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RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0044571 Entscheidungsdatum23.04.1952 Geschäftszahl1Ob18/52; 4Ob59/52; 1Ob777/52; 3Ob798/52; 3Ob127/54; 4Ob22/55; 7Ob220/56; 1Ob182/57; 5Ob15/59; 1Ob270/70; 1Ob225/71; 4Ob324/74; 4Ob579/75; 7Ob716/78; 6Ob530/80; 7Ob787/81; 8Ob519/84; 9ObA312/88 (9ObA313/88); 2Ob92/95; 6Ob2159/96k; 9Ob169/98p; 9ObA223/99f; 6Ob189/16m; 5Ob215/16b; 9Ob45/22s NormZPO §532 Abs2 RechtssatzFür die Frage, ob zur Entscheidung über eine Wiederaufnahmsklage das Berufungsgericht zuständig ist, ist allein maßgebend, ob es abweichend vom Erstgericht zu einer anderen Sachverhaltsfeststellung gelangte. Ob diese sich auf ein zulässiges oder unzulässiges Abgehen von der erstrichterlichen Beweiswürdigung, auf eine Beweiswiederholung oder eine Richtigstellung einer Aktenwidrigkeit stützt, ist bedeutungslos. EntscheidungstexteTE OGH 1952-04-23 1 Ob 18/52 TE OGH 1952-06-10 4 Ob 59/52 TE OGH 1952-10-22 1 Ob 777/52 Beisatz: Darauf, ob das Berufungsgericht an die bereits vom Erstgericht getroffene Feststellung andere Rechtsfolgen knüpft als das Erstgericht, kommt es nicht an, mag auch durch diese veränderte rechtliche Beurteilung die gleichgebliebene tatsächliche Feststellung im Berufungsverfahren ein andere Gewicht bekommen haben, als im erstgerichtlichen Verfahren und mag sich der Wiederaufnahmskläger erst infolge der veränderten Rechtsansicht bewogen fühlen, die tatsächliche Feststellung zu bekämpfen. (T1) Veröff: EvBl 1952/420 TE OGH 1953-01-07 3 Ob 798/52 TE OGH 1954-02-24 3 Ob 127/54 Ähnlich TE OGH 1955-03-22 4 Ob 22/55 Ähnlich; Veröff: JBl 1955,368 TE OGH 1956-05-09 7 Ob 220/56 TE OGH 1957-05-22 1 Ob 182/57 TE OGH 1959-01-21 5 Ob 15/59 TE OGH 1970-12-17 1 Ob 270/70 Beis wie T1 TE OGH 1971-09-23 1 Ob 225/71 nur: Für die Frage, ob zur Entscheidung über eine Wiederaufnahmsklage das Berufungsgericht zuständig ist, ist allein maßgebend, ob es abweichend vom Erstgericht zu einer anderen Sachverhaltsfeststellung gelangte. (T2) Beisatz: Es kommt darauf an, bei welchem Gericht die streitentscheidenden Feststellungen getroffen wurden. (T3) Veröff: EvBl 1972/192 S 354 = SZ 44/145 TE OGH 1974-06-11 4 Ob 324/74 nur T2; Beis wie T3 TE OGH 1975-10-07 4 Ob 579/75 Beis wie T1; Beisatz: Die abweichende rechtliche Beurteilung einer ihrem Wortlaut nach feststehenden Urkunde durch die höhere Instanz berührt die Tatsachengrundlage der Entscheidung nicht. (T4) TE OGH 1978-11-23 7 Ob 716/78 nur T2; Beis wie T3 TE OGH 1980-04-09 6 Ob 530/80 nur T2; Beis wie T3 TE OGH 1981-11-26 7 Ob 787/81 nur T2; Beis wie T3; Beis wie T1 TE OGH 1984-06-07 8 Ob 519/84 Auch; nur T2; Beis wie T1 TE OGH 1989-02-08 9 ObA 312/88 Beis wie T3 TE OGH 1995-11-23 2 Ob 92/95 nur T2 TE OGH 1996-12-18 6 Ob 2159/96k Auch; nur T2 TE OGH 1998-07-08 9 Ob 169/98p Vgl auch; nur T2; Beis wie T3; Beisatz: Auf das "Interesse" des Klägers, das Verfahren vor jenem Gericht neu aufzurollen, das die für ihn nachteilige Entscheidung im Vorprozeß gefällt hat, kommt es nicht an, mag auch erst die abändernde Entscheidung des Berufungsgerichtes den Kläger zur Wiederaufnahmsklage bewogen haben. (T5) TE OGH 1999-09-01 9 ObA 223/99f Vgl auch; Beis wie T3 TE OGH 2016-09-27 6 Ob 189/16m Auch; nur T2; Beis wie T3 TE OGH 2016-12-19 5 Ob 215/16b Auch; nur T2; Beis wie T3 TE OGH 2022-07-14 9 Ob 45/22s Vgl European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1952:RS0044571

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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.