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{'item': '1Ob538/57; 6Ob267/58; 1Ob424/61; 6Ob99/64; 7Ob199/66; 6Ob375/66; 6Ob163/66; 6Ob233/66; 4Ob348/67; 4Ob21/70; 4Ob44/70; 4Ob67/71; 1Ob103/75; 5

RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0039811 Entscheidungsdatum17.02.2023 Geschäftszahl1Ob538/57; 6Ob267/58; 1Ob424/61; 6Ob99/64; 7Ob199/66; 6Ob375/66; 6Ob163/66; 6Ob233/66; 4Ob348/67; 4Ob21/70; 4Ob44/70; 4Ob67/71; 1Ob103/75; 5Ob681/76; 5Ob625/76; 7Ob580/77; 3Ob524/81; 6Ob599/81; 1Ob7/83 (1Ob8/83; 1Ob9/83); 8Ob508/85; 1Ob19/87; 2Ob1524/95; 5Ob209/07g; 3Ob23/11w; 1Ob15/11d; 4Ob160/11z; 5Ob49/12k; 1Ob212/13b; 2Ob119/13h; 8Ob134/17i; 9Ob19/18m; 2Ob83/21a; 10ObS141/22s; 6Ob20/23v NormJN §42 Abs3 Ac ZPO §240 Abs3 CIb RechtssatzVon einer bindenden Wirkung kann nur dann gesprochen werden, wenn eine ausdrückliche Entscheidung, ein Beschluss, über die, wenn auch von Amts wegen aufgeworfene Frage des Bestehens eines Prozesshindernisses vorliegt. Trifft dies nicht zu, hat das Gericht zu den von Amts wegen aufgeworfenen Fragen des Vorliegens eines Prozesshindernisses nur in den Gründen in verneinender Hinsicht Stellung genommen, dann kann von einer bindenden Entscheidung, die anfechtbar ist und angefochten wird, nicht gesprochen werden. EntscheidungstexteTE OGH 1957-11-20 1 Ob 538/57 TE OGH 1958-10-22 6 Ob 267/58 TE OGH 1961-11-29 1 Ob 424/61 Veröff: JBl 1962,315 (mit Glosse von Novak) TE OGH 1964-10-15 6 Ob 99/64 Veröff: JBl 1965,469 TE OGH 1966-11-30 7 Ob 199/66 TE OGH 1966-12-21 6 Ob 375/66 TE OGH 1966-12-21 6 Ob 163/66 Beisatz: Vgl aber die zum Judikat 63 neu angeführten Entscheidungen. (T1) TE OGH 1966-12-30 6 Ob 233/66 TE OGH 1967-12-19 4 Ob 348/67 Veröff: ÖBl 1968,61 TE OGH 1970-04-28 4 Ob 21/70 Veröff: IndS 1971 H5-6,804 = Arb 8761 = SozM VIIA,21 TE OGH 1970-06-09 4 Ob 44/70 Veröff: Arb 8786 TE OGH 1971-09-21 4 Ob 67/71 Beisatz: Von einer Bindungswirkung kann umso weniger die Rede sein, wenn sich die Untergerichte mit der Frage der Zulässigkeit des Rechtsweges nicht ausdrücklich befasst, sondern sie offenbar vorausgesetzt haben. (T2) Veröff: Arb 8901 = SozM IA/d,973 = IndS 1973 H9-10,886 TE OGH 1975-07-02 1 Ob 103/75 Vgl auch; Beisatz: Die Auffassung darüber, ob die übereinstimmende Bejahung einer Prozessvoraussetzung durch die Untergerichte, die sich nur aus den Entscheidungsgründen ergibt, den OGH bindet, gehen auseinander. Jedenfalls aber kann die nur in den Gründen der Entscheidungen von Untergerichte geschehene Bejahung der Parteifähigkeit eines Gebildes, die nicht einmal darauf Bedacht nimmt, ob es einen gesetzlichen Vertreter hat, den OGH nicht binden. (T3) Veröff: SZ 48/76 = EvBl 1976/81 S 155 TE OGH 1976-11-02 5 Ob 681/76 Veröff: SZ 49/126 = EvBl 1977/120 S 271 TE OGH 1976-11-02 5 Ob 625/76 TE OGH 1977-06-02 7 Ob 580/77 TE OGH 1981-07-08 3 Ob 524/81 TE OGH 1981-12-16 6 Ob 599/81 Vgl aber; Veröff: SZ 54/190 = RZ 1982/55 S 199 TE OGH 1983-04-27 1 Ob 7/83 Abweichend TE OGH 1985-07-10 8 Ob 508/85 Abweichend TE OGH 1987-05-26 1 Ob 19/87 Abweichend; Beisatz: Da eine den OGH bindende Entscheidung der Vorinstanzen vorliegt, wenn die Frage des Vorliegens des Prozesshindernisses von den Vorinstanzen übereinstimmend, wenn auch nur in den Gründen der Entscheidung, verneint wurde. (T4) TE OGH 1995-08-24 2 Ob 1524/95 Gegenteilig; Beis wie T4 TE OGH 2008-02-05 5 Ob 209/07g Vgl aber; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Es entspricht einer Linie der Rechtsprechung, dass eine bloß implizite Bejahung der Rechtswegzulässigkeit, etwa durch meritorische Behandlung eines Begehrens, für eine bindende Bejahung der Zulässigkeit des (hier: außerstreitigen) Rechtswegs nicht ausreicht. (T5) TE OGH 2011-04-13 3 Ob 23/11w Vgl auch; Beis wie T2 TE OGH 2011-03-31 1 Ob 15/11d Gegenteilig; Veröff: SZ 2011/43 TE OGH 2011-12-20 4 Ob 160/11z Vgl aber; Beis ähnlich wie T2; Beis ähnlich wie T4; Beis ähnlich wie T5; Veröff: SZ 2011/151 TE OGH 2012-05-16 5 Ob 49/12k Auch; Beis wie T4 TE OGH 2014-01-23 1 Ob 212/13b Vgl; Beis wie T2 TE OGH 2014-02-13 2 Ob 119/13h Vgl; Beisatz: Hier: Rechtskräftiger Beschluss des Rekursgerichts über Zulässigkeit des streitigen Rechtswegs. (T6) TE OGH 2017-11-29 8 Ob 134/17i Vgl; Beis wie T5; nur: Eine bloß implizite Bejahung der Rechtswegszulässigkeit durch meritorische Behandlung reicht für die bindende Bejahung der Zulässigkeit des streitigen Rechtswegs nicht aus. (T7) TE OGH 2018-04-25 9 Ob 19/18m Abweichend; Beisatz: Nach nunmehr ständiger Rechtsprechung ist für eine bindende Entscheidung über eine Prozessvoraussetzung iSd § 42 Abs 3 JN nicht erforderlich, dass das Gericht über ihr Vorliegen ausdrücklich und spruchgemäß entschieden hat. Zwar wird eine bloß implizite Bejahung der Prozessvoraussetzung durch meritorische Behandlung als nicht ausreichend erachtet, sehr wohl aber eine bindende Entscheidung dann angenommen, wenn das Gericht sich mit dem Vorliegen der Prozessvoraussetzung in den Entscheidungsgründen auseinandergesetzt hat. (T8)Abweichend; Beisatz: Nach nunmehr ständiger Rechtsprechung ist für eine bindende Entscheidung über eine Prozessvoraussetzung iSd Paragraph 42, Absatz 3, JN nicht erforderlich, dass das Gericht über ihr Vorliegen ausdrücklich und spruchgemäß entschieden hat. Zwar wird eine bloß implizite Bejahung der Prozessvoraussetzung durch meritorische Behandlung als nicht ausreichend erachtet, sehr wohl aber eine bindende Entscheidung dann angenommen, wenn das Gericht sich mit dem Vorliegen der Prozessvoraussetzung in den Entscheidungsgründen auseinandergesetzt hat. (T8) TE OGH 2021-12-14 2 Ob 83/21a abweichend; Beisatz wie T8 Anm: Veröff: SZ 2021/108Anmerkung, Veröff: SZ 2021/108 TE OGH 2022-12-13 10 ObS 141/22s Vgl; Beis wie T5; nur T7; Beis wie T8 TE OGH 2023-02-17 6 Ob 20/23v Gegenteilig; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Vgl zur nunmehr stRsp RS0114196. (T9) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1957:RS0039811

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