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3Ob63/54; 2Ob226/57; 1Ob114/70; 7Ob56/71; 8Ob215/71; 7Ob178/72; 5Ob142/72; 1Ob122/73; 6Ob62/75; 8Ob236/75; 3Ob266/75 (3Ob267/75); 5Ob591/77; 3Ob592/77

RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0016864 Entscheidungsdatum18.03.2026 Geschäftszahl3Ob63/54; 2Ob226/57; 1Ob114/70; 7Ob56/71; 8Ob215/71; 7Ob178/72; 5Ob142/72; 1Ob122/73; 6Ob62/75; 8Ob236/75; 3Ob266/75 (3Ob267/75); 5Ob591/77; 3Ob592/77; 5Ob711/79; 1Ob700/81; 6Ob596/83; 1Ob665/85; 14Ob176/86 (14Ob177/86); 8Ob1007/91; 2Ob540/92; 8Ob562/93; 9Ob231/97d; 6Ob281/00t; 6Ob39/01f; 7Ob170/02d; 7Ob80/07a; 5Ob178/08z; 6Ob229/13i; 10Ob52/14s; 4Ob76/17f; 8Ob126/17p; 7Ob50/18f; 9Ob37/18h; 3Ob62/20v; 5Ob176/21z; 3Ob21/22t; 4Ob21/22z; 4Ob68/22m; 8Ob119/22s; 5Ob104/22p; 10Ob12/25z; 9Ob53/25x NormABGB §879 Z4 DI RechtssatzNach § 879 Abs 2 Z 4 ABGB sind für die Annahme eines Wuchergeschäftes drei Voraussetzungen erforderlich.Nach Paragraph 879, Absatz 2, Ziffer 4, ABGB sind für die Annahme eines Wuchergeschäftes drei Voraussetzungen erforderlich. 1.) Es muss ein auffallendes Missverhältnis zwischen dem Wert der Leistung und der Gegenleistung bestehen. 2.) Der durch das Geschäft Begünstigte muss dieses Missverhältnis gekannt haben. 3.) Es muss bei dem durch das Geschäft Benachteiligten gewisse Verhältnis oder Eigenschaften vorhanden gewesen sein, die ihn hinderten, sein Interesse gehörig zu wahren. Wenn nur einer dieser Voraussetzungen fehlt, unterliegt ein Geschäft nicht der Beurteilung als eines wucherischen. EntscheidungstexteTE OGH 1954-02-03 3 Ob 63/54 TE OGH 1957-04-30 2 Ob 226/57 TE OGH 1970-06-05 1 Ob 114/70 TE OGH 1971-05-12 7 Ob 56/71 Veröff: SZ 44/71 TE OGH 1971-09-01 8 Ob 215/71 TE OGH 1972-08-30 7 Ob 178/72 TE OGH 1972-09-12 5 Ob 142/72 Veröff: MietSlg 24083 TE OGH 1973-07-11 1 Ob 122/73 TE OGH 1975-07-03 6 Ob 62/75 TE OGH 1975-11-26 8 Ob 236/75 TE OGH 1976-03-30 3 Ob 266/75 Veröff: NZ 1981,81 TE OGH 1977-09-06 5 Ob 591/77 Vgl TE OGH 1978-10-17 3 Ob 592/77 TE OGH 1980-02-12 5 Ob 711/79 Auch TE OGH 1981-10-14 1 Ob 700/81 TE OGH 1983-06-16 6 Ob 596/83 Auch; Veröff: RdW 1983,72 TE OGH 1986-01-28 1 Ob 665/85 TE OGH 1986-11-04 14 Ob 176/86 Auch; Beisatz: Der Wucherer braucht zur Herbeiführung der für seinen Partner ungünstigen Lage nichts beitragen. (T1) TE OGH 1991-08-29 8 Ob 1007/91 Auch; Beisatz: Die Initiative muss nicht vom Wucherer ausgehen. (T2) TE OGH 1992-09-30 2 Ob 540/92 Veröff: JBl 1993,581 TE OGH 1993-06-24 8 Ob 562/93 Vgl auch TE OGH 1997-08-27 9 Ob 231/97d Beisatz: Bei Fehlen einer der Voraussetzungen des Wuchertatbestandes kann ein Geschäft nur dann nach § 879 Abs 1 ABGB nichtig sein, wenn ein dem fehlenden Tatbestandsmerkmal gleichwertiges, den individuellen Fall prägendes, besonderes zusätzliches Element der Sittenwidrigkeit hinzukommt. (T3)Beisatz: Bei Fehlen einer der Voraussetzungen des Wuchertatbestandes kann ein Geschäft nur dann nach Paragraph 879, Absatz eins, ABGB nichtig sein, wenn ein dem fehlenden Tatbestandsmerkmal gleichwertiges, den individuellen Fall prägendes, besonderes zusätzliches Element der Sittenwidrigkeit hinzukommt. (T3) TE OGH 2000-11-23 6 Ob 281/00t Vgl TE OGH 2001-03-15 6 Ob 39/01f Auch; Beis ähnlich wie T3 TE OGH 2002-08-07 7 Ob 170/02d auch; Beisatz: Missbilligt wird also die Ausbeutung eines Vertragspartners durch auffallende Äquivalenzstörung in den Hauptleistungspflichten in Fällen gestörter Freiheit der rechtsgeschäftlichen Willensbildung. (T4) TE OGH 2007-04-18 7 Ob 80/07a Beisatz: Hier: Pauschalhonorarvereinbarungen eines Rechtsanwaltes. (T5) TE OGH 2008-09-09 5 Ob 178/08z Vgl; Beisatz: Ob die notwendigen Voraussetzungen für die Annahme eines Wuchergeschäfts vorliegen, ist eine Frage des Einzelfalls. (T6) TE OGH 2014-02-20 6 Ob 229/13i Auch; Beis wie T6 TE OGH 2014-10-21 10 Ob 52/14s Auch; Beis wie T6 TE OGH 2017-05-30 4 Ob 76/17f Auch; Beisatz: Wenn nur eine dieser Voraussetzungen fehlt, liegt kein wucherisches Geschäft vor. (T7) TE OGH 2017-12-20 8 Ob 126/17p Beis wie T3 TE OGH 2018-05-24 7 Ob 50/18f Auch TE OGH 2018-11-28 9 Ob 37/18h Auch; Beis wie T1; Beis wie T2 TE OGH 2020-09-02 3 Ob 62/20v Beis wie T4; Beis wie T6 TE OGH 2022-01-13 5 Ob 176/21z Beis wie T6 TE OGH 2022-02-23 3 Ob 21/22t Vgl; Beis wie T3; Beis wie T7 TE OGH 2022-02-23 4 Ob 21/22z Vgl; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Übergabsvertrag: (T8) TE OGH 2022-09-23 4 Ob 68/22m Vgl; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Einräumung eines zeitlich unbeschränkten Werknutzungsrechts; Die mangelnde Wahrungsmöglichkeit der Äquivalenz des Bewucherten wegen Leichtsinns, Zwangslage, Verstandesschwäche, Unerfahrenheit oder Gemütsaufregung wurde nicht dargetan. (T9) TE OGH 2022-11-21 8 Ob 119/22s Vgl; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Einbeziehung einer im Zusammenhang mit einem Kaufvertrag über Liegenschaftsanteile abgeschlossenen, den Verkäufer begünstigenden Benutzungsvereinbarung in die Beurteilung, ob ein auffallendes Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung vorliegt. (T10) TE OGH 2023-01-23 5 Ob 104/22p Beis wie T4; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T6; Beis wie T7 TE OGH 2025-03-18 10 Ob 12/25z TE OGH 2026-03-18 9 Ob 53/25x Beisatz wie T4 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1954:RS0016864

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