RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0067534 Entscheidungsdatum25.11.2025 Geschäftszahl7Ob193/65; 7Ob90/71; 1Ob25/73; 3Ob52/74; 4Ob589/74; 1Ob300/75; 8Ob597/85; 1Ob707/87; 7Ob632/88; 3Ob29/06w; 3Ob34/15v; 1Ob30/15s; 5Ob76/15k; 10Ob83/15a; 7Ob144/15z; 9Ob65/15x; 7Ob35/18z; 4Ob63/19x; 1Ob151/20t; 9Ob19/21s; 9Ob82/22g; 4Ob180/25m NormMG §19 Abs2 Z3 A1 MRG §30 Abs2 Z3 F RechtssatzDie Frage, ob der Mieter nach der Aufkündigung sein unleidliches Verhalten fortsetzte, ist unwesentlich, da es genügt, dass im Zeitpunkt der Aufkündigung die Voraussetzungen für sie vorhanden waren. (vgl MietSlg 7319 ua).Die Frage, ob der Mieter nach der Aufkündigung sein unleidliches Verhalten fortsetzte, ist unwesentlich, da es genügt, dass im Zeitpunkt der Aufkündigung die Voraussetzungen für sie vorhanden waren. vergleiche MietSlg 7319 ua). EntscheidungstexteTE OGH 1965-07-07 7 Ob 193/65 Veröff: MietSlg 17385 TE OGH 1971-06-30 7 Ob 90/71 Veröff: ImmZ 1971,254 = MietSlg 23332 TE OGH 1973-03-07 1 Ob 25/73 Veröff: MietSlg 25269 TE OGH 1974-06-11 3 Ob 52/74 Veröff: MietSlg 26235 TE OGH 1974-10-01 4 Ob 589/74 Auch; Veröff: MietSlg 26234 TE OGH 1975-11-19 1 Ob 300/75 Veröff: MietSlg 27351 TE OGH 1986-01-09 8 Ob 597/85 Vgl; Beisatz: Die Einstellung eines dem Mieter zum Vorwurf gemachten Verhaltens nach der Kündigung hebt den Kündigungstatbestand zwar nicht allgemein auf, muss aber bei der Beurteilung, ob das Gesamtverhalten die Kündigung rechtfertigt, mitberücksichtigt werden. (T1) Veröff: MietSlg XXXVIII/4 TE OGH 1988-01-20 1 Ob 707/87 TE OGH 1988-07-28 7 Ob 632/88 TE OGH 2006-02-15 3 Ob 29/06w Vgl aber; Beisatz: Grundsätzlich sind für die Beurteilung von Kündigungsgründen die Umstände im Zeitpunkt der Zustellung der Aufkündigung maßgeblich. Wenn allerdings der gekündigte Mieter nach Zustellung der Aufkündigung sein unleidliches Verhalten einstellt, ist die Verhaltensänderung bei der Beurteilung des Gesamtverhaltens mitzuberücksichtigen und kann bei Vorliegen einer positiven Zukunftsprognose zur Klageabweisung führen, sofern die Wiederholung der bisherigen Unzukömmlichkeiten ausgeschlossen werden kann. (T2) TE OGH 2015-03-18 3 Ob 34/15v Auch; Beis wie T2 TE OGH 2015-03-19 1 Ob 30/15s Auch TE OGH 2015-07-14 5 Ob 76/15k Vgl auch; Beis ähnlich wie T2 TE OGH 2015-10-01 10 Ob 83/15a Vgl aber; Beis wie T2 TE OGH 2015-11-19 7 Ob 144/15z TE OGH 2015-11-26 9 Ob 65/15x Vgl auch; Beis ähnlich wie T2 TE OGH 2018-03-21 7 Ob 35/18z Vgl aber TE OGH 2019-04-25 4 Ob 63/19x Vgl TE OGH 2020-09-23 1 Ob 151/20t Beis wie T1; Beis wie T2 TE OGH 2021-09-02 9 Ob 19/21s TE OGH 2023-01-24 9 Ob 82/22g Vgl; Beis wie T2 TE OGH 2025-11-25 4 Ob 180/25m Beisatz: Hier: Dass die Vorinstanzen allein aus dem Datum des letzten Polizeieinsatzes – noch ein halbes Jahr nach der gerichtlichen Aufkündigung, aber ein halbes Jahr vor Schluss der Verhandlung in erster Instanz – nicht abgleitet haben, dass eine Wiederholung von unleidlichem Verhalten in Zukunft ausgeschlossen wäre, führt zu keiner Überschreitung ihres Ermessensspielraums. (T3) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1965:RS0067534
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