RIS Dokument GerichtOGH Entscheidungsdatum21.11.1968 Geschäftszahl2Ob312/68; 2Ob78/69; 2Ob267/69; 2Ob16/70; 2Ob312/70; 2Ob403/70; 8Ob227/71; 8Ob139/71; 8Ob101/72; 8Ob132/75; 2Ob94/76; 8Ob251/76; 6Ob698/76; 8Ob8/78; 2Ob4/78; 8Ob148/78; 2Ob133/78; 2Ob54/79; 1Ob514/80; 2Ob48/81; 8Ob27/82; 2Ob118/81; 8Ob229/83 (8Ob230/83); 4Ob45/85; 2Ob344/00b; 2Ob132/09i NormABGB §1375 B RechtssatzEin im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall abgegebenes bloßes Schuldbekenntnis begründet kein konstitutives Anerkenntnis; vielmehr muss mit einem derartigen Bekenntnis eine Erklärung verbunden sein, aus der hervorgeht, dass sich der Erklärende zum Ersatz des Schadens ohne Rücksicht auf die Leistung seines Versicherers verpflichte. EntscheidungstexteTE OGH 1968/11/21 2 Ob 312/68 Veröff: SZ 41/158 = EvBl 1969/218 S 325 = KJ 1969,19 = ZVR 1969/121 S 107 = RZ 1969,49 TE OGH 1969/03/26 2 Ob 78/69 Veröff: ZVR 1969/323 S 296 TE OGH 1969/10/17 2 Ob 267/69 Beisatz: Die Erklärung ist jedoch nicht nach ihrem Wortlaut allein auszulegen, maßgeblich ist der Sinn. (T1) TE OGH 1970/02/05 2 Ob 16/70 Beis wie T1 TE OGH 1970/11/05 2 Ob 312/70 TE OGH 1971/04/29 2 Ob 403/70 Veröff: ZVR 1972/11 S 18 TE OGH 1971/08/31 8 Ob 227/71 Veröff: JBl 1972,268 = ZVR 1972/102 S 176 TE OGH 1971/09/21 8 Ob 139/71 Veröff: ZVR 1972/156 S 303 TE OGH 1972/05/30 8 Ob 101/72 Veröff: VJ 1972,48 = JBl 1973,271 TE OGH 1975/06/18 8 Ob 132/75 Veröff: ZVR 1976/49 S 51 = VersR 1976,1193 TE OGH 1976/04/29 2 Ob 94/76 TE OGH 1977/01/26 8 Ob 251/76 TE OGH 1977/01/27 6 Ob 698/76 Auch; nur: Ein im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall abgegebenes bloßes Schuldbekenntnis begründet kein konstitutives Anerkenntnis. (T2); Beisatz: In der Regel kein konstitutives Anerkenntnis (hier: Schadenersatz wegen Kabelbeschädigung). (T3) TE OGH 1978/02/15 8 Ob 8/78 TE OGH 1978/06/22 2 Ob 4/78 TE OGH 1978/09/27 8 Ob 148/78 nur T2; Veröff: ZVR 1979/76 S 86 TE OGH 1978/12/07 2 Ob 133/78 Veröff: SZ 51/176 = EvBl 1979/101 S 320 = JBl 1980,39 TE OGH 1979/04/29 2 Ob 54/79 TE OGH 1980/02/20 1 Ob 514/80 Beisatz: Hier: Tierhalterhaftpflichtversicherung (T4) TE OGH 1981/04/28 2 Ob 48/81 TE OGH 1982/09/02 8 Ob 27/82 nur T2; Beis wie T1 TE OGH 1982/11/30 2 Ob 118/81 TE OGH 1984/04/12 8 Ob 229/83 TE OGH 1985/04/23 4 Ob 45/85 Veröff: Arb 10448 TE OGH 2001/01/11 2 Ob 344/00b Auch; Beisatz: Beinhaltet allerdings die Erklärung des Schuldners nicht nur das Bekenntnis eines Verschuldens, sondern darüber hinaus noch die ausdrückliche Verpflichtung, für sämtliche Unfallschäden voll und ganz aufzukommen - ohne Einschränkung, sich bloß im Rahmen der Leistungen seines Haftpflichtversicherers zum Ersatz verpflichten zu wollen -, dann liegt ein wirksames konstitutives Anerkenntnis vor. (T5); Veröff: SZ 74/1 TE OGH 2009/10/15 2 Ob 132/09i Beisatz: Die Erklärung der Beklagten, sie werde die Rechnungen „zum Ausgleich" an ihre Haftpflichtversicherung weiterleiten, lässt durchaus begründete Zweifel offen, die Beklagte habe sich dadurch verpflichten wollen. Eine solche Erklärung spricht für sich allein eher nicht für einen eigenen Zahlungs- oder Verpflichtungswillen des Versicherungsnehmers. Ein konstitutives Anerkenntnis liegt daher nicht vor. (T6) RechtssatznummerRS0032533
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.