RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0040918 Entscheidungsdatum03.06.2025 Geschäftszahl8Ob29/64; 1Ob250/67; 2Ob320/69; 8Ob213/71; 2Ob114/71; 2Ob96/72; 2Ob72/72 (2Ob75/72); 2Ob186/72; 2Ob236/72; 2Ob28/73; 2Ob35/73; 2Ob167/73; 2Ob143/74; 6Ob211/74; 2Ob221/75; 2Ob86/77 (2Ob87/77); 6Ob673/77; 7Ob621/79; 3Ob538/78 (3Ob539/78); 4Ob139/79; 2Ob175/80; 2Ob249/80; 2Ob18/83; 5Ob600/83; 2Ob7/86; 2Ob598/86; 2Ob26/87; 7Ob507/88; 2Ob70/88; 7Ob548/89; 2Ob78/90 (2Ob1070/90); 10Ob527/94 (10Ob1555/94); 9ObA290/98g; 7Ob1/99v; 10ObS227/00f; 6Ob187/05a; 7Ob45/06b; 8Ob70/08i; 2Ob157/09s; 2Ob144/09d; 6Ob224/12b; 2Ob212/13k; 5Ob23/15s; 2Ob186/15i; 1Ob169/18m; 6Ob199/18k; 7Ob46/19v; 1Ob112/18d; 5Ob112/19k; 4Ob96/20a; 5Ob177/20w; 2Ob6/22d; 1Ob125/22x; 1Ob103/22m; 1Ob66/24y; 1Ob157/24f; 2Ob66/24f; 5Ob225/24k NormAußStrG 2005 §36 Abs2 ZPO §393 Abs1 ZPO §393 Abs3 RechtssatzEin prozessualer Verstoß durch Fällung eines Zwischenurteils muss ausdrücklich gerügt werden, um im Prüfungsverfahren Beachtung finden zu können. Von Amts wegen ist darauf nicht Bedacht zu nehmen. EntscheidungstexteTE OGH 1964-06-29 8 Ob 29/64 Veröff: SZ 37/96 TE OGH 1967-12-21 1 Ob 250/67 TE OGH 1969-11-20 2 Ob 320/69 TE OGH 1971-08-31 8 Ob 213/71 TE OGH 1972-04-20 2 Ob 114/71 Beisatz: Die in der Berufung versäumte Rüge der behaupteten prozessualen Unzulässigkeit des Zwischenurteiles kann im Revisionsverfahren nicht mehr nachgeholt werden. (T1) Veröff: SZ 45/51 TE OGH 1972-10-19 2 Ob 96/72 TE OGH 1972-12-28 2 Ob 72/72 TE OGH 1973-01-18 2 Ob 186/72 TE OGH 1973-02-01 2 Ob 236/72 TE OGH 1973-03-15 2 Ob 28/73 TE OGH 1973-04-12 2 Ob 35/73 TE OGH 1973-10-25 2 Ob 167/73 Veröff: RZ 1974/121 S 213 TE OGH 1974-05-09 2 Ob 143/74 TE OGH 1974-12-05 6 Ob 211/74 Auch; Beisatz: Fehlen Feststellungen, ob hinsichtlich jeder einzelnen von mehreren Forderungen ein, wenn auch noch so geringer, Schaden tatsächlich eingetreten ist, dann liegt darin ein im Rahmen der rechtlichen Beurteilung wahrzunehmender Feststellungsmangel. (T2) TE OGH 1975-11-13 2 Ob 221/75 TE OGH 1977-06-02 2 Ob 86/77 Beisatz: Erhobene Rüge vom Berufungsgericht als nicht berechtigt angesehen. (T3) Veröff: ZVR 1978/241 S 276 TE OGH 1977-10-20 6 Ob 673/77 TE OGH 1979-05-03 7 Ob 621/79 Beis wie T2; Veröff: SZ 52/73 TE OGH 1979-07-04 3 Ob 538/78 TE OGH 1980-06-17 4 Ob 139/79 Beisatz: Die Frage, ob dies auch im arbeitsgerichtlichen Berufungsverfahren gilt, bleibt ausdrücklich offen. (T4) Veröff: SZ 53/92 TE OGH 1980-12-16 2 Ob 175/80 nur: Ein prozessualer Verstoß durch Fällung eines Zwischenurteils muss ausdrücklich gerügt werden. (T5) TE OGH 1981-04-07 2 Ob 249/80 Vgl; nur T5; Beis wie T2 TE OGH 1983-02-01 2 Ob 18/83 Vgl; Beis wie T2 TE OGH 1983-06-07 5 Ob 600/83 Beisatz: Hier: Teilzwischenurteil. Das Erstgericht hat nur über jenen Teil der Klageforderung entschieden, der ausschließlich mit der auf die Pönalvereinbarung gestützten Aufrechnungseinrede bekämpft worden war, und zwar zugleich mit der Entscheidung über diese Aufrechnungseinrede selbst. (T6) TE OGH 1986-02-18 2 Ob 7/86 Auch; Beis wie T2 TE OGH 1987-02-24 2 Ob 598/86 Beis wie T2 TE OGH 1987-05-12 2 Ob 26/87 nur T5 TE OGH 1988-04-14 7 Ob 507/88 nur T5; Beis wie T2 TE OGH 1988-11-22 2 Ob 70/88 Veröff: ZfRV 1989,294 TE OGH 1989-04-06 7 Ob 548/89 Vgl; Beis wie T2 TE OGH 1990-09-26 2 Ob 78/90 TE OGH 1995-03-14 10 Ob 527/94 TE OGH 1998-12-23 9 ObA 290/98g TE OGH 1999-02-09 7 Ob 1/99v Beisatz: Hier: Teilurteil. (T7) TE OGH 2000-09-19 10 ObS 227/00f TE OGH 2005-10-06 6 Ob 187/05a Auch; Beisatz: Hier: Die Frage der Zulässigkeit eines Zwischenurteils ist zwar grundsätzlich eine prozessuale Frage; ihre unrichtige Lösung bedeutet eine Mangelhaftigkeit des Verfahrens erster Instanz. Die unterlassene Prüfung des rechtlichen Interesses der Klägerin an der begehrten Feststellung ist jedoch mit Rechtsrüge bekämpfbar, weil es dabei auch um eine materiellrechtliche Anspruchsvoraussetzung geht. (T8); Beisatz: Bei Feststellungsbegehren über die Haftung für künftige Schäden darf kein Zwischenurteil über den Grund des Anspruchs gefällt werden, weil für die Bejahung des Anspruchsgrundes alle Anspruchsvoraussetzungen feststehen müssen, dann aber schon eine Endentscheidung über den Feststellungsanspruch gefällt werden kann. Entweder das Feststellungsbegehren besteht zu Recht, weil mit künftigen Schäden zu rechnen ist, dann kann ihm schon jetzt stattgegeben werden, oder künftige Schäden sind auszuschließen, dann ist es zur Gänze schon jetzt abzuweisen. (T9) TE OGH 2006-06-21 7 Ob 45/06b Vgl auch; Beis wie T8 nur: Die Frage der Zulässigkeit eines Zwischenurteils ist zwar grundsätzlich eine prozessuale Frage; ihre unrichtige Lösung bedeutet eine Mangelhaftigkeit des Verfahrens erster Instanz. (T10); Veröff: SZ 2006/91 TE OGH 2008-08-05 8 Ob 70/08i Vgl aber; nur T5; Beisatz: Zwar sind Zwischenurteile hinsichtlich ihrer formellen Voraussetzungen grundsätzlich nur im Rahmen einer geltend zu machenden (hier jedoch unterbliebenen) Mangelhaftigkeit des Verfahrens überprüfbar; dies gilt jedoch nicht für der rechtlichen Beurteilung zuzuordnende Feststellungsmängel zur Lösung der materiell-rechtlichen Frage der Anspruchsvoraussetzungen, deren rechtliche Beurteilung jedenfalls revisibel ist. (T11); Beisatz: Siehe auch RS0123877 und 7 Ob 45/06b. (T12) TE OGH 2009-10-29 2 Ob 157/09s Auch; Beis wie T10; Auch Beis wie T11 TE OGH 2010-01-28 2 Ob 144/09d Vgl; Beis wie T10; Auch Beis wie T11 TE OGH 2013-02-27 6 Ob 224/12b Vgl TE OGH 2014-07-09 2 Ob 212/13k Auch; Bei ähnlich wie T8; Beis ähnlich wie T9; Beisatz: Die unrichtige Bejahung eines Feststellungsinteresses ist auch im Verfahren vor dem Revisionsgericht von Amts wegen aufzugreifen. (T13) TE OGH 2015-07-14 5 Ob 23/15s Auch; Beisatz: Hier: Versäumte Mängelrüge gegen Zwischenbeschluss in einer wohnrechtlichen Außerstreitsache. (T14) TE OGH 2016-01-19 2 Ob 186/15i Vgl auch; Beis wie T10; Beisatz: Ein unzulässiges Zwischenurteil über ein schadenersatzrechtliches Feststellungsbegehren bedeutet aber auch die unrichtige Bejahung eines Feststellungsinteresses, was nach ständiger Rechtsprechung auch im Verfahren vor dem Revisionsgericht von Amts wegen aufzugreifen ist. (T15) TE OGH 2018-12-20 1 Ob 169/18m Vgl auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Prozessual unzulässiger Zwischenbeschluss nach § 36 Abs 2 AußStrG über die Feststellung des Aufteilungsstichtags im nachehelichen Aufteilungsverfahren. (T16)Vgl auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Prozessual unzulässiger Zwischenbeschluss nach Paragraph 36, Absatz 2, AußStrG über die Feststellung des Aufteilungsstichtags im nachehelichen Aufteilungsverfahren. (T16) Beisatz: Von Amts wegen ist darauf nicht Bedacht zu nehmen. (T17) Beisatz: Verfahrensmangel erster Instanz, der bei Verneinung durch das Gericht zweiter Instanz nicht neuerlich geltend gemacht werden kann. (T18) TE OGH 2019-01-24 6 Ob 199/18k Vgl auch; Beis wie T10; Beisatz: Dass es sich bei der Zulässigkeit eines Zwischenurteils um eine Frage des Verfahrens erster Instanz handelt, die im Fall der Verneinung eines Verfahrensmangels durch das Berufungsgericht nicht an den Obersten Gerichtshof herangetragen werden kann, gilt nicht, wenn sich die Frage der Erlassung eines Zwischenurteils aus materiell-rechtlichen Gründen stellt; in diesem Fall handelt es sich vielmehr um eine Rechtsfrage. (T19) Veröff: SZ 2019/6 TE OGH 2019-04-24 7 Ob 46/19v Beis wie T19 TE OGH 2019-04-30 1 Ob 112/18d Vgl; Beis wie T10; Beis wie T17; Beisatz: Dies gilt auch im außerstreitigen Verfahren für die Frage der Zulässigkeit eines Zwischenbeschlusses nach § 36 Abs 2 AußStrG. (T20)Vgl; Beis wie T10; Beis wie T17; Beisatz: Dies gilt auch im außerstreitigen Verfahren für die Frage der Zulässigkeit eines Zwischenbeschlusses nach Paragraph 36, Absatz 2, AußStrG. (T20) Beisatz: Hier: Unzulässiger Zwischenbeschluss über die Vorfragen, welche Aktiva (oder Passiva) der Ehegatten in die Aufteilung nach §§ 81ff EheG einzubeziehen sind. (T21)Beisatz: Hier: Unzulässiger Zwischenbeschluss über die Vorfragen, welche Aktiva (oder Passiva) der Ehegatten in die Aufteilung nach Paragraphen 81 f, f, EheG einzubeziehen sind. (T21) Beisatz: Wird der Verfahrensmangel der Unzulässigekeit des Zwischenbeschlusses nicht geltend gemacht, so ist der Beschluss nur dann aufzuheben, wenn die zugrunde liegende Frage materiell‑rechtlich unrichtig gelöst wurde. (T22); Veröff: SZ 2019/37 TE OGH 2019-09-24 5 Ob 112/19k TE OGH 2020-09-22 4 Ob 96/20a Beis wie T8; Beis wie T18 TE OGH 2021-04-29 5 Ob 177/20w Vgl; Beis wie T10 TE OGH 2022-02-22 2 Ob 6/22d Vgl; Beis nur wie T10 TE OGH 2022-07-14 1 Ob 125/22x Beis wie T16; Beis wie T20; Beis wie T22; Beisatz: Hier: Als "Zwischenbeschluss" bezeichnete Entscheidung in einem außerstreitigen Aufteilungsverfahren über die Zugehörigkeit von Vermögensgegenständen zur Aufteilungsmasse. (T23) TE OGH 2022-09-14 1 Ob 103/22m Beis wie T10; Beis wie T22; Beis wie T23 TE OGH 2024-06-25 1 Ob 66/24y Beisatz wie T10; Beisatz wie T16; Beisatz wie T20; Beisatz wie T22 TE OGH 2024-10-09 1 Ob 157/24f Beisatz wie T22 TE OGH 2024-10-15 2 Ob 66/24f nur T10 TE OGH 2025-06-03 5 Ob 225/24k Beisatz wie T10 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1964:RS0040918
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