RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0019558 Entscheidungsdatum29.11.2017 Geschäftszahl2Ob896/53; 4Ob66/65; 6Ob287/66; 8Ob72/67; 6Ob240/68; 5Ob144/69 (5Ob162/69); 1Ob88/70; 1Ob154/70; 1Ob199/70; 6Ob9/71; 5Ob219/71; 1Ob324/71; 7Ob230/71; 1Ob21/72; 7Ob81/72; 1Ob157/72; 6Ob122/74; 3Ob241/74; 4Ob9/75; 4Ob46/75; 1Ob515/76; 4Ob542/76; 6Ob640/76; 3Ob540/77; 5Ob304/77; 5Ob578/77; 1Ob699/77; 6Ob788/77; 3Ob537/78; 1Ob650/78; 7Ob746/78; 5Ob508/79; 4Ob572/78; 1Ob570/79; 5Ob554/79; 3Ob503/79; 5Ob596/79; 7Ob40/79; 6Ob704/79; 5Ob756/79; 2Ob612/79; 2Ob594/79; 2Ob533/80; 1Ob748/80; 1Ob664/80; 3Ob570/79; 8Ob59/81; 4Ob103/80; 5Ob614/81; 6Ob704/81; 8Ob292/81; 1Ob660/82; 6Ob776/81; 6Ob674/83; 14Ob103/86 (14Ob104/86); 4Ob555/87; 3Ob540/87; 9ObA337/89; 4Ob508/91; 3Ob6/96; 10Ob2119/96g; 8Ob291/97w; 2Ob348/97h; 7Ob212/98x; 6Ob195/05b; 6Ob69/04x; 8Ob87/06m; 4Ob130/16w; 7Ob106/17i NormABGB §1017 RechtssatzDie Grundsätze von Treu und Glauben erfordern, dass derjenige, der nicht im eigenen Namen, sondern als Vertreter eines anderen Verträge abschließt, dies eindeutig zum Ausdruck bringt, wenn es den Vertragsteilen nicht ohne weiteres erkennbar ist. (EvBl 54/310) EntscheidungstexteTE OGH 1953-12-09 2 Ob 896/53 TE OGH 1965-05-25 4 Ob 66/65 Veröff: HS 5078 TE OGH 1966-09-28 6 Ob 287/66 TE OGH 1967-04-04 8 Ob 72/67 Veröff: HS 6083 TE OGH 1968-09-18 6 Ob 240/68 Veröff: MietSlg 20095 TE OGH 1969-07-02 5 Ob 144/69 TE OGH 1970-04-30 1 Ob 88/70 TE OGH 1970-07-09 1 Ob 154/70 TE OGH 1970-09-24 1 Ob 199/70 TE OGH 1971-01-27 6 Ob 9/71 TE OGH 1971-09-22 5 Ob 219/71 TE OGH 1971-11-25 1 Ob 324/71 TE OGH 1972-01-12 7 Ob 230/71 Beisatz: Hier: Bestellung durch Geschäftsführer einer GmbH ohne Erklärung, für GmbH anzuschließen. (T1) TE OGH 1972-02-16 1 Ob 21/72 TE OGH 1972-04-05 7 Ob 81/72 Veröff: MietSlg 24101 (dort falsch mit 7 Ob 61/72 zitiert) TE OGH 1972-09-06 1 Ob 157/72 TE OGH 1974-08-26 6 Ob 122/74 Beisatz: Geschäftsführer des Komplementärs einer GmbH & Co KG. (T2) TE OGH 1975-01-21 3 Ob 241/74 TE OGH 1975-04-08 4 Ob 9/75 TE OGH 1975-09-09 4 Ob 46/75 Beisatz: Nachträglich auftretenden Umstände verändern das schon begründete (Dienstverhältnis) Verhältnis nicht mehr. (T3) Veröff: ZAS 1976,184 (kritisch Welser) = Arb 9371 = JBl 1983,449 (Hügel) TE OGH 1976-02-04 1 Ob 515/76 TE OGH 1976-05-11 4 Ob 542/76 TE OGH 1976-09-16 6 Ob 640/76 TE OGH 1977-06-21 3 Ob 540/77 Veröff: HS 10173 TE OGH 1977-07-06 5 Ob 304/77 Veröff: HS 10176 TE OGH 1977-09-13 5 Ob 578/77 Veröff: SZ 50/119 TE OGH 1977-11-09 1 Ob 699/77 TE OGH 1977-12-01 6 Ob 788/77 TE OGH 1978-02-21 3 Ob 537/78 Veröff: HS 10190 TE OGH 1978-06-28 1 Ob 650/78 Veröff: GesRZ 1979,39 = SZ 51/102; hiezu Hügel JBl 1983,449 TE OGH 1979-01-11 7 Ob 746/78 TE OGH 1979-02-06 5 Ob 508/79 TE OGH 1979-03-13 4 Ob 572/78 TE OGH 1979-04-18 1 Ob 570/79 TE OGH 1979-04-24 5 Ob 554/79 Veröff: HS 10196 TE OGH 1979-04-25 3 Ob 503/79 Veröff: HS 10197 TE OGH 1979-10-16 5 Ob 596/79 Beisatz: Auf den rechtsgeschäftlichen Zuordnungswillen des Handelnden allein kann es nämlich wegen des Vertrauensschutzes nicht ankommen. (T4) TE OGH 1979-10-04 7 Ob 40/79 Veröff: JBl 1980,535 TE OGH 1979-11-28 6 Ob 704/79 TE OGH 1980-01-15 5 Ob 756/79 TE OGH 1980-02-26 2 Ob 612/79 Veröff: HS 10220 TE OGH 1980-04-15 2 Ob 594/79 Veröff: HS 10212 TE OGH 1980-09-16 2 Ob 533/80 Veröff: HS 10220 TE OGH 1980-11-12 1 Ob 748/80 Beis wie T4 TE OGH 1980-10-31 1 Ob 664/80 Veröff: SZ 53/138 TE OGH 1980-11-26 3 Ob 570/79 Ähnlich TE OGH 1981-03-26 8 Ob 59/81 Vgl auch TE OGH 1981-05-19 4 Ob 103/80 Beisatz: Es kommt nicht darauf an, ob dem Vertragspartner insoweit Fahrlässigkeit zur Last fällt, als er bei gehöriger Aufmerksamkeit - gegebenenfalls auch auf Grund eigener Erkundigungen - hätte erkennen können, daß der Vertreter nicht im eigenen Namen abschließen wollte. (T5) Veröff: Arb 9973 = EvBl 1981/168 S 492; hiezu Hügel JBl 1983,449 TE OGH 1981-06-09 5 Ob 614/81 Beisatz: Für den Dritten muß Klarheit bestehen, daß der Handelnde nicht im eigenen, sondern im fremden Namen agiert, und deshalb muß auch vom Handelnden gefordert werden, daß sein Zuordnungswille erkennbar ist, sei es auch nur aus den Umständen, unter denen der Rechtsakt gesetzt wird. (T6) TE OGH 1981-08-27 6 Ob 704/81 Beisatz: Ein mit dem bevollmächtigten Vertreter eines Gewerbetreibenden geschlossener Vertrag kommt dann mit dem Gewerbetreibenden zustande, wenn der Vertreter den auch nicht ausgedrückten Willen hatte, für diesen abzuschließen und es für den Dritten gleichgültig ist, mit wem er abschließt. (T7) TE OGH 1982-03-25 8 Ob 292/81 TE OGH 1982-09-15 1 Ob 660/82 Beis wie T1 TE OGH 1982-12-16 6 Ob 776/81 Beisatz: Abweichend von 4 Ob 103/80 (T8) TE OGH 1983-06-09 6 Ob 674/83 TE OGH 1986-07-01 14 Ob 103/86 Beis wie T6; Veröff: JBl 1987,198 TE OGH 1987-06-16 4 Ob 555/87 Beisatz: Für die Offenlegung reicht es auch nicht ohne weiteres aus, daß dem Dritten erkennbar ist, der Handelnde wolle im Interesse eines anderen tätig werden, weil dies ebensogut im Weg der indirekten Stellvertretung geschehen kann. Im Zweifel ist ein Eigengeschäft des Handelnden anzunehmen. (T9) Veröff: EvBl 1987/202 S 755 = WBl 1987,277 = RdW 1987,411 TE OGH 1988-03-02 3 Ob 540/87 TE OGH 1989-12-06 9 ObA 337/89 Beisatz: § 48 ASGG (T10)Beisatz: Paragraph 48, ASGG (T10) TE OGH 1992-01-28 4 Ob 508/91 Auch TE OGH 1996-06-26 3 Ob 6/96 Beisatz: Oder der andere Teil erkennbar auf eine Offenlegung verzichtete. (T11) TE OGH 1996-10-22 10 Ob 2119/96g Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Macht der Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nicht deutlich, daß er für die Gesellschaft handelt, haftet er persönlich. (T12) TE OGH 1997-12-22 8 Ob 291/97w TE OGH 1999-03-25 2 Ob 348/97h Beis wie T9; Beisatz: Einer Offenlegung bedarf es jedoch dann nicht, wenn dem anderen Teil ohne weiteres oder aus den Umständen erkennbar ist, daß nicht im eigenen Namen gehandelt wird oder der andere Teil erkennbar auf eine Offenlegung verzichtet. (T13) TE OGH 1999-04-28 7 Ob 212/98x Vgl auch; Beis wie T13 TE OGH 2005-10-06 6 Ob 195/05b Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Revisionswerberin übergeht das grundsätzlich bestehende Indiz, dass ein Architekt gewöhnlich auf fremde Rechnung handelt und Aufträge erteilt. (T14) TE OGH 2005-10-06 6 Ob 69/04x Vgl. auch; Beisatz: Der Offenlegungsgrundsatz verlangt nicht die Nennung des Namens des Geschäftsherrn durch den Vertreter; es genügt, wenn sich der dritte Kontrahent jederzeit danach erkundigen oder darüber informieren kann. (T15); Beisatz: Selbst wenn ein ausdrücklicher Hinweis, dass im Fernsehen Tiere eines Vereins präsentiert werden, fehlte, ist für einen durchschnittlichen und an einem der präsentierten Tiere interessierten Zuschauer bei der Präsentation in der Sendung und dem daran anschließenden Vertragsabschluss über die Unterbringung eines Tieres erkennbar, dass der Moderator im Namen des Überlassers des jeweiligen Tieres (Verein) und nicht im Namen des Produzenten der Sendung handelte. (T16) TE OGH 2007-04-18 8 Ob 87/06m Auch; Beisatz: Derjenige, der nicht im eigenem Namen, sondern in seiner Eigenschaft als vertretungsbefugtes Organ einer Gesellschaft Verträge abschließen will, muss dies eindeutig zum Ausdruck bringen, wenn dies dem Vertragspartner nicht ohne weiteres erkennbar ist. (T17); Beisatz: Hier: Frage des Zustandekommens eines Treuhandverhältnisses. (T18) TE OGH 2016-08-30 4 Ob 130/16w Beis wie T9 TE OGH 2017-11-29 7 Ob 106/17i Auch European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1953:RS0019558
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