RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0034371 Entscheidungsdatum17.09.2020 Geschäftszahl2Ob15/64; 2Ob8/66; 2Ob316/70; 2Ob117/71; 8Ob174/72 (8Ob175/72); 2Ob235/74; 3Ob43/75; 2Ob9/79; 1Ob19/80; 2Ob102/88 (2Ob103/88); 9Ob363/97s; 3Ob33/00z; 5Ob16/01s; 1Ob147/01a; 2Ob145/01i; 9Ob219/02z; 2Ob108/05d; 10Ob88/07z; 2Ob33/09f; 2Ob78/19p; 2Ob60/20t NormABGB §1489 IABGB §1489 römisch eins ABGB §1497 IIIABGB §1497 römisch drei ZPO §228 B1aa RechtssatzWerden in einem Schadensfall Rentenbeträge begehrt, so unterbricht das gleichzeitig erhobene Feststellungsbegehren die Verjährung aller im Zeitpunkt der Einbringung der Klage noch nicht fälligen und daher zukünftigen Rentenansprüche. EntscheidungstexteTE OGH 1964-02-13 2 Ob 15/64 Veröff: EvBl 1964/321 S 466 = ZVR 1965/42 S 50 TE OGH 1966-01-28 2 Ob 8/66 Veröff: SZ 39/19 TE OGH 1970-12-03 2 Ob 316/70 Veröff: SZ 43/222 = EvBl 1971/162 S 294 = ZVR 1971/103 S 131 TE OGH 1971-06-17 2 Ob 117/71 Veröff: ZVR 1973/46 S 54 TE OGH 1972-11-21 8 Ob 174/72 TE OGH 1974-11-28 2 Ob 235/74 Beisatz: Hier: Schmerzengeld (T1) Veröff: ZVR 1975/223 S 310 TE OGH 1975-03-11 3 Ob 43/75 TE OGH 1979-02-27 2 Ob 9/79 TE OGH 1980-12-17 1 Ob 19/80 Vgl TE OGH 1989-02-07 2 Ob 102/88 TE OGH 1998-02-11 9 Ob 363/97s TE OGH 2001-01-29 3 Ob 33/00z TE OGH 2001-09-04 5 Ob 16/01s Vgl auch; Beisatz: Eine Ausdehnung beziehungsweise Änderung der Klage auf während des Prozesses fällig werdende Schadensbeträge ist auch dann möglich, wenn die ursprüngliche Verjährungsfrist schon abgelaufen wäre; sie ist zur Aufrechterhaltung der Unterbrechung nicht erforderlich (EvBl 1964/321; SZ 43/222). (T2) Beisatz: Die Unterbrechungswirkung geht nur dann verloren, wenn die Feststellungsklage nicht gehörig fortgesetzt oder aber abgewiesen wird. (T3) TE OGH 2002-02-26 1 Ob 147/01a TE OGH 2002-06-27 2 Ob 145/01i Auch; Beis wie T2 TE OGH 2002-10-16 9 Ob 219/02z TE OGH 2005-10-20 2 Ob 108/05d TE OGH 2007-11-06 10 Ob 88/07z Auch TE OGH 2009-06-25 2 Ob 33/09f Vgl Beis wie T2 nur: Eine Ausdehnung beziehungsweise Änderung der Klage auf während des Prozesses fällig werdende Schadensbeträge ist auch dann möglich, wenn die ursprüngliche Verjährungsfrist schon abgelaufen wäre. (T4) Beisatz: Für die zwischen der Einbringung der Feststellungsklage und der Zustellung (Rechtskraft) des Feststellungsurteils fällig gewordenen Leistungen beginnt die Verjährungsfrist mit dem Wegfall der Unterbrechungswirkung neu zu laufen, sodass auch Ansprüche, die während des anhängigen Feststellungsprozesses noch gar nicht geltend gemacht worden sind, innerhalb von drei Jahren nach Zustellung (Rechtskraft) des Feststellungsurteils eingeklagt werden könnten. (T5) Beisatz: Daraus folgt, dass innerhalb der nach Ende der Unterbrechungswirkung neu laufenden Verjährungsfrist auch die betragliche Ausdehnung einzelner, während des Feststellungsprozesses bereits geltend gemachter Rentenbeträge noch möglich ist. (T6) TE OGH 2019-10-22 2 Ob 78/19p Vgl TE OGH 2020-09-17 2 Ob 60/20t vgl; Beisatz: Anwendung dieser Rechtsprechung auch bei Eintreten der Möglichkeit einer Globalbemessung des Schmerzengeldes nach Erheben der Feststellungsklage. (T7) Anm: Veröff: SZ 2020/84Anmerkung, Veröff: SZ 2020/84 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1964:RS0034371
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