RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0057464 Entscheidungsdatum26.06.2020 Geschäftszahl7Ob209/57; 6Ob129/58; 1Ob142/69; 6Ob36/70; 1Ob289/70; 6Ob85/73; 1Ob625/76 (1Ob626/76); 7Ob608/77; 7Ob707/77 (7Ob708/77); 2Ob578/77; 4Ob533/78 (4Ob534/78); 7Ob783/78; 6Ob567/79; 6Ob586/82; 7Ob761/82; 2Ob525/83; 6Ob602/84; 6Ob711/83 (6Ob712/83); 4Ob520/84; 8Ob646/84; 8Ob575/85 (8Ob576/85); 2Ob557/87; 2Ob558/87; 6Ob605/87; 6Ob513/88; 7Ob581/88 (7Ob582/88); 8Ob573/88; 7Ob719/88; 4Ob511/89 (4Ob512/89); 6Ob526/89 (6Ob527/89); 1Ob45/02b; 8Ob33/03s; 5Ob8/11d; 3Ob246/19a NormEheG §60 Abs2 RechtssatzDie Prüfung, ob die Schuld des einen der Ehegatten überwiegt, hat sich nicht nur auf die Schwere der Verfehlungen an sich, sondern auch darauf zu erstrecken, in welchem Umfang die beiderseitigen Verfehlungen zu der schließlich eingetretenen Zerrüttung der Ehe beigetragen haben. Das Maß der Schuld hängt nicht nur davon ab, ob ein Verstoß gegen eine wesentliche oder geringere Pflicht vorliegt, sondern insbesondere von den Umständen, unter denen es zu den Verfehlungen gekommen ist. EntscheidungstexteTE OGH 1957-05-08 7 Ob 209/57 TE OGH 1958-06-04 6 Ob 129/58 TE OGH 1969-08-29 1 Ob 142/69 nur: Die Prüfung, ob die Schuld des einen der Ehegatten überwiegt, hat sich nicht nur auf die Schwere der Verfehlungen an sich, sondern auch darauf zu erstrecken, in welchem Umfang die beiderseitigen Verfehlungen zu der schließlich eingetretenen Zerrüttung der Ehe beigetragen haben. (T1) Veröff: EFSlg 12028 TE OGH 1970-02-25 6 Ob 36/70 nur T1; Veröff: EFSlg 13957 TE OGH 1971-02-11 1 Ob 289/70 TE OGH 1973-04-05 6 Ob 85/73 nur T1 TE OGH 1976-06-30 1 Ob 625/76 TE OGH 1977-09-01 7 Ob 608/77 nur T1 TE OGH 1977-11-17 7 Ob 707/77 nur T1 TE OGH 1978-02-09 2 Ob 578/77 nur T1 TE OGH 1978-06-13 4 Ob 533/78 Ähnlich TE OGH 1979-02-01 7 Ob 783/78 nur T1 TE OGH 1979-04-25 6 Ob 567/79 nur T1; Veröff: EFSlg 34047 TE OGH 1982-10-06 6 Ob 586/82 Beisatz: Es kann durchaus sein, daß spätere schwere Eheverfehlungen des einen Gatten sich nur als Folge der bereits durch Verschulden des anderen Teiles eingetretenen Zerrüttung darstellen und die früheren Eheverfehlungen, ungeachtet ihres geringeren Schuldgehaltes für die Entwicklung der Ehe bedeutsamer waren als nachfolgende, an sich schwerwiegende Eheverfehlungen. (T2) TE OGH 1982-11-11 7 Ob 761/82 Beisatz: Sowie, davon, wie weit die Eheverfehlungen einander bedingten. (T3) Beis wie T2 TE OGH 1983-05-31 2 Ob 525/83 TE OGH 1984-06-20 6 Ob 602/84 nur T1; Beisatz: Hier: Verschuldensausspruch nach § 61 Abs 3 EheG. (T4)nur T1; Beisatz: Hier: Verschuldensausspruch nach Paragraph 61, Absatz 3, EheG. (T4) TE OGH 1984-07-12 6 Ob 711/83 Auch; nur T1 TE OGH 1985-02-27 4 Ob 520/84 auch TE OGH 1985-02-28 8 Ob 646/84 nur T1 TE OGH 1985-12-11 8 Ob 575/85 TE OGH 1987-05-12 2 Ob 557/87 Auch TE OGH 1987-05-26 2 Ob 558/87 Auch; nur T1 TE OGH 1987-07-02 6 Ob 605/87 nur T1 TE OGH 1988-02-25 6 Ob 513/88 Auch TE OGH 1988-05-19 7 Ob 581/88 Auch TE OGH 1988-06-23 8 Ob 573/88 Auch; Beisatz: Zu berücksichtigen ist, wer den entscheidenden Beitrag zur unheilbaren Zerrüttung der Ehe geleistet hat. (T5) TE OGH 1988-12-15 7 Ob 719/88 nur T1 TE OGH 1989-03-14 4 Ob 511/89 nur T1 TE OGH 1989-03-16 6 Ob 526/89 nur T1; Beis wie T5 TE OGH 2002-03-22 1 Ob 45/02b Auch; Beis wie T2 TE OGH 2003-08-07 8 Ob 33/03s Auch TE OGH 2011-02-09 5 Ob 8/11d Vgl auch; Beis wie T5 TE OGH 2020-06-26 3 Ob 246/19a European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1957:RS0057464
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.