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{'item': '3Ob398/53; 2Ob119/66; 2Ob364/67 (2Ob365/67); 4Ob23/70; 4Ob75/70 (4Ob90/70); 4Ob64/71; 4Ob91/71; 4Ob64/72; 4Ob73/72 (4Ob74/72); 4Ob107/72; 4O

RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0085519 Entscheidungsdatum27.04.2023 Geschäftszahl3Ob398/53; 2Ob119/66; 2Ob364/67 (2Ob365/67); 4Ob23/70; 4Ob75/70 (4Ob90/70); 4Ob64/71; 4Ob91/71; 4Ob64/72; 4Ob73/72 (4Ob74/72); 4Ob107/72; 4Ob45/73; 4Ob32/74; 4Ob68/74; 4Ob77/75; 2Ob287/75; 4Ob12/76; 2Ob135/77; 4Ob35/78; 2Ob115/78; 2Ob40/79; 2Ob152/79; 2Ob7/80; 8Ob76/80; 2Ob175/81; 8Ob90/82; 4Ob177/82; 8Ob136/83; 8Ob60/84; 4Ob167/85; 8Ob17/86; 8Ob38/86; 2Ob33/87; 2Ob648/87; 8Ob73/87; 9ObA51/88; 2Ob78/88 (2Ob79/88); 2Ob71/89; 12Os43/90 (12Os44/90); 9ObA242/92; 9ObA92/93; 8ObA5/03y; 3Ob154/04z; 9ObA79/05s; 8ObA104/06m; 9ObA60/07z; 2Ob61/07w; 9ObA107/07m; 9ObA141/08p; 2Ob53/11z; 9ObA136/13k; 9ObA46/15b; 7Ob59/16a; 2Ob185/21a; 8ObA69/21m; 9ObA118/22a NormASVG §333 Abs4 RechtssatzFür die Qualifikation des Betriebsaufsehers und Arbeitsaufsehers ist eine mit einem gewissen Pflichtenkreis und Selbständigkeit verbundene Stellung zur Zeit des Unfalls erforderlich. Unentscheidend ist, ob die Aufsicht ganz unbeschränkt oder mit Unterordnung unter einem Vorgesetzten ausgeübt wird. Eine Dauerfunktion im Betrieb ist nicht erforderlich. EntscheidungstexteTE OGH 1953-09-02 3 Ob 398/53 Veröff: SZ 26/215 = VersR 1954,205 TE OGH 1966-06-10 2 Ob 119/66 TE OGH 1968-02-16 2 Ob 364/67 TE OGH 1970-04-14 4 Ob 23/70 nur: Für die Qualifikation des Betriebsaufsehers und Arbeitsaufsehers ist eine mit einem gewissen Pflichtenkreis und Selbständigkeit verbundene Stellung zur Zeit des Unfalls erforderlich. (T1) Beisatz: Aufsehereigenschaft muss nicht schon zum Zeitpunkt der ersten, den Schaden bedingenden Handlungen bestehen. (T2) TE OGH 1970-10-06 4 Ob 75/70 nur T1; Veröff: SozM IA/e,851 = ZVR 1971/200 S 270 TE OGH 1971-09-21 4 Ob 64/71 nur T1; Veröff: SozM IA/e,973 TE OGH 1971-11-09 4 Ob 91/71 nur T1; Veröff: ZVR 1972/120 S 208 = Arb 8919 = SozM IA/e,937 TE OGH 1972-10-20 4 Ob 64/72 nur T1 TE OGH 1972-10-20 4 Ob 73/72 nur T1; Veröff: SozM IA/e,1008 TE OGH 1973-01-30 4 Ob 107/72 nur T1; Beisatz: Ob der Arbeitsaufseher tatsächlich von seinem Weisungsrecht gegenüber dem untergeordneten Arbeitnehmer Gebrauch machte, unerheblich. (T3) Veröff: IndS 1975 H1/920 S 10 TE OGH 1973-06-05 4 Ob 45/73 nur T1; Beis wie T3; Beisatz: Unbeachtlich die sonst im Betrieb bestehende Rangordnung, die größere Fachkenntnis des untergeordneten Mitfahrers usw. (T4) Veröff: SozM IA/e,1019 TE OGH 1974-06-11 4 Ob 32/74 TE OGH 1974-11-26 4 Ob 68/74 Beisatz: Traktor wurde bei Holzbringung abwechselnd bedient - kein Aufseher. (T5) TE OGH 1975-12-16 4 Ob 77/75 nur T1 TE OGH 1976-03-12 2 Ob 287/75 nur T1; Veröff: ZVR 1976/327 S 349 TE OGH 1976-05-11 4 Ob 12/76 Beisatz: Oberlehrling, der Werkstättenreinigung überwachte. (T6) TE OGH 1977-09-15 2 Ob 135/77 nur T1 TE OGH 1978-09-05 4 Ob 35/78 nur T1 TE OGH 1978-09-21 2 Ob 115/78 Vgl; Beisatz: Für die Beurteilung der Aufsehereigenschaft kommt es nur auf die Funktion des verantwortlichen Dienstnehmers im Zeitpunkte des Unfalls, nicht aber auf seine sonstige Stellung in der betrieblichen Hierarchie an. (T7) Veröff: SZ 51/126 = EvBl 1979/103 S 322 = ZVR 1979/142 S 148 TE OGH 1979-04-24 2 Ob 40/79 nur T1; nur: Eine Dauerfunktion im Betrieb ist nicht erforderlich. (T8) Beis wie T4 Veröff: SZ 52/66 TE OGH 1979-12-04 2 Ob 152/79 nur T1; nur T8 TE OGH 1980-03-11 2 Ob 7/80 TE OGH 1980-06-26 8 Ob 76/80 Auch; Beis wie T3; Beisatz: Es genügt, dass der für das Unternehmen Tätige bereit ist, sich während seiner Tätigkeit den Anweisungen des Unternehmers oder des von ihm bestellten Aufsehers im Betrieb zu unterwerfen. (T9) TE OGH 1981-12-15 2 Ob 175/81 Vgl; nur T1; Beis wie T7 TE OGH 1982-05-13 8 Ob 90/82 TE OGH 1982-12-14 4 Ob 177/82 nur T1 TE OGH 1983-06-23 8 Ob 136/83 nur T1; nur T8; Beis wie T7 TE OGH 1984-12-07 8 Ob 60/84 nur T1; nur T8 TE OGH 1986-01-14 4 Ob 167/85 nur T1; Veröff: RdW 1987,22 = DRdA 1987,447 (Albert) TE OGH 1986-06-06 8 Ob 17/86 Auch; nur T1 TE OGH 1986-06-19 8 Ob 38/86 nur T1 TE OGH 1987-05-26 2 Ob 33/87 nur T1; Veröff: SZ 60/96 = EvBl 1988/18 S 115 = JBl 1988,457 (kritisch Grillberger) TE OGH 1987-09-29 2 Ob 648/87 Vgl auch; Beis wie T7 TE OGH 1987-11-05 8 Ob 73/87 TE OGH 1988-04-13 9 ObA 51/88 Vgl auch; Beisatz: § 48 ASGG (T10) Vgl auch; Beisatz: Paragraph 48, ASGG (T10) Beis wie T7 TE OGH 1988-11-08 2 Ob 78/88 nur T1 TE OGH 1989-06-06 2 Ob 71/89 nur T1 TE OGH 1990-04-26 12 Os 43/90 Vgl auch TE OGH 1992-11-11 9 ObA 242/92 nur T1; nur T8; Beis wie T10 TE OGH 1993-05-19 9 ObA 92/93 nur T1; nur T8; Beis wie T10 TE OGH 2003-01-23 8 ObA 5/03y Auch; nur T8 TE OGH 2004-08-26 3 Ob 154/04z Vgl auch TE OGH 2005-06-06 9 ObA 79/05s Auch; Beis wie T3 TE OGH 2006-12-18 8 ObA 104/06m nur: Unentscheidend ist, ob die Aufsicht ganz unbeschränkt oder mit Unterordnung unter einem Vorgesetzten ausgeübt wird. Eine Dauerfunktion im Betrieb ist nicht erforderlich. (T11) Beis wie T3 TE OGH 2007-05-09 9 ObA 60/07z nur T8 TE OGH 2007-10-18 2 Ob 61/07w Auch; Beis wie T3 TE OGH 2007-12-19 9 ObA 107/07m Vgl auch TE OGH 2009-06-29 9 ObA 141/08p Vgl; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Damit § 333 ASVG überhaupt zugunsten einer Sicherheitsvertrauensperson zur Anwendung kommen könnte, muss der Arbeitsunfall bzw das Entstehen einer Berufskrankheit jedenfalls im ursächlichen Zusammenhang mit einer Verletzung von Pflichten der Sicherheitsvertrauensperson bei Ausübung dieser ihrer Pflichten stehen. Dies ergibt sich insbesondere daraus, dass Pflichtverstöße der Sicherheitsvertrauenspersonen nur im Zusammenhang mit den sich aus § 11 ASchG ergebenden Pflichten gesehen werden, wobei diese Bestimmung als Schutznorm iSd § 1311 ABGB bewertet wird. Selbst wenn man daher Sicherheitsvertrauenspersonen nach dem ASchG die Stellung eines Aufsehers im Betrieb im Sinn des § 333 Abs 4 ASVG zumessen wollte, kommt es - wie allgemein beim Aufseher im Betrieb - darauf an, dass der Schädiger im Zeitpunkt der Schadenszufügung nicht nur formell die Funktion bekleidete, sondern in Ausübung seiner Funktion tätig war. (T12)Vgl; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Damit Paragraph 333, ASVG überhaupt zugunsten einer Sicherheitsvertrauensperson zur Anwendung kommen könnte, muss der Arbeitsunfall bzw das Entstehen einer Berufskrankheit jedenfalls im ursächlichen Zusammenhang mit einer Verletzung von Pflichten der Sicherheitsvertrauensperson bei Ausübung dieser ihrer Pflichten stehen. Dies ergibt sich insbesondere daraus, dass Pflichtverstöße der Sicherheitsvertrauenspersonen nur im Zusammenhang mit den sich aus Paragraph 11, ASchG ergebenden Pflichten gesehen werden, wobei diese Bestimmung als Schutznorm iSd Paragraph 1311, ABGB bewertet wird. Selbst wenn man daher Sicherheitsvertrauenspersonen nach dem ASchG die Stellung eines Aufsehers im Betrieb im Sinn des Paragraph 333, Absatz 4, ASVG zumessen wollte, kommt es - wie allgemein beim Aufseher im Betrieb - darauf an, dass der Schädiger im Zeitpunkt der Schadenszufügung nicht nur formell die Funktion bekleidete, sondern in Ausübung seiner Funktion tätig war. (T12) TE OGH 2011-08-30 2 Ob 53/11z nur T1; Beisatz: Die Beurteilung, ob eine bestimmte Person bei einem konkreten Arbeitseinsatz als Aufseher im Betrieb iSd § 333 Abs 4 ASVG anzusehen ist, ist stets einzelfallbezogen vorzunehmen, sodass sich in diesem Zusammenhang ‑ von einer auffallenden Fehlbeurteilung durch die zweite Instanz abgesehen ‑ keine erheblichen Rechtsfragen iSd § 502 Abs 1 ZPO stellen. (T13)nur T1; Beisatz: Die Beurteilung, ob eine bestimmte Person bei einem konkreten Arbeitseinsatz als Aufseher im Betrieb iSd Paragraph 333, Absatz 4, ASVG anzusehen ist, ist stets einzelfallbezogen vorzunehmen, sodass sich in diesem Zusammenhang ‑ von einer auffallenden Fehlbeurteilung durch die zweite Instanz abgesehen ‑ keine erheblichen Rechtsfragen iSd Paragraph 502, Absatz eins, ZPO stellen. (T13) Beisatz: Die Stellung eines Aufsehers erfordert nicht dessen unmittelbare Anwesenheit am Unfallsort zum Unfallszeitpunkt. (T14) Beisatz: Auch die Frage, ob ein Arbeitskollege die Aufsehereigenschaft ab Verlassen des Arbeitsorts verliert, kann nicht generalisierend beantwortet werden, weil es auch hier auf die jeweiligen Umstände des Einzelfalls, etwa die Distanz zum Arbeitsort, die Dauer des Entfernens, die damit verbundene Absicht etc, ankommt. (T15) TE OGH 2014-01-29 9 ObA 136/13k Beis wie T13 TE OGH 2015-04-29 9 ObA 46/15b Auch TE OGH 2016-04-27 7 Ob 59/16a Auch TE OGH 2021-12-14 2 Ob 185/21a TE OGH 2021-10-22 8 ObA 69/21m Vgl; Beisatz: Hier: Der Beklagte hat als Kranführer ein von einem Dritten am Kranausleger eingehängtes Baudrahtrollenbündel an die vorgesehene Stelle geschwenkt. Dabei stürzte die Rolle wegen unzureichender Befestigung ab und verletzte den Kläger, der sich ohne Auftrag aus eigenem Antrieb in die Nähe begeben hatte, um beim Abhängen der Drahtbündel zu helfen. (T16) Beisatz: Hier: Die Beurteilung der Vorinstanzen, dass dem Beklagten bei diesem Vorgang keine Aufseherfunktion im Sinn des § 333 Abs 4 ASVG gegenüber dem Kläger zukam, stellt nach den dargestellten Grundsätzen keine aufzugreifende Fehlbeurteilung dar. (T17)Beisatz: Hier: Die Beurteilung der Vorinstanzen, dass dem Beklagten bei diesem Vorgang keine Aufseherfunktion im Sinn des Paragraph 333, Absatz 4, ASVG gegenüber dem Kläger zukam, stellt nach den dargestellten Grundsätzen keine aufzugreifende Fehlbeurteilung dar. (T17) TE OGH 2023-04-27 9 ObA 118/22a European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1953:RS0085519

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