RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0018764 Entscheidungsdatum13.02.2025 Geschäftszahl3Ob420/53; 3Ob777/54; 3Ob168/58; 7Ob264/56; 2Ob179/57; 3Ob501/57; 1Ob385/57; 5Ob143/62; 5Ob389/63; 2Ob202/64; 6Ob122/66; 4Ob521/67; 1Ob274/67; 6Ob133/69 (6Ob134/69); 1Ob174/71; 6Ob164/73; 5Ob2/74; 3Ob38/74; 1Ob656/78; 7Ob644/78; 8Ob566/78; 8Ob503/79; 7Ob567/80; 7Ob617/80; 1Ob626/82; 3Ob670/82; 1Ob562/83; 6Ob680/82; 5Ob607/83; 7Ob732/83 (7Ob733/83-7Ob738/83); 1Ob715/87; 3Ob41/87; 6Ob542/88 (6Ob543/88); 5Ob588/87; 1Ob696/88; 1Ob704/89; 8Ob562/90; 1Ob578/95; 1Ob610/95; 4Ob1678/95; 4Ob5/97g; 3Ob130/97g; 6Ob138/98g; 6Ob221/98p; 6Ob72/00g; 3Ob188/99i; 6Ob134/08m; 9Ob50/10h; 8Ob98/10k; 6Ob92/11i; 9Ob63/10w; 4Ob80/12m; 5Ob126/12h; 4Ob98/13k; 4Ob112/13v; 4Ob226/13h; 3Ob118/14w; 7Ob38/17i; 6Ob85/22a; 7Ob191/23y; 8Ob96/23k; 9Ob51/24a; 5Ob53/24s; 9Ob29/24s; 9Ob111/24z NormABGB §932 IVABGB §932 römisch vier ABGB §1167 RechtssatzDie Herabsetzung der Leistung ist nach jenem Verhältnis vorzunehmen, in welchem zur Zeit des Vertragsabschlusses der Wert der Sache in mangelfreiem Zustand zu dem Wert der mangelhaften Sache gestanden haben würde (sogenannte relative Berechnungsmethode). Bei einem Verkauf würde sich diese Berechnung folgendermaßen darstellen: Wird der Wert der Sache in mangelfreiem Zustand mit 100, ihr Wert unter Berücksichtigung des Mangels dagegen mit 50 und der Kaufpreis mit 80 angenommen, so ergibt sich nach der Verhältnisrechnung 100:50 = 80:x die Minderung mit 40. Das bedeutet: Hat jemand etwas über den Wert erworben und stellt sich das Erworbene als mangelhaft heraus, so kann er seine Leistung in einem den Minderwert übersteigenden Betrag kürzen, hat er hingegen unter dem Wert erworben, so kann er seine Leistung nicht um den ganzen Minderwert herabsetzen. EntscheidungstexteTE OGH 1953-07-08 3 Ob 420/53 Veröff: SZ 26/185 TE OGH 1954-12-01 3 Ob 777/54 Ähnlich; Veröff: HS 1815 TE OGH 1958-05-07 3 Ob 168/58 TE OGH 1956-05-30 7 Ob 264/56 Ähnlich TE OGH 1957-05-08 2 Ob 179/57 Veröff: JBl 1957,454 TE OGH 1957-11-20 3 Ob 501/57 TE OGH 1957-10-09 1 Ob 385/57 TE OGH 1962-07-19 5 Ob 143/62 nur: Die Herabsetzung der Leistung ist nach jenem Verhältnis vorzunehmen, in welchem zur Zeit des Vertragsabschlusses der Wert der Sache in mangelfreiem Zustand zu dem Wert der mangelhaften Sache gestanden haben würde (sogenannte relative Berechnungsmethode). (T1) TE OGH 1964-01-23 5 Ob 389/63 TE OGH 1964-09-17 2 Ob 202/64 nur T1 TE OGH 1966-05-25 6 Ob 122/66 Veröff: HS 5373/44 TE OGH 1967-04-18 4 Ob 521/67 nur T1; Veröff: LwBetr 1968,157 TE OGH 1967-12-21 1 Ob 274/67 TE OGH 1969-06-25 6 Ob 133/69 nur T1; Beisatz: Die Wertminderung kann soweit gehen, dass der Entgeltungsanspruch zur Gänze beseitigt wird. Das ist dann der Fall, wenn das Werk überhaupt wertlos ist. (T2) Veröff: HS 7337 TE OGH 1971-07-01 1 Ob 174/71 nur T1 TE OGH 1973-09-13 6 Ob 164/73 nur T1; Veröff: so auch SZ 26/261 TE OGH 1974-01-30 5 Ob 2/74 EvBl 1974/195 S 437 TE OGH 1974-04-02 3 Ob 38/74 nur T1 TE OGH 1978-06-28 1 Ob 656/78 nur T1; Beis wie T2 TE OGH 1978-11-09 7 Ob 644/78 TE OGH 1979-03-01 8 Ob 566/78 nur T1 TE OGH 1979-05-10 8 Ob 503/79 nur T1 TE OGH 1980-05-08 7 Ob 567/80 Auch; nur T1 TE OGH 1980-11-13 7 Ob 617/80 nur T1 TE OGH 1982-06-16 1 Ob 626/82 nur T1; Beisatz: Das Risiko späterer Wertveränderungen (auch die Relation zwischen dem Wert der mangelfreien und der mangelhaften Sache könnte sich, etwa infolge gewandelter Verkehrsauffassung, verändern) soll bei der Preisminderung unberücksichtigt bleiben. (T3) TE OGH 1983-01-26 3 Ob 670/82 nur T1 TE OGH 1983-06-01 1 Ob 562/83 Auch; nur T1 TE OGH 1983-11-24 6 Ob 680/82 nur T1 TE OGH 1984-07-03 5 Ob 607/83 nur T1 TE OGH 1984-12-20 7 Ob 732/83 Auch TE OGH 1987-12-09 1 Ob 715/87 nur T1 TE OGH 1987-09-09 3 Ob 41/87 nur T1 TE OGH 1988-03-24 6 Ob 542/88 nur T1 TE OGH 1988-06-21 5 Ob 588/87 TE OGH 1988-11-09 1 Ob 696/88 nur T1; Veröff: SZ 61/237 TE OGH 1989-11-29 1 Ob 704/89 Auch; nur T1; Veröff: SZ 62/185 = RdW 1990,342 TE OGH 1992-02-20 8 Ob 562/90 TE OGH 1995-06-23 1 Ob 578/95 Auch; nur T1 TE OGH 1996-01-30 1 Ob 610/95 Vgl; nur T1 TE OGH 1995-12-18 4 Ob 1678/95 Auch; Beisatz: Nach dem Prinzip der Erhaltung der subjektiven Äquivalenz sollen die beim Vertragsabschluss zugrunde gelegten Wertrelationen zwischen Leistung und Gegenleistung aufrechterhalten bleiben. (T4) TE OGH 1997-01-28 4 Ob 5/97g Auch; nur T1 TE OGH 1997-09-17 3 Ob 130/97g Auch; Beis wie T2 TE OGH 1998-06-25 6 Ob 138/98g nur T1; Beis wie T4 TE OGH 1998-10-15 6 Ob 221/98p Beis wie T4 TE OGH 2000-10-23 6 Ob 72/00g Vgl auch TE OGH 2001-05-23 3 Ob 188/99i nur T1; Beisatz: Lässt sich ein Wert der "mangelfreien Sache" nicht ermitteln, dann ist die Anwendung des § 273 ZPO zulässig und notwendig. (T5)nur T1; Beisatz: Lässt sich ein Wert der "mangelfreien Sache" nicht ermitteln, dann ist die Anwendung des Paragraph 273, ZPO zulässig und notwendig. (T5) TE OGH 2008-07-07 6 Ob 134/08m Vgl; Beisatz: Hier: Zur Berechnung des Preisminderungsanspruchs bei einem nach Kauf aufgetretenen Motorschaden eines Gebrauchtwagens und dessen Weiterveräußerung in unrepariertem Zustand. (T6) TE OGH 2010-07-28 9 Ob 50/10h nur T1; Beis wie T4; Beisatz: Ohne Darlegung besonders rücksichtswürdiger Verkäuferinteressen besteht für eine Preisminderung nach der relativen Berechnungsmethode keine Untergrenze mit dem Verkehrswert des mangelhaften Objekts. (T7); Veröff: SZ 2010/91 TE OGH 2011-06-29 8 Ob 98/10k Vgl auch TE OGH 2011-06-16 6 Ob 92/11i Beis wie T5 TE OGH 2011-08-29 9 Ob 63/10w Vgl TE OGH 2012-07-10 4 Ob 80/12m Auch; nur T1 TE OGH 2013-01-24 5 Ob 126/12h Auch; nur T1 TE OGH 2013-06-18 4 Ob 98/13k Vgl auch; nur T1 TE OGH 2013-08-27 4 Ob 112/13v Vgl auch; nur T1 TE OGH 2014-02-17 4 Ob 226/13h Vgl auch; nur T1 TE OGH 2014-08-21 3 Ob 118/14w Auch; Beisatz: Schon die Berechnung auf der Basis der objektiven Wertverhältnisse zeigt, dass die subjektive(n) Auswirkung(en) von Mängeln auf den Übernehmer bei der Ermittlung der Preisminderung nicht entscheidend sind. IdS geht das Preisminderungsrecht auch nicht durch Untergang oder Veräußerung der Sache verloren. (T8) Beisatz: Für die Beurteilung des zeitlichen Aspekts der Reisepreisminderung kommt es nicht darauf an, ob der Reisende die mangelhafte Reiseleistung (hier Unterbringung) weiter in Anspruch nimmt, dh durch diese subjektiv beeinträchtigt wird, oder ob er ‑ wie hier bei aufrecht erhaltenem Reisevertrag ‑ selbst durch einen Wechsel in ein anderes Hotel Abhilfe schafft, sondern darauf, ob die Reisemängel während des gesamten Zeitraums der gebuchten (= vereinbarten) Unterbringung weiter bestanden. (T9) TE OGH 2017-12-20 7 Ob 38/17i Auch; Beis wie T4 TE OGH 2023-04-18 6 Ob 85/22a vgl TE OGH 2023-11-22 7 Ob 191/23y vgl TE OGH 2024-01-11 8 Ob 96/23k vgl TE OGH 2024-07-23 9 Ob 51/24a vgl; nur T5 TE OGH 2024-11-14 5 Ob 53/24s Beisatz wie T2; Beisatz wie T3 TE OGH 2025-02-13 9 Ob 29/24s TE OGH 2025-02-13 9 Ob 111/24z vgl; Beisatz nur wie T5 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1953:RS0018764
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