RIS Dokument GerichtOGH Entscheidungsdatum23.09.1953 Geschäftszahl1Ob718/53; 2Ob390/56; 1Ob438/56; 2Ob101/58; 6Ob51/58; 2Ob274/58; 1Ob77/51; 3Ob291/51; 1Ob262/57; 2Ob97/61; 6Ob206/62; 5Ob278/63; 6Ob139/64; 4Ob322/64; 6Ob26/65; 1Ob198/65; 8Ob185/66; 6Ob291/66; 5Ob7/68; 5Ob84/71; 5Ob6/72; 7Ob220/72; 6Ob241/72 (6Ob242/72); 5Ob147/73; 8Ob57/74; 1Ob72/74; 3Ob13/75; 4Ob631/75; 6Ob159/75; 1Ob529/76; 2Ob504/77; 4Ob527/79; 5Ob616/80; 4Ob16/81; 6Ob662/82; 3Ob581/83 NormZPO §467 Z3 Cb2; RechtssatzFehlen die Berufungsgründe, die Berufungserklärung oder der Berufungsantrag, so handelt es sich nicht um einen bloßen Formfehler, sondern um einen inhaltlichen Mangel. Ein solcher Mangel kann daher nicht im Sinne der §§ 84 ff ZPO verbessert werden, sondern es muß vielmehr die Berufung gemäß §§ 471 Z 3, 474 Abs 2 ZPO verworfen werden. Über das völlige Fehlen eines Berufungsantrages kann also keinesfalls hinweggesehen werden.Fehlen die Berufungsgründe, die Berufungserklärung oder der Berufungsantrag, so handelt es sich nicht um einen bloßen Formfehler, sondern um einen inhaltlichen Mangel. Ein solcher Mangel kann daher nicht im Sinne der Paragraphen 84, ff ZPO verbessert werden, sondern es muß vielmehr die Berufung gemäß Paragraphen 471, Ziffer 3, 474, Absatz 2, ZPO verworfen werden. Über das völlige Fehlen eines Berufungsantrages kann also keinesfalls hinweggesehen werden. EntscheidungstexteTE OGH 1953/09/23 1 Ob 718/53 TE OGH 1956/07/04 2 Ob 390/56 TE OGH 1956/08/29 1 Ob 438/56 TE OGH 1958/03/21 2 Ob 101/58 Veröff: ZVR 1959/115 S 117 TE OGH 1958/03/12 6 Ob 51/58 Veröff: JBl 1958,474 TE OGH 1958/11/26 2 Ob 274/58 Veröff: JBl 1959,162 TE OGH 1951/02/28 1 Ob 77/51 TE OGH 1951/05/23 3 Ob 291/51 Veröff: EvBl 1951/388 S 469 TE OGH 1957/09/18 1 Ob 262/57 Vgl aber TE OGH 1961/03/17 2 Ob 97/61 Veröff: RZ 1961,103 TE OGH 1962/09/05 6 Ob 206/62 TE OGH 1963/10/10 5 Ob 278/63 TE OGH 1964/05/08 6 Ob 139/64 Veröff: RZ 1964,202 TE OGH 1964/05/26 4 Ob 322/64 TE OGH 1965/01/27 6 Ob 26/65 TE OGH 1965/11/11 1 Ob 198/65 TE OGH 1966/06/28 8 Ob 185/66 Beisatz: Auch keine Pflicht zur Anleitung zur Präzisierung aus § 481 ZPO. (T1) Beisatz: Auch keine Pflicht zur Anleitung zur Präzisierung aus Paragraph 481, ZPO. (T1) TE OGH 1966/09/28 6 Ob 291/66 Veröff: SZ 39/154 TE OGH 1968/01/17 5 Ob 7/68 TE OGH 1971/04/07 5 Ob 84/71 TE OGH 1972/01/25 5 Ob 6/72 TE OGH 1972/10/25 7 Ob 220/72 TE OGH 1972/11/30 6 Ob 241/72 Auch TE OGH 1973/10/03 5 Ob 147/73 Beisatz: War im Zeitpunkt der Erklärung des Beklagten, daß seine selbst verfaßte Eingabe an das Erstgericht als Berufung anzusehen sei, die Berufungsfrist bereits abgelaufen, so ist eine Zurückziehung und Ersetzung dieses Schriftsatzes durch einen den Erfordernissen des § 467 ZPO entsprechenden Schriftsatz nicht mehr möglich. Unter diesen Umständen kann es nicht als ein Fehler des Erstgerichtes erkannt werden, daß es die vom Beklagten als Berufung bezeichnete Eingabe ihm nicht zur Verbesserung durch die Unterschrift eines Rechtsanwaltes zurückstellte. (T2) Beisatz: War im Zeitpunkt der Erklärung des Beklagten, daß seine selbst verfaßte Eingabe an das Erstgericht als Berufung anzusehen sei, die Berufungsfrist bereits abgelaufen, so ist eine Zurückziehung und Ersetzung dieses Schriftsatzes durch einen den Erfordernissen des Paragraph 467, ZPO entsprechenden Schriftsatz nicht mehr möglich. Unter diesen Umständen kann es nicht als ein Fehler des Erstgerichtes erkannt werden, daß es die vom Beklagten als Berufung bezeichnete Eingabe ihm nicht zur Verbesserung durch die Unterschrift eines Rechtsanwaltes zurückstellte. (T2) TE OGH 1974/03/26 8 Ob 57/74 TE OGH 1974/05/08 1 Ob 72/74 Veröff: EvBl 1974/265 S 575 TE OGH 1975/01/28 3 Ob 13/75 TE OGH 1975/12/02 4 Ob 631/75 TE OGH 1975/12/18 6 Ob 159/75 TE OGH 1976/03/10 1 Ob 529/76 TE OGH 1977/03/24 2 Ob 504/77 TE OGH 1979/12/11 4 Ob 527/79 Beisatz: Revisionsantrag (T3) TE OGH 1980/05/20 5 Ob 616/80 TE OGH 1981/03/17 4 Ob 16/81 Beisatz: Auch im arbeitsgerichtlichen Verfahren. (T4) Veröff: Arb 9947 TE OGH 1982/06/09 6 Ob 662/82 TE OGH 1983/06/08 3 Ob 581/83 Beisatz: Unrichtiger Verbesserungsauftrag hindert die Verwerfung nicht und führt auch nicht zur Verlängerung der Berufungsfrist. (T5) RechtssatznummerRS0042224
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