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{'item': 'G197/2023 ua'}

Obsah (9)§108h§775§50§401§46§395§41§11§37

RIS Dokument GerichtVerfassungsgerichtshof Entscheidungsdatum04.12.2023 GeschäftszahlG197/2023 ua Sammlungsnummer20646 LeitsatzAbweisung von Anträgen auf Aufhebung von Bestimmungen

ASVG, GSVG, BSVG und BundestheaterpensionsG betreffend die Aliquotierung der ersten jährlichen Anpassung von Pensionen; kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz; Modell der – in den Kalenderjahren 2024 und 2025 entfallenden – Aliquotierung im weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraum

Gesetzgebers zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen; keine Bedenken dagegen, dass der Pensionsstichtag von Frauen auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze überwiegend in die zweite Jahreshälfte fallen wird; keine unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten, die bereits mit Ablauf

Monats, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, auf schriftliche Erklärung hin in den Ruhestand gehen können RechtssatzAbweisung der Anträge auf Aufhebung

§108hAbs1a ASVG id

F BGBl I 28/2021,

§775Abs6 leg cit id

F BGBl I 175/2022,

§50Abs1a GSVG id

F BGBl I 28/2021,

§401Abs6 leg cit id

F BGBl I 175/2022,

§46Abs1a BSVG id

F BGBl I 28/2021,

§395Abs6 leg cit id

F BGBl I 175/2022, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 idF BGBl I 210/2021,

§41Abs8 leg cit id

F BGBl I 175/2022,

§41Abs9 leg cit id

F BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BThPG idF BGBl I 210/2021,

§11Abs9 leg cit id

F BGBl I 175/2022,

§11Abs10 leg cit id

F BGBl I 175/2022, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG idF BGBl I 210/2021 sowie

§37Abs8 und 9 leg cit id

F BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung

§108hAbs1a ASVG id

F BGBl I 28/2021,

§775Abs6 leg cit id

F BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022 bzw idF BGBl I 176/2022,

§41Abs9 PG 1965 id

F BGBl I 175/2022,

§11Abs10 BTh

PG idF BGBl I 175/2022 und

§37Abs9 BB-PG id

F BGBl I 175/2022. Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung

§50Abs1a GSVG id

F BGBl I 28/2021,

§401Abs6 leg cit id

F BGBl I 175/2022, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung

§46Abs1a BSVG id

F BGBl I 28/2021,

§395Abs6 leg cit id

F BGBl I 175/2022, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit idF BGBl I 175/2022 und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit idF BGBl I 175/2022.Abweisung der Anträge auf Aufhebung

§108h

Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,,

§775

Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,,

§50

Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,,

§401

Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,,

§46

Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,,

§395

Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, näher bezeichneter Sätze in §41 Abs2 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,,

§41

Abs8 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,,

§41Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §11 Abs1 BTh

PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021,,

§11

Abs9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,,

§11

Abs10 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, mehrerer Sätze in §37 Abs2 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 210 aus 2021, sowie

§37Abs8 und 9 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.

Abweisung der Anträge zu G266/2023 ua, G1591/2023 ua, G2339/2023 ua und G3131/2023 ua auf Aufhebung

§108h

Abs1a ASVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,,

§775

Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,, eines Satzes in §775 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, bzw in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 176 aus 2022,,

§41

Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,,

§11Abs10 BTh

PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und

§37Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,.

Abweisung der Anträge zu G1482/2023 ua und G2905/2023 ua auf Aufhebung

§50

Abs1a GSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,,

§401

Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §401 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §401 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, sowie den Antrag zu G2487/2023 auf Aufhebung

§46

Abs1a BSVG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 28 aus 2021,,

§395

Abs6 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, eines Satzes in §395 Abs1 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und eines Satzes in §395 Abs3 leg cit in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung

§41Abs9 PG 1965 id

F BGBl I 175/2022, §11 Abs10 BThPG idF BGBl I 175/2022 und §37 Abs9 BB-PG idF BGBl I 175/2022.Zurückweisung der zu G266/2023 ua protokollierten Anträge auf Aufhebung

§41Abs9 PG 1965 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,, §11 Abs10 BTh

PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022, und §37 Abs9 BB-PG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 175 aus 2022,. Mit dem Budgetbegleitgesetz 2003 wurde eine verzögerte Pensionsanpassung für den Erstbezug in Geltung gesetzt, indem in §108h Abs1 letzter Satz ASVG vorgesehen wurde, dass die erstmalige Anpassung erst mit Wirksamkeit ab 1. Jänner

dem Stichtag zweitfolgenden Kalenderjahres vorzunehmen ist. Die Regelungen betreffend dieses "Wartejahrs" bewirkten, dass Personen, die im Jänner ihre Pension antraten, 24 Monate auf ihre erstmalige Pensionsanpassung warteten, Personen, die etwa im Dezember

selben Jahres ihren Pensionsantritt hatten, hingegen nur 13 Monate. Die gleiche Regelung wurde auch in §41 Abs2 PG 1965 aufgenommen. In den Materialien zum Budgetbegleitgesetz 2003 wurden diese budgetwirksamen Maßnahmen mit der mittel- und langfristigen Sicherung der Pensionen begründet. Gegen eine solche verzögerte Pensionsanpassung sind weder in der Judikatur noch in der Literatur verfassungsrechtliche Bedenken erhoben worden. Mit dem SVÄG 2020 hat der Gesetzgeber nunmehr ein – im Vergleich zum "Wartejahr" revidiertes – System geschaffen, in dem der Anpassungsfaktor unter Bezugnahme auf den jeweiligen Monat

Pensionsantrittes und der erstmaligen Anpassung differenzierter gestaltet wird. In diesem System beträgt der längste Zeitraum bis zu ersten Pensionsanpassung (für jene Personen, die im November ihren Stichtag haben) 14 Monate. Der Gesetzgeber belastet die angefochtenen Bestimmungen nicht mit Verfassungswidrigkeit, wenn er sich im Rahmen

ihm eingeräumten weiten rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes zur Erhaltung der Kaufkraft von Pensionen bei der erstmaligen Pensionserhöhung für ein Modell der verzögerten Anpassung in Form einer Aliquotierung entscheidet. Die dabei auftretenden Ungleichbehandlungen (Einbußen, wenn der Pensionsbeginn näher am Jahresende liege und der erste Anpassungsfaktor besonders hoch ist) sind auch Folge der jährlichen Pensionsanpassung mit 1. Jänner. Der VfGH vermag keine Verfassungswidrigkeit der angefochtenen Bestimmungen zu erkennen, zumal der Gesetzgeber infolge

Auftretens von Veränderungen der von ihm – unbedenklicherweise – für maßgeblich erachteten Parameter, die das Erreichen

angestrebten Zieles vereiteln, durch Gesetzesänderungen eingegriffen hat, um unerwünschte Auswirkungen abzumildern oder hintanzuhalten. Der VfGH hat nicht zu prüfen, ob der Gesetzgeber mit dem angefochtenen System die sachgerechteste Lösung getroffen hat. Anzumerken ist, dass sich das von den Antragstellern angestrebte Ergebnis (volle erstmalige Pensionsanpassung für alle Personen, unabhängig von ihrem Pensionsstichtag, jeweils mit Wirksamkeit ab 1. Jänner

Folgejahres) durch die unterschiedliche Wartedauer auf die erstmalige Erhöhung ebenso auf die weitere Bezugsdauer auswirken würde wie das an Stichtage anknüpfende System, das die angefochtenen Bestimmungen ausgestalten. Durch das derzeit in §108h Abs1 ASVG geregelte System erfolgt die Anpassung der Pensionen aus der Pensionsversicherung stets mit Wirksamkeit ab 1. Jänner, wobei dieser Anpassung gemäß §108h Abs2 ASVG (und nach dem Parallelrecht) jene Pension zugrunde zu legen ist, auf die nach den am 31. Dezember

vorangegangenen Jahres in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand (mit näher bezeichneten Ausnahmen). Daher wirkt sich eine (erstmalige) Pensionsanpassung für Personen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten

Vorjahres in Pension gegangen sind, zwangsläufig auch auf die weitere Bezugsdauer aus. Mit Erlassung

BVG-Altersgrenzen hat sich der Verfassungsgesetzgeber für eine stufenweise Angleichung

unterschiedlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern entschieden, wodurch es – derzeit – zu einer ungleichen Behandlung von Frauen und Männern kommt. Der von den Antragstellern ins Treffen geführte Umstand, dass auf Grund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze für die Alterspension der Pensionsstichtag von Frauen in den kommenden zehn Jahren vorwiegend – aber nicht zwangsläufig – in die zweite Jahreshälfte fallen wird, begegnet als Konsequenz dieser Verfassungsrechtslage keinen Bedenken. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Abmilderung der Aliquotierung bei der erstmaligen Pensionsanpassung 2023 sowie auf die gänzliche Aussetzung der Aliquotierung in den Kalenderjahren 2024 und 2025 hinzuweisen. Das Bedenken der Antragsteller zu G197/2023 ua betreffend die unsachliche Ungleichbehandlung von Universitätsprofessoren, -dozenten und -assistenten geht schon auf Grund der Möglichkeit ins Leere, dass Angehörige dieser Personengruppe regelmäßig durch schriftliche Erklärung, aus dem Dienststand ausscheiden zu wollen, ihre Versetzung in den Ruhestand – ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen und abschlagsfrei – bereits frühestens mit Ablauf

Monats bewirken können, in dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden. Schließlich teilt der VfGH auch die Bedenken

Antragstellers zu G266/2023 ua ob

Rechtes auf Unversehrtheit

Eigentums nicht: Regelungen über eine Pensionserhöhung greifen im Allgemeinen nicht in dieses Grundrecht ein und Art1 1. ZPEMRK garantiert nach der stRsp

EGMR kein Recht, Sozialleistungen oder Pensionszahlungen irgendeiner Art oder Höhe zu erhalten, solange dies nicht im innerstaatlichen Recht vorgesehen ist. European Case Law IdentifierECLI:AT:VFGH:2023:G197.2023

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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.