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{'item': '1Ob182/69; 6Ob129/70; 8Ob205/70; 1Ob110/73; 5Ob41/74 (5Ob42/74); 4Ob621/74; 1Ob130/75; 6Ob14/77; 6Ob547/78; 1Ob503/80; 1Ob591/81; 6Ob2/80; 5

RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0022521 Entscheidungsdatum30.10.2025 Geschäftszahl1Ob182/69; 6Ob129/70; 8Ob205/70; 1Ob110/73; 5Ob41/74 (5Ob42/74); 4Ob621/74; 1Ob130/75; 6Ob14/77; 6Ob547/78; 1Ob503/80; 1Ob591/81; 6Ob2/80; 5Ob711/81; 7Ob510/82; 5Ob532/83; 1Ob772/83; 8Ob573/86 (8Ob574/86); 7Ob601/88; 7Ob690/89; 6Ob6/90; 2Ob503/92; 5Ob543/94; 7Ob643/95; 2Ob551/95; 4Ob199/97m; 10ObS358/98i; 5Ob29/02d; 6Ob328/02g; 7Ob287/02k; 6Ob157/03m; 6Ob315/03x; 3Ob56/05i; 6Ob169/18y; 6Ob202/18a; 7Ob36/22b; 5Ob28/25s NormABGB §1284 Ae RechtssatzDer sogenannte "Unvergleichsfall" ("Nichtvertragsfall"), der den Ausgedingsnehmer berechtigt, die Ablösung des Naturalausgedinges in Geld zu verlangen, ist dann verwirklicht, wenn dem Ausgedingsberechtigten der Genuss des Naturalausgedinges nach dem Verhalten des Eigentümers der Übergabsliegenschaft billigerweise nicht mehr zumutbar ist. EntscheidungstexteTE OGH 1969-10-02 1 Ob 182/69 Veröff: NZ 1970,127 = EvBl 1970/90 S 152 = LwBetr 1970,141 TE OGH 1970-06-03 6 Ob 129/70 Beisatz: Geringfügige Vernachlässigung reicht nicht hin. Der Anspruch auf "liebevolle" Betreuung erschöpft sich in anständiger und sorgfältiger Betreuung. (T1) TE OGH 1970-10-06 8 Ob 205/70 Veröff: EvBl 1971/248 S 461 TE OGH 1973-06-20 1 Ob 110/73 TE OGH 1974-04-25 5 Ob 41/74 Veröff: SZ 47/54 = EvBl 1975/160 S 323 TE OGH 1975-01-14 4 Ob 621/74 Beisatz: Ausgedingsähnliche Vereinbarung des Unterhaltes für die Schwester des Übernehmers. (T2) TE OGH 1975-09-10 1 Ob 130/75 TE OGH 1977-12-21 6 Ob 14/77 nur: Der sogenannte "Unvergleichsfall" ("Nichtvertragsfall"), der den Ausgedingsnehmer berechtigt, die Ablösung des Naturalausgedinges in Geld zu verlangen. (T3) Beisatz: Aber nicht vom Vertrag zurückzutreten. (T4) Veröff: SZ 50/166 TE OGH 1978-05-11 6 Ob 547/78 TE OGH 1980-01-30 1 Ob 503/80 Veröff: SZ 53/15 = JBl 1981,88 TE OGH 1981-07-01 1 Ob 591/81 nur T3 TE OGH 1981-07-01 6 Ob 2/80 Beisatz: Diese Umwandlung setzt weder ein als mitvereinbart zu unterstellendes Wahlrecht des Berechtigten noch den Verzug mit den bedungenen Hauptleistungen voraus, sondern ist bereits Rechtsfolge des Wegfalles einer als übereinstimmend zugrundegelegten Voraussetzung für die Annahme der Naturalleistungen, sofern nur nicht die Beeinträchtigung dieser Voraussetzungen in der vom Berechtigten selbst zu vertretenden Lebenssphäre begründet ist. (T5) Veröff: NZ 1982,157 TE OGH 1982-02-23 5 Ob 711/81 Vgl; Beisatz: Nicht jedoch dann, wenn sich der Übergeber grundlos beharrlich weigert, die Ausgedingsleistungen in natura anzunehmen. (T6) TE OGH 1982-02-18 7 Ob 510/82 Vgl; nur T3; Veröff: SZ 55/23 TE OGH 1983-03-01 5 Ob 532/83 Auch; Beisatz: Nicht schon jede unbedeutende Verzögerung einzelner Naturalleistungen, wie sie auch sonst in einem Familienverband auftreten kann, vermag den Anspruch auf eine Geldrente zu rechtfertigen. (T7) TE OGH 1984-04-04 1 Ob 772/83 nur T3 TE OGH 1986-10-09 8 Ob 573/86 nur T3; Beisatz: Keine analoge Anwendung auf Wohnungsgebrauchsrecht; ausdrückliche Ablehnung von GlU 13428. (T8) Veröff: SZ 59/165 = MietSlg XXXVIII/40 TE OGH 1988-06-16 7 Ob 601/88 Beis wie T7; Beisatz: Selbst eine Unzumutbarkeit der Annahme der Naturalleistungen durch den Übergeber würde dann zu keiner Umwandlung in einen Geldanspruch führen, wenn diese Unzumutbarkeit vorwiegend durch den Übergeber hervorgerufen worden wäre. (T9) Veröff: NZ 1989,262 TE OGH 1989-11-09 7 Ob 690/89 nur T3; Beisatz: Kein Recht des Ausgedingsverpflichteten, die Ablösung in Geld zu verlangen. Weigert sich der Ausgedingsberechtigte, die ordnungsgemäß erbrachte Leistung anzunehmen, gerät er in Annahmeverzug. (T10) TE OGH 1990-04-26 6 Ob 6/90 nur T3 TE OGH 1992-09-09 2 Ob 503/92 Beis wie T1 nur: Geringfügige Vernachlässigung reicht nicht hin. (T11) TE OGH 1994-09-20 5 Ob 543/94 Vgl auch; Beisatz: Hier: Analoge Anwendung der für den Unvergleichsfall entwickelten Regeln, wenn die für ein Ausgedinge typische Begründung einer Reallast unterblieben ist (hier: nur Verbücherung des Wohnungsrechtes des Ausgedingsberechtigten, wobei dies nur einen Teil der einheitlichen Daseinsvorsorge darstellte); daher Gleichbehandlung der Dienstbarkeit und der sonstigen Versorgungsansprüche im Unvergleichsfall. (T12) TE OGH 1996-02-21 7 Ob 643/95 Auch; Beisatz: Hier: Grundlosen Mitteilungen an das Pflegschaftsgericht, die dreimal zur erfolglosen Einleitung eines Sachwalterbestellungsverfahrens führten, ohne dass jemals Anhaltspunkte vorgefunden werden konnten, die eine Sachwalterbestellung gerechtfertigt hätten. (T13) TE OGH 1997-07-10 2 Ob 551/95 Beis wie T5; Beisatz: Da die Ablösung des Naturalausgedinges in Geld den Übernehmer ungleich schwerer belastet als die Reichung der Naturalien, liegt es in erster Linie am Ausgedingspflichtigen, durch friedfertiges und verständnisvolles Verhalten gegen die aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters oft auch wunderlich oder starrsinnig werdenden Auszügler den Nichtvertragsfall gar nicht entstehen zu lassen. (T14) TE OGH 1997-09-09 4 Ob 199/97m Auch; Beisatz: Gründe sind schuldhafter Verzug oder sonst schuldhaft vertragswidriges Verhalten des Verpflichteten. (T15) TE OGH 1998-11-24 10 ObS 358/98i Vgl auch TE OGH 2002-02-26 5 Ob 29/02d Auch TE OGH 2003-01-23 6 Ob 328/02g TE OGH 2003-03-19 7 Ob 287/02k Vgl auch TE OGH 2003-09-11 6 Ob 157/03m Beis wie T5; Beis wie T9 TE OGH 2004-02-19 6 Ob 315/03x TE OGH 2005-05-23 3 Ob 56/05i nur: Der sogenannte "Unvergleichsfall" ("Nichtvertragsfall) ist dann verwirklicht, wenn dem Ausgedingsberechtigten der Genuss des Naturalausgedinges nach dem Verhalten des Eigentümers der Übergabsliegenschaft billigerweise nicht mehr zumutbar ist. (T16) TE OGH 2018-09-26 6 Ob 169/18y Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T10; Beis wie T11; Beis wie T14; Beis wie T15 TE OGH 2018-11-21 6 Ob 202/18a Beis wie T7; Beis wie T15 TE OGH 2022-04-28 7 Ob 36/22b Beis wie T14; Beis wie T15 TE OGH 2025-10-30 5 Ob 28/25s European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1969:RS0022521

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