RIS Dokument Entscheidende BehördeDatenschutzkommission Entscheidungsdatum07.12.2004 GeschäftszahlK120.930/0007-DSK/2004 Text[Anmerkung Bearbeiter: Namen (Firmen), (Internet-)Adressen, Aktenzahlen (und dergleichen), Rechtsformen und Produktbezeichnungen etc. sowie deren Initialen und Abkürzungen können aus Anonymisierungsgründen abgekürzt und/oder verändert sein.] BESCHEID Die Datenschutzkommission hat unter dem Vorsitz von Dr. SPENLING in Anwesenheit der Mitglieder Dr. BLAHA, Dr. DUSCHANEK, Dr. HEISSENBERGER, Dr. KOTSCHY und Mag. PREISS sowie der Schriftführer Mag. FLENDROVSKY und Mag. SUDA in ihrer Sitzung vom 7. Dezember 2004 folgenden Beschluss gefasst: Spruch Über die Beschwerde des Herrn A**** in G**** (Beschwerdeführer), vertreten durch den Z-Verein, dieser vertreten durch Mag. C****, vom 28. Jänner 2004 gegen die B**** GmbH. & Co. KG in M**** (Beschwerdegegnerin), wegen Verletzung im Recht auf Auskunft über eigene Daten wird gemäß den §§ 1 Abs. 5 und 31 Abs. 1 des Datenschutzgesetzes 2000 (DSG 2000), BGBl. I Nr. 165/1999 idF BGBl. I Nr. 136/2001, entschieden:Über die Beschwerde des Herrn A**** in G**** (Beschwerdeführer), vertreten durch den Z-Verein, dieser vertreten durch Mag. C****, vom 28. Jänner 2004 gegen die B**** GmbH. & Co. KG in M**** (Beschwerdegegnerin), wegen Verletzung im Recht auf Auskunft über eigene Daten wird gemäß den Paragraphen eins, Absatz 5 und 31 Absatz eins, des Datenschutzgesetzes 2000 (DSG 2000), Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 165 aus 1999, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 136 aus 2001,, entschieden: Die Beschwerde wird gemäß den §§ 1 Abs. 3 Z 1 und 26 Abs. 1 DSG 2000 als unbegründet abgewiesen.Die Beschwerde wird gemäß den Paragraphen eins, Absatz 3, Ziffer eins und 26 Absatz eins, DSG 2000 als unbegründet abgewiesen. Begründung: Beschwerdebehauptungen und gegnerische Stellungnahme: In seiner Beschwerde vom 28. Jänner 2004 an die Datenschutzkommission hat der Beschwerdeführer Herr A****, vertreten durch den Z-Verein, behauptet, dass durch den Z-Verein in Namen des Beschwerdeführers an B**** GmbH & Co KG am 12. November 2003 ein Auskunftsbegehren gestützt auf § 26 DSG 2000 gestellt worden sei. Innerhalb der gesetzlichen Frist von 8 Wochen sei 'gegenüber dem Z-Verein keine Reaktion auf das Auskunftsbegehren erfolgt'. Die Beschwerdegegnerin habe dadurch 'das Recht des Antragstellers auf Auskunft verletzt'. Es werde deshalb der Antrag an die Datenschutzkommission gestellt, die Beschwerdegegnerin bei sonstiger Exekution zu beauftragen, 'eine den Vorgaben des § 26 DSG 2000 entsprechende Auskunft' zu erteilen.In seiner Beschwerde vom 28. Jänner 2004 an die Datenschutzkommission hat der Beschwerdeführer Herr A****, vertreten durch den Z-Verein, behauptet, dass durch den Z-Verein in Namen des Beschwerdeführers an B**** GmbH & Co KG am 12. November 2003 ein Auskunftsbegehren gestützt auf Paragraph 26, DSG 2000 gestellt worden sei. Innerhalb der gesetzlichen Frist von 8 Wochen sei 'gegenüber dem Z-Verein keine Reaktion auf das Auskunftsbegehren erfolgt'. Die Beschwerdegegnerin habe dadurch 'das Recht des Antragstellers auf Auskunft verletzt'. Es werde deshalb der Antrag an die Datenschutzkommission gestellt, die Beschwerdegegnerin bei sonstiger Exekution zu beauftragen, 'eine den Vorgaben des Paragraph 26, DSG 2000 entsprechende Auskunft' zu erteilen. Darauf replizierte die Beschwerdegegnerin B**** GmbH & Co KG in ihrer Stellungnahme vom 5. April 2004, 1. dass inhaltlich Auskunft gegeben worden sei und diese Auskunft am 12. Jänner 2004 'eingeschrieben und mit Rückschein zur eigenhändigen Übernahme' direkt an den Beschwerdeführer übermittelt worden sei. Seitens des Beschwerdeführers sei kein Identitätsnachweis in geeigneter Form vorgelegt worden; 2. der vom Z-Verein behauptete Nachweis der Identität in Form des Verweises auf die Vereinsbehörde reiche nicht aus, da letztlich die Identität des Betroffenen, nicht aber die des Z-Vereins nachzuweisen sei; 3. die vom Z-Verein vorgelegte Vollmacht beziehe sich nicht auf Auskunftsbegehren, sondern nur undifferenziert auf 'Vertretung in allen Datenschutzangelegenheiten'. Im Rahmen des Parteiengehörs brachte der Beschwerdeführer am 2. Juni 2004 vor, dass 1. der Z-Verein sehr wohl zur Vertretung im vorliegenden Fall berechtigt sei, da das Auskunftsrecht nach § 26 DSG 2000 zu den auch verfassungsrechtlich garantierten Betroffenenrechten zählt und somit jedenfalls von der Vollmacht für 'Vertretung in allen Datenschutzangelegenheiten' erfasst sei;1. der Z-Verein sehr wohl zur Vertretung im vorliegenden Fall berechtigt sei, da das Auskunftsrecht nach Paragraph 26, DSG 2000 zu den auch verfassungsrechtlich garantierten Betroffenenrechten zählt und somit jedenfalls von der Vollmacht für 'Vertretung in allen Datenschutzangelegenheiten' erfasst sei; 2. zwischen der Auskunft von B**** GmbH & Co KG vom 12. Jänner 2004 und einer von D**** GmbH am 19. November 2003 dem Beschwerdeführern erteilten Auskunft eine wesentliche Diskrepanz bestehe, obwohl B**** angegeben habe, dass die Daten der Datenanwendung 'B**** Privatpersonen CD' ausschließlich von D**** stammen. Durch diesen Widerspruch und die Unüberblickbarkeit der Art und Weise, wie dieser 'mehr oder weniger gemeinsame Datenbestand' verwendet werde, mangle es der Datenverwendung an der Einhaltung des Grundsatzes von Treu und Glauben nach § 6 DSG 2000.2. zwischen der Auskunft von B**** GmbH & Co KG vom 12. Jänner 2004 und einer von D**** GmbH am 19. November 2003 dem Beschwerdeführern erteilten Auskunft eine wesentliche Diskrepanz bestehe, obwohl B**** angegeben habe, dass die Daten der Datenanwendung 'B**** Privatpersonen CD' ausschließlich von D**** stammen. Durch diesen Widerspruch und die Unüberblickbarkeit der Art und Weise, wie dieser 'mehr oder weniger gemeinsame Datenbestand' verwendet werde, mangle es der Datenverwendung an der Einhaltung des Grundsatzes von Treu und Glauben nach Paragraph 6, DSG 2000. 3. Das Schreiben vom 12. Jänner 2004 enthalte keinerlei Information über eventuelle Übermittlungsempfänger. Das ursprüngliche Beschwerdebegehren wurde im Schreiben vom 2. Juni 2004 daher eingeschränkt auf den Antrag, -Strichaufzählung der Antragsgegnerin möge aufgetragen werden, den aktuellen Stand bezüglich allfälliger Übermittlungen und Übermittlungsempfänger zu beauskunften; -Strichaufzählung angesichts der widersprüchlichen Angaben von B**** GmbH & Co KG und D**** GmbH werde ein Prüfverfahren der Datenschutzkommission angeregt. Festgestellter Sachverhalt: Am 12. November 2003 wurde von dem Beschwerdeführer, vertreten durch den Z-Verein, ein Auskunftsbegehren nach § 26 DSG 2000 an die B**** AG gestellt. Dies geht aus vorgelegter und unbestritten echter Urkunde hervor.Am 12. November 2003 wurde von dem Beschwerdeführer, vertreten durch den Z-Verein, ein Auskunftsbegehren nach Paragraph 26, DSG 2000 an die B**** AG gestellt. Dies geht aus vorgelegter und unbestritten echter Urkunde hervor. Aus den von B**** vorgelegten Unterlagen geht hervor, dass am 12. Jänner 2004 eingeschrieben mit Rückschein Auskunft unter Berufung auf § 26 DSG 2000 an den Beschwerdeführer erteilt wurde. Die Echtheit der vorgelegten Unterlagen wird vom Beschwerdeführer nicht bestritten.Aus den von B**** vorgelegten Unterlagen geht hervor, dass am 12. Jänner 2004 eingeschrieben mit Rückschein Auskunft unter Berufung auf Paragraph 26, DSG 2000 an den Beschwerdeführer erteilt wurde. Die Echtheit der vorgelegten Unterlagen wird vom Beschwerdeführer nicht bestritten. Rechtliche Würdigung:
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.