RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0012959 Entscheidungsdatum19.11.2024 Geschäftszahl7Ob152/72; 5Ob123/74; 3Ob214/74; 5Ob255/75; 5Ob31/76; 1Ob768/76; 5Ob524/77; 7Ob590/77; 6Ob786/77; 1Ob665/78; 4Ob583/78; 7Ob529/80; 4Ob579/82 (4Ob580/82); 8Ob608/88; 7Ob547/90; 5Ob603/90; 7Ob502/91; 1Ob532/91; 3Ob527/91 (3Ob528/91); 2Ob583/91; 6Ob506/95; 7Ob2373/96p; 9Ob12/98z; 5Ob326/00b; 9Ob134/00x; 6Ob245/02a; 6Ob128/05z; 9Ob137/06x; 6Ob153/07d; 10Ob33/08p; 5Ob191/10i; 6Ob140/11y; 2Ob14/12s; 6Ob66/13v; 5Ob188/13b; 5Ob235/13i; 2Ob96/16f; 2Ob98/17a; 1Ob64/18w; 1Ob97/19z; 2Ob118/20x; 2Ob27/22t; 2Ob205/22v; 2Ob248/23v NormABGB §785 ABGB §938 B ABGB §1284 Aa RechtssatzBei Beurteilung der Frage, ob eine Schenkung oder eine teilweise Schenkung vorliegt, kommt es im Wesentlichen auf den geäußerten Willen, also die Schenkungsabsicht und darauf an, ob der Wert der versprochenen Leistung in einem krassen Missverhältnis zum Übergabswert steht. Dieses Missverhältnis setzt zwar nicht ein Entgelt von weniger als der Hälfte voraus, es muss aber dem Übergeber bewusst gewesen sein (so auch schon EvBl 1972/1). EntscheidungstexteTE OGH 1972-07-05 7 Ob 152/72 TE OGH 1974-05-29 5 Ob 123/74 TE OGH 1975-04-08 3 Ob 214/74 TE OGH 1976-03-23 5 Ob 255/75 Veröff: SZ 49/43 = JBl 1976,425 = NZ 1978,140 TE OGH 1977-01-25 5 Ob 31/76 Ähnlich; Veröff: EvBl 1977/195 S 437 = JBl 1978,381 TE OGH 1977-03-02 1 Ob 768/76 Vgl auch TE OGH 1977-03-15 5 Ob 524/77 Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 255/75 TE OGH 1977-06-30 7 Ob 590/77 Auch; Veröff: SZ 50/101 TE OGH 1978-01-19 6 Ob 786/77 Auch; nur: Bei Beurteilung der Frage, ob eine Schenkung oder eine teilweise Schenkung vorliegt, kommt es im Wesentlichen auf den geäußerten Willen, also die Schenkungsabsicht und darauf an, ob der Wert der versprochenen Leistung in einem krassen Missverhältnis zum Übergabswert steht. (T1) Veröff: JBl 1978,645 TE OGH 1978-07-07 1 Ob 665/78 nur: Bei Beurteilung der Frage, ob eine teilweise Schenkung vorliegt, kommt es im wesentlichen auf den geäußerten Willen, also die Schenkungsabsicht und darauf an, ob der Wert der versprochenen Leistung in einem krassen Missverhältnis zum Übergabswert steht. Dieses Missverhältnis setzt zwar nicht ein Entgelt von weniger als der Hälfte voraus, es muss aber dem Übergeber bewusst gewesen sein. (T2) TE OGH 1979-05-29 4 Ob 583/78 TE OGH 1980-12-11 7 Ob 529/80 nur T1; Veröff: SZ 53/167 TE OGH 1983-10-04 4 Ob 579/82 Auch; nur T2 TE OGH 1988-12-07 8 Ob 608/88 nur T1 TE OGH 1990-04-05 7 Ob 547/90 Auch; Beisatz: Erforderlich ist, dass sich die Parteien des doppelten Charakters der Leistung als teilweise entgeltlich, teilweise unentgeltlich bewusst gewesen sind, beide die teilweise Unentgeltlichkeit des Rechtsgeschäftes gewollt und ausdrücklich oder schlüssig - "erkennbar" - zum Ausdruck gebracht haben. (T3) TE OGH 1990-12-20 5 Ob 603/90 nur T1; Beisatz: Den Bestand der Schenkungsabsicht hat derjenige zu beweisen, der darauf seinen Anspruch gründet. (T4) TE OGH 1991-01-31 7 Ob 502/91 nur: Bei Beurteilung der Frage, ob eine teilweise Schenkung vorliegt, kommt es im wesentlichen auf den geäußerten Willen, also die Schenkungsabsicht an. (T5) TE OGH 1991-04-24 1 Ob 532/91 Auch TE OGH 1991-08-28 3 Ob 527/91 TE OGH 1991-11-27 2 Ob 583/91 Beis wie T3; Veröff: NZ 1992,130 TE OGH 1995-04-20 6 Ob 506/95 Auch; Beis wie T3 TE OGH 1997-06-04 7 Ob 2373/96p Ähnlich; Veröff: SZ 70/107 TE OGH 1998-01-28 9 Ob 12/98z Auch; nur T1; Beis wie T3 TE OGH 2001-01-16 5 Ob 326/00b Vgl auch TE OGH 2001-03-28 9 Ob 134/00x Beis wie T4 TE OGH 2002-11-07 6 Ob 245/02a Auch TE OGH 2005-07-14 6 Ob 128/05z Auch; Beisatz: Ganz allgemein gilt für die gemischte Schenkung, dass es auf den Parteiwillen ankommt, ob ein Teil der Leistung als geschenkt angesehen werden kann. Eine gemischte Schenkung kann keinesfalls schon deshalb angenommen werden, weil die Leistung der einen Seite objektiv wertvoller ist als die der anderen, wenn das Entgelt für eine Leistung bewusst niedrig, unter ihrem objektiven Wert angesetzt wurde und sich ein Vertragspartner mit einer unter dem Wert seiner Leistung liegenden Gegenleistung begnügte oder sich die Partner des objektiven Missverhältnisses der ausgetauschten Werte bewusst waren. Hier: Bäuerlicher Übergabsvertrag. (T6) Veröff: SZ 2005/103 TE OGH 2006-12-20 9 Ob 137/06x nur T1 TE OGH 2007-07-13 6 Ob 153/07d Auch; Beis wie T6 nur: Ganz allgemein gilt für die gemischte Schenkung, dass es auf den Parteiwillen ankommt, ob ein Teil der Leistung als geschenkt angesehen werden kann. Eine gemischte Schenkung kann keinesfalls schon deshalb angenommen werden, weil die Leistung der einen Seite objektiv wertvoller ist als die der anderen und sich die Partner des objektiven Missverhältnisses der ausgetauschten Werte bewusst waren. Hier: Bäuerlicher Übergabsvertrag. (T7) TE OGH 2008-04-22 10 Ob 33/08p Vgl auch TE OGH 2011-01-24 5 Ob 191/10i Vgl auch; Beisatz: Ein krasses Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung kann ‑ insbesondere bei schutzwürdigen Interessen pflichtteilsberechtigter Dritter ‑ Schenkungsabsicht indizieren. (T8) TE OGH 2012-04-19 6 Ob 140/11y Beis wie T8 TE OGH 2012-08-07 2 Ob 14/12s nur T1; Beis wie T8 TE OGH 2013-07-04 6 Ob 66/13v Vgl; Beis wie T7 TE OGH 2014-01-21 5 Ob 188/13b Auch; Beisatz: Selbst ein krasses objektives Missverhältnis von Leistung und Gegenleistung bedeutet noch nicht zwingend ein Indiz für eine Schenkungsabsicht. (T9) TE OGH 2014-01-21 5 Ob 235/13i Vgl auch TE OGH 2017-02-23 2 Ob 96/16f Vgl; Beis wie T8 TE OGH 2018-03-22 2 Ob 98/17a Vgl; nur T5; Beis wie T8 TE OGH 2018-04-30 1 Ob 64/18w Auch TE OGH 2019-06-25 1 Ob 97/19z nur T1 TE OGH 2020-10-14 2 Ob 118/20x nur T5; Beisatz: Ob Schenkungsabsicht vorliegt, ist eine der Kognition des Obersten Gerichtshofs entzogene Tatfrage. (T10) TE OGH 2022-04-26 2 Ob 27/22t Beis wie T8 TE OGH 2022-12-13 2 Ob 205/22v Vgl; Beis wie T6; Beis wie T7 TE OGH 2024-11-19 2 Ob 248/23v European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1972:RS0012959
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