RIS Dokument GerichtOGH RechtssatznummerRS0079652 Entscheidungsdatum03.10.1972 Geschäftszahl4Ob345/72; 4Ob307/77; 4Ob365/77; 4Ob345/78; 4Ob405/78; 4Ob305/79; 4Ob418/79; 4Ob372/80; 4Ob380/81; 4Ob426/81; 4Ob341/82; 4Ob354/82; 4Ob399/83; 4Ob308/84; 4Ob322/84; 4Ob345/85; 4Ob331/86; 4Ob383/86; 4Ob332/87; 4Ob396/87; 4Ob155/90; 4Ob90/90; 4Ob33/91; 4Ob3/94; 4Ob34/94; 4Ob67/94; 4Ob2051/96p; 4Ob2109/96t; 4Ob2281/96m; 4Ob20/97p; 4Ob266/01y; 4Ob110/02h; 4Ob125/03s; 4Ob199/03y; 4Ob28/14t; 4Ob175/17i NormUWG §14 A2 RechtssatzDie Wiederholungsgefahr kann unter Umständen dann ausgeschlossen sein, wenn der Wettbewerbsverstoß der Beklagten auf einem Irrtum beruhte und der Beklagte von sich aus - etwa durch Berichtigung des Fehlers - eine Handlung gesetzt hat, die seine Sinnesänderung nach außen klar erkennen läßt. Die Vermutung spricht für das Bestehen einer Wiederholungsgefahr; es ist Sache des Verletzters, diese Vermutung zu widerlegen. EntscheidungstexteTE OGH 1972-10-03 4 Ob 345/72 Veröff: ÖBl 1973,135 TE OGH 1977-02-08 4 Ob 307/77 Veröff: ÖBl 1977,108 TE OGH 1977-09-27 4 Ob 365/77 nur: Die Wiederholungsgefahr kann unter Umständen dann ausgeschlossen sein, wenn der Wettbewerbsverstoß der Beklagten auf einem Irrtum beruhte. (T1) Beisatz: Angeblich durch die zuständige Gewerbebehörde veranlaßter Irrtum. (T2) TE OGH 1978-07-04 4 Ob 345/78 nur: Die Wiederholungsgefahr kann unter Umständen dann ausgeschlossen sein, wenn der Wettbewerbsverstoß der Beklagten auf einem Irrtum beruhte und der Beklagte von sich aus - etwa durch Berichtigung des Fehlers - eine Handlung gesetzt hat, die seine Sinnesänderung nach außen klar erkennen läßt. (T3) TE OGH 1979-01-16 4 Ob 405/78 nur T3 TE OGH 1979-01-30 4 Ob 305/79 nur T1; Veröff: ÖBl 1979,80 TE OGH 1980-01-15 4 Ob 418/79 nur T1; Veröff: ÖBl 1980,128 TE OGH 1980-09-23 4 Ob 372/80 nur T1 TE OGH 1981-09-29 4 Ob 380/81 Beisatz: Verkauf von "Converversions". (T4) TE OGH 1982-01-19 4 Ob 426/81 Auch; nur T1; Beisatz: Wenn der Beklagte die beanstandete Werbung schon sechs Monate vor der Einleitung des Rechtsstreites aus freien Stücken geändert und damit der (ihm erst damals bekanntgewordenen) Rechtslage angepaßt hat. (T5) TE OGH 1982-06-15 4 Ob 341/82 nur T3 TE OGH 1982-07-13 4 Ob 354/82 nur T3 TE OGH 1983-11-29 4 Ob 399/83 Auch; nur T3; Beisatz: Hier: Verschulden des Zeitungsunternehmens - Berichtigung der verstümmelten Wohnung erforderlich. (T6) ÖBl 1984,77 TE OGH 1984-02-21 4 Ob 308/84 Vgl auch; nur T3; Beisatz: Hier: Teilweises "Vergleichsanbot" erst und nur bei der Vernehmung als Partei. (T7) Veröff: ÖBl 1984,107 TE OGH 1984-04-17 4 Ob 322/84 nur T1; Veröff: MR 1984 H4, Archiv 13 (Korn, Archiv 10) = GRURInt 1985,58 = RdW 1984,372 = ÖBl 1984,135 TE OGH 1985-06-04 4 Ob 345/85 nur T1 TE OGH 1986-05-13 4 Ob 331/86 nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Kammer (T8) TE OGH 1986-12-02 4 Ob 383/86 Auch; nur T3; Veröff: ÖBl 1988,79 (F Pumbauer, 63) TE OGH 1987-03-24 4 Ob 332/87 Auch; nur T1 TE OGH 1987-12-15 4 Ob 396/87 nur T1; Veröff: WBl 1988,86 = MR 1988,61 TE OGH 1990-11-06 4 Ob 155/90 Vgl auch; nur T3; Beisatz: Indizien für das Fehlen der Wiederholungsgefahr sind die Beseitigung des beanstandeten Zustandes, die Schadensgutmachung noch vor dem Prozeß und die Beschränkung der Prozeßführung unter vorbehaltloser Anerkennung des Rechtsstandpunktes der Gegenseite auf die Frage der Wiederholungsgefahr. (T9) Veröff: ÖBl 1991,134 = MR 1991,70 (M Walter) TE OGH 1991-03-12 4 Ob 90/90 Auch; nur T3; Veröff: WBl 1991,235 = ecolex 1991,473 (Kucsko) = MR 1991,106 (Walter) = ÖBl 1991,137 TE OGH 1991-05-07 4 Ob 33/91 Vgl auch TE OGH 1994-01-25 4 Ob 3/94 TE OGH 1994-04-26 4 Ob 34/94 Beis wie T9 TE OGH 1994-06-14 4 Ob 67/94 Beisatz: Hier: Irrtum über Erlangung einer Konzession. (T10) TE OGH 1996-04-16 4 Ob 2051/96p Auch; nur T3 TE OGH 1996-05-29 4 Ob 2109/96t nur T1 TE OGH 1996-10-01 4 Ob 2281/96m nur: Die Vermutung spricht für das Bestehen einer Wiederholungsgefahr; es ist Sache des Verletzters, diese Vermutung zu widerlegen. (T11) TE OGH 1997-02-11 4 Ob 20/97p nur T3; Beisatz: Das kann etwa dann der Fall sein, wenn sich der Beklagte sofort nach dem Bekanntwerden des Verstoßes von diesem distanziert sowie Maßnahmen zur Verhinderung künftiger gleichartiger Vorfälle ergreift oder aber die als gesetzwidrig erkannte Tätigkeit unverzüglich einstellt. (T12) TE OGH 2002-01-29 4 Ob 266/01y Auch; Beisatz: Dazu muss der Störer besondere Umstände darlegen, die eine Wiederholung seiner Handlung als ausgeschlossen oder zumindest äußerst unwahrscheinlich erscheinen lassen. Wird das Unternehmen veräußert oder geschlossen, so fällt die Wiederholungsgefahr im Allgemeinen schon dadurch weg. (T13) TE OGH 2002-05-28 4 Ob 110/02h nur T3; Veröff: SZ 2002/73 TE OGH 2003-09-23 4 Ob 125/03s nur T3; Beis wie T12 TE OGH 2004-01-20 4 Ob 199/03y Auch; Beisatz: Hier: Übersehen einer Gesetzesänderung, wobei nach Aufklärung die sofortige Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen erfolgte. (T14) TE OGH 2014-03-25 4 Ob 28/14t Beis ähnlich wie T14 TE OGH 2017-10-24 4 Ob 175/17i Auch; Beis wie T9; Beis wie T12; Beis wie T13; Beis wie T14 European Case Law IdentifierECLI:AT:OGH0002:1972:RS0079652
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