RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0099852 Entscheidungsdatum09.05.2023 Geschäftszahl12Os218/66; 11Os112/67; 11Os157/70; 12Os155/73; 12Os100/80; 12Os155/80; 9Os144/80; 12Os154/80; 13Os35/81; 13Os131/81; 12Os96/81; 12Os89/81; 13Os140/81; 13Os174/83; 10Os33/85; 9Os128/85; 13Os38/86; 13Os136/87; 11Os50/88; 12Os78/91; 14Os90/97; 11Os82/02; 12Os62/03; 13Os12/10d; 13Os147/10g; 14Os186/13d; 11Os131/17z; 11Os145/17h; 14Os67/18m; 11Os65/20y; 13Os54/20w; 13Os20/20w; 15Os64/22h; 11Os43/23t NormStPO aF §281 Z11 Aa StPO aF §281 Z11 B StGB §31 StGB §40 RechtssatzEine Überschreitung der Grenzen des gesetzlichen Strafsatzes im Sinne des Nichtigkeitsgrundes des § 281 Abs 1 Z 11 StPO bei der Ausmessung der Strafe wird nicht nur begründet, wenn letztere unter dem Mindestmaß oder über dem Höchstmaß liegt, sondern auch dann, wenn der unterlaufene Fehler im Ausspruch über die Strafhöhe (und die Straftat) nicht sichtbar wird (SSt 30/10).Eine Überschreitung der Grenzen des gesetzlichen Strafsatzes im Sinne des Nichtigkeitsgrundes des Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 11, StPO bei der Ausmessung der Strafe wird nicht nur begründet, wenn letztere unter dem Mindestmaß oder über dem Höchstmaß liegt, sondern auch dann, wenn der unterlaufene Fehler im Ausspruch über die Strafhöhe (und die Straftat) nicht sichtbar wird (SSt 30/10). EntscheidungstexteTE OGH 1967-06-23 12 Os 218/66 Veröff: SSt 38/40 = EvBl 1968/188 S 301 TE OGH 1968-06-24 11 Os 112/67 Veröff: EvBl 1969/28 S 48 TE OGH 1970-11-26 11 Os 157/70 TE OGH 1974-01-08 12 Os 155/73 Ähnlich auch TE OGH 1980-10-23 12 Os 100/80 Beisatz: Hier: Überhöhter strafbestimmender Wertbetrag bei Geldstrafen nach §§ 38 Abs 1 bzw 35 Abs 4 FinStrG. (T1)Beisatz: Hier: Überhöhter strafbestimmender Wertbetrag bei Geldstrafen nach Paragraphen 38, Absatz eins, bzw 35 Absatz 4, FinStrG. (T1) TE OGH 1980-11-13 12 Os 155/80 Beis wie T1 TE OGH 1981-01-13 9 Os 144/80 Beis wie T1 TE OGH 1981-02-12 12 Os 154/80 Beis wie T1 TE OGH 1981-05-21 13 Os 35/81 Vgl auch TE OGH 1981-12-17 13 Os 131/81 Vgl aber; Beisatz: Nichtigkeit nur bei Überschreitung der Strafbefugnis. (T2) TE OGH 1981-10-22 12 Os 96/81 TE OGH 1981-11-26 12 Os 89/81 TE OGH 1982-04-29 13 Os 140/81 Vgl aber; Beis wie T2; Beisatz: Gegen 12 Os 100/80 ff. (T3) TE OGH 1984-04-05 13 Os 174/83 Vgl aber; Beis wie T3; Veröff: SSt 55/12 = EvBl 1984/158 S 638 TE OGH 1985-06-25 10 Os 33/85 TE OGH 1985-10-02 9 Os 128/85 TE OGH 1986-06-12 13 Os 38/86 Vgl aber; Beis wie T2 TE OGH 1988-01-28 13 Os 136/87 Vgl aber TE OGH 1988-06-28 11 Os 50/88 Vgl auch TE OGH 1991-11-07 12 Os 78/91 Vgl auch; Beisatz: Die Ausmessung der Strafe unter Anwendung des § 41 StGB nach einem unrichtigen Strafsatz ist mit Nichtigkeit behaftet, wenn das Gericht ohne Anwendung des außerordentlichen Milderungsrechts zu der selben Strafe hätte gelangen können. (T4)Vgl auch; Beisatz: Die Ausmessung der Strafe unter Anwendung des Paragraph 41, StGB nach einem unrichtigen Strafsatz ist mit Nichtigkeit behaftet, wenn das Gericht ohne Anwendung des außerordentlichen Milderungsrechts zu der selben Strafe hätte gelangen können. (T4) TE OGH 1997-09-09 14 Os 90/97 Auch TE OGH 2002-10-22 11 Os 82/02 Auch TE OGH 2003-07-31 12 Os 62/03 Vgl auch; Beisatz: Geht ein Gericht - bei in der Hauptverhandlung vorgekommenem (§ 258 Abs 1 StPO) Vor-Urteil - entgegen § 31 Abs 1 StGB von einem zu weiten Strafrahmen aus, ist der Strafausspruch wegen Überschreitung der Strafbefugnis selbst dann mit Nichtigkeit gemäß § 281 Abs 1 Z 11 (§ 345 Abs 1 Z 13) erster Fall StPO behaftet, wenn die ausgemessene Sanktion innerhalb des richtigen Rahmens liegt. (T5)Vgl auch; Beisatz: Geht ein Gericht - bei in der Hauptverhandlung vorgekommenem (Paragraph 258, Absatz eins, StPO) Vor-Urteil - entgegen Paragraph 31, Absatz eins, StGB von einem zu weiten Strafrahmen aus, ist der Strafausspruch wegen Überschreitung der Strafbefugnis selbst dann mit Nichtigkeit gemäß Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 11, (Paragraph 345, Absatz eins, Ziffer 13,) erster Fall StPO behaftet, wenn die ausgemessene Sanktion innerhalb des richtigen Rahmens liegt. (T5) TE OGH 2011-02-17 13 Os 12/10d Auch; Beisatz: Hier: Rechtsirrige Annahme des durch § 38 Abs 1 FinStrG idF BGBl I 1999/28 eröffneten Strafrahmens bei gleichwohl erfolgter Bemessung innerhalb des von § 33 Abs 5 FinStrG gezogenen Rahmens. (T6)Auch; Beisatz: Hier: Rechtsirrige Annahme des durch Paragraph 38, Absatz eins, FinStrG in der Fassung BGBl römisch eins 1999/28 eröffneten Strafrahmens bei gleichwohl erfolgter Bemessung innerhalb des von Paragraph 33, Absatz 5, FinStrG gezogenen Rahmens. (T6) TE OGH 2011-04-07 13 Os 147/10g Auch; Beisatz: Wird die (primäre) Freiheitsstrafe unter Zugrundelegung eines (zum Nachteil des Angeklagten) falschen Strafrahmens verhängt, begründet dies Nichtigkeit gemäß § 281 Abs 1 Z 11 erster Fall StPO, auch wenn sie innerhalb des richtigen Strafrahmens liegt. (T7)Auch; Beisatz: Wird die (primäre) Freiheitsstrafe unter Zugrundelegung eines (zum Nachteil des Angeklagten) falschen Strafrahmens verhängt, begründet dies Nichtigkeit gemäß Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 11, erster Fall StPO, auch wenn sie innerhalb des richtigen Strafrahmens liegt. (T7) TE OGH 2014-02-25 14 Os 186/13d Vgl; Beis wie T5 TE OGH 2017-12-12 11 Os 131/17z Auch; Beisatz: Ist das Gericht verfehlt davon ausgegangen, dass es aufgrund des zeitlichen Verhältnisses der beiden Urteile und der von diesen erfassten Taten zueinander neben der vorbeugenden Maßnahme auch noch eine (Zusatz‑)Strafe hätte verhängen dürfen, ist Z 11 erster Fall ebenso anzunehmen, wie wenn das Gericht die Maßnahme – neben den einweisungsrelevanten Taten – auch auf solche gestützt hätte, die (wie hier die vom Vor‑Urteil erfassten, im Zustand der Zurechnungsfähigkeit begangenen) als Anlasstaten nicht infrage kommen. (T8)Auch; Beisatz: Ist das Gericht verfehlt davon ausgegangen, dass es aufgrund des zeitlichen Verhältnisses der beiden Urteile und der von diesen erfassten Taten zueinander neben der vorbeugenden Maßnahme auch noch eine (Zusatz‑)Strafe hätte verhängen dürfen, ist Ziffer 11, erster Fall ebenso anzunehmen, wie wenn das Gericht die Maßnahme – neben den einweisungsrelevanten Taten – auch auf solche gestützt hätte, die (wie hier die vom Vor‑Urteil erfassten, im Zustand der Zurechnungsfähigkeit begangenen) als Anlasstaten nicht infrage kommen. (T8) TE OGH 2017-12-12 11 Os 145/17h Auch TE OGH 2018-08-03 14 Os 67/18m Auch TE OGH 2020-09-01 11 Os 65/20y Vgl TE OGH 2020-09-16 13 Os 54/20w Vgl TE OGH 2020-09-16 13 Os 20/20w Vgl; Beis wie T1; Beis wie T6; Beisatz: Hier: überhöhter strafbestimmender Wertbetrag bei Geldstrafe nach § 33 Abs 5 FinStrG. (T9)Vgl; Beis wie T1; Beis wie T6; Beisatz: Hier: überhöhter strafbestimmender Wertbetrag bei Geldstrafe nach Paragraph 33, Absatz 5, FinStrG. (T9) TE OGH 2022-10-18 15 Os 64/22h Vgl TE OGH 2023-05-09 11 Os 43/23t vgl; Beisatz wie T7 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1967:RS0099852
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