RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0043463 Entscheidungsdatum15.10.2024 Geschäftszahl2Ob272/52; 1Ob337/52; 1Ob160/53; 3Ob716/54; 1Ob410/48; 3Ob332/59; 6Ob273/61; 6Ob21/64; 5Ob284/65; 5Ob129/65; 8Ob327/66; 8Ob124/70; 7Ob129/70; 3Ob92/71 (3Ob93/71; 3Ob94/71; 3Ob110/71-3Ob112/71); 1Ob70/72; 1Ob122/72; 1Ob14/73; 4Ob546/73; 4Ob544/75; 5Ob618/76; 1Ob583/77; 3Ob515/77; 1Ob681/77; 1Ob728/78; 5Ob685/81; 1Ob532/82; 8Ob629/84; 6Ob582/83; 8Ob553/87; 10Ob2335/96x; 4Ob194/98b; 9Ob273/99h; 10Ob66/99z; 9Ob209/01b; 3Ob154/01w; 7Ob173/02w; 6Ob58/02a; 7Ob305/02g; 6Ob264/03x; 8Ob65/04y; 7Ob8/04h; 6Ob174/05i; 10Ob16/07m; 3Ob61/09f; 10Ob73/09x; 5Ob158/12i; 3Ob172/12h; 9Ob40/12s; 6Ob226/12x; 5Ob58/14m; 3Ob164/14k; 2Ob194/17v; 2Ob151/18x; 2Ob190/19h; 2Ob222/21t; 2Ob153/22x; 2Ob154/22v; 2Ob135/24b NormABGB §552 ABGB §553 ABGB §655 ZPO §503 Z4 E4c18 RechtssatzDie Auslegung einer letztwilligen Verfügung ist Rechtsfrage und Tatfrage. EntscheidungstexteTE OGH 1952-04-02 2 Ob 272/52 Veröff: SZ 25/85 = JBl 1953,125 TE OGH 1952-09-09 1 Ob 337/52 TE OGH 1953-02-25 1 Ob 160/53 TE OGH 1954-11-10 3 Ob 716/54 TE OGH 1949-01-12 1 Ob 410/48 Abweichend; Beisatz: Testamentsauslegung ist Rechtsauslegung. (T1) Veröff: SZ 22/5 TE OGH 1959-11-24 3 Ob 332/59 TE OGH 1961-11-22 6 Ob 273/61 TE OGH 1964-01-29 6 Ob 21/64 TE OGH 1965-12-16 5 Ob 284/65 Veröff: SZ 38/221 TE OGH 1965-11-11 5 Ob 129/65 Beisatz: Feststellungen über den Inhalt der letztwilligen Verfügung sind nur revisibel, wenn sie sich mit den Regeln der Sprache, mit allgemeinen Erkenntnisgrundsätzen oder mit gesetzlichen Auslegungsregeln in Widerspruch setzen. (T2) TE OGH 1966-11-29 8 Ob 327/66 Abweichend; Beisatz: Testamentsauslegung - rechtliche Beurteilung. (T3) Veröff: SZ 39/204 TE OGH 1970-06-02 8 Ob 124/70 Beis wie T2; Veröff: EvBl 1971/34 S 69 TE OGH 1970-07-22 7 Ob 129/70 Beis wie T2 TE OGH 1971-10-06 3 Ob 92/71 TE OGH 1972-05-04 1 Ob 70/72 Beis wie T2; Veröff: NZ 1973,187 = ZfRV 1973 H2,139 TE OGH 1972-07-05 1 Ob 122/72 Beis wie T2 TE OGH 1973-03-21 1 Ob 14/73 TE OGH 1973-09-11 4 Ob 546/73 Vgl auch; Beisatz: Ziel der Auslegung einer letztwilligen Verfügung ist, den Bewusstseinsinhalt des Erblassers zur Zeit der Verfügung und insbesondere seine Willensbestrebungen festzustellen. Erfolgt eine derartige Feststellung nicht lediglich aus dem Inhalt der letztwilligen Urkunde, sondern auch auf Grund anderer Beweismittel, so ist sie tatsächlicher Art. Was der Erblasser bei der Errichtung der Urkunde gewollt hat, ist eine der Vergangenheit angehörende Tatsache. Hier greift die richterliche Beweiswürdigung und Tatsachenfeststellung ein. (T4)Vgl auch; Beisatz: Ziel der Auslegung einer letztwilligen Verfügung ist, den Bewusstseinsinhalt des Erblassers zur Zeit der Verfügung und insbesondere seine Willensbestrebungen festzustellen. Erfolgt eine derartige Feststellung nicht lediglich aus dem Inhalt der letztwilligen Urkunde, sondern auch auf Grund anderer Beweismittel, so ist sie tatsächlicher "Art". Was der Erblasser bei der Errichtung der Urkunde gewollt hat, ist eine der Vergangenheit angehörende Tatsache. Hier greift die richterliche Beweiswürdigung und Tatsachenfeststellung ein. (T4) TE OGH 1975-06-24 4 Ob 544/75 Beis wie T4 nur: Was der Erblasser bei der Errichtung der Urkunde gewollt hat, ist eine der Vergangenheit angehörende Tatsache. (T5); Beisatz: Die durch den Inhalt der letztwilligen Verfügung zum Ausdruck gebrachte Absicht ist nach dem wahren Willen des Erklärenden zu beurteilen. (T6) TE OGH 1976-06-22 5 Ob 618/76 Beis wie T2 TE OGH 1977-06-07 1 Ob 583/77 Beisatz: Die nicht bloß aus dem Inhalt der letztwilligen Verfügung, sondern auch aus sonstigen Beweismitteln gewonnene Feststellung des Bewusstseinsinhaltes des Erblassers zur Zeit, als er die Verfügung getroffen hat, stellt eine Feststellung tatsächlicher Art dar. (T7) TE OGH 1977-06-14 3 Ob 515/77 Beis wie T4 TE OGH 1978-03-08 1 Ob 681/77 Beis wie T7 TE OGH 1978-11-08 1 Ob 728/78 Beis wie T4 TE OGH 1981-10-20 5 Ob 685/81 Vgl auch; Beis wie T2 TE OGH 1982-04-21 1 Ob 532/82 Beis wie T2 TE OGH 1985-02-28 8 Ob 629/84 Beis wie T4 TE OGH 1986-02-20 6 Ob 582/83 Vgl; Beisatz: Die inhaltliche Feststellung eines besonderen Sprachverständnisses des Erblassers bei Auslegung einer strittigen Vermächtnisanordnung durch die Vorinstanzen ist Tatsachenfeststellung. (T8) TE OGH 1987-07-08 8 Ob 553/87 Beis wie T2; Beis wie T4 TE OGH 1996-11-05 10 Ob 2335/96x Beis wie T5; Beis wie T7; Beisatz: Die Auslegung einer dem Wortlaut nach feststehenden Urkunde ist hingegen immer dann eine Frage der rechtlichen Beurteilung (und damit auch vor dem Obersten Gerichtshof bekämpfbar), wenn sie allein aufgrund des Urkundeninhaltes geschieht (NZ 1973, 187, ZAS 1984, 19, JBl 1985, 97, Strigl in EBspr AnwBl 1989, 230). Dies gilt ebenso für die Frage, ob aus dem Inhalt dieser Urkunde auch das Bewusstsein des Verstorbenen, jetzt eine letztwillige Verfügung zu errichten, also ein Testierwille (animus testandi) abzuleiten ist. (T9) Veröff: SZ 69/247 TE OGH 1998-08-12 4 Ob 194/98b Auch; Beis wie T4 nur: Ziel der Auslegung einer letztwilligen Verfügung ist, den Bewusstseinsinhalt des Erblassers zur Zeit der Verfügung und insbesondere seine Willensbestrebungen festzustellen. Erfolgt eine derartige Feststellung nicht lediglich aus dem Inhalt der letztwilligen Urkunde, sondern auch auf Grund anderer Beweismittel, so ist sie tatsächlicher Art. Was der Erblasser bei der Errichtung der Urkunde gewollt hat, ist eine der Vergangenheit angehörende Tatsache. (T10); Beis wie T9 nur: Die Auslegung einer dem Wortlaut nach feststehenden Urkunde ist hingegen immer dann eine Frage der rechtlichen Beurteilung (und damit auch vor dem Obersten Gerichtshof bekämpfbar), wenn sie allein aufgrund des Urkundeninhaltes geschieht. (T11)Auch; Beis wie T4 nur: Ziel der Auslegung einer letztwilligen Verfügung ist, den Bewusstseinsinhalt des Erblassers zur Zeit der Verfügung und insbesondere seine Willensbestrebungen festzustellen. Erfolgt eine derartige Feststellung nicht lediglich aus dem Inhalt der letztwilligen Urkunde, sondern auch auf Grund anderer Beweismittel, so ist sie tatsächlicher "Art". Was der Erblasser bei der Errichtung der Urkunde gewollt hat, ist eine der Vergangenheit angehörende Tatsache. (T10); Beis wie T9 nur: Die Auslegung einer dem Wortlaut nach feststehenden Urkunde ist hingegen immer dann eine Frage der rechtlichen Beurteilung (und damit auch vor dem Obersten Gerichtshof bekämpfbar), wenn sie allein aufgrund des Urkundeninhaltes geschieht. (T11) TE OGH 1999-11-03 9 Ob 273/99h Vgl; Beis wie T11 TE OGH 1999-11-16 10 Ob 66/99z Vgl auch; Beis wie T11; Veröff: SZ 72/179 TE OGH 2001-09-19 9 Ob 209/01b Vgl aber; Beis wie T11; Beisatz: Die Auslegung des Urkundeninhalts des strittigen Testaments ist eine Frage der rechtlichen Beurteilung, deren Beantwortung aber von den Umständen des Einzelfalles abhängt und der daher, von Fällen krasser Fehlbeurteilung abgesehen, keine erhebliche Bedeutung im Sinne des § 14 Abs 1 AußStrG zukommt. (T12)Vgl aber; Beis wie T11; Beisatz: Die Auslegung des Urkundeninhalts des strittigen Testaments ist eine Frage der rechtlichen Beurteilung, deren Beantwortung aber von den Umständen des Einzelfalles abhängt und der daher, von Fällen krasser Fehlbeurteilung abgesehen, keine erhebliche Bedeutung im Sinne des Paragraph 14, Absatz eins, AußStrG zukommt. (T12) TE OGH 2001-11-21 3 Ob 154/01w Auch; Beis wie T11 TE OGH 2002-10-30 7 Ob 173/02w Vgl auch; Beis wie T10; Beis wie T11; Beisatz: Wird also der Wille des Erblassers für den Zeitpunkt, in dem er seine letztwillige Verfügung getroffen hat, nicht ausschließlich aus der letztwilligen Verfügung abgeleitet, sondern werden noch andere Beweismittel herangezogen und damit außerhalb der letztwilligen Verfügung liegende Tatsachen zu Grunde gelegt, liegt eine Tatfrage vor. (T13) TE OGH 2002-11-07 6 Ob 58/02a Abweichend; Beis wie T1; Beis wie T12 TE OGH 2003-04-02 7 Ob 305/02g Vgl auch; Beis wie T10; Beis wie T11; Beis wie T12; Beis wie T13 TE OGH 2003-11-27 6 Ob 264/03x Vgl; Beis wie T11; Beis wie T12 TE OGH 2004-07-16 8 Ob 65/04y Vgl; Beis wie T11 TE OGH 2004-07-28 7 Ob 8/04h Auch; Beis wie T4; Beis wie T7; Beis wie T13; Beis wie T9; Beis wie T12 TE OGH 2005-08-25 6 Ob 174/05i Auch; Beisatz: Die ausreichende Bestimmbarkeit der letztwilligen Verfügung ist eine mit Hilfe der Auslegung zu lösende Rechtsfrage. (T14) TE OGH 2007-03-20 10 Ob 16/07m Beis wie T4; Beis wie T7 TE OGH 2009-04-22 3 Ob 61/09f Auch; Beisatz: Auch für die Auslegung eines Testaments gilt der allgemeine Grundsatz, dass die Auslegung einer dem Wortlaut nach feststehenden Urkunde immer dann eine Frage der rechtlichen Beurteilung darstellt, wenn sie - wie hier - allein aufgrund des Urkundeninhalts geschieht. (T15) Beis wie T12 TE OGH 2010-08-17 10 Ob 73/09x Auch; Beis wie T12 TE OGH 2012-09-05 5 Ob 158/12i Auch; nur T12 TE OGH 2012-10-17 3 Ob 172/12h Beis wie T12 TE OGH 2012-11-26 9 Ob 40/12s Vgl auch; Beis wie T12 TE OGH 2012-12-19 6 Ob 226/12x Vgl; Beis wie T12; Beisatz: Bekämpft der Rechtsmittelwerber die Entscheidung des Erstgerichts ausschließlich mit Argumenten aus dem Inhalt des Testaments, wendet sich jedoch in keiner Weise gegen die sonst vom Erstgericht herangezogenen Beweismittel bzw die von diesem getroffenen Tatsachenfeststellungen, ist die Richtigkeit der Auslegung des Testaments nur im Rahmen der Behandlung der Rechtsrüge zu prüfen. (T16) TE OGH 2014-04-23 5 Ob 58/14m Auch; Beis wie T12 TE OGH 2014-11-19 3 Ob 164/14k Auch; Beis wie T11; Beis wie T12 TE OGH 2018-03-22 2 Ob 194/17v Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T12 TE OGH 2018-09-24 2 Ob 151/18x Vgl; Beis wie T12 TE OGH 2020-01-30 2 Ob 190/19h Vgl; Beis wie T12 TE OGH 2022-01-27 2 Ob 222/21t Vgl; Beis wie T12 TE OGH 2022-09-27 2 Ob 153/22x Beis wie T12; Beis wie T13 TE OGH 2022-09-27 2 Ob 154/22v Vgl; Beis wie T16 TE OGH 2024-10-15 2 Ob 135/24b vgl; Beisatz wie T12; Beisatz wie T16 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1952:RS0043463
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