RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0070966 Entscheidungsdatum29.09.2025 Geschäftszahl7Ob73/56; 2Ob647/56; 1Ob121/70; 5Ob179/74; 6Ob804/77; 8Ob584/88; 2Ob514/89 (2Ob515/89); 7Ob552/94; 3Ob115/98b; 8Ob195/99f; 1Ob31/01t; 7Ob208/02t; 3Ob183/03p; 5Ob1/04i; 7Ob175/04t; 6Ob96/06w; 3Ob235/05p; 3Ob278/06p; 8Ob15/08a; 1Ob122/08k; 8Ob23/10f; 7Ob228/10w; 1Ob211/11b; 1Ob145/12y; 6Ob163/13h; 9Ob12/14a; 8Ob11/14x; 3Ob201/16d; 1Ob216/17x; 5Ob93/18i; 10Ob58/19f; 4Ob182/19x; 3Ob112/23a; 6Ob77/24b; 6Ob182/24v; 1Ob63/25h; 4Ob207/24f NormNWG §1 NWG §4 RechtssatzDie Bestimmungen des NWG müssen einschränkend ausgelegt werden. EntscheidungstexteTE OGH 1956-02-22 7 Ob 73/56 TE OGH 1957-02-20 2 Ob 647/56 TE OGH 1970-07-02 1 Ob 121/70 LwBetr 1972,120 TE OGH 1974-10-23 5 Ob 179/74 Beisatz: Die Fälle der Bewilligung einer neuen Wegeanlage sollen möglichst eingeschränkt werden. (T1) TE OGH 1978-03-02 6 Ob 804/77 TE OGH 1989-02-23 8 Ob 584/88 Veröff: RZ 1989/45 S 120 TE OGH 1989-02-28 2 Ob 514/89 TE OGH 1994-06-29 7 Ob 552/94 Veröff: SZ 67/119 TE OGH 1998-05-27 3 Ob 115/98b TE OGH 1999-12-22 8 Ob 195/99f Beisatz: Grundsätzlich hat der Erwerber eines Grundstückes für dessen hinreichende Verbindung mit dem öffentlichen Wegenetz selbst Vorsorge zu treffen. (T2) TE OGH 2001-04-24 1 Ob 31/01t TE OGH 2002-12-11 7 Ob 208/02t Beis wie T2 TE OGH 2003-09-26 3 Ob 183/03p Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 2003/113 TE OGH 2004-02-24 5 Ob 1/04i TE OGH 2004-07-28 7 Ob 175/04t TE OGH 2006-05-24 6 Ob 96/06w TE OGH 2006-06-27 3 Ob 235/05p TE OGH 2007-03-29 3 Ob 278/06p Beisatz: Aus § 4 NWG ist insgesamt abzuleiten, dass der durch den Notweg betroffene Liegenschaftseigentümer möglichst wenig belastet werden soll. (T3); Veröff: SZ 2007/52Beisatz: Aus Paragraph 4, NWG ist insgesamt abzuleiten, dass der durch den Notweg betroffene Liegenschaftseigentümer möglichst wenig belastet werden soll. (T3); Veröff: SZ 2007/52 TE OGH 2008-04-03 8 Ob 15/08a Beisatz: Die Verpflichtung zur Duldung eines Notwegs ist daher nur dann gerechtfertigt, wenn sie die einzige Möglichkeit darstellt, wichtige Interessen des Antragstellers zu wahren. (T4) TE OGH 2009-02-26 1 Ob 122/08k Beis wie T2 TE OGH 2010-03-23 8 Ob 23/10f Auch; Beisatz: Im Sinn des Grundsatzes der einschränkenden Auslegung der Bestimmungen zur Einräumung eines Notwegs ist zu Gunsten der geschützten Grundflächen (hier Haus‑ bzw Vorgärten) kein kleinlicher Maßstab anzulegen. (T5) Beisatz: Die Bewilligung einer neuen Weganlage ist restriktiv zu handhaben. Eine sich auf einen schon bestehenden Weg beziehende Notwegvariante schließt eine neue Weganlage daher in der Regel aus, außer sie erweist sich als unzumutbar. Der Notwegebedürftige muss demnach auf eine schon bestehende Wegvariante zurückgreifen, auch wenn die Distanz zur Anbindung an das öffentliche Wegenetz größer wird und die Kosten für die Herstellung und Erhaltung dieser Verbindung höher sind. (T6) TE OGH 2011-05-11 7 Ob 228/10w TE OGH 2011-12-22 1 Ob 211/11b Beis wie T5 TE OGH 2012-09-06 1 Ob 145/12y Auch; Beis wie T2; Beis wie T4 TE OGH 2013-11-28 6 Ob 163/13h Beisatz: Hier: Die bisherige Benützbarkeit des Hauses als Sommerhaus rechtfertigt keinen Notweg, zumal ein benützbarer Fußweg zum Haus vorhanden ist. (T7) TE OGH 2014-04-29 9 Ob 12/14a TE OGH 2014-09-29 8 Ob 11/14x Beisatz: Das NWG bildet keine Rechtsgrundlage für einen Anspruch auf bloße Verbindung zweier durch ein fremdes Grundstück getrennter Liegenschaften, selbst wenn deren sinnvolle Nutzung von einer solchen Verbindung abhängig wäre. (T8) TE OGH 2016-11-23 3 Ob 201/16d Beis wie T5 TE OGH 2017-12-15 1 Ob 216/17x TE OGH 2018-06-12 5 Ob 93/18i Auch; Beis wie T2 TE OGH 2019-10-15 10 Ob 58/19f Beis wie T3; Beis wie T5 TE OGH 2020-03-30 4 Ob 182/19x TE OGH 2023-06-21 3 Ob 112/23a vgl; Beisatz wie T5 TE OGH 2024-06-18 6 Ob 77/24b TE OGH 2024-11-06 6 Ob 182/24v TE OGH 2025-06-24 1 Ob 63/25h TE OGH 2025-09-29 4 Ob 207/24f Beisatz wie T1; Beisatz wie T2; Beisatz wie T3; Beisatz wie T4 Beisatz: Hier: die Eigentümerin eines Grundstücks will im Gartensiedlungsgebiet ein Wohnhaus errichten und dafür einen bestehenden Fußweg zu einer Zufahrt für PKW und LWK ausbauen lassen, wozu ua eine Stützmauer der Antragsgegner zurückversetzt werden muss. Besonders berücksichtigt wurde, dass die Flächen aufgrund eines von den Antragsgegnern selbst erwirkten Teilungsplans bereits als Verkehrsflächen gewidmet und nach Abtragung der darauf befindlichen Baulichkeiten in das öffentliche Gut zu übertragen sind (auch wenn dies in absehbarer Zeit nicht zu erwarten war). (T9) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1956:RS0070966
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.