RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0016555 Entscheidungsdatum28.05.2025 Geschäftszahl3Ob133/53; 2Ob271/56; 3Ob30/62; 6Ob144/66; 8Ob256/69; 4Ob592/75; 4Ob622/75; 6Ob113/75; 6Ob564/77; 5Ob737/78; 1Ob663/80; 1Ob592/83 (1Ob593/83); 7Ob637/83; 1Ob779/83; 7Ob631/83; 1Ob625/84; 5Ob529/84; 10Ob501/96; 10Ob77/97i; 3Ob85/20a; 3Ob66/25i NormABGB §879 BIIa4 ABGB §936 VIIcABGB §936 römisch sieben c RechtssatzDer vereinbarte Ausschluss der clausula rebic sic stantibus in einem Unterhaltsvergleich auf eine bestimmte Zeit widerspricht nicht den guten Sitten. EntscheidungstexteTE OGH 1953-04-22 3 Ob 133/53 Veröff: SZ 26/105 TE OGH 1956-05-09 2 Ob 271/56 Reichsgericht vom 25.06.1941, VIII 58;Reichsgericht vom 25.06.1941, römisch acht 58; Vgl dazu; Veröff: DREvBl 1941/280 TE OGH 1962-03-07 3 Ob 30/62 TE OGH 1966-09-14 6 Ob 144/66 TE OGH 1970-01-13 8 Ob 256/69 TE OGH 1975-09-23 4 Ob 592/75 Beisatz: Auch der Verzicht auf eine Erhöhung des Unterhaltsbetrages ist nicht sittenwidrig. (T1) TE OGH 1975-10-21 4 Ob 622/75 Beisatz: Überhaupt grundsätzlich und wirksam, das Beharren auf diesen Verzicht kann aber sittenwidrig sein. (T2) TE OGH 1975-11-06 6 Ob 113/75 TE OGH 1977-03-24 6 Ob 564/77 Beisatz: Es steht jedermann frei, dem Unterhaltsberechtigten einen höheren Unterhaltsbeitrag zuzuschichern, als ihm nach dem Gesetz gebührt. (T3) TE OGH 1979-02-06 5 Ob 737/78 Beis wie T2; Veröff: EFSlg 34072 = EFSlg 33705 TE OGH 1980-09-10 1 Ob 663/80 Veröff: EFSlg 35242 TE OGH 1983-04-13 1 Ob 592/83 Auch; Beis wie T2; Veröff: ÖA 1984/17 TE OGH 1983-06-23 7 Ob 637/83 TE OGH 1983-12-14 1 Ob 779/83 nur: Der vereinbarte Ausschluss der clausula rebic sic stantibus in einem Unterhaltsvergleich widerspricht nicht den guten Sitten. (T4) TE OGH 1983-11-29 7 Ob 631/83 Auch; Beis wie T2 TE OGH 1984-07-11 1 Ob 625/84 Zweiter Rechtsgang zu 1 Ob 779/83 TE OGH 1984-12-04 5 Ob 529/84 Beis wie T2; Beisatz: Grundsätzlich zulässig, wenn nicht eine besondere sittenwidrige Fallgestaltung vorliegt. Die Sittenwidrigkeit der Beharrung des Unterhaltsberechtigten auf den vereinbarten Ausschluß der Umstandsklausel wird insbes. für den Fall angenommen, daß ohne Berücksichtigung der veränderten Umstände die Existenz des Verpflichteten oder der Unterhalt Dritter gefährdet wäre oder eine krasse Mißverhältnis zwischen Unterhaltsleistung und Einkommensrest bestünde. (T5) TE OGH 1996-01-23 10 Ob 501/96 Beis wie T5 nur: Die Sittenwidrigkeit der Beharrung des Unterhaltsberechtigten auf den vereinbarten Ausschluß der Umstandsklausel wird insbes. für den Fall angenommen, daß ohne Berücksichtigung der veränderten Umstände die Existenz des Verpflichteten oder der Unterhalt Dritter gefährdet wäre oder eine krasse Mißverhältnis zwischen Unterhaltsleistung und Einkommensrest bestünde. (T6) TE OGH 1997-03-07 10 Ob 77/97i Beis wie T2; Beis wie T6; Beisatz: Herabsetzungsantrag des Unterhaltsschuldners trotz Ausschluß der Umstandsklausel. (T7) TE OGH 2020-09-02 3 Ob 85/20a Beis wie T6 TE OGH 2025-05-28 3 Ob 66/25i Beisatz wie T6 Beisatz: Der Umstand allein, dass jemand mehr Unterhalt zahlen muss, als ihm selbst verbleibt, begründet noch kein krasses Missverhältnis. (T8) Beisatz: hier: erforderliche Verfahrensergänzung zur Prüfung des erhobenen Einwands der Existenzgefährdung. (T9) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1953:RS0016555
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