RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0014810 Entscheidungsdatum28.11.1962 Geschäftszahl7Ob330/62; 5Ob8/63; 6Ob271/71; 5Ob128/73; 7Ob148/74; 1Ob188/75; 1Ob708/77; 1Ob599/78; 7Ob579/81 (7Ob580/81); 4Ob524/85; 1Ob698/87; 6Ob735/88; 4Ob606/88; 6Ob614/89; 1Ob617/95; 5Ob144/98g; 9Ob213/02t; 5Ob4/03d; 1Ob119/04p; 3Ob111/09h; 8Ob57/14m; 4Ob58/20p NormABGB §870 A; ABGB §871 A RechtssatzDie Geltendmachung von Arglist enthält die Anfechtung wegen Irrtums. EntscheidungstexteTE OGH 1962-11-28 7 Ob 330/62 TE OGH 1963-02-07 5 Ob 8/63 Beisatz: Wenn ein Vertrag wegen Irreführung angefochten wurde, kann nach dem Klagebegehren auf Grund der Feststellung, dass eine gemeinschaftlicher Irrtum vorlag, entschieden werden. (T1) Veröff: SZ 36/22 TE OGH 1971-11-10 6 Ob 271/71 TE OGH 1973-09-05 5 Ob 128/73 Veröff: SZ 46/84 = EvBl 1974/182 S 398 TE OGH 1974-10-10 7 Ob 148/74 Beisatz: Weil List ein Sonderfall des Irrtums ist. (T2) TE OGH 1975-10-08 1 Ob 188/75 TE OGH 1977-11-09 1 Ob 708/77 Beisatz: Wenn das Tatsachenvorbringen auch die Voraussetzungen für die Irrtumsanfechtung enthält. (T3) TE OGH 1978-04-26 1 Ob 599/78 TE OGH 1981-06-11 7 Ob 579/81 Beisatz: Die gilt jedoch nicht umgekehrt, weil die List zusätzliche Tatbestandmerkmale erfordert, die beim Irrtum nicht vorhanden sein müssen (so schon 1 Ob 188/75). (T4) TE OGH 1985-10-15 4 Ob 524/85 Vgl auch; Beisatz: In der Behauptung der Irreführung ist auch der Einwand der List enthalten. (T5) Veröff: SZ 58/153 = RdW 1986,40 TE OGH 1987-12-21 1 Ob 698/87 Beisatz: Das gilt jedoch nur, wenn das Tatsachenvorbringen des Anfechtenden auch die Voraussetzungen der Irrtumsanfechtung trägt. Das mag in der Regel bei dem vom anderen Teil veranlassten Irrtum gelten, nicht aber auch dann, wenn List behauptet, aber nur gemeinschaftlicher Irrtum festgestellt ist. (T6) Veröff: SZ 60/2884 = JBl 1988,57 TE OGH 1989-01-12 6 Ob 735/88 TE OGH 1989-01-10 4 Ob 606/88 Beis wie T4 TE OGH 1989-07-13 6 Ob 614/89 TE OGH 1995-10-23 1 Ob 617/95 Beis wie T3; Beis wie T6 TE OGH 1998-05-26 5 Ob 144/98g Auch; Beis wie T6; Beisatz: Die Anfechtung eines Vertrages wegen listiger Irreführung schließt zwar eine solche wegen veranlassten Irrtums ein, nicht jedoch wegen gemeinsamen Irrtums. Eine Anfechtung wegen gemeinsamen Irrtums ist nämlich mit der Behauptung, getäuscht worden zu sein, begrifflich unvereinbar (SZ 60/288), sodass sie besonders geltend gemacht werden muss. (T7) TE OGH 2002-12-04 9 Ob 213/02t TE OGH 2003-03-11 5 Ob 4/03d Auch; Beis ähnlich wie T7 nur: Die Anfechtung eines Vertrages wegen listiger Irreführung schließt zwar eine solche wegen veranlassten Irrtums ein. (T8) TE OGH 2005-01-25 1 Ob 119/04p Auch; Beis wie T3 TE OGH 2009-10-22 3 Ob 111/09h Auch TE OGH 2014-06-26 8 Ob 57/14m Vgl; Beis ähnlich wie T7; nur: Eine Anfechtung bzw Anpassung wegen gemeinsamen Irrtums ist mit der Behauptung, (arglistig) getäuscht worden zu sein, begrifflich unvereinbar. (T9) TE OGH 2020-12-22 4 Ob 58/20p Beis wie T9 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1962:RS0014810
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