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6Ob120/58; 6Ob303/59 (6Ob304/59); 6Ob107/61; 6Ob87/62 (6Ob88/62); 8Ob215/64; 8Ob39/65 (8Ob40/65); 7Ob350/65 (7Ob351/65); 1Ob259/67; 6Ob194/68; 7Ob61/6

RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0036355 Entscheidungsdatum17.12.2025 Geschäftszahl6Ob120/58; 6Ob303/59 (6Ob304/59); 6Ob107/61; 6Ob87/62 (6Ob88/62); 8Ob215/64; 8Ob39/65 (8Ob40/65); 7Ob350/65 (7Ob351/65); 1Ob259/67; 6Ob194/68; 7Ob61/69; 1Ob84/70; 1Ob142/72; 5Ob149/72; 6Ob150/75; 6Ob533/78; 1Ob602/78; 8Ob606/78; 1Ob620/80; 8Ob558/80; 8Ob278/80 (8Ob279/80); 6Ob687/82; 3Ob578/85; 2Ob695/86 (2Ob696/86); 7Ob699/86; 1Ob537/90; 2Ob19/90; 6Ob653/90; 4Ob17/91; 8Ob672/89; 9ObA186/91; 5Ob511/92; 3Ob507/93; 5Ob548/93; 3Ob509/94; 1Ob520/94; 6Ob527/95; 3Ob543/95; 1Ob1607/95; 5Ob72/97t; 5Ob2087/96i; 6Ob132/99a; 2Ob222/01p; 5Ob282/01h; 6Ob86/02v; 1Ob305/02p; 1Ob73/03x; 7Ob149/03t; 9ObA7/04a; 6Ob51/05a; 6Ob275/05t; 6Ob172/05w; 5Ob245/05y; 8ObS4/06f; 8Ob58/06x; 8Ob163/06p; 4Ob240/07h; 5Ob21/09p; 8Ob84/09z; 9ObA87/11a; 8Ob55/12i; 6Ob196/12k; 10Ob50/13w; 1Ob133/14m; 4Ob182/14i; 7Ob6/15f; 3Ob90/15d; 1Ob156/15w; 3Ob7/16z; 4Ob243/17i; 1Ob94/18g; 2Ob139/18g; 5Ob177/21x; 4Ob195/21m; 8Ob159/22y; 10Ob15/24i; 4Ob110/24s; 4Ob178/24s; 3Ob122/25z; 3Ob135/25m NormZPO §84 IZPO §84 römisch eins ZPO §182 ZPO §226 IIA ZPO §496 Abs1 Z1 ZPO §503 Z2 C6 RechtssatzWenn das Berufungsgericht im Gegensatz zum Erstgericht das Klagebegehren für zu wenig bestimmt (§ 226 ZPO) erachtet, muss es das Urteil des Erstgerichtes aufheben und dieses anweisen, dem Kläger die Verbesserung des Begehrens im Sinne der §§ 84, 85 ZPO aufzutragen. Wird vom Berufungsgericht ein solcher Verbesserungsauftrag nicht erlassen (vielmehr die Klage sofort mangels Bestimmtheit abgewiesen), ist das Berufungsverfahren mangelhaft geblieben.Wenn das Berufungsgericht im Gegensatz zum Erstgericht das Klagebegehren für zu wenig bestimmt (Paragraph 226, ZPO) erachtet, muss es das Urteil des Erstgerichtes aufheben und dieses anweisen, dem Kläger die Verbesserung des Begehrens im Sinne der Paragraphen 84, 85, ZPO aufzutragen. Wird vom Berufungsgericht ein solcher Verbesserungsauftrag nicht erlassen (vielmehr die Klage sofort mangels Bestimmtheit abgewiesen), ist das Berufungsverfahren mangelhaft geblieben. EntscheidungstexteTE OGH 1958-05-21 6 Ob 120/58 TE OGH 1959-11-04 6 Ob 303/59 TE OGH 1961-06-13 6 Ob 107/61 TE OGH 1962-03-14 6 Ob 87/62 TE OGH 1964-09-01 8 Ob 215/64 TE OGH 1965-03-30 8 Ob 39/65 Zweiter Rechtsgang zu 8 Ob 215/64 TE OGH 1966-01-19 7 Ob 350/65 Vgl; Beisatz: Beide Unterinstanzen haben das Begehren auf Feststellung des Absonderungsrechtes an noch zu bestimmenden Miteigentumsanteilen (richtig wäre: Pfandrechtes an der Forderung auf Übertragung solcher Anteile) abgewiesen. Aufhebung wegen Mangelhaftigkeit. (T1) TE OGH 1968-04-04 1 Ob 259/67 Vgl auch TE OGH 1968-09-05 6 Ob 194/68 Veröff: NZ 1969,42 = NZ 1969,137 TE OGH 1969-10-22 7 Ob 61/69 TE OGH 1970-04-30 1 Ob 84/70 TE OGH 1972-07-05 1 Ob 142/72 Beisatz: Eine solche Aufhebung - auch durch den OGH - kommt aber nur dann in Frage, wenn der Kläger an sich gewillt war, ein bestimmtes Leistungsbegehren zu stellen, nach Auffassung des Rechtsmittelgerichts dieser Versuch aber nicht gelungen ist, nicht aber dann, wenn er ganz bewusst sein Begehren in der von ihm gewählten Weise formuliert hat. (T2) TE OGH 1972-09-26 5 Ob 149/72 TE OGH 1976-02-19 6 Ob 150/75 TE OGH 1978-03-09 6 Ob 533/78 TE OGH 1978-05-22 1 Ob 602/78 Vgl auch; Veröff: JBl 1979,153 (dort falsch zitiert mit 1 Ob 602/76) TE OGH 1979-05-10 8 Ob 606/78 Veröff: RZ 1979/91 S 281 TE OGH 1980-05-27 1 Ob 620/80 Beis wie T2 TE OGH 1981-03-26 8 Ob 558/80 Veröff: MietSlg 33626 TE OGH 1981-03-26 8 Ob 278/80 TE OGH 1982-07-14 6 Ob 687/82 Auch; Beisatz: Die Unterlassung eines derartigen Vorganges ist höchstens ein Mangel des Berufungsverfahrens, der vom Obersten Gerichtshof nur wahrgenommen werden könnte, wenn er in der Revision gerügt worden wäre. (T3) TE OGH 1985-10-02 3 Ob 578/85 TE OGH 1987-01-13 2 Ob 695/86 nur: Wenn das Berufungsgericht im Gegensatz zum Erstgericht das Klagebegehren für zu wenig bestimmt (§ 226 ZPO) erachtet, muss es das Urteil des Erstgerichtes aufheben und dieses anweisen, dem Kläger die Verbesserung des Begehrens im Sinne der §§ 84, 85 ZPO aufzutragen. (T4)nur: Wenn das Berufungsgericht im Gegensatz zum Erstgericht das Klagebegehren für zu wenig bestimmt (Paragraph 226, ZPO) erachtet, muss es das Urteil des Erstgerichtes aufheben und dieses anweisen, dem Kläger die Verbesserung des Begehrens im Sinne der Paragraphen 84, 85, ZPO aufzutragen. (T4) TE OGH 1986-12-11 7 Ob 699/86 Auch TE OGH 1990-04-04 1 Ob 537/90 nur T4; Veröff: AnwBl 1990,656 (Ortner) TE OGH 1990-07-11 2 Ob 19/90 Auch; Beis wie T2 TE OGH 1990-09-06 6 Ob 653/90 Veröff: WoBl 1991,165 = MietSlg XLII/27 TE OGH 1991-03-12 4 Ob 17/91 Vgl auch; nur T4; Veröff: ÖBl 1991,105 TE OGH 1991-02-26 8 Ob 672/89 Beisatz: In einem solchen Fall liegt der Revisionsgrund des § 503 Abs 1 Z 4 ZPO vor. (T5) Beisatz: In einem solchen Fall liegt der Revisionsgrund des Paragraph 503, Absatz eins, Ziffer 4, ZPO vor. (T5) Veröff: ÖBA 1991,671 = RdW 1991,357 TE OGH 1991-09-25 9 ObA 186/91 Vgl auch; nur T4 TE OGH 1992-04-07 5 Ob 511/92 Beisatz: Die Bestimmtheit des Klagebegehrens ist eine von Amts wegen zu beachtende prozessuale Klagsvoraussetzung. (T6) TE OGH 1993-03-17 3 Ob 507/93 TE OGH 1993-10-12 5 Ob 548/93 nur T4; Beisatz: Auch die durch einen Rechtsanwalt vertretene Partei ist im Sinne des § 182 Abs 1 ZPO zur Vervollständigung des Klagebegehrens aufzufordern. (T7)nur T4; Beisatz: Auch die durch einen Rechtsanwalt vertretene Partei ist im Sinne des Paragraph 182, Absatz eins, ZPO zur Vervollständigung des Klagebegehrens aufzufordern. (T7) TE OGH 1994-07-13 3 Ob 509/94 nur T4; Beis wie 2 TE OGH 1994-04-19 1 Ob 520/94 Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T6; Beisatz: Eine diesbezügliche Anleitung ist entbehrlich, wenn der Kläger schon in erster Instanz darauf beharrte, dass ein hinreichend bestimmtes Unterlassungsbegehren vorliege und diese Ansicht auch in den Rechtsmittelschriften aufrecht erhält. (T8) TE OGH 1995-02-09 6 Ob 527/95 nur T4 TE OGH 1995-06-28 3 Ob 543/95 Auch; nur T4 TE OGH 1995-08-29 1 Ob 1607/95 nur T4; Beis wie T2; Beis wie T6; Beis wie T8 TE OGH 1997-03-18 5 Ob 72/97t TE OGH 1997-07-08 5 Ob 2087/96i Vgl auch; Beis wie T7 TE OGH 1999-10-21 6 Ob 132/99a Vgl auch; Beis wie T7 TE OGH 2001-09-20 2 Ob 222/01p Vgl auch; Beis wie T7 TE OGH 2002-02-26 5 Ob 282/01h Vgl auch; nur T4 TE OGH 2002-05-16 6 Ob 86/02v Beis wie T6; Beis wie T7 TE OGH 2003-02-28 1 Ob 305/02p Ähnlich; Beisatz: Hat das Berufungsgericht eine Partei mit einer Rechtsansicht überrascht, welche diese erkennbar übersehen oder für unerheblich gehalten hat, ohne ihr Gelegenheit zur Äußerung zu geben, so liegt ein Revisionsgrund vor, der zur Aufhebung sowohl des Berufungsurteils wie auch des Ersturteils zwingt, um den bereits in erster Instanz - in deren Verfahren die Unschlüssigkeit des Klagebegehrens unerkannt blieb - unterlaufenen Verfahrensmangel zu beheben. (T9) TE OGH 2003-04-29 1 Ob 73/03x Vgl; Beisatz: Das Gericht muss, bevor es ein unbestimmtes, unschlüssiges oder widerspruchsvolles Begehren abweist, dessen Verbesserung anregen. Darauf ist auch von Amts wegen Bedacht zu nehmen, wenn die klagende Partei die Notwendigkeit einer Präzisierung nicht selbst erkannte. (T10) TE OGH 2003-08-05 7 Ob 149/03t Auch; Beis wie T7; Beis ähnlich wie T10 TE OGH 2005-02-02 9 ObA 7/04a Vgl auch; nur T4; Beis wie T10 TE OGH 2005-10-06 6 Ob 51/05a nur T4; Beisatz: Auch um die Verjährung zu unterbrechen, reicht ein ergänzungsbedürftiges Vorbringen aus, wenn die Unvollständigkeit in der Folge behoben wird. (T11) Beisatz: Die Gewährung eines Verbesserungsversuchs ist bei unschlüssigen Klagen grundsätzlich zwingend vorzunehmen. (T12) TE OGH 2005-12-15 6 Ob 275/05t Veröff: SZ 2005/181 TE OGH 2006-02-16 6 Ob 172/05w TE OGH 2006-02-21 5 Ob 245/05y nur T4; Beis wie T6 TE OGH 2006-03-30 8 ObS 4/06f Vgl auch; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Klage nach § 65 Abs 1 Z 7 ASGG. (T13)Vgl auch; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Klage nach Paragraph 65, Absatz eins, Ziffer 7, ASGG. (T13) TE OGH 2006-06-19 8 Ob 58/06x Auch; Beis wie T3 TE OGH 2007-04-18 8 Ob 163/06p Auch; Beisatz: Ein unbestimmtes Begehren kann nicht zu einer Abweisung führen; vielmehr hat das Gericht im Rahmen seiner Prozessleistungspflicht vorweg eine Präzisierung zu ermöglichen (stRsp). (T14) TE OGH 2008-02-14 4 Ob 240/07h Auch; Beis wie T9; Beisatz: Die zweite Instanz wäre daher verpflichtet gewesen, das Begehren der Kläger im Rahmen einer mündlichen Berufungsverhandlung zu erörtern, ehe eine Abweisung des Zahlungsbegehrens wegen Unschlüssigkeit erfolgen durfte. (T15) TE OGH 2009-09-01 5 Ob 21/09p Vgl; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Hier: Da das Erst- und das Berufungsgericht einen Verbesserungsauftrag zur Schlüssigstellung des Klagebegehrens unterlassen haben, ist sowohl das erstinstanzliche als auch das zweitinstanzliche Verfahren mangelhaft geblieben. Die Urteile der Vorinstanzen sind daher aufzuheben, soweit noch keine Teilrechtskraft und Spruchreife eingetreten sind. (T16) TE OGH 2010-02-18 8 Ob 84/09z Auch TE OGH 2011-07-27 9 ObA 87/11a Auch TE OGH 2012-11-27 8 Ob 55/12i Auch; Ähnlich Beis wie T8; Auch Beis wie T10 TE OGH 2013-01-31 6 Ob 196/12k Vgl; Beis ähnlich wie T9; Beisatz: Hier: Zurückverweisung an das Berufungsgericht. (T17) TE OGH 2014-04-23 10 Ob 50/13w Auch; Beis wie T7; Beis wie T10; Veröff: SZ 2014/42 TE OGH 2014-10-22 1 Ob 133/14m Vgl auch; Beisatz: Hier: Präzisierung des Bestandobjekts bei einer Aufkündigung. (T18) TE OGH 2015-01-20 4 Ob 182/14i TE OGH 2015-03-12 7 Ob 6/15f Vgl auch; Beis wie T6 TE OGH 2015-09-17 3 Ob 90/15d Auch; Beis wie T9 TE OGH 2015-08-27 1 Ob 156/15w Vgl TE OGH 2016-04-27 3 Ob 7/16z Auch; Beisatz: Ein unschlüssiges Klagebegehren kann für sich kein stattgebendes Versäumungsurteil zur Folge haben. Es entspricht aber der völlig einhelligen Judikatur, dass vor Abweisung eines unschlüssigen Klagebegehrens stets ein Verbesserungsversuch vorzunehmen ist, was auch im Fall eines Antrags auf Fällung eines Versäumungsurteils wegen Versäumung der Frist zur Klagebeantwortung gilt. (T19) Veröff: SZ 2016/48 TE OGH 2018-03-21 4 Ob 243/17i Auch; Veröff: SZ 2018/21 TE OGH 2018-07-17 1 Ob 94/18g Vgl auch; Beis ähnlich wie T12; Beisatz: In einem solchen Fall entspricht es dem Gebot eines fairen Verfahrens, dass das Berufungsgericht entweder den Kläger in mündlicher Verhandlung zur Verbesserung anleitet oder das Urteil des Erstgerichts aufhebt, um diesem ein Verbesserungsverfahren aufzutragen. (T20) TE OGH 2019-04-29 2 Ob 139/18g Vgl aber; Beisatz: Keine Aufhebung zur Erörterung der Unschlüssigkeit, wenn der Prozessgegner diese substanziiert und klar eingewendet hat. (T21) TE OGH 2022-01-13 5 Ob 177/21x Beis wie T9; Beis wie T21 TE OGH 2022-01-25 4 Ob 195/21m Vgl; nur T4 TE OGH 2023-02-23 8 Ob 159/22y TE OGH 2024-11-19 10 Ob 15/24i TE OGH 2025-01-21 4 Ob 110/24s Beisatz wie T11 Beisatz: Die Verjährung wird unterbrochen, wenn die klagende Partei ihre Widerklage schlüssig stellt, indem sie die unschlüssige Teileinklagung aufgibt und das Klagebegehren nun mit der bereits ursprünglich vorgebrachten Schadenssumme übereinstimmt. (T22) TE OGH 2025-02-25 4 Ob 178/24s vgl; Beisatz wie T6 TE OGH 2025-09-24 3 Ob 122/25z vgl TE OGH 2025-12-17 3 Ob 135/25m vgl; Beisatz wie T21 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1958:RS0036355

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