RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0016473 Entscheidungsdatum25.03.2026 Geschäftszahl6Ob46/59; 3Ob252/51; 6Ob281/63; 1Ob158/64; 8Ob163/65; 6Ob54/66; 6Ob372/66; 1Ob266/70; 6Ob274/71; 7Ob10/73; 5Ob123/73; 5Ob244/73; 3Ob125/75; 1Ob550/77; 1Ob740/77; 5Ob735/78; 6Ob503/79; 5Ob561/79; 3Ob588/78 (3Ob589/78); 2Ob249/80; 7Ob27/81; 2Ob173/81; 2Ob129/82; 7Ob684/82; 6Ob664/83; 6Ob820/83; 3Ob612/85; 7Ob644/86; 7Ob35/86; 7Ob519/88; 9ObA216/93 (9ObA217/93); 5Ob557/94; 5Ob523/95; 3Ob1526/96; 8Ob2301/96g; 1Ob128/98z; 8Ob5/99i; 7Ob137/99v; 4Ob215/99t; 2Ob319/01b; 9Ob219/02z; 3Ob196/02y; 3Ob49/02f; 7Ob279/03k; 5Ob292/03g; 8ObS22/03y; 7Ob62/06b; 9ObA155/07w; 6Ob136/07d; 3Ob195/09m; 3Ob51/10m; 3Ob109/10s; 1Ob122/11i; 4Ob142/12d; 9ObA7/13i; 4Ob160/13b; 3Ob243/13a; 6Ob41/14v; 6Ob48/16a; 9ObA91/16x; 4Ob64/17s; 4Ob245/17h; 9ObA30/18d; 1Ob66/20t; 1Ob137/20h; 6Ob230/20x; 1Ob137/21k; 10Ob51/22f; 8Ob159/22y; 6Ob141/22m; 9ObA21/23p; 10ObS53/23a; 9ObA16/23b; 8Ob114/22f; 8ObA69/23i; 9Ob23/24h; 4Ob47/24a; 2Ob65/24h; 4Ob102/23p; 10Ob30/24w; 8ObA57/23z; 10Ob47/24w; 10Ob38/25y; 3Ob55/25x; 3Ob218/24s; 7Ob128/25m; 7Ob205/25k NormABGB §879 EO idF der EO-Novelle 1995 §84EO in der Fassung der EO-Novelle 1995 §84 ZPO §482 ZPO §504 Abs2 RechtssatzEine Änderung der rechtlichen Argumentation einer Partei beziehungsweise die Geltendmachung eines neuen Gesichtspunktes bei der rechtlichen Beurteilung ist auch im Rechtsmittelverfahren zulässig, sofern die hiezu erforderlichen Tatsachen bereits im Verfahren erster Instanz behauptet oder festgestellt wurden und nicht etwa - wie bei der Verjährung (§ 1501 ABGB) - eine ausdrückliche Vorschrift besteht, die den Erstrichter hinderte, ohne diesbezügliche Einwendung der Partei auf diese Rechtsfrage einzugehen. Zur Frage der Einwendung der Sittenwidrigkeit im Rechtsmittelverfahren.Eine Änderung der rechtlichen Argumentation einer Partei beziehungsweise die Geltendmachung eines neuen Gesichtspunktes bei der rechtlichen Beurteilung ist auch im Rechtsmittelverfahren zulässig, sofern die hiezu erforderlichen Tatsachen bereits im Verfahren erster Instanz behauptet oder festgestellt wurden und nicht etwa - wie bei der Verjährung (Paragraph 1501, ABGB) - eine ausdrückliche Vorschrift besteht, die den Erstrichter hinderte, ohne diesbezügliche Einwendung der Partei auf diese Rechtsfrage einzugehen. Zur Frage der Einwendung der Sittenwidrigkeit im Rechtsmittelverfahren. EntscheidungstexteTE OGH 1959-04-15 6 Ob 46/59 TE OGH 1951-05-23 3 Ob 252/51 Veröff: JBl 1952,16 TE OGH 1963-10-24 6 Ob 281/63 TE OGH 1964-10-26 1 Ob 158/64 Veröff: SZ 37/151 TE OGH 1965-05-26 8 Ob 163/65 TE OGH 1966-02-23 6 Ob 54/66 Veröff: JBl 1966,471 TE OGH 1967-02-08 6 Ob 372/66 TE OGH 1970-12-10 1 Ob 266/70 Veröff: MietSlg 22070 TE OGH 1971-11-17 6 Ob 274/71 nur: Eine Änderung der rechtlichen Argumentation einer Partei bzw die Geltendmachung eines neuen Gesichtspunktes bei der rechtlichen Beurteilung ist auch im Rechtsmittelverfahren zulässig, sofern die hiezu erforderlichen Tatsachen bereits im Verfahren erster Instanz behauptet oder festgestellt wurden. (T1) TE OGH 1973-01-31 7 Ob 10/73 nur T1; Beisatz: Hier: Geltendmachung eines Verstoßes gegen Treu und Glauben. (T2) Veröff: VersR 1973,877 TE OGH 1973-09-05 5 Ob 123/73 nur T1; nur: Zur Frage der Einwendung der Sittenwidrigkeit im Rechtsmittelverfahren. (T3) TE OGH 1974-01-09 5 Ob 244/73 TE OGH 1975-06-10 3 Ob 125/75 nur T1 TE OGH 1977-05-25 1 Ob 550/77 nur T1 TE OGH 1977-12-22 1 Ob 740/77 nur T1; Veröff: RZ 1978/58 S 132 TE OGH 1979-03-20 5 Ob 735/78 nur T1 TE OGH 1979-04-25 6 Ob 503/79 nur T1 TE OGH 1979-05-22 5 Ob 561/79 nur: Eine Änderung der rechtlichen Argumentation einer Partei bzw die Geltendmachung eines neuen Gesichtspunktes bei der rechtlichen Beurteilung ist auch im Rechtsmittelverfahren zulässig, sofern die hiezu erforderlichen Tatsachen bereits im Verfahren erster Instanz behauptet oder festgestellt wurden und nicht etwa - wie bei der Verjährung (§ 1501 ABGB) - eine ausdrückliche Vorschrift besteht, die den Erstrichter hinderte, ohne diesbezügliche Einwendung der Partei auf diese Rechtsfrage einzugehen. (T4)nur: Eine Änderung der rechtlichen Argumentation einer Partei bzw die Geltendmachung eines neuen Gesichtspunktes bei der rechtlichen Beurteilung ist auch im Rechtsmittelverfahren zulässig, sofern die hiezu erforderlichen Tatsachen bereits im Verfahren erster Instanz behauptet oder festgestellt wurden und nicht etwa - wie bei der Verjährung (Paragraph 1501, ABGB) - eine ausdrückliche Vorschrift besteht, die den Erstrichter hinderte, ohne diesbezügliche Einwendung der Partei auf diese Rechtsfrage einzugehen. (T4) TE OGH 1979-10-10 3 Ob 588/78 nur T1; Beisatz: Anfechtung gemäß § 879 ABGB statt § 24 WEG 1975 (T5)nur T1; Beisatz: Anfechtung gemäß Paragraph 879, ABGB statt Paragraph 24, WEG 1975 (T5) TE OGH 1981-04-07 2 Ob 249/80 nur T1 TE OGH 1981-06-25 7 Ob 27/81 nur T1 TE OGH 1981-10-06 2 Ob 173/81 nur T1 TE OGH 1982-11-09 2 Ob 129/82 nur T1 TE OGH 1982-12-16 7 Ob 684/82 nur T1 TE OGH 1983-09-08 6 Ob 664/83 nur T1 TE OGH 1983-12-22 6 Ob 820/83 Vgl auch; nur T1; Beisatz: Das Neuerungsverbot betrifft nur den Tatsachenbereich. (T6) TE OGH 1985-11-20 3 Ob 612/85 nur T1 TE OGH 1986-09-11 7 Ob 644/86 nur T1 TE OGH 1986-09-11 7 Ob 35/86 nur T3 TE OGH 1988-04-28 7 Ob 519/88 Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Mit der Geltendmachung, dass die klagende Partei die Dienstbarkeit auf Basis der Feststellungen der Vorinstanzen nur im geringeren als dem begehrten Umfang erworben habe, handelt es sich bloß um das Vorbringen eines neuen rechtlichen Gesichtspunktes. (T7) Veröff: JBl 1988,730 TE OGH 1993-09-08 9 ObA 216/93 nur T1 TE OGH 1994-11-08 5 Ob 557/94 Auch TE OGH 1995-09-21 5 Ob 523/95 Vgl auch; Beisatz: Das Neuerungsverbot bezieht sich aber nicht auf von Amts wegen zu beachtende Umstände, zu denen auch die Rechtswegszulässigkeit gehört. (T8) TE OGH 1996-03-13 3 Ob 1526/96 nur T1 TE OGH 1997-03-13 8 Ob 2301/96g nur T1 TE OGH 1999-01-19 1 Ob 128/98z nur: Eine Änderung der rechtlichen Argumentation einer Partei ist auch im Rechtsmittelverfahren zulässig, sofern die hiezu erforderlichen Tatsachen bereits im Verfahren erster Instanz behauptet oder festgestellt wurden. (T9) TE OGH 1999-05-18 8 Ob 5/99i nur T1 TE OGH 1999-07-14 7 Ob 137/99v nur T1 TE OGH 1999-09-14 4 Ob 215/99t Auch; nur T9 TE OGH 2002-01-10 2 Ob 319/01b Auch; nur T1 TE OGH 2002-10-16 9 Ob 219/02z nur T9 TE OGH 2002-11-28 3 Ob 196/02y Auch; Beisatz: Neue rechtliche Gesichtspunkte können ohne Verletzung des Neuerungsverbots vorgetragen werden, soweit dabei das bisherige tatsächliche Vorbringen zu Grunde gelegt wird (T10) Beisatz: Für das spezielle Widerspruchsverfahren nach § 84 EO idF EO-Novelle 1995 bedeutet dies, dass das Fehlen der nach Art IV des New Yorker Übereinkommens erforderlichen Beglaubigungen jederzeit ohne Verstoß gegen das Neuerungsverbot geltend gemacht werden kann, weil dieser Umstand aus dem von sämtlichen Instanzen in gleicher Weise zu beurteilenden Schiedsspruch und/oder der Schiedsvereinbarung ablesbar ist. (T11)Beisatz: Für das spezielle Widerspruchsverfahren nach Paragraph 84, EO in der Fassung EO-Novelle 1995 bedeutet dies, dass das Fehlen der nach Artikel römisch vier, des New Yorker Übereinkommens erforderlichen Beglaubigungen jederzeit ohne Verstoß gegen das Neuerungsverbot geltend gemacht werden kann, weil dieser Umstand aus dem von sämtlichen Instanzen in gleicher Weise zu beurteilenden Schiedsspruch und/oder der Schiedsvereinbarung ablesbar ist. (T11) TE OGH 2003-02-26 3 Ob 49/02f Auch; nur T1; nur T3 TE OGH 2003-12-17 7 Ob 279/03k nur T1 TE OGH 2004-01-20 5 Ob 292/03g Vgl auch; nur T1 TE OGH 2004-02-26 8 ObS 22/03y nur: Eine Änderung der rechtlichen Argumentation einer Partei beziehungsweise die Geltendmachung eines neuen Gesichtspunktes bei der rechtlichen Beurteilung ist auch im Rechtsmittelverfahren zulässig, sofern die hiezu erforderlichen Tatsachen bereits im Verfahren erster Instanz behauptet wurden. (T12) TE OGH 2006-03-29 7 Ob 62/06b nur T1 TE OGH 2008-06-05 9 ObA 155/07w nur T1; Beisatz: Hier: Unzulässige Neuerung aufgrund neuer tatsächlicher Behauptungen. (T13) TE OGH 2009-02-27 6 Ob 136/07d nur T1 TE OGH 2009-11-25 3 Ob 195/09m nur T13 TE OGH 2010-05-26 3 Ob 51/10m Auch; Veröff: SZ 2010/59 TE OGH 2010-11-11 3 Ob 109/10s Vgl auch TE OGH 2011-09-01 1 Ob 122/11i nur T12 TE OGH 2012-09-18 4 Ob 142/12d Beis wie T4; Beisatz: Ob dies nach den konkreten Umständen des Einzelfalls zutrifft, wirft grundsätzlich keine erhebliche Rechtsfrage nach § 502 Abs 1 ZPO auf. (T14)Beis wie T4; Beisatz: Ob dies nach den konkreten Umständen des Einzelfalls zutrifft, wirft grundsätzlich keine erhebliche Rechtsfrage nach Paragraph 502, Absatz eins, ZPO auf. (T14) TE OGH 2013-04-24 9 ObA 7/13i Auch; Beis wie T14 TE OGH 2013-10-22 4 Ob 160/13b nur T12 TE OGH 2014-03-19 3 Ob 243/13a Auch; nur T12 TE OGH 2014-08-28 6 Ob 41/14v Veröff: SZ 2014/74 TE OGH 2016-06-27 6 Ob 48/16a Auch; nur T1 TE OGH 2016-07-26 9 ObA 91/16x Auch; Beis ähnlich wie T13 TE OGH 2017-09-26 4 Ob 64/17s Auch; Beis wie T6; Veröff: SZ 2017/97 TE OGH 2018-05-29 4 Ob 245/17h Auch TE OGH 2018-06-28 9 ObA 30/18d Auch TE OGH 2020-06-24 1 Ob 66/20t Vgl auch; Beis wie T6 TE OGH 2020-11-27 1 Ob 137/20h auch; Beisatz wie T6 Anm: Veröff: SZ 2020/111Anmerkung, Veröff: SZ 2020/111 TE OGH 2020-12-17 6 Ob 230/20x Vgl; Beis wie T13 TE OGH 2021-07-21 1 Ob 137/21k nur T1 TE OGH 2022-11-22 10 Ob 51/22f Vgl; Beisatz: Hier: In erster Instanz erkennbar nur eine zivilrechtliche Verkehrsbeschränkung nach § 19 Abs 1 K-GVG geltend gemacht, sodass das erst im Berufungsverfahren zum Tatbestand des § 19 Abs 2 K-GVG erstattete Vorbringen gegen das Neuerungsverbot verstößt. (T15)Vgl; Beisatz: Hier: In erster Instanz erkennbar nur eine zivilrechtliche Verkehrsbeschränkung nach Paragraph 19, Absatz eins, K-GVG geltend gemacht, sodass das erst im Berufungsverfahren zum Tatbestand des Paragraph 19, Absatz 2, K-GVG erstattete Vorbringen gegen das Neuerungsverbot verstößt. (T15) TE OGH 2023-02-23 8 Ob 159/22y TE OGH 2023-03-24 6 Ob 141/22m vgl; nur T9; nur T12; Beisatz wie T14 TE OGH 2023-04-27 9 ObA 21/23p vgl; nur T1; nur T12; Beisatz wie T10; Beisatz wie T13 TE OGH 2023-05-16 10 ObS 53/23a TE OGH 2023-05-31 9 ObA 16/23b vgl; nur T1; nur T12; Beisatz wie T10; Beisatz wie T13 TE OGH 2023-06-27 8 Ob 114/22f nur T4 TE OGH 2024-01-11 8 ObA 69/23i vgl TE OGH 2024-03-18 9 Ob 23/24h vgl; Beisatz wie T14 TE OGH 2024-05-23 4 Ob 47/24a TE OGH 2024-05-28 2 Ob 65/24h vgl; nur: Eine bloß ergänzende rechtliche Argumentation ist auch im Rechtsmittelverfahren zulässig und verstößt nicht gegen das Neuerungsverbot. (T16) TE OGH 2024-06-25 4 Ob 102/23p nur T1 TE OGH 2024-07-09 10 Ob 30/24w vgl; Beisatz wie T10; Beisatz wie T13 TE OGH 2024-10-24 8 ObA 57/23z nur T1; Beisatz wie T10; nur T12; Beisatz wie T13 TE OGH 2024-11-19 10 Ob 47/24w TE OGH 2025-07-10 10 Ob 38/25y TE OGH 2025-07-23 3 Ob 55/25x vgl; Beisatz wie T10; Beisatz wie T13 TE OGH 2025-09-24 3 Ob 218/24s vgl; Beisatz wie T10; Beisatz wie T13 TE OGH 2026-01-21 7 Ob 128/25m vgl; Beisatz wie T10; Beisatz wie T13 TE OGH 2026-03-25 7 Ob 205/25k Beisatz nur wie T10; Beisatz wie T13 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1959:RS0016473
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