← Österreich

{'item': ['7Ob600/57', '2Ob385/65', '5Ob332/65', '8Ob138/66', '5Ob140/66', '6Ob203/67', '6Ob18/74', '3Ob220/75', '4Ob520/76', '7Ob672/76', '4Ob560/77'

RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0014192 Entscheidungsdatum08.01.1958 Geschäftszahl7Ob600/57; 2Ob385/65; 5Ob332/65; 8Ob138/66; 5Ob140/66; 6Ob203/67; 6Ob18/74; 3Ob220/75; 4Ob520/76; 7Ob672/76; 4Ob560/77; 7Ob557/79; 3Ob594/78; 3Ob593/79; 5Ob603/80 (5Ob604/80); 7Ob702/82; 3Ob688/82; 6Ob591/87; 6Ob2243/96p; 2Ob63/08s; 1Ob129/14y NormABGB §863 CIII; ABGB §986 F RechtssatzEs verstößt gegen den Grundsatz von Treu und Glauben, wenn der Vermieter unbeanständet unaufgewertete Mietzinszahlungen annimmt und nachträglich für einen längeren Zeitraum die Nachzahlung des Differenzbetrages zwischen gezahltem und aufgewertetem Zins begehrt, den der Mieter vielleicht dann gar nicht mehr zu zahlen in der Lage ist und aus dessen Nichtzahlung der Vermieter die mit der Nichtzahlung des Mietzinses verbundene Rechtsfolge der vorzeitigen Vertragsauflösung ableiten könnte. EntscheidungstexteTE OGH 1958-01-08 7 Ob 600/57 Veröff: MietSlg 6280 = JBl 1958,362 = ImmZ 1959,59 = ImmZ 1958,260 TE OGH 1965-12-16 2 Ob 385/65 Veröff: MietSlg 17091 TE OGH 1966-01-27 5 Ob 332/65 Veröff: MietSlg 18157 TE OGH 1966-05-24 8 Ob 138/66 Veröff: MietSlg 18158 TE OGH 1966-07-13 5 Ob 140/66 Veröff: MietSlg 18156 TE OGH 1967-09-06 6 Ob 203/67 Veröff: MietSlg 19101 TE OGH 1974-03-07 6 Ob 18/74 Veröff: MietSlg 26121/4 TE OGH 1975-09-23 3 Ob 220/75 Veröff: MietSlg 27107 TE OGH 1976-04-06 4 Ob 520/76 Veröff: ImmZ 1976,187 TE OGH 1976-10-07 7 Ob 672/76 Beisatz: Hier: Verzicht auf Erhöhung für die Vergangenheit bei unbeanstandeter Annahme des nicht erhöhten Mietzinses durch 9 Jahre. (T1) Veröff: ImmZ 1978,27 TE OGH 1977-11-08 4 Ob 560/77 TE OGH 1979-05-03 7 Ob 557/79 TE OGH 1979-06-27 3 Ob 594/78 TE OGH 1980-09-10 3 Ob 593/79 TE OGH 1980-10-28 5 Ob 603/80 Vgl; Beisatz: Taschengeld des Übergebers. (T2) Veröff: JBl 1982,426 TE OGH 1983-01-27 7 Ob 702/82 TE OGH 1983-02-23 3 Ob 688/82 Auch; Beisatz: Die hiefür maßgebenden Erwägungen sind sicher nicht "generell" bei Dauerschuldverhältnissen maßgebend. (T3) TE OGH 1987-06-04 6 Ob 591/87 Auch; nur: Es verstößt gegen den Grundsatz von Treu und Glauben, wenn der Vermieter unbeanständet unaufgewertete Mietzinszahlungen annimmt und nachträglich für einen längeren Zeitraum die Nachzahlung des Differenzbetrages zwischen gezahltem und aufgewertetem Zins begehrt. (T4) TE OGH 1997-04-24 6 Ob 2243/96p TE OGH 2008-11-13 2 Ob 63/08s Vgl aber; Beisatz: Dem ist entgegen zu halten, dass der Bestandnehmer durch die kurze Verjährungsfrist des § 1486 Z 4 ABGB ohnedies vor übermäßigen Nachzahlungen geschützt ist. Ohne Vorliegen besonderer, im jeweiligen Einzelfall für einen schlüssigen Verzicht sprechender Umstände ist jedoch davon auszugehen, dass der Bestandgeber innerhalb der dreijährigen Verjährungsfrist Wertsicherungsbeträge rückwirkend geltend machen kann. (T5)Vgl aber; Beisatz: Dem ist entgegen zu halten, dass der Bestandnehmer durch die kurze Verjährungsfrist des Paragraph 1486, Ziffer 4, ABGB ohnedies vor übermäßigen Nachzahlungen geschützt ist. Ohne Vorliegen besonderer, im jeweiligen Einzelfall für einen schlüssigen Verzicht sprechender Umstände ist jedoch davon auszugehen, dass der Bestandgeber innerhalb der dreijährigen Verjährungsfrist Wertsicherungsbeträge rückwirkend geltend machen kann. (T5) TE OGH 2014-07-24 1 Ob 129/14y Auch European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1958:RS0014192

🔗 Zur amtlichen Quelle

KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.