RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0046019 Entscheidungsdatum03.08.2023 Geschäftszahl6Ob286/59; Ds1/57; 5Ob357/63 (5Ob362/63); 2Ob592/85; 5N301/86; 7Ob562/86; 5Ob528/91; 7Ob619/94; 5Ob335/98w; 5Ob16/99k; 2Ob149/99x; 2Ob227/00x; 2Ob46/03h; 6Ob78/05x; 6Ob198/05v; 6Ob235/05k; 6Ob236/05g; 6Ob232/05v; 7Ob60/06h; 3Ob128/06d; 6Nc24/06s; 6Ob290/06z; 8Ob121/09s; 7Nc10/10w; 7Ob80/11g; 10Ob98/11a; 2Ob4/17b; 8Ob53/18d; 8Ob59/23v NormJN §19 Z2 RechtssatzBei einem unterlaufenen Fehler kann eine Entscheidung unrichtig sein, ohne dass jedoch eine unsachliche Entscheidung vorliegt. Eine unrichtige Entscheidung kann nur im Rechtsmittelweg bekämpft werden, womit bezweckt wird, die gefällte Entscheidung auf ihre Richtigkeit zu prüfen, während das Ablehnungsverfahren darauf abzielt, den abgelehnten Richter aus dem Verfahren überhaupt auszuschalten. EntscheidungstexteTE OGH 1959-09-23 6 Ob 286/59 TE OGH 1957-01-24 Ds 1/57 Beisatz: Ablehnung wegen Verfahrensmängel. (T1) TE OGH 1963-10-31 5 Ob 357/63 Beisatz: Der Umstand allein, dass aus einer Amtshandlung des abgelehnten Richters ein Amtshaftungsanspruch abgeleitet wird, stellt keinen tauglichen Ablehnungsgrund dar. (T2) Veröff: JBl 1965,92 TE OGH 1985-07-02 2 Ob 592/85 TE OGH 1986-02-25 5 N 301/86 TE OGH 1986-04-24 7 Ob 562/86 Auch TE OGH 1991-06-25 5 Ob 528/91 Beis wie T2 TE OGH 1994-11-07 7 Ob 619/94 Auch; Beis wie T2 TE OGH 1999-01-12 5 Ob 335/98w Vgl; Beis wie T2 TE OGH 1999-02-09 5 Ob 16/99k Vgl; Beisatz: Vermeintliche Entscheidungsfehler sind idR kein Ablehnungsgrund (5 Ob 335/98w). (T3) Beisatz: In einem Ablehnungsverfahren kann nicht geklärt werden, ob Rechtsmittelbeschränkungen "demokratiepolitisch einwandfrei" sind. (T4) TE OGH 1999-05-27 2 Ob 149/99x Auch; nur: Bei einem unterlaufenen Fehler kann eine Entscheidung unrichtig sein, ohne dass jedoch eine unsachliche Entscheidung vorliegt. (T5) TE OGH 2000-09-08 2 Ob 227/00x Vgl auch; Beis wie T3 nur: Vermeintliche Entscheidungsfehler sind idR kein Ablehnungsgrund. (T6) TE OGH 2003-03-13 2 Ob 46/03h Vgl auch; Beis wie T6 TE OGH 2005-04-21 6 Ob 78/05x Vgl auch; Beis wie T3 TE OGH 2005-10-06 6 Ob 198/05v Beis wie T6 TE OGH 2005-11-03 6 Ob 235/05k Beisatz: Weder die Veröffentlichung einer Rechtsmeinung selbst noch auch eine Bezugnahme darauf geben für sich allein begründeten Anlass für die Befürchtung einer Voreingenommenheit, solange nicht weitere Umstände vorliegen, denen entnommen werden könnte, dass der Verfasser nicht bereit wäre, gegebenenfalls seine Meinung neuerlich zu überprüfen. (T7) TE OGH 2005-12-15 6 Ob 236/05g Beis wie T7 TE OGH 2005-12-15 6 Ob 232/05v Beis wie T7 TE OGH 2006-03-29 7 Ob 60/06h Vgl auch TE OGH 2006-07-26 3 Ob 128/06d Vgl auch; Beis wie T6 TE OGH 2006-08-31 6 Nc 24/06s Vgl auch; Beis wie T6 TE OGH 2007-01-18 6 Ob 290/06z Auch; Beis wie T6; Beisatz: Erst eine besondere Intensität oder Häufung von Fehlern in der Verfahrensführung oder Rechtsanwendung könnten Rückschlüsse auf eine allfällige mangelnde Objektivität des Richters zulassen. (T8) TE OGH 2009-10-22 8 Ob 121/09s Auch TE OGH 2010-07-14 7 Nc 10/10w Auch TE OGH 2011-06-16 7 Ob 80/11g Auch TE OGH 2011-12-06 10 Ob 98/11a Auch TE OGH 2017-03-28 2 Ob 4/17b TE OGH 2018-04-27 8 Ob 53/18d TE OGH 2023-08-03 8 Ob 59/23v vgl; Beisatz: Eine Ablehnung von Richtern kann nicht mit einer behaupteten Unrichtigkeit ihrer Entscheidung begründet werden, sondern zu deren Überprüfung dient der Instanzenzug. Es begründet daher auch keinen sekundären Feststellungsmangel, wenn der Ablehnungssenat eine solche rechtliche Kontrolle nicht vorgenommen hat. (T9) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1959:RS0046019
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