges annehmen. Dabei ist zunächst zu betonen, dass das Fehlverhalten des Beschwerdeführers keinesfalls verharmlost werden soll und für das Opfer der Eingriff in dessen sexuelle Integrität zweifelsfrei ein furchtbares Erlebnis darstellte sowie mit Angst, Ekel und Schmerzen verbunden war. Hinsichtlich der konkreten Tathandlung des Beschwerdeführers, der das Mädchen gegen ihren Willen küsste und mit einem Griff in ihre Hose vaginal penetrierte, ist dennoch zu berücksichtigen, dass unter das Delikt der Vergewaltigung nach § 201 Abs. 1 StGB auch weitaus schwerwiegendere Begehungsformen zu subsumieren sind. Dabei wird neuerlich betont, dass das Verhalten des Beschwerdeführers in keiner Weise verharmlost werden soll. Es soll damit nur dargestellt werden, dass das von der Judikatur grundsätzlich als schwere Straftat eingeordnete Delikt „Vergewaltigung“ in seinem Spektrum weitgreifend ist und dies in die Beurteilung einzubeziehen ist. In einem Vergleich ist der Unrechtsgehalt des vom Beschwerdeführer verübten Übergriffs daher nicht als derart schwerwiegend anzusehen, dass der Beschwerdeführer wegen dieser Delinquenz als schutzunwürdig zu betrachten wäre. Diese Bewertung spiegelt sich nicht zuletzt auch in der gegen den Beschwerdeführer ausgesprochenen Strafe wider.Ebenso lässt die weitere Urteilsbegründung nichts Gegenteiliges annehmen. Dabei ist zunächst zu betonen, dass das Fehlverhalten des Beschwerdeführers keinesfalls verharmlost werden soll und für das Opfer der Eingriff in dessen sexuelle Integrität zweifelsfrei ein furchtbares Erlebnis darstellte sowie mit Angst, Ekel und Schmerzen verbunden war. Hinsichtlich der konkreten Tathandlung des Beschwerdeführers, der das Mädchen gegen ihren Willen küsste und mit einem Griff in ihre Hose vaginal penetrierte, ist dennoch zu berücksichtigen, dass unter das Delikt der Vergewaltigung nach Paragraph 201, Absatz eins, StGB auch weitaus schwerwiegendere Begehungsformen zu subsumieren sind. Dabei wird neuerlich betont, dass das Verhalten des Beschwerdeführers in keiner Weise verharmlost werden soll. Es soll damit nur dargestellt werden, dass das von der Judikatur grundsätzlich als schwere Straftat eingeordnete Delikt „Vergewaltigung“ in seinem Spektrum weitgreifend ist und dies in die Beurteilung einzubeziehen ist. In einem Vergleich ist der Unrechtsgehalt des vom Beschwerdeführer verübten Übergriffs daher nicht als derart schwerwiegend anzusehen, dass der Beschwerdeführer wegen dieser Delinquenz als schutzunwürdig zu betrachten wäre. Diese Bewertung spiegelt sich nicht zuletzt auch in der gegen den Beschwerdeführer ausgesprochenen Strafe wider. Ferner ist in Betracht zu ziehen, dass der Beschwerdeführer die Straftat nicht aus einem „Trieb“ heraus, sondern wegen dem unerfüllten Wunsch nach einer Beziehung zu einem Mädchen beging. Selbstverständlich rechtfertigt dies in keiner Weise seine Verfehlung, jedoch zeigt sich in dieser Motivation, dass der Beschwerdeführer aus einem mangelnden Respekt vor Frauen sondern aufgrund jugendlicher Unbedarftheit handelte, wobei er das Unrecht mittlerweile einsieht und sein Verhalten bereut. Im Ergebnis kann daher ungeachtet der Begehung eines Verbrechens im strafrechtlichen Sinn bei der Würdigung sämtlicher Umstände des vorliegenden Falles nicht von der Erfüllung des Aberkennungstatbestands nach § 9 Abs. 2 Z 3 AsylG 2005 ausgegangen werden.Im Ergebnis kann daher ungeachtet der Begehung eines Verbrechens im strafrechtlichen Sinn bei der Würdigung sämtlicher Umstände des vorliegenden Falles nicht von der Erfüllung des Aberkennungstatbestands nach Paragraph 9, Absatz 2, Ziffer 3, AsylG 2005 ausgegangen werden. Hinsichtlich einer potenziellen Aberkennung nach § 9 Abs. 2 Z 2 AsylG 2005 ist ferner auszuführen:Hinsichtlich einer potenziellen Aberkennung nach Paragraph 9, Absatz 2, Ziffer 2, AsylG 2005 ist ferner auszuführen: Nach ständiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes erfordert die Beurteilung, ob der Fremde eine Gefahr für die Allgemeinheit oder für die Sicherheit der Republik Österreich darstellt, eine Gefährdungsprognose, wie sie in ähnlicher Weise auch in anderen asyl- und fremdenrechtlichen Vorschriften zugrunde gelegt ist. Dabei ist das Gesamtverhalten des Fremden in Betracht zu ziehen und aufgrund konkreter Feststellungen eine Beurteilung dahin vorzunehmen, ob und im Hinblick auf welche Umstände die Annahme gerechtfertigt ist, der Fremde stelle eine Gefahr für die Allgemeinheit oder für die Sicherheit der Republik Österreich dar. Strafgerichtliche Verurteilungen des Fremden sind daraufhin zu überprüfen, inwieweit sich daraus nach der Art und Schwere der zugrunde liegenden Straftaten und der Tatumstände der Schluss auf die Gefährlichkeit des Fremden für die Allgemeinheit oder die Sicherheit der Republik Österreich ziehen lässt (vgl. zuletzt VwGH 19.01.2022, Ra 2021/20/0209). Nach ständiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes erfordert die Beurteilung, ob der Fremde eine Gefahr für die Allgemeinheit oder für die Sicherheit der Republik Österreich darstellt, eine Gefährdungsprognose, wie sie in ähnlicher Weise auch in anderen asyl- und fremdenrechtlichen Vorschriften zugrunde gelegt ist. Dabei ist das Gesamtverhalten des Fremden in Betracht zu ziehen und aufgrund konkreter Feststellungen eine Beurteilung dahin vorzunehmen, ob und im Hinblick auf welche Umstände die Annahme gerechtfertigt ist, der Fremde stelle eine Gefahr für die Allgemeinheit oder für die Sicherheit der Republik Österreich dar. Strafgerichtliche Verurteilungen des Fremden sind daraufhin zu überprüfen, inwieweit sich daraus nach der Art und Schwere der zugrunde liegenden Straftaten und der Tatumstände der Schluss auf die Gefährlichkeit des Fremden für die Allgemeinheit oder die Sicherheit der Republik Österreich ziehen lässt vergleiche zuletzt VwGH 19.01.2022, Ra 2021/20/0209). In seinem Erkenntnis vom 30.08.2017, Ra 2017/18/0155, verwies der VwGH auf ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes vom 13.12.2011, U 1907/19, wonach eine Gefahr für die Sicherheit und Allgemeinheit eines Landes nur dann gegeben sei, wenn die Existenz oder territoriale Integrität eines Staates gefährdet sei oder, wenn besonders qualifizierte strafrechtliche Verstöße (z.B. Tötungsdelikte, Vergewaltigung, Drogenhandel, bewaffneter Raub) vorlägen, da § 9 Abs. 2 Z 2 AsylG 2005 in Umsetzung der Statusrichtlinie ergangen sei und daher richtlinienkonform interpretiert werden müsse. Auch der EuGH habe in seiner Rechtsprechung erkannt, dass nur ein Flüchtling, der wegen einer „besonders schweren Straftat“ rechtskräftig verurteilt wurde, als eine „Gefahr für die Allgemeinheit eines Mitgliedstaats“ angesehen werden könne (EuGH 24.06.2015, H.T. gegen Land Baden-Württemberg, C-373/13).In seinem Erkenntnis vom 30.08.2017, Ra 2017/18/0155, verwies der VwGH auf ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes vom 13.12.2011, U 1907/19, wonach eine Gefahr für die Sicherheit und Allgemeinheit eines Landes nur dann gegeben sei, wenn die Existenz oder territoriale Integrität eines Staates gefährdet sei oder, wenn besonders qualifizierte strafrechtliche Verstöße (z.B. Tötungsdelikte, Vergewaltigung, Drogenhandel, bewaffneter Raub) vorlägen, da Paragraph 9, Absatz 2, Ziffer 2, AsylG 2005 in Umsetzung der Statusrichtlinie ergangen sei und daher richtlinienkonform interpretiert werden müsse. Auch der EuGH habe in seiner Rechtsprechung erkannt, dass nur ein Flüchtling, der wegen einer „besonders schweren Straftat“ rechtskräftig verurteilt wurde, als eine „Gefahr für die Allgemeinheit eines Mitgliedstaats“ angesehen werden könne (EuGH 24.06.2015, H.T. gegen Land Baden-Württemberg, C-373/13). Ein Fremder stellt jedenfalls dann eine Gefahr für die Allgemeinheit im Sinne des § 9 Abs. 2 Z 2 AsylG 2005 dar, wenn sich diese aufgrund besonders qualifizierter strafrechtlicher Verstöße prognostizieren lässt. Als derartige Verstöße kommen insbesondere qualifizierte Formen der Suchtgiftdelinquenz (wie sie beispielsweise in § 28a SMG unter Strafe gestellt werden) in Betracht, zumal an der Verhinderung des Suchtgifthandels ein besonderes öffentliches Interesse besteht (vgl. VwGH 22.11.2012, 2011/23/0556, mwN).Ein Fremder stellt jedenfalls dann eine Gefahr für die Allgemeinheit im Sinne des Paragraph 9, Absatz 2, Ziffer 2, AsylG 2005 dar, wenn sich diese aufgrund besonders qualifizierter strafrechtlicher Verstöße prognostizieren lässt. Als derartige Verstöße kommen insbesondere qualifizierte Formen der Suchtgiftdelinquenz (wie sie beispielsweise in Paragraph 28 a, SMG unter Strafe gestellt werden) in Betracht, zumal an der Verhinderung des Suchtgifthandels ein besonderes öffentliches Interesse besteht vergleiche VwGH 22.11.2012, 2011/23/0556, mwN). Wie bereits erwähnt wurde der Beschwerdeführer mit Urteil vom 03.03.2025 wegen des Verbrechens der Vergewaltigung nach § 201 Abs. 1 StGB verurteilt, wodurch eine solche Gefahr durch den Beschwerdeführer grundsätzlich indiziert sein könnte. Dabei ist jedoch zunächst auf die obigen Ausführungen zur Qualifikation als Jugendstraftat, die in Relation zur Strafbefugnis verhältnismäßig niedrig ausgesprochene Strafhöhe, die berücksichtigten Strafbemessungsgründe sowie die konkrete Begehungsform des Beschwerdeführers zu verwiesen. Diese Umstände sprechen wiederum gegen das Vorliegen eines besonders qualifizierten strafrechtlichen Verstoßes.Wie bereits erwähnt wurde der Beschwerdeführer mit Urteil vom 03.03.2025 wegen des Verbrechens der Vergewaltigung nach Paragraph 201, Absatz eins, StGB verurteilt, wodurch eine solche Gefahr durch den Beschwerdeführer grundsätzlich indiziert sein könnte. Dabei ist jedoch zunächst auf die obigen Ausführungen zur Qualifikation als Jugendstraftat, die in Relation zur Strafbefugnis verhältnismäßig niedrig ausgesprochene Strafhöhe, die berücksichtigten Strafbemessungsgründe sowie die konkrete Begehungsform des Beschwerdeführers zu verwiesen. Diese Umstände sprechen wiederum gegen das Vorliegen eines besonders qualifizierten strafrechtlichen Verstoßes. Die seit Haftentlassung Ende August 2025 in Freiheit verbrachte Zeit ist zwar noch zu kurz, um von einem Gesinnungswandel des Beschwerdeführers auszugehen. In Bezug auf sein Gefährdungspotential sind aber auch die Beweggründe hinter seiner Tat zu berücksichtigen. Wie bereits oben erwähnt, setzte der 17-jährige Beschwerdeführer sein Fehlverhalten nicht aus eine „Trieb“ heraus, sondern wegen dem unerfüllten Wunsch nach einer Beziehung zu einem Mädchen, wobei er mittlerweile versteht, dass sein Verhalten falsch war, und dieses bereut. Diese gewonnene Einsicht des Beschwerdeführers lässt in Zusammenschau mit dem bereits verspürten Haftübel, den offenen Probezeiten aus der bedingten Strafnachsicht sowie der bedingten Entlassung und der Anbindung an den Verein Neustart erwarten, dass sich der Beschwerdeführer keine weiteren strafrechtlichen Verfehlungen zu Schulden kommen lassen wird. Auch wenn der Unwert der vom Beschwerdeführer begangenen Straftat nicht zu vernachlässigen ist, so liegt in dieser im Ergebnis kein besonders qualifizierter strafrechtlicher Verstoß im Sinn der zitierten höchstgerichtlichen Rechtsprechung. Insgesamt stellt der Beschwerdeführer aus diesem Grund keine Gefahr für die Allgemeinheit oder für die Sicherheit der Republik Österreich dar. Aufgrund dieser Erwägungen und unter Berücksichtigung der höchstgerichtlichen Rechtsprechung, kommt daher auch eine Anwendung von § 9 Abs. 2 Z 2 AsylG 2005 gegenständlich nicht in Betracht.Auch wenn der Unwert der vom Beschwerdeführer begangenen Straftat nicht zu vernachlässigen ist, so liegt in dieser im Ergebnis kein besonders qualifizierter strafrechtlicher Verstoß im Sinn der zitierten höchstgerichtlichen Rechtsprechung. Insgesamt stellt der Beschwerdeführer aus diesem Grund keine Gefahr für die Allgemeinheit oder für die Sicherheit der Republik Österreich dar. Aufgrund dieser Erwägungen und unter Berücksichtigung der höchstgerichtlichen Rechtsprechung, kommt daher auch eine Anwendung von Paragraph 9, Absatz 2, Ziffer 2, AsylG 2005 gegenständlich nicht in Betracht. Demnach ist Spruchpunkt I. des angefochtenen Bescheides ersatzlos zu beheben und dem Beschwerdeführer kommt weiterhin der Status eines subsidiär Schutzberechtigten zu.Demnach ist Spruchpunkt römisch eins. des angefochtenen Bescheides ersatzlos zu beheben und dem Beschwerdeführer kommt weiterhin der Status eines subsidiär Schutzberechtigten zu. Zur Behebung der Spruchpunkte II. und IV. bis VII. des angefochtenen Bescheides: Zur Behebung der Spruchpunkte römisch zwei. und römisch vier. bis römisch sieben. des angefochtenen Bescheides: Nachdem Spruchpunkt I. des angefochtenen Bescheides – mit welchem dem Beschwerdeführer der Status des subsidiär Schutzberechtigten aberkannt wurde – behoben wurde, waren auch die darauf aufbauenden Aussprüche über den Entzug der (durch seinen rechtzeitigen Verlängerungsantrag vom 18.09.2025

§ 8Abs. 4 dritter Satz Asyl

G 2005 fortbestehenden) Aufenthaltsberechtigung sowie die Erlassung einer Rückkehrentscheidung samt Nebenaussprüchen zu beheben, zumal sie schon infolge der Behebung der amtswegigen Aberkennung des Status des subsidiär Schutzberechtigten ihre rechtliche Grundlage verlieren.Nachdem Spruchpunkt römisch eins. des angefochtenen Bescheides – mit welchem dem Beschwerdeführer der Status des subsidiär Schutzberechtigten aberkannt wurde – behoben wurde, waren auch die darauf aufbauenden Aussprüche über den Entzug der (durch seinen rechtzeitigen Verlängerungsantrag vom 18.09.2025

Paragraph 8, Absatz 4, dritter Satz AsylG 2005 fortbestehenden) Aufenthaltsberechtigung sowie die Erlassung einer Rückkehrentscheidung samt Nebenaussprüchen zu beheben, zumal sie schon infolge der Behebung der amtswegigen Aberkennung des Status des subsidiär Schutzberechtigten ihre rechtliche Grundlage verlieren. Zu Spruchpunkt III. des angefochtenen Bescheides (Antrag auf Verlängerung der Aufenthaltsberechtigung): Zu Spruchpunkt römisch drei. des angefochtenen Bescheides (Antrag auf Verlängerung der Aufenthaltsberechtigung):

§ 8Abs. 4 Asyl

G 2005 ist einem Fremden, dem der Status des subsidiär Schutzberechtigten zuerkannt wird, vom Bundesamt oder vom Bundesverwaltungsgericht gleichzeitig eine befristete Aufenthaltsberechtigung als subsidiär Schutzberechtigter zu erteilen. Die Aufenthaltsberechtigung gilt ein Jahr und wird im Falle des weiteren Vorliegens der Voraussetzungen über Antrag des Fremden vom Bundesamt für jeweils zwei weitere Jahre verlängert. Nach einem Antrag des Fremden besteht die Aufenthaltsberechtigung bis zur rechtskräftigen Entscheidung über die Verlängerung des Aufenthaltsrechts, wenn der Antrag auf Verlängerung vor Ablauf der Aufenthaltsberechtigung gestellt worden ist.

Paragraph 8, Absatz 4, AsylG 2005 ist einem Fremden, dem der Status des subsidiär Schutzberechtigten zuerkannt wird, vom Bundesamt oder vom Bundesverwaltungsgericht gleichzeitig eine befristete Aufenthaltsberechtigung als subsidiär Schutzberechtigter zu erteilen. Die Aufenthaltsberechtigung gilt ein Jahr und wird im Falle des weiteren Vorliegens der Voraussetzungen über Antrag des Fremden vom Bundesamt für jeweils zwei weitere Jahre verlängert. Nach einem Antrag des Fremden besteht die Aufenthaltsberechtigung bis zur rechtskräftigen Entscheidung über die Verlängerung des Aufenthaltsrechts, wenn der Antrag auf Verlängerung vor Ablauf der Aufenthaltsberechtigung gestellt worden ist. Der Beschwerdeführer hat am 18.09.2025 die Verlängerung seiner Aufenthaltsberechtigung als subsidiär Schutzberechtigter beantragt. Mit gegenständlich angefochtenem Bescheid wies die Behörde diesen Antrag des Beschwerdeführers infolge der Aberkennung des Status des subsidiär Schutzberechtigten in Spruchpunkt III. ab.Mit gegenständlich angefochtenem Bescheid wies die Behörde diesen Antrag des Beschwerdeführers infolge der Aberkennung des Status des subsidiär Schutzberechtigten in Spruchpunkt römisch drei. ab. Spruchpunkt III. ist infolge der ersatzlosen Behebung von Spruchpunkt I. des angefochtenen Bescheides daher dahingehend abzuändern, dass dem Antrag des Beschwerdeführers auf Verlängerung seiner Aufenthaltsberechtigung

§ 8Abs. 4 Asyl

G 2005 stattgegeben und seine befristete Aufenthaltsberechtigung für subsidiär Schutzberechtigte um weitere zwei Jahre ausgehend vom Zeitpunkt der gegenständlichen Entscheidung (vgl. VwGH 17.12.2019, Ra 2019/18/0281, Rn 38) verlängert wird.Spruchpunkt römisch drei. ist infolge der ersatzlosen Behebung von Spruchpunkt römisch eins. des angefochtenen Bescheides daher dahingehend abzuändern, dass dem Antrag des Beschwerdeführers auf Verlängerung seiner Aufenthaltsberechtigung

Paragraph 8, Absatz 4, AsylG 2005 stattgegeben und seine befristete Aufenthaltsberechtigung für subsidiär Schutzberechtigte um weitere zwei Jahre ausgehend vom Zeitpunkt der gegenständlichen Entscheidung vergleiche VwGH 17.12.2019, Ra 2019/18/0281, Rn 38) verlängert wird. Zu B) Unzulässigkeit der Revision:

§ 25aAbs. 1 Vw

GG hat das Verwaltungsgericht im Spruch seines Erkenntnisses oder Beschlusses auszusprechen, ob die Revision

Art. 133Abs.

4 B-VG zulässig ist. Der Ausspruch ist kurz zu begründen.

Paragraph 25 a, Absatz eins, VwGG hat das Verwaltungsgericht im Spruch seines Erkenntnisses oder Beschlusses auszusprechen, ob die Revision

Artikel 133, Absatz 4, B-VG zulässig ist.

Der Ausspruch ist kurz zu begründen. Die Revision ist

Art. 133Abs.

4 B-VG nicht zulässig, weil die Entscheidung nicht von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt. Weder weicht die gegenständliche Entscheidung von der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ab, noch fehlt es an einer Rechtsprechung; weiters ist die vorliegende Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes auch nicht als uneinheitlich zu beurteilen. Auch liegen keine sonstigen Hinweise auf eine grundsätzliche Bedeutung der zu lösenden Rechtsfrage vor. Die maßgebliche Rechtsprechung wurde bei den Erwägungen zu den einzelnen Spruchpunkten zu Spruchteil A wiedergegeben. Insoweit die in der rechtlichen Beurteilung angeführte Judikatur des Verwaltungsgerichtshofes zu früheren Rechtslagen ergangen ist, ist diese nach Ansicht des Bundesverwaltungsgerichts auf die inhaltlich meist völlig gleichlautenden Bestimmungen der nunmehr geltenden Rechtslage unverändert übertragbar. Bei der Bewertung des vorliegenden Einzelfalles konnte somit auf die höchstgerichtlich geklärte Rechtslage zurückgegriffen werden.Die Revision ist

Artikel 133

, Absatz 4, B-VG nicht zulässig, weil die Entscheidung nicht von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt. Weder weicht die gegenständliche Entscheidung von der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ab, noch fehlt es an einer Rechtsprechung; weiters ist die vorliegende Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes auch nicht als uneinheitlich zu beurteilen. Auch liegen keine sonstigen Hinweise auf eine grundsätzliche Bedeutung der zu lösenden Rechtsfrage vor. Die maßgebliche Rechtsprechung wurde bei den Erwägungen zu den einzelnen Spruchpunkten zu Spruchteil A wiedergegeben. Insoweit die in der rechtlichen Beurteilung angeführte Judikatur des Verwaltungsgerichtshofes zu früheren Rechtslagen ergangen ist, ist diese nach Ansicht des Bundesverwaltungsgerichts auf die inhaltlich meist völlig gleichlautenden Bestimmungen der nunmehr geltenden Rechtslage unverändert übertragbar. Bei der Bewertung des vorliegenden Einzelfalles konnte somit auf die höchstgerichtlich geklärte Rechtslage zurückgegriffen werden. European Case Law IdentifierECLI:AT:BVWG:2026:W236.2264130.2.00

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