RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0026412 Entscheidungsdatum27.01.2026 Geschäftszahl2Ob75/56; 4Ob508/60; 2Ob102/59; 8Ob342/64; 6Ob582/81; 5Ob550/81; 3Ob648/81; 5Ob652/81; 3Ob560/84; 8Ob525/88 (8Ob526/88); 7Ob648/89; 6Ob688/90; 2Ob538/92; 2Ob590/92; 1Ob532/94; 7Ob601/94; 4Ob509/95; 4Ob554/95; 10Ob2348/96h; 10Ob2350/96b; 2Ob235/97s; 6Ob3/98d; 7Ob337/98d; 1Ob254/99f; 6Ob258/00k; 7Ob321/00g; 8Ob134/01s; 6Ob139/02p; 8Ob127/02p; 6Ob37/06v; 6Ob240/06x; 7Ob255/07m; 8Ob30/11m; 3Ob128/11m; 2Ob97/11w; 5Ob186/11f; 1Ob172/12v; 7Ob191/12g; 3Ob233/13f; 8Ob93/15g; 1Ob244/16p; 4Ob172/17y; 9Ob80/24s; 9Ob113/25w NormABGB §1298 ABGB §1299 B RechtssatzDer Schadenersatz begehrende Kläger muss das Vorliegen oder doch einen hohen Grad von Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen eines ärztlichen Kunstfehlers beweisen. Sodann hat die beklagte Partei die Schuldlosigkeit des Operateurs zu beweisen (Strumaoperation, Entfernung der Epithelkörperchen). EntscheidungstexteTE OGH 1956-02-29 2 Ob 75/56 Veröff: SZ 29/16 = EvBl 1956/249 S 466 = EvBl 1956/258 S 470 TE OGH 1960-03-15 4 Ob 508/60 nur: Der Schadenersatz begehrende Kläger muss das Vorliegen oder doch einen hohen Grad von Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen eines ärztlichen Kunstfehlers beweisen. (T1) TE OGH 1959-06-24 2 Ob 102/59 TE OGH 1964-12-15 8 Ob 342/64 TE OGH 1981-03-30 6 Ob 582/81 Vgl auch TE OGH 1981-04-07 5 Ob 550/81 nur T1 TE OGH 1982-02-24 3 Ob 648/81 nur T1 TE OGH 1983-02-15 5 Ob 652/81 nur: Der Schadenersatz begehrende Kläger muss das Vorliegen oder doch einen hohen Grad von Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen eines ärztlichen Kunstfehlers beweisen. Sodann hat die beklagte Partei die Schuldlosigkeit des Operateurs zu beweisen. (T2) TE OGH 1985-10-02 3 Ob 560/84 Auch TE OGH 1989-03-16 8 Ob 525/88 nur T2; Veröff: SZ 62/53 = RZ 1990/101 S 276 TE OGH 1989-11-09 7 Ob 648/89 Auch; Beisatz: Hier: Intravenöse Injektion von Zytostatika, die ins Gewerbe eindringen. (T3) Veröff: JBl 1990,524 (Holzer) TE OGH 1990-12-20 6 Ob 688/90 Auch; nur: Sodann hat die beklagte Partei die Schuldlosigkeit des Operateurs zu beweisen. (T4) Beisatz: Beklagte ist beweispflichtig für Mangel der Kausalität der dem Chirurgen bei der Operationsvorbereitung unterlaufenen Leichtfertigkeit, die die Gefahr eines Operationsfehlschlages erhöhte. (T5) TE OGH 1992-06-17 2 Ob 538/92 Auch; Beisatz: Ansteckung eines Kindes während eines Krankenhausaufenthaltes mit einem gefährlichen Krankheitserreger. (T6) TE OGH 1993-07-08 2 Ob 590/92 nur T2 TE OGH 1994-01-25 1 Ob 532/94 Auch; nur T1; Veröff: SZ 67/9 TE OGH 1994-11-23 7 Ob 601/94 nur T4 TE OGH 1995-01-31 4 Ob 509/95 nur T1 TE OGH 1995-11-07 4 Ob 554/95 Auch; nur T1; Beisatz: Den Beweis des Vorliegens eines Behandlungsfehlers und seiner Kausalität in Bezug auf den eingetretenen Schaden hat im Sinne der allgemeinen Schadenersatzregeln grundsätzlich der Patient zu führen. (T7) Veröff: SZ 68/207 TE OGH 1996-09-03 10 Ob 2348/96h Auch; nur T1; Beis wie T7; Beisatz: Dies gilt auch, wenn nicht ein Spitalsarzt, sondern ein in der Krankenanstalt tätiger Physiotherapeut (oder eine Physiotherapeutin) nicht nach Maßgabe der Wissenschaft und Erfahrung vorgegangen ist oder die übliche Sorgfalt eines ordentlichen pflichtgetreuen Durchschnittsphysiotherapeuten in der konkreten Situation vernachlässigt hat. (T8) Veröff: SZ 69/198 TE OGH 1996-09-03 10 Ob 2350/96b Auch; nur T1; Beis wie T7 Veröff: SZ 69/199 TE OGH 1997-09-04 2 Ob 235/97s Vgl auch TE OGH 1998-10-29 6 Ob 3/98d Vgl auch; Beisatz: Für den Kausalitätsbeweis reicht wegen der besonderen Schwierigkeit eines exakten Beweises der Anscheinsbeweis durch den Patienten aus. (T9) Beisatz: Bleibt die gewählte Maßnahme hinter dem in Fachkreisen anerkannten Standard der besten Vorsorge vor unbeabsichtigter Schädigung durch Nebenwirkungen der Operation zurück, dann hat der Krankenhausträger den Beweis der Schuldlosigkeit zu erbringen. (T10) TE OGH 1998-12-01 7 Ob 337/98d Vgl auch TE OGH 1999-11-23 1 Ob 254/99f Auch; nur T1; Veröff: SZ 72/183 TE OGH 2001-03-15 6 Ob 258/00k Auch; nur T1 TE OGH 2001-05-17 7 Ob 321/00g nur T1; Beis wie T7; Beis wie T9 TE OGH 2001-08-16 8 Ob 134/01s Vgl; Beis wie T7 TE OGH 2002-06-20 6 Ob 139/02p TE OGH 2002-08-29 8 Ob 127/02p Vgl; Beis wie T7; Veröff: SZ 2002/110 TE OGH 2006-04-06 6 Ob 37/06v Vgl auch; Beisatz: Den Beweis des Vorliegens eines Behandlungsfehlers hat der Patient zu führen. (T11) Beisatz: Die Frage nach der Verteilung der Beweislast bei Unterlassung einer Dokumentation kann erst dann bedeutsam werden, wenn die für den Verfahrensausgang als wesentlich erachteten Tatsachen nicht festgestellt werden können. (T12) TE OGH 2006-12-21 6 Ob 240/06x nur T1; Beis ähnlich wie T9 TE OGH 2007-12-12 7 Ob 255/07m Vgl auch; Beis wie T9; Beisatz: Es ist das reduzierte Beweismaß einer bloß „deutlich überwiegenden" Wahrscheinlichkeit anzulegen. (T13) TE OGH 2011-03-22 8 Ob 30/11m TE OGH 2011-08-24 3 Ob 128/11m Vgl; Beis ähnlich wie T9; Beis wie T13 TE OGH 2011-06-22 2 Ob 97/11w Vgl auch; Auch Beis wie T13 TE OGH 2011-11-09 5 Ob 186/11f nur T1 TE OGH 2012-10-11 1 Ob 172/12v Vgl; Beis wie T13 TE OGH 2012-11-14 7 Ob 191/12g Auch TE OGH 2013-12-19 3 Ob 233/13f Beisatz: Hier: Behauptete Verletzung im Zuge einer Fußpflege. (T14) TE OGH 2015-09-29 8 Ob 93/15g Auch; nur T4; Beisatz: Steht ein Behandlungsfehler objektiv fest, kehrt sich gemäß § 1298 ABGB die Beweislast für das Verschulden des Verursachers um. (T15)Auch; nur T4; Beisatz: Steht ein Behandlungsfehler objektiv fest, kehrt sich gemäß Paragraph 1298, ABGB die Beweislast für das Verschulden des Verursachers um. (T15) TE OGH 2017-01-31 1 Ob 244/16p Auch; Beisatz: Hier: Fehldiagnose. (T16) TE OGH 2017-10-24 4 Ob 172/17y Auch; Beisatz: Hier: Psychotherapeutischer Behandlungsvertrag. (T17) TE OGH 2025-01-22 9 Ob 80/24s Beisatz wie T12 TE OGH 2026-01-27 9 Ob 113/25w Beisatz wie T1; Beisatz wie T11 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1956:RS0026412
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