RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0032131 Entscheidungsdatum10.07.1968 Geschäftszahl5Ob189/68; 5Ob10/70; 3Ob660/77; 4Ob579/79; 5Ob597/80 (5Ob598/80); 3Ob656/79; 1Ob641/80 (1Ob642/80); 3Ob586/81 (3Ob587/81); 7Ob724/81; 5Ob716/81; 1Ob565/85; 2Ob636/84; 1Ob592/87; 6Ob591/88; 8Ob675/90; 7Ob537/91; 8Ob2082/96a; 4Ob176/97d; 8Ob119/97a; 8Ob117/97g; 8Ob253/99k; 5Ob159/00v; 8Ob31/05z; 8Ob73/21z NormABGB §1346 D; WG Art30 RechtssatzIm Zweifel ist nicht anzunehmen, dass durch die Unterfertigung eines Wechsels eine doppelte Haftung, eine Bindung nach Wechselrecht und nach bürgerlichem Recht, übernommen werden soll. EntscheidungstexteTE OGH 1968-07-10 5 Ob 189/68 TE OGH 1970-01-28 5 Ob 10/70 Veröff: QuHGZ 1970 H3/71 TE OGH 1978-03-29 3 Ob 660/77 Beisatz: Die Übernahme einer Wechselbürgschaft (Skripturakt) begründet nur dann eine Haftung auch nach bürgerlichem Recht, wenn dies von den Parteien vereinbart wurde. (T1) TE OGH 1979-12-18 4 Ob 579/79 Beis wie T1; Beisatz: Die Bekräftigung und Bestätigung der Wechselverpflichtung bedeutet für sich keine Änderung ihres Inhaltes. (T2) TE OGH 1980-05-06 5 Ob 597/80 Beis wie T1; Veröff: SZ 53/75 TE OGH 1980-03-26 3 Ob 656/79 Beis wie T1 TE OGH 1980-07-09 1 Ob 641/80 Beis wie T1 TE OGH 1981-12-09 3 Ob 586/81 Auch; Beis wie T1 TE OGH 1982-04-15 7 Ob 724/81 TE OGH 1982-12-07 5 Ob 716/81 Beis wie T1; Veröff: SZ 55/187 TE OGH 1985-05-08 1 Ob 565/85 TE OGH 1986-04-22 2 Ob 636/84 Beis wie T1 TE OGH 1987-05-13 1 Ob 592/87 Beis wie T1 TE OGH 1988-05-30 6 Ob 591/88 Beis wie T1 TE OGH 1991-05-23 8 Ob 675/90 Veröff: EvBl 1991/188 S 819 = ÖBA 1992,83 = ecolex 1991,606 TE OGH 1991-06-27 7 Ob 537/91 Beis wie T1; Veröff: ÖBA 1992,74 (P Bydlinski) = RdW 1991,354 = ecolex 1991,767 TE OGH 1996-03-28 8 Ob 2082/96a Vgl aber; Beisatz: Die Erklärung des Wechselbürgen auf einem formungültigen Wechsel kann in eine Bürgschaftserklärung nach bürgerlichem Recht umgedeutet werden. (T3) Veröff: SZ 69/84 TE OGH 1997-06-10 4 Ob 176/97d Auch; Beis wie T1 TE OGH 1997-09-18 8 Ob 119/97a Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 70/182 TE OGH 1998-02-26 8 Ob 117/97g TE OGH 2000-05-11 8 Ob 253/99k Vgl auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 73/79 TE OGH 2000-06-15 5 Ob 159/00v Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Eine solche Vereinbarung bedarf nach § 1346 Abs 2 ABGB der Schriftform. (T4) Beisatz: Ob durch ein der wechselrechtlichen Verpflichtung nachfolgendes Verhalten eine über die wechselrechtliche Haftung hinausgehende gemeinrechtliche Haftung begründet wurde, ist nach den Umständen des Einzelfalls zu entscheiden (vergleiche ÖBA 1992, 83 = EvBl 1991/188, 819). (T5)Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Eine solche Vereinbarung bedarf nach Paragraph 1346, Absatz 2, ABGB der Schriftform. (T4) Beisatz: Ob durch ein der wechselrechtlichen Verpflichtung nachfolgendes Verhalten eine über die wechselrechtliche Haftung hinausgehende gemeinrechtliche Haftung begründet wurde, ist nach den Umständen des Einzelfalls zu entscheiden (vergleiche ÖBA 1992, 83 = EvBl 1991/188, 819). (T5) TE OGH 2005-05-04 8 Ob 31/05z Vgl; Beis wie T1 nur: Die Übernahme einer Wechselbürgschaft (Skripturakt) begründet dann eine Haftung auch nach bürgerlichem Recht, wenn dies von den Parteien vereinbart wurde. (T6); Veröff: SZ 2005/66 TE OGH 2021-11-29 8 Ob 73/21z Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Dabei ist unerheblich, ob über die Bürgenhaftung nach § 1357 ABGB und die Wechselbürgenhaftung getrennte Vereinbarungen geschlossen wurden. Maßgebend ist vielmehr, ob aufgrund eines inneren Sachzusammenhangs die Vereinbarungen als Einheit zu betrachten sind (8 Ob 128/10x). Ist von einer solchen „wechselmäßig unterlegten“ bürgerlich‑rechtlichen Bürgschaft auszugehen, stehen dem Bürgen auch die sich aus dem bürgerlichen Bürgschaftsrecht ergebenden Einwendungen zu. Derartige Einwendungen stehen auch dem Beklagten in einem Wechselmandatsverfahren zu. (T7)Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Dabei ist unerheblich, ob über die Bürgenhaftung nach Paragraph 1357, ABGB und die Wechselbürgenhaftung getrennte Vereinbarungen geschlossen wurden. Maßgebend ist vielmehr, ob aufgrund eines inneren Sachzusammenhangs die Vereinbarungen als Einheit zu betrachten sind (8 Ob 128/10x). Ist von einer solchen „wechselmäßig unterlegten“ bürgerlich‑rechtlichen Bürgschaft auszugehen, stehen dem Bürgen auch die sich aus dem bürgerlichen Bürgschaftsrecht ergebenden Einwendungen zu. Derartige Einwendungen stehen auch dem Beklagten in einem Wechselmandatsverfahren zu. (T7) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1968:RS0032131
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