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{'item': '6Ob220/64; 4Ob63/69; 5Ob126/72; 4Ob68/73; 7Ob8/75; 1Ob188/75; 5Ob631/76; 1Ob735/76; 5Ob748/79; 4Ob92/81; 3Ob609/85; 3Ob116/04m; 7Ob111/06h;

RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0014913 Entscheidungsdatum03.07.2025 Geschäftszahl6Ob220/64; 4Ob63/69; 5Ob126/72; 4Ob68/73; 7Ob8/75; 1Ob188/75; 5Ob631/76; 1Ob735/76; 5Ob748/79; 4Ob92/81; 3Ob609/85; 3Ob116/04m; 7Ob111/06h; 6Ob148/07v; 5Ob195/09a; 8Ob25/10z; 8ObA93/10z; 5Ob146/11y; 3Ob65/13z; 7Ob48/17k; 6Ob55/19k; 8Ob76/19p; 9Ob69/19s; 9ObA100/21b; 3Ob66/25i; 6Ob81/25t NormABGB §871 BII RechtssatzUnterschied zwischen Geschäfts- und Motivirrtum. Geschäftsirrtum ist wie Erklärungsirrtum zu behandeln. EntscheidungstexteTE OGH 1964-09-09 6 Ob 220/64 Veröff: JBl 1965,318 TE OGH 1969-10-21 4 Ob 63/69 Veröff: SZ 42/155 = EvBl 1970/82 S 128 = Arb 8669 = SOZ IAd,883 = JBl 1970,536 (mit kritischer Stellungsnahme von Spielbüchler) = Ind 1970 3/4/755 = DRdA 1970,228 (Dirschmied) = ZAS 1971,13 (krit Mayer-Maly) TE OGH 1972-06-20 5 Ob 126/72 Beisatz: Geschäftsirrtum setzt eine unrichtige Vorstellung der Streitteile von innerhalb des Geschäfts liegenden Umständen voraus. (T1) TE OGH 1973-09-25 4 Ob 68/73 Veröff: Arb 9142 = SozM IAd,1069 = ZAS 1975,19 (krit Spielbüchler) TE OGH 1975-01-23 7 Ob 8/75 Beis wie T1; Veröff: EvBl 1975/205 = JBl 1976,145 TE OGH 1975-10-08 1 Ob 188/75 Beis wie T1 TE OGH 1976-07-13 5 Ob 631/76 Beis wie T1; Beisatz: Hier: Unrichtige Vorstellung über eine für das Geschäft bedeutsame Eigenschaft des Geschäftspartners. (T2) TE OGH 1977-01-26 1 Ob 735/76 Beisatz: Man kann sich der vertraglichen Verpflichtung nicht mit der Begründung entziehen, man sei bei der Willensbildung unter einem psychologischen Kaufzwang gestanden. (T3) TE OGH 1980-01-15 5 Ob 748/79 TE OGH 1981-09-29 4 Ob 92/81 Vgl; Veröff: DRdA 1983,370 (Bernat) TE OGH 1986-01-22 3 Ob 609/85 Beisatz: Ein "Irrtum über Zukünftiges" ist in aller Regel nicht als Geschäftsirrtum im engeren Sinn, sondern als unbeachtlicher Motivirrtum einzustufen. (T4) Veröff: SZ 59/17 TE OGH 2004-11-24 3 Ob 116/04m Vgl auch; Beis ähnlich wie T1 TE OGH 2007-03-28 7 Ob 111/06h Vgl auch; Beisatz: Die Abgrenzung zwischen dem Wertirrtum, der im Regelfall einen unbeachtlichen Motivirrtum darstellt, und dem Irrtum über die Eigenschaft der Sache, der Geschäftsirrtum ist, kann schwierig sein. Erst durch Vertragsauslegung kann jeweils festgestellt werden, ob der Umstand, über den geirrt wurde, zum Geschäft selbst gehört. (T5) TE OGH 2007-07-13 6 Ob 148/07v Auch; Beis wie T4; Beisatz: Ein Irrtum über den Wert der Sache ist in der Regel unbeachtlich. (T6) Beisatz: Die Abgrenzung zwischen Geschäftsirrtum im engeren Sinne und bloßem Motivirrtum kann nur im Einzelfall nach dessen konkreten Umständen vorgenommen werden (so schon 3Ob 116/04m). (T7) TE OGH 2010-06-22 5 Ob 195/09a Vgl; Beis ähnlich wie T5; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Erst durch Vertragsauslegung im Einzelfall und auf der Grundlage der Feststellungen über das Zustandekommen des Vertrags und das Vertragsverständnis der Parteien kann festgestellt werden, ob ein Umstand zum Inhalt (Gegenstand) des Geschäft gehörte und ob darüber ein Irrtum vorlag. (T8) TE OGH 2010-09-22 8 Ob 25/10z Auch; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Im Fall des Verkaufs börsennotierter Wertpapiere können Fehlvorstellungen über die künftige Wert‑ und Kursentwicklung (zumindest mangels anderslautender Vereinbarung) nur als Motivirrtum qualifiziert werden. Hingegen betrifft eine Fehlvorstellung über eine dem Anlageprodukt immanente Begrenzung des Verlustpotentials wegen einer besonderen Risikoabsicherung (zB Ausfallgarantie, Versicherung, Pfandrechte) oder darüber, ob eine direkte Investition in Güter erfolgt, nicht nur im Vorfeld des Kaufentschlusses liegende individuelle Erwartungen, sondern für die Identität des Kaufgegenstands maßgebliche und daher den Inhalt des Geschäfts bestimmende Eigenschaften. Die Risikogeneigtheit einer Anlageform ist als Produkteigenschaft anzusehen. (T9) Veröff: SZ 2010/113 TE OGH 2011-04-26 8 ObA 93/10z Beis wie T4; Beis wie T7 TE OGH 2012-05-16 5 Ob 146/11y Vgl; Beis ähnlich wie T9 TE OGH 2013-08-21 3 Ob 65/13z Auch; Beis wie T9 TE OGH 2017-05-17 7 Ob 48/17k Vgl; Beis wie T9 TE OGH 2019-04-25 6 Ob 55/19k Vgl; Beis wie T4; Beis wie T7 TE OGH 2019-08-29 8 Ob 76/19p Auch; Beis wie T4 TE OGH 2019-11-28 9 Ob 69/19s Vgl; Beis wie T7 TE OGH 2021-09-28 9 ObA 100/21b Beis wie T7; Beis wie T8 TE OGH 2025-05-28 3 Ob 66/25i vgl; Beisatz wie T4 Beisatz: hier: erforderliche Verfahrensergänzung zur Schlüssigstellung des Vorbringens (Wegfall der Vergleichsgrundlage oder Irrtum über Zukünftiges). (T10) TE OGH 2025-07-03 6 Ob 81/25t Beisatz nur wie T9: Nur: Ein durch irreführende Werbebroschüren verursachter Irrtum über die Risikogeneigtheit und Wertstabilität eines Wertpapiers kommt als Haftungsgrund infrage. (TXX) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1964:RS0014913

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KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.