RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0036213 Entscheidungsdatum18.03.2025 Geschäftszahl7Ob133/63; 6Ob161/64; 6Ob190/67; 8Ob182/70; 8Ob14/71; 1Ob194/71 (1Ob195/71; 1Ob196/71); 10ObS65/91; 10ObS43/93; 9Ob1509/94 (9Ob1510/94); 8ObA133/97k; 10ObS419/01t; 10ObS118/03f; 1Ob141/03x; 10ObS179/03a; 10Ob58/03g; 1Ob97/08h; 3Ob93/08k; 6Ob34/14i; 10ObS18/25g NormZPO §64 Abs1 Z3 ZPO §464 Abs3 IIZPO §464 Abs3 römisch zwei ZPO §505 Abs2 RechtssatzDa die Armenvertretung auch im Rechtsmittelverfahren andauert, bedarf es nicht der neuerlichen Bestellung eines Armenvertreters zur Erhebung der Revision. Durch einen solchen Antrag wird die Revisionsfrist nicht verlängert. EntscheidungstexteTE OGH 1963-05-15 7 Ob 133/63 Veröff: EvBl 1963/364 S 496 TE OGH 1964-05-20 6 Ob 161/64 TE OGH 1967-08-31 6 Ob 190/67 Veröff: RZ 1968,109 TE OGH 1970-09-15 8 Ob 182/70 Beisatz: Bestellt das Gericht dennoch einen weiteren Armenvertreter, muss dies als Tatsache hingenommen und die innerhalb der damit neu eingeräumten Revisionsfrist (§§ 513, 464 Abs 3 ZPO) eingebrachte Revision als rechtzeitig angesehen werden. (T1)Beisatz: Bestellt das Gericht dennoch einen weiteren Armenvertreter, muss dies als Tatsache hingenommen und die innerhalb der damit neu eingeräumten Revisionsfrist (Paragraphen 513, 464, Absatz 3, ZPO) eingebrachte Revision als rechtzeitig angesehen werden. (T1) TE OGH 1971-02-16 8 Ob 14/71 TE OGH 1971-09-02 1 Ob 194/71 Beis wie T1 TE OGH 1991-03-26 10 ObS 65/91 Vgl; Beisatz: Nach Ansicht des erkennenden Senates ist der Meinung in den Entscheidungen 8 Ob 182/70, 8 Ob 14/71 und 1 Ob 194/71 - 1 Ob 196/71 der Vorzug gegenüber 6 Ob 161/64 zu geben. Jeder Antrag auf Beigebung eines Rechtsanwaltes hat grundsätzlich die Wirkung der Unterbrechung der Rechtsmittelfrist. (T2) Veröff: SSV-NF 5/32 TE OGH 1993-05-11 10 ObS 43/93 Vgl; Beis wie T2 nur: Jeder Antrag auf Beigebung eines Rechtsanwaltes hat grundsätzlich die Wirkung der Unterbrechung der Rechtsmittelfrist. (T3) Beisatz: Voraussetzung muss auch hier sein, dass der entsprechende Antrag fristgerecht gestellt wurde, also vor Rechtskraft der anzufechtenden Entscheidung. (T4) TE OGH 1994-02-23 9 Ob 1509/94 Vgl; Beis wie T2 TE OGH 1997-08-07 8 ObA 133/97k Vgl; Beis wie T1; Beis wie T3 TE OGH 2002-03-19 10 ObS 419/01t Vgl aber; Beis wie T3 TE OGH 2003-04-08 10 ObS 118/03f Vgl aber; Beis wie T1; Beis wie T3 TE OGH 2003-07-01 1 Ob 141/03x Vgl; Beis wie T3 TE OGH 2003-07-15 10 ObS 179/03a Vgl aber; Beis wie T1; Beis wie T3 TE OGH 2004-01-13 10 Ob 58/03g TE OGH 2008-06-10 1 Ob 97/08h Auch; Beisatz: Die unnötige Bestellung eines weiteren Verfahrenshelfers hat keinen Einfluss auf den Ablauf der Rechtsmittelfrist. (T5) Bem: Gegenteilig zu T1 bis T3. (T6) TE OGH 2008-07-11 3 Ob 93/08k Auch; Bem wie T6; Beisatz: Dass das Erstgericht unrichtig erneut die Verfahrenshilfe bewilligte, kann nicht zu Lasten des Gegners eine im Gesetz nicht vorgesehene Verlängerung der Rechtsmittelfrist bewirken. (T7) TE OGH 2014-03-13 6 Ob 34/14i Vgl; Beisatz: Der neuerliche Antrag auf Verfahrenshilfe bewirkte keine Verlängerung der Revisionsfrist, weil dem Kläger bereits mit der ursprünglichen Bewilligung der Verfahrenshilfe wirksam ein Rechtsanwalt beigegeben war und daran durch die (zusätzliche) Bevollmächtigung eines frei gewählten Vertreters keine Änderung eingetreten ist. (T8) TE OGH 2025-03-18 10 ObS 18/25g Beisatz wie T8 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1963:RS0036213
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