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{'item': ['1Ob507/50', '2Ob266/57', '3Ob284/58', '6Ob267/63 (6Ob268/63)', '6Ob342/66', '6Ob61/67', '7Ob154/71', '5Ob89/72', '7Ob8/75', '2Ob362/74', '6

RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0014920 Entscheidungsdatum28.09.1950 Geschäftszahl1Ob507/50; 2Ob266/57; 3Ob284/58; 6Ob267/63 (6Ob268/63); 6Ob342/66; 6Ob61/67; 7Ob154/71; 5Ob89/72; 7Ob8/75; 2Ob362/74; 6Ob156/75; 7Ob602/77; 5Ob748/79; 6Ob662/81; 3Ob542/87; 6Ob146/97g; 1Ob339/98d; 1Ob157/02y; 3Ob13/07v; 6Ob148/07v; 4Ob65/10b; 8Ob25/10z; 4Ob190/10k; 8Ob151/10d; 5Ob18/11z; 2Ob176/10m; 2Ob30/11t; 9ObA83/13s; 1Ob85/16f; 9Ob69/19s NormABGB §871 BII RechtssatzEin Irrtum über den Wert der Sache ist ein Irrtum im Beweggrunde (Motivirrtum) und nur dann rechtlich relevant, wenn listige Irreführung vorliegt. EntscheidungstexteTE OGH 1950-09-28 1 Ob 507/50 Veröff: SZ 23/272 TE OGH 1957-11-20 2 Ob 266/57 TE OGH 1958-10-14 3 Ob 284/58 TE OGH 1963-10-16 6 Ob 267/63 Veröff: EvBl 1964/317 S 465 TE OGH 1966-11-30 6 Ob 342/66 Veröff: EvBl 1967/281 S 397 TE OGH 1967-03-15 6 Ob 61/67 Ähnlich; Beisatz: Hier: Irrtum beim Vergleichsabschluss. (T1) TE OGH 1971-09-10 7 Ob 154/71 Beisatz: Hier: Orientteppiche (T2) TE OGH 1972-06-20 5 Ob 89/72 Veröff: JBl 1972,611 TE OGH 1975-01-23 7 Ob 8/75 Ähnlich; Beisatz: Umsatz eines gekauften Getränkeautomaten. (T3) TE OGH 1975-02-13 2 Ob 362/74 Beis wie T1; Veröff: SZ 48/14 = EvBl 1975/252 S 573 = JBl 1976,88 TE OGH 1976-01-08 6 Ob 156/75 Beisatz: Hier: Gemälde (T4) TE OGH 1977-06-30 7 Ob 602/77 Ähnlich TE OGH 1980-01-15 5 Ob 748/79 TE OGH 1983-03-17 6 Ob 662/81 Veröff: EvBl 1983/100 S 396 TE OGH 1987-11-11 3 Ob 542/87 TE OGH 1997-09-11 6 Ob 146/97g TE OGH 1999-06-29 1 Ob 339/98d Auch; Beisatz: Der Irrtum über den gemeinen Wert (Verkehrswert) einer Sache gehört nicht zu deren Eigenschaften. (T5) Beisatz: Ein Irrtum über den Verkehrswert einer Sache bildet jedenfalls nur dann einen rechtlich relevanten Anfechtungsgrund, wenn der Erklärungsempfänger den Motivirrtum arglistig im Sinn des § 870 ABGB herbeigeführt oder im Sinne einer bewussten Verschleierung des Sachverhalts ausgenützt hat, somit bewusste Täuschung vorliegt, wenn die Parteien das Motiv zumindest stillschweigend zu einer echten Bedingung erhoben haben, wenn der Gegner des Anfechtenden gesetzliche oder vorvertragliche Aufklärungspflichten verletzte, oder wenn der Irrtum ohne Mitwirken des anderen Teils nicht vermeidbar war; gerade in den letzten drei Fällen ist ein Geschäftsirrtum anzunehmen. (T6)Beisatz: Ein Irrtum über den Verkehrswert einer Sache bildet jedenfalls nur dann einen rechtlich relevanten Anfechtungsgrund, wenn der Erklärungsempfänger den Motivirrtum arglistig im Sinn des Paragraph 870, ABGB herbeigeführt oder im Sinne einer bewussten Verschleierung des Sachverhalts ausgenützt hat, somit bewusste Täuschung vorliegt, wenn die Parteien das Motiv zumindest stillschweigend zu einer echten Bedingung erhoben haben, wenn der Gegner des Anfechtenden gesetzliche oder vorvertragliche Aufklärungspflichten verletzte, oder wenn der Irrtum ohne Mitwirken des anderen Teils nicht vermeidbar war; gerade in den letzten drei Fällen ist ein Geschäftsirrtum anzunehmen. (T6) TE OGH 2002-09-30 1 Ob 157/02y TE OGH 2007-02-22 3 Ob 13/07v Beis ähnlich wie T6 TE OGH 2007-07-13 6 Ob 148/07v Auch TE OGH 2010-08-31 4 Ob 65/10b Auch; nur: Ein Irrtum über den Wert der Sache ist ein Irrtum im Beweggrunde (Motivirrtum). (T7) TE OGH 2010-09-22 8 Ob 25/10z Vgl; Beisatz: Im Fall des Verkaufs börsennotierter Wertpapiere können Fehlvorstellungen über die künftige Wert‑ und Kursentwicklung (zumindest mangels anderslautender Vereinbarung) nur als Motivirrtum qualifiziert werden. Hingegen betrifft eine Fehlvorstellung über eine dem Anlageprodukt immanente Begrenzung des Verlustpotentials wegen einer besonderen Risikoabsicherung (zB Ausfallgarantie, Versicherung, Pfandrechte) oder darüber, ob eine direkte Investition in Güter erfolgt, nicht nur im Vorfeld des Kaufentschlusses liegende individuelle Erwartungen, sondern für die Identität des Kaufgegenstands maßgebliche und daher den Inhalt des Geschäfts bestimmende Eigenschaften. Die Risikogeneigtheit einer Anlageform ist als Produkteigenschaft anzusehen. (T8) Veröff: SZ 2010/113 TE OGH 2010-12-15 4 Ob 190/10k Auch; nur T7; Beisatz: Ein Irrtum über eine wertbildende Eigenschaft gehört hingegen zum Inhalt des Geschäfts. (T9) Beisatz: Hier: Wertpapiere. (T10) TE OGH 2011-04-26 8 Ob 151/10d Vgl; Beis wie T10 TE OGH 2011-07-07 5 Ob 18/11z Auch; nur T7; Beis wie T9; Beis wie T10 TE OGH 2011-06-22 2 Ob 176/10m nur T7; Beis wie T9 TE OGH 2012-01-19 2 Ob 30/11t Auch; Beis wie T5; Beis wie T9 TE OGH 2013-09-27 9 ObA 83/13s Auch TE OGH 2016-08-30 1 Ob 85/16f Beis wie T9 TE OGH 2019-11-28 9 Ob 69/19s Vgl European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1950:RS0014920

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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.