RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0043039 Entscheidungsdatum15.04.2026 Geschäftszahl7Ob192/71; 5Ob605/76; 1Ob613/78; 7Ob541/83; 6Ob712/84; 1Ob39/11h; 6Ob86/12h; 2Ob174/12w; 10ObS87/14p; 7Ob205/14v; 8Ob16/15h; 8Ob72/15v; 3Ob90/17g; 4Ob123/17t; 7Ob138/17w; 1Ob70/18b; 1Ob155/18b; 6Ob184/20g; 10ObS61/21z; 10ObS51/23g; 10Ob11/23z; 2Ob44/24w; 10ObS145/25h; 7Ob207/25d NormZPO §503 Z2 C1a RechtssatzDie gesetzmäßige Ausführung des Berufungsgrundes der Mangelhaftigkeit (hier wegen Unterlassung der Parteienvernehmung) erfordert, dass der Berufungswerber die für die Entscheidung wesentlichen Feststellungen anführt, die (hier bei Durchführung der Parteienvernehmung) zu treffen gewesen wären. Er wird hievon nicht dadurch befreit, dass er im Verfahren erster Instanz die Beweisthemen angegeben hatte, zu denen er die Parteienvernehmung beantragte. EntscheidungstexteTE OGH 1971-10-27 7 Ob 192/71 TE OGH 1976-06-15 5 Ob 605/76 TE OGH 1978-06-14 1 Ob 613/78 Vgl; Beisatz: Das Beweisthema muss in der Mängelrüge der Berufung zumindest dann nicht wiederholt werden, wenn nach der Aktenlage kein Zweifel daran bestehen kann, welche streitenscheidenden Feststellungen der ersten Instanz der Berufungswerber durch das übergangene Beweismittel zu widerlegen können glaubte. (T1) Veröff: RZ 1979/8 S 38 TE OGH 1983-03-24 7 Ob 541/83 TE OGH 1984-12-14 6 Ob 712/84 Beisatz: Hier: Feststellungen aus einem nach Meinung des Rechtsmittelwerbers beizuschaffendem Akt. (T2) TE OGH 2011-11-24 1 Ob 39/11h Auch TE OGH 2012-05-24 6 Ob 86/12h Vgl; Beisatz: Jedenfalls hätten keinerlei Zweifel daran bestehen dürfen, welche streitentscheidenden Feststellungen des Erstgerichts der Beklagte ohne Verfahrensfehler zu widerlegen können glaubte. (T3) TE OGH 2012-12-20 2 Ob 174/12w Auch; Beisatz: Der Rechtsmittelwerber muss in seiner Verfahrensrüge nachvollziehbar ausführen, welche für ihn günstigen Verfahrensergebnisse zu erwarten gewesen wären, wenn der Verfahrensfehler nicht unterlaufen wäre. Andernfalls ist der Rechtsmittelgrund nicht gesetzmäßig ausgeführt. (T4) Beisatz: Der Rechtsmittelwerber muss in der Berufung nachvollziehbar aufzeigen, in welcher Hinsicht sich bei Unterbleiben des behaupteten Verfahrensfehlers eine abweichende Sachverhaltsgrundlage ergeben hätte. (T5) TE OGH 2014-09-30 10 ObS 87/14p Vgl; Beis wie T4; Beis wie T5 TE OGH 2014-11-26 7 Ob 205/14v Auch; Beis wie T4 TE OGH 2015-02-26 8 Ob 16/15h Auch; Beisatz: Hier: Nichtbeiziehung eines Dolmetschers zur Vernehmung. (T6) TE OGH 2015-08-25 8 Ob 72/15v Vgl auch; Beis wie T4; Beis wie T5 TE OGH 2017-06-07 3 Ob 90/17g Vgl TE OGH 2017-08-24 4 Ob 123/17t Vgl; Beis wie T4; Beis wie T5 TE OGH 2017-09-21 7 Ob 138/17w Auch; Beis wie T4 TE OGH 2018-10-17 1 Ob 70/18b Auch; Beis wie T5 TE OGH 2018-09-26 1 Ob 155/18b Beis wie T4 TE OGH 2021-02-18 6 Ob 184/20g Vgl; Beis wie T4 TE OGH 2021-04-27 10 ObS 61/21z Beis wie T4; Beisatz: Ob das Berufungsvorbringen den Anforderungen an die Darstellung der Wesentlichkeit des Verfahrensmangels genügt, kann nur nach den Umständen des einzelnen Falls beurteilt werden. (T7) TE OGH 2023-07-24 10 ObS 51/23g vgl; Beisatz nur wie T7 TE OGH 2024-03-12 10 Ob 11/23z Beisatz wie T4 TE OGH 2024-04-23 2 Ob 44/24w vgl TE OGH 2026-02-11 10 ObS 145/25h vgl; Beisatz wie T4 TE OGH 2026-04-15 7 Ob 207/25d Beisatz wie T4; Beisatz wie T7 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1971:RS0043039
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