RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0039157 Entscheidungsdatum27.01.2026 Geschäftszahl3Ob392/51; 7Ob5/55; 6Ob33/60; 4Ob39/61; 7Ob71/62; 8Ob80/63; 7Ob18/65; 8Ob95/65; 8Ob507/79; 1Ob632/79; 3Ob107/99b; 1Ob281/01g; 7Ob44/02z; 4Ob231/06h; 5Ob50/13h; 9Ob3/14b; 4Ob52/14x; 10Ob29/15k; 1Ob158/17t; 2Ob61/19p; 1Ob1/26t NormZPO §228 G ZPO §411 Ab RechtssatzWird ein negatives Feststellungsbegehren aus meritorischen Gründen rechtskräftig abgewiesen, so ist damit das zugrunde liegende Recht oder Rechtsverhältnis positiv festgestellt. Wird später auf Leistung aus dem Recht oder Rechtsverhältnis geklagt, so ist das Gericht an die Vorentscheidung gebunden. EntscheidungstexteTE OGH 1951-10-05 3 Ob 392/51 Veröff: SZ 24/263 TE OGH 1955-01-26 7 Ob 5/55 TE OGH 1960-02-10 6 Ob 33/60 TE OGH 1961-04-11 4 Ob 39/61 TE OGH 1962-02-28 7 Ob 71/62 TE OGH 1963-04-02 8 Ob 80/63 TE OGH 1965-01-27 7 Ob 18/65 Beisatz: Positive Feststellung Hauptmieter zu sein = negative Feststellung, daß keine Mietrechte bestehen. (T1) TE OGH 1965-04-06 8 Ob 95/65 Veröff: SZ 38/57 TE OGH 1979-06-21 8 Ob 507/79 Auch TE OGH 1979-06-13 1 Ob 632/79 TE OGH 1999-07-14 3 Ob 107/99b TE OGH 2001-11-27 1 Ob 281/01g Beis wie T1 TE OGH 2002-06-26 7 Ob 44/02z Auch; Beisatz: Das Begehren des zweiten Verfahrens (Begehren auf Feststellung einer bestimmten Servitut) ist das begriffliche Gegenteil des Begehrens des ersten Verfahrens (Begehren auf Feststellung des Nichtbestehens der Servitut). Dem zweiten Verfahren steht die Einmaligkeitswirkung der materiellen Rechtskraft des ersten Urteils entgegen. (T2) TE OGH 2006-12-19 4 Ob 231/06h TE OGH 2013-06-06 5 Ob 50/13h Vgl; Beisatz: Hier: Die später erhobene Klage ist als das begriffliche Gegenteil des früher gestellten Sachantrags nach § 37 Abs 1 Z 8 MRG iVm § 12a Abs 3 MRG zu qualifizieren. Die Bindungswirkung der Entscheidung im Verfahren nach § 37 Abs 1 Z 8 MRG iVm § 12a Abs 3 MRG würde sich auch auf die begehrte Feststellung des unvereinbaren Gegenteils erstrecken. (T3)Vgl; Beisatz: Hier: Die später erhobene Klage ist als das begriffliche Gegenteil des früher gestellten Sachantrags nach Paragraph 37, Absatz eins, Ziffer 8, MRG in Verbindung mit Paragraph 12 a, Absatz 3, MRG zu qualifizieren. Die Bindungswirkung der Entscheidung im Verfahren nach Paragraph 37, Absatz eins, Ziffer 8, MRG in Verbindung mit Paragraph 12 a, Absatz 3, MRG würde sich auch auf die begehrte Feststellung des unvereinbaren Gegenteils erstrecken. (T3) TE OGH 2014-02-26 9 Ob 3/14b Ähnlich; Beisatz: Hier: Entscheidung der Regulierungsbehörde über den negativen Feststellungsantrag der Beklagen als Antragstellerin. (T4) TE OGH 2014-04-23 4 Ob 52/14x Auch; Beis wie T2 nur: Dem zweiten Verfahren steht die Einmaligkeitswirkung der materiellen Rechtskraft des ersten Urteils entgegen. (T5) Bem: Siehe auch RS0129450. (T6); Veröff: SZ 2014/40 TE OGH 2015-05-19 10 Ob 29/15k Vgl auch; Beis ähnlich T2 TE OGH 2017-10-25 1 Ob 158/17t Vgl auch; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Hier: Dasselbe Geh- und Zufahrtsrecht. (T7) Beisatz: Mit einer noch genaueren Beschreibung werden dem(‑selben) Geh‑ und Zufahrtsrecht keine anderen oder neuen Tatsachen zugrunde gelegt. (T8) TE OGH 2020-01-30 2 Ob 61/19p Vgl; Beisatz: Wurde das Bestehen eines Gesamtrechtsverhältnisses bereits rechtskräftig festgestellt, bedeutet dies doch kein Prozesshindernis für eine spätere (positive oder negative) Feststellungsklage betreffend einzelne aus diesem Rechtsverhältnis entspringende rechtliche Folgen. (T9) TE OGH 2026-01-27 1 Ob 1/26t European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1951:RS0039157
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.