RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0041437 Entscheidungsdatum03.07.1931 Geschäftszahl3Ob548/31; 7Ob14/56; 6Ob15/61; 5Ob90/68; 5Ob2/69; 5Ob251/69; 8Ob40/70; 1Ob213/72; 5Ob320/74; 5Ob242/75; 7Ob24/76; 3Ob547/76; 5Ob599/76; 1Ob632/79; 8Ob635/85; 1Ob541/93; 1Ob545/95; 1Ob2123/96d; 6Ob163/98h; 3Ob150/98z; 6Ob3/02p NormZPO §411 Bf; ZPO §568 RechtssatzTatbestandwirkungen des Urteiles. EntscheidungstexteTE OGH 1931-07-03 3 Ob 548/31 Veröff: SZ 13/157 TE OGH 1956-01-18 7 Ob 14/56 Ähnlich; Beisatz: Bedeutung für nachfolgende Klage auf Unterhaltsherabsetzung. (T1) TE OGH 1961-01-18 6 Ob 15/61 Auch TE OGH 1968-09-25 5 Ob 90/68 Beisatz: Sie besteht darin, daß die Tatsache, daß ein Urteil zwischen den Parteien ergangen ist, hinsichtlich des Rechtsanspruches für und gegen jeden wirkt. Das Urteil und sein Inhalt müssen so hingenommen werden, wie sie vorliegen, ohne daß eine neuerliche Prüfung des Urteils auf sein ordnungsgemäßes Zustandekommen und auf die Richtigkeit des Urteilsinhaltes zulässig wäre. (T2) TE OGH 1969-01-15 5 Ob 2/69 Beis wie T2 TE OGH 1969-10-01 5 Ob 251/69 TE OGH 1970-02-24 8 Ob 40/70 Beis wie T2; Veröff: MietSlg 22038 = SZ 43/47 TE OGH 1972-12-06 1 Ob 213/72 TE OGH 1975-03-04 5 Ob 320/74 Beis wie T2; Veröff: JBl 1976,90 (mit Anmerkung von Kralik) TE OGH 1976-04-08 5 Ob 242/75 TE OGH 1976-04-08 7 Ob 24/76 TE OGH 1976-06-01 3 Ob 547/76 Veröff: RZ 1977/49 S 105 TE OGH 1976-06-22 5 Ob 599/76 Beis wie T2; Veröff: SZ 49/82 TE OGH 1979-06-13 1 Ob 632/79 TE OGH 1986-04-03 8 Ob 635/85 Auch TE OGH 1993-04-20 1 Ob 541/93 Vgl aber; Beisatz: Die materielle Rechtskrafttheorie wird abgelehnt. (T3) TE OGH 1995-05-29 1 Ob 545/95 Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Das unrichtige Urteil gestaltet die privatrechtliche Rechtslage zwischen den Parteien keineswegs neu, sondern schneidet den von der Rechtskraft betroffenen (also regelmäßig den Prozeßparteien bzw deren Rechtsnachfolgern) jede dem Feststellungsinhalt des Urteils widersprechende Behauptung in einem künftigen Verfahren ab. Auf den Boden der prozessualen Rechtskrafttheorie taucht die Frage, ob ein unrichtiges Urteil die Rechtslage verändert, daher gar nicht auf, sodaß von der Rechtskraft nicht berührte Personen in einem Folgeprozeß Behauptungen, die mit dem Urteil des Vorprozesses in (selbst unlösbarem) Widerspruch stehen, nicht verwehrt sein können. (T4) Veröff: SZ 68/103 TE OGH 1997-04-08 1 Ob 2123/96d Verstärkter Senat; Beis wie T4; Veröff: SZ 70/60 TE OGH 1998-06-25 6 Ob 163/98h Vgl; Beisatz: Bei der rechtskräftigen Verneinung eines Anspruchs setzt die Bindungswirkung voraus, daß im Folgeprozeß der Anspruch wieder auf die schon geltend gemachten, aber bereits verneinten Gründe (= Sachverhaltsfeststellungen) gestützt wird. (T5) TE OGH 1999-11-24 3 Ob 150/98z Beisatz: Die objektiven Grenzen der Rechtskraft, die Auskunft über die Entscheidungwirkungen in sachlicher Hinsicht geben, werden somit gemäß § 411 ZPO auf den durch Klage oder Widerklage geltend gemachten "Anspruch" bezogen. (T6)Beisatz: Die objektiven Grenzen der Rechtskraft, die Auskunft über die Entscheidungwirkungen in sachlicher Hinsicht geben, werden somit gemäß Paragraph 411, ZPO auf den durch Klage oder Widerklage geltend gemachten "Anspruch" bezogen. (T6) TE OGH 2002-04-18 6 Ob 3/02p Vgl; Beisatz: Die Rechtskraft und die Bindungswirkung (als Ausfluss der materiellen Rechtskraft) einer Vorentscheidung über Ansprüche derselben Parteien im Nachfolgeprozess sind in der Lehre und Rechtsprechung sehr unterschiedlich behandelte, komplexe Themen. Bei der Lösung dieser Probleme spielt auch die Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften über den Begriff des Streitgegenstandes eine wesentliche Rolle. (T7)
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.