RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0009195 Entscheidungsdatum17.07.2025 Geschäftszahl1Ob311/71; 5Ob36/72; 6Ob219/74; 8Ob47/75; 2Ob92/75; 1Ob337/75; 8Ob40/76; 2Ob202/76 (2Ob203/76); 7Ob689/77; 1Ob712/77; 7Ob512/78; 7Ob530/78; 7Ob610/78; 8Ob132/79 (8Ob133/79); 1Ob547/80; 4Ob353/80 (4Ob354/80); 1Ob583/81; 1Ob601/82; 5Ob527/83 (5Ob528/83); 6Ob585/84; 2Ob56/85; 3Ob587/86; 5Ob2008/96x; 1Ob2095/96m; 2Ob80/99z; 7Ob112/00x; 3Ob92/00a; 1Ob16/01m; 9Ob106/01f; 6Ob7/02a; 6Ob30/03k; 6Ob171/02v; 8Ob54/03d; 6Ob17/04z; 3Ob229/07h; 8Ob18/08t; 5Ob41/09d; 6Ob96/11b; 6Ob199/12a; 3Ob189/12h; 4Ob85/13y; 3Ob25/14v; 3Ob79/15m; 1Ob226/15i; 7Ob143/16d; 4Ob47/18t; 6Ob234/23i; 9Ob40/24h NormABGB §33 ABGB §35 ABGB §37 A ABGB §37 B EGZPO ArtI JN §1 A ZPO §226 IIA RechtssatzDie österr Verfahrensvorschriften enthalten keine Bestimmungen, die die Anwendung ausländischen Verfahrensrechtes ermöglichen; es sind daher von österr Gerichten nur inländische Verfahrensvorschriften anzuwenden. EntscheidungstexteTE OGH 1971-12-17 1 Ob 311/71 Veröff: ÖBl 1972,113 TE OGH 1972-03-28 5 Ob 36/72 TE OGH 1975-03-06 6 Ob 219/74 Beisatz: Hier: Prüfung des Rechtsschutzbedürfnisses (T1) TE OGH 1975-03-19 8 Ob 47/75 Beisatz: Auch wenn der Entscheidung materiell das Privatrecht eines anderen Staates zugrundegelegt wird. (T2) Veröff: ZfRV 1977,123 (Glosse v Hoyer) TE OGH 1975-05-22 2 Ob 92/75 nur: Es sind daher von österr Gerichten nur inländische Verfahrensvorschriften anzuwenden. (T3) Beis wie T2; Veröff: ZfRV 1979,196 (Glosse v Schwittaun) TE OGH 1976-01-14 1 Ob 337/75 Veröff: SZ 49/3 = EvBl 1976/215 S 435 TE OGH 1976-04-07 8 Ob 40/76 Veröff: JBl 1977,33 (dazu Jelsinek, JBl 1977,1) TE OGH 1976-12-17 2 Ob 202/76 Veröff: SZ 49/158 TE OGH 1977-11-10 7 Ob 689/77 TE OGH 1977-11-21 1 Ob 712/77 Beisatz: Prüfung des Feststellungsinteresses (T4) TE OGH 1978-02-16 7 Ob 512/78 Beisatz: Zustellvorschriften (T5) TE OGH 1978-03-02 7 Ob 530/78 Beis wie T2; Beisatz: Rechtsmittelzulässigkeit (T6) TE OGH 1978-06-29 7 Ob 610/78 Beis wie T2 TE OGH 1979-12-06 8 Ob 132/79 Beisatz: Frage, auf welcher Sachgrundlage das Gericht einen geltend gemachten Anspruch zu prüfen hat (§ 226 ZPO) (T7)Beisatz: Frage, auf welcher Sachgrundlage das Gericht einen geltend gemachten Anspruch zu prüfen hat (Paragraph 226, ZPO) (T7) TE OGH 1980-04-30 1 Ob 547/80 Auch; nur T3; Beisatz: Die Wirkung von Prozesserklärungen vor österr Gerichten ist immer nach österr Verfahrensrecht zu beurteilen. (T8) TE OGH 1980-07-08 4 Ob 353/80 nur T3; Beisatz: § 406 ZPO (T9)nur T3; Beisatz: Paragraph 406, ZPO (T9) TE OGH 1981-09-16 1 Ob 583/81 nur T3; Veröff: JBl 1983,652 TE OGH 1982-05-05 1 Ob 601/82 nur T3 TE OGH 1983-02-22 5 Ob 527/83 nur T3; Beisatz: Hier: Frage der Zuständigkeit (T10) TE OGH 1985-09-26 6 Ob 585/84 Auch; Beisatz: Hier: Übertragung eines bloßen Prozessführungsrechtes. (T11) TE OGH 1985-11-26 2 Ob 56/85 nur T3; Beis wie T2 TE OGH 1986-07-30 3 Ob 587/86 nur T3; Beis wie T2; Beisatz: Der räumliche Geltungsbereich des Verfahrensrechts hängt mit der inländischen Gerichtsbarkeit insoweit zusammen, als deren Regelung den Sachbereich umschreibt, in dem die österr Gericht zu entscheiden befugt sind. (T12) Veröff: ZfRV 1988,41 (Hoyer) TE OGH 1996-03-26 5 Ob 2008/96x Beisatz: Unter welchen verfahrensrechtlichen Voraussetzungen zur Sicherung eines nach ausländischem Sachrecht zu beurteilenden Anspruches eine einstweilige Verfügung von einem österreichischen Gericht erlassen werden darf, ist daher ausschließlich nach österreichischem Recht zu beurteilen, was insbesondere für die Wahl der Sicherungsmittel gilt. (T13) TE OGH 1996-11-26 1 Ob 2095/96m Auch TE OGH 1999-05-20 2 Ob 80/99z Vgl auch; nur T3 TE OGH 2000-06-14 7 Ob 112/00x Auch; nur: Es sind von österr Gerichten nur inländische Verfahrensvorschriften anzuwenden. (T14) TE OGH 2000-06-20 3 Ob 92/00a Beisatz: Hier: Parteirollenverteilung im Streit der Erbansprecher. (T15) TE OGH 2001-06-26 1 Ob 16/01m Auch; Beis wie T13 nur: Unter welchen verfahrensrechtlichen Voraussetzungen zur Sicherung eines nach ausländischem Sachrecht zu beurteilenden Anspruches eine einstweilige Verfügung von einem österreichischen Gericht erlassen werden darf, ist daher ausschließlich nach österreichischem Recht zu beurteilen. (T16) TE OGH 2001-06-27 9 Ob 106/01f Vgl auch; nur T3; Beis wie T12; Beisatz: Normen des Verfahrensrechtes sind zwingend und entziehen sich somit jedweder Parteiendisposition. (T17) TE OGH 2002-05-16 6 Ob 7/02a nur T3; Veröff: SZ 2002/65 TE OGH 2003-03-20 6 Ob 30/03k TE OGH 2003-03-20 6 Ob 171/02v TE OGH 2004-02-26 8 Ob 54/03d Auch; nur T3; Beisatz: Frage der Streitanhängigkeit. (T18) TE OGH 2004-03-25 6 Ob 17/04z Auch; Beisatz: Hier: Prüfung der Prozessvoraussetzungen. (T19) TE OGH 2007-12-19 3 Ob 229/07h nur T14; Beis wie T19; Beisatz: Hier: Zulässigkeit des (außerstreitigen) Rechtswegs. (T20) Veröff: SZ 2007/206 TE OGH 2008-06-16 8 Ob 18/08t Auch; nur T14; Beisatz: Der Grundsatz, dass von österreichischen Gerichten nur inländisches Verfahrensrecht anzuwenden ist, gilt nur für die unmittelbare Anwendung von Verfahrensvorschriften (hier: für die Frage, welche verfahrensrechtliche Behandlung bei Bejahung des Prozesshindernisses der - internationalen - Streitanhängigkeit geboten ist). Ob hingegen in einem anderen Land nach dessen Prozessvorschriften Rechtshängigkeit eingetreten ist, stellt eine bloße Vorfragenbeurteilung und somit keine unmittelbare Anwendung ausländischer Verfahrensregeln dar. (T21) Veröff: SZ 2008/88 TE OGH 2009-07-07 5 Ob 41/09d Auch; Beisatz: Die Frage nach der Rechtswegzulässigkeit ist nach der lex fori zu beantworten, auch wenn materielles ausländisches Recht zur Anwendung gelangt. (T22) Beisatz: Nach dem Grundsatz der lex fori kommt daher für die Zulässigkeit der Klageform allein österreichisches Verfahrensrecht zur Anwendung. (T23) Bem: Hier: Internationale Zuständigkeit nach Art 2 EuGVVO für einen Anspruch auf Ergänzung eines Unterhaltstitels für ein Kind nach § 10 EO. (T24)Bem: Hier: Internationale Zuständigkeit nach Artikel 2, EuGVVO für einen Anspruch auf Ergänzung eines Unterhaltstitels für ein Kind nach Paragraph 10, EO. (T24) TE OGH 2011-09-14 6 Ob 96/11b Vgl auch; Beisatz: Die Anerkennung der ausländischen Entscheidung kann als Vorfrage selbstständig beurteilt werden, ohne dass es eines besonderen Verfahrens bedarf. (T25) Beisatz: Hier: International entschiedene Rechtssache. (T26) TE OGH 2012-11-16 6 Ob 199/12a Beisatz: Hier: Alle von der Revisionswerberin geltend gemachten Aspekte (Manuduktionspflicht, Amtswegigkeit des Unterhaltszuspruchs, Verschuldensausspruch im Scheidungsurteil) sind dem Verfahrensrecht zuzuordnen und daher nach österreichischem Verfahrensrecht zu beurteilen. (T27) TE OGH 2012-12-19 3 Ob 189/12h Auch TE OGH 2013-07-09 4 Ob 85/13y Auch; Beis wie T4; Beis wie T18 TE OGH 2014-03-19 3 Ob 25/14v Auch; Beis wie T2 TE OGH 2015-08-19 3 Ob 79/15m Beisatz: Allein die im Vollstreckungsstaat geltenden Pfändungsschutzbestimmungen sind maßgeblich. (T28); Veröff: SZ 2015/81 TE OGH 2015-11-24 1 Ob 226/15i TE OGH 2016-09-28 7 Ob 143/16d TE OGH 2018-05-29 4 Ob 47/18t Beis wie T2 TE OGH 2024-12-11 6 Ob 234/23i Beisatz wie T19: Hier: Parteifähigkeit (T29) TE OGH 2025-07-17 9 Ob 40/24h Beisatz: Wenn eine Rechtsordnung einen positiven DNA-Test als materiell-rechtliche Voraussetzung für die Feststellung der Vaterschaft fordert, ist dies dem Sachrecht zuzurechnen. Die Art der Durchführung der entsprechenden Beweisaufnahme ist dessen ungeachtet eine solche des Verfahrensrechts. Unter welchen Voraussetzungen eine Person zur Mitwirkung am Beweisverfahren und damit zur Duldung von Untersuchungen verpflichtet ist, ist daher als Verfahrensfrage nach inländischem Recht zu beurteilen. (T30) European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1971:RS0009195
KI-Erklärung auf Basis des amtlichen Gesetzestextes. Orientierend, ersetzt keine Rechtsberatung.