RIS Dokument GerichtOGH Entscheidungsdatum04.09.1968 Geschäftszahl7Ob145/68; 7Ob109/69; 7Ob230/69; 7Ob29/70; 7Ob41/70; 7Ob205/71; 7Ob219/71; 7Ob47/73; 7Ob67/73; 7Ob173/73; 7Ob213/73; 7Ob200/74; 7Ob93/75; 7Ob144/75; 7Ob23/76; 7Ob46/76; 7Ob49/76; 7Ob68/76; 7Ob73/76; 7Ob10/77; 7Ob23/77; 7Ob18/77; 7Ob32/77; 7Ob29/78; 7Ob49/79; 7Ob21/80; 7Ob5/80; 7Ob45/80; 7Ob9/81; 7Ob5/81; 7Ob25/81; 7Ob38/81; 7Ob57/81; 7Ob21/84; 7Ob4/85; 7Ob3/88; 7Ob14/88; 7Ob3/89; 7Ob24/89; 7Ob1/90; 7Ob12/90; 7Ob28/93; 7Ob34/93; 7Ob37/93; 7Ob94/97t; 7Ob380/97a; 7Ob199/98k; 7Ob243/98f; 7Ob340/98w NormABGB §6 ABGB §7; EHVB P8 I litc;EHVB P8 römisch eins litc; RechtssatzDie Allgemeinen Versicherungsbedingungen sind wie Gesetze nach den Regeln der §§ 6 und 7 ABGB auszulegen. Die Vertragsbestimmung, wonach das Risiko bei Holzschlägerungen nur im eigenen Wald ohne Beteiligung nicht ständiger Arbeitskräfte durch die Versicherung gedeckt werden soll, stellt nur auf das dauernde Beschäftigungsverhältnis und nicht auf die fachlichen Fähigkeiten und das Verschulden dieser Arbeitskräfte ab.Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen sind wie Gesetze nach den Regeln der Paragraphen 6 und 7 ABGB auszulegen. Die Vertragsbestimmung, wonach das Risiko bei Holzschlägerungen nur im eigenen Wald ohne Beteiligung nicht ständiger Arbeitskräfte durch die Versicherung gedeckt werden soll, stellt nur auf das dauernde Beschäftigungsverhältnis und nicht auf die fachlichen Fähigkeiten und das Verschulden dieser Arbeitskräfte ab. EntscheidungstexteTE OGH 1968/09/04 7 Ob 145/68 Veröff: ZVR 1969/185 S 160 TE OGH 1969/07/09 7 Ob 109/69 nur: Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen sind wie Gesetze nach den Regeln der §§ 6 und 7 ABGB auszulegen. (T1) Veröff: NZ 1971,158 = VersRdSch 1970,57 = AnwBl 1970,165 = VersR 1971,680 = SZ 42/111 nur: Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen sind wie Gesetze nach den Regeln der Paragraphen 6 und 7 ABGB auszulegen. (T1) Veröff: NZ 1971,158 = VersRdSch 1970,57 = AnwBl 1970,165 = VersR 1971,680 = SZ 42/111 TE OGH 1970/01/21 7 Ob 230/69 nur T1 TE OGH 1970/02/25 7 Ob 29/70 nur T1; Veröff: SZ 43/54 TE OGH 1970/04/08 7 Ob 41/70 nur T1; Beisatz: Es ist also allein maßgebend, welchen Willen des Normengebers der Leser dem Vertragstext entnehmen kann, nicht aber, was der Normengeber seinerzeit wirklich gewollt hat. (T2) Veröff: JBl 1970,575 TE OGH 1971/11/24 7 Ob 205/71 nur T1; Beisatz: Hier: Pkt 3 Abs 4 lit a EHVB
- (T3) Veröff: VersR 1972,676 nur T1; Beisatz: Hier: Pkt 3 Absatz 4, Litera a, EHVB
- (T3) Veröff: VersR 1972,676 TE OGH 1971/12/15 7 Ob 219/71 nur T1; Veröff: EvBl 1972/258 S 492 = ZVR 1973/97 S 118 TE OGH 1973/04/04 7 Ob 47/73 nur T1; Beisatz: Hier: Pkt 19 Z 1 lit d EHVB
- (T4) Veröff: VersR 1974,404 nur T1; Beisatz: Hier: Pkt 19 Ziffer eins, Litera d, EHVB
- (T4) Veröff: VersR 1974,404 TE OGH 1973/04/11 7 Ob 67/73 nur T1; Beisatz: Hier: Art 4 lit g AKHB. (T5) Veröff: ZVR 1974/192 S 279 = RZ 1973/147 S 141 = VersR 1974,406 nur T1; Beisatz: Hier: Artikel 4, Litera g, AKHB. (T5) Veröff: ZVR 1974/192 S 279 = RZ 1973/147 S 141 = VersR 1974,406 TE OGH 1973/10/31 7 Ob 173/73 nur T1; Veröff: VersRdSch 1974,100 (Baumann) = VersR 1975,76 TE OGH 1973/11/28 7 Ob 213/73 nur T1; Beisatz: Hier: Art 6 Abs 2 lit b AKHB im Zusammenhalt mit § 64 Abs 1 KFG
- (T6) Veröff: EvBl 1974/164 S 354 = VersRdSch 1974,131 nur T1; Beisatz: Hier: Artikel 6, Absatz 2, Litera b, AKHB im Zusammenhalt mit Paragraph 64, Absatz eins, KFG
- (T6) Veröff: EvBl 1974/164 S 354 = VersRdSch 1974,131 TE OGH 1974/11/07 7 Ob 200/74 nur T1; Veröff: VersR 1975,746 TE OGH 1975/05/16 7 Ob 93/75 Vgl; nur T1; Beisatz: Unklarheitenregel - Auslegung aus dem AVersB im Zusammenhalt mit den gesamten Vertrag. (T7) Veröff: VersR 1976,1170 TE OGH 1975/09/04 7 Ob 144/75 nur T1; Beis wie T2; Veröff: VersR 1977,171 TE OGH 1976/04/08 7 Ob 23/76 Beis wie T2; Veröff: VersR 1977,463 TE OGH 1976/08/26 7 Ob 46/76 nur T1; Beis wie T2; Veröff: ZVR 1977/263 S 333 = SZ 49/101 = VersR 1977,948 TE OGH 1976/11/18 7 Ob 49/76 nur T1; Beis wie T2 TE OGH 1977/01/13 7 Ob 68/76 nur T1; Beis wie T2; Veröff: ZVR 1978/87 S 145 TE OGH 1977/01/13 7 Ob 73/76 nur T1; Beis wie T2; Veröff: VersR 1978,655 TE OGH 1977/02/17 7 Ob 10/77 nur T1; Veröff: ZVR 1978/79 S 117 = VersR 1978,288 TE OGH 1977/03/17 7 Ob 23/77 nur T1; Veröff: VersR 1978,165 TE OGH 1977/03/31 7 Ob 18/77 nur T1; Beis wie T2; Veröff: VersR 1978,335 TE OGH 1977/04/28 7 Ob 32/77 nur T1; Beis wie T2; Veröff: VersR 1978,264 TE OGH 1978/06/22 7 Ob 29/78 nur T1; Beis wie T2; Veröff: ZVR 1979/261 S 309 = VersR 1979,340 TE OGH 1979/11/07 7 Ob 49/79 nur T1; Beis wie T2 TE OGH 1980/04/24 7 Ob 21/80 nur T1; Beisatz: Auch ein Tarif, der allgemeine, auch für andere Versicherungsverträge geltende Bestimmungen enthält und von der Versicherungsaufsichtsbehörde genehmigt wurde; bei seiner Auslegung ist auf den Wortsinn und den allgemeinen Sprachgebrauch, auf den Zusammenhang mit den Versicherungsvertrag und den allgemeinen Versicherungsbedingungen sowie auf den Zweck der Regelung und darauf Bedacht zu nehmen, daß die Versicherung auf der Gefahrengemeinschaft, auf dem Massenprinzip aufbaut (hier: Tarif CD 46 mit Differenzkostengarantie). (T8) TE OGH 1980/02/14 7 Ob 5/80 nur T1; Beisatz: Maßgebend ist allein, welchen Willen des Versicherers der Versicherungsnehmer dem Text der Allgemeinen Versicherungsbedingungen im Zusammenhalt mit dem Versicherungsvertrag entnehmen kann, Auslegung des Art 5 AVB nach seinem Wortsinn und dem allgemeinen Sprachgebrauch, aber auch unter Bedachtnahme auf den Zweck dieser Regelung und einer Reisegepäckversicherung als solcher. (T9) nur T1; Beisatz: Maßgebend ist allein, welchen Willen des Versicherers der Versicherungsnehmer dem Text der Allgemeinen Versicherungsbedingungen im Zusammenhalt mit dem Versicherungsvertrag entnehmen kann, Auslegung des Artikel 5, AVB nach seinem Wortsinn und dem allgemeinen Sprachgebrauch, aber auch unter Bedachtnahme auf den Zweck dieser Regelung und einer Reisegepäckversicherung als solcher. (T9) TE OGH 1980/10/09 7 Ob 45/80 nur T1; Veröff: SZ 53/130 TE OGH 1981/05/14 7 Ob 9/81 nur T1; Beisatz: Art 8 Abs 1 Z 3 AKHB. (T10) Veröff: VersR 1982,788 = SZ 54/73 nur T1; Beisatz: Artikel 8, Absatz eins, Ziffer 3, AKHB. (T10) Veröff: VersR 1982,788 = SZ 54/73 TE OGH 1981/06/25 7 Ob 5/81 nur T1 TE OGH 1981/06/11 7 Ob 25/81 nur T1; Beisatz: Auslegung der Wildschadensklausel (Art 11 A I lit d AKIB) aus deren Zweck und nicht bloß nach dem Wortlaut, um eine möglichst gerechte Entscheidung im Einzelfall zu gewährleisten. (T11) Veröff: SZ 54/91 nur T1; Beisatz: Auslegung der Wildschadensklausel (Artikel 11, A römisch eins Litera d, AKIB) aus deren Zweck und nicht bloß nach dem Wortlaut, um eine möglichst gerechte Entscheidung im Einzelfall zu gewährleisten. (T11) Veröff: SZ 54/91 TE OGH 1981/09/17 7 Ob 38/81 nur T1; Beisatz: Bei seiner Auslegung ist auf den Wortsinn und den allgemeinen Sprachgebrauch, auf den Zusammenhang mit den Versicherungsvertrag und den allgemeinen Versicherungsbedingungen sowie auf den Zweck der Regelung und darauf Bedacht zu nehmen, daß die Versicherung auf der Gefahrengemeinschaft, auf dem Massenprinzip aufbaut. (T12) TE OGH 1982/07/08 7 Ob 57/81 nur T1; Beis wie T2; Veröff: VersR 1984,671 TE OGH 1984/06/20 7 Ob 21/84 Vgl; nur T1; Beisatz: Frage offengelassen, ob der seinerzeit ausgesprochene Grundsatz, Versicherungsbedingungen seien wie Gesetze auszulegen, aufrechterhalten werden kann, oder ob Allgemeine Versicherungsbedingung als allgemeine Geschäftsbedingungen (§914 f ABGB) zu behandeln sind. (T13) TE OGH 1985/03/07 7 Ob 4/85 Auch; nur T1; Beisatz: Die Bestimmung des "Beiblattes zur Versicherungspolizze" und des "Einlageblattes zum Kaskotarif", wonach sich die Versicherung auch auf Schäden erstreckt, die durch Kollision mit einem unbekannten Fahrzeug (Parkschaden) entstehen, ist nach dem allgemeinen Sprachgebrauch eindeutig und durchaus unmißverständlich. (T14) TE OGH 1988/02/25 7 Ob 3/88 Vgl; nur T1; Beisatz: Unklarheiten bei Allgemeine Versicherungsbedingungen sind zu Lasten des Versicherers auszulegen (SZ 28/37). (T15) Veröff: VersRdSch 1989,90 TE OGH 1988/05/19 7 Ob 14/88 Vgl; Beisatz: Auf die Frage, ob Allgemeine Versicherungsbedingungen wie Gesetze auszulegen sind, wurde - unter Zitierung von Bydlinski in Rummel ABGB Rdz 1 zu § 6 - nicht näher eingegangen. (T16) Veröff: VersRdSch 1988,364 = SZ 61/129 Vgl; Beisatz: Auf die Frage, ob Allgemeine Versicherungsbedingungen wie Gesetze auszulegen sind, wurde - unter Zitierung von Bydlinski in Rummel ABGB Rdz 1 zu Paragraph 6, - nicht näher eingegangen. (T16) Veröff: VersRdSch 1988,364 = SZ 61/129 TE OGH 1989/02/23 7 Ob 3/89 Vgl aber; Beisatz: Unter Darlegung der Entwicklung der Rechtsprechung in der BRD: Die nach objektivem Gesichtspunkt als unklar aufzufassenden Allgemeinen Versicherungsbedingungen müssen so ausgelegt werden, wie dies der durchschnittlich verständigte Versicherungsnehmer verstehen mußte, wobei Unklarheiten zu Lasten des Versicherers gehen. Zu berücksichtigen wäre allerdings in allen Fällen der einem objektiven Betrachter erkennbare Zweck einer Bestimmung der allgemeinen Geschäftsbedingungen. (T17) Veröff: VersR 1989,421 = WBl 1989,287 = SZ 62/29 = VersRdSch 1990,57 = RdW 1989,329 TE OGH 1989/07/20 7 Ob 24/89 Vgl; Beisatz: Ob Versicherungsbedingungen wie Gesetze oder wie Verträge auszulegen sind, kann unerörtert bleiben, weil beide Methoden zum gleichen Ergebnis führen. (T18) Veröff: VersR 1990,999 TE OGH 1990/02/22 7 Ob 1/90 Vgl aber; Beis wie T17; Veröff: VersRdSch 1990,315 = VersR 1991,247 TE OGH 1990/06/07 7 Ob 12/90 Vgl auch; nur T1; Beis wie T15; Beis wie T17; Beisatz: Nur bei Allgemeinen Versicherungsbedingungen, die im Verordnungsweg erlassen worden sind (AKB), stehen die gewöhnlich zur Erforschung des Willens des Gesetzgebers benützten Quelle, wie etwa Gesetzmaterialien oder Beratungen in den gesetzgebenden Körperschaften zur Verfügung. (T19) Veröff: ÖBA 1991,376 (Jabornegg) = RdW 1992,15 = VersR 1992,83 TE OGH 1994/02/02 7 Ob 28/93 Vgl aber; Beis wie T17; Veröff: VersRdSch 1994,278 = VersR 1994,1136 TE OGH 1994/03/23 7 Ob 34/93 Vgl aber; Beis wie T17; Veröff: VersRdSch 1994,278 = VersR 1994,1136 TE OGH 1994/04/13 7 Ob 37/93 Gegenteilig; Beis wie T17 TE OGH 1997/05/14 7 Ob 94/97t Vgl aber; Beis wie T17 TE OGH 1998/02/24 7 Ob 380/97a Vgl aber; Veröff: SZ 71/37 TE OGH 1998/08/10 7 Ob 199/98k Gegenteilig; nur T1; Beis wie T17 nur: Die nach objektivem Gesichtspunkt als unklar aufzufassenden Allgemeinen Versicherungsbedingungen müssen so ausgelegt werden, wie dies der durchschnittlich verständigte Versicherungsnehmer verstehen mußte, wobei Unklarheiten zu Lasten des Versicherers gehen. Zu berücksichtigen wäre allerdings in allen Fällen der einem objektiven Betrachter erkennbare Zweck einer Bestimmung der allgemeinen Geschäftsbedingungen. (T20); Beisatz: Nach nunmehr ständiger Rechtsprechung sind Allgemeine Versicherungsbedingungen nicht wie Gesetze, sondern wie Verträge auszulegen. (T21) Veröff: SZ 71/130 TE OGH 1998/10/20 7 Ob 243/98f Gegenteilig; Beis wie T20; Beis wie T21 TE OGH 1999/09/01 7 Ob 340/98w Gegenteilig; Beis wie T21 RechtssatznummerRS0008759