RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0022396 Entscheidungsdatum29.04.1954 Geschäftszahl1Ob800/53; 2Ob95/77; 3Ob56/57; 6Ob334/59; 1Ob227/60; 2Ob116/61; 6Ob318/62; 6Ob47/63; 6Ob123/64; 8Ob13/64; 3Ob78/65; 8Ob194/67; 5Ob101/68; 5Ob202/68; 1Ob49/69; 1Ob179/71; 5Ob169/69; 7Ob98/71 (7Ob100/71); 7Ob69/72; 7Ob145/73; 1Ob83/74; 3Ob511/77; 6Ob688/78; 6Ob731/78; 1Ob730/79; 5Ob743/79; 3Ob653/81; 3Ob549/82; 7Ob587/84; 4Ob525/84; 7Ob635/86; 3Ob545/87; 3Ob515/92; 6Ob550/93; 9Ob38/01f; 5Ob297/05w; 5Ob174/09p; 1Ob95/18d NormABGB §1175 F; NZwG §1 Abs1 lita RechtssatzDas zwischen Ehegatten bezüglich der Errichtung des Hauses begründete Rechtsverhältnis ist eine Erwerbsgesellschaft nach bürgerlichem Recht im Sinne der §§ 1175 ff ABGB. Beide Teile haben ihre Mühe, Kapital und sonstigen Sachwerte zu dem Zwecke vereinigt, um das Haus zu errichten und daran zu partizipieren. Ein derartiger Vertrag ist formlos und unterliegt auch zwischen Ehegatten nicht der Form des Notariatsaktes.Das zwischen Ehegatten bezüglich der Errichtung des Hauses begründete Rechtsverhältnis ist eine Erwerbsgesellschaft nach bürgerlichem Recht im Sinne der Paragraphen 1175, ff ABGB. Beide Teile haben ihre Mühe, Kapital und sonstigen Sachwerte zu dem Zwecke vereinigt, um das Haus zu errichten und daran zu partizipieren. Ein derartiger Vertrag ist formlos und unterliegt auch zwischen Ehegatten nicht der Form des Notariatsaktes. EntscheidungstexteTE OGH 1954-04-29 1 Ob 800/53 TE OGH 1955-03-02 2 Ob 95/77 Beisatz: Gemeinsame Führung eines Bauunternehmens. (T1) Veröff: JBl 1955,521 TE OGH 1957-02-13 3 Ob 56/57 TE OGH 1959-10-21 6 Ob 334/59 Beisatz: Gemeinsamer Kauf eines Hauses. (T2) TE OGH 1960-10-21 1 Ob 227/60 Veröff: JBl 1961,281 TE OGH 1961-05-12 2 Ob 116/61 TE OGH 1962-12-19 6 Ob 318/62 Veröff: RZ 1963,51 = JBl 1963,264 TE OGH 1963-03-13 6 Ob 47/63 Veröff: EvBl 1963/243 S 349 TE OGH 1964-04-28 6 Ob 123/64 Zweiter Rechtsgang zu 6 Ob 318/62 TE OGH 1964-04-29 8 Ob 13/64 Veröff: JBl 1964,565 TE OGH 1965-06-01 3 Ob 78/65 nur: Ein derartiger Vertrag ist formlos und unterliegt auch zwischen Ehegatten nicht der Form des Notariatsaktes. (T3) TE OGH 1967-09-12 8 Ob 194/67 nur: Das zwischen Ehegatten bezüglich der Errichtung des Hauses begründete Rechtsverhältnis ist eine Erwerbsgesellschaft nach bürgerlichem Recht im Sinne der §§ 1175 ff ABGB. Beide Teile haben ihre Mühe, Kapital und sonstigen Sachwerte zu dem Zwecke vereinigt, um das Haus zu errichten und daran zu partizipieren. (T4) Beisatz: Gemeinsame Führung eines vom Ehemann gepachteten Gasthausbetriebes. (T5)nur: Das zwischen Ehegatten bezüglich der Errichtung des Hauses begründete Rechtsverhältnis ist eine Erwerbsgesellschaft nach bürgerlichem Recht im Sinne der Paragraphen 1175, ff ABGB. Beide Teile haben ihre Mühe, Kapital und sonstigen Sachwerte zu dem Zwecke vereinigt, um das Haus zu errichten und daran zu partizipieren. (T4) Beisatz: Gemeinsame Führung eines vom Ehemann gepachteten Gasthausbetriebes. (T5) TE OGH 1968-06-19 5 Ob 101/68 nur T3 TE OGH 1968-10-02 5 Ob 202/68 nur T4; Veröff: QuHGZ 1969/181 TE OGH 1969-03-07 1 Ob 49/69 TE OGH 1971-07-01 1 Ob 179/71 TE OGH 1969-08-27 5 Ob 169/69 Veröff: MietSlg 21245 TE OGH 1971-07-14 7 Ob 98/71 nur T3 TE OGH 1972-03-15 7 Ob 69/72 nur T4; nur T3; Beisatz: Hier gemeinsamer Kauf eines Hauses. (T6) TE OGH 1973-08-22 7 Ob 145/73 Beisatz: Hier zwischen Mutter und Sohn. (T7) TE OGH 1974-05-22 1 Ob 83/74 TE OGH 1977-04-19 3 Ob 511/77 Vgl auch TE OGH 1978-11-16 6 Ob 688/78 nur T4; Veröff: GesRZ 1979,116 TE OGH 1978-11-23 6 Ob 731/78 Beisatz: Autobusunternehmen (T8) TE OGH 1979-12-14 1 Ob 730/79 Veröff: EFSlg 33723 TE OGH 1980-03-25 5 Ob 743/79 Auch TE OGH 1982-03-10 3 Ob 653/81 nur T4 TE OGH 1982-06-30 3 Ob 549/82 Auch TE OGH 1984-06-28 7 Ob 587/84 nur T3; Beis wie T1; Beisatz: Auch die Auseinandersetzung im Zuge der Auflösung einer solchen Gesellschaft bedarf nicht des Notariatsaktes. (T9) TE OGH 1984-12-18 4 Ob 525/84 Vgl auch; Beisatz: Folgende Umstände können für das Zustandekommen einer Erwerbsgesellschaft sprechen, nämlich, dass die Ehepartner "das Wohnhaus und das Grundstück ... gemeinsam ausgesucht, gemeinsam geplant, während des Baus das jeweils notwendig Werdende gemeinsam besprochen und irgendwelche Einwirkungsrechte und Mitwirkungsrechte einander zugestanden haben", ferner "eine gemeinsame Besprechung der Hausangelegenheiten, der Kostenkalkulation und der Kostentragung" und "eine ausdrückliche Vereinbarung, dass die Ehepartner ihr Kapital, ihr Einkommen und ihre Arbeitskraft zur Errichtung des Wohnhauses vereint haben. (T10) TE OGH 1986-10-02 7 Ob 635/86 Auch; nur T4; Veröff: SZ 59/161 = RdW 1987,80 = RZ 1987/41 S 171 = WBl 1987,12 = GesRZ 1987,41 TE OGH 1987-10-07 3 Ob 545/87 Auch; nur T4; Beisatz: Vereinigung muss über die eheliche Beistandspflicht hinausgehen. (T11) Veröff: MietSlg XXXIX/44 = JBl 1988,516 (Kerschner) TE OGH 1993-03-17 3 Ob 515/92 nur T3; Beisatz: Führung einer Landwirtschaft. (T12) Veröff: NZ 1993,62 TE OGH 1993-06-17 6 Ob 550/93 Auch; Beis wie T12 TE OGH 2001-02-28 9 Ob 38/01f Vgl auch; Beisatz: Ob durch das Zusammenwirken von Ehegatten bei Erbauung eines Hauses - sei es auch formlos - eine Erwerbsgesellschaft bürgerlichen Rechtes zustande gekommen ist, kann immer nur nach den Gesamtumständen des Falles beurteilt werden. (T13) TE OGH 2006-04-20 5 Ob 297/05w nur T3; Beis wie T12; Veröff: SZ 2006/63 TE OGH 2009-12-15 5 Ob 174/09p Vgl; Beisatz: Ehegatten, aber auch Lebensgefährten können durch gemeinsamen Erwerb, Errichtung oder den Ausbau eines Hauses unter bestimmten Voraussetzungen eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts begründen. Voraussetzung dafür ist aber ein ausdrücklich oder schlüssig zustande gekommener Gesellschaftsvertrag. Das gemeinsame Wirtschaften und Wohnen der Lebensgefährten allein reicht dazu nicht aus. (T14); Beisatz: Nicht jede Lebensgemeinschaft ist von vornherein eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Für die Bejahung einer Gesellschaft wird eine Gemeinschaftsorganisation verlangt, die jedem Vertragspartner gewisse Einwirkungs- und Mitwirkungsrechte verschafft. (T15); Beisatz: Für die Annahme des schlüssigen Zustandekommens einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts genügt die Aussicht, später Mitbewohner eines zu erwerbenden oder zu schaffenden Hauses zu werden, nicht. (T16) TE OGH 2018-06-19 1 Ob 95/18d Vgl auch; Beisatz: Gemeinsames Wirtschaften und Wohnen von Lebensgefährten reicht allein für die Begründung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts noch nicht aus. (T17); Beisatz: Hier: Umso weniger liegt eine solche vor, wenn die Rückzahlung der darlehensweise zur Verfügung gestellten Beträge ausdrücklich vereinbart war. (T18) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1954:RS0022396
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