RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0010101 Entscheidungsdatum18.12.2025 Geschäftszahl6Ob251/68; 5Ob47/71; 5Ob108/74; 5Ob82/75; 6Ob70/75; 3Ob516/78; 5Ob786/80; 1Ob720/82; 1Ob42/82; 7Ob528/86; 6Ob691/89; 1Ob512/96; 1Ob229/97a; 2Ob104/98b; 3Ob203/07k; 5Ob36/10w; 9Ob64/09s; 2Ob11/10x; 1Ob177/11b; 6Ob63/13b; 3Ob24/14x; 3Ob121/14m; 1Ob137/14z; 1Ob38/15t; 1Ob10/15z; 1Ob168/16m; 3Ob40/18f; 3Ob216/18p; 4Ob115/24a; 3Ob44/25d; 7Ob56/25y; 1Ob130/25m; 3Ob145/25g; 6Ob85/25f NormABGB §309 ABGB §1460 RechtssatzVoraussetzung für jede Ersitzung ist eine Besitzausübung, die die volle Zugehörigkeit der Sache zum Ausübenden so sichtbar zum Ausdruck bringt, dass sie eine Besitzausübung dritter Personen nicht zulässt. EntscheidungstexteTE OGH 1968-10-30 6 Ob 251/68 TE OGH 1971-03-10 5 Ob 47/71 TE OGH 1974-06-05 5 Ob 108/74 TE OGH 1975-06-17 5 Ob 82/75 TE OGH 1975-09-04 6 Ob 70/75 TE OGH 1979-02-21 3 Ob 516/78 Beisatz: Durch die Verwendung eines Grundstückes als Liegeplatz für das Vieh während der Nacht ist die Besitzausübung anderer Personen nicht ausgeschlossen. (T1) TE OGH 1981-10-20 5 Ob 786/80 Vgl aber; Beisatz: Der Umstand, dass an der Sache eine Dienstbarkeit eines Dritten besteht, hindert die Ersitzung des Eigentums nicht. (T2) TE OGH 1982-09-15 1 Ob 720/82 TE OGH 1982-11-03 1 Ob 42/82 Beisatz: Ausübung des Besitzes in der im § 312 ABGB beispielswiese aufgezählten Art. (T3) Veröff: JBl 1983,480 ( zust. Pfersmann )Beisatz: Ausübung des Besitzes in der im Paragraph 312, ABGB beispielswiese aufgezählten "Art". (T3) Veröff: JBl 1983,480 ( zust. Pfersmann ) TE OGH 1986-04-03 7 Ob 528/86 Auch TE OGH 1990-01-18 6 Ob 691/89 TE OGH 1996-08-22 1 Ob 512/96 Auch; Veröff: SZ 69/187 TE OGH 1997-10-14 1 Ob 229/97a Auch; Beis wie T3; Beisatz: Nur der Besitz, der jeden anderen Besitz ausschließt, kann zur Ersitzung führen. (T4) TE OGH 1998-05-25 2 Ob 104/98b TE OGH 2007-10-23 3 Ob 203/07k Beisatz: Hier: Ersitzung eines Wanderweges bzw einer Schiabfahrt verneint. (T5) TE OGH 2010-05-27 5 Ob 36/10w Vgl; Beisatz: Die Besitzergreifungshandlungen und der Besitzwille bestimmen den Inhalt des Besitzes und damit das Ausmaß des zu ersitzenden Rechts. (T6); Beisatz: Für die Ersitzung müssen Handlungen gesetzt werden, die den Eigentümer von der Ausübung seines Rechts ausschließen. (T7) TE OGH 2010-06-30 9 Ob 64/09s Beis wie T3 TE OGH 2010-11-11 2 Ob 11/10x Vgl Beis wie T4; Vgl Beis wie T3; Veröff: SZ 2010/142 TE OGH 2011-09-29 1 Ob 177/11b Auch TE OGH 2013-05-08 6 Ob 63/13b Beisatz: Hier: Die einmalige Errichtung eines Kanals und die zweimalige Einräumung von Zufahrtsrechten über die Fläche in einem Zeitraum von fast 20 Jahren reicht für die Ersitzung des Eigentumsrechts nicht aus. (T8) TE OGH 2014-06-25 3 Ob 24/14x Beisatz: Das bloße Beweiden einer Liegenschaft in den Sommermonaten reicht für eine Ersitzung nicht aus, weil eine Bewirtschaftung dieser Art auch von einem Servitutsberechtigten oder einem vertraglich Nutzungsberechtigten vorgenommen werden könnte. (T9) TE OGH 2014-10-22 3 Ob 121/14m Beis ähnlich wie T9; Beisatz: Die Ausübung des Jagdrechts reicht zum Erwerb von Sachbesitz nicht aus. (T10) TE OGH 2014-10-22 1 Ob 137/14z Beis wie T9; Beisatz: Besitzakte, die die volle Zugehörigkeit nicht zum Ausdruck bringen, reichen zum Erwerb des Sachbesitzes nicht aus und sind demgemäß auch für die Ersitzung des Eigentums nicht hinreichend. (T11) Beisatz: Die Jagdausübung ist keine taugliche Besitzergreifungshandlung; dies auch dann nicht, wenn die Flächen nicht land- oder forstwirtschaftlich genutzt werden können. (T12) Beisatz: 2. Rechtsgang zu 1Ob177/11b. (T13) TE OGH 2015-04-23 1 Ob 38/15t Auch; Beis wie T12 TE OGH 2015-04-23 1 Ob 10/15z Vgl TE OGH 2016-12-20 1 Ob 168/16m Beis wie T4; Beisatz: Hier: Ersitzungszeit hinsichtlich öffentlichen Wasserguts vor dem 1.11.1934 (Inkrafttreten des WRG) abgeschlossen. (T14) TE OGH 2018-03-21 3 Ob 40/18f TE OGH 2018-12-19 3 Ob 216/18p TE OGH 2025-04-11 4 Ob 115/24a TE OGH 2025-05-28 3 Ob 44/25d TE OGH 2025-08-07 7 Ob 56/25y vgl TE OGH 2025-11-11 1 Ob 130/25m vgl TE OGH 2025-11-26 3 Ob 145/25g vgl; Beisatz: Die Besitzausübung muss die volle Zugehörigkeit der Sache zum Ausübenden sichtbar zum Ausdruck bringen; die Besitzausübung dritter Personen muss erkennbar ausgeschlossen sein. (T15) TE OGH 2025-12-18 6 Ob 85/25f nur T6 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1968:RS0010101
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