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{'item': ['E78/2022', 'E365/2022']}

RIS Dokument GerichtVerfassungsgerichtshof Entscheidungsdatum01.03.2022 GeschäftszahlE78/2022; E365/2022 LeitsatzVerletzung im Recht auf ein Verfahren vor dem gesetzlichen Richter durch Entscheidung e

§52Abs2 dritter Strafsatz GSp

G, BGBl 620/1989, idF BGBl I 13/2014, die Verhängung von Ersatzfreiheitsstrafen gemäß §16 VStG, BGBl 52/1991, im Zusammenhang mit der

§52Abs2 dritter Strafsatz GSp

G und die Vorschreibung eines Beitrages zu den Kosten des Strafverfahrens gemäß §64 Abs2 VStG, BGBl 52/1991, idF BGBl I 33/2013 grundsätzlich mit dem Unionsrecht (insbesondere Art56 AEUV und Art49 Abs3 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union) vereinbar seien. Im Spruchpunkt I. 3. verpflichtete der VwGH den Bundeskanzler zur unverzüglichen Kundmachung der in diesem Erkenntnis vom 10.12.2021, Ra 2020/17/0013-26, festgehaltenen Rechtssätze sowie des Hinweises auf die mit der Kundmachung eintretenden, in §38a Abs4 VwGG genannten Rechtsfolgen.Der EuGH hat über den Vorlagebeschluss des VwGH mit Urteil vom 14.10.2021, Rs C-231/20, MT, erkannt. Mit E v 10.12.2021, Ra 2020/17/0013-26, beantwortete der VwGH die im Bundesgesetzblatt römisch eins 55 aus 2020, gemäß §38a Abs2 VwGG kundgemachten Rechtsfragen. Der VwGH fasste seine Rechtsauffassung mit den Rechtssätzen zusammen, dass die

§52Abs2 dritter Strafsatz GSp

G, Bundesgesetzblatt 620 aus 1989,, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 13 aus 2014,, die Verhängung von Ersatzfreiheitsstrafen gemäß §16 VStG, Bundesgesetzblatt 52 aus 1991,, im Zusammenhang mit der

§52Abs2 dritter Strafsatz GSp

G und die Vorschreibung eines Beitrages zu den Kosten des Strafverfahrens gemäß §64 Abs2 VStG, Bundesgesetzblatt 52 aus 1991,, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 33 aus 2013, grundsätzlich mit dem Unionsrecht (insbesondere Art56 AEUV und Art49 Abs3 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union) vereinbar seien. Im Spruchpunkt römisch eins. 3. verpflichtete der VwGH den Bundeskanzler zur unverzüglichen Kundmachung der in diesem Erkenntnis vom 10.12.2021, Ra 2020/17/0013-26, festgehaltenen Rechtssätze sowie des Hinweises auf die mit der Kundmachung eintretenden, in §38a Abs4 VwGG genannten Rechtsfolgen. Entgegen der Auffassung des LVwG folgt aus §38a Abs4 letzter Satz VwGG, dass die Sperrwirkung eines Beschlusses nach §38a Abs1 VwGG nach §38a Abs3 VwGG (erst) mit Ablauf des Tages der Kundmachung der Rechtsanschauung des VwGH endet. Die vom LVwG gewählte Auslegung dahingehend, dass die Sperrwirkung bereits mit Urteil des EuGH vom 14.10.2021, Rs C-231/20, MT, in dem über den Vorlagebeschluss des VwGH vom 27.04.2020, Ra 2020/17/0013 erkannt wurde, ende, steht dem eindeutigen Wortlaut des §38a Abs4 letzter Satz VwGG entgegen und würde der Bestimmung über die durch eine Kundmachung eintretenden Rechtsfolgen jeglichen Sinn nehmen. Da die Kundmachung der Rechtsanschauung des VwGH gemäß §38a Abs4 VwGG zum Zeitpunkt der Entscheidung des LVwG am 02.12.2021 nicht erfolgt war, verstößt die angefochtene Entscheidung gegen die Sperrwirkung des Beschlusses des VwGH nach §38a Abs3 VwGG. European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2022:E78.2022

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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.