RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0022638 Entscheidungsdatum15.05.2023 Geschäftszahl1Ob934/52; 2Ob488/57; 8Ob92/65 (8Ob112/65); 2Ob27/71; 2Ob6/71; 1Ob176/72; 1Ob30/73; 8Ob13/74; 2Ob151/76; 8Ob66/79; 8Ob84/80 (8Ob85/80); 1Ob37/82; 7Ob598/86; 8Ob514/87; 2Ob151/88; 1Ob22/92; 1Ob43/95; 1Ob34/95; 1Ob22/95; 2Ob343/98z; 2Ob162/97f; 6Ob41/00y; 8Ob287/01s; 2Ob110/03w; 8Ob139/08m; 1Ob210/08a; 2Ob190/09v; 4Ob71/11m; 7Ob185/11y; 8Ob126/11d; 7Ob48/12b; 7Ob48/12b; 2Ob6/13s; 6Ob229/16v; 1Ob231/18d; 6Ob189/19s; 1Ob50/20i; 2Ob171/20s; 5Ob88/21h; 1Ob199/22d NormABGB §1295 Ia2 ABGB §1327 a RechtssatzDas Wort "jedermann" ist nicht wörtlich zu nehmen; es kann nur ein unmittelbar durch die rechtswidrige Handlung Verletzter - ausgenommen § 1327 ABGB - Schadenersatz begehren. Ob jemand als unmittelbar Geschädigter anzusehen ist, richtet sich danach, ob die Norm, die der Schädiger verletzt hat, den Schutz der Interessen des Beschädigten bezweckt.Das Wort "jedermann" ist nicht wörtlich zu nehmen; es kann nur ein unmittelbar durch die rechtswidrige Handlung Verletzter - ausgenommen Paragraph 1327, ABGB - Schadenersatz begehren. Ob jemand als unmittelbar Geschädigter anzusehen ist, richtet sich danach, ob die Norm, die der Schädiger verletzt hat, den Schutz der Interessen des Beschädigten bezweckt. EntscheidungstexteTE OGH 1952-12-10 1 Ob 934/52 TE OGH 1957-10-09 2 Ob 488/57 TE OGH 1965-06-29 8 Ob 92/65 TE OGH 1971-02-18 2 Ob 27/71 Veröff: SZ 44/16 = EvBl 1971/340 S 658 = JBl 1972,268 = ZVR 1971/225 S 303 TE OGH 1971-03-25 2 Ob 6/71 Veröff: SZ 44/39 = ZVR 1972/27 S 49 TE OGH 1972-09-06 1 Ob 176/72 Veröff: EvBl 1972/297 S 577 = JBl 1973,579 (sa Posch aaO 564) TE OGH 1973-03-07 1 Ob 30/73 Auch; Beisatz: Eine uferlose, wirtschaftlich untragbare Ausweitung der Schadenersatzhaftung muss abgelehnt werden. (T1) Veröff: SZ 46/31 = EvBl 1973/173 S 391 = JBl 1973,418 TE OGH 1974-02-05 8 Ob 13/74 nur: Das Wort "jedermann" ist nicht wörtlich zu nehmen; es kann nur ein unmittelbar durch die rechtswidrige Handlung Verletzter - angenommen § 1327 ABGB - Schadenersatz begehren. (T2) nur: Das Wort "jedermann" ist nicht wörtlich zu nehmen; es kann nur ein unmittelbar durch die rechtswidrige Handlung Verletzter - angenommen Paragraph 1327, ABGB - Schadenersatz begehren. (T2) Veröff: ZVR 1974/252 S 336 TE OGH 1976-07-08 2 Ob 151/76 Vgl auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 49/96 = EvBl 1977/3 S 15 = JBl 1977,649 TE OGH 1979-04-05 8 Ob 66/79 Veröff: ZVR 1980/240 S 226 TE OGH 1980-09-11 8 Ob 84/80 nur: Ob jemand als unmittelbar Geschädigter anzusehen ist, richtet sich danach, ob die Norm, die der Schädiger verletzt hat, den Schutz der Interessen des Beschädigten bezweckt. (T3) TE OGH 1982-11-10 1 Ob 37/82 Auch TE OGH 1986-06-26 7 Ob 598/86 nur T2; Veröff: JBl 1986,650 TE OGH 1987-07-08 8 Ob 514/87 nur T2 TE OGH 1988-12-20 2 Ob 151/88 Veröff: SZ 61/279 = RZ 1989/74 S 213 TE OGH 1993-06-22 1 Ob 22/92 Auch; Beisatz: Besteht kein Zusammenhang zwischen dem durch Auslegung im Sinne einer wertenden Beurteilung des Sinnes der Norm zu ermittelnden Normzweck und dem eingetretenen Schaden, liegt nur ein mittelbarer, grundsätzlich nicht ersatzfähiger Schaden vor. (T4) Veröff: SZ 66/77 = JBl 1993,788 TE OGH 1995-11-22 1 Ob 43/95 Auch; nur T2 TE OGH 1995-10-17 1 Ob 34/95 Auch; nur T2 TE OGH 1995-09-06 1 Ob 22/95 Auch; Beis wie T4; Veröff: SZ 68/156 TE OGH 1999-01-14 2 Ob 343/98z Auch; nur: Es kann nur ein unmittelbar durch die rechtswidrige Handlung Verletzter Schadenersatz begehren. (T5) Beisatz: Für einen Drittschaden haftet der Schädiger nicht. (T6) TE OGH 1999-04-29 2 Ob 162/97f Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Vermögensschäden sind nur dann zu ersetzen, wenn diese Ausuferung von vornherein ausgeschlossen ist. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn ein Schaden, der typischerweise bei einer ersatzberechtigten Person eintritt, aufgrund eines hinzutretenden Sachverhaltselementes atypischerweise bei einer anderen, prinzipiell nicht ersatzberechtigten Person eintritt, ohne dass es zu einer Veränderung des Schadensausmaßes kommt, wenn es sich also um eine reine Schadensverlagerung handelt. (T7) TE OGH 2000-10-05 6 Ob 41/00y nur T5 TE OGH 2002-11-28 8 Ob 287/01s Vgl; Beis wie T1; Beis wie T7; Beisatz: In diesen Fällen wird zwar der Eigentümer in seinem absoluten Recht verletzt, doch hat er keinen Schaden; der Geschädigte wiederum wird nicht in einem absoluten Recht verletzt, hat aber einen bloßen Vermögensschaden. Dieser bloße Vermögensschaden ist zu ersetzen, da die Tatsache, dass der Schaden auf Grund gesetzlicher oder vertraglicher Regelung nicht beim unmittelbar Angegriffenen, sondern bei einem Dritten eintritt, den Schädiger nicht entlasten soll. (T8) TE OGH 2003-06-12 2 Ob 110/03w Beis wie T7 TE OGH 2008-12-16 8 Ob 139/08m Vgl auch; Beisatz: Voraussetzung jeglicher Drittschadensliquidation ist, dass genau jener Schaden geltend gemacht wird, der auch im Vermögen des unmittelbar Geschädigten eingetreten ist, es sich also um eine bloße Schadensverlagerung handelt. (T9) TE OGH 2009-06-30 1 Ob 210/08a Auch; nur T5; Beis wie T6; Beisatz: Nur in Fällen bloßer Schadensverlagerung ist der Schädiger auch insoweit zum Ersatz verpflichtet. (T10) TE OGH 2010-03-25 2 Ob 190/09v nur T5; Beis wie T10 TE OGH 2011-06-21 4 Ob 71/11m Vgl auch TE OGH 2012-04-19 7 Ob 185/11y Vgl auch; Vgl auch Beis wie T7; Vgl auch Beis wie T8; Vgl auch Beis wie T9; Vgl auch Beis wie T10 TE OGH 2012-10-24 8 Ob 126/11d Vgl auch; Beis wie T7 TE OGH 2012-10-17 7 Ob 48/12b Auch; Vgl auch Beis wie T7; Vgl auch Beis wie T8; Vgl auch Beis wie T9; Beisatz: Hier: Indirekter Abnehmer bei verbotenem Kartell. (T11) TE OGH 2012-10-17 7 Ob 48/12b Auch; nur T3 TE OGH 2013-01-24 2 Ob 6/13s Auch; nur T2 TE OGH 2016-12-22 6 Ob 229/16v Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Schadenersatzanspruch eines Nationalparkbetreibers nach widerrechtlichem Abschuss eines Exemplars einer geschützten Tierart bejaht, weil nicht ein beliebiger Dritter als Kläger auftritt, sondern gerade jener Rechtsträger, der durch Gesetz zum Schutz eben jener Tierpopulation eingerichtet ist. Dass nach dem widerrechtlichen Abschuss ein neues Exemplar der geschützten Tierart kostenpflichtig angeschafft werden muss, ist auch vorhersehbar. (T12) Veröff: SZ 2016/143 TE OGH 2019-05-27 1 Ob 231/18d Auch; Beisatz: Dies gilt auch im Bereich des Amtshaftungsrechts. (T13) TE OGH 2020-03-25 6 Ob 189/19s Vgl; Beis wie T7 TE OGH 2020-04-14 1 Ob 50/20i Auch; nur T2; nur T5 TE OGH 2020-10-14 2 Ob 171/20s Vgl TE OGH 2021-11-04 5 Ob 88/21h vgl; nur T5; Beisatz wie T6; Beisatz wie T7; Beisatz wie T9 Anm: Veröff: SZ 2021/98Anmerkung, Veröff: SZ 2021/98 TE OGH 2023-05-15 1 Ob 199/22d vgl; Beisatz wie T1 Anm: Hier: Zum Schutzzweck des Epidemiegesetzes.Anmerkung, Hier: Zum Schutzzweck des Epidemiegesetzes. European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1952:RS0022638
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.