RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0019356 Entscheidungsdatum15.10.2025 Geschäftszahl6Ob345/65; 1Ob299/71; 7Ob152/72; 8Ob261/75; 5Ob255/75; 5Ob588/76; 1Ob768/76; 5Ob524/77; 7Ob590/77; 6Ob533/78; 4Ob583/78; 8Ob507/80; 7Ob605/81; 6Ob3/83; 1Ob701/85; 1Ob683/87; 6Ob5/90; 1Ob532/91; 5Ob67/92; 7Ob620/94; 4Ob303/98g; 1Ob309/98t; 4Ob246/99a; 6Ob24/01z; 6Ob175/01f; 6Ob128/05z; 2Ob57/06f; 6Ob153/07d; 10Ob33/08p; 9Ob57/07h; 6Ob232/09z; 1Ob3/10p; 5Ob191/10i; 6Ob140/11y; 2Ob14/12s; 1Ob97/19z; 8Ob88/23h; 2Ob248/23v; 2Ob28/25v; 13Os41/25s NormABGB §938 B RechtssatzEine gemischte Schenkung setzt nicht nur ein Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung, sondern auch eine Schenkungsabsicht voraus. EntscheidungstexteTE OGH 1966-03-16 6 Ob 345/65 Veröff: JBl 1967,257 TE OGH 1971-11-11 1 Ob 299/71 TE OGH 1972-07-05 7 Ob 152/72 TE OGH 1976-03-03 8 Ob 261/75 TE OGH 1976-03-23 5 Ob 255/75 Beisatz: Schenkungsabsicht (Tatsachenfeststellung) kann aus objektivem Missverhältnis in Verbindung mit anderen Umständen erschlossen werden. (T1) Veröff: SZ 49/43 = JBl 1976,425 = NZ 1978,140 TE OGH 1976-06-01 5 Ob 588/76 Vgl aber; Beisatz: Eine gemischte Schenkung ist nicht schon dann anzunehmen, wenn die Leistung der einen Seite objektiv wertvoller ist als die der anderen, entscheidend ist, dass die Parteien einen Teil einer Leistung als geschenkt ansehen wollen. (T2) Veröff: SZ 49/75 = JBl 1977,259 TE OGH 1977-03-02 1 Ob 768/76 TE OGH 1977-03-15 5 Ob 524/77 Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 255/75 TE OGH 1977-06-30 7 Ob 590/77 Veröff: SZ 50/101 TE OGH 1978-03-09 6 Ob 533/78 Auch; Beis wie T2 TE OGH 1979-05-29 4 Ob 583/78 Auch; Beis wie T1; Beisatz: Übergabsvertrag (T3) TE OGH 1980-09-11 8 Ob 507/80 Beisatz: Wenn auch eine allenfalls verschleierte Schenkungsabsicht. (T4) TE OGH 1981-11-12 7 Ob 605/81 Beis wie T1; Veröff: NZ 1983,184 TE OGH 1984-03-29 6 Ob 3/83 Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Es ist erforderlich, dass sich die Vertragspartner des doppelten Charakters der Leistung als teilweise entgeltlich, teilweise unentgeltlich bewusst gewesen sind, beide die teilweise Unentgeltlichkeit des Rechtsgeschäftes gewollt und ausdrücklich oder schlüssig zum Ausdruck gebracht haben. (T5) TE OGH 1986-01-15 1 Ob 701/85 Beis wie T1; Beis wie T5; Veröff: SZ 59/6 TE OGH 1987-12-09 1 Ob 683/87 Zweiter Rechtsgang zu 1 Ob 701/85; Veröff: NZ 1989,98 TE OGH 1990-05-31 6 Ob 5/90 TE OGH 1991-04-24 1 Ob 532/91 Beis wie T1; Beis wie T5 TE OGH 1992-04-07 5 Ob 67/92 Auch; Veröff: NZ 1993,238 (Hofmeister, 243) TE OGH 1994-10-19 7 Ob 620/94 Beis wie T1 TE OGH 1998-12-15 4 Ob 303/98g Auch; Beis wie T1; Beis wie T5 nur: Es ist erforderlich, dass sich die Vertragspartner des doppelten Charakters der Leistung als teilweise entgeltlich, teilweise unentgeltlich bewusst gewesen sind. (T6) TE OGH 1999-03-23 1 Ob 309/98t TE OGH 1999-09-28 4 Ob 246/99a Vgl auch; Veröff: SZ 72/143 TE OGH 2001-02-22 6 Ob 24/01z Auch; Beis wie T2; Beis wie T3 TE OGH 2001-10-18 6 Ob 175/01f Auch TE OGH 2005-07-14 6 Ob 128/05z Auch; Beisatz: Ganz allgemein gilt für die gemischte Schenkung, dass es auf den Parteiwillen ankommt, ob ein Teil der Leistung als geschenkt angesehen werden kann. Eine gemischte Schenkung kann keinesfalls schon deshalb angenommen werden, weil die Leistung der einen Seite objektiv wertvoller ist als die der anderen, wenn das Entgelt für eine Leistung bewusst niedrig, unter ihrem objektiven Wert angesetzt wurde und sich ein Vertragspartner mit einer unter dem Wert seiner Leistung liegenden Gegenleistung begnügte oder sich die Partner des objektiven Missverhältnisses der ausgetauschten Werte bewusst waren. Hier: Bäuerlicher Übergabsvertrag. (T7); Veröff: SZ 2005/103 TE OGH 2007-02-22 2 Ob 57/06f Auch; Beis wie T2 TE OGH 2007-07-13 6 Ob 153/07d Beis wie T7 nur: Ganz allgemein gilt für die gemischte Schenkung, dass es auf den Parteiwillen ankommt, ob ein Teil der Leistung als geschenkt angesehen werden kann. Eine gemischte Schenkung kann keinesfalls schon deshalb angenommen werden, weil die Leistung der einen Seite objektiv wertvoller ist als die der anderen und sich die Partner des objektiven Missverhältnisses der ausgetauschten Werte bewusst waren. Hier: Bäuerlicher Übergabsvertrag. (T8) TE OGH 2008-04-22 10 Ob 33/08p Beis wie T5; Beis ähnlich wie T8 TE OGH 2008-11-25 9 Ob 57/07h Vgl; Beis wie T6 TE OGH 2010-01-14 6 Ob 232/09z Vgl auch; Beisatz: Ob eine gemischte Schenkung vorliegt, ist regelmäßig eine Frage des Einzelfalls. (T9); Bem: Hier: Bäuerlicher Übergabsvertrag (T10) TE OGH 2010-04-20 1 Ob 3/10p TE OGH 2011-01-24 5 Ob 191/10i Vgl auch; Beisatz: Ein krasses Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung kann ‑ insbesondere bei schutzwürdigen Interessen pflichtteilsberechtigter Dritter ‑ Schenkungsabsicht indizieren. (T11) TE OGH 2012-04-19 6 Ob 140/11y TE OGH 2012-08-07 2 Ob 14/12s TE OGH 2019-06-25 1 Ob 97/19z Beisatz: In Bezug auf einen Teil der vom Übergeber erbrachten Leistung. (T12) TE OGH 2023-10-19 8 Ob 88/23h vgl; Beisatz nur wie T1: Hier: Annahme einer unentgeltliche Vermögenszuwendung, weil im Zeitpunkt der Provisionszusage keine Gegenleistung mehr erbracht werden konnte – auch wenn keine ausdrücklichen Feststellungen zur Schenkungsabsicht getroffen wurden. (T13) TE OGH 2024-11-19 2 Ob 248/23v TE OGH 2025-07-29 2 Ob 28/25v Beisatz: Hier: Zurückverweisung aufgrund fehlender Feststellungen zur Schenkungsabsicht. (T14) TE OGH 2025-10-15 13 Os 41/25s vgl European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1966:RS0019356
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