RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0044219 Entscheidungsdatum28.10.1954 Geschäftszahl2Ob663/54; 1Ob394/58; 4Ob521/62; 1Ob284/62; 8Ob97/65; 8Ob362/66; 3Ob5/67; 5Ob158/67; 3Ob1/68; 5Ob34/69; 8Ob106/69; 7Ob12/70; 3Ob13/71; 1Ob57/72; 7Ob163/72 (7Ob164/72); 5Ob41/73; 5Ob316/74 (5Ob317/74); 4Ob306/75; 6Ob18/75; 8Ob131/75; 4Ob78/75; 1Ob636/76; 4Ob308/77; 5Ob319/77; 5Ob35/77; 5Ob12/80; 1Ob532/84; 4Ob330/87; 7Ob643/90; 1Ob590/93; 7Ob2316/96f; 8Ob111/04p; 3Ob236/06m; 6Ob99/07p; 7Ob95/08h; 6Ob262/08k; 10ObS165/19s NormZPO §528 Abs1 C3 RechtssatzDer Gebrauch anderer Gründe macht die rekursgerichtliche Entscheidung nicht zu einer abändernden, denn die Entscheidungsgründe sind für sich allein einer Anfechtung nicht fähig (Erste Instanz wies die Unzuständigkeitseinrede wegen einer Verspätung zurück; das Rekursgericht bestätigte jedoch deshalb, weil das Erstgericht in einem früheren in Rechtskraft erwachsenen Beschluss seine Zuständigkeit bereits bejaht hatte). EntscheidungstexteTE OGH 1954-10-28 2 Ob 663/54 TE OGH 1958-11-05 1 Ob 394/58 Beisatz: erste Instanz: Unzulässigkeit des Rechtsweges, zweite Instanz res judicata. (T1) TE OGH 1962-10-23 4 Ob 521/62 Veröff: JBl 1964,42 TE OGH 1963-01-09 1 Ob 284/62 Veröff: EvBl 1963/286 S 401 TE OGH 1965-03-30 8 Ob 97/65 TE OGH 1967-01-10 8 Ob 362/66 nur: Der Gebrauch anderer Gründe macht die rekursgerichtliche Entscheidung nicht zu einer abändernden, denn die Entscheidungsgründe sind für sich allein einer Anfechtung nicht fähig. (T2) TE OGH 1967-01-25 3 Ob 5/67 nur T2 TE OGH 1967-09-06 5 Ob 158/67 nur T2 TE OGH 1968-01-10 3 Ob 1/68 Beisatz: Hier: Zurückweisung wegen Verspätung beziehungsweise Unzulässigkeit. (T3) Veröff: EvBl 1968/280 S 463 TE OGH 1969-02-12 5 Ob 34/69 nur T2; Beisatz: Mit weiteren Ausführungen. (T4) Veröff: EvBl 1969/266 S 398 TE OGH 1969-06-24 8 Ob 106/69 nur T2; Beisatz: Erste Instanz: Örtliche Unzuständigkeit; zweite Instanz: Ausspruch der Nichtigkeit des Verfahrens wegen der Bindungswirkung einer früheren Klagszurückweisung. (T5) TE OGH 1970-02-04 7 Ob 12/70 nur T2; Veröff: EvBl 1970/211 S 352 TE OGH 1971-02-17 3 Ob 13/71 nur T2 TE OGH 1972-04-05 1 Ob 57/72 TE OGH 1972-07-19 7 Ob 163/72 Veröff: MietSlg 24589 TE OGH 1973-02-28 5 Ob 41/73 Beisatz: Jedenfalls liegt eine bestätigende Entscheidung vor, wenn der Spruch des Rekursgerichtes den Beschwerdeführer nicht mehr belastet, als der Spruch des Gerichtes erster Instanz. (Hier bestätigte das Rekursgericht die Zurückweisung der Klage mangels Vorliegens der Voraussetzungen des § 104 JN und verneinte außerdem den vom Kläger im Rekurs behaupteten Gerichtsstand des § 88 JN). (T6)Beisatz: Jedenfalls liegt eine bestätigende Entscheidung vor, wenn der Spruch des Rekursgerichtes den Beschwerdeführer nicht mehr belastet, als der Spruch des Gerichtes erster Instanz. (Hier bestätigte das Rekursgericht die Zurückweisung der Klage mangels Vorliegens der Voraussetzungen des Paragraph 104, JN und verneinte außerdem den vom Kläger im Rekurs behaupteten Gerichtsstand des Paragraph 88, JN). (T6) TE OGH 1974-12-18 5 Ob 316/74 nur T2 TE OGH 1975-02-26 4 Ob 306/75 nur T2; Veröff: ÖBl 1975,89 TE OGH 1975-02-27 6 Ob 18/75 nur T2 TE OGH 1975-07-02 8 Ob 131/75 nur T2 TE OGH 1976-01-13 4 Ob 78/75 Veröff: JBl 1976,444 TE OGH 1976-06-30 1 Ob 636/76 nur T2; Veröff: SZ 49/87 TE OGH 1977-02-22 4 Ob 308/77 nur T2 TE OGH 1977-11-08 5 Ob 319/77 nur T2 TE OGH 1978-01-10 5 Ob 35/77 nur T2 TE OGH 1980-09-09 5 Ob 12/80 nur T2 TE OGH 1984-03-14 1 Ob 532/84 nur T2 TE OGH 1987-03-24 4 Ob 330/87 Vgl auch TE OGH 1990-09-27 7 Ob 643/90 nur T2 TE OGH 1993-09-21 1 Ob 590/93 Auch; nur T2 TE OGH 1996-10-23 7 Ob 2316/96f Auch; nur T2; Beisatz: Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn die Rechtsfolgewirkung des Beschlusses zweiter Instanz eine andere als jene des Beschlusses erster Instanz ist. (T7) TE OGH 2005-05-30 8 Ob 111/04p Vgl auch TE OGH 2006-11-30 3 Ob 236/06m nur T2 TE OGH 2007-05-25 6 Ob 99/07p Auch; Beis wie T7; Beisatz: Das Erstgericht hat den Wiedereinsetzungsantrag im Wesentlichen mit der Begründung abgewiesen, darin, dass sich die beklagte Partei nicht darum gekümmert habe, einen Schlüssel für das Hausbrieffach zu erhalten, liege ein die Bewilligung der Wiedereinsetzung ausschließendes grobes Verschulden. Das Rekursgericht hat sich mit den inhaltlichen Einwendungen der beklagten Partei gegen die Richtigkeit dieser Entscheidung nicht auseinandergesetzt, sondern lediglich im Hinblick auf die von ihm angenommene Gesetzwidrigkeit des Zustellvorgangs den Wiedereinsetzungsantrag zurückgewiesen (keine Anwendung der Konformatsregel des § 528 Abs 2 Z 2 ZPO). (T8)Auch; Beis wie T7; Beisatz: Das Erstgericht hat den Wiedereinsetzungsantrag im Wesentlichen mit der Begründung abgewiesen, darin, dass sich die beklagte Partei nicht darum gekümmert habe, einen Schlüssel für das Hausbrieffach zu erhalten, liege ein die Bewilligung der Wiedereinsetzung ausschließendes grobes Verschulden. Das Rekursgericht hat sich mit den inhaltlichen Einwendungen der beklagten Partei gegen die Richtigkeit dieser Entscheidung nicht auseinandergesetzt, sondern lediglich im Hinblick auf die von ihm angenommene Gesetzwidrigkeit des Zustellvorgangs den Wiedereinsetzungsantrag zurückgewiesen (keine Anwendung der Konformatsregel des Paragraph 528, Absatz 2, Ziffer 2, ZPO). (T8) TE OGH 2008-05-15 7 Ob 95/08h Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Eine Partei wird durch eine Bestätigung mit anderen Gründen dann mehr belastet, wenn ein mit abweichenden Gründen des Rekursgerichts in Rechtskraft erwachsener Beschluss für sie nachteiligere Rechtsfolgen hätte als eine Bestätigung auch in den Gründen. (T9) TE OGH 2008-12-17 6 Ob 262/08k Auch; Beis wie T7; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Abweisung eines Wiedereinsetzungsantrags. (T10) TE OGH 2019-12-17 10 ObS 165/19s European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1954:RS0044219
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